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Schlimme Erziehungsprobleme führen zu Familienentzweiung

30. Januar 2008 um 11:40 Letzte Antwort: 31. Januar 2008 um 15:57

Wo fange ich nur an, diese unglaubliche Geschichte zu erzählen?

Also mal kurz die Rahmenbedingungen dieses Dramas: mein Mann (33) und ich (29) sind seit vier Jahren verheiratet, wir kennen uns noch weitaus länger. Unsere Beziehung würde ich als glücklich bezeichnen. Wir sind beide studiert, berufstätig und haben keine Kinder. Wir wünschen uns auch keine, zumindest in den kommenden Jahren nicht. Die Eltern meines Mannes, meine Schwiegereltern also, sind schon verstorben. Von den restlichen Mitgliedern seiner Familie, die grossenteils in einem anderen Bundesland (städt. Ballungsgebiet) leben, sind wir eher distanziert. Nur sein Bruder und dessen vierköpfige Familie nebst der Schwester seiner verstorbenen Mutter leben in der Nähe.

Alles in allem würde ich die "Familienbande" meines Mannes als entspannt bezeichnen. Es gibt keine offen zutage tretenden Differenzen und ich bemühe mich auch, tolerant zu sein, wenn Werte nicht übereinstimmen. Ich bin ja auch der Meinung, dass man als zivilisierter Mensch so ziemlich mit jedem gut auskommen kann, zumal es ja nicht für die Ewigkeit sein soll .

Jedoch die Familienfeiern sind eine Tortur!

Der Grund ist immer derselbe: der Neffe meines Mannes (3) führt sich auf wie ein Affe. Ich habe noch nie ein so derart ungezogenes Kind erlebt. Er schreit permanent in den höchsten Tönen, rennt um die Tische herum, isst mit offenem Mund, bekleckert sich vorsätzlich über das ganze Gesicht, boxt andere Kinder und stiehlt ihnen ihre Sachen, geht an alle Schränke und Türen, schneidet hähmische Grimassen, scheucht Haustiere, reisst Bücher auseinander...und die lieben Eltern sind natürlich entzückt von ihrem Superkind. Wobei ich den Eltern ja noch eine gewisse paternelle Blindheit zugestehen würde, denn bekanntlich sind Eltern ja oft übertolerant, was ich aber für völlig unangemessen halte in diesem Fall. Es kommt jedoch noch schlimmer: je übler sich der kleine Bursche aufführt, umso mehr Aufmerksamkeit ernet er nicht nur von den Eltern, sondern von der GANZEN Familie meines Mannes.

Ich krieg da den Föhn, wenn ich erlebe, wie zwanzig Erwachsene fast andachtsvoll um ein verhaltensauffälliges Kind herumstehen, das gerade mit offenem Mund, Schokolade aus demselben tropfen lassend, mit der Gabel in den Tisch hackt und dem rechts von ihm stehenden Onkel höhnisch lachend ein Weinglas ans Sakko kippt. Zu meiner Kindheitszeit wäre ein solches Benehmen völlig (!) undenkbar gewesen. Ich kannte auch nie ein Kind, das sich so aufführt, und noch weniger Erwachsene, die solches Benehmen geradezu sozial verstätrken durch ihre positive Aufmerksamkeit. Keiner bestraft ihn, keiner unterbindet sein Verhalten, nein, alle sind geradezu begeistert und betüddeln ihn bis zum Äussersten. Wenn ich dann als einzige äussere, dass es mit drei Jahren sicher nicht spät ist, um manierlich essen zu lernen, und dass mal Grenzen gesetzt werden müssen, werde ich angegiftet, als sei ich die Hexe beim Inquisitionstribunal. Es ist nämlich ein Glaubenssatz in dieser Familie, wichtiger als die 10 Gebote für die Christen: der Neffe ist ein Abgott, dem alle huldigen müssen, und jegliche berechtigte Kritik am Verhalten darf nur im Flüsterton, in Engelszungen und am besten gar nicht geäussert werden. Andernfalls ist man persona non grata. Kurz, intelligente Erwachsene ordnen sich dem Despotismus eines Windelsträgers willenlos unter und ertragen mit fast masochistischer Miene jegliche Unverschämtheit.

Das absurde Theater (oder auch: Tanz ums goldene Kalb) nimmt inzwischen sogar Hetzjagdformen an. Nachdem ich einmal bei einem Besuch bei der Schwägerin beiläufig äusserte, dass eine Tante beim letzten Familienfest Ohrensausen bekam vom dauerhaften Geschrei ihres Kindes - was der Wahrheit entspricht - und dass ihr Kind auch nicht alles aufreissen und kaputtmachen darf, wenn es bei uns ist (was es bereits tat), klingelte sie die Drähte heiss. Bei allen Verwandten und Bekannten hat dann meine Schwägerin stundenlang herum erzählt, was für eine schlechte intolerante Person ich doch sei und dass ich es wage, ihren Goldschatz zu kritisieren und dass ich sie ja nur beleidigen wolle. Von Selbstreflexion fehlt natürlich jede Spur, und die Sachebene von der Beziehungsebene trennen kann man in dieser Familie auch nicht. Statt über berechtigte Einwände nachzudenken, wird kindisch auf Beleidtsein gemimt, um jegliche eigene Anteile auszublenden. Nun fixiert mich dank der schwägerlichen Propoaganda schon die weibliche, grossenteils ungewollt kinder- und enkellose Verwandtschaft der Familie mit Verachtung, da ich offenbar ein ungeschriebenes Gesetz übertreten und auf soziale Regeln hingewiesen habe, welche normale Kinder in dem Alter lernen.

Allmählich hat das Theater um ein ungezogenes Kind und vor allem die Hysterie, in die offenbar alle Familienmitglieder verfallen, seinen Gipfel erreicht. Ich fange an, diese Familie, die ich anfangs recht positiv sah, als eine Sammlung verblendeter Narren anzusehen. Wenn Feste feiern in diesen Kreisen bedeutet, dass zwanzig Erwachsene nonstop nichts anderes tun als gütig zu beobachten, wie Junior die Tischdecke zerschneidet und seine Gläser ausleert unter lauten Geschrei, dann will ich definitiv an solchen Feiern nicht mehr teilnehmen. Ich bin nämlich nicht die Super-Nanny, und dieses Getue gibt mir nichts. Und wenn ein intelligenter Erwachsener von der "Junta" gehetzt wird, weil er das Recht auf ein störungsfreies Dasein äussert, will ich ebenfalls meine Bande zu dieser Junta lockern. Ich empfinde das alles nicht als normal. Vielleicht fehlt mir der Kontakt mit Kindern, aber ich kann schon eine Verhaltensstörung von einem normalen Benehmen unterscheiden und ein normales Erziehungsverhalten von einem blinden laissez faire. Ausserdem finde ich es als Frau ganz schlimm, dass dieses sehr aggressive und antisozial agierende Kind demonstrativ seiner sanftmütigen und intelligenten Schwester vorgezogen wird. Ich finde das sexistisch, so nach orientalischer Manier (nichts für ungut, ich bediene mich eines Klischees): Hauptsache männlich, Charakter und Benehmen ist völlig egal. Mein Mann ist indifferent: aber ich empfinde die Situation als unhaltbar. Wir haben schon mehrmals deswegen gestritten, weil ich ein solches Benehmen sowohl des Kindes als auch der Erwachsenen untragbar finde und mich keinesfalls stigmatisieren lasse, weil ich Wert auf Manieren und ein normales Verhalten zu legen gewohnt bin.

Quoi faire?


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30. Januar 2008 um 11:59

Kind
paternelle Blindheit, tss....

Hallo.

Also ich denke das ganze ist recht einfach. Es ist nicht dein Kind, und wie seine Familie damit umgeht, kann dir eigentlich egal sein. Insofern verstehe ich die Hysterie der Eltern, weil sich niemand gern belehren lässt was das eigene Kind angeht.

Ich kann aber auch dich verstehen, sowas nervt ungemein und lässt unverständniss aufkommen.

Aber sei mal ehrlich: es geht (ging?) ja wohl nur um die Feier, ansonsten zwingt dich ja niemand mit dem Kind deine Freizeit zu verbringen.

Wenn du dich dermassen gestört fühlst von dem Kind, dann geh halt nicht mehr an diese Feiern. Wobei ich das schon sehr merkwürdig finde, auch ich kenne ungezogene und destruktive Kinder, aber deshalb gleich so ein Theater anzufangen versteh ich nun wirklich nicht.

Sorry.

Könnte es nicht irgendwo einen tieferen Grund haben für deine Abneigung?

LG

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30. Januar 2008 um 12:01

Du übertreibst...
Hallo Sonnenblume,

so wie ich aus deinem Beitrag lese geht der Knirps dir bereits so auf die Nerven daß du schon garnichts mehr für ihn übrig hast und dich alles an dem Kleinen nervt. Das finde ich schade.
In einem Punkt gebe ich dir recht, übertriebene Aufmerksamkeit schadet meistens mehr als daß es fürs Kind gut ist. Aber heute ist es eben ne Attraktion für Erwachsene ein Kind zu beobachten da es immer weniger Babys gibt. Kenn ich von eingenen Familienfeierlichkeiten. Aber am allerwenigsten kann der Kleine was dafür, da sind die Eltern verantwortlich.
Und es ist halt mal so, kleine Kinder haben soviel Energie, da ist so ne Familienfeier mit lauter glotzenden Erwachsenen bestimmt auch nicht toll. Kein Wunder tobt er da rum.
Du übertreibst aber in deiner Beschreibung daß der Kleine böswillig ist... gehts noch???
Er ist drei!!!
In dem Fall bist du die Erwachsene und solltest versuchen darüber zu stehn. Wenn dir daß nicht gelingt rede mit den Eltern oder warte einige Jährchen bis der Kleine größer geworden ist...

