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Schlimmer Streit mit guter Freundin

13. August 2005 um 18:40

Mein Freund und ich sind schon lange und sehr eng mit einem Pärchen befreundet. Auch wenn es schon mal leicht gekriselt hat, richtig böse war's noch nie. Aber gestern hat unsere Freundin plötzlich extrem verletzend und herablassend über unser Berufsleben geredet. Zunächst gab mein Freund sich noch verbindlich, aber irgendwie steigerte sie sich immer mehr hinein, bis es uns reichte und wir gehen wollten. Sie hat schließlich sogar geweint und ihr Mann bat sie auch, aufzuhören mit ihren Bemerkungen, aber sie hörte nicht auf, und das war's jetzt. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Meinen Beruf - ich bin Lehramtsreferendarin - lasse ich nicht in den Dreck ziehen. Aber das ausgerechnet eine vermeintlich gute Freundin plötzlich so respektlos wird! Mich verletzt sehr, dass gerade sie, die ich wirklich sehr mag und die mir sehr viel bedeutet, anscheinend gar keine Achtung für unsere Arbeit aufbringt und in einem so fiesen Tonfall geredet hat.

Was soll ich nun machen? Ich will die Freundschaft nicht zerstört wissen, aber sie hat uns wirklich sehr verletzt und wütend gemacht.
(Ich weiß, hier im Forum geht es eigentlich um Partnerschaft und Liebe. Aber im "Freundschafts-Forum" schreiben irgendwie nur Leute, die Freunde suchen, und daher passte mein Beitrag hier irgendwie besser.)

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13. August 2005 um 18:51

Hallo erstmal!
Ich kanns gut verstehen, dass momentan wahrscheinlich n ziemlich Gefühlschaos in dir tobt, ich hab mit meiner vermeintlich besten Freundin ähnliches erlebt vor kurzem.
Um dir antworten zu können wäre es trotzdem gut zu wissen, wie genau sich deine Freundin sich denn über deinen Beruf geäußert hat, dass du jetzt so verletzt bist.
By the way, abfällige Äußerungen über Beruf- bzw. Studienwahl kenne ich auch zu Genüge, als angehende Diplom-Pädagogin bleibt sowas wohl nicht aus.
Sorry, dass ich dir jetzt nichts konkreteres antworten konnte, aber dazu bräuchte man erst noch ein paar Zusatzinfos.

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13. August 2005 um 21:47

Lehrer
muß man ja nicht mögen, da spielen sicher die vielen negativen Erfahrungen der eigenen Schulzeit eine Rolle. Aber beleidigen muß man sie auch nicht, es ist doch ein Beruf, der Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Talent voraussetzt, wie andere Berufe auch.

Was macht Deine herablassende Freundin denn beruflich?


Gruß, CF

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13. August 2005 um 22:06
In Antwort auf sheena_12362348

Hallo erstmal!
Ich kanns gut verstehen, dass momentan wahrscheinlich n ziemlich Gefühlschaos in dir tobt, ich hab mit meiner vermeintlich besten Freundin ähnliches erlebt vor kurzem.
Um dir antworten zu können wäre es trotzdem gut zu wissen, wie genau sich deine Freundin sich denn über deinen Beruf geäußert hat, dass du jetzt so verletzt bist.
By the way, abfällige Äußerungen über Beruf- bzw. Studienwahl kenne ich auch zu Genüge, als angehende Diplom-Pädagogin bleibt sowas wohl nicht aus.
Sorry, dass ich dir jetzt nichts konkreteres antworten konnte, aber dazu bräuchte man erst noch ein paar Zusatzinfos.

Lehrer-Freunde Haben ist nicht immer einfach
Hallo,
ich habe ich meinem Bekanntenkreis gleich zwei Freundinnen, die gerade mit dem Studium fertig sind. Und beide gehen mit ihrem Lehrersein sehr gegensätzlich um. Der einen könnte ich bitte gerne öfters mal den Hals umdrehen ("Ach, nur noch vier Wochen Sommerferien..."), die andere erzählt immer sehr bewegt und fesselnd von ihrem Schulalltag.

Generell ist es heutzutage bestimmt schon ein großes Reizthema. Daher versuche, Dir doch mal selber folgende Fragen zu beantworten:

Wie erzählst Du von Deinem Beruf? Ist hierbei vielleicht etwas falsch rübergekommen?

Vielleicht ist Dein Beruf gar nicht der Grund, sondern einfach nur ein Auslöser. Kann es einen anderen Grund geben, dass Deine Freundin so ausgeflippt ist?

Ganz, ganz, wichtig: Rede mit ihr!

Viel Erfolg.
Tina

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13. August 2005 um 22:17

Kann es sein
dass sie neidisch auf euch ist?

Kommt mir so vor.

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13. August 2005 um 22:18
In Antwort auf baylee_12561117

Lehrer-Freunde Haben ist nicht immer einfach
Hallo,
ich habe ich meinem Bekanntenkreis gleich zwei Freundinnen, die gerade mit dem Studium fertig sind. Und beide gehen mit ihrem Lehrersein sehr gegensätzlich um. Der einen könnte ich bitte gerne öfters mal den Hals umdrehen ("Ach, nur noch vier Wochen Sommerferien..."), die andere erzählt immer sehr bewegt und fesselnd von ihrem Schulalltag.

Generell ist es heutzutage bestimmt schon ein großes Reizthema. Daher versuche, Dir doch mal selber folgende Fragen zu beantworten:

Wie erzählst Du von Deinem Beruf? Ist hierbei vielleicht etwas falsch rübergekommen?

Vielleicht ist Dein Beruf gar nicht der Grund, sondern einfach nur ein Auslöser. Kann es einen anderen Grund geben, dass Deine Freundin so ausgeflippt ist?

Ganz, ganz, wichtig: Rede mit ihr!

Viel Erfolg.
Tina

Ich hab auch ne lehrerfreundin...
und streite mich mit ihr auch oft darüber, zumal sie eine lehrerin an der schule meiner großen ist.
aber muß man wegen so einem streitgespräch gleich ne freundschaft aufs spiel setzen ? was hat sie denn genau gesagt ? vielleicht meinte sie auch nicht DICH, sondern ganz allgemein die lehrer und du nimmst es dir gleich so sehr an ?

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14. August 2005 um 18:46
In Antwort auf sheena_12362348

Hallo erstmal!
Ich kanns gut verstehen, dass momentan wahrscheinlich n ziemlich Gefühlschaos in dir tobt, ich hab mit meiner vermeintlich besten Freundin ähnliches erlebt vor kurzem.
Um dir antworten zu können wäre es trotzdem gut zu wissen, wie genau sich deine Freundin sich denn über deinen Beruf geäußert hat, dass du jetzt so verletzt bist.
By the way, abfällige Äußerungen über Beruf- bzw. Studienwahl kenne ich auch zu Genüge, als angehende Diplom-Pädagogin bleibt sowas wohl nicht aus.
Sorry, dass ich dir jetzt nichts konkreteres antworten konnte, aber dazu bräuchte man erst noch ein paar Zusatzinfos.

