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Schluss wegen Selbstmordgedanken

19. Juni um 12:13

Hallo Ihr Lieben,

ich bin froh, dass ich hier schreiben kann und probiere einfach mal meine Situation zu schildern. Ich bin 34 Jahre alt und leide seit etwa 12 Jahren unter depressiven Verstimmungen. Nicht in der Art, dass ich mich sozial isoliere oder abschotte. Sondern in der Art, dass ich phasenweise unter starken Selbstmordgedanken leide. Im Prinzip ist das schon mein ganzes Leben so, nur ist es seit 12 Jahren heftiger. Ich mache auch seit 9 Jahren Therapien deswegen, die mir auch soweit helfen, dass diese Phasen oder Schübe nur noch selten auftreten. Es hängt mit meiner Kindheit zusammen und auch den Erlebnissen, die ich seitdem gemacht habe, insbesondere in Beziehungen. Meine Partnerschaften waren bislang nicht sehr....liebevoll sag ich mal. Nun ist es so, dass ich vor einem halben Jahr mit jemandem zusammengekommen bin, mit dem sich einfach alles toll anfühlte. Ich war noch nie so verliebt, habe auch noch nie so schnell so tief für jemanden empfunden. Wir haben in vielen Dingen die gleiche Sichtweise; haben denselben Humor; haben gleiche Ziele. Ich bin immernoch in Therapie, und das habe ich ihm auch erzählt, bereits bevor wir zusammen waren. Er hat mich aber nie gefragt, warum. Er selbst hat allerdings auch schon eine Therapie hinter sich, weil er ein Problem mit Konflikten und Aggressionen und Alkohol hat. Was sich darin äußert, dass wenn er sich kurz nicht beachtet fühlt oder sich von mir kritisiert fühlt total ausrastet und wutentbrannt die Wohnung verlässt. Vor ein paar Wochen kam ich zum Beispiel nach Hause und habe nur 5 Minuten Haushalt gemacht, damit wir dann schnell den Abend zusammen verbringen können. Anschließend hat er mich total angefahren, dass ich ihn nicht beachte und dass er ja auch gehen kann und ist total wütend geworden und hat die Wohnung verlassen. Dabei muss man sagen, ich finde, ich tue viel dafür, dass er sich wohlfühlt. Ich führe ihn zum Essen aus, ich mach ihm Geschenke, sorge mich um ihn, höre mir alle seine Probleme an, versuche auf ihn einzugehen, und auch seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Ich hingegen fühle mich oft allein und nicht wahrgenommen. Weil ihm das schnell zuviel wird, sich mit anderen auseinanderzusetzen. Und wenn ich dann meine Bedürfnisse äußere, ist das immer ein Disaster. Es kommt nicht ständig vor und nicht immerzu, vielleicht 1-2x im Monat. Aber dann ist es immer sehr heftig. Er beschimpft mich dann, ich würde ja alles nicht zu schätzen wissen, was er tut, legt mir jedes Wort dass ich sage schlecht aus, sucht förmlich nach Wörtern in meinen Sätzen, die er so auslegen kann, als würde ich ihn angreifen oder ihm schaden wollen. Er legt mir sogar Dinge in den Mund die ich nie gesagt habe (!) und verlässt dann wiegesagt immer die Wohnung. .....ich bin seit etwa 3 Wochen wieder sehr stark mit meinen Selbstmordgedanken am kämpfen und hab ihm auch davon erzählt, weil es mir nicht möglich war, es länger zu verbergen. Und wenn wir uns so streiten ist es für mich sehr schlimm. Ich fühle mich so wertlos und am Wochenende ging es mir nach einem Streit so schlecht, dass ich nachts mit einem Messer ins Bad gegangen bin, um mir etwas anzutun. Ich habe irgendwann weinend vor ihm gestanden und ihm gesagt, dass ich nicht mehr kann und mich nicht wahrgenommen fühle von ihm. Er durfte mich nicht anfassen, weil ich so unter Anspannung war. Daraufhin war er beleidigt und musste erstmal eine rauchen gehen und hat mich heulend auf dem Bett sitzen lassen. Das hat mich sehr verletzt, weil ich mich dann noch mehr allein gefühlt habe. Er kam dann sehr wütend wieder vom Rauchen zurück. Kurzum ging es dann damit weiter, dass ich ja alles schlecht rede und ihn so schlecht hinstellen würde (was ich nicht gemacht habe; ich habe wirklich nur gesagt, ich fühle mich nicht wahrgenommen) und er könne jetzt auch nicht auf mich eingehen, wenn er sich nicht selbst aufgeben wollen würde. Er hat dann wieder jeden Satz den ich gesagt habe zum Anlass genommen, umzudrehen und gegen mich zu verwenden und hat dann wieder die Wohnung verlassen und seine Sachen mitgenommen. Das krasse ist eigentlich, dass er mir vor 4 Wochen einen Heiratsantrag gemacht hat. Und da er jetzt alles was ich sage als Vorwurf auslegt (selbst völlig neutrale Dinge!) gehe ich davon aus, dass ihm meine Traurigkeit der letzten Wochen wohl zuviel ist und er Schluss machen will. Ich weiß nur nicht mehr, ob ich es überhaupt akzeptieren will, dass mich mein Partner so behandelt und mich allein lässt. Und dass ihm auch egal zu sein scheint, was ich eigentlich empfinde und wie es mir dabei geht, wenn er seine Aggressionen und paranoiden Vorstellungen an mir ausläst. Was habt ihr für Erfahrungen mit Beziehungen und Selbstmordgedanken? Ist es normal, dass der Partner schon nach 3 Wochen alles hinschmeisst? Und sollte man sich seinem Partner bezüglich seiner Gedanke lieber nicht öffnen? Ich danke Euch für Eure Antworten.

