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Schluss machen? Oder eigene Dummheit eingestehen?

11. März um 15:17 Letzte Antwort: 11. März um 22:19

Hallo ihr alle,
frisch angemeldet mein erster Beitrag, natürlich zum Thema Liebe.

Kurzer Einstieg:
Mein Freund und ich sind mittlerweile 5,5 Jahre zusammen, es ist von beiden von uns die erste Beziehung und wir sind beide gerade mal 22.
Die Beziehung lief immer gut, wir sind komplett auf einer Wellenlänge und ticken oft ähnlich. Dies scheint aber nun leicht zu kippen, aber nur von meiner Seite aus.

Vor einem Jahr habe ich noch mit ihm zusammen gewohnt, da die Wohnung aber sehr weit weg von der Stadt war und er sich kein Umzug leisten konnte, bin ich in eine WG in die Innenstadt gezogen. Ich kann hierbei auch versichern, dass dies nichts mit unserer Beziehung zu tun hatte und mein Umzug an sich auch nicht unsere Beziehung in Schwierigkeiten gebracht hat.

Ein Jahr nach den Auszug hat sich nun viel in meinem Leben verändert. Ich bin sehr eng mit meinen Mitbewohnern befreundet, habe neue Leute kennen gelernt und das Studium nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
Viel Platz bleibt da nicht für meinen Freund, an sich klappt es aber immer irgendwie.
Nun ist der Punkt, dass sich durch die vielen Veränderungen in meinem Leben meine Grundeinstellung zu Dingen verändert hat, ich selber habe mich weiter entwickelt und bin selbstbewusster geworden.
Früher war mein Partner mein einziger Rückzugsort und Ansprechpartner, nun fühle ich mich auch in anderen Umfeldern wohl und bekomme andere Arten von Zuneigungen.
Mein Partner hingegen hat gefühlt aber nur mich und seinen besten Kumpel, wohnt noch bei seinen Eltern im Haus in der Wohnung, ist unzufrieden mit dem Studium und bekommt wortwörtlich nicht seinen Arsch hoch.

Es beginnt immer mehr, dass ich bestimmte Aussagen und Taten von ihm nicht nachvollziehen kann. Wenn wir uns mal sehen bin ich eher genervt und gereizt. Spaß habe ich eher mit meinen Mitbewohnern und anderen Freunden. Organisatorisches kann ich ihm nicht anvertrauen, ich muss mich um vieles kümmer, er ist eher verplant. Ich interessiere mich nicht mehr so sehr für das, was er mir erzählt, und er sich auch nicht so sehr für meine Themen.

Trotzdem liebe ich als Mensch an sich, wie besonders er ist.

Hinzu kommt, dass ich immer mehr das Verlangen nach anderen Männern verspüre, finde sie interessant oder Stelle mir Phantasien mit ihnen vor, aber nicht mit meinem Partner.
Im Bett mit ihm läuft es okay, ich habe nicht immer Lust aber wenn doch, ist es schön, nur weiß ich nicht ob ich in dem Moment Lust auf ihn habe oder einfach generell Lust auf Sex.

Lange Rede, kurze Frage:
Sind dies Anzeichen für eine Trennung? Haben wir uns langsam auseinander gelebt und ich sollte weiter ziehen? Würde mir dies selber gut tun? Hänge ich nur an Erinnerungen fest?

Oder wird mir von der Gesellschaft vorgespielt, ich soll mein Leben leben, neue Typn kennen lernen usw.? Bereue ich es danach diesen tollen Menschen los gelassen zu haben?

Es ist sehr kompliziert, keiner kann mir hier wahrscheinlich die perfekte Lösung geben, doch fremde Meinungen von außen helfen mir sicherlich weiter.

Dankeschön!

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11. März um 15:27
Beste Antwort

Es ist ganz natürlich, dass man mit seiner Jugendliebe meist ewig nicht bis zum Lebensende nicht zusammen bleibt, auch wenn man sich das mit 16 oder 17, frischverliebt nicht vorstellen kann.

Vor allem zwischen 20 und 30 entwickelt man sich ganz stark weiter und da geht man oft mit seinen Vorstellungen weit auseinander.

Ich war auch mit meinem ersten Freund von 17-24 Jahren zusammen, irgendwann habe ich gemerkt, dass es einfach nicht mehr passt, wir haben uns in zwei unterschiedliche Richtungen entwickelt. So ist das nun mal wenn man erwachsen wird. Trotzdem habe ich diesen Menschen noch gern gehabt, man hasst sich ja nicht plötzlich. Die Trennung war dann aber doch unausweichlich.

Ich würde nie sagen, ich hätte diese 7 Jahre weggeworfen oder verschwendet, es ist weiterhin Teil meines Lebens und hat mich zu dem gemacht was ich bin, eine gute Lebenserfahrung.

