Home / Forum / Liebe & Beziehung / Schluss gemacht "weil er mich nicht belasten möchte"

Schluss gemacht "weil er mich nicht belasten möchte"

14. Januar 2014 um 23:16

Hallo Ihr Lieben Ich weiß im Moment einfach nicht weiter und versuche, meine Geschichte so kurz wie möglich aufzuschreiben: Am Sonntag hat mein Freund mit mir Schluss gemacht, wir waren 3 Monate zusammen und alles lief gut. Zwar wohnen wir knapp 80km auseinander, haben uns aber jedes Wochenende gesehen und unseren Urlaub gemeinsam verbracht. Seit Jahresanfang steht er vor großen persönlichen (finanziellen) Problemen, die ihn mit einem Mal komplett heruntergezogen haben. Er ist so gut wie pleite (Trennung von seiner Frau, gemeinsame Schulden, die sie jetzt nicht mehr mittragen kann und wo er alleine vorsteht). Am 3.1. hat er die Hiobsbotschaft von seiner Bank bekommen und seitdem war nichts mehr, wie es vorher war. Er fing an zu rechnen, wusste nicht, wie er das alles tragen soll, bekam Angst um seine Existenz und fiel in ein tiefes Loch. Ich kannte ihn als Frohnatur aber als er an diesem Tag zu mir kam und auch das komplette Wochenende hing er nur durch und redete kaum. Er fuhr dann auch früher nach Hause als sonst und als wir abends telefonierten meinte er, dass er nicht wisse, wie es weitergehen soll, in seinem Kopf sei die Hölle los und er wisse nicht, ob er mir das alles zumuten kann. Er hat sich dann einen Nebenjob gesucht (er arbeitet so schon total viel) und hat auch was gefunden: leider am Wochenende. Ich habe Verständnis dafür gezeigt und meinte, dass ich auch an den Wochenenden zu ihm fahren kann. Er meinte dann, dass diese zwei Tage mit mir immer heilig für ihn waren und er Angst habe, dass durch den Job (Samstag und Sonntag jeweils Schicht) uns wertvolle Zeit rauben könnten und er wolle nicht, dass ich mich übernehme, wenn ich zu ihm fahre (ich habe eine knapp 9jährige Tochter, zwar verdiene ich Geld aber eben auch nicht so wahnsinnig viel). Ich versicherte ihm, dass wir das schon gemeinsam durchstehen, zumindest erstmal jedes zweite Wochenende. Jedenfalls hörte er nicht auf zu grübeln, bezeichnete sich als Versager (kenne ihn eigentlich selbstbewusst), der mir nichts bieten kann, weder Zeit noch andere Dinge. Er hätte Angst, mich zu verlieren. Sein Verhalten war schon fast depressiv und zog sich die komplette Woche hindurch hin. Er würde mich sehr lieben, hätte aber Angst, mich in seine "Scheiße" hinein zu ziehen, dafür wäre ich ihm zu wichtig. Und vor allem auch meine Tochter, die, wenn ich Kummer wegen ihm hätte, vielleicht mit darunter leiden könnte. Und immerwieder versuchte ich, ihm Mut zu machen. Und letzten Sonntag kam er abends zu mir, unangemeldet. Ich hatte mich anfangs noch gefreut, wollte ihm einen Kuss geben aber er blockte ab. Ich wusste gleich, was das bedeutet. Er hatte meine Sachen dabei, die ich bei ihm gelagert hatte. Und machte Schluss. Begründung: Sein Leben wäre ein Trümmerhaufen, er wisse nicht vorwärts und nicht rückwärts. Und seine Gefühle für mich wären auf einmal weniger geworden, er könne sich das nicht erklären, ich war ja in seine Zukunft eingeplant. Er wolle mich nicht belasten, ich solle das bitte verstehen, ich wäre ihm wahnsinnig wichtig aber er wisse momentan nicht weiter. Er war den Tränen nahe, das sah man. Als er ging meinte er noch, dass ihm alles so wahnsinnig leid tun würde. Und ich blieb zurück und war am Boden zerstört. Für mich war alles wie eine Seifenblase geplatzt, die Woche davor hatte mich schon leicht herunter gezogen und ich hatte mir den Kopf zerbrochen und versucht, mir alles schön zu reden.

Wir hatten so eine schöne Zeit, er hatte mich überall mit hingenommen, ich kannte seine Freunde und er meine, er war so lieb zu mir. Eine Freundin von ihm meinte noch kurz vorher, wie verliebt er in mich sei und das er so glücklich wirke. Das schmerzt alles einfach nur. Wir haben zwischenzeitlich auch noch einmal telefoniert, er sagte noch das er momentan einfach nicht in der Lage dazu wäre, eine Beziehung zu führen (auch wegen seiner Gefühle, die zwar da sein, aber eben nicht genug) und Rücksicht auf mich und die Kleine genommen habe, wir hätten das beide nicht verdient. Er würde nicht schlafen können, nicht mehr richtig arbeiten und habe einfach zu viel Kummer weil ihn im Moment alles überfordere und er kein Licht sehen könne. Ständig brach ihm die Stimme weg und er meinte, es schmerze alles zu sehr und er würde erst einmal Abstand zu mir wollen. Wenn ich möchte, würde er den Kontakt gerne halten wollen und ich wäre eine tolle Frau. Irgendwann würde er es bereuen, dann wäre es aber zu spät (ich hatte mal gesagt Ex bleibt Ex) Ebenso meinte ich mal, ich könne mit Männern nicht viel anfangen, die finanziell nichts auf die Reihe kriegen, meinte aber die, die sich nicht um einen Job bemühen und sich dann beklagen. Und diese beiden Sätze hat er sich gemerkt.

Ich bin einfach nur durcheinander, verletzt und fühle mich abgeworfen. Wie Ballast. Dabei hätte ich ihm wahnsinnig gerne beigestanden. Aber ob eine dreimonatige Beziehung solch eine Belastung schon tragen kann wusste ich auch nicht. Warum kann er mich auf einmal nicht mehr so gern haben ?

Und für mich sieht sein Verhalten schon fast depressiv aus, ich kenne das von mir, mir ging es mal ähnlich.

Mehr lesen

14. Januar 2014 um 23:26

...
ich bin übrigens nicht der Trennungsgrund gewesen, die beiden sind schon länger getrennt, haben aber beide das Haus zusammen getragen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen