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Schuldgefühle

29. Juli um 13:47 Letzte Antwort: 30. Juli um 3:46

Hallo,
Ich weiß nicht, ob das hier der richtige Ort ist, um sowas zu posten, aber ich habe das Gefühl dass ich es einfach irgendwo niederschreiben muss, weil mich deshalb noch immer Schuldgefühle plagen, obwohl es schon Jahre her ist (ich war damals 17).

Ich war für einige Monate mit jemandem in einer Online-Beziehung, aber ich habe schon nach einigen Wochen gemerkt, dass es nicht wirklich "passt" (nicht zuletzt, weil ich durch die Beziehung herausgefunden habe, dass ich mich wohl im aromantischen Spektrum befinde). Er hatte zurzeit aber mentale Probleme und ich dachte, ich tue ihm einen Gefallen, indem ich die Beziehung trotzdem aufrechterhalte (ich weiß, dass das ein dummer Gedanke ist, aber damals dachte ich, dass ich damit das richtige tue).

Dann hat mir plötzlich ein anderer enger Online-Freund seine Gefühle gestanden - und ich fühle mich so schuldig, weil ich nicht direkt "nein" gesagt habe und ihm nicht gesagt habe dass ich mit einer anderen Person zusammen bin. Es war nicht so, dass ich irgendwie romantische Gefühle für ihn gehabt hätte - es war eher wieder so, dass ich niemanden verletzen wollte, deshalb hab ich sehr vage geantwortet und gesagt, dass wir uns erstmal iRL treffen sollten, bevor wir über so etwas reden. Nochmal, ich weiß dass das dumm war, es war einfach eine Affekthandlung, die ich nicht durchdacht habe. 
Wir haben uns darauf geeinigt uns zu treffen, und dadurch bin ich dann nachdenklich geworden. Was, wenn wir uns treffen und ich merke, dass ich auch was für ihn empfinde? Die Tatsache, dass er in mich verliebt war, hat meine Gefühle total durcheinandergebracht. (Mittlerweile kann ich klar sagen, dass ich niemals in ihn verliebt war. Aber damals war ich mir nicht so sicher, immerhin war er ja ein enger Freund.) Ich wusste schon damals, dass es an der Stelle eigentlich das richtige gewesen wäre, mit meinem Partner Schluss zu machen - aber wie gesagt hatte er mentale Probleme und war zeitweise sogar suizidgefährdet, deshalb hatte ich schlicht gesagt einfach Angst davor, und habe beschlossen mit ihm zusammenzubleiben bis ich tatsächlich den, der mir seine Gefühle gestanden hat, getroffen habe, und nur Schluss zu machen falls ich dann tatsächlich etwas von ihm will.

Letztendlich haben wir uns nie getroffen. Wir hatten finanzielle Probleme und konnten kein geeignetes Datum finden, worüber ich ehrlich gesagt recht erleichtert war. Wir haben uns irgendwann aus den Augen verloren, er ist mit einer anderen Person zusammengekommen. Einige Monate später konnte ich dann auch mit meinem Partner Schluss machen, und glücklicherweise hat er es gut verkraftet und wir konnten sogar bis heute auf einer freundschaftlichen Ebene bleiben. Einmal habe ich ihm von der ganzen Sache erzählt und er meinte, dass es für ihn okay ist, es stört ihn nicht, weil ja nicht wirklich etwas passiert ist - aber ich fühle mich noch immer schrecklich und als wäre ich fremdgegangen, weil ich dem Anderen kein klares "Nein" gegeben habe und wir noch einige Wochen darüber geredet haben, wann und wie wir uns treffen könnten (obwohl ich ja wie gesagt im Endeffekt nichts von ihm wollte, ich bin halt durch eine unbedachte Aussage in eine dumme Situation geraten). Und weil ich nicht mit meinem Partner Schluss gemacht habe, als ich es hätte tun sollen. Ich habe grundsätzlich in meinem Leben das Problem, dass ich ein Ja-Sager bin und es immer jedem recht machen will, aber in dieser Situation hat das dazu geführt, dass ich etwas wirklich Dummes getan habe. 

