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Schlechtes Gewissen?

11. August 2002 um 11:17 Letzte Antwort: 14. August 2002 um 22:06

Hallo Ihr Lieben!

Ich möchte hier (auch aus gegebenem Anlaß ) einen Teil der Diskussion aus einem anderen Beitrag nochmal aufgriefen.

Es geht mir um die Frage, ob man zwangsläufig ein schlechtes Gewissen haben muß, wenn man sich mit jemandem einläßt, der verheiratet/liiert ist.

Auch wenn ich die Motivation der Person des Ursprungsbeitrags und ihr Problem nicht nachvollziehen kann, denke ich doch, daß es relativ unsinnig ist, ihr wegen dieses Aspektes Vorwürfe zu machen.
Wenn der Mann seine Frau nicht mir ihr betrogen hätte, wäre es eine andere gewesen!
Wo also soll genau ihre Verantwortung liegen?
Wo ist der Vorteil der Ehefrau, selbst wenn es sich alle anderen Frauen auf der Welt verkneifen würden, mit einem verheirateten Mann ins Bett zu gehen?

Wäre deren Beziehung dann besser?
Hätte der Mann nicht dennoch den Wunsch, auszubrechen?
Ist nicht allein schon der Wunsch dazu etwas, das die Beziehung zerstört - oder Anzeichen für ernste Probleme?

Was also hat die Geliebte mit der Ehe oder Beziehung zu tun?
Ist die eher zu retten, wenn die Geliebte keine wird und sich körperlichen Kontakt mühsam verkneift?

Ich werde vermutlich selber sehr bald in dieser Position sein und ich muß ganz ehrlich sagen, ich habe kein sonderlich schlechtes Gewissen und sehe auch bei mir keine Verantwortung.
Allerdings bin ich auch nie zuvor in der Situation gewesen und habe auch nicht absichtlich nach einem Mann gesucht, der in einer Beziehung steckt.
Im Gegenteil, ich habe entgegen seine Wünsche ein Treffen fast ein Jahr abgelehnt und auch beim ersten Treffen ist aus vielen Gründen nichts passiert. Danach wieder monatelang absichtlich kein Treffen.
Aber nun sind die Fronten doch geklärt worden und ich sehe nicht ein, warum ich als Single mir nun um seine Beziehung übermäßig Gedanken machen sollte.

Vielleicht laß ich es ja noch bleiben, wenn mir jemand einen guten Grund nennen kann...

Liebe Grüße, harter Kern

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11. August 2002 um 12:13

Hallo Ihr zwei!
Also ehrlich gesagt, ist meine Entscheidung darüber schon vor ein paar Tagen gefallen.

Die Situation ist aber nicht so, daß man sich diese Weiterentwicklung keinesfalls verkneifen könnte.
Es ist auch nicht geplant, daraus ein dauerhaftes Verhältnis werden zu lassen und ich habe auch nicht die Hoffnung, daß er sich von seiner Lebengefährtin (die er seit 14 Jahren hat) trennt.
Eigentlich ist es ein dummes Spiel mit dem Feuer.

Wenn ich ihn nicht schon so lange und so gut kennen würde, hätte ich niemals das Bedürfnis dazu, denn normalerweise entwickelt sich so ein Wunsch gar nicht, wenn der andere in festen Händen ist.
Wenn ich seine Partnerin kennen würde, könnte ich mir das sicher auch sehr leicht verkneifen, weil ich davon überzeugt bin, daß sie eine tolle Frau ist, die sowas sicher nicht verdient hat.

Aber nun habe ich ihn vor über einem Jahr online kennengelernt, er ist einer meiner besten Freunde geworden, wir haben viel zusammen durchgestanden - wenn auch nur per Messi oder Telefon.
Nun sind bei beiden gerade nahezu gleichzeitig ruhigere Zeiten angebrochen, jeder weiß wieder, wo ihm der Kopf steht, beide neigen nicht mehr zu vorschnellen Entschlüssen und da ist zum ersten Mal der Wunsch wach geworden, etwas, über das wir immer nur Witze gemacht haben, in die Tat umzusetzen.
Natürlich sind da auch Gefühle im Spiel - aber eher freundschaftliche, kombiniert mit einer gewissen Abenteuerlust und vielleicht auch ein wenig dem Wunsch, herauszufinden, ob die Realität auch in diesem Bereich mit der virtuellen Welt mithalten kann...