Schönen Tag noch. Catty

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30. Januar 2008 um 12:02

Mich erinnert das...
an meinen Exfreund...
Seine Mutter hatte mehrerer Tot- und Fehlgeburten bevor er - der Abgott - dann schließlich mit 40 Jahren kam...
Es gibt Videos, auf denen das Kind der Mutter die Haare reißt und sie als krüppelige alte Oma bezeichnet (wohlgemerkt er ist da 8 und kein hilfloses Kleinkind mehr)... und was macht die Mutter - sie streichelt ihn und sagt "Komm Schatz, setz dich wieder hin, wir spielen"...
Er hat also nie gelernt, dass negatives Verhalten auch negative Konsequenzen hat -und genauso ungehobelt und rüpelhaft benimmt er sich noch jetzt, mit fast 24... (Gott sei dank bin ich ihn los)..
Was er dadurch gelernt hat, ist 0 Respekt vor Frauen (klar, seine Mutter hatte ja keinen Funken Selbstrespekt und hat alles mit sich machen lassen)...
Er kennt keine Grenzen und ist der absolute Egoist.
Er kann einem Leid tun...er hat nie gelernt, sich auf andere Menschen udn ihre Bedrüfnisse einzustellen...
Das Kind, das du beschreibst - schreit förmlich nach grenzen! Die Eltern müssen verstehen, dass sie ihr Kind mit ihrem "Laissez faire-Stil" mißhandeln (ja, misshandlung ist nicth nur durch schlagen, sondern auch durch fehelende Grenzen)..Das ist tatsächlich MISSHANDLUNG! Das Kind braucht Grenzen, deshalb ufert das Verhalten immer mehr aus...
Ich vermute mal,d ass die Eltern in iehrer eigenen Kindheit selbst Opfer von Gewalt waren (also genau die Gegenteilige Seite - die andere Seite der Medaille kennengelernt haben) und denken, wenn sie genau das Gegenteil tun, dann tun sie ihrem Kind etwas gutes..
Meine Erfahrung zeigt (und ich bin angehende Dipl.-Pädagogin), das solchen Eltern aber nicht durch Ratschläge weitergeholfen wird sondern sie regelrecht eine Therapie benötigen um ihere eigene verkorkste Kindheit aufzuarbeiten, damit sie verstehen lernen, dass ein Kind Grenzen braucht!!!!!
Du wirst nichts daran ändern können...ich wieß, man regt sich grenzenlos über derat "bekloppte" Eltern auf, aber du wirst es akzeptieren müssen. Nimm es als negativbeispiel, wie ERziehung eben NICHT auszusehen hat und freu dich rückblickend darüber, dass deine Eltern stark genug waren, dir Grenzen zu setzen - denn dazu gehört viel mehr Mut und Stärke, als einem Kind alles durchgehen zu lassen!

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30. Januar 2008 um 12:05
In Antwort auf widad_12369072

Du übertreibst...
Hallo Sonnenblume,

so wie ich aus deinem Beitrag lese geht der Knirps dir bereits so auf die Nerven daß du schon garnichts mehr für ihn übrig hast und dich alles an dem Kleinen nervt. Das finde ich schade.
In einem Punkt gebe ich dir recht, übertriebene Aufmerksamkeit schadet meistens mehr als daß es fürs Kind gut ist. Aber heute ist es eben ne Attraktion für Erwachsene ein Kind zu beobachten da es immer weniger Babys gibt. Kenn ich von eingenen Familienfeierlichkeiten. Aber am allerwenigsten kann der Kleine was dafür, da sind die Eltern verantwortlich.
Und es ist halt mal so, kleine Kinder haben soviel Energie, da ist so ne Familienfeier mit lauter glotzenden Erwachsenen bestimmt auch nicht toll. Kein Wunder tobt er da rum.
Du übertreibst aber in deiner Beschreibung daß der Kleine böswillig ist... gehts noch???
Er ist drei!!!
In dem Fall bist du die Erwachsene und solltest versuchen darüber zu stehn. Wenn dir daß nicht gelingt rede mit den Eltern oder warte einige Jährchen bis der Kleine größer geworden ist...

Schönen Tag noch. Catty

Da muss ich ..
.. Catty Recht geben.

Und ich finde es unmöglich, ein 3 (!!) jähriges Kind als Affe zu bezeichnen. Das sagt meiner Meinung eigentlich schon alles.

LG

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30. Januar 2008 um 12:12
In Antwort auf judyta_12533972

Mich erinnert das...
an meinen Exfreund...
Seine Mutter hatte mehrerer Tot- und Fehlgeburten bevor er - der Abgott - dann schließlich mit 40 Jahren kam...
Es gibt Videos, auf denen das Kind der Mutter die Haare reißt und sie als krüppelige alte Oma bezeichnet (wohlgemerkt er ist da 8 und kein hilfloses Kleinkind mehr)... und was macht die Mutter - sie streichelt ihn und sagt "Komm Schatz, setz dich wieder hin, wir spielen"...
Er hat also nie gelernt, dass negatives Verhalten auch negative Konsequenzen hat -und genauso ungehobelt und rüpelhaft benimmt er sich noch jetzt, mit fast 24... (Gott sei dank bin ich ihn los)..
Was er dadurch gelernt hat, ist 0 Respekt vor Frauen (klar, seine Mutter hatte ja keinen Funken Selbstrespekt und hat alles mit sich machen lassen)...
Er kennt keine Grenzen und ist der absolute Egoist.
Er kann einem Leid tun...er hat nie gelernt, sich auf andere Menschen udn ihre Bedrüfnisse einzustellen...
Das Kind, das du beschreibst - schreit förmlich nach grenzen! Die Eltern müssen verstehen, dass sie ihr Kind mit ihrem "Laissez faire-Stil" mißhandeln (ja, misshandlung ist nicth nur durch schlagen, sondern auch durch fehelende Grenzen)..Das ist tatsächlich MISSHANDLUNG! Das Kind braucht Grenzen, deshalb ufert das Verhalten immer mehr aus...
Ich vermute mal,d ass die Eltern in iehrer eigenen Kindheit selbst Opfer von Gewalt waren (also genau die Gegenteilige Seite - die andere Seite der Medaille kennengelernt haben) und denken, wenn sie genau das Gegenteil tun, dann tun sie ihrem Kind etwas gutes..
Meine Erfahrung zeigt (und ich bin angehende Dipl.-Pädagogin), das solchen Eltern aber nicht durch Ratschläge weitergeholfen wird sondern sie regelrecht eine Therapie benötigen um ihere eigene verkorkste Kindheit aufzuarbeiten, damit sie verstehen lernen, dass ein Kind Grenzen braucht!!!!!
Du wirst nichts daran ändern können...ich wieß, man regt sich grenzenlos über derat "bekloppte" Eltern auf, aber du wirst es akzeptieren müssen. Nimm es als negativbeispiel, wie ERziehung eben NICHT auszusehen hat und freu dich rückblickend darüber, dass deine Eltern stark genug waren, dir Grenzen zu setzen - denn dazu gehört viel mehr Mut und Stärke, als einem Kind alles durchgehen zu lassen!

Genau!
Du sprichst mir aus der Seele, Traubenkern. Ich sehe das mittlerweile genauso, dass die Eltern (am besten die überverwöhnenden Grosseltern und Tantchen) eine profunde Therapie bräuchten, um mal ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

Es ist der reinste Witz - man könnte einen Comic zeichnen: Besuch bei Schwägers. Die ganze Wohnung ist ein einziges Kinderzimmer. Die Bedürfnisse der Erwachsenen sind nicht sichtbar. Überall, vom Flur über die Küche bis zum Wohnzimmer und zum Balkon, liegen mehr Spielsachen, als die Caritas in zwei Jahren nach Bolivien schickt. Die Wohnung versinkt in einem Überangebot an Kinderkram. Der Sprössling, der mit drei Jahren noch keinen Zweiwortsatz sprechen und nicht richtig spielen kann, haut grobmotorisch auf sämtliche Puppen, Autos und Bauklötze ein, zieht die Katze am Schwanz, versucht, Besuchern gegen das Bein zu treten und schreit pausenlos herum. Die Mutter zuckt masochistisch mit den Achseln, ignoriert die Gewalt und flüstert höchstens, fast verschämt "Aber Kind!". Der Kleine feiert weiter fröhliche Urständ. Und auf dem Wohnzimmertisch liegt die Zeitschrift "Eltern"!

Könnte man doch zeichnen, oder?

Gewalterfahrungen in der Kindheit hat die Mutter gemacht. Der Vater jedoch nicht, im Gegenteil, er war selbst höchst aggressiv. Der Bruder meines Mannes muss als Jugendlicher so verhaltensauffällig gewesen sein, dass man ihn vom städtischen Gymnasium nehmen und in ein Internat schicken wollte. Ich finde, die "Kompetenzen" beider Eltern ergeben hier eine gefährliche Mischung!

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30. Januar 2008 um 12:17
In Antwort auf hagir_12670786

Da muss ich ..
.. Catty Recht geben.

Und ich finde es unmöglich, ein 3 (!!) jähriges Kind als Affe zu bezeichnen. Das sagt meiner Meinung eigentlich schon alles.

LG

Dann lies bitte richtig, liebe Unicorn,
denn ich habe niemals einen Menschen als "Affen" bezeichnet, sondern einen Vergleich gemacht: er "führt sich wie ein Affe auf". Das ist ein Unterschied. Und zwar ein ganz gravierender. Denn es sagt etwas über das Verhalten, und nicht über den Menschen an sich.

Und auch die Böswilligkeit ist eine Verhaltensaussage. Und zwar eine, wie ich finde, durchaus passende. Böswilligkeit ist absichtsvolles zerstörerisches Verhalten - das kann man auch mit drei Jahren. Glaubst Du, Kinder kämen als reine Engel auf die Welt und ihnen würden mit dem Bartwuchs die ersten malignen Absichten mitgeteilt? Es gibt Böswilligkeit in allen Altersgruppen, nur die Mittel der Ausführung ändern sich. Und wenn ein Dreijähriger einen Erwachsenen absichtsvoll tritt oder bekleckert und dabei höhnisch lacht, dann ist das böswillig.

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30. Januar 2008 um 12:20
In Antwort auf horst_891232

Genau!
Du sprichst mir aus der Seele, Traubenkern. Ich sehe das mittlerweile genauso, dass die Eltern (am besten die überverwöhnenden Grosseltern und Tantchen) eine profunde Therapie bräuchten, um mal ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

Es ist der reinste Witz - man könnte einen Comic zeichnen: Besuch bei Schwägers. Die ganze Wohnung ist ein einziges Kinderzimmer. Die Bedürfnisse der Erwachsenen sind nicht sichtbar. Überall, vom Flur über die Küche bis zum Wohnzimmer und zum Balkon, liegen mehr Spielsachen, als die Caritas in zwei Jahren nach Bolivien schickt. Die Wohnung versinkt in einem Überangebot an Kinderkram. Der Sprössling, der mit drei Jahren noch keinen Zweiwortsatz sprechen und nicht richtig spielen kann, haut grobmotorisch auf sämtliche Puppen, Autos und Bauklötze ein, zieht die Katze am Schwanz, versucht, Besuchern gegen das Bein zu treten und schreit pausenlos herum. Die Mutter zuckt masochistisch mit den Achseln, ignoriert die Gewalt und flüstert höchstens, fast verschämt "Aber Kind!". Der Kleine feiert weiter fröhliche Urständ. Und auf dem Wohnzimmertisch liegt die Zeitschrift "Eltern"!

