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Schüchterne Frauen

15. Januar 2013 um 20:00

Ein freundliches Hallo an alle!
Ich habe eine Frage, die sich an schüchterne Frauen richtet. Ich glaube, dass es hier im Forum wohl einige geben wird, vielleicht könnt ihr mir helfen. Es geht um folgendes:

Ich habe eine Frau kennengelernt, die von ihren Freunden als "extrem schüchtern" bezeichnet wird. Sie ist wunderbar, sie ist tiefgründig, sie ist sensibel, sie ist... Ich glaube, sie mag mich auch, aber schüchtern ist eben schüchtern.

Daher meine Frage: Wie kriegt man eine schüchterne Frau dazu sich zu öffnen? Wie kommt ein Mann dazu in diese "tiefen, besonderen, sensiblen" Regionen vorzustoßen? Machosprüche, blödes Getue sicher nicht. (Ist sowieso nicht mein Stil, keine Sorge. ) Einladungen zum Candellight-Dinner? Geht nicht, eine schüchterne Frau wird die Einladung wohl nicht annehmen. (Obwohl sie die Idee vielleicht toll findet.) Gemeinsame Aktivitäten in unser Freundesgruppe? Tolle Idee, aber zu 99,99% bleibts dann wohl bei Freundschaft.

Wie erkläre ich, dass ich selbst ihr sehr ähnlich bin? Dass ich auch sehr schüchtern bin aber im Laufe des Lebens gelernt habe damit umzugehen und die Schüchternheit in wichtigen Momenten kurz (!) wegzudrücken kann. Mit viel Herzklopfen allerdings.

Beim letzten Treffen - in der Freundesgruppe - hab ihr ein nettes Geschenk gegeben. Keine Reaktion ausser "Danke". Später erzahlt mir ihr bester Freund, dass sie "hingerissen" war. Das Geschenk war ein Volltreffer.

Fazit: "Voranstürmen" bringt nichts, denn es verschreckt sie. "Dezent bleiben" bringt nichts, denn Freunde sind wir sowieso bereits. Die Sache dreht sich im Kreis: Kaum bin ich "offensiv" gleitet sie weg - da sie ja schüchtern ist. Bin ich "nur ein Freund" kommen wir nie über einen gewissen Punkt hinaus. Ein in sich geschlossenes Problem, das eigentlich unlösbar ist. Ausser durch ein Wunder. Also die Frage an die schüchternen Damen: Wie erwirke ich ein Wunder? Welches Wunder würde euch verzaubern?

Entschuldigt bitte, ein Forum im Web ist schwer geeignet die Problematik wirklich zu diskutieren. Ihr müsst mir bei den wesentlichen Fakten einfach "zwischen den Zeilen" vertrauen.

Danke vorab für Ideen, ich bin ein wenig ratlos!
R.

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15. Januar 2013 um 20:06

2 Möglichkeiten
1. Du weisst nicht ob sie auf dich steht?
Dann würde ich zu freundschaftlichen Aktivitäten im Beisein Anderer, ihr vertrauter Menschen raten. Ihnen kann sie sich ja öffnen, und (Achtung, Geduld ist gefragt) irgendwann kann sie dich besser kennenlernen und sich auch dir öffnen. DANN nach einem Date fragen.

2. Du weisst/ahnst nicht, dass sie auf dich steht? (Reicht auch schon ein Hinweis von Freunden)
Wenn sie sich danach sehnt, dass du dir Initiative ergreifst, dann mach es ganz dreist: erwische einen Augenblick mit ihr alleine und küss sie einfach.

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15. Januar 2013 um 20:07
In Antwort auf fleschforfantasy

2 Möglichkeiten
1. Du weisst nicht ob sie auf dich steht?
Dann würde ich zu freundschaftlichen Aktivitäten im Beisein Anderer, ihr vertrauter Menschen raten. Ihnen kann sie sich ja öffnen, und (Achtung, Geduld ist gefragt) irgendwann kann sie dich besser kennenlernen und sich auch dir öffnen. DANN nach einem Date fragen.

2. Du weisst/ahnst nicht, dass sie auf dich steht? (Reicht auch schon ein Hinweis von Freunden)
Wenn sie sich danach sehnt, dass du dir Initiative ergreifst, dann mach es ganz dreist: erwische einen Augenblick mit ihr alleine und küss sie einfach.

Aaargh
Bei 2. Soll es natürlich heißen "Du weisst/ahnst, DASS sie auf dich steht"
Müde.
Gute Nacht.

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15. Januar 2013 um 20:41

Dranbleiben
Erst mal danke für alle Antworten. Ich schreibe mal zu dieser hier etwas dazu:

...Mir gefällt es, wenn ich merke, dass der Mann auch dann noch wieder dranbleibt, wenn ich ihm nicht gleich um den Hals falle. ...