Mir persönlich scheint es eher eine fast logische Konsequen dessen, was bisher gewesen ist.
Ich KÖNNTE es bleiben lassen, aber ehrlich gesagt, will ich das gar nicht!

Liebe Grüße, harter Kern

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11. August 2002 um 12:51

Ehebrecher & co
lieber harter kern!
die frage nach der schuld,wenn eine ehe bei involvierung dritter kaputt geht, beschäftigt mich auch immer wieder mal.
simples ( und sicher schön blödes beispiel ) diese story von dieser christiansen, deren mann und der kock am brink ( lassen wir mal außen vor, ob die die beiden frauen wirklich dicke freundinnen waren ). da wurde die kock am brink niedergemacht, der mann war das erlegte unschuldslamm und die christiansen das arme hascherl vom dienst. das war sowas von absurd, zumal die christiansen ja wohl auch jahre zuvor die vorherige ehe ihres nochmannes "kaputt gemacht" haben soll.
also meine meinung dazu: wenn eine ehe glücklich verläuft, dann kommt da kein dritter rein.
will sagen, das hängt immer noch von 2 bzw teilweise 3 leuten ab.
klar, ist die ehe gesellschaftlich gesehen was besonderes, ne art engagement. aber wenn man andererseits in eine "uneheliche" beziehung "eindringt", dann scheint es weniger spektakulär. warum eigentlich?
was ich allerdings bitter fände, das wäre, wenn das paar kinder hat. dann sollte man sich ( beide ) genau überlegen,was man tut und ob es nicht nur ein strohfeuer ist, das schnell vorbei ist, aber alles in schutt und asche reißt.
naja...was anderes ist natürich das hintergehen des partners...da ist man in ner zwickmühle..denn das ist eigentlich unverzeihlich und setzt tiefe wunden beim hintergangenen.
wie dem auch sei: moralisch kann ich den "eindringling" nicht vollkommen verurteilen, wie gesagt, das ist ne komplexe angelegenheit und der mann sicher in den wenigstens fällen das wehrlose opfer.
meine meinung.

annana
P.S. hab vor ein paar tagen nen bericht aus den usa gesehen, da musste die frau, die sich den ehemann "geangelt" hat, ne wahnsinnssumme schadensersatz an die ehefrau ( mit einigen kindern allerdings ) zahlen. mann, mann..sachen gibts...

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11. August 2002 um 12:56

Ja, so ähnlich!
Sex ist natürlich auch immer mal ein Thema gewesen, wenn auch nie ernsthaft in dem Sinne, daß wir zwei das miteinander wirklich geplant hätten.
Auch wenn er nach dem ersten Treffen keinen Hehl daraus gemacht hat, daß der Abend schon anders hätte verlaufen können, wenn es nach ihm gegangen wäre.

Aber seinerzeit war ich noch schwer anderweitig verliebt und in den "Pausen", die es da gab, hab ich mich eindeutig zu schwach gefühlt, um mich auf sowas einzulassen.
Da hätte ich wirklich befürchtet, vom Regen in die Traufe zu kommen und mein ohnehin strapaziertes Gefühlsleben völlig chaotisch werden zu lassen.

Zur gleichen Zeit und auch, als es mir schon wieder langsam besser ging, stand bei ihm eine schwere berufliche Krise an, die dazu geführt hat, daß er völlig durch den Wind war und am liebsten alles hinter sich gelassen hätte.
Ich wollte keinesfalls Auslöser dafür sein, daß er auch sein Privatleben kopflos über den Haufen wirft und dann noch mehr Streß hat, was er vermutlich auch irgendwann bedauert hätte.

Da wir beide Kopfmenschen sind und über alles sehr offen sprechen, war jeder zu jedem Zeitpunkt darüber auf dem Laufenden, wie der andere die Dinge sieht.
Und natürlich sind immer (auch jetzt) alle Konsequenzen durchgesprochen worden.

Keiner weiß genau, was passiert, aber wir haben genügend Vertrauen zueinander, so daß sich eigentlich jede Situation, die sich ergibt, irgendwie handhaben lassen wird.