Ich weiß dass es ein Fehler war, dass ich anders mit der Situation hätte umgehen müssen und ich habe definitiv daraus gelernt, aber ich schaffe es einfach nicht, mit der Situation abzuschließen und mich nicht wie ein schrecklicher Mensch und Fremdgeher zu fühlen. Sogar, dass mein Ex-Partner gesagt hat, dass es okay ist, hat mir nicht geholfen. Ich weiß nicht ob es darin liegt, dass ich mir immer zu sehr über alles den Kopf zerbreche, Ich weiß nicht mal als wie schlimm andere Menschen diese Situation wahrnehmen würden, nachdem - wie mein Ex-Partner gesagt hat - ja nichts "wirklich" passiert ist. Aber für mich fühlt es sich eben trotzdem wie ein schwerer Fehler an. 

Sorry, dass dieser Text so lang geworden ist. Aber es hilft tatsächlich, sich alles mal von der Seele zu schreiben. Und falls jemand einen Rat für mich hat wäre ich darüber auch sehr dankbar

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29. Juli um 15:52

Wenn es nicht geholfen hat, dass der Betroffene es ok findet, wie soll es helfen, dass jemand hier es ok findet?

Ich würde mal eher dahinter blicken, wo dein Dir-selbst-nicht-verzeihen-Können herkommt, anstatt die Absolution von außen zu suchen, von der du eh nicht genug bekommen kannst?

Du wirst hier lediglich eine Projektion deiner ohnehin schon überboardenden Gedanken finden. Eher weniger hilfreich, weil du den Sermonn ja eh schon 1000 mal durchgekaut hast.

Ach ja, solange du es allen recht machen willst, wird dir sowas auch wieder passieren.
 

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29. Juli um 18:22
In Antwort auf frauevi

Wenn es nicht geholfen hat, dass der Betroffene es ok findet, wie soll es helfen, dass jemand hier es ok findet?

Ich würde mal eher dahinter blicken, wo dein Dir-selbst-nicht-verzeihen-Können herkommt, anstatt die Absolution von außen zu suchen, von der du eh nicht genug bekommen kannst?

Du wirst hier lediglich eine Projektion deiner ohnehin schon überboardenden Gedanken finden. Eher weniger hilfreich, weil du den Sermonn ja eh schon 1000 mal durchgekaut hast.

Ach ja, solange du es allen recht machen willst, wird dir sowas auch wieder passieren.
 

Ich weiß es auch nicht, ich dachte mir, dass eine "objektive" Einschätzung mir vielleicht weiter dabei hilft, meine Gedanken zu sortieren und die Situation abzuhaken.

Dass so etwas wieder passieren wird, glaube ich nicht. Ich habe wie gesagt aus meinen Fehlern gelernt, war sogar noch einmal in einer ähnlichen Situation, die ich aber besser gelöst habe. Ich habe nur irgendwie Probleme damit, die ursprüngliche Situation zu verarbeiten.

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29. Juli um 18:29

Da gibts dann eine noch ursprünglicheren Situation, irgendwann zwischen deiner Geburt und deiner Artikulationsfähigkeit, die du nicht lösen konntest. Wo du dich für was verantwortlich gesehen hast, obwohl du es nicht sein konntest. 

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29. Juli um 22:51
In Antwort auf mattsun

Hallo,
Ich weiß nicht, ob das hier der richtige Ort ist, um sowas zu posten, aber ich habe das Gefühl dass ich es einfach irgendwo niederschreiben muss, weil mich deshalb noch immer Schuldgefühle plagen, obwohl es schon Jahre her ist (ich war damals 17).

Ich war für einige Monate mit jemandem in einer Online-Beziehung, aber ich habe schon nach einigen Wochen gemerkt, dass es nicht wirklich "passt" (nicht zuletzt, weil ich durch die Beziehung herausgefunden habe, dass ich mich wohl im aromantischen Spektrum befinde). Er hatte zurzeit aber mentale Probleme und ich dachte, ich tue ihm einen Gefallen, indem ich die Beziehung trotzdem aufrechterhalte (ich weiß, dass das ein dummer Gedanke ist, aber damals dachte ich, dass ich damit das richtige tue).