Könnte man doch zeichnen, oder?

Gewalterfahrungen in der Kindheit hat die Mutter gemacht. Der Vater jedoch nicht, im Gegenteil, er war selbst höchst aggressiv. Der Bruder meines Mannes muss als Jugendlicher so verhaltensauffällig gewesen sein, dass man ihn vom städtischen Gymnasium nehmen und in ein Internat schicken wollte. Ich finde, die "Kompetenzen" beider Eltern ergeben hier eine gefährliche Mischung!

Ja, da haben wir es ...
...klar wird das Kind so nicht lernen, jemals auf die Bedürnisse anderer Rücksicht zu nehmen... In einer späteren Partnerschaft wird das grauenvolle Ausmaße annehmen...
Ja, ich denke, eine Mutter die derart devot und masochistisch ihrem Kind gegenüber auftritt ist ein fatales Modell für das spätere Frauenbild dieses Kindes.
Im Grunde genommen kann einem das Kind am meisten Leid tun...
wer hier schreibt "Oh, aber das ist doch ein Kind", der hat wohl nicht verstanden, worum es hier geht. Es geht ja nicht darum, dass ein Kind angemessene Bedürfnisse Ausdrückt die doch bitte sehr zu berücksichtigen sind und du meintest, das wäre schon zuviel, sondern es geht darum einem Kind gesunde Grenzen zu setzen und als Etlern mit eigenen Bedrünfisseen aufzutreten. Vor allem, wenn die Eltern derart auftreten, kann das Kind sie nicht als Eltern wahrnehmen und findet keinen Halt...Das Kind muss sich an einem "Stärkeren" orientieren können - aber die Eltern verkaufen sich als total schwach... das ist grauenvoll! Mir tut das Kind einfach nur leid und die Eltern gehören zur Therapie - dringend!

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30. Januar 2008 um 12:29
In Antwort auf hagir_12670786

Kind
paternelle Blindheit, tss....

Hallo.

Also ich denke das ganze ist recht einfach. Es ist nicht dein Kind, und wie seine Familie damit umgeht, kann dir eigentlich egal sein. Insofern verstehe ich die Hysterie der Eltern, weil sich niemand gern belehren lässt was das eigene Kind angeht.

Ich kann aber auch dich verstehen, sowas nervt ungemein und lässt unverständniss aufkommen.

Aber sei mal ehrlich: es geht (ging?) ja wohl nur um die Feier, ansonsten zwingt dich ja niemand mit dem Kind deine Freizeit zu verbringen.

Wenn du dich dermassen gestört fühlst von dem Kind, dann geh halt nicht mehr an diese Feiern. Wobei ich das schon sehr merkwürdig finde, auch ich kenne ungezogene und destruktive Kinder, aber deshalb gleich so ein Theater anzufangen versteh ich nun wirklich nicht.

Sorry.

Könnte es nicht irgendwo einen tieferen Grund haben für deine Abneigung?

LG

ES ist mehr...
Es ist nicht nur eine Feier.

Ich besuche gern die Tante meines Mannes. Wenn die Schwägerfamilie samt Kleinkind da ist - und das ist sie oft - geht jeder zweite Satz in einem Geschrei des Kindes unter. Neulich hat der Kleine sogar der Tante den Hörer aus der Hand gerissen und aufgelegt, als sie telefonierte. Reaktion der Eltern: null.

Ich will einfach nicht normale Begegnungen im Familienkreis davon abhängig machen, ob Junior seine fünf Minuten hat oder nicht. Ich bin es gewohnt, dass Erwachsene unter sich sein können und wenn nicht, dass die Kinder ein kindgemässes, aber normales und nicht penetrant aggressives Verhalten zeigen. Das Theater veranstaltet übrigens der Dreijährige, ich hoffe, Du verstehst.

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30. Januar 2008 um 12:30
In Antwort auf horst_891232

Dann lies bitte richtig, liebe Unicorn,
denn ich habe niemals einen Menschen als "Affen" bezeichnet, sondern einen Vergleich gemacht: er "führt sich wie ein Affe auf". Das ist ein Unterschied. Und zwar ein ganz gravierender. Denn es sagt etwas über das Verhalten, und nicht über den Menschen an sich.

Und auch die Böswilligkeit ist eine Verhaltensaussage. Und zwar eine, wie ich finde, durchaus passende. Böswilligkeit ist absichtsvolles zerstörerisches Verhalten - das kann man auch mit drei Jahren. Glaubst Du, Kinder kämen als reine Engel auf die Welt und ihnen würden mit dem Bartwuchs die ersten malignen Absichten mitgeteilt? Es gibt Böswilligkeit in allen Altersgruppen, nur die Mittel der Ausführung ändern sich. Und wenn ein Dreijähriger einen Erwachsenen absichtsvoll tritt oder bekleckert und dabei höhnisch lacht, dann ist das böswillig.

Du hast..
.. absolut keine Ahnung von Kindern, da ist es auch nicht verwunderlich dass sie dich aufregen. Vielleicht erhoffst du dir auch insgeheim, dass durch diese ganze Thematik bei euch zwei studierten auch mal endlich was läuft -

LG

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30. Januar 2008 um 12:37
In Antwort auf hagir_12670786

Du hast..
.. absolut keine Ahnung von Kindern, da ist es auch nicht verwunderlich dass sie dich aufregen. Vielleicht erhoffst du dir auch insgeheim, dass durch diese ganze Thematik bei euch zwei studierten auch mal endlich was läuft -

LG

Persönliche Beleidigungen
sind keine Argumente, und auch das gehört zur Kinderstube. Kinder sind nämlich keine Sonderspezies, sondern Menschen, die irgendwann - möglichst früh - prosoziales Verhalten lernen müssen.

Übrigens darf ich Dich beruhigen, unicorn, Deine Polemik gegenüber "Studierten" und Deine Unterstellung sexueller Bedürftigkeit ist von stereotypem Charakter und lässt sehr deutliche Rückschlüsse zu.

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30. Januar 2008 um 12:41
In Antwort auf horst_891232

Persönliche Beleidigungen
sind keine Argumente, und auch das gehört zur Kinderstube. Kinder sind nämlich keine Sonderspezies, sondern Menschen, die irgendwann - möglichst früh - prosoziales Verhalten lernen müssen.

Übrigens darf ich Dich beruhigen, unicorn, Deine Polemik gegenüber "Studierten" und Deine Unterstellung sexueller Bedürftigkeit ist von stereotypem Charakter und lässt sehr deutliche Rückschlüsse zu.

Kinder
Aber das gute daran ist, dass es ja nicht dein Kind ist. Ich stimme mit dir überein, dass Kinder Grenzen kennen lernen müssen, aber leider haben nicht alle Eltern die selben Einsichten.

Ich verstehe einfach echt nicht, wie ein 3jähriger eine gesamte Familie spalten soll. Warum kannst du den kleinen nicht einfach ignorieren? Mich befremdet das dermassen - du bist doch erwachsen?

Und um sexuelle Bedürftigkeiten gings mir gar nie, sorry wenn du das so verstanden hast .... so weit hab ich echt nicht gedacht.

LG

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30. Januar 2008 um 13:05
In Antwort auf hagir_12670786

Kinder
Aber das gute daran ist, dass es ja nicht dein Kind ist. Ich stimme mit dir überein, dass Kinder Grenzen kennen lernen müssen, aber leider haben nicht alle Eltern die selben Einsichten.

Ich verstehe einfach echt nicht, wie ein 3jähriger eine gesamte Familie spalten soll. Warum kannst du den kleinen nicht einfach ignorieren? Mich befremdet das dermassen - du bist doch erwachsen?

Und um sexuelle Bedürftigkeiten gings mir gar nie, sorry wenn du das so verstanden hast .... so weit hab ich echt nicht gedacht.

LG

Ignore-Funktion
Bitte ignorier mal einen tretenden, schubsenden, Gegenstände durch die Luft werfenden, mit gefühlten 180 Dezibel schreienden Jungen. Vielleicht bin ich einfach nicht taub genug - aber ignorieren geht nicht.

Fakt ist, dass dieses auffällige Kind und seine untätigen Eltern einfach jegliches Treffen unmöglich machen. Die Erwachsenen können sich nicht mehr unterhalten, etc. wie bereits beschrieben. Das finde ich absolut nicht normal. Aber da ich die einzige bin, die sich kritisch äussert, werde ich stigmatisiert. Und das sehe ich dann auch keinesfalls ein, denn schliesslich ist es ja nicht "mein" Verhalten, das den Anstoss gibt, oder?

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30. Januar 2008 um 13:11

Wahrnehmung
Sowohl mein Mann, als auch die Eltern des Kindes sind irgendwie aufmerksamkeitsgestört. Ich sage das jetzt einfach so, es ist nicht die korrekte psychologische Definition (ich bin keine Psychologin). Mir fällt jedoch deutlich auf, dass sie vieles einfach nicht WAHRNEHMEN oder schon so abgestumpft sind, dass sie sich denken "ist eh egal". Ein Beispiel: Schwägers waren zu Besuch, Junior flitze, als ich in der Küche war, im Wohnzimmer herum, riss an allen Schränken herum, versuchte, die Decken zu zerreissen und jagte unsere Katze, die mit empörten Fauchen unters Sofa sprang. Das alles binnen 2 Minuten. Es ging dann so weiter, die Mutter sass wortlos auf selbigem Sofa, mein Mann und sein Bruder im vertrauten Zwiegespräch.

Allmählich frage ich mich: wer hat denn eigentlich eine gestörte Wahrnehmung? Sehe ich zuviel oder die anderen zuwenig?

Kurz und schlecht, ich will keine Unverschämtheiten und Respeklosigkeiten gegenüber mir dulden. Wenn ich ihn dreimal von einer Tür wegziehe, erwarte ich, dass er sie loslässt, und wenn ich ihn ermahne, erwarte ich kein feixendes freches Grinsen. Da die Eltern das aber alles durchgehen lassen und mich sogar anfeinden, wenn ich das Verhalten unterbinde, unterstützen sie diese Missachtung gegenüber mir. Es ist so, als ob ihr Spross mit seinen ständigen Aggressionen auch gegen mich Aussageträger der Eltern wäre "wir missachten dich". Das finde ich heftig, zumal das bei denen sicherlich ganz unbewusst abläuft.