Ich sehe bei euch eine Trennung, früher oder später.

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11. März um 15:34
In Antwort auf elise_18724877

Es ist ganz natürlich, dass man mit seiner Jugendliebe meist ewig nicht bis zum Lebensende nicht zusammen bleibt, auch wenn man sich das mit 16 oder 17, frischverliebt nicht vorstellen kann.

Vor allem zwischen 20 und 30 entwickelt man sich ganz stark weiter und da geht man oft mit seinen Vorstellungen weit auseinander.

Ich war auch mit meinem ersten Freund von 17-24 Jahren zusammen, irgendwann habe ich gemerkt, dass es einfach nicht mehr passt, wir haben uns in zwei unterschiedliche Richtungen entwickelt. So ist das nun mal wenn man erwachsen wird. Trotzdem habe ich diesen Menschen noch gern gehabt, man hasst sich ja nicht plötzlich. Die Trennung war dann aber doch unausweichlich.

Ich würde nie sagen, ich hätte diese 7 Jahre weggeworfen oder verschwendet, es ist weiterhin Teil meines Lebens und hat mich zu dem gemacht was ich bin, eine gute Lebenserfahrung.

Ich sehe bei euch eine Trennung, früher oder später.

Darf ich dich fragen, wodurch du genau den Entschluss genommen hast, Schluss zu machen? Es fällt mir so schwer zu wissen, woran man das erkennt.

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11. März um 15:41
In Antwort auf irgendwas97

Darf ich dich fragen, wodurch du genau den Entschluss genommen hast, Schluss zu machen? Es fällt mir so schwer zu wissen, woran man das erkennt.

Naja ich habe mir überlegt wo ich in 5 oder 10 Jahren sein möchte und ob ich mir das in Zukunft mit meinem Partner vorstellen kann oder nicht. Mein Ex war auch so einer, der nichts gebacken bekommen hat und ich konnte mir ihn zum Beispiel beim besten Willen nicht als Vater vorstellen.

Ich weiß ja nicht wie das bei euch z.B. war als ihr zusammen gewohnt habt aber da blieb halt auch der Großteil an mir hängen, ich will mittlerweile einfach keinen Partner mehr, der immer alle Verantwortung auf mich abwälzt. Mit sowas kann man keine erwachsene Beziehung und schon gar keine Familie haben.

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11. März um 17:05
In Antwort auf elise_18724877

Es ist ganz natürlich, dass man mit seiner Jugendliebe meist ewig nicht bis zum Lebensende nicht zusammen bleibt, auch wenn man sich das mit 16 oder 17, frischverliebt nicht vorstellen kann.

Vor allem zwischen 20 und 30 entwickelt man sich ganz stark weiter und da geht man oft mit seinen Vorstellungen weit auseinander.

Ich war auch mit meinem ersten Freund von 17-24 Jahren zusammen, irgendwann habe ich gemerkt, dass es einfach nicht mehr passt, wir haben uns in zwei unterschiedliche Richtungen entwickelt. So ist das nun mal wenn man erwachsen wird. Trotzdem habe ich diesen Menschen noch gern gehabt, man hasst sich ja nicht plötzlich. Die Trennung war dann aber doch unausweichlich.

Ich würde nie sagen, ich hätte diese 7 Jahre weggeworfen oder verschwendet, es ist weiterhin Teil meines Lebens und hat mich zu dem gemacht was ich bin, eine gute Lebenserfahrung.

Ich sehe bei euch eine Trennung, früher oder später.

ist oft so wenn man eine JugendBeziehung führt und dann erwachsen wird dass man sich in verschiede Richtungen entwickelt

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11. März um 22:19
Beste Antwort

Für mich ist immer die erste Frage, was habe ich für einen Mehrwert an dieser Beziehung. Oder bin ich noch dort, weil ich mich an den Partner gewöhnt habe?

Mein Mann ist z.B. nach fast 23 Jahren immer noch das Sahnehäubchen auf meinem Leben. Ich freue mich jeden Tag auf ihn, wenn ich nach Hause komme oder er mich am Wochenende mit einer Tasse Kaffee am Bett weckt.

Du bist noch jung, wirst jetzt durch einen neuen Umgang mit anderen Menschen geprägt, entwickelst Dich. Dein Freund scheint in seiner Bequemlichkeit zu verweilen, ihm mag es reichen, Dir nicht (mehr!!). Im Grund bist Du bereits an ihm vorbei gezogen. Alles was Dir jetzt an Kleinigkeiten auffällt, wird Dich in kurzer Zeit regelrecht nerven. Früher war es vielleicht "süß", jetzt nicht mehr.

Überlege Dir, was Du genau möchtest und dann ziehe zeitnah Deine Schlüsse daraus. Alles andere wäre unfair.

Alles Gute

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