Streit-Details
Meine Freundin ist Bürokauffrau. Sie hat sich besonders darüber aufgeregt, dass sie von halb acht/acht bis fünf arbeitet, wohingegen wir nur einen halben Tag arbeiten müssten und dann trotzdem müde seien. Sie weiß, dass es durchaus vorkommt, dass ich mich nachmittags hinlege. Dass hat sie bei ihrem Ausbruch auch in recht fiesem Ton dargebracht. Sie stellte unseren Referendars-Beruf so dar: Viele Ferien, nur halben Arbeitstag, trotzdem ständig kaputt um am rumjammern, weil wir sooo viel Stress hätten.
Tatsache ist, dass ich ihr schon sehr viel von meinem Beruf erzähle. Dass ich z.B. darunter leide, ständig kritisiert zu werden, da man ja als Referendarin von Kollegen und Seminarleitern beobachtet/begutachtet wird. Und dass halbe Tage einfach NIE drin sind: Allein mein Arbeitsweg beträgt schon eine Stunde und so bin ich - wenn ich nach der 6.Stunde frei habe - nach allen Gesprächen mit Schülern etc. und dem Warten auf die Bahn frühestens um halb drei zu Hause. Ich erzähle ihr auch, dass Schule bei weitem nicht nur Unterricht ist: Konferenzen, Schultermine, AG, Sportfeste etc. wollen organisiert sein und so kommt es vor, dass ich - als Referendarin hat man auch Seminartage - teilweise jeden Tag in der Woche nach der Schule nachmittags zu tun habe ohne Mittagspause. Von Unterrichtsvorbereitung und ätzenden Lehrproben mal abgesehen. Das schlaucht mich schon sehr und natürlich ist auch der psychische Stress bei der Arbeit mit schwierigen Schülern nicht zu unterschätzen.
Verletzt bin ich deshalb, weil ich ihr stets sehr viel von meinem Job anvertraut habe, sie aber die ganze Belastung, unter der ich leide, komplett vergessen zu haben scheint - und mich auf einen empfindlichen, freizeit-verwöhnten Jammerlappen reduziert!
Und natürlich ihr extrem provozierender Tonfall war sehr verletzend.

Bislang kam leider auch keinerlei Entschuldigung von ihr. Ich dachte einfach nicht, dass sie so ein verzerrtes Bild von meinem Berufsleben hat und kann mir nicht erklären, wieso sie so ausfallend geworden ist.

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14. August 2005 um 18:53
In Antwort auf baylee_12561117

Lehrer-Freunde Haben ist nicht immer einfach
Hallo,
ich habe ich meinem Bekanntenkreis gleich zwei Freundinnen, die gerade mit dem Studium fertig sind. Und beide gehen mit ihrem Lehrersein sehr gegensätzlich um. Der einen könnte ich bitte gerne öfters mal den Hals umdrehen ("Ach, nur noch vier Wochen Sommerferien..."), die andere erzählt immer sehr bewegt und fesselnd von ihrem Schulalltag.

Generell ist es heutzutage bestimmt schon ein großes Reizthema. Daher versuche, Dir doch mal selber folgende Fragen zu beantworten:

Wie erzählst Du von Deinem Beruf? Ist hierbei vielleicht etwas falsch rübergekommen?

Vielleicht ist Dein Beruf gar nicht der Grund, sondern einfach nur ein Auslöser. Kann es einen anderen Grund geben, dass Deine Freundin so ausgeflippt ist?

Ganz, ganz, wichtig: Rede mit ihr!

Viel Erfolg.
Tina

Traumberuf Lehrer
Klar, die Ferien sind großer Luxus. Und es ist auch müßig, die Masse der Ferien zu rechtfertigen: Man hat sie nun mal und kann nichts dafür, dass alle anderen nur 30 Tage Urlaub haben.
Ich denke, dass meine Freundin das schwer verstehen kann. Ich habe aber durchaus schon sehr viel von den Schattenseiten des Referendariats erzählt und bin auch immer auf mitfühlende Ohren gstoßen, wenn man das so sagen kann. Zumindest dachte ich, dass sie mich versteht. Aber ebenso kommt es auch vor, dass ich freie Nachmittage habe und keinen Unterricht vorbereiten muss - da gucke ich halt fern oder lege mich hin. Das macht sicherlich jeder mal. Aber genau das hat sie mir nun vorgeworfen - als würde mein Alltag ausschließlich aus Faulenzen und halben Arbeitstagen bestehen.
Die anderen Dinge - oben habe ich sie einmal knapp umrissen - und vor allem meine persönlichen Gefühle, dass ich eben oft unter der Kritik von Leitern und Kollegen leide und mich sehr unsicher fühle, all das hat sie ausgeblendet.

Man kann anmerken, dass wir ein wenig getrunken hatten. Ich denke, sie vergleicht sich sehr mit anderen und ist evtl. mit ihrem eigenem Leben sehr unzufrieden - es sprach Neid aus ihr. Aber ihr Ausbruch war wirklich starker Tobak. Das Ganze beschäftigt mich sehr. Ich weiß nicht, ob ich auf sie zugehen soll - bin eigentlich zu stolz dafür.

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14. August 2005 um 18:58
In Antwort auf nana_11859514

Ich hab auch ne lehrerfreundin...
und streite mich mit ihr auch oft darüber, zumal sie eine lehrerin an der schule meiner großen ist.
aber muß man wegen so einem streitgespräch gleich ne freundschaft aufs spiel setzen ? was hat sie denn genau gesagt ? vielleicht meinte sie auch nicht DICH, sondern ganz allgemein die lehrer und du nimmst es dir gleich so sehr an ?

Persönlich
...sie hat sich schon sehr deutlich auf mich und meinen Freund bezogen bei ihrer Kritik. Sie hat sicherlich auch pauschalisiert, denn das Vorurtei, dass Lehrer nur halbtags arbeiten und gut ist, dass hört man ja immer wieder. Aber sie griff uns direkt an - und ob sie da nun einen Neid gegen Lehrer an sich aufgebaut hat, was bestimmt teilweise so ist, oder nur gegen uns - sie war schlichtweg fies, provozierend und beleidigend.

So habe ich sie wirklich noch nie erlebt. Es kamen schon früher mal schnippische Bemerkungen, wegen der Ferien etc. Aber das haben wir nicht ernst genommen. Ich kann diesen Ausbruch von ihr einfach nicht anders als persönlich nehmen!