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30. Januar 2008 um 13:18

???
es wurde nirgends geschrieben, dass das in Ordnung geht, das Kind nicht zu erziehen.

Nur leider kann man NICHTS dagegen unternehmen, wenn die Eltern das gutheissen.

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30. Januar 2008 um 13:22
In Antwort auf hagir_12670786

???
es wurde nirgends geschrieben, dass das in Ordnung geht, das Kind nicht zu erziehen.

Nur leider kann man NICHTS dagegen unternehmen, wenn die Eltern das gutheissen.

Kann man nicht oder will man nicht?
Ich finde das einfach nur schlimm.

Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen, Schulpsychologen, vielleicht auch Jugendrichter und Sozialarbeiter werden sich abplagen müssen, nur weil Eltern ihr Kind nicht erziehen WOLLEN - und weil die ganze Familie diese Nichterziehung durch Verdrängen duldet und damit ihr beistimmt.

Das ist für mich einfach unfassbar, wie so viele nicht unintelligente Erwachsene um so ein Problemfeld herumstehen können und ich bin dann zuletzt die Böse, wenn ich als einzige das sage, was eigentlich alle wissen.

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30. Januar 2008 um 13:25
In Antwort auf horst_891232

Ignore-Funktion
Bitte ignorier mal einen tretenden, schubsenden, Gegenstände durch die Luft werfenden, mit gefühlten 180 Dezibel schreienden Jungen. Vielleicht bin ich einfach nicht taub genug - aber ignorieren geht nicht.

Fakt ist, dass dieses auffällige Kind und seine untätigen Eltern einfach jegliches Treffen unmöglich machen. Die Erwachsenen können sich nicht mehr unterhalten, etc. wie bereits beschrieben. Das finde ich absolut nicht normal. Aber da ich die einzige bin, die sich kritisch äussert, werde ich stigmatisiert. Und das sehe ich dann auch keinesfalls ein, denn schliesslich ist es ja nicht "mein" Verhalten, das den Anstoss gibt, oder?

Ignorieren
Also die Lösung liegt auf der Hand: Die Familie kommt nicht mehr in euer Haus. Und dann kann es dir auch egal sein, wenn er Decken zerreist, oder was weiss ich.

Dass Eltern wütend werden, wenn man bei der Erziehung ihrer Kinder dreinredet, kann ich absolut nachvollziehen, auch wenn der Aussenstehende vielleicht im Recht ist.

DEIN Verhalten gibt schon einen Anstoss, und zwar weil du dich dermassen empörst. Hättest du von Anfang an kurz und knapp gesagt, in eurem Haus gäbe es viele Dinge die kaputt gehen können und dass meinetwegen die Katze keinen Besuch mehr erträgt (kleine Notlüge) wäre das alles gar nie so schlimm geworden.

Einen Funken Diplomatie ist doch wohl nicht zu viel verlangt.

LG

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30. Januar 2008 um 13:27
In Antwort auf horst_891232

Kann man nicht oder will man nicht?
Ich finde das einfach nur schlimm.

Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen, Schulpsychologen, vielleicht auch Jugendrichter und Sozialarbeiter werden sich abplagen müssen, nur weil Eltern ihr Kind nicht erziehen WOLLEN - und weil die ganze Familie diese Nichterziehung durch Verdrängen duldet und damit ihr beistimmt.

Das ist für mich einfach unfassbar, wie so viele nicht unintelligente Erwachsene um so ein Problemfeld herumstehen können und ich bin dann zuletzt die Böse, wenn ich als einzige das sage, was eigentlich alle wissen.

GENAU...
.. deswegen kannst du nichts anderes tun, als dich davon distanzieren.

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30. Januar 2008 um 13:28
In Antwort auf hagir_12670786

Ignorieren
Also die Lösung liegt auf der Hand: Die Familie kommt nicht mehr in euer Haus. Und dann kann es dir auch egal sein, wenn er Decken zerreist, oder was weiss ich.

Dass Eltern wütend werden, wenn man bei der Erziehung ihrer Kinder dreinredet, kann ich absolut nachvollziehen, auch wenn der Aussenstehende vielleicht im Recht ist.

DEIN Verhalten gibt schon einen Anstoss, und zwar weil du dich dermassen empörst. Hättest du von Anfang an kurz und knapp gesagt, in eurem Haus gäbe es viele Dinge die kaputt gehen können und dass meinetwegen die Katze keinen Besuch mehr erträgt (kleine Notlüge) wäre das alles gar nie so schlimm geworden.

Einen Funken Diplomatie ist doch wohl nicht zu viel verlangt.

LG

Du siehst das meines Erachtens falsch,
hier geht es nicht um DINGE. Wir sind nicht Rockefellers, es ist also vom Warenwert her ziemlich egal, ob mal irgendetwas zu Bruch geht oder nicht. Es geht um REGELN und um RESPEKT oder eben völlig fehlende Achtung, die sich in dem Verhalten zeigt. Ein solches Verhalten ist einfach nicht tragbar.

Und früher Einhalt gebieten konnte ich nicht, weil ich 1. zu lange der Meinung war, die Eltern würden mal eingreifen (was ein Irrtum war) und 2. weil das Ausmass der Aggression meine Begriffe zuerst übersteig. Ich bin sowas einfach nicht gewohnt und kann es deshalb schwer in seiner Entwicklung einschätzen.

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30. Januar 2008 um 13:41
In Antwort auf horst_891232

Du siehst das meines Erachtens falsch,
hier geht es nicht um DINGE. Wir sind nicht Rockefellers, es ist also vom Warenwert her ziemlich egal, ob mal irgendetwas zu Bruch geht oder nicht. Es geht um REGELN und um RESPEKT oder eben völlig fehlende Achtung, die sich in dem Verhalten zeigt. Ein solches Verhalten ist einfach nicht tragbar.

Und früher Einhalt gebieten konnte ich nicht, weil ich 1. zu lange der Meinung war, die Eltern würden mal eingreifen (was ein Irrtum war) und 2. weil das Ausmass der Aggression meine Begriffe zuerst übersteig. Ich bin sowas einfach nicht gewohnt und kann es deshalb schwer in seiner Entwicklung einschätzen.

????
aber natürlich ist so ein Verhalten nicht tragbar! Und nun? Was willst du tun? Es gibt 10000 Kinder die keine Ahnung von Anstand + Respekt haben!

Ich glaube du solltest einfach mal einsehen, dass du da absolut keinen Einfluss drauf hast! Zumal es einfach nicht dein Kind ist. Es ist Sache der Eltern, das Kind richtig zu erziehen, und nicht von dir.

Wenn es nicht mal um Dinge geht, dann gehts um NICHTS, es geht nur um DEINE Weltanschauung, die nunmal mit deren der Eltern nicht übereinstimmt. Vielleicht sind die sich genauso wenig gewohnt, dass ihnen jemand in die Erziehung reinredet, also wer hat jetzt Recht? Ist deine Ansicht die allgemeine Gesetzesgebung in Sachen Erziehung?

Klar gibt es gesunden Menschenverstand, und du bist wohl auch im Recht, aber das hilft dir nicht weiter.

Es interessiert die Eltern doch nicht im geringsten, was du dich gewohnt bist. Traurig, aber wahr.

Das EINZIGE was du tun kannst, ist für DICH SELBER konsequenzen zu ziehen. Du kannst niemanden ändern, nur dich und was DU zulässt. Also lass sie einfach mit einer Notlüge nicht mehr ins Haus - basta.

LG

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30. Januar 2008 um 13:55
In Antwort auf hagir_12670786

????
aber natürlich ist so ein Verhalten nicht tragbar! Und nun? Was willst du tun? Es gibt 10000 Kinder die keine Ahnung von Anstand + Respekt haben!

Ich glaube du solltest einfach mal einsehen, dass du da absolut keinen Einfluss drauf hast! Zumal es einfach nicht dein Kind ist. Es ist Sache der Eltern, das Kind richtig zu erziehen, und nicht von dir.

Wenn es nicht mal um Dinge geht, dann gehts um NICHTS, es geht nur um DEINE Weltanschauung, die nunmal mit deren der Eltern nicht übereinstimmt. Vielleicht sind die sich genauso wenig gewohnt, dass ihnen jemand in die Erziehung reinredet, also wer hat jetzt Recht? Ist deine Ansicht die allgemeine Gesetzesgebung in Sachen Erziehung?

Klar gibt es gesunden Menschenverstand, und du bist wohl auch im Recht, aber das hilft dir nicht weiter.

Es interessiert die Eltern doch nicht im geringsten, was du dich gewohnt bist. Traurig, aber wahr.

Das EINZIGE was du tun kannst, ist für DICH SELBER konsequenzen zu ziehen. Du kannst niemanden ändern, nur dich und was DU zulässt. Also lass sie einfach mit einer Notlüge nicht mehr ins Haus - basta.

LG

Ok, Argumentation trifft zu,
Konsequenzen muss ich ziehen. Es ist zwar nicht meine Sache, ein Kind zu "erziehen" (das habe ich auch keinesfgalls vor), es ist jedoch meine Sache, Herr im eigenen Haus zu sein. Sie kommen nicht mehr ins Haus.

Was soll ich dann tun, wenn sie sie sich bei der Tante einfinden? Aufstehen und gehen?

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30. Januar 2008 um 14:11
In Antwort auf horst_891232

Ok, Argumentation trifft zu,
Konsequenzen muss ich ziehen. Es ist zwar nicht meine Sache, ein Kind zu "erziehen" (das habe ich auch keinesfgalls vor), es ist jedoch meine Sache, Herr im eigenen Haus zu sein. Sie kommen nicht mehr ins Haus.

Was soll ich dann tun, wenn sie sie sich bei der Tante einfinden? Aufstehen und gehen?

Ja..
.. warum nicht? Aber vielleicht fällt es dir auch leichter das Kind zu ignorieren wenn es nicht bei dir zuhause ist.

LG

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30. Januar 2008 um 14:41

Gern die Böse sein...
Du kannst Dir das Theater nicht vorstellen, liebe esterya, das in dieser Familie losbricht, wenn man genannte Tatsachen sachlich anspricht. Dort lebt man in einer "verkehrten Welt", in der Tatsachen als Beleidigung gelten und man zwanghaft versucht, jeden zu dieser Sichtweise, die eine Verdrängung ist, zu "bekehren". Es gibt eine Art Parteizwang innerhalb dieser Familie. Ich frage mich nur, was die alle davon haben? Kognitive Übereinstimmung um den Preis der Wahrheit, der Ruhe, des Friedens?