OK, also dranbleiben. Das ist sowieso das was ich tue, aber man kann sich auch schrecklich blöde vorkommen. Ich hab ja keine offizielle Benachrichtigung: "Ja, bist ein toller Kerl, bleib dran und in genau 3 Wochen und 4 Tagen fall ich dir um den Hals." Es ist eher eine Ahnung und die indirekten Andeutungen zu gemeinsamen Freunden...

Aber wie gesagt: Ich bin alt genug, dass ich weiß wie sehr man sich da verlaufen kann. In den eigenen Vorstellungen hängenbleiben...

OK, ich bleib dran. (Sie ist es echt wert.)

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16. Januar 2013 um 11:21

Hineinträumen?
...Kann es sein, dass du gerade selbst etwas zu sehr in sie hineinträumst?...

Ja klar kann das sein. Unterschrieben hat sie noch nix. Nö im Ernst: Dass ich sowas wie ein Risiko eingehe ist mir klar. Vielleicht mache ich ihr jetzt 2 Monate lang den Hof und dann sagt sie eines Tages, dass ich ein toller Freund wäre, aber als Partner leider nicht der richtige für sie. Oder auch nicht... Alles ist möglich. Mal sehen.

Wichtig war mir mit der Frage mal ein wenig nachzuspüren wie sich Schüchternheit von der "weiblichen Seite" her anspürt. Damit ich ein Gefühl dafür kriege.

Denn eines muss ich sagen: Was Frauen wirklich bewegt ist einem Mann (auch wenn er aufmerksam uns sensibel ist.) oft nicht ganz klar. Aber das ist ja auch irgendwie schön, ein "Spiel mit etwas Unbekannten" das ganz anders funktioniert als die "männliche Logik".

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16. Januar 2013 um 11:24

Schüchtern
Ach ja, ich kann mich da jetzt einfach nicht zu 100% per Internet erklären. Das stößt an die Grenzen des Mediums... Ich hab was Draufgängerisches und was Schüchternes an mir. Und das ist halt so ein individueller Mix... Ich glaub bis jetzt hat sie eher die draufgängerische Seite kennengelernt.

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16. Januar 2013 um 11:31

Hobby
...Was du brauchst ist sehr sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl, sprich Einfühlungsvermögen. Mache diese Frau zu deinem Hobby ...

Ja klar, anders wirds wohl nicht gehen als dass ich mich der Sache mit einer spielerischen Seite widme. Wie erwähnt, mir gings vor allem darum "weibliche Schüchternheit" mal zu erforschen. Ich glaub, das hab ich getan, (soweit das Medium Internet gehen kann), habe ich ausreichend erfahren um jetzt etwas klarer zu sehen.

Also bedanke ich mich bei allen, die geantwortet haben, für Eure interessanten Beiträge und ziehe mich aus der Diskussion zurück.

Viele Grüße!

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16. Januar 2013 um 16:03

...
Ich bin auch schüchtern, besonders bei Männern, die ich sehr mag oder mit denen ich mir mehr vorstellen könnte. Andererseits kann bin ich meinen Freunden/Bekannten oder auch "uninteressanten" Fremden gegenüber das totale Gegenteil sein. locker, offen, gesprächig, witzig, wortgewandt, flirtend.

Ich kann also dem Mann, den ich wirklich mag, nicht wirklich gut in die Augen sehen, ich weiß meist nicht, was ich sagen oder antworten soll, ich wirke vielleicht kühl und distanziert. Ich möchte nichts falsch machen, nichts falsches sagen, weiß nicht wirklich mit ihm umzugehen, bin verkrampft, kann nicht wirklich nachdenken. Reagiere auf Annährungsversuche eventuell gehemmt, habe keine schlauen, witzigen Sprüche auf Lager wie sonst. Kann nicht mit ihm flirten, obwohl das bei allen anderen Männern problemlos geht.

Wenn ich dann doch mal was sage, denke ich danach "was hast du denn jetzt für nen Quatsch erzählt?" Das alles legt sich Stück für Stück, wenn ich ihn länger und besser kenne. Und ich sehe ihn am Anfang am liebsten in einer größeren Gruppe mit guten Freunden, da kann ich lockerer sein, als mit ihm allein. Ich möchte mich langsam aber sicher mit ihm anfreunden, mehr über ihn erfahren, mit ihm Zeit verbringen, aber ohne diesen typischen Date-Beigeschmack. Da fühle ich mich dann eher unter Druck gesetzt. Im Freundeskreis etwas unternehmen, Party machen, quatschen usw. - das ist eher nach meinem Geschmack. Und dabei kann man sich auch näher kommen. Zwischendurch über SMS oder Chat schreiben finde ich auch gut - aber bitte nicht anrufen. Ich hasse telefonieren. Ich bringe schon sonst kaum was raus und telefonisch fehlt ja noch Mimik und Gestik. Aber am Anfang bitte alles freundschaftlich, auch wenn ich selbst interessiert bin. Klingt blöd, ist aber so.

