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Schluss machen oder nicht? Neu verliebt? Angst!!

5. Januar 2015 um 1:53

Guten Abend...
Ich habe noch nie in ein derartiges Forum geschrieben,
aber da ich niemanden habe, mit dem ich über die Sache in ihrem gesamten Ausmaß sprechen kann, hoffe ich, dass mir hier jemand einen Rat geben kann. Einfach mal eine Meinung von Aussenstehenden.
Ich fang einfach mal ganz vorne an.
Bei mir. 24 bin ich.
Ich bin an sich ein Mensch, der relativ viel Sicherheit braucht in einer Beziehung.
Wahrscheinlich weil mein Vater die Familie verlassen hat als ich 6 war...und mein Stiefvater ist vor 2 Jahren einfach tot umgefallen mit 47 (gibt mir vielleicht n bisschen das Gefühl, dass Männer nie bei einem bleiben)
Ich hab das aber so gut es ging verarbeitet, spreche auch regelmäßig mit nem Psychologen und nehme noch Antidepressiva.
Ich bin seit 2,5 Jahren mit meinem Freund zusammen.
(Und im Gegensatz zu der 3-jährigen Beziehung davor, in der ich meine Verlustängste noch nicht unter Kontrolle hatte und dadurch wegen ALLEM und jedem eifersüchtig war, lief sie auch recht harmonisch ab).
Ich will nicht sooo viel schreiben, sonst liest eh keiner zuende, ich versuch mal die wichtigsten Dinge anzureissen.
Wir haben den gleichen Humor, er ist nicht gerade dumm (Was mir auch wichtig ist), wir studieren zusammen - haben uns in der Schule kennengelernt und kamen ins Gespräch weil wir uns bei der selben Uni eingeschrieben hatten usw.
Wir hatten echt viel Spaß miteinander, und kamen dann auch zusammen, durch irgendeine betrunkene Nacht (damals hab ich noch getrunken).
Aber wie es eben so ist...mit der Zeit zeigt man sein wahres Gesicht.
Und er ist der totale Narzist. Nicht nur so gesagt, sondern er ist wirklich einer. Wie sein Vater (und das ist der schlimmste Mensch, den ich kenne ^^).
Es ist einfach das komplette Gegenteil zu mir, weil ich ein sehr friedliebender, rücksichtsvoller Mensch bin, der meistens zuerst an andere denkt.
Und er ist son "Ellenbogen raus"-Typ.
Sein Vater schießt irgendwelche Vögel im Garten ab weil er meint "ICH bestimme, wer in meinem Garten sitzt und wer nicht".
Total gestört.
Naja dann starb mein geliebter Stiefvater.
Der für mich wie ein Vater war, weil er ja meinen richtigen Vater in meiner Kindheit ersetzt hat.
Für mich brach natürlich eine Welt zusammen.
Hab die üblichen Trauerphasen durchgemacht (die ersten Tage der Schockzustand, in dem man nur leer ist, dann die Tage, an denen man einfach nur von morgens bis abends weint....), und naja...da er eben n Narzist ist und immer der Mittelpunkt sein muss, gefiel ihm das wohl nicht, dass er sich mal um MICH kümmern musste und es nur um meine Trauer ging die ersten Tage.
Und so hat er mich 3 Tage nachdem mein Stiefvater gestorben ist, verlassen....um mit seinen Freunden feiern zu gehen und single zu sein.
Diese Zeit war der Horror für mich.
Nach 2 Wochen kam er wieder an und ich hab ihm verziehen.
Wieder mit ihm zusammen gekommen.
Vergeben. Doch nicht vergessen.
Ich glaube, egal, wie sehr man es will...vergessen kann man soetwas nicht. Denn ist das nicht die Zeit, in der man den Partner am meisten gebraucht hätte?
Ich war sehr unsicher danach.
Es folgte eine Zeit, in der ich wieder etwas eifersüchtiger war. Ich konnte ja nicht sicher sein, ob er irgendwann wieder geht -.-
Oft störte es mich schon, wenn er nachts mit irgendwelchen weiblichen Freundinnen schrieb.
Ich muss dazu sagen, dass ich nicht hässlich bin oder so.
Ich werde jeden Tag draussen angeflirtet und habe eigentlich keinen Grund, eifersüchtig zu sein (hört sich jetzt arrogant an, wenn ich sage, dass ich recht "gut aussehe", aber man sieht ja hier die Leute nicht, deshalb die Info mal für den Gesamteindruck).
Er hat sich aber- was ich fairerweise auch sagen muss- in der Zeit schon ein bisschen Mühe gegeben.
Zu Frauen, mit denen er mal was hatte, den Kontakt abgebrochen usw. (Hat er von mir ja auch erwartet- also bei Männern)....
Seit 1 Jahr wohnt er mit in meiner Wohnung.
Ich komm mal langsam zu meiner eigentlichen Frage.
Was ich mit ihm verbinde:
Geborgenheit. Wobei es nichtmal so ist, dass ich gern in seinem Arm liege. Es ist einfach jemand da. Ich bin nicht allein. Manchmal schaue ich tief in mich hinein und suche nach einem Hinweis. Ist das Liebe, was ich für ihn fühle? Oder ist es meine "Verlustangst" (wegen meiner Vorgeschichte), mein Wunsch danach, dass einfach jemand da ist? Seit dem Tod meines Stiefvaters ist meine Familie auch etwas auseinandergebrochen. Meine Schwester ist in den USA und meine Mutter sehe ich recht selten, sie hat sich sehr verändert, trinkt viel usw.
Wenn jetzt kommt "Bau den Kontakt zu ihr wieder richtig auf"- jaaa, das ist in Arbeit. Aber eine Mutter ist kein Vater.
Es gibt Tage, da denke ich "das ist so unfair, falls ich ihn wirklich nicht mehr liebe- wenn er nur ne Art Vaterersatz für mich ist"...deshalb will ich bald eine Entscheidung treffen.