Ich finde das auch total verrückt, ich bin Naturwissenschaftlerin und bin es gewohnt, Fakten als solche klar auszusprechen. Ich sage eben schon mal "Euer Kind spricht zwei Worte. Das ist wenig für einen Dreijährigen, denn die überwiegende Mehrzahl kann Mehrwortsätze aussprechen. Innerhalb von zehn Minuten zeigt er zig aggressive Handlungen. Warum unterbindet ihr das nicht?" Also für mich ist das klare, präzise Sprechen über Tatsächliches normal. Wir sagen ja auch nicht "ja, hm, ich meine, ich glaube, ich würde evbentuell gern sagen - aber nur wenn ich damit niemanden beleidige - dass dieses Atom eine Struktur hat, die fast einem Ring gleicht, jedoch nur, wenn ihr alle konsensuell damit einverstanden seit..."

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30. Januar 2008 um 14:50

Persönlich?
Ich weiss nicht, ob ich das persönlich nehmen soll oder nicht. Ich unterstelle den Eltern keine bewusste böse Absicht, aber auch kein Wohlwollen.

Denn schliesslich sind die Verhaltensweisen ihres Dreijährigen keineswegs "süss", sondern aggressiv und verletzen die Würde der Erwachsenen, und das sollte offensichtlich sein. Wer so ein Benehmen durchgehen lässt, zeigt, dass er sich für Grenzüberschreitungen keineswegs verantwortlich fühlt.

Es macht einen immensen Unterschied, ob ein Säugling neugierig nach meinen Haaren greift und daran zerrt, oder ob ein Kindergartenkind das tut. Ersteres toleriere ich absolut als Nicht-anders-können, letzteres hat jedoch ein Situationsbewusstsein und weiss, dass es damit Grenzen verletzt.

Wobei...ob dieses Kind überhaupt irgendeine Grenze verinnerlicht hat? Ich bezweifle es. Und ob den Eltern eine Realität vermittelt werden kann, die von ihren Verdrängungen abweicht? Auch das bezweifle ich.

Das Jugendamt war schon zu Besuch. Natürlich wurde Seitens der Mutter alles vehement abgestritten und die Nachbarin, die sich - meines Erachtens nicht auf die feine englische Art, aber in der Sache durchaus berechtigt - über das ungezogene, das ganze Haus terrorisierende Kind beschwert hatte, wurde reflexionsfrei zum Staatsfeind Nummer Eins. Wochenlang retirierte die Mutter nur über die "böse" Nachbarin und unterstellte ihr alle möglichen Motive für die Anzeige beim JA, so irreal auch immer. Auf den Gedanken, wirklich etwas falsch zu machen (schliesslich wollte das JA meines Wissens WIEDERKOMMEN) kam und kommt sie bis heute nicht.

Wie heisst das noch - gegen irgendwas kämpfen doch die Götter vergebens?

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30. Januar 2008 um 14:58

Du hast ...
das Talent zur Komödiantin.

Vermutlich ist Dir nicht so nach Lachen zumute, aber Dein Text ist gut, wobei ich aber glaube, dass Du ein paar Mal zum Stilmittel der Übertreibung gegriffen hast.

Es gibt Kinder, denen man die Grenzen nicht gezeigt hat und die sich Deinen Schilderungen entsprechend benehmen, aber dass da 20 Erwachsene drum herum stehen und den Kleinen quasi mit 'standing ovations' noch anfeuern, kann ich mir nur schlecht vorstellen.

Was passiert denn, wenn Du mal den Eltern die Frage stellst, wohin ihrer Meinung nach dieses 'laisser faire' bei ihrem Kind führen wird?

Wenn Du auf völlige Ignoranz triffst, hast Du nur noch die Möglichkeiten 'take it' oder 'leave it'.

LG

Larsen

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30. Januar 2008 um 15:08
In Antwort auf helmut_12550923

Du hast ...
das Talent zur Komödiantin.

Vermutlich ist Dir nicht so nach Lachen zumute, aber Dein Text ist gut, wobei ich aber glaube, dass Du ein paar Mal zum Stilmittel der Übertreibung gegriffen hast.

Es gibt Kinder, denen man die Grenzen nicht gezeigt hat und die sich Deinen Schilderungen entsprechend benehmen, aber dass da 20 Erwachsene drum herum stehen und den Kleinen quasi mit 'standing ovations' noch anfeuern, kann ich mir nur schlecht vorstellen.

Was passiert denn, wenn Du mal den Eltern die Frage stellst, wohin ihrer Meinung nach dieses 'laisser faire' bei ihrem Kind führen wird?

Wenn Du auf völlige Ignoranz triffst, hast Du nur noch die Möglichkeiten 'take it' oder 'leave it'.

LG

Larsen

Real
Doch, lieber larsen, diese Situationen gab es und gibt es. Es handelt sich zwar nicht um ein "Anfeuern", sondern um ein Zwischending aus stillschweigender Duldung und verzücktem Getue, jedoch ist der Verstärkereffekt deutlich vorhanden.

Beispiel: Dreijähriger lässt Schokososse beim Dessert - was für ein herrliches Spielzeug aber auch! - ostentativ über Hals und Rachen sowie seine Kleidung laufen. Jüngere kinderlose Damen kichern entzückt "huch, wie süss". Ältere kinderlose Damen versuchen mit waldorfartiger Gebärdensprache, das immer unflätiger agierende Kind sozusagen subliminal zu beeinflussen. Ohne Erfolg natürlich. Jüngere und ältere Mütter sind sich einig, dieses Verhalten zu tolerieren. Die Herren der Schöpfung sind noch besser: schauen zu, wie Junior in Zeitlupe seinen Essplatz in eine Mini-Schlammcatcherbühne verwandelt, und greifen vielleicht danach ein. Mit Worten im Flüsterton. Junior grinst, tritt dem Nebensitzer ans Bein, spring auf und jagt die Katze.

Übertreibung? Nein lieber larsen, das ist authentisch.

Dass er die Sosse nicht durch die Nase zieht, ist das einzige. Ich persönlich fühle mich richtig angewidert von solchem Gebaren, aber auch erzürnt über die Eltern, die sich solcherart "passiv wegstehlen". Denn sie sitzen daneben. Und das finde ich - daneben.

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30. Januar 2008 um 16:00

...
Zitat: "Ich muss auch keine Scheisse gegessen haben um zu wissen das ich sie nicht mag!"

.. ohne Worte ..

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30. Januar 2008 um 16:14

...
Genauso mache ich das.

Ich würde den Kalender aber vielleicht an den nächsten Kondomhersteller schicken, welcher Argumente zum Verkauf sucht, und vom Umsatz profitieren...grr

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30. Januar 2008 um 18:04

Das Kind....
zeigt in meinen Augen ein ganz normales Verhalten und hat mit falscher Erziehung im weitesten Sinne nichts zu tun.Solche lebhaften und sogar rotzfrechen Kinder kann man mit der Generation vor 30 oder 40 Jahren nicht mehr vergleichen.Sie sind überall zu finden.Also keineswegs eine Ausnahme.Ich habe selbst zwei Kinder erzogen und meine Mutter und Schwiegermutter und Bruder und Schwester (kinderlos) waren ebenso entsezt über die Lebhaftigkeit meiner Kinder, denen ich z.Teil machtlos ausgeliefert war. Aber andere Kinder waren eben genauso.
Heutzutage kannst du kein Kind mehr in einen Laufstall sperren und du hast deine Ruhe, so wie vor 40 Jahren noch.Diese Kinder wollen immer beschäftigt werden. Woran das liegt??
Es liegt an unserer "KINDERLOSEN GESELLSCHAFT"Unsere "Wunschkinder" haben einen absolut hohen Wert, den wir schätzen und verehren und betutteln sie. Damit schaden wir aber den Kindern mehr als es ihnen gut tut. Denn sie fühlen sich dadurch wie kleine Könige, denen wir das Zepter zum Regieren geben. Hätte jede Familie mind. 3 und mehr Kinder, hätten diese Einzelkinder auch nicht diesen hohen Stellenwert. Leider werden die meisten keine Großfamilie mehr erleben mit Kusinen, Neffen und Tanten und Onkels(Wenn immer Einzelkinder da sind). Der Egoismus bei solchen Kindern ist dann kaum noch zu stoppen.Das überträgt sich leider auch später auf Beruf,Schule,Job und Partner....

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30. Januar 2008 um 18:34
In Antwort auf gwawr_12915881

Das Kind....
zeigt in meinen Augen ein ganz normales Verhalten und hat mit falscher Erziehung im weitesten Sinne nichts zu tun.Solche lebhaften und sogar rotzfrechen Kinder kann man mit der Generation vor 30 oder 40 Jahren nicht mehr vergleichen.Sie sind überall zu finden.Also keineswegs eine Ausnahme.Ich habe selbst zwei Kinder erzogen und meine Mutter und Schwiegermutter und Bruder und Schwester (kinderlos) waren ebenso entsezt über die Lebhaftigkeit meiner Kinder, denen ich z.Teil machtlos ausgeliefert war. Aber andere Kinder waren eben genauso.
Heutzutage kannst du kein Kind mehr in einen Laufstall sperren und du hast deine Ruhe, so wie vor 40 Jahren noch.Diese Kinder wollen immer beschäftigt werden. Woran das liegt??
Es liegt an unserer "KINDERLOSEN GESELLSCHAFT"Unsere "Wunschkinder" haben einen absolut hohen Wert, den wir schätzen und verehren und betutteln sie. Damit schaden wir aber den Kindern mehr als es ihnen gut tut. Denn sie fühlen sich dadurch wie kleine Könige, denen wir das Zepter zum Regieren geben. Hätte jede Familie mind. 3 und mehr Kinder, hätten diese Einzelkinder auch nicht diesen hohen Stellenwert. Leider werden die meisten keine Großfamilie mehr erleben mit Kusinen, Neffen und Tanten und Onkels(Wenn immer Einzelkinder da sind). Der Egoismus bei solchen Kindern ist dann kaum noch zu stoppen.Das überträgt sich leider auch später auf Beruf,Schule,Job und Partner....

Falsch gedacht
Liebe/r granin, ich glaube, Du siehst das falsch. Mit der Kinderzahl in Familien haben solche Verhaltensstörungen nichts zu tun.