Kann passieren, daß das nächste Treffen ein voller Reinfall wird. Dann bleibt es eben dabei und es gibt keine Wiederholung.
Kann sein, daß einer von beiden zuviele Gefühle entwickelt. Dann hilft nur Offenheit, Ehrlickeit und bleiben lassen.
Wenn es bei beiden so ist, hätte ich zu einem Teil wirklich eine Beziehung auf dem Gewissen.
Aber ein schlechtes Gewissen will sich dennoch nicht einstellen!
Zumindest jetzt nicht... Vielleicht sehe ich das irgendwann mal ganz anders.

An sich denke ich, daß seine Beziehung seine Baustelle ist und er überlegen muß, ob er damit klar kommt.

Liebe Grüße, harter Kern

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11. August 2002 um 13:10
In Antwort auf annana

Ehebrecher & co
lieber harter kern!
die frage nach der schuld,wenn eine ehe bei involvierung dritter kaputt geht, beschäftigt mich auch immer wieder mal.
simples ( und sicher schön blödes beispiel ) diese story von dieser christiansen, deren mann und der kock am brink ( lassen wir mal außen vor, ob die die beiden frauen wirklich dicke freundinnen waren ). da wurde die kock am brink niedergemacht, der mann war das erlegte unschuldslamm und die christiansen das arme hascherl vom dienst. das war sowas von absurd, zumal die christiansen ja wohl auch jahre zuvor die vorherige ehe ihres nochmannes "kaputt gemacht" haben soll.
also meine meinung dazu: wenn eine ehe glücklich verläuft, dann kommt da kein dritter rein.
will sagen, das hängt immer noch von 2 bzw teilweise 3 leuten ab.
klar, ist die ehe gesellschaftlich gesehen was besonderes, ne art engagement. aber wenn man andererseits in eine "uneheliche" beziehung "eindringt", dann scheint es weniger spektakulär. warum eigentlich?
was ich allerdings bitter fände, das wäre, wenn das paar kinder hat. dann sollte man sich ( beide ) genau überlegen,was man tut und ob es nicht nur ein strohfeuer ist, das schnell vorbei ist, aber alles in schutt und asche reißt.
naja...was anderes ist natürich das hintergehen des partners...da ist man in ner zwickmühle..denn das ist eigentlich unverzeihlich und setzt tiefe wunden beim hintergangenen.
wie dem auch sei: moralisch kann ich den "eindringling" nicht vollkommen verurteilen, wie gesagt, das ist ne komplexe angelegenheit und der mann sicher in den wenigstens fällen das wehrlose opfer.
meine meinung.

annana
P.S. hab vor ein paar tagen nen bericht aus den usa gesehen, da musste die frau, die sich den ehemann "geangelt" hat, ne wahnsinnssumme schadensersatz an die ehefrau ( mit einigen kindern allerdings ) zahlen. mann, mann..sachen gibts...

Hallo annana!
Ja, mache Fälle sind schon kurios oder geradezu absurd.
Kinder sind hier höchstens meine im Spiel, die aber von der ganzen Angelegenheit nichts mitbekommen werden.
Wenn er Kinder hätte, würde ich das sicher auch alles anders sehen.

Aber es geht ja sowieso nicht darum, eine Beziehung zu zerstören!
Das ist zwar etwas, daß passieren KANN, aber es ist so nicht geplant.

Nach einer Studie, die ich mal gelesen habe, neigen übrigens Männer eher zum Fremdgehen, wenn ihre Beziehung gerade besonders toll ist, während Frauen sich dazu hinreißen lassen, wenn ihre Beziehung schon am Ende ist und sie den "neuen" als Absprung nutzen.

So wie ich diesen Mann kenne und nach allem, was ich auch über seine Beziehung weiß. scheint er mir da wohl ein klassischer Fall zu sein.

Ist zwar etwas verwunderlich, daß die beiden auch nach so langer Zeit nie geheíratet haben und nie Kinder geplant haben, aber im Großen und Ganzen scheint er mit seiner Beziehung ganz glücklich und zufrieden zu sein.
Er hat auch nie geplant nach jemandem gesucht, mit dem er seine Partnerin betrügen kann.
Es ist allerdings trotzdem schon zweimal vorgekommen, weil "es sich so ergeben hat" (blöder Ausdruck, ich weiß).
Und so ist es eben auch in diesem Fall - es ergibt sich so aus allem, was bisher gewesen ist, aus der ganzen Nähe, die im Lauf der Zeit entstanden ist.