Vor 4 Monaten habe ich jemanden kennengelernt.
Das absurde ist...es haben sich bei diesem anderen Mann mit der Zeit Gefühle entwickelt...die man auch durchlebt, wenn man single ist und jemanden immer mehr kennenlernt. Er passt viel besser zu mir als mein jetziger Freund. Ist auch der totale Pazifist und unsere Meinungen bezüglich aller wichtigene Prinzipien stimmen überein.
Ich habe ihn 2x getroffen, natürlich nicht mit ihm geschlafen oder ihn geküsst, das würde ich nie tun, wenn ich in ner Beziehung bin.
Aber wir schreiben seitdem...jeden Tag schreiben wir uns lange Briefe per Mail, und das seit 4 Monaten.
Wenn ich mich in jemand anderen verlieben kann, ist das der Beweis dafür, dass ich meinen Freund nicht mehr liebe?

Es ist einfach die Gewohnheit da, weil mein Freund bei mir wohnt. Die Sicherheit.
Ich schlafe abends neben jemandem ein, und ich wache morgens neben jemandem auf.
Ich kann jemanden nachts wecken wenn ich mal wieder Alpträume habe.
Und die habe ich seit ...eben diesen letzten 4 Monaten jede Nacht.
Ich träume dass ich verfolgt werde, dass Männer mir die Innereien rausreissen während ich noch lebe...ganz krankes Zeug.
Ich denke, das kommt daher, dass ich tagsüber vor diesem Problem weglaufe. Vor der Entscheidung, die ich fällen muss.

Ich habe Angst, dass ich ihn verlasse, (und ich werde dann so oder so erstmal durch die Hölle gehen weil ich dann plötzlich ALLEIN bin und allein schlafen muss!! Das ist extrem dann erstmal), ...und es dann unendlich bereue, ihn verlassen zu haben.
Andererseits...was für eine Zukunft hat das an sich mit ihm...er will nur Geld später...ganz nach oben, immer unterwegs.
Mir hingegen reicht später ein "gutes normales" Gehalt und dafür Zeit- für meinen Partner/für mein Leben.
Er hasst Schwule, Behinderte, Ausländer.
Und ich bin der toleranteste Mensch, den's gibt. (Hatten schon oft Stress deshalb...irgendwann hab ich mit ihm über Politik usw einfach nicht mehr geredet)
Andererseits ist er der erste Typ, mit dem ich je zusammen war, der sich keine Sex-scheiße reinzieht aufm PC (und das kann ich gar nicht ab, wenn man sich auf irgendwelchen Sex/Porno-seitn anmeldet wenn man vergeben ist).
Und ich denk so "Man, so einen findeste nicht wieder, dann musste für immer single bleiben" ^^

Seit es den anderen in meinem Kopf/Herz gibt, streite ich mit meinem Freund nicht mehr.
Und es ist sehr harmonisch.Man könnte fast sagen, es ist schön.
Wahrscheinlich, weil ich nicht mehr eifersüchtig bin im Moment.