Ich bin Einzelkind und darf von mir behaupten, dass ich ein zivilisierter Mensch bin, der Urwald und Wohnzimmer schon einigermassen unterscheiden kann. Das habe ich auch schon recht früh gelernt. Und meiner Erinnerung nach waren solche Szenen frueher weder bei mir, noch bei anderen Kindern usus.

Ach, und die Kinder aus Grossfamilien sind zivilisierter? Da gibt es aber Studien darüber, dass das Sozialverhalten von Geschwisterkinder schlechter sein kann als das von einzelnen, weil die sich mehr an den Erwachsenen orientieren. WENN DIE ERWACHSENEN ERWACHSEN SIND - und das sind die Eltern dieses Wonneproppens offensichtlich nicht...

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30. Januar 2008 um 18:46
In Antwort auf gwawr_12915881

Das Kind....
zeigt in meinen Augen ein ganz normales Verhalten und hat mit falscher Erziehung im weitesten Sinne nichts zu tun.Solche lebhaften und sogar rotzfrechen Kinder kann man mit der Generation vor 30 oder 40 Jahren nicht mehr vergleichen.Sie sind überall zu finden.Also keineswegs eine Ausnahme.Ich habe selbst zwei Kinder erzogen und meine Mutter und Schwiegermutter und Bruder und Schwester (kinderlos) waren ebenso entsezt über die Lebhaftigkeit meiner Kinder, denen ich z.Teil machtlos ausgeliefert war. Aber andere Kinder waren eben genauso.
Heutzutage kannst du kein Kind mehr in einen Laufstall sperren und du hast deine Ruhe, so wie vor 40 Jahren noch.Diese Kinder wollen immer beschäftigt werden. Woran das liegt??
Es liegt an unserer "KINDERLOSEN GESELLSCHAFT"Unsere "Wunschkinder" haben einen absolut hohen Wert, den wir schätzen und verehren und betutteln sie. Damit schaden wir aber den Kindern mehr als es ihnen gut tut. Denn sie fühlen sich dadurch wie kleine Könige, denen wir das Zepter zum Regieren geben. Hätte jede Familie mind. 3 und mehr Kinder, hätten diese Einzelkinder auch nicht diesen hohen Stellenwert. Leider werden die meisten keine Großfamilie mehr erleben mit Kusinen, Neffen und Tanten und Onkels(Wenn immer Einzelkinder da sind). Der Egoismus bei solchen Kindern ist dann kaum noch zu stoppen.Das überträgt sich leider auch später auf Beruf,Schule,Job und Partner....

Und...
...auch auf die Gefahr hin, dass ich hier virtuell gesteinigt werde, sag ich es trotzdem.

Diese sogenannten "Wunschkinder" werden viel zu früh abgeschoben. Erst in den Hort, dann in den Kiga und dann in die Ganztagsschule/bzw. erst Schule dann wieder Hort.
Nestwärme lernen solche Kinder nicht mehr kennen, sondern nur noch das buhlen mit 25 anderen Kindern um die Zuneigung einer oder vielleicht zwei Erzieherinnen.
Und wer da seine Ellenbogen schneller und besser gebrauchen kann gewinnt den Platz für 5 Minuten auf dem Schoß der Erzieherin.
Das alles, weil es heutzutage verpönt ist, wenn eine Mutter nicht arbeitet.

Wenn 10 Mütter sich unterhalten und alle von ihrer tollen Kariere schwärmen, und welchen Stress sie doch mit den Kindern und deren Unterbringung haben und eine dabei ist, die sagt, ich bin momentan "nur" Hausfrau und Mutter, erntet sie schiefe Blicke und Naserümpfen.

Ich will damit nicht sagen, dass alle Mütter oder auch Väter egal wer, zuhause bei seinem Kind bleiben soll und nichts tun soll außer das. Es gibt Mütter die alleinerziehend sind, die arbeiten müssen um zu überleben. Oder auch aus schwierigen finanziellen anderen Dingen.
Aber unsere Kinder bekommen auch nicht mehr die Nestwärme, den Schutz, bei mir zuhause ist jemand da, wenn ich aus der Schule komme, ich habe immer jemanden der für meine kleine Sorgen und Nöte ein offenes Ohr hat.
All das haben so viele Kinder nicht mehr, sondern müssen immer mit anderen um Zuneigung kämpfen. Und diesen Kampf können sie nur gewinnen, wenn sie laut und aufmerksamkeitsheischend sind.
Dann wenn sie laut und unbequem zuhause sind, wenn die Eltern nach getaner Arbeit Ruhe möchten, werden sie mit Nintendos, Singstar und anderen elektronischen Spielen wieder ruhig gestellt.
Und wieder fehlt die Wärme und Nähe, denn das kann noch (zum Glück) kein noch so gut ausgetüfteltes virtuelles Familienspiel leisten!

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30. Januar 2008 um 18:55
In Antwort auf horst_891232

Falsch gedacht
Liebe/r granin, ich glaube, Du siehst das falsch. Mit der Kinderzahl in Familien haben solche Verhaltensstörungen nichts zu tun.

Ich bin Einzelkind und darf von mir behaupten, dass ich ein zivilisierter Mensch bin, der Urwald und Wohnzimmer schon einigermassen unterscheiden kann. Das habe ich auch schon recht früh gelernt. Und meiner Erinnerung nach waren solche Szenen frueher weder bei mir, noch bei anderen Kindern usus.

Ach, und die Kinder aus Grossfamilien sind zivilisierter? Da gibt es aber Studien darüber, dass das Sozialverhalten von Geschwisterkinder schlechter sein kann als das von einzelnen, weil die sich mehr an den Erwachsenen orientieren. WENN DIE ERWACHSENEN ERWACHSEN SIND - und das sind die Eltern dieses Wonneproppens offensichtlich nicht...

Du hast Recht!
Eine ganz andere Theorie könnte sein, dass das Kind Hyperaktiv ist. Dann hat das nichts mit der (falschen) Erziehung der Eltern zu tun, sondern ist ganz einfach "krank im Kopf" und gehört in die Hände eines erfahrenen Kinderarztes.Dieses ADS -Syndrom findet man hauptsächlich bei Jungs, und so wie du es beschrieben hast macht es auch eher Sinn über ein krankhaftes Verhalten nachzudenken als ein Erziehungsdefizit zu unterstellen. Weil das Geschwisterkind ja offensichtlich bei gleicher Erziehung anders ist. Darauf würde ich die Eltern ansprechen, eben ob sie auch mal überlegt haben ob das Kind ganz einfach krank ist und in Therapie gehört. Dann muß umgehend dem kind geholfen werden und man darf auch als Eltern sich nicht dafür schämen.Ich glaube das ist der springende Punkt. Bitte schau auch im Internet nach -Hyperaktiv bzw. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS)Solche Eltern mit so einem Kind sind wirklich oft am Ende ihrer Kräfte. wahrscheinlich wissen sie selbst nicht, dass ihr Kind darunter leidet und wiegeln alles als harmlos ab. Bedenke bitte,dass keiner gerne zugibt,dass er ein "Krankes" Kind hat.Solche Kinder gibt es aber immer öfter und in jeder Familie,egal welcher sozialen Schicht sie angehören und egal wieviel Geschwister es noch gibt.
Auch du liebe Sonnenblume kannst hier nich sagen ob das Kind krank ist oder "nur" falsch erzogen.Aber im Eneffekt können dir die Eltern nur "dankbar " sein, dass du sie darauf aufmerksam machst.Wie gesagt, dem kind gehört dringend geholfen.

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31. Januar 2008 um 6:15
In Antwort auf ofi21

Und...
...auch auf die Gefahr hin, dass ich hier virtuell gesteinigt werde, sag ich es trotzdem.

Diese sogenannten "Wunschkinder" werden viel zu früh abgeschoben. Erst in den Hort, dann in den Kiga und dann in die Ganztagsschule/bzw. erst Schule dann wieder Hort.
Nestwärme lernen solche Kinder nicht mehr kennen, sondern nur noch das buhlen mit 25 anderen Kindern um die Zuneigung einer oder vielleicht zwei Erzieherinnen.
Und wer da seine Ellenbogen schneller und besser gebrauchen kann gewinnt den Platz für 5 Minuten auf dem Schoß der Erzieherin.
Das alles, weil es heutzutage verpönt ist, wenn eine Mutter nicht arbeitet.

Wenn 10 Mütter sich unterhalten und alle von ihrer tollen Kariere schwärmen, und welchen Stress sie doch mit den Kindern und deren Unterbringung haben und eine dabei ist, die sagt, ich bin momentan "nur" Hausfrau und Mutter, erntet sie schiefe Blicke und Naserümpfen.

Ich will damit nicht sagen, dass alle Mütter oder auch Väter egal wer, zuhause bei seinem Kind bleiben soll und nichts tun soll außer das. Es gibt Mütter die alleinerziehend sind, die arbeiten müssen um zu überleben. Oder auch aus schwierigen finanziellen anderen Dingen.
Aber unsere Kinder bekommen auch nicht mehr die Nestwärme, den Schutz, bei mir zuhause ist jemand da, wenn ich aus der Schule komme, ich habe immer jemanden der für meine kleine Sorgen und Nöte ein offenes Ohr hat.
All das haben so viele Kinder nicht mehr, sondern müssen immer mit anderen um Zuneigung kämpfen. Und diesen Kampf können sie nur gewinnen, wenn sie laut und aufmerksamkeitsheischend sind.
Dann wenn sie laut und unbequem zuhause sind, wenn die Eltern nach getaner Arbeit Ruhe möchten, werden sie mit Nintendos, Singstar und anderen elektronischen Spielen wieder ruhig gestellt.
Und wieder fehlt die Wärme und Nähe, denn das kann noch (zum Glück) kein noch so gut ausgetüfteltes virtuelles Familienspiel leisten!

Andere Diskussion...
...dieser Kind hat nicht zuwenig, sondern zuviel Aufmerksamkeit.

Es buhlt keinesfalls um Aufmerksamkeit, da es ohnehin auf Schritt und Tritt betüddelt wird und auch keinesfalls von "Abschiebung" (was für ein Begriff!) in staatliche Einrichtungen bedroht scheint. Nein, die Lektion dieser "Erziehung" ist noch viel besser: verhätscheln, verzärteln und überverwöhnen, und je antosizialer das Benehmen, umso mehr Aufmerksamkeit.