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19. Juni um 12:20
In Antwort auf moli.84

Hallo Ihr Lieben,

ich bin froh, dass ich hier schreiben kann und probiere einfach mal meine Situation zu schildern. Ich bin 34 Jahre alt und leide seit etwa 12 Jahren unter depressiven Verstimmungen. Nicht in der Art, dass ich mich sozial isoliere oder abschotte. Sondern in der Art, dass ich phasenweise unter starken Selbstmordgedanken leide. Im Prinzip ist das schon mein ganzes Leben so, nur ist es seit 12 Jahren heftiger. Ich mache auch seit 9 Jahren Therapien deswegen, die mir auch soweit helfen, dass diese Phasen oder Schübe nur noch selten auftreten. Es hängt mit meiner Kindheit zusammen und auch den Erlebnissen, die ich seitdem gemacht habe, insbesondere in Beziehungen. Meine Partnerschaften waren bislang nicht sehr....liebevoll sag ich mal. Nun ist es so, dass ich vor einem halben Jahr mit jemandem zusammengekommen bin, mit dem sich einfach alles toll anfühlte. Ich war noch nie so verliebt, habe auch noch nie so schnell so tief für jemanden empfunden. Wir haben in vielen Dingen die gleiche Sichtweise; haben denselben Humor; haben gleiche Ziele. Ich bin immernoch in Therapie, und das habe ich ihm auch erzählt, bereits bevor wir zusammen waren. Er hat mich aber nie gefragt, warum. Er selbst hat allerdings auch schon eine Therapie hinter sich, weil er ein Problem mit Konflikten und Aggressionen und Alkohol hat. Was sich darin äußert, dass wenn er sich kurz nicht beachtet fühlt oder sich von mir kritisiert fühlt total ausrastet und wutentbrannt die Wohnung verlässt. Vor ein paar Wochen kam ich zum Beispiel nach Hause und habe nur 5 Minuten Haushalt gemacht, damit wir dann schnell den Abend zusammen verbringen können. Anschließend hat er mich total angefahren, dass ich ihn nicht beachte und dass er ja auch gehen kann und ist total wütend geworden und hat die Wohnung verlassen. Dabei muss man sagen, ich finde, ich tue viel dafür, dass er sich wohlfühlt. Ich führe ihn zum Essen aus, ich mach ihm Geschenke, sorge mich um ihn, höre mir alle seine Probleme an, versuche auf ihn einzugehen, und auch seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Ich hingegen fühle mich oft allein und nicht wahrgenommen. Weil ihm das schnell zuviel wird, sich mit anderen auseinanderzusetzen. Und wenn ich dann meine Bedürfnisse äußere, ist das immer ein Disaster. Es kommt nicht ständig vor und nicht immerzu, vielleicht 1-2x im Monat. Aber dann ist es immer sehr heftig. Er beschimpft mich dann, ich würde ja alles nicht zu schätzen wissen, was er tut, legt mir jedes Wort dass ich sage schlecht aus, sucht förmlich nach Wörtern in meinen Sätzen, die er so auslegen kann, als würde ich ihn angreifen oder ihm schaden wollen. Er legt mir sogar Dinge in den Mund die ich nie gesagt habe (!) und verlässt dann wiegesagt immer die Wohnung.  .....ich bin seit etwa 3 Wochen wieder sehr stark mit meinen Selbstmordgedanken am kämpfen und hab ihm auch davon erzählt, weil es mir nicht möglich war, es länger zu verbergen. Und wenn wir uns so streiten ist es für mich sehr schlimm. Ich fühle mich so wertlos und am Wochenende ging es mir nach einem Streit so schlecht, dass ich nachts mit einem Messer ins Bad gegangen bin, um mir etwas anzutun. Ich habe irgendwann weinend vor ihm gestanden und ihm gesagt, dass ich nicht mehr kann und mich nicht wahrgenommen fühle von ihm. Er durfte mich nicht anfassen, weil ich so unter Anspannung war. Daraufhin war er beleidigt und musste erstmal eine rauchen gehen und hat mich heulend auf dem Bett sitzen lassen. Das hat mich sehr verletzt, weil ich mich dann noch mehr allein gefühlt habe. Er kam dann sehr wütend wieder vom Rauchen zurück. Kurzum ging es dann damit weiter, dass ich ja alles schlecht rede und ihn so schlecht hinstellen würde (was ich nicht gemacht habe; ich habe wirklich nur gesagt, ich fühle mich nicht wahrgenommen) und er könne jetzt auch nicht auf mich eingehen, wenn er sich nicht selbst aufgeben wollen würde. Er hat dann wieder jeden Satz den ich gesagt habe zum Anlass genommen, umzudrehen und gegen mich zu verwenden und hat dann wieder die Wohnung verlassen und seine Sachen mitgenommen. Das krasse ist eigentlich, dass er mir vor 4 Wochen einen Heiratsantrag gemacht hat. Und da er jetzt alles was ich sage als Vorwurf auslegt (selbst völlig neutrale Dinge!) gehe ich davon aus, dass ihm meine Traurigkeit der letzten Wochen wohl zuviel ist und er Schluss machen will. Ich weiß nur nicht mehr, ob ich es überhaupt akzeptieren will, dass mich mein Partner so behandelt und mich allein lässt. Und dass ihm auch egal zu sein scheint, was ich eigentlich empfinde und wie es mir dabei geht, wenn er seine Aggressionen und paranoiden Vorstellungen an mir ausläst. Was habt ihr für Erfahrungen mit Beziehungen und Selbstmordgedanken? Ist es normal, dass der Partner schon nach 3 Wochen alles hinschmeisst? Und sollte man sich seinem Partner bezüglich seiner Gedanke lieber nicht öffnen? Ich danke Euch für Eure Antworten.

Meine Güte! Ihr solltet euch trennen! Das ist hochexplosiv. Richtig gefährlich.  

du und er.

gute Tipps kannst du von uns nicht erwarten, da wir keine Experten sind. Du solltest diese Dinge mit deinem Psychiater besprechen.  

Fakt ist, ihr tut euch beide nicht gut. Das wird ein sehr schlechtes Ende nehmen.