Dann hat mir plötzlich ein anderer enger Online-Freund seine Gefühle gestanden - und ich fühle mich so schuldig, weil ich nicht direkt "nein" gesagt habe und ihm nicht gesagt habe dass ich mit einer anderen Person zusammen bin. Es war nicht so, dass ich irgendwie romantische Gefühle für ihn gehabt hätte - es war eher wieder so, dass ich niemanden verletzen wollte, deshalb hab ich sehr vage geantwortet und gesagt, dass wir uns erstmal iRL treffen sollten, bevor wir über so etwas reden. Nochmal, ich weiß dass das dumm war, es war einfach eine Affekthandlung, die ich nicht durchdacht habe. 
Wir haben uns darauf geeinigt uns zu treffen, und dadurch bin ich dann nachdenklich geworden. Was, wenn wir uns treffen und ich merke, dass ich auch was für ihn empfinde? Die Tatsache, dass er in mich verliebt war, hat meine Gefühle total durcheinandergebracht. (Mittlerweile kann ich klar sagen, dass ich niemals in ihn verliebt war. Aber damals war ich mir nicht so sicher, immerhin war er ja ein enger Freund.) Ich wusste schon damals, dass es an der Stelle eigentlich das richtige gewesen wäre, mit meinem Partner Schluss zu machen - aber wie gesagt hatte er mentale Probleme und war zeitweise sogar suizidgefährdet, deshalb hatte ich schlicht gesagt einfach Angst davor, und habe beschlossen mit ihm zusammenzubleiben bis ich tatsächlich den, der mir seine Gefühle gestanden hat, getroffen habe, und nur Schluss zu machen falls ich dann tatsächlich etwas von ihm will.

Letztendlich haben wir uns nie getroffen. Wir hatten finanzielle Probleme und konnten kein geeignetes Datum finden, worüber ich ehrlich gesagt recht erleichtert war. Wir haben uns irgendwann aus den Augen verloren, er ist mit einer anderen Person zusammengekommen. Einige Monate später konnte ich dann auch mit meinem Partner Schluss machen, und glücklicherweise hat er es gut verkraftet und wir konnten sogar bis heute auf einer freundschaftlichen Ebene bleiben. Einmal habe ich ihm von der ganzen Sache erzählt und er meinte, dass es für ihn okay ist, es stört ihn nicht, weil ja nicht wirklich etwas passiert ist - aber ich fühle mich noch immer schrecklich und als wäre ich fremdgegangen, weil ich dem Anderen kein klares "Nein" gegeben habe und wir noch einige Wochen darüber geredet haben, wann und wie wir uns treffen könnten (obwohl ich ja wie gesagt im Endeffekt nichts von ihm wollte, ich bin halt durch eine unbedachte Aussage in eine dumme Situation geraten). Und weil ich nicht mit meinem Partner Schluss gemacht habe, als ich es hätte tun sollen. Ich habe grundsätzlich in meinem Leben das Problem, dass ich ein Ja-Sager bin und es immer jedem recht machen will, aber in dieser Situation hat das dazu geführt, dass ich etwas wirklich Dummes getan habe. 

Ich weiß dass es ein Fehler war, dass ich anders mit der Situation hätte umgehen müssen und ich habe definitiv daraus gelernt, aber ich schaffe es einfach nicht, mit der Situation abzuschließen und mich nicht wie ein schrecklicher Mensch und Fremdgeher zu fühlen. Sogar, dass mein Ex-Partner gesagt hat, dass es okay ist, hat mir nicht geholfen. Ich weiß nicht ob es darin liegt, dass ich mir immer zu sehr über alles den Kopf zerbreche, Ich weiß nicht mal als wie schlimm andere Menschen diese Situation wahrnehmen würden, nachdem - wie mein Ex-Partner gesagt hat - ja nichts "wirklich" passiert ist. Aber für mich fühlt es sich eben trotzdem wie ein schwerer Fehler an. 

Sorry, dass dieser Text so lang geworden ist. Aber es hilft tatsächlich, sich alles mal von der Seele zu schreiben. Und falls jemand einen Rat für mich hat wäre ich darüber auch sehr dankbar

Es klingt so als ob du etwas egoistischer werden solltest. Viele Menschen würden über deinen Text lachen und dich vermutlich als Gutmensch betiteln oder sowas.
Es ist aber aus meiner Sicht auch  tatsächlich erstaunlich, dass du das so siehst. Es hat auch was romantisches ansich, dass du so gut bist, was vermutlich somit auch für viele anziehend sein könnte.

Jedenfalls zu deinem Text - Als außenstehender sieht man ja im Prinzip ja auch nur die Kurzform ohne Emotionen. Du hast Probleme nein zu sagen, du hast Kompromisse gefunden, es allen Recht zu machen. Und irgendwie gings auch gut. Es war umständlich, aber es klappte.

Es gibt unzählige Menschen die auf diese Art einen neuen Freund / in haben, weil sie einen Grund brauchen bevor sie sich trennen. Bei dir war es ja auch außerdem die schwierige Situation, dass du nciht wusstest, wie dein Ex reagiert mit seiner Suiziden Ader.

Grundsätzlich kann man sagen, wenn ein Charakterzug eines Menschen irgendwie in die Extreme geht, kriegt er meistens Probleme. Also versuch deine goldene Mitte zu finden.


 

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30. Juli um 1:32
In Antwort auf dawn

Es klingt so als ob du etwas egoistischer werden solltest. Viele Menschen würden über deinen Text lachen und dich vermutlich als Gutmensch betiteln oder sowas.
Es ist aber aus meiner Sicht auch  tatsächlich erstaunlich, dass du das so siehst. Es hat auch was romantisches ansich, dass du so gut bist, was vermutlich somit auch für viele anziehend sein könnte.

Jedenfalls zu deinem Text - Als außenstehender sieht man ja im Prinzip ja auch nur die Kurzform ohne Emotionen. Du hast Probleme nein zu sagen, du hast Kompromisse gefunden, es allen Recht zu machen. Und irgendwie gings auch gut. Es war umständlich, aber es klappte.

Es gibt unzählige Menschen die auf diese Art einen neuen Freund / in haben, weil sie einen Grund brauchen bevor sie sich trennen. Bei dir war es ja auch außerdem die schwierige Situation, dass du nciht wusstest, wie dein Ex reagiert mit seiner Suiziden Ader.

Grundsätzlich kann man sagen, wenn ein Charakterzug eines Menschen irgendwie in die Extreme geht, kriegt er meistens Probleme. Also versuch deine goldene Mitte zu finden.


 

Danke für deine nette Antwort Ich weiß, dass ich einige auf lange Sicht problematische weil extreme Charakterzüge habe und arbeite auch dran, die zu ändern. Hatte gerade ein langes Gespräch darüber mit einer vertrauten Person, das hat mir auch geholfen. Aber gibt wohl noch einiges, was ich aufarbeiten muss.

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30. Juli um 3:46
In Antwort auf mattsun

Hallo,
Ich weiß nicht, ob das hier der richtige Ort ist, um sowas zu posten, aber ich habe das Gefühl dass ich es einfach irgendwo niederschreiben muss, weil mich deshalb noch immer Schuldgefühle plagen, obwohl es schon Jahre her ist (ich war damals 17).

Ich war für einige Monate mit jemandem in einer Online-Beziehung, aber ich habe schon nach einigen Wochen gemerkt, dass es nicht wirklich "passt" (nicht zuletzt, weil ich durch die Beziehung herausgefunden habe, dass ich mich wohl im aromantischen Spektrum befinde). Er hatte zurzeit aber mentale Probleme und ich dachte, ich tue ihm einen Gefallen, indem ich die Beziehung trotzdem aufrechterhalte (ich weiß, dass das ein dummer Gedanke ist, aber damals dachte ich, dass ich damit das richtige tue).

Dann hat mir plötzlich ein anderer enger Online-Freund seine Gefühle gestanden - und ich fühle mich so schuldig, weil ich nicht direkt "nein" gesagt habe und ihm nicht gesagt habe dass ich mit einer anderen Person zusammen bin. Es war nicht so, dass ich irgendwie romantische Gefühle für ihn gehabt hätte - es war eher wieder so, dass ich niemanden verletzen wollte, deshalb hab ich sehr vage geantwortet und gesagt, dass wir uns erstmal iRL treffen sollten, bevor wir über so etwas reden. Nochmal, ich weiß dass das dumm war, es war einfach eine Affekthandlung, die ich nicht durchdacht habe. 
Wir haben uns darauf geeinigt uns zu treffen, und dadurch bin ich dann nachdenklich geworden. Was, wenn wir uns treffen und ich merke, dass ich auch was für ihn empfinde? Die Tatsache, dass er in mich verliebt war, hat meine Gefühle total durcheinandergebracht. (Mittlerweile kann ich klar sagen, dass ich niemals in ihn verliebt war. Aber damals war ich mir nicht so sicher, immerhin war er ja ein enger Freund.) Ich wusste schon damals, dass es an der Stelle eigentlich das richtige gewesen wäre, mit meinem Partner Schluss zu machen - aber wie gesagt hatte er mentale Probleme und war zeitweise sogar suizidgefährdet, deshalb hatte ich schlicht gesagt einfach Angst davor, und habe beschlossen mit ihm zusammenzubleiben bis ich tatsächlich den, der mir seine Gefühle gestanden hat, getroffen habe, und nur Schluss zu machen falls ich dann tatsächlich etwas von ihm will.