Und die Mutti von klein Krawall ist ausschliesslich Hausfrau, die sich "theoretisch" der Erziehungsaufgabe voll und ganz (und mit der nötigen Musse) widmen könnte.

Hypothese von ofi widerlegt.

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31. Januar 2008 um 6:20
In Antwort auf gwawr_12915881

Du hast Recht!
Eine ganz andere Theorie könnte sein, dass das Kind Hyperaktiv ist. Dann hat das nichts mit der (falschen) Erziehung der Eltern zu tun, sondern ist ganz einfach "krank im Kopf" und gehört in die Hände eines erfahrenen Kinderarztes.Dieses ADS -Syndrom findet man hauptsächlich bei Jungs, und so wie du es beschrieben hast macht es auch eher Sinn über ein krankhaftes Verhalten nachzudenken als ein Erziehungsdefizit zu unterstellen. Weil das Geschwisterkind ja offensichtlich bei gleicher Erziehung anders ist. Darauf würde ich die Eltern ansprechen, eben ob sie auch mal überlegt haben ob das Kind ganz einfach krank ist und in Therapie gehört. Dann muß umgehend dem kind geholfen werden und man darf auch als Eltern sich nicht dafür schämen.Ich glaube das ist der springende Punkt. Bitte schau auch im Internet nach -Hyperaktiv bzw. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS)Solche Eltern mit so einem Kind sind wirklich oft am Ende ihrer Kräfte. wahrscheinlich wissen sie selbst nicht, dass ihr Kind darunter leidet und wiegeln alles als harmlos ab. Bedenke bitte,dass keiner gerne zugibt,dass er ein "Krankes" Kind hat.Solche Kinder gibt es aber immer öfter und in jeder Familie,egal welcher sozialen Schicht sie angehören und egal wieviel Geschwister es noch gibt.
Auch du liebe Sonnenblume kannst hier nich sagen ob das Kind krank ist oder "nur" falsch erzogen.Aber im Eneffekt können dir die Eltern nur "dankbar " sein, dass du sie darauf aufmerksam machst.Wie gesagt, dem kind gehört dringend geholfen.

Voreilig?
Mir hat mal ein befreundeter Kinderpsychologe gesagt, "ADHS" sei ein Symptom dafür, dass der Diagnostiker nicht weiterweiss

Die "Modediagnose" Aufmerksamkeitsdefizitstörung würde heute viel zu oft, zu wahllos, zu voreilig, zu pauschal und auch oft gänzlich zu Unrecht von vorgeblichen Experten angewendet, um inhaltlich andere Phänomene und Verursachungen zu beschreiben.

Ich habe nicht behauptet, das Kind sei "krank" (das ist Deine Hypothese), sondern es sei ungezogen. Das halte ich für wahr. Und "am Ende der Kräfte" sind die Eltern auch keinesfalls: denn es ist ja kräfteschonend, wenn Junior schlichtweg ALLES darf und man eben nie eingreift. Problembewusstsein besteht hier, wenn überhaupt wahrnehmbar, in homöopathischen Dosen.

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31. Januar 2008 um 7:49
In Antwort auf horst_891232

Persönliche Beleidigungen
sind keine Argumente, und auch das gehört zur Kinderstube. Kinder sind nämlich keine Sonderspezies, sondern Menschen, die irgendwann - möglichst früh - prosoziales Verhalten lernen müssen.

Übrigens darf ich Dich beruhigen, unicorn, Deine Polemik gegenüber "Studierten" und Deine Unterstellung sexueller Bedürftigkeit ist von stereotypem Charakter und lässt sehr deutliche Rückschlüsse zu.

Hallo sonnenblume,
würde auch auf ADHS tippen bei dem Kind und würde es auf jeden fall mal untersuchen lassen.

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31. Januar 2008 um 8:08

Es mag auf den ersten Blick
vielleicht unlogisch klingen, aber diesem Kind fehlt Aufmerksamkeit. Deshalb schreit es so und verhält sich so völlig daneben, denn nur so kann es die Aufmerksamkeit bekommen, die es braucht. Der Junge bekommt ja auch Recht mit seinem Verhalten. Weil er laut schreit, schaut jeder auf ihn und gerade weil er so laut schreit, traut sich keiner, diesem kleinen Tyrann seine Grenzen zu zeigen.

Seine Eltern sind nicht in der Lage, eine emotionale Bindung zu diesem Kind herzustellen, wenn seine Aufmerksamkeit sich nur auf solche Oberflächlichkeiten bezieht.

Ich würde genauso denken wie du, den ganzen Tanten mal sagen, daß sie sich da einen kleinen Tyrann großziehen, der auch im Erwachsenenalter so sein wird und damit seiner Umgebung das Leben schwer macht.

Leider (muß ich sagen) kenne ich einen solchen Tyrannen in groß und das ist wirklich kein Spaß, weil alle anderen um ihn rum zur Bedeutungslosigkeit verkommen, wenn dieser Mann auftaucht. Er behandelt seine Frau auch sehr schlecht und hält Prügel für ein gutes Mittel der Kindererziehung. Seine Eltern waren genauso wie diese hier beschriebenen.

Deswegen hast du völluig recht "aufzubegehren" und deinen Unmut auszudrücken.

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31. Januar 2008 um 12:02
In Antwort auf horst_891232

Andere Diskussion...
...dieser Kind hat nicht zuwenig, sondern zuviel Aufmerksamkeit.

Es buhlt keinesfalls um Aufmerksamkeit, da es ohnehin auf Schritt und Tritt betüddelt wird und auch keinesfalls von "Abschiebung" (was für ein Begriff!) in staatliche Einrichtungen bedroht scheint. Nein, die Lektion dieser "Erziehung" ist noch viel besser: verhätscheln, verzärteln und überverwöhnen, und je antosizialer das Benehmen, umso mehr Aufmerksamkeit.

Und die Mutti von klein Krawall ist ausschliesslich Hausfrau, die sich "theoretisch" der Erziehungsaufgabe voll und ganz (und mit der nötigen Musse) widmen könnte.

Hypothese von ofi widerlegt.

Wenn...
...du anhand EINES Beispieles (in dem Fall das Verhalten eines einzigen Kindes) eine Hypothese widerlegen kannst, hast du wirklich nicht (keine) sehr viel Ahnung von Kindern.

Und, ja es war eine ANDERE Diskussion, die sich aus deinem ursprünglichen Thread ergab und deshalb grundsätzlich noch viel weniger auf deinen Neffen, der im übrigen für sein Verhalten nichts aber auch gar nichts kann, denn er ist drei Jahre alt und sein Verhalten wurde ihm so beigebracht und nicht bewußt von ihm auserwählt, anzuwenden ist.

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31. Januar 2008 um 12:49

Hallo sonnenblume
ich habe mir nun deinen thread und einige eingegangene antworten dazu durchgelesen. ich kann dir auch nur raten: distanziere dich von diesem teil der familie.
bei uns ist es haargenau das gleiche.
mein kleiner neffe ist 4 jahre alt und beherrscht sie alle. dauerbeschallung in einem ton, der nochmal ganze 10 oktaven über dem normalen sprechton liegt, ist "normal"zustand. dem jungen werden keine, aber wirklich überhaupt keine grenzen aufgezeigt. an weihnachten wurde der schoko-adventskalender nach ganz oben auf die schrankwand gelegt damit die lieben kleinen nicht alles auf einmal essen. das juckte unseren "goldengel" nur leider nicht im geringsten. schnurstracks ging es auf das fernsehregal, an der glasvitrine entlang, am sideboard hochgezogen bis die komplette anbauwand bestiegen war. ich dachte, mir fallen die augen raus. meine liebe schwägerin saß seelenruhig im sessel und schaute amüsiert zu. mal abgesehen davon, dass das ein hotten-totten-verhalten sondersgleich ist, das kind hätte sich auch ernsthaft verletzen können.

anschließend war dem knaben nach malen mit filzstiften. zeichenblöcke oder blätter waren kein thema....nein, die tischdecke wurde zur seite geschoben, im schneidersitz setzte er sich auf den wohnzimmertisch und malte auf das blanke holz. und NIEMAND tat etwas!!

mein bruder und seine frau haben sich im vergangenen jahr ein haus gebaut mit sehr teurer innenholztreppe. einen hohen kredit haben beide nun an der backe. vor einem halben jahr sind sie eingezogen. schau dir mal die treppe an....die sieht aus wie aus kriegszeiten. der kleine "goldschatz" findet es nämlich sehr lustig wenn man sich nach oben an den dachboden stellt und von dort aus eisenkugeln (von einem outdoor-kicker) nach unten auf die stufen fallen lässt. da zerkratzt eine holzstufe schonmal gern oder es splittert gar ein teil ab.

ich muss ganz ehrlich sagen, mit lebhaftigkeit oder temprament hat das nichts zu tun. das ist schlicht fehlende bzw. nicht vorhandene erziehung. und einem kind tust du damit keinen gefallen.
ich kann ja auch nicht einfach eine bank überfallen weil ich gerade zu viele hummeln im hintern habe. dafür werde ich schließlich auch bestraft.
übrigens hockt meine schwägerin den ganzen tag daheim und hätte alle zeit der welt, die gören zu erziehen. tut sie aber nicht weil es ihr zu anstrengend ist.

mittlerweile sage ich mir: ok, es nicht dein kind. lass die doch da machen was sie wollen. sind deren kinder und ist deren haus... ABER was ich im gegenzug genauso erwarten kann ist, dass sich menschen, die mich besuchen und in meinem heim einkehren, an MEINE regeln halten und MEIN eigentum respektieren. ich finde es anmaßend, von anderen leuten gleiche ansichten und gleiche toleranz zu fordern, ja sogar vorauszusetzen.

kurzum: mein haus ist für diese sippschaft tabu. anfangs gab das auch riesenpalaver...mittlerweile haben sich alle dran gewöhnt.

du kannst diese "bagage" nicht ändern, einmischen erreicht meist nur das gegenteil. du kannst nur für dich entscheiden und das tun, womit du dich persönlich wohl fühlst.

alles liebe,
lore

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31. Januar 2008 um 12:55

Uiiii
naja ...DER bengel is garantiert verhaltensauffällig aber auch so "rangezüchtet" . Es scheint gerade so das er ja auch gar nicht merken kann das es nich "normal" is da er nie konsequenzen auf sein handeln bekommt.

na was daraus wird kann sich ja jeder selber denken. schade nur das die dazugehörige familie sich den schuh anziehen muss das dieses kind als "von seelischer behinderung bedroht, bzw. seelisch behindert" eingestuft wird, sobald es in die gesellschaft eingeführt wird z.b kita oder schule.