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14. August 2005 um 21:27
In Antwort auf finja_12643404

Streit-Details
Meine Freundin ist Bürokauffrau. Sie hat sich besonders darüber aufgeregt, dass sie von halb acht/acht bis fünf arbeitet, wohingegen wir nur einen halben Tag arbeiten müssten und dann trotzdem müde seien. Sie weiß, dass es durchaus vorkommt, dass ich mich nachmittags hinlege. Dass hat sie bei ihrem Ausbruch auch in recht fiesem Ton dargebracht. Sie stellte unseren Referendars-Beruf so dar: Viele Ferien, nur halben Arbeitstag, trotzdem ständig kaputt um am rumjammern, weil wir sooo viel Stress hätten.
Tatsache ist, dass ich ihr schon sehr viel von meinem Beruf erzähle. Dass ich z.B. darunter leide, ständig kritisiert zu werden, da man ja als Referendarin von Kollegen und Seminarleitern beobachtet/begutachtet wird. Und dass halbe Tage einfach NIE drin sind: Allein mein Arbeitsweg beträgt schon eine Stunde und so bin ich - wenn ich nach der 6.Stunde frei habe - nach allen Gesprächen mit Schülern etc. und dem Warten auf die Bahn frühestens um halb drei zu Hause. Ich erzähle ihr auch, dass Schule bei weitem nicht nur Unterricht ist: Konferenzen, Schultermine, AG, Sportfeste etc. wollen organisiert sein und so kommt es vor, dass ich - als Referendarin hat man auch Seminartage - teilweise jeden Tag in der Woche nach der Schule nachmittags zu tun habe ohne Mittagspause. Von Unterrichtsvorbereitung und ätzenden Lehrproben mal abgesehen. Das schlaucht mich schon sehr und natürlich ist auch der psychische Stress bei der Arbeit mit schwierigen Schülern nicht zu unterschätzen.
Verletzt bin ich deshalb, weil ich ihr stets sehr viel von meinem Job anvertraut habe, sie aber die ganze Belastung, unter der ich leide, komplett vergessen zu haben scheint - und mich auf einen empfindlichen, freizeit-verwöhnten Jammerlappen reduziert!
Und natürlich ihr extrem provozierender Tonfall war sehr verletzend.

Bislang kam leider auch keinerlei Entschuldigung von ihr. Ich dachte einfach nicht, dass sie so ein verzerrtes Bild von meinem Berufsleben hat und kann mir nicht erklären, wieso sie so ausfallend geworden ist.

Da kannst Du
doch ganz selbstbewußt sein. So`ne Büro-Kauffrau hat doch von nichts wirklich Ahnung. Lehrberuf mit begrenztem Horizont. Das braucht Dich nicht zu treffen, sie weiß es halt nicht anders.

Als Lehrerin hast Du ohnehin nur eine Chance: Aufrecht und mit Ehrgeiz Deinen Beruf ausfüllen. Mach das einfach. Dann kommt die Achtung und die Selbstachtung von alleine.

Gruß,

CF

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15. August 2005 um 13:44
In Antwort auf finja_12643404

Persönlich
...sie hat sich schon sehr deutlich auf mich und meinen Freund bezogen bei ihrer Kritik. Sie hat sicherlich auch pauschalisiert, denn das Vorurtei, dass Lehrer nur halbtags arbeiten und gut ist, dass hört man ja immer wieder. Aber sie griff uns direkt an - und ob sie da nun einen Neid gegen Lehrer an sich aufgebaut hat, was bestimmt teilweise so ist, oder nur gegen uns - sie war schlichtweg fies, provozierend und beleidigend.

So habe ich sie wirklich noch nie erlebt. Es kamen schon früher mal schnippische Bemerkungen, wegen der Ferien etc. Aber das haben wir nicht ernst genommen. Ich kann diesen Ausbruch von ihr einfach nicht anders als persönlich nehmen!

Spricht mit ihr
Wenn Dir die Freundschaft etwas wert ist, dass überwinde Deinen Stolz und sprich mit ihr. Versuche die Sache zu klären!

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15. August 2005 um 13:59
In Antwort auf finja_12643404

Streit-Details
Meine Freundin ist Bürokauffrau. Sie hat sich besonders darüber aufgeregt, dass sie von halb acht/acht bis fünf arbeitet, wohingegen wir nur einen halben Tag arbeiten müssten und dann trotzdem müde seien. Sie weiß, dass es durchaus vorkommt, dass ich mich nachmittags hinlege. Dass hat sie bei ihrem Ausbruch auch in recht fiesem Ton dargebracht. Sie stellte unseren Referendars-Beruf so dar: Viele Ferien, nur halben Arbeitstag, trotzdem ständig kaputt um am rumjammern, weil wir sooo viel Stress hätten.
Tatsache ist, dass ich ihr schon sehr viel von meinem Beruf erzähle. Dass ich z.B. darunter leide, ständig kritisiert zu werden, da man ja als Referendarin von Kollegen und Seminarleitern beobachtet/begutachtet wird. Und dass halbe Tage einfach NIE drin sind: Allein mein Arbeitsweg beträgt schon eine Stunde und so bin ich - wenn ich nach der 6.Stunde frei habe - nach allen Gesprächen mit Schülern etc. und dem Warten auf die Bahn frühestens um halb drei zu Hause. Ich erzähle ihr auch, dass Schule bei weitem nicht nur Unterricht ist: Konferenzen, Schultermine, AG, Sportfeste etc. wollen organisiert sein und so kommt es vor, dass ich - als Referendarin hat man auch Seminartage - teilweise jeden Tag in der Woche nach der Schule nachmittags zu tun habe ohne Mittagspause. Von Unterrichtsvorbereitung und ätzenden Lehrproben mal abgesehen. Das schlaucht mich schon sehr und natürlich ist auch der psychische Stress bei der Arbeit mit schwierigen Schülern nicht zu unterschätzen.
Verletzt bin ich deshalb, weil ich ihr stets sehr viel von meinem Job anvertraut habe, sie aber die ganze Belastung, unter der ich leide, komplett vergessen zu haben scheint - und mich auf einen empfindlichen, freizeit-verwöhnten Jammerlappen reduziert!
Und natürlich ihr extrem provozierender Tonfall war sehr verletzend.

Bislang kam leider auch keinerlei Entschuldigung von ihr. Ich dachte einfach nicht, dass sie so ein verzerrtes Bild von meinem Berufsleben hat und kann mir nicht erklären, wieso sie so ausfallend geworden ist.

Ui, das ist echt gemein....
... kann verstehen, dass Du zu tiefst verletzt bist. Da scheint Deine Freundin ganz genau gewusst zu haben wo der wunde Punkt liegt, um darin zu bohren.

Mein Rat an Dich bzw. so würde ich es machen: ich würde auf eine Entschuldigung bestehen... nicht jetzt, da ist sie vielleicht auch noch nicht bereit zu....Aber für einen Fortbestadn der Freundschaft sollte sie sich entschuldigen...

Ich würde vielelicht mal ihren Mann anzufen und fragen was mit ihr los war und er Dir ehrlich sagen soll, was das ausgelöst hat.
Oder schreibe ihr einen Brief. Musst ihn ja nicht abschicken. Hauptsache Du hast für Dich alles mal zu Papier gebracht. Und vielleicht möchtest Du ihn ja doch abgeschicken,

Vielelicht hat sich bei ihr zu viel angestaut und sie hätte mal eher sagen müssen, was sie stört.
Weißt Du ich habe auch eine Freundin/Bekannte, die m. M. nur am jammern ist (Verkäuferin= Sa. arbeiten, bis abends spät, doofe Lagerarbeit, doofe Kollegen, doofe Kunden, doofe Verkehrsanbringungen bei 100 Std. im Monat) Letztens meckerte sie wieder darüber, dass sie so viel arbeten müsste, da habe ich nur geantwortet, dass ich bis zu 180 Std. im Monat arbeiten müsste....
Vielleicht kann sie sich nicht in Deine Lage versetzen. Lehrer sein hat heute wirklich oft noch den Ruf des gutbezahlten Halbtagslob mit 10 Wochen Urlaub im Jahr. Die Vorbereitungen vor / nach Der Schule und am WE sieht kaum einer. Vielleicht auch Deine Freundin nicht.
Wenn Du es möchtest und Wert darauf legst, dann suche das offene Gespräch. Aber dann solltet ihr wirklich offen und ehrlich mit Euch sein und sagen was stört. Nur Sprechenden kann geholfen werden. Sie hat vorher nicht gesproch, spreche Du dann jetzt...


LG Pluster

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15. August 2005 um 15:05

Es ist schwierig!
Also, erst mal, ich mag es auch nicht, wenn Leute, egal ob Freunde oder andere den Beruf so schlecht machen! Ich studiere auch einen Beruf, der mit Vorurteilen besäht ist, und das ist auch nicht immer leicht!
Ich habe auch ne Freundin, die Lehrerin ist! Es ist echt nicht einfach für die nicht Beamten, sie es mal von der Seite Deiner Freundin! Du bekommst einen Haufen Geld (weiß ja nicht ob Du noch verbeamtet wirst) und hast Unmengen von Ferien! Klar, das ist ein großes Plus und ich habe da auch echt nichts gegen!
Viele Leute kommen damit nicht klar, das sie meinen mehr zu arbeitetn und weniger Geld und Urlaub zu bekommen!
Aber das ist nicht der Punkt! Ich kenne viele Lehrer und das Problem von denen ist fast bei allen, das sie echt zu viel Stöhnen! Sie brauchen Urlaub, sind mal wieder Ferienreif, zu viel Stress und so weiter! Ich bweundere Lehrer und es ist sicher ein anstregender Job, den sich aber jeder selber ausgesucht hat! Jeder der Lehrer ist, weiß das er nach der Schule noch weiter arbeiten muss, denn er hat ja Mittags frei! Ich denke, Du hast vielleicht wirklich zu viel gejammert, wie schwer das alles ist! Das kann man ja auch mal machen, aber immerzu ist zu viel! Sie Deine Vorteile, sie die NAchteile, die z.B. Deine Freundin hat! Genieße Deinen Job, Deine Ferien und Deine frei Zeit! Jammer nicht zu viel über den Stress, jeder hat Stress in der Arbeit und jeder muss mit klarkommen, wenn er das nicht kann, muss er gucken, ob ein anderer BEruf besser ist!
Über Probleme mit schwierigen Schülern usw. rede mit Deinen Kollegen! Und nur mal mit Freuden!
Jammer nicht, das Du noch so viel zu tun hast und so!
Rede mit Deiner Freundin, sag das sie Dich verletzt hat, das Du sie aber auch verstehst, sag ihr nicht, das Du Dich angegriffen fühlst, weil Du ja so viel zu tun hast, das wäre Öl ins Feuer gießen.
Ich wollte Dich mit meinem Gerede nicht angreifen, aber verstehe auch Deine Freundin! Dazu kommt auch, das zu viele Lehrer sich und somit auch anderen Lehrern, den Beruf kaputt machen, viele sind verdammt faul und stöhnen trotzdem und deshalb kommt immer so ein Vorurteil gegen Lehrer auf!
Ganz liebe Grüße!

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15. August 2005 um 15:15
In Antwort auf breana_12541015

Es ist schwierig!
Also, erst mal, ich mag es auch nicht, wenn Leute, egal ob Freunde oder andere den Beruf so schlecht machen! Ich studiere auch einen Beruf, der mit Vorurteilen besäht ist, und das ist auch nicht immer leicht!
Ich habe auch ne Freundin, die Lehrerin ist! Es ist echt nicht einfach für die nicht Beamten, sie es mal von der Seite Deiner Freundin! Du bekommst einen Haufen Geld (weiß ja nicht ob Du noch verbeamtet wirst) und hast Unmengen von Ferien! Klar, das ist ein großes Plus und ich habe da auch echt nichts gegen!
Viele Leute kommen damit nicht klar, das sie meinen mehr zu arbeitetn und weniger Geld und Urlaub zu bekommen!
Aber das ist nicht der Punkt! Ich kenne viele Lehrer und das Problem von denen ist fast bei allen, das sie echt zu viel Stöhnen! Sie brauchen Urlaub, sind mal wieder Ferienreif, zu viel Stress und so weiter! Ich bweundere Lehrer und es ist sicher ein anstregender Job, den sich aber jeder selber ausgesucht hat! Jeder der Lehrer ist, weiß das er nach der Schule noch weiter arbeiten muss, denn er hat ja Mittags frei! Ich denke, Du hast vielleicht wirklich zu viel gejammert, wie schwer das alles ist! Das kann man ja auch mal machen, aber immerzu ist zu viel! Sie Deine Vorteile, sie die NAchteile, die z.B. Deine Freundin hat! Genieße Deinen Job, Deine Ferien und Deine frei Zeit! Jammer nicht zu viel über den Stress, jeder hat Stress in der Arbeit und jeder muss mit klarkommen, wenn er das nicht kann, muss er gucken, ob ein anderer BEruf besser ist!
Über Probleme mit schwierigen Schülern usw. rede mit Deinen Kollegen! Und nur mal mit Freuden!
Jammer nicht, das Du noch so viel zu tun hast und so!
Rede mit Deiner Freundin, sag das sie Dich verletzt hat, das Du sie aber auch verstehst, sag ihr nicht, das Du Dich angegriffen fühlst, weil Du ja so viel zu tun hast, das wäre Öl ins Feuer gießen.
Ich wollte Dich mit meinem Gerede nicht angreifen, aber verstehe auch Deine Freundin! Dazu kommt auch, das zu viele Lehrer sich und somit auch anderen Lehrern, den Beruf kaputt machen, viele sind verdammt faul und stöhnen trotzdem und deshalb kommt immer so ein Vorurteil gegen Lehrer auf!
Ganz liebe Grüße!

Jammernde Lehrer...
...gibt es zu Genüge. Und ich jammere auch - habe die Gründe bereits geschildert. Nun möchte ich in dem speziellen Fall mit meiner Freundin anmerken, dass sie mindestens ebenso viel jammert, denn sie ist mit ihrem Job nicht zufrieden und erträgt ihn offenbar nur, weil ihre Kollegen nett sind.
Ich denke zwar nicht, dass ich übetrieben viel die Leidende gebe - aber ich habe mir deine Kritik schon zu Herzen genommen. Auf Außenstehende mag es wirklich seltsam wirken, dass die Massen an Ferien den Stress nicht auszubügeln scheinen.
Dennoch: Wenn man eine gute Freundin hat, und der Job einen ziemlich überfordert, wie es bei mir der Fall ist - ist habe ihn mir ausgesucht, klar, aber es ist kein Traumberuf im Moment, durch das Referendariat muss ich halt durch - dann sollte man sich auch ausheulen dürfen. Sie macht es auch. Und zum Gehalt: Mit 1000 Euro Netto im Monat verdienen Referendare nicht sooo viel, dass muss man angesichts der Ausbildung mit Abi, Studium schon sagen, oder? Das kann also kein Grund zum Neidischwerden sein. Zumindest nicht für eine Bürokauffrau.

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15. August 2005 um 15:22
In Antwort auf baylee_12561117

Spricht mit ihr
Wenn Dir die Freundschaft etwas wert ist, dass überwinde Deinen Stolz und sprich mit ihr. Versuche die Sache zu klären!

Wer macht den ersten Schritt?
Viele von euch raten mir, mit meiner Freundin zu sprechen, andererseits aber auch auf einer Entschuldigung zu bestehen.
Da mich die ganze Sache wirklich sehr mitnimmt und ich die Freundschaft nicht kaputt sehen will, denke ich auch, ich muss mich aufraffen und sie anrufen. Oder doch zunächst mal ihren Mann kontaktieren? Obwohl sie das vielleicht falsch auffassen könnte, als wollte ich hinter ihrem Rücken... Doch Stolz hin oder her: Findet ihr es nicht sehr traurig, dass von ihr jetzt so gar nichts kommt? Ich bekam nur ein paar belangslose e-mails von ihr, in der sie mir fast kommentarlos ein paar Dinge von Bekannten weitergeleitet hat.
Ich verstehe nicht, wieso sie sich nicht entschuldigen oder verständlich machen will. Wieso so gar nichts kommt von ihr... Nimmt sie die Sache nicht ernst? Mein Freund, der ja auch wesentlich in den Streit involviert war, hat jedenfalls eine ziemlich harte Meinung und will komplett mit ihr "brechen", wenn sie nicht auf uns zu geht.

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15. August 2005 um 15:28
In Antwort auf veli_11860954

Da kannst Du
doch ganz selbstbewußt sein. So`ne Büro-Kauffrau hat doch von nichts wirklich Ahnung. Lehrberuf mit begrenztem Horizont. Das braucht Dich nicht zu treffen, sie weiß es halt nicht anders.

Als Lehrerin hast Du ohnehin nur eine Chance: Aufrecht und mit Ehrgeiz Deinen Beruf ausfüllen. Mach das einfach. Dann kommt die Achtung und die Selbstachtung von alleine.

Gruß,

CF

Trifft mich trotzdem!
Ich mag meinen Beruf und sehe auch das Referendariat als kleine Durststrecke an, denn diese Zeit ist zwar hart und man braucht ein dickes Fell, aber wenn ich erstmal eine Routine in der Vorbereitung erreicht habe und den ständigen Beurteilungen nach Lehrproben etc. gelassener gegenüberstehe... bzw. wenn die Prüfungen einfach alle vorbei sind und ich "richtige Lehrerin" bin, dann bin ich am Ziel und kann die positiven Seiten des Berufes endlich genießen.
Allerdings würde ich den Teufel tun und den Beruf meiner Freundin abwerten, sie hat zwar eine andere Ausbildung als ich, aber sie hat auch Karriere gemacht und ich respektiere das, was sie dafür tun musste. Umso mehr trifft es mich, wenn sie mir nicht den gleichen Respekt entgegen bringt. Bei einer Freundin kann man das nicht locker nehmen... So sehr ich selbst von meinem Job überzeugt bin, dass sie so eine schlechte Meinung von meinem Berufsleben hat stellt unsere Vertrautheit doch ziemlich in Frage. Einen so wichtigen Teil meines Lebens runterzumachen... Das kann ich nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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15. August 2005 um 16:04
In Antwort auf finja_12643404

Jammernde Lehrer...
...gibt es zu Genüge. Und ich jammere auch - habe die Gründe bereits geschildert. Nun möchte ich in dem speziellen Fall mit meiner Freundin anmerken, dass sie mindestens ebenso viel jammert, denn sie ist mit ihrem Job nicht zufrieden und erträgt ihn offenbar nur, weil ihre Kollegen nett sind.
Ich denke zwar nicht, dass ich übetrieben viel die Leidende gebe - aber ich habe mir deine Kritik schon zu Herzen genommen. Auf Außenstehende mag es wirklich seltsam wirken, dass die Massen an Ferien den Stress nicht auszubügeln scheinen.
Dennoch: Wenn man eine gute Freundin hat, und der Job einen ziemlich überfordert, wie es bei mir der Fall ist - ist habe ihn mir ausgesucht, klar, aber es ist kein Traumberuf im Moment, durch das Referendariat muss ich halt durch - dann sollte man sich auch ausheulen dürfen. Sie macht es auch. Und zum Gehalt: Mit 1000 Euro Netto im Monat verdienen Referendare nicht sooo viel, dass muss man angesichts der Ausbildung mit Abi, Studium schon sagen, oder? Das kann also kein Grund zum Neidischwerden sein. Zumindest nicht für eine Bürokauffrau.

Ich möchte...
...dir wirklich nicht auf den Schlips treten und ich weiß aus eigener Erfahrung wie sehr es enttäuscht, wenn die gute Freundin einem in den Rücken fällt aber meinst du nicht, dass du etwas übertreibst? Natürlich ist der Lehrerberuf hart, aber das sind andere Berufe auch. Natürlich hat ein Lehrer nicht nur halbe Tage, aber die hat man in anderen Berufen erst recht nicht. In dem Bereich in dem ich momentan arbeite, darf man froh sein, wenn man von 14 Uhr bis zum nächsten Tag 15 Uhr arbeiten kann und nach 25 Stunden Dienst somit pünktlich gehen kann. Aber dieses ständige Übertrumpfen bringt doch nichts. Sicherlich ist das Referendariat hart, aber vielleicht solltest du mal überlegen, WARUM sie so hart gesprochen hat anstatt ihre Worte nur zu kritisieren. Du schreibst ja selbst, dass sie mit ihrem Job alles andere als zufrieden ist. Vielleicht ist es ja für sie noch bedrückender als sie dir in Gesprächen vermitteln kann und so klingt es, gerade wenn man selbst todunglücklich ist und Alkohol im Spiel ist, wie Hohn wenn jemand anderes, der es subjektiv besser hat als man selbst (und du mußt zugeben, dass dieses Lehrer Klischee nun mal vorherrscht und es auch nicht gerade wenige gibt, bei denen es nicht nur ein Klischee ist)rumjammert. Ich möchte damit gar nicht, den Streß den du hast abwerten, aber ich kann auch deine Freundin verstehen. Lehrjahre sind keine Herrenjahre heißt es schließlich. Und anstatt sie dafür zu verurteilen, was sie über deinen Beruf gesagt hat und darüber nachzudenken, ob du vielleicht mit ihr brechen solltest, solltest du lieber mal eine gute Freundin sein, sie in einem privaten Gespräch zur Seite nehmen, ihr erklären, dass dich das was sie gesagt hat verletzt hat und sie aber auch mal fragen, warum sie so reagiert hat. Vielleicht geht es ihr ja momentan auch ziemlich schlecht und sie ist deshalb so hochgegangen. Mensch Mädel, sie ist deine Freundin und wenn es wirklich eine gute Freundin ist, solltest du die Freundschaft nicht an dieser Lapalie zerbrechen lassen.
Und zwischen ausheulen und übertriebenem Selbstmitleid ist auch noch ein Unterschied. Wieso sollen die Ferien den Streß nicht ausbügeln? Sorry, Lehrer ist sicher kein streßfreier Beruf aber auf einer Streßskala von 1-10 würde ich ihn doch eher im unteren Bereich ansiedeln, da gibt es wesentlich streßigere Beruf mit wesentlich weniger Urlaub. Und 1000 Euro Netto? Wenn ich fertig studiert habe, also Gymnasialabitur plus Uni, verdiene ich 1400 Euro Netto. Mit 1000 Euro im Referendariat bist du also recht gut dabei.

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15. August 2005 um 16:44
In Antwort auf sheena_12362348

Ich möchte...
...dir wirklich nicht auf den Schlips treten und ich weiß aus eigener Erfahrung wie sehr es enttäuscht, wenn die gute Freundin einem in den Rücken fällt aber meinst du nicht, dass du etwas übertreibst? Natürlich ist der Lehrerberuf hart, aber das sind andere Berufe auch. Natürlich hat ein Lehrer nicht nur halbe Tage, aber die hat man in anderen Berufen erst recht nicht. In dem Bereich in dem ich momentan arbeite, darf man froh sein, wenn man von 14 Uhr bis zum nächsten Tag 15 Uhr arbeiten kann und nach 25 Stunden Dienst somit pünktlich gehen kann. Aber dieses ständige Übertrumpfen bringt doch nichts. Sicherlich ist das Referendariat hart, aber vielleicht solltest du mal überlegen, WARUM sie so hart gesprochen hat anstatt ihre Worte nur zu kritisieren. Du schreibst ja selbst, dass sie mit ihrem Job alles andere als zufrieden ist. Vielleicht ist es ja für sie noch bedrückender als sie dir in Gesprächen vermitteln kann und so klingt es, gerade wenn man selbst todunglücklich ist und Alkohol im Spiel ist, wie Hohn wenn jemand anderes, der es subjektiv besser hat als man selbst (und du mußt zugeben, dass dieses Lehrer Klischee nun mal vorherrscht und es auch nicht gerade wenige gibt, bei denen es nicht nur ein Klischee ist)rumjammert. Ich möchte damit gar nicht, den Streß den du hast abwerten, aber ich kann auch deine Freundin verstehen. Lehrjahre sind keine Herrenjahre heißt es schließlich. Und anstatt sie dafür zu verurteilen, was sie über deinen Beruf gesagt hat und darüber nachzudenken, ob du vielleicht mit ihr brechen solltest, solltest du lieber mal eine gute Freundin sein, sie in einem privaten Gespräch zur Seite nehmen, ihr erklären, dass dich das was sie gesagt hat verletzt hat und sie aber auch mal fragen, warum sie so reagiert hat. Vielleicht geht es ihr ja momentan auch ziemlich schlecht und sie ist deshalb so hochgegangen. Mensch Mädel, sie ist deine Freundin und wenn es wirklich eine gute Freundin ist, solltest du die Freundschaft nicht an dieser Lapalie zerbrechen lassen.
Und zwischen ausheulen und übertriebenem Selbstmitleid ist auch noch ein Unterschied. Wieso sollen die Ferien den Streß nicht ausbügeln? Sorry, Lehrer ist sicher kein streßfreier Beruf aber auf einer Streßskala von 1-10 würde ich ihn doch eher im unteren Bereich ansiedeln, da gibt es wesentlich streßigere Beruf mit wesentlich weniger Urlaub. Und 1000 Euro Netto? Wenn ich fertig studiert habe, also Gymnasialabitur plus Uni, verdiene ich 1400 Euro Netto. Mit 1000 Euro im Referendariat bist du also recht gut dabei.

Tja
Womit wir wieder beim Thema wären, dass Außenstehende den Lehrerberuf eben doch unterschätzen, denn auf einer Stressskala von 1-10 ist eine 10 absolut angebracht. In keinem anderen Beruf sind die psychischen Schäden so hoch wie im Lehrerberuf. Aber wie du schon sagst, es geht hier nicht darum, auf mehr oder weniger Arbeitszeit herumzupochen oder Geld oder psychischer Belastung.
Dennoch habe ich hier im Forum bislang sowohl Zuspruch als auch Kritik erfahren, was mich wieder zur Frage bringt, wieso meine Freundin nie zuvor schlecht über unseren Beruf geredet hat - und plötzlich so herablassend wird. Hey, es ging nicht um sachliche oder konstruktive Kritik wie in eurem Fall. Sie hat uns offen angegriffen, auf unterstem Niveau beleidigt, sich selbst als "arme ... dargestellt und uns als faul, freizeitverwöhnt und empfindlich (alles hier wohlgemerkt sehr milde ausgedrückt). KLar will ich verstehen, wieso sie so ausgerastet ist, darum gehts mir doch die ganze Zeit! Bloß wenn sie nicht mit mir redet - habe inzwischen bereits versucht, sie zu erreichen - dann bleibt mir im Moment nicht viel übrig als auf ihre Reaktion bzw. Aktion zu warten. Sie soll erklären, was sie geritten hat! So kommen wir auf jeden Fall nicht weiter.
Was einen verletzt und was weniger, dass soll man doch bitte ganz persönlich entscheiden. Fest steht, dass sie den Streit gesucht hat, ausgelöst hat, und wir sie nicht noch zu mehr provoziert haben, sondern sie sich selbst immer mehr hineinsteigerte. Und ein Abend, der mit den Worten endet "Ich lasse mich und meine Freundin nicht mehr länger beleidigen, es reicht mir!" - den kann man doch nicht als Kleinigkeit abtun.

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15. August 2005 um 18:01

Also,
ich habe mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen, aber Tatsache ist doch, dass Du Dich verletzt und angegriffen fühlst. Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Gefühle. Ob Deine Freundin nun findet, dass Du zuviel jammerst oder nicht, ist ja wohl nicht das Thema und deswegen hat sie Dich ja auch nicht angegriffen sondern Deinen Beruf pauschal, wenn ich das richtig aus Deinem Beitrag ersehe.

Wenn sie solche Pauschalurteile abgibt, dann hat sie anscheinend irgendwie ein Problem mit Lehrern an sich. Das ist dann aber nicht Dein Problem sondern ihres. Es könnte sein, dass sie z.B. neidisch ist, da ihr ja auch ihr eigener Beruf keine Freude macht.

Wie auch immer, sie hat Dich angegriffen und Du fühlst Dich verletzt. Du hast ein Recht darauf, Dich verletzt zu fühlen und wenn Dir etwas an ihr liegt, dann solltest Du ihr Deine Gefühle mitteilen. Es ist dann an Deiner Freundin, zu akzeptieren wie Du Dich fühlst (oder auch nicht).

Ich denke auch nicht, dass es primär darum geht, ob der Lehrerberuf anstrengend ist oder nicht. Das ist erstens sehr subjektiv und zweitens hängt das sehr von den individuellen Gegebenheiten an Deiner Schule ab. Ausserdem kann man den Stresslevel nicht unbedingt an der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden messen, sondern hängt ja auch davon ab, was man für Schüler hat. Ich kann mir schon vorstellen, dass eine Klasse mit 30 pubertierenden Teenagern ziemlich anstrengend sein kann, selbst wenn man sie nur 50 Minuten erlebt. Aber dafür haben Lehrer dann auch wieder mehr Zeit sich zu erholen.

Lass' Dich von solchen Vorurteilen nicht unterkriegen. Ich kriege diesen Sozialneid auch zu spüren, weil ich im Ausland arbeite und da keine Steuern bezahlen muss. Dass im übrigen hier alles viel teurer ist als in Deutschland und dass es nicht immer so einfach ist im Ausland zu leben, weil alles anders ist, sieht dann in Deutschland auch keiner...

LG, xeres

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15. August 2005 um 18:16
In Antwort auf finja_12643404

Tja
Womit wir wieder beim Thema wären, dass Außenstehende den Lehrerberuf eben doch unterschätzen, denn auf einer Stressskala von 1-10 ist eine 10 absolut angebracht. In keinem anderen Beruf sind die psychischen Schäden so hoch wie im Lehrerberuf. Aber wie du schon sagst, es geht hier nicht darum, auf mehr oder weniger Arbeitszeit herumzupochen oder Geld oder psychischer Belastung.
Dennoch habe ich hier im Forum bislang sowohl Zuspruch als auch Kritik erfahren, was mich wieder zur Frage bringt, wieso meine Freundin nie zuvor schlecht über unseren Beruf geredet hat - und plötzlich so herablassend wird. Hey, es ging nicht um sachliche oder konstruktive Kritik wie in eurem Fall. Sie hat uns offen angegriffen, auf unterstem Niveau beleidigt, sich selbst als "arme ... dargestellt und uns als faul, freizeitverwöhnt und empfindlich (alles hier wohlgemerkt sehr milde ausgedrückt). KLar will ich verstehen, wieso sie so ausgerastet ist, darum gehts mir doch die ganze Zeit! Bloß wenn sie nicht mit mir redet - habe inzwischen bereits versucht, sie zu erreichen - dann bleibt mir im Moment nicht viel übrig als auf ihre Reaktion bzw. Aktion zu warten. Sie soll erklären, was sie geritten hat! So kommen wir auf jeden Fall nicht weiter.
Was einen verletzt und was weniger, dass soll man doch bitte ganz persönlich entscheiden. Fest steht, dass sie den Streit gesucht hat, ausgelöst hat, und wir sie nicht noch zu mehr provoziert haben, sondern sie sich selbst immer mehr hineinsteigerte. Und ein Abend, der mit den Worten endet "Ich lasse mich und meine Freundin nicht mehr länger beleidigen, es reicht mir!" - den kann man doch nicht als Kleinigkeit abtun.

Wenn du...
...immer wieder darauf rumreitest, dass der Lehrer Beruf der Beruf ist mit den höchsten psychischen Schäden dann kann ich schon verstehen, dass man irgendwann auch mal genervt sein. Vielleicht ist ein Lehrerberuf doch im höheren Bereich anzusiedeln, aber da ich seit mittlerweile über zwei Jahren im Heim- un Psychiatriebereich mit schwer verhaltensauffälligen und schwererziehbaren Kindern zusammenarbeite möchte ich nur noch mal kurz anmerken, dass es sehr wohl Berufe gibt (zum Beispiel in der Jugendhilfe), in der die psychischen Belastungen sehr viel höher sind. Oder mußt du den Alltag eines kleinen Mädchens gestalten, dass dir abends beim zubettgehen erzählt wie ihre Mutter es mißbraucht hat? By the way, die Kinder die von den Lehrern als unbeschulbar abgestempelt wurden sitzen auch zu Hauf in solchen Einrichtungen mit denen man tagtäglich arbeiten muß. Also gibt es in der Tat Berufe mit höherer psyischer Belastung, objektiv gesehen.Lehrer sind halt oftmals so psychisch belastet weil ihnen leider (und das ist schuld der Studienordnung, die solche Zusatzqualis nicht vorsieht) oftmals der pädagogische oder psychologische Background fehlt um auch mit solchen Problemkindern umzugehen. Es ist also kein Vorwurf an die Lehrer, sondern lediglich an die defizitäre Ausbildung in diesem Bereich. Es gibt nicht wenig Leute, die vom Lehramtstudium zum Pädastudium wechseln, weil sie merken, dass ihnen das erforderliche Handwerkszeug zum alltäglichen Umgang mit Kindern fehlt.
Das sie nicht auf deine Kontaktversuche reagiert hat, hab ich nicht rausgelesen. Tut mir leid, dann war mein Vorwurf an dich unberechtigt. Das ihr so nicht weiter kommt, sehe ich genau so. Ich habe dir auch gar nicht deine Wertung der Situation abnehmen wollen, ich hab nur versucht auch ein bischen Verständnis für deine Freundin darzustellen, weil das meiner Meinung nach in deinen Texten zu kurz kam. Ich wollte dir auf gar keinen Fall deine Verletztheit absprechen, das liegt mir fern.
Und das der Abend so geendet ist, konnte ich nicht wissen, das hattest du ja erst jetzt erwähnt. Also bitte nicht gleich so böse sein
Ich hoffe auf jeden Fall, dass ihr die Sache für euch noch klären könnt und sie bald auf deine Kontaktversuche eingeht.

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15. August 2005 um 19:15
In Antwort auf finja_12643404

Trifft mich trotzdem!
Ich mag meinen Beruf und sehe auch das Referendariat als kleine Durststrecke an, denn diese Zeit ist zwar hart und man braucht ein dickes Fell, aber wenn ich erstmal eine Routine in der Vorbereitung erreicht habe und den ständigen Beurteilungen nach Lehrproben etc. gelassener gegenüberstehe... bzw. wenn die Prüfungen einfach alle vorbei sind und ich "richtige Lehrerin" bin, dann bin ich am Ziel und kann die positiven Seiten des Berufes endlich genießen.
Allerdings würde ich den Teufel tun und den Beruf meiner Freundin abwerten, sie hat zwar eine andere Ausbildung als ich, aber sie hat auch Karriere gemacht und ich respektiere das, was sie dafür tun musste. Umso mehr trifft es mich, wenn sie mir nicht den gleichen Respekt entgegen bringt. Bei einer Freundin kann man das nicht locker nehmen... So sehr ich selbst von meinem Job überzeugt bin, dass sie so eine schlechte Meinung von meinem Berufsleben hat stellt unsere Vertrautheit doch ziemlich in Frage. Einen so wichtigen Teil meines Lebens runterzumachen... Das kann ich nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ja,
das verstehe ich alles. Meine Frage dazu ist halt, ob sie Deine Freundin noch ist, bzw. bleibt, wenn sie Dich dermaßen vorsätzlich verletzt? Die Empfehlung, sich mal ihren Beruf anzusehen und entsprechend selbstbewußt aufzutreten, läuft ja letztlich wahrscheinlich darauf hinaus, daß aus der Freundschaft eine gewesene Freundschaft wird.... Nur, wenn sie auf ihrer Haltung beharrt, wird ohnehin nichts anderes dabei herauskommen. Und dann kannst Du die Sache auch selbst im aufrechten Gang beenden, anstatt Dich als geprügelter Hund aus der Freundschaft zu verabschieden.

Gruß, CF

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15. August 2005 um 22:24

Ich kann deine Enttäuschung verstehen
Bin selbst seit 16 Jahren in dem Job und habe es mir komplett abgewöhnt im "Nicht-Lehrer-Kreis" über die Schattenseiten zu sprechen. Irgendwann kam nämlich immer der "Jammer-Vorwurf" oder der dezente Hinweis, ich müsse ja jetzt tatsächlich mal 8 Wochen am Stück "arbeiten"!Auf Spitzen der Art reagiere ich nur noch mit der Entgegnung, es hätte ja jeder diesen Job wählen können. Zum "Jammern" suche ich mir Familienmitglieder oder nette Kollegen, die Ahnung vom Alltag des Lehrers haben.
Ehrlicherweise muss ich aber sagen, ich genieße auch bewusst das Zusammensein außerhalb des Berufsfeldes, weil eben nicht ständig über Schule geredet wird!
Kann es sein, dass deine Freundin ganz andere Probleme (mit dir?) hat und einfach ein Ventil gesucht hat? Ich würde sie direkt ansprechen!
Alles Gute, finki.

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16. August 2005 um 9:00

Erstmal...
.. zu der lehrer sache.

zitat: "Klar, die Ferien sind großer Luxus. Und es ist auch müßig, die Masse der Ferien zu rechtfertigen: Man hat sie nun mal und kann nichts dafür, dass alle anderen nur 30 Tage Urlaub haben."
dazu muss ich sagen, dass kenne ich klar anders. meine eltern waren beide lehrer( meine mutter hat vor einem jahr aufgehört zu arbeiten) und sie hat einen normalen urlausanspruch gehabt( das waren nichtmal 30tage) die sie aber natürlich nur in den ferien beziehen konnte. die restlichen ferien hat sie damit verbracht kinder zu betreuen und deren aktivitäten zu organisieren, die schule zu streichen und an sitzungen teilzunehmen etc.pp. von ferien war da nix zu spüren!

zu der freundschaftssache:
es gibt einen spruch " du weisst nicht wie schwer die last ist, die du nicht trägst.". und obwohl ich immer versuche daran zu denken, habe ich mich auch schon abfällige über bekannte geäussert.
ich arbeite 42stunden/ woche und gehe 15stunden/ woche in die abenschule. ausserdem lebe ich mit meinem partner und 3katzen zusammen.
und ehrlich gesagt kann ich den stress nicht verstehen den bekannte haben, die 5tage die woche für prüfungen lernen und einmal die woche als bedienung arbeiten. es mangelt mir ehrlich an verständnis für diese leute, zumal wenn sie dann lauthals drüber jammern wiiiiiiiie furchtbar anstrengen das alles ist was sie aber nicht davon abhält bis 05h00 morgens bei uns feiern zu wollen

diese menschen sind für mich deswegen auch nur bekannte- es mangelt einfach am verständnis für einnander.
(allerdings würde ich mich nie in deren gegenwart abfällig äussern!)

was deine freundin angeht- wenn dir wirklich viel an ihr liegt würde ich ihr mitteilen, dass sie dich sehr verletzt hat und du nicht weisst wie du in zukunft damit umgehen willst.
ansonsten würde ich es machen wie dein freund- ich würde den kontakt abbrechen.
mit menschen die einen beleidigen muss man nicht befreundet sein.


sparkling



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16. August 2005 um 18:24

Der neueste Stand
Erstmal vielen Dank für eure lieben Worte, Aufmunterungen und euer Verständnis, aber auch für eure Kritik an mir (als Lehrerin), denn die habe ich mir sehr zu Herzen genommen und auch mal aus der Sicht meiner Freundin die Sache betrachtet.

Nun zur Lage: Zunächst tat meine Freundin konsequent so, als wäre gar nichts gewesen. Sie schrieb kurze, später längere, fröhliche e-mails, und ich dachte... "Geht's noch?"
Ich sprach sie dann - leider alles per mail, was mich doch stört, aber sie war auf der Arbeit - direkt auf den Streit an. Und ihre Antwort bestand in einer halbherzigen Entschuldigung dafür, dass sie sich aufgrund des Alkohols doch etwas im Ton vergriffen hätte, aber dass sie und ihr Mann schon sehr lange mit uns über die Sache sprechen wollten und uns nun bitten würden, nicht mehr in ihrer Gegenwart über unsere Ferien oder Arbeit generell zu sprechen. Mir kommt das einem Redeverbot gleich, und ich bin eigentlich nur noch wütend.
Wenn es so lange schon in beiden gebrodelt hat - wieso hat man dann nicht ein ernstes Gespräch geführt, möglichst ohne Alkoholgenuss und sachlich-konstruktiv? Im Rahmen dieses Forums ist es doch auch vielen möglich gewesen, Kritik zu äußern. Da sollte es unter Freunden erst recht möglich sein. Außerdem - wieso ist nur meine Freundin ausgeflippt, während ihr Mann eher peinlich berührt war und sie ständig bat, aufzuhören? Ich kenne ihren Mann nicht gerade als schüchternen, ängstlichen Menschen, der seine Meinung zurückhält.
Ich finde also, ihre Erklärung ist ziemlich unbefriedigend und auch ein wenig feige, denn sie sprach nicht von sich als Einzelperson, sondern ständig in der "wir"-Form, wo doch ihr Mann, wie gesagt, den Streit in keiner Weise mitgetragen hat. Und dass sie nicht den Mut hatte, nach der Arbeit mal bei uns anzurufen, dass sie überhaupt nicht den ersten Schritt tat, sondern zunächst alles locker überspielte - wo es doch angeblich schon so lange in ihr brodelte - das alles finde ich sehr bedenkenswert und enttäuschend.

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5. Oktober 2005 um 17:17

Zitat
von dir weiter unten:
"Womit wir wieder beim Thema wären, dass Außenstehende den Lehrerberuf eben doch unterschätzen, denn auf einer Stressskala von 1-10 ist eine 10 absolut angebracht. In keinem anderen Beruf sind die psychischen Schäden so hoch wie im Lehrerberuf."

weitere hinweise benötige ich eigentlich nicht, um die situation zu deuten: du hast deine freundin so lange mit deinem neuen, tollen, superanstrengenden und über allem thronenden job zugelabert, bis sie kein bock mehr drauf hatte!

jeder mensch jammert gerne (grad zur zeit ist das ja besonderer volkssport), nur muss alles in relation bleiben. wenn mir meine lehrerfreunde erzählen würden, dass sie ja den stressigsten job überhaupt haben, während ich nochmal 5-6 stunden "absitzen" darf (denn anscheinend ist ja ein "nicht-lehrberuf" nur für dumme "stunden-absitzer"), wenn sie schon längst feierabend haben, würde ich auch irgendwann den koller kriegen und sie mal mit der realität da draussen bekannt machen!

der beste hinweis für all dies ist doch ihre bitte an dich, nicht mehr über deinen job zu reden - einen eindeutigeren hinweis, dass du den bogen überspannt hast, kann es doch gar nicht mehr geben!

..ist aber alles nicht so schlimm, denn fast jeder bekommt am anfang seiner berufskarriere einen höhenflug und glaubt, dass man der einzige mensch ist, der gescheit arbeitet und sich alle anderen keine mühe geben.

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