Ach man...seht ihr?
Ich bin total hin und hergerissen.
Ich finde meinen Freund nicht mehr attraktiv, möchte auch nicht mit ihm schlafen, das Gefühl ekelt mich komischerweise sogar etwas an.
Damit ich nicht das Gefühl habe, ihn sexuell zu vernachlässigen, befriedige ich ihn 2-3x die Woche oral.
Bin aber selbst (in Bezug auf die eigene Sexualität) wie ausgestorben.
Das ist auch komisch für mich, denn Sex ist mir eigentlich sehr wichtig und auch in der Beziehung vor ihm hatte ich nach 3 Jahren noch gern Sex.
Mit dem anderen, den ich kennengelernt hab, würde es mich nicht anekeln.
Aber ich glaube nicht ,dass es nur mit dem anderen zu tun hat.
Ich hab meinem Freund mal erklärt, dass sich Frauen kopfmäßig...fallen lassen können müssen.
Und da er so scheiß Einstellungen hat ("Ausländer raus!" "Schwule sind scheiße! " usw, und das narzistische eben), will ich mit ihm irgendwie nicht mehr schlafen, das fühlt sich an, wie mit nem Mörder ins Bett zu gehn oder so.
Andererseits bin ich froh, dass er DA ist.
Zum Beispiel wie jetzt gerade.
Ich schreibe diesen Text hier und er liegt aufm Bett und zockt was auf der Playstation. Und gleich schlafe ich neben ihm ein.
Hab ihn ganz lieb eigentlich.
Aber reicht das?
Warum fühle ich mich zu nem anderen hingezogen?
Und hat das mit meinem Freund ne Zukunft wenn wir SO verschieden sind?
Ich hör jetzt mal auf und hoffe auf Antworten/Ratschläge, trotz meines furchtbar langen Textes
Ich glaube, er ist auch etwas wirr. Aber so siehts in meinem Kopf auch aus.

Ich erwarte keine Romane oder so...es reicht auch ein kurzer subjektiver Eindruck ("Mach Schluss" oder "Bleib bei ihm und versuch, es hinzukriegen" )

Danke schonmal...
Und liebe Grüße aus dem Norden.

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5. Januar 2015 um 2:03

Ooochhh
Der, den du da kennengelernt hast, klingt echt schnuckelig. Wenn du ihn nicht willst, nehm ich ihn.

Eigentlich weißt du aber schon selbst, was dein Herz will, hm?

Ich weiß, Schlussmachen und dann erstmal allein sein, das ist hart - aber hey, dein Bald-Ex hat dich einfach hängen lassen, als du ihn am meisten gebraucht hast!

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5. Januar 2015 um 2:29
In Antwort auf jayma_12768128

Ooochhh
Der, den du da kennengelernt hast, klingt echt schnuckelig. Wenn du ihn nicht willst, nehm ich ihn.

Eigentlich weißt du aber schon selbst, was dein Herz will, hm?

Ich weiß, Schlussmachen und dann erstmal allein sein, das ist hart - aber hey, dein Bald-Ex hat dich einfach hängen lassen, als du ihn am meisten gebraucht hast!

Danke
Du hast so Recht Und eigentlicht sagt mein Herz mir das jeden Tag. Und mein Verstand auch.
Und nur die doofe Angst vor was Neuem hält mich auf.
Ich liege also doch nicht so falsch damit, dass ich mich trennen sollte. Das macht mir Mut. Danke!

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5. Januar 2015 um 2:44

Traue dich !!
Wenn ich mit einem Mann wie deinem Freund zusammen wäre, wurde ich mich von ihm trennen. So wie du ihm beschrieben hast, ist er ein no go. Er lässt dich sitzen, sobald es umgemütlich für ihn wird. Deshalb kann es sein dass er wieder geht wenn andere Probleme auftauchen. Wenn er die Trauer mit dir geteilt hätte, hätte es euch wieder verbunden. Aber sowas macht mann einfach nicht... !! Das ist das schlimmste...
Mit narzistischen Charakter ist auch krass. Wenn du nicht mehr zu ihm hingezogen fühlst und nicht weiß ob du ihm liebst, ist eine klare andeutung dass du vielleicht doch aus Verlustangst mit ihm zusammen bleibst. Es ist ja ein Qual mit sojemanden Sex zu haben... ich verstehe dich gut.
In deiner Stelle wurde ich mich von Ihm trennen. Wenn du sagst dass du eigentlich ein positiver Mensch bist dann hast du so einer nicht verdient sondern was besseres ! Lern diesen neuen Typ besser kennen vor du in eine neue Beziehung stürzst.
Ich wünsche dir das Beste !! Kopf hoch und sei stark. Höre auch deinem Bauchgefühl.