auch wenn ich mich jetzt in die nesseln setzen werde bin ich davon überzeugt das es adhs gibt. hierbei handelt es sich nunmal nicht ausschliesslich um eine verhaltensauffälligkeit sondern um eine chemische reaktion im gehirn die nich rund läuft...sicherlich wird damit viel schandluder betrieben und man muss äusserst vorsichtig sein WER es diagnostiziert . FAKT ist ein Psychologe kann gar keine medikation verschreiben sondern nur anraten ....ein anderer arzt verschreibt es dann.

ich hab nunmal ein adhs kind....und denke nicht das er "unerzogen" ist oder zu wenig aufmerksamkeit hatte. die diagnostik hat letztendlich ewig gedauert und erst jetzt nach 4 jahren steht endgültig fest ...mit sicherheit adhs

was sich für mich ändert? ...nix ...ausser das wir ergo therapie machen, ICH die elternschule besuche .... da ich trotz der diagnose gegen stimulanzien bin. als ausgebildete erzieherin und zusatzausbildung in intergration ( gemeinsame erziehung behinderter und nicht behinderter kinder) weiss ich um die nebenwirkungen der angewendeteten stimulanzien, und kenne mich auf dem gebiet adhs/ ads und die dazugehörigen teilleistungsstörungen gut aus. doch wenn ich merke der leidensdruck meines kindes verschlimmert sich werde ich mich für die medikation entscheiden müssen.

ich kann eltern verstehen die sich schwer tun zu akzeptieren das ihr kind "anders" ist. sie sich schützend mit gespielten interesse vor das "unmöglich" erscheinende kind stellen....aber es hilft nicht ..es verschlimmert nur.



DAS verhalten deines Neffens ist fast als hilfeschrei seiner verqueren erziehung zu bewerten. in der hoffnung IHR als aussenstehende könnt ihm helfen da seine eltern blind sind.
ich vermute mal in internem familienleben , also ohne besuch im elternhaus wird er sich anders benehmen...paradox aber da hat er kein publikum.

armes würmchen mehr fällt mir dazu nicht mehr ein ich hoffe das es jemand schafft seine eltern wach zu rütteln bevor es für ihn zu spät ist. denn irgendwann KANN er die erlernten verhaltensweisen nicht mehr ablegen. dieser junge ist ein produkt seiner eltern ( so lese ich es aus deiner schilderung)

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31. Januar 2008 um 13:08

Was vergessen
......ob bei ihm ein adhs vorliegt oder nich kann man in dem alter eh nie 100% sagen.

FAKT ist aber durch seine verhaltensauffälligkeiten ist er so oder so mittlerweile ein fall für nen kinderpsychologen.


und dann als provokannte frage in den raum: was ändert schon die diagnose ADHS?

gib dem kind nen namen und du hast ne ausrede?? ....nein hier muss nich nur das kind lernen "sich zu kontrollieren" sondern auch eltern müssen lernen mit dem kind zu leben und es im handeln sinnvoll zu unterstützen.....wenn alle therapeutischen maßnahmen dann scheitern DANN kann man eventuell eine medikation ÜBERLEGEN. und da heisst es dann auch von 100% medikamentierten kindern ...gibt es 20 - 30 % wo es nix bringt DAS sind dann die fehldiagnosen die NUR verhaltensauffällig sind.

ein adhs zu diagnostizieren is kein kinderspiel und bei uns verschreibt kein arzt mal eben die "pille" schon gar nich ohne ergo therapie etc.

musste es mal loswerden auch wenns keinen direkten bezug mehr hat ...**sorry**

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31. Januar 2008 um 13:10
In Antwort auf an0N_1211769799z

Hallo sonnenblume
ich habe mir nun deinen thread und einige eingegangene antworten dazu durchgelesen. ich kann dir auch nur raten: distanziere dich von diesem teil der familie.
bei uns ist es haargenau das gleiche.
mein kleiner neffe ist 4 jahre alt und beherrscht sie alle. dauerbeschallung in einem ton, der nochmal ganze 10 oktaven über dem normalen sprechton liegt, ist "normal"zustand. dem jungen werden keine, aber wirklich überhaupt keine grenzen aufgezeigt. an weihnachten wurde der schoko-adventskalender nach ganz oben auf die schrankwand gelegt damit die lieben kleinen nicht alles auf einmal essen. das juckte unseren "goldengel" nur leider nicht im geringsten. schnurstracks ging es auf das fernsehregal, an der glasvitrine entlang, am sideboard hochgezogen bis die komplette anbauwand bestiegen war. ich dachte, mir fallen die augen raus. meine liebe schwägerin saß seelenruhig im sessel und schaute amüsiert zu. mal abgesehen davon, dass das ein hotten-totten-verhalten sondersgleich ist, das kind hätte sich auch ernsthaft verletzen können.

anschließend war dem knaben nach malen mit filzstiften. zeichenblöcke oder blätter waren kein thema....nein, die tischdecke wurde zur seite geschoben, im schneidersitz setzte er sich auf den wohnzimmertisch und malte auf das blanke holz. und NIEMAND tat etwas!!

mein bruder und seine frau haben sich im vergangenen jahr ein haus gebaut mit sehr teurer innenholztreppe. einen hohen kredit haben beide nun an der backe. vor einem halben jahr sind sie eingezogen. schau dir mal die treppe an....die sieht aus wie aus kriegszeiten. der kleine "goldschatz" findet es nämlich sehr lustig wenn man sich nach oben an den dachboden stellt und von dort aus eisenkugeln (von einem outdoor-kicker) nach unten auf die stufen fallen lässt. da zerkratzt eine holzstufe schonmal gern oder es splittert gar ein teil ab.

ich muss ganz ehrlich sagen, mit lebhaftigkeit oder temprament hat das nichts zu tun. das ist schlicht fehlende bzw. nicht vorhandene erziehung. und einem kind tust du damit keinen gefallen.
ich kann ja auch nicht einfach eine bank überfallen weil ich gerade zu viele hummeln im hintern habe. dafür werde ich schließlich auch bestraft.
übrigens hockt meine schwägerin den ganzen tag daheim und hätte alle zeit der welt, die gören zu erziehen. tut sie aber nicht weil es ihr zu anstrengend ist.

mittlerweile sage ich mir: ok, es nicht dein kind. lass die doch da machen was sie wollen. sind deren kinder und ist deren haus... ABER was ich im gegenzug genauso erwarten kann ist, dass sich menschen, die mich besuchen und in meinem heim einkehren, an MEINE regeln halten und MEIN eigentum respektieren. ich finde es anmaßend, von anderen leuten gleiche ansichten und gleiche toleranz zu fordern, ja sogar vorauszusetzen.

kurzum: mein haus ist für diese sippschaft tabu. anfangs gab das auch riesenpalaver...mittlerweile haben sich alle dran gewöhnt.

du kannst diese "bagage" nicht ändern, einmischen erreicht meist nur das gegenteil. du kannst nur für dich entscheiden und das tun, womit du dich persönlich wohl fühlst.

alles liebe,
lore

Austauschbanditen ?
Liebe Lore - Loreley (es waren ihrer drei - so geht doch das Gedicht?),

Ach, Du sprichst mir aus der Seele. Wollen wir die bewundernswerten jungen Leistungsträger aus der Friedensnobelpreisklasse mal austauschen? Die lieben Eltern würden sicher keinen Unterschied merken. Das Verhalten ist identisch.

Genauso wie in Deinem Fall ist die Mutter, die in der Hauptsache für die "Erziehung" verantwortlich ist, nicht berufstätig und sitzt den ganzen Tag zuhause. Wobei das Zuhause wohlgemerkt kein riesiges Haus mit Garten, Tieren etc., also ein Managementprojekt ist, sondern eine überschaubare Dreizimmerwohnung. Oder genau: eine UNÜBERSCHAUBARE Dreizimmerwohnung. Mir platzt auch eine Ader, wenn ich sehe, dass sich jemand ohne Beruf und mit sehr reduziertem, vollautomatisiertem Haushalt "überfordert" fühlt von einem Kleinkind. Meine Mutter hatte damals einen anspruchsvollen Job, ein grosses Haus und mich...da wurde weder gejammert, noch Verantwortung auf das soziale Umfeld abgeschoben und es hat funktioniert!

Problembewusstsein besteht nicht. Die Zeitschrift "Eltern" ist abonniert, man geht in die Spielgruppe und zum Babyschwimmen (wofür Junior allmählich zu gross wird). Erziehungskurse? Fehlanzeige. Das Jugendamt war schon da...

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31. Januar 2008 um 13:16
In Antwort auf noele_12050179

Was vergessen
......ob bei ihm ein adhs vorliegt oder nich kann man in dem alter eh nie 100% sagen.

FAKT ist aber durch seine verhaltensauffälligkeiten ist er so oder so mittlerweile ein fall für nen kinderpsychologen.


und dann als provokannte frage in den raum: was ändert schon die diagnose ADHS?

gib dem kind nen namen und du hast ne ausrede?? ....nein hier muss nich nur das kind lernen "sich zu kontrollieren" sondern auch eltern müssen lernen mit dem kind zu leben und es im handeln sinnvoll zu unterstützen.....wenn alle therapeutischen maßnahmen dann scheitern DANN kann man eventuell eine medikation ÜBERLEGEN. und da heisst es dann auch von 100% medikamentierten kindern ...gibt es 20 - 30 % wo es nix bringt DAS sind dann die fehldiagnosen die NUR verhaltensauffällig sind.

ein adhs zu diagnostizieren is kein kinderspiel und bei uns verschreibt kein arzt mal eben die "pille" schon gar nich ohne ergo therapie etc.

musste es mal loswerden auch wenns keinen direkten bezug mehr hat ...**sorry**

Dass er ein Fall für den Kinderpsychologen ist,
würde ich um den Satz ergänzen, dass das Familiensystem als solches therapiebedürftig ist.

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31. Januar 2008 um 15:57
In Antwort auf horst_891232

Dass er ein Fall für den Kinderpsychologen ist,
würde ich um den Satz ergänzen, dass das Familiensystem als solches therapiebedürftig ist.

@ sonnenblume293
dem stimme ich natürlich zu...... aber spätestens da machen "solche" eltern zu ....denn sie müssten sich ja eingestehen dinge verbockt zu haben...


schade schade ......aber wie war das ? du bist deutschland ....tztztz

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