Letztendlich haben wir uns nie getroffen. Wir hatten finanzielle Probleme und konnten kein geeignetes Datum finden, worüber ich ehrlich gesagt recht erleichtert war. Wir haben uns irgendwann aus den Augen verloren, er ist mit einer anderen Person zusammengekommen. Einige Monate später konnte ich dann auch mit meinem Partner Schluss machen, und glücklicherweise hat er es gut verkraftet und wir konnten sogar bis heute auf einer freundschaftlichen Ebene bleiben. Einmal habe ich ihm von der ganzen Sache erzählt und er meinte, dass es für ihn okay ist, es stört ihn nicht, weil ja nicht wirklich etwas passiert ist - aber ich fühle mich noch immer schrecklich und als wäre ich fremdgegangen, weil ich dem Anderen kein klares "Nein" gegeben habe und wir noch einige Wochen darüber geredet haben, wann und wie wir uns treffen könnten (obwohl ich ja wie gesagt im Endeffekt nichts von ihm wollte, ich bin halt durch eine unbedachte Aussage in eine dumme Situation geraten). Und weil ich nicht mit meinem Partner Schluss gemacht habe, als ich es hätte tun sollen. Ich habe grundsätzlich in meinem Leben das Problem, dass ich ein Ja-Sager bin und es immer jedem recht machen will, aber in dieser Situation hat das dazu geführt, dass ich etwas wirklich Dummes getan habe. 

Ich weiß dass es ein Fehler war, dass ich anders mit der Situation hätte umgehen müssen und ich habe definitiv daraus gelernt, aber ich schaffe es einfach nicht, mit der Situation abzuschließen und mich nicht wie ein schrecklicher Mensch und Fremdgeher zu fühlen. Sogar, dass mein Ex-Partner gesagt hat, dass es okay ist, hat mir nicht geholfen. Ich weiß nicht ob es darin liegt, dass ich mir immer zu sehr über alles den Kopf zerbreche, Ich weiß nicht mal als wie schlimm andere Menschen diese Situation wahrnehmen würden, nachdem - wie mein Ex-Partner gesagt hat - ja nichts "wirklich" passiert ist. Aber für mich fühlt es sich eben trotzdem wie ein schwerer Fehler an. 

Sorry, dass dieser Text so lang geworden ist. Aber es hilft tatsächlich, sich alles mal von der Seele zu schreiben. Und falls jemand einen Rat für mich hat wäre ich darüber auch sehr dankbar

Hallo,

ja, also wenn Du jemand bist, der sich immer sehr viele Gedanken macht und somit schlecht abschließen kann, schätze ich das so ein, dass es Dir auch schwer fallen muss, Dinge so hinzunehmen, wie sie sich ergeben.
Ein Einzelfall bist Du damit allerdings keinesfalls. Zumal man eh nicht mehr ändern kann, was nicht zu ändern geht. Und die anderen haben auch keine Vorstellung davon, wie man damit umgehen sollte, um KEIN schlechtes Gewissen ewig mit sich zu schleppen.
Wenn man sich nicht so leicht entscheiden kann für oder gegen eine Beziehung, dann wäre es sicher besser, sich nicht zusätzlich mit einem Gewissen zu plagen. Es wird immer in Beziehungen auch ein ''lachendes'' und ein ''weinendes'' Auge geben - so ist das Leben nun mal.

Gottseidank sind wir aber alle lernfähig.   

Alles Gute, viel Glück  - und denk dran: LACHEN ist die beste Medizin 

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