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5. Januar 2015 um 6:57

Na ja
Du könntest ihm auch von einigen Problemen von dir erzählen, jeden Tag. Du hast ja selber geschrieben sobald es nicht um ihn geht, geht er. Das heißt er würde dir deine Entscheidung abnehmen und wieder gehen.
Im Ernst: als du ihn am meisten brauchtest ist er abgehauen. Was willst du mit ihm? Er hat eindeutig bewiesen, dass er sich nicht um dich kümmern wird sobald es dir schlecht geht. Dann eure verschiedenen Einstellungen. Ihr werdet nie auf einen grünen Zweig kommen. Er ist überhaupt nicht tolerant und du bist die Toleranz in Person. Das verträgt sich doch auch nicht auf die Dauer. Und dann die Sache dass du nicht mit ihm schläfst weil er dich anekelt. Du liegst im Bett mit jemanden den du eh nie anfassen würdest.
Ich glaube auch nicht, dass er ein Vaterersatz ist. Er ist einfach da. Das ist besser als allein sein. Aber das ist keine Grundlage für eine Beziehung und das weißt du auch

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5. Januar 2015 um 8:04

Wuhuu
ich rate dir auch schluss zu machen. Hatte eine ähnliche Story bei meinem Ex damals.. der war immer negativ eingestellt, motzte viel herum.. andererseits war er dann wieder total lieb usw. Ich war mir total unsicher... hatte angst ich könnte es bereuen. Wenn ich Dinge sehe die mich an ihn erinnern etc. Ich weinte sogar ab und zu wenn ich an Trennung dachte.. Warum weiß ich nicht... vl schloss ich innerlich schon vorher damit ab. Ich lernte einen anderen kennen in der Arbeit. Ich war eig. immer recht überdreht und der "Sonnenschein" in der Firma.. aber er merkte dass da was ist und so quatschten wir hin und wieder. Dann trafen wir uns zum spazieren gehen... aber nie lief etwas. Immer NUR reden. Es war ein tolles Gefühl... jemand der mir zuhört.. der mir Dinge erzählt.. Da ging es mir so wie dir. Sex wollte ich keinen mehr mit meinem Ex damals.. das "ekelte" mich an. Und dann passierte es irgendwann.. der andere Mann küsste mich. Es war soooo toll.. so anders.. und da fasste ich meinen Mut zusammen und machte schluss. Und was soll ich sagen? Nicht ein einziges Mal bereute ich diese Entscheidung. Er tat mir nur leid mein Ex.. aber mir tat es nicht weh.. keine Trauer NICHTS. Ich war soooo froh endlich weg zu sein von ihm.. er wollte mich daheim einsperren und war so eifersüchtig. Alles weg.. wow Der 2. Mann von damals ist heute mein Ehemann und Papa von meinem Sohn

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6. Januar 2015 um 1:02

Danke für deine Antwort
Ja, ich gebe dir in vielen Punkten Recht.
Also das mit dem "nicht als Teenager rebelliert" kann ich zwar nicht bestätigen- ich war nämlich echt schlimm, bin auch nur deshalb mit 18 direkt ausgezogen damals, weils mit meiner Mutter echt nicht mehr ging. Heute haben wir ein freundschaftliches Verhältnis, aber das ist wohl oft so.
Ich glaub, dieses Rebellieren als Teenager braucht man auch, für die eigene Entwicklung.
Ich verstehe nicht, warum ich so eine schlimme Angst vorm Alleinsein habe.
Als Kind (ich sag mal so bis ich 15/16 war ca) war ich immer eher etwas zurückgezogener...schon in der Grundschule.
Ich hab mich ziemlich viel mit mir selbst beschäftigt. Klar hab ich mich auch mal mit anderen getroffen (so 1x in der Woche vielleicht), aber ansonsten war ich immer n Mensch, der auch gern allein war.
Mich hats auch immer genervt, wenn ich von anderen abhängig war.
zB Gruppenarbeit- fand ich scheiße weil ich meistens die Klassenbeste war und ich dann immer mit irgendwem in der Gruppe war, der nix konnte aber wegen mir dann ne gute Note hatte
Ich bin gern allein inn Wald gegangen, in die Natur.
Mochte die Ruhe, keine Menschen um mich zu haben...