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19. Juni um 12:40

Wenn man psychisch erkrankt ist, sollte man sich tunlichst von Menschen fern halten, die selbst eine psychische Erkrankung haben, denn man kann sich gegenseitig keinen Halt bieten, weil jeder für sich selbst diesen braucht und eigentlich auch beim anderen sucht! Das funktioniert nicht. Du brauchst einen gefestigten Partner. Den zu finden wird schwer, aber es gibt sie. Meistens gerät man aber an Menschen, die selbst Störungen haben. Weil man sich von ihnen verstanden fühlt, das ist trügerisch und du solltest dir da in Zukunft sehr viel Zeit nehmen um herauszufinden, ob du wirklich einen potentiellen Partner hast, oder nur eine verlorene Seele, die dir deine ohnehin geringe Kraft raubt. Oder du konzentrierst dich noch besser erstmal ganz auf dich, bis es dir wirklich besser geht. Sobald du merkst, dass ein Partner dir nicht gut tut, beende die Beziehung. Du willst doch nicht wieder bei Null anfangen. 

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19. Juni um 15:06
In Antwort auf happyend-w

Wenn man psychisch erkrankt ist, sollte man sich tunlichst von Menschen fern halten, die selbst eine psychische Erkrankung haben, denn man kann sich gegenseitig keinen Halt bieten, weil jeder für sich selbst diesen braucht und eigentlich auch beim anderen sucht! Das funktioniert nicht. Du brauchst einen gefestigten Partner. Den zu finden wird schwer, aber es gibt sie. Meistens gerät man aber an Menschen, die selbst Störungen haben. Weil man sich von ihnen verstanden fühlt, das ist trügerisch und du solltest dir da in Zukunft sehr viel Zeit nehmen um herauszufinden, ob du wirklich einen potentiellen Partner hast, oder nur eine verlorene Seele, die dir deine ohnehin geringe Kraft raubt. Oder du konzentrierst dich noch besser erstmal ganz auf dich, bis es dir wirklich besser geht. Sobald du merkst, dass ein Partner dir nicht gut tut, beende die Beziehung. Du willst doch nicht wieder bei Null anfangen. 

Sehr gut auf den Punkt gebracht!

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19. Juni um 16:01

Was genau ist jetzt so toll an der Beziehung? Dass es dir schon geraume Zeit schlecht geht, ist klar. Aber warum suchst du dir wieder einen Mann, der nicht gut für dich ist? Du schreibst ja selber, dass deine Beziehungen nie sehr liebevoll waren. Hier hast du wieder dasselbe Schema ergriffen. Warum?

Also - er tut dir nicht gut. Er lässt dich weinen, ist aggressiv und geht nicht auf dich ein. Bitte, besprich das alles in deiner Therapie und schau, wie du da heil rauskomst. Er tut dir wirklich nciht gut, auch wenn ihr euch in euren guten Moment gut versteht.

Bitte, pass auf dich auf.

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19. Juni um 16:10

LIebe Moli.84,

dein Partner ist sicher nicht beziehungsfähig. Ich habe in meinem Bekanntenkreis
jemanden, der immer alles, was gesagt wird, gegen sich auslegt, auch wenn es
völlig neutral ist.

Auf die Frage, ob man sich seinem Partner gegenüber bezüglich seiner Gedanken lieber nicht öffenen soll: Doch, dass muss man in einer Partnerschaft können. Nur kann dieser Partner nicht damit umgehen, weil er in seiner eigenen Realität lebt und zu deiner keinen Zugang hat.
Der ist so mit sich selbst beschäftigt, dass du von ihm keine Unterstützung zu erwarten hast. Er kann gar nicht anders.

Das schlimmste ist die mangelnde Einsicht, dass seine Art zu denken krank ist.
Gegen seine paranoide Art kommst du nicht an. Und wenn er nicht mehr in Therapie oder medikamentöser Behandlung ist, wird sich das nicht ändern.

Sprich am besten mit deinem Therapeuten darüber, lass dir von ihm / ihr in dieser Situation   helfen.

  

 




 
 

  

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19. Juni um 17:34

Danke für all Eure Antworten. Im Endeffekt weiß ich, dass ich diese Beziehung sofort beenden sollte, auch wenn wir uns überwiegend gut verstehen. Aber ich merke ja, dass es mich in den Momenten, in denen er wütend wird, zerreist. Aber mein Selbstvertrauen oder Vertrauen auf mein Urteilsvermögen ist ziemlich gestört und ich wollte einfach mal einen objektiven Blick von außerhalb bekommen. Das habe ich und ich danke Euch allen sehr dafür.

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