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Schlimmer geht's nimmer...

26. November 2003 um 10:31 Letzte Antwort: 26. November 2003 um 16:20

Ich versuch' nachfolgend einfach mal, mein Problem zu schildern und danke Euch schon mal im Vorraus für Eure Ratschläge.

Ich, 33 Jahre, habe seit der Schulzeit einen besten Freund: Manuel. Alles war immer bestens. Wir konnten uns aufeinander verlassen und uns gegenseitig vertrauen. Und es gab auch nie einen Anlaß, dies nicht zu tun.
Bereits seit 10 Jahren ist Manuel mit Dana, 29, verheiratet. Ich kenne sie also auch von Anfang an. Wir (Dana und ich) lagen, was das miteinander Reden angeht, immer auf einer Ebene und verbrachten (rein freundschaftlich) gern Zeit miteinander. Und obwohl ich nicht immer fair zu anderen Leuten war, wenn es mal um Frauen ging, so hielt ich mich, was Dana betrifft, doch stets zurück. Sicher, ich fand sie immer schon sehr interessant und überaus hübsch. Aber gleichzeitig war sie für mich auch ein absolut verbotenes Terrain. Natürlich wegen Manuel, ihrem Mann und meinem besten Freund.
Nun gut, Ihr werdet schon ahnen, was gleich kommt: vor kurzem war Manuel allein im Urlaub. Und Dana und ich sind während dieser Zeit einfach mal so durch München gezogen und hatten unseren Spaß. Der Abend mit ihr war wunderbar und trotzdem hatte ich keine näheren Absichten, was Dana betraf. Warum auch, wir hatten ja schon öfter (auch allein) etwas miteinander unternommen.
Wir tanzten endlos, gingen Hand in Hand durch die Straßen und fanden dies anscheinend normal. Irgendwie innig, aber doch nur platonisch. Und dann kam es: wir verabschiedeten uns mit einem Zungenkuß.
Mehr passierte nicht. Sie fuhr zu sich und ich fuhr zu mir. Erst als mir am nächsten Morgen (der Alkohol tat noch immer seine Wirkung) einfiel, was geschehen war, bekam ich es mit der Angst zu tun. Was hatte ich nur getan? Oder ging der Kuß auch von ihr aus? Ich war mir absolut nicht sicher. Aber in einer Sache war ich mir totsicher: der Kuß hatte mein Inneres verändert. Von einer Sekunde auf die andere sah ich Dana nicht mehr als "verbotenes Land", sondern als begehrenswerte Frau. Ich weiß, das ist moralisch verwerflich, aber ich konnte gegen meine Gedanken einfach nicht ankämpfen...
Zwei weitere Tage gingen ins Land, bis ich mich traute, mal wieder bei ihr anzurufen. Und sofort sagte sie zu mir: "Hey, weißt Du noch? Du hast mich neulich geküßt!". Prima, dachte ich. Sie macht es sich ja sehr einfach. Aber wenigstens weiß ich jetzt, wer an dem Kuß schuld war und woran ich bin.
Ich schaffte sogar noch, das Telefongespräch in die Richtung zu kippen, daß wir den "Vorfall" als Bagatelle abtaten und darüber lachten.
Soweit so gut. Meine Strategie hieß nun, den Kuß wieder vergessen zu machen und meine (noch schwachen) Gefühle wieder einzudämmen. Und nichts schien mir geeigneter dafür, als ein neuerliches Treffen mit Dana, wo wir vielleicht noch einmal ganz entspannt über die Sache plaudern könnten.
O.k., wir verabredeten uns zwei Tage später zum Kino. Sie durfte den Film aussuchen und ich merkte scherzhaft an, daß es doch bitte kein trauriger bzw. romantischer Streifen sein solle (wegen der Kußgefahr). Nun gut, sie suchte sich einen Film aus, der genau letztere Klischees bediente, aber egal.
Es passierte nichts und das fand ich in diesem Moment auch gut so. Wir verstanden uns prima und gingen anschließend noch in eine Cocktailbar, wo wir uns stundenlang über sie, über mich und über Beziehungen im allgemeinen unterhalten haben. Alles in allem verliefen diese Gespräche auf einem Niveau der Innigkeit, welches wir zuvor noch nie erreicht hatten. Und dann passierte es: wir küßten uns zum zweiten Mal... Oh Gott, ich war baff, weil auch dieser Kuß so unerwartet kam. Aber meine Immunität, die ich gerade wieder versucht hatte, gegen sie aufzubauen, war wie weggeblasen. Ich hatte mich endgültig in Dana verliebt. Und sie sagte nur, ich würde ihr jetzt "gefährlich werden"...
Wir zogen daraufhin noch bis 4 Uhr früh durch die Kneipen und nichts Besonderes passierte. Allerdings benahmen wir uns schon ein wenig verliebt. Und als wir uns am Ende verabschiedeten, konnten wir uns nicht mehr halten und küßten uns wild und entschlossen. Der Damm war gebrochen...
Wie ging es weiter? Wir beschlossen, getrennt zu schlafen, doch als ich gerade vor meiner Tür stand, rief sie mich an und sagte, sie hätte ihren Schlüssel verbummelt. Daraufhin kam sie mit dem Taxi zu mir und wir verbrachten die letzten zwei Stunden der Nacht miteinander. Dabei hatten wir keinen Sex. Wir lagen zwar im Bett, doch wir küßten, liebkosten und streichelten uns nur innig (nur ist gut, ich war verliebt wie ein kleiner Junge und konnte an Sex in der ersten Nacht sowieso nicht denken)...
Wir trafen uns auch am nächsten Nachmittag und liebten uns bis in die frühen Morgenstunden. Dabei kam es zwar zu ersten erotischen Berührungen, nicht aber zum Sex im Endstadium. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, daß ich Dana andeutete, mit dem Akt noch etwas warten zu wollen. Schließlich wußte ich nicht, wie es mit ihrem Mann, ihr und mir weitergehen würde. Ich denke, es war auch ein letzter Rest Anstand, den ich meinem Freund Manuel gegenüber verspürte...
Zwei Tage später kam ER dann wieder aus dem Urlaub. Und noch am selben Abend stand Dana vor meiner Tür und sagte, daß es mit uns so nicht weitergehen könne. Sie könne nicht mehr, seit Manuel wieder aus dem Urlaub zurück sei. O.k., wir liebkosten uns zwar wieder den ganzen Abend, küßten uns jedoch nicht mehr. Die Vernunft sollte anscheinend siegen...
Das ganze ist jetzt vier Wochen her. Ich gestand ihr natürlich sofort meine Liebe und trennte mich vor zwei Wochen auch von meiner 10jährigen Beziehung. Es schien mir einfach ehrlicher, den Spatz aus der Hand entwischen zu lassen. Schließlich halte ich Dana für die Frau meines Lebens...
Die Beziehung zu Manuel halte ich momentan eher notdürftig aufrecht, auch wenn es sehr schwer fällt...
Aber die Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende: seit mir Dana klarmachte, daß sie so nicht weitermachen könnte (Ihr müßt wissen, es hängt wahnsinnig viel dran an der ganzen Sache und viele Freundschaften würden zerbrechen; zum Glück sind keine Kinder im Spiel), sahen wir uns regelmäßig und so oft wie nie. Und immer hingen wir ganz dicht beisammen, suchten den Körperkontakt, umarmten uns und küßten uns leicht (allerdings nicht mit der Zunge, das scheint ihre selbstgesteckte Grenze zu sein). Kurz: wir genießen seit Wochen die Zeit miteinander. Und manchmal liegen wir einfach nur auf dem Bett und halten unsere Hände...
Mich sollte wundern, wenn Manuel nicht schon längst mißtrauisch darüber ist, wieviel Zeit sie neuerdings mit mir verbringt...
Als ich Dana meine unendlichen Gefühle (oh Gott, ich sprach sogar von Heirat und Kindern) gestand, wich sie mir allerdings aus und sagte, daß sie mich wohl nicht genauso stark lieben würde. Hm, dachte ich, vielleicht hab' ich sie ja durch meine heftige Umwerbung ein wenig unter Druck gesetzt?
Auf alle Fälle ist sie gerade am Überlegen, ob sie sich von ihrem Mann trennen soll. Sie sagt, sie kann sich ihm nicht mehr hingeben wie früher. Und über kurz oder lang würde Manuel wohl sowieso mitbekommen, daß mit ihr etwas nicht stimmt...
O.k. womit komme ich nun nicht klar? Erstens, mit meinen eigenen Verfehlungen. Es ist deprimierend, mir selbst zusehen zu müssen, wie ich alle Regeln außer acht lasse, nur um mit Dana glücklich zu werden...
Zweitens: Ich hatte noch nie eine solche "Beziehung" (Affaire wäre wohl das bessere Wort) zu einer Frau, wie es derzeit mit Dana ist. Wir treffen uns häufig, liebkosen uns, blicken uns verliebt in die Augen, telefonieren, mailen, SMSen... Und das hinter dem Rücken von Manuel. Letzte Woche (auf einer Disko) ging es sogar soweit, daß wir uns minutenlang vor ihren Freundinnen umarmten und streichelten (die natürlich alle Manuel kennen und wissen, daß sie verheiratet ist). Dana schien an diesem Abend aber alles egal zu sein. Und ich bekam es mit der Angst zu tun, daß er alles erfahren wird, denn einen Bruch der Freundschaft zu Manuel könnte ich mir nur vorstellen, wenn ich mit seiner jetzigen Frau auch glücklich werden würde. Das würde das Aufgeben einer jahrelangen Freundschaft vielleicht geradeso rechtfertigen. Lediglich ihren Sündenbock zu spielen, darauf habe ich allerdings keine Lust...
Drittens: was ist mit Danas Gefühlen zu mir? Schon oft war ich mit Frauen freundschaftlich oder platonisch verbändelt. Mit Dana ist es allerdings ganz anders als bisher. Diese Art der Beziehung habe ich noch nie erlebt...
Wie weit gehen Frauen eigentlich, wenn sie nur Freundschaft empfinden? Wie schnell verlischt das Verliebtsein einer Frau, oder hat Dana mich vielleicht nie wirklich geliebt? Lassen sich Frauen von äußeren Umständen sehr eingrenzen? Gibt es Hoffnung für mich (wie gesagt, ich würde alles für sie aufgeben)...

Fazit: ich scheine eine Art Affaire mit ihr zu haben und doch ganz weit weg von einer Beziehung zu sein. Können mich Gesten, Berührungen und Worte so sehr in die Irre führen? Wie kriege ich eindeutig heraus, was sie für mich empfindet?

Helft mir!!!

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26. November 2003 um 12:33

Ui,
Hi Du,
Situation ist ja wirklich kein Zuckerschlecken. Ich würde von ihr erwarten, das sie sich defintiv erst mal Gedanken macht über ihre jetzige Beziehung, was will sie,was will sie nicht mehr?! Ist es momentan nur mal wieder das Aufleben lassen von Schmetterlingen? Wer mag das nicht...aber dazu steht zuviel auf dem Spiel.

Aber solange ihr immer auch so engen Kontakt habt, kann sie sich doch niemals mit wirklich klaren Gedanken und Entscheidungen befassen, oder meinst Du nicht?
Es ist ein Unterschied, den Ernstfall zu "proben" und ihn dann wirklich durchzuziehen! habe gerade selbst eine Trennung hinter mir und weiß, das es schon ein Unterschied ist, sich das und jenes nicht mehr vorstellen zu können und dann wirklich drauf zu verzichten, dem anderen alles zu sagen, die Trennung bekannt zu geben, auszuziehen etc.....das ist sehr schwer!
Will sie das oder will sie nur eine Affäre, für die Du Dir evtl. zu schade wärst (verständlicherweise)?
Frag sie!

Alles Gute!

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26. November 2003 um 12:43

Lieber Gunter....
also da kann ich Dir nur raten, überlege Dir deine weiteren Schritte so gut wie Dir nur möglich ist! Du hast Deine Beziehung bereits beendet, dann dürfte bereits bei euch irgendwas nicht gepasst haben.Was ich aber eher bei Dana glaube, das sie gerade einen Ausweg von der Gewohnheit sucht. Den ich persönlich denke, das sie dich warm halten möchte bzw.sie in dir einen tollen Freund sieht, der ihr wieder die Bestätigung zeigt, das sie Begehrenswert ist. Gegen Liebe, Verliebtheit kann man sicherlich nichts machen, und ist bzw.kann etwas sehr schönes sein. Du hast dich verliebt, darfst aber nicht vergessen das dieses Hoch auch irgendwann einmal in die quasi Normalität über geht, und was ist dann? War es Dir dann wert, einen guten Freund zu verlieren! Ich möchte Dir gegenüber sicherlich nicht negativ kommen, aber das ist meine Meinung hierzu.Versuche ein wenig Abstand zu bekommen, vielleicht kannst Du alleine einen Kurzurlaub starten, lass dir alles nochmal in Ruhe durch Deinen Kopf gehen, ob Dir die "Verliebtheit"das Wert ist. Deine Erzählung wirkt auf mich irgendwie romantisch aber in kleineren Teilen wieder zu schön um wahr zu sein! Denke darüber nach!Liebe Grüße Sterndi

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26. November 2003 um 13:12

Hilf dir selbst!
hi helmut,

ich hab gerade einenhalb stunden an einer antwort an dich geschrieben - die jetzt leider in den weiten verschwunden ist.

leicht gefrustet moecht ich kurz die quintessenz wiedergeben:

ich kenne keine frauen die auf aufopferung stehen - dadurch machst du dich keineswegs interessant und kommst auch nicht wirklich weiter in DEINEM leben.

beziehung ist eine definitionssache! was wuenscht du dir, was wuenscht du dir nicht von dana? was bist du bereit zu geben und was bist du nicht bereit zu geben?

kann sie deine wuensche erfuellen?

die liebe - fuer die du so gerne beweise haettest (so scheint mir) ist NUR IN DIR zu finden. sie hat mit dana wenig zu tun.

du bist ja nicht opfer deiner siutation sondern hast dich bewusst hineingelassen. was auch gut und wichtig ist, sonst waers ja nicht so. ihr drei habt da anscheinend alle was zu lernen. und lernen kannst du nicht indem du staendig zweifelst, sondern nur indem du im hier und jetzt bist, die zeit, die schoenen momente geniesst und dich nicht von schlechtem
gewissen (das wiederum auch NUR DEINS ist) zerfressen laesst.

zu deiner frage wie weit frauen in freundschaften gehen mag ich gerne sagen, dass das genauso individuell ist wie alles andere. jeder steckt selbst seine grenzen - auch die frauen

wie weit willst du gehen? was ist es was du in der siutation lernen willst?

hab keine angst, du bist nicht das opfer sondern der macher dieser geschichte. also steh ruhig zu dir! du hast dir ausgesucht worauf du dich hier eingelassen hast.

jetzt darfst du es geniessen, musst dich nicht fertig machen und schuldest ausser dir selbst niemandem rechenschaft.

schuld gibt es in der siutation gar keine! nur verantwortung und die teilst du dir mit allen beteiligten - sogar mit manuel (der der wahrscheinich am unbewusstesten beteiligt ist).
aber auch er darf an euch lernen und weiterkommen auf seinem weg.

mach dich nicht fertig ob irgendwas richtig oder falsch war - richtig oder falsch bestimmst ja wieder nur du!

ich wuensch dir viele schoene momente in deiner beziehung, wuensch dir, dass du dich traust, dich einzulassen und alles was kommt anzunehmen ohne widerstand und ohne schuldgefuehl.

alles liebe
fihtak

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26. November 2003 um 14:59
In Antwort auf jolana_11986384

Hilf dir selbst!
hi helmut,

ich hab gerade einenhalb stunden an einer antwort an dich geschrieben - die jetzt leider in den weiten verschwunden ist.

leicht gefrustet moecht ich kurz die quintessenz wiedergeben:

ich kenne keine frauen die auf aufopferung stehen - dadurch machst du dich keineswegs interessant und kommst auch nicht wirklich weiter in DEINEM leben.

beziehung ist eine definitionssache! was wuenscht du dir, was wuenscht du dir nicht von dana? was bist du bereit zu geben und was bist du nicht bereit zu geben?

kann sie deine wuensche erfuellen?

die liebe - fuer die du so gerne beweise haettest (so scheint mir) ist NUR IN DIR zu finden. sie hat mit dana wenig zu tun.

du bist ja nicht opfer deiner siutation sondern hast dich bewusst hineingelassen. was auch gut und wichtig ist, sonst waers ja nicht so. ihr drei habt da anscheinend alle was zu lernen. und lernen kannst du nicht indem du staendig zweifelst, sondern nur indem du im hier und jetzt bist, die zeit, die schoenen momente geniesst und dich nicht von schlechtem
gewissen (das wiederum auch NUR DEINS ist) zerfressen laesst.

zu deiner frage wie weit frauen in freundschaften gehen mag ich gerne sagen, dass das genauso individuell ist wie alles andere. jeder steckt selbst seine grenzen - auch die frauen

wie weit willst du gehen? was ist es was du in der siutation lernen willst?

hab keine angst, du bist nicht das opfer sondern der macher dieser geschichte. also steh ruhig zu dir! du hast dir ausgesucht worauf du dich hier eingelassen hast.

jetzt darfst du es geniessen, musst dich nicht fertig machen und schuldest ausser dir selbst niemandem rechenschaft.

schuld gibt es in der siutation gar keine! nur verantwortung und die teilst du dir mit allen beteiligten - sogar mit manuel (der der wahrscheinich am unbewusstesten beteiligt ist).
aber auch er darf an euch lernen und weiterkommen auf seinem weg.

mach dich nicht fertig ob irgendwas richtig oder falsch war - richtig oder falsch bestimmst ja wieder nur du!

ich wuensch dir viele schoene momente in deiner beziehung, wuensch dir, dass du dich traust, dich einzulassen und alles was kommt anzunehmen ohne widerstand und ohne schuldgefuehl.

alles liebe
fihtak

Danke
Hallo fihtak,

schönen Dank für Deine Mühe. Schade, daß Dir die erste Antwort "entwischt" ist...

Klar, Du hast Recht. Aufopferung bedeutet gleichzeitig, jemandem hinterherzurennen. Das will ich auf keinen Fall tun. Allerdings war es anfangs wie ein Drang, meine Gefühle für Dana verbal rauszulassen. Mittlerweile hab' ich mich aber wieder etwas besser unter Kontrolle...

Hu, die Sache mit dem "Macher" der Situation ist wirklich interessant. Ich glaube, Du hast damit in gewisser Hinsicht Recht. Nur, weil ich jetzt "ein wenig" leide, bin ich noch lange nicht irgend ein Opfer. Und schließlich nahm mich Dana ja nicht aus Mitleid oder so, sondern weil sie mich in diesem Augenblick wollte. Es ist nur sehr schwierig, sich an die starken Momente einer Gefühlsbeziehung zurück zu erinnern. Ich für meinen Teil denke immer viel häufiger an die schwachen Momente, so daß ich mich damit größtenteils selbst runterziehe...

Ich befürchte natürlich auch, daß die wahre Liebe nur von meiner Seite kommt. Allerdings würde ich (als Mann) niemals so handeln, wie Dana (als Frau). Wenn mir mein Gegenüber gleichgültig wäre oder ich sie einfach nur nett fände, könnte ich mich niemals körperlich annähern. Schon um ihr keine Hoffnungen zu machen würde ich also auf zweisame, zärtliche Momente verzichten. Doch derer hatten wir in den letzten Wochen einfach zu viele...

Was ich mir von ihr wünsche und was nicht und was ich bereit bin zu geben, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Auf alle Fälle brauchen wir (anscheinend beide) unsere Nähe. Und BEIDE genießen wir es sehr, zusammen zu sein, wobei bei den letzten Treffen die Initiative auch meist von ihr ausging. Damit will ich nur sagen, daß sie ja niemand zwingt, so mit mir umzugehen, wie sie es tut...
Als ich ihr mal spaßeshalber sagte, daß ich sie gleich in der ersten Nacht "hätte nehmen sollen", meinte sie, daß wir es uns ja offen halten könnten...
Ich will sie auf keinen Fall einengen. Vielmehr möchte ich ihr etwas von meiner (wiedergewonnenen) Stärke zur Verfügung stellen. Notfalls auch, um in der Sache mit Manuel besser klarzukommen...

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26. November 2003 um 15:17
In Antwort auf dania_12469605

Ui,
Hi Du,
Situation ist ja wirklich kein Zuckerschlecken. Ich würde von ihr erwarten, das sie sich defintiv erst mal Gedanken macht über ihre jetzige Beziehung, was will sie,was will sie nicht mehr?! Ist es momentan nur mal wieder das Aufleben lassen von Schmetterlingen? Wer mag das nicht...aber dazu steht zuviel auf dem Spiel.

Aber solange ihr immer auch so engen Kontakt habt, kann sie sich doch niemals mit wirklich klaren Gedanken und Entscheidungen befassen, oder meinst Du nicht?
Es ist ein Unterschied, den Ernstfall zu "proben" und ihn dann wirklich durchzuziehen! habe gerade selbst eine Trennung hinter mir und weiß, das es schon ein Unterschied ist, sich das und jenes nicht mehr vorstellen zu können und dann wirklich drauf zu verzichten, dem anderen alles zu sagen, die Trennung bekannt zu geben, auszuziehen etc.....das ist sehr schwer!
Will sie das oder will sie nur eine Affäre, für die Du Dir evtl. zu schade wärst (verständlicherweise)?
Frag sie!

Alles Gute!

Genau Natasha...
...das ist auch meine Einstellung. Zuerst vor der eigenen Tür kehren. Und danach einen neuen "Vorleger" kaufen. Deshalb hab' ich auch zunächst mit meiner Freundin Schluß gemacht...

Was Dana definitiv nicht will, ist eine Affaire. Dazu ist die Dreiecksbeziehung zwischen Manuel, ihr und mir einfach zu brisant. Allerdings wäre ich mir dafür nicht zu schade, denn eine Affaire hat auch ihre Vorteile. Und solange ich weiß, daß sie letztere mit mir hat, weil sie beispielsweise diese Schmetterlinge im Bauch spürt, ist das für mich o.k. Und ob eine solche Lösung auf die Dauer für alle was bringen würde, könnte eh' nur die Zeit entscheiden...

Ich hab' Angst, sie zu verlieren, wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Und doch könnte ich mich eigentlich zurücklehnen und mir sicher sein, daß es schon irgendwie weitergehen wird. Denn Dana genießt unsere treffen anscheinend genau wie ich...

Klar, den "Ernstfall" durchzuziehen" ist sehr schwierig. Ich erlebe es gerade selbst mit meiner 10jährigen Beziehung. Auf alle Fälle suggerierte mir Dana, daß sie sich (wenn sie sich trennt) nicht sofort eine neue Beziehung vorstellen könnte. Sie liebt mich also definitiv nicht genug, als daß sie alles nur wegen mir aufgeben würde. Auslöser schien ich jedoch irgendwie zu sein, oder? Und eigentlich habe ich auch Zeit, denn Liebe ist ja bekanntlich ein zartes Pflanzchen, was gegossen und gepflegt weren muß...

Würdet Ihr (Frauen) die Nacht mit jemanden verbringen, der Euch "nur" viel bedeutet? Oder müßte da schon sowas wie 'n bischen Verliebtheit sein? Ich hab' mal gehört, daß Frauen (zumindest im groben) nur können, wenn sie verliebt sind. Stimmt das?

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26. November 2003 um 15:25
In Antwort auf an0N_1233439299z

Lieber Gunter....
also da kann ich Dir nur raten, überlege Dir deine weiteren Schritte so gut wie Dir nur möglich ist! Du hast Deine Beziehung bereits beendet, dann dürfte bereits bei euch irgendwas nicht gepasst haben.Was ich aber eher bei Dana glaube, das sie gerade einen Ausweg von der Gewohnheit sucht. Den ich persönlich denke, das sie dich warm halten möchte bzw.sie in dir einen tollen Freund sieht, der ihr wieder die Bestätigung zeigt, das sie Begehrenswert ist. Gegen Liebe, Verliebtheit kann man sicherlich nichts machen, und ist bzw.kann etwas sehr schönes sein. Du hast dich verliebt, darfst aber nicht vergessen das dieses Hoch auch irgendwann einmal in die quasi Normalität über geht, und was ist dann? War es Dir dann wert, einen guten Freund zu verlieren! Ich möchte Dir gegenüber sicherlich nicht negativ kommen, aber das ist meine Meinung hierzu.Versuche ein wenig Abstand zu bekommen, vielleicht kannst Du alleine einen Kurzurlaub starten, lass dir alles nochmal in Ruhe durch Deinen Kopf gehen, ob Dir die "Verliebtheit"das Wert ist. Deine Erzählung wirkt auf mich irgendwie romantisch aber in kleineren Teilen wieder zu schön um wahr zu sein! Denke darüber nach!Liebe Grüße Sterndi

Stimmt...
... ich habe in meiner Beziehung die Leidenschaft vermißt. Und Dana machte es mir leicht, letztere zu beenden.

Meinen Freund würde ich nur für ein Leben mit ihr aufgeben (oder besser gesagt, ich müßte). Darunter würde ich keinen Sinn sehen, ales zu riskieren.

Tut mir leid, wenn manche Dinge (was eigentlich genau?) zu rosarot rüberkamen. Ich hab' mich eigentlich bemüht, sehr objektiv zu berichten...

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26. November 2003 um 16:11
In Antwort auf joe_12520924

Genau Natasha...
...das ist auch meine Einstellung. Zuerst vor der eigenen Tür kehren. Und danach einen neuen "Vorleger" kaufen. Deshalb hab' ich auch zunächst mit meiner Freundin Schluß gemacht...

Was Dana definitiv nicht will, ist eine Affaire. Dazu ist die Dreiecksbeziehung zwischen Manuel, ihr und mir einfach zu brisant. Allerdings wäre ich mir dafür nicht zu schade, denn eine Affaire hat auch ihre Vorteile. Und solange ich weiß, daß sie letztere mit mir hat, weil sie beispielsweise diese Schmetterlinge im Bauch spürt, ist das für mich o.k. Und ob eine solche Lösung auf die Dauer für alle was bringen würde, könnte eh' nur die Zeit entscheiden...

Ich hab' Angst, sie zu verlieren, wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Und doch könnte ich mich eigentlich zurücklehnen und mir sicher sein, daß es schon irgendwie weitergehen wird. Denn Dana genießt unsere treffen anscheinend genau wie ich...

Klar, den "Ernstfall" durchzuziehen" ist sehr schwierig. Ich erlebe es gerade selbst mit meiner 10jährigen Beziehung. Auf alle Fälle suggerierte mir Dana, daß sie sich (wenn sie sich trennt) nicht sofort eine neue Beziehung vorstellen könnte. Sie liebt mich also definitiv nicht genug, als daß sie alles nur wegen mir aufgeben würde. Auslöser schien ich jedoch irgendwie zu sein, oder? Und eigentlich habe ich auch Zeit, denn Liebe ist ja bekanntlich ein zartes Pflanzchen, was gegossen und gepflegt weren muß...

Würdet Ihr (Frauen) die Nacht mit jemanden verbringen, der Euch "nur" viel bedeutet? Oder müßte da schon sowas wie 'n bischen Verliebtheit sein? Ich hab' mal gehört, daß Frauen (zumindest im groben) nur können, wenn sie verliebt sind. Stimmt das?

Lieber Gunter....
auf Deine Frage! Das stimmt nicht, wir können genau so gut unterscheiden und man muss nicht verliebt sein! Es gibt halt solche und solche Menschen, egal ob männlich oder weiblich! Führe mit Dana ein klärendes Gespräch! Ich denke auf jeden Fall, das Du verliebter bist als sie es ist, und du trotzdem große Hoffnung schöpfst.Alles liebe!Sterndi

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26. November 2003 um 16:20
In Antwort auf joe_12520924

Genau Natasha...
...das ist auch meine Einstellung. Zuerst vor der eigenen Tür kehren. Und danach einen neuen "Vorleger" kaufen. Deshalb hab' ich auch zunächst mit meiner Freundin Schluß gemacht...

Was Dana definitiv nicht will, ist eine Affaire. Dazu ist die Dreiecksbeziehung zwischen Manuel, ihr und mir einfach zu brisant. Allerdings wäre ich mir dafür nicht zu schade, denn eine Affaire hat auch ihre Vorteile. Und solange ich weiß, daß sie letztere mit mir hat, weil sie beispielsweise diese Schmetterlinge im Bauch spürt, ist das für mich o.k. Und ob eine solche Lösung auf die Dauer für alle was bringen würde, könnte eh' nur die Zeit entscheiden...

Ich hab' Angst, sie zu verlieren, wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Und doch könnte ich mich eigentlich zurücklehnen und mir sicher sein, daß es schon irgendwie weitergehen wird. Denn Dana genießt unsere treffen anscheinend genau wie ich...

Klar, den "Ernstfall" durchzuziehen" ist sehr schwierig. Ich erlebe es gerade selbst mit meiner 10jährigen Beziehung. Auf alle Fälle suggerierte mir Dana, daß sie sich (wenn sie sich trennt) nicht sofort eine neue Beziehung vorstellen könnte. Sie liebt mich also definitiv nicht genug, als daß sie alles nur wegen mir aufgeben würde. Auslöser schien ich jedoch irgendwie zu sein, oder? Und eigentlich habe ich auch Zeit, denn Liebe ist ja bekanntlich ein zartes Pflanzchen, was gegossen und gepflegt weren muß...

Würdet Ihr (Frauen) die Nacht mit jemanden verbringen, der Euch "nur" viel bedeutet? Oder müßte da schon sowas wie 'n bischen Verliebtheit sein? Ich hab' mal gehört, daß Frauen (zumindest im groben) nur können, wenn sie verliebt sind. Stimmt das?

Nee...
..ich hatte nie einen ONS und auch bei meinen festen Partnerschaften ging immer eine Weile des Kennenlernens ins land, das ich auch brauche, um ihn kennen zu lernen und zu wissen, ob ich ihn mag und mich wohl fühle bei dem Gedanken an ihn und mich in...naja..

Aber ich will niemals nie sagen, vielleicht trifft man mal jemanden, da überrennt einen die Lust, dann würde ich , bei gegebenem Schutz, auch mal drei grade sein lassen.

Wenn es für Dich soweit okay ist mit der Situation, und das klingt so, dann ist doch gut! Ich hatte erst den Eindruck, Du möchtest eine Entscheidung. Insofern kann man das ja genießen...ob sie das wirklich kann und nicht doch bald mehr mit schlechtem Gewissen (zu Recht) geplagt sein wird, ist fraglich...dem Manuel gegenüber unfair, aber das muß ich nicht betonen, das wißt Ihr selbst....
Du kannst durchaus der Auslöser sein, und wenn sie Dich als Fluchthelfer nutzen möchte, wird alles definitiv leichter, das ist richtig...auch Dir wird sie grade bei deiner trennung geholfen haben, was Ablenkung angeht, aber man kann nur bedingt davon nutzen, man soll sich auch damit auseinandersetzen und es verarbeiten, das braucht Zeit.
Ist es für Dich okay, dann mal, nach getanem Werk, wieder "abserviert" zu werden...krass ausgedrückt, ich traue ihr das mal nicht zu.

Alles Gute!

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