Man kann sich ja auch annähern durch zufällige Berührungen, vermehrter Körperkontakt, doppeldeutige Bemerkungen (aber bitte nicht obszön), die Frau ein bisschen ärgern/aufziehen/necken - das sind zumindest die Sachen, mit denen ich keine Probleme hätte und bei denen ich mich wohl fühle.

Würde er mir allerdings sagen, dass er mich mehr als nur mag oder mich zum Essen/ins Kino usw. einladen, dann würde ich zusagen. Wobei mir Kino am Anfang noch besser gefällt, als nur Essen zu gehen. Weil man im Nachhein etwas hat, worüber man sich noch ewig unterhalten kann. Auch wenn das Date dann sicher ein totaler Reinfall werden würde, weil ich die ganze Zeit nur denke "Juhuuu, Yippiyeah", nicht mehr klar denken könnte. Und auch nichts geistreiches raus bekomme. Obwohl, eventuell nach ein oder zwei Gläsern Wein/Sekt.


So, das war jetzt der Einblick in die Gedanken einer schüchternen Frau Anfang 20. Ich hoffe, es hilft dir weiter.

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26. Mai 2017 um 17:03
In Antwort auf schokilade1

...
Ich bin auch schüchtern, besonders bei Männern, die ich sehr mag oder mit denen ich mir mehr vorstellen könnte. Andererseits kann bin ich meinen Freunden/Bekannten oder auch "uninteressanten" Fremden gegenüber das totale Gegenteil sein. locker, offen, gesprächig, witzig, wortgewandt, flirtend.

Ich kann also dem Mann, den ich wirklich mag, nicht wirklich gut in die Augen sehen, ich weiß meist nicht, was ich sagen oder antworten soll, ich wirke vielleicht kühl und distanziert. Ich möchte nichts falsch machen, nichts falsches sagen, weiß nicht wirklich mit ihm umzugehen, bin verkrampft, kann nicht wirklich nachdenken. Reagiere auf Annährungsversuche eventuell gehemmt, habe keine schlauen, witzigen Sprüche auf Lager wie sonst. Kann nicht mit ihm flirten, obwohl das bei allen anderen Männern problemlos geht.

Wenn ich dann doch mal was sage, denke ich danach "was hast du denn jetzt für nen Quatsch erzählt?" Das alles legt sich Stück für Stück, wenn ich ihn länger und besser kenne. Und ich sehe ihn am Anfang am liebsten in einer größeren Gruppe mit guten Freunden, da kann ich lockerer sein, als mit ihm allein. Ich möchte mich langsam aber sicher mit ihm anfreunden, mehr über ihn erfahren, mit ihm Zeit verbringen, aber ohne diesen typischen Date-Beigeschmack. Da fühle ich mich dann eher unter Druck gesetzt. Im Freundeskreis etwas unternehmen, Party machen, quatschen usw. - das ist eher nach meinem Geschmack. Und dabei kann man sich auch näher kommen. Zwischendurch über SMS oder Chat schreiben finde ich auch gut - aber bitte nicht anrufen. Ich hasse telefonieren. Ich bringe schon sonst kaum was raus und telefonisch fehlt ja noch Mimik und Gestik. Aber am Anfang bitte alles freundschaftlich, auch wenn ich selbst interessiert bin. Klingt blöd, ist aber so.

Man kann sich ja auch annähern durch zufällige Berührungen, vermehrter Körperkontakt, doppeldeutige Bemerkungen (aber bitte nicht obszön), die Frau ein bisschen ärgern/aufziehen/necken - das sind zumindest die Sachen, mit denen ich keine Probleme hätte und bei denen ich mich wohl fühle.

Würde er mir allerdings sagen, dass er mich mehr als nur mag oder mich zum Essen/ins Kino usw. einladen, dann würde ich zusagen. Wobei mir Kino am Anfang noch besser gefällt, als nur Essen zu gehen. Weil man im Nachhein etwas hat, worüber man sich noch ewig unterhalten kann. Auch wenn das Date dann sicher ein totaler Reinfall werden würde, weil ich die ganze Zeit nur denke "Juhuuu, Yippiyeah", nicht mehr klar denken könnte. Und auch nichts geistreiches raus bekomme. Obwohl, eventuell nach ein oder zwei Gläsern Wein/Sekt.


So, das war jetzt der Einblick in die Gedanken einer schüchternen Frau Anfang 20. Ich hoffe, es hilft dir weiter.

wow, ich bin platt.
So wie Du das beschreibst, mache ich aktuell meine Erfahrungen mit einer schüchternen Frau. Unglaublich, das hätte sie auch alles schreiben können....
Danke dir, ich glaube, ich verstehe sie jetzt besser, denn ich dachte, vieles liegt an mir und meinem Verhalten.
Gerne würde ich erfahren, wie Du die letzten Jahre erlebt hast und ob sich dein Verhalten geändert hat.
LG lhcat

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