Wie kann das sein, dass gerade ICH jetzt eine Frau geworden bin, die totale Panik vor dem Alleinsein hat?
Woher diese Veränderung? Irgendwie erst seit ich meine ersten Partnerschaften hatte, bin ich total unsicher, wenns um Trennung/Neuanfang geht und sterbe schon beim Gedanken daran, allein im Bett zu liegen und alles zu bereuen.
Das ist schon seltsam.

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6. Januar 2015 um 13:58

Ich glaube...
Ich glaube, es ist auch noch etwas schlimmer dadurch, dass ich wegen meiner Beziehung meine Freunde aufgegeben hab damals.
Also ich hab noch nen Kumpel, mit dem ich mich ganz gut versteh, aber sowas wie "ne beste Freundin" hab ich überhaupt nicht
Jemand, der mir beisteht, auch wenn sich bezüglich Beziehung mal was ändert. Jemand, mit dem ich mal was machn kann nach der Trennung. Kino, "Mädelsabend", sowas eben.
So wie es jetzt ist, ist es ja klar, dass die Trennung schwer fällt, weil ich quasi neben der Beziehung auch noch meine einzige (!) Bezugsperson verlieren würde.

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19. Januar 2015 um 14:35

Was du alles verpasst
Was macht eine wirklich gute Beziehung aus? Ich sage mal spontan an erster Stelle sollten Liebe und Vertrauen stehen. Liebst du ihn? Nicht wirklich. Und lieb haben ist nicht gleich lieben. Vertraust du ihm? Nein, denn er lässt dich im Stich, wenn du ihn brauchst. Eine Beziehung sollte aber eine Bereicherung fürs Leben sein und nicht im Gegenteil einem noch mehr Probleme bereiten. Ein Partner sollte für einen da sein. Das sind, so finde ich, schonmal die Grundvoraussetzungen für eine Partnerschaft. Alleine die sind bei dir schon nicht gegeben. Dann sind gleiche Einstellungen sehr wichtig für eine gute Beziehung, das ist übrigens auch wissenschaftlich erwiesen. Und mal davon abgesehen, dein Freund scheint ein richtiger menschenverachtender Nazi zu sein. Alleine das wär für mich schon Argument genug, um Schluss zu machen. So jemand kommt mir definitiv nicht ins Haus!
Letztendlich kommt zu einer guten Partnerschaft noch etwas nicht pragmatisches, ein gewisses Gefühl. Das Gefühl, den richtigen zu haben. Das Gefühl niemals mit einem anderen Menschen zusammen sein zu wollen UND das Gefühl einer ganz besonderen Verbundenheit zu dem anderen.

Nichts von all diesen Punkten ist gegeben. Das was du führst ist keine Partnerschaft, sondern eine Zweckgemeinschaft. Du bist nur mit ihm zusammen, weil du jemanden an deiner Seite brauchst. Ich sage dir aber (auch aus eigener Erfahrung): Eine Beziehung mit all den von mir genannten Punkten ist möglich! Soetwas gibt es und so etwas fühlt sich dann auch absolut richtig an. Nur wirst du das nie erfahren, wenn du aus Angst bei einem falschen Mann bleibst. Du wirst etwas tolles verpassen, nur weil du deine eigene Angst nicht überwinden konntest.

Man sollte nicht mit jemandem zusammen sein, den man nicht liebt, nicht begehrt und sogar ekelig findet. Das ist nicht Sinn und Zweck einer Beziehung. Ich rate dir, dich mit deiner Angst auseinander zu setzen. Siehe es vielleicht als eine eigene Herausforderung an, diese Angst zu überwinden. Als Chance zu wachsen und stärker zu werden. Was einen nicht umbringt, macht einen stärker. Und Einsamkeit zu ertragen muss jeder einmal im Leben lernen. Es gibt immer wieder im Leben solche Phasen. Wenn man gelernt hat, diesen gelassen gegenüber zu treten, dann sieht man die Sonne auch immer wieder neu aufgehen und man erlebt erst recht, wie es wieder bergauf geht und das Leben noch besser wird als je zuvor.

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