Man kann also einerseits sagen, mit ein wenig mehr Selbstdisziplin müßte es gar nicht so weit kommen
Andererseits könnte ich auch ziemlich platt sagen: Ich nehme niemandem etwas weg und die vielen, vielen Stunden, die er am Rechner oder Telefon mit mir verbringt, statt mit seiner Freundin, dürften für deren Beziehung noch weit schlimmer sein, als ein weiteres Treffen, bei dem tatsächlich etwas passiert.

Dürfte ich dann auch nicht mehr mit ihm chatten oder telefonieren?

Liebe Grüße, harter Kern

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11. August 2002 um 13:15

Darf ich mal ????
Dazwischen funken ?

Hallo Kern !

Was hat die Geliebte mit der Ehe des Mannes zu tun?

Ich weiß es nicht genau, es liegt wohl an Regeln der Gesellschaft oder der Moral.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das die beiden, die sich zusammen tun, aus welchen Gründen oder Sympathien auch immer, es ganz anders sehen, als die Menschen die mehr oder weniger dahinter stehen.

Irgendwie war ich gut 2 Jahre in einer Affäre, die für mich aber nie so gesehen wurde. Für mich war es einfacher, die Affäre getrennt von meiner und auch seiner Ehe zu sehen.

Ich war der Meinung, das meine Beziehung mit diesem Mann meine Ehe in keiner Weise beeinflußt und ich hatte niemals ein schlechtes Gewissen.

Mein Geliebter und ich haben uns auch immer wieder versichert, das es eben nur solange geht, wie wir uns wohlfühlen, ohne Verpflichtungen oder Verantwortung. Es ging ganz gut. Ohne schlechtes Gewissen.

Ich wiegelte jeden Verdacht meines Mannes ab, spielte es runter und meinte, er solle sich nicht so anstellen, das würde er sich alles nur einbilden, da wäre nichts gewesen.

Und nach einiger Zeit stellte ich fest, das ich mich selbst betrogen hatte. Denn ich war schwer verliebt in diesen anderen Mann. Er wohl auch in mich, aber wir haben es uns gegenüber nie zugegeben.

Das war wohl der schlimmste Fehler, den wir beide gemacht haben. wir haben uns dann irgendwie nicht mehr gesehen und die Affäre schlief ein.

Heute weiß ich, das er mich gelibt hat, aber er hätte seine Familie für mich niemals verlassen.

Was blieb, war die Erkenntniss für mich, das es keine perfekten Beziehungen gibt und das ich selbst mir über gar nichts mehr sicher bin.

Es gibt keine Gründe für oder gegen eine Beziehung. Nur die Bedürfnisse der einzelnen Personen. Es wird erst schwierig, wenn sich diese Bedürfnisse ändern.

LG von Romara

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11. August 2002 um 13:28
In Antwort auf alexus_12900916

Darf ich mal ????
Dazwischen funken ?

Hallo Kern !

Was hat die Geliebte mit der Ehe des Mannes zu tun?

Ich weiß es nicht genau, es liegt wohl an Regeln der Gesellschaft oder der Moral.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das die beiden, die sich zusammen tun, aus welchen Gründen oder Sympathien auch immer, es ganz anders sehen, als die Menschen die mehr oder weniger dahinter stehen.

Irgendwie war ich gut 2 Jahre in einer Affäre, die für mich aber nie so gesehen wurde. Für mich war es einfacher, die Affäre getrennt von meiner und auch seiner Ehe zu sehen.

Ich war der Meinung, das meine Beziehung mit diesem Mann meine Ehe in keiner Weise beeinflußt und ich hatte niemals ein schlechtes Gewissen.

Mein Geliebter und ich haben uns auch immer wieder versichert, das es eben nur solange geht, wie wir uns wohlfühlen, ohne Verpflichtungen oder Verantwortung. Es ging ganz gut. Ohne schlechtes Gewissen.

Ich wiegelte jeden Verdacht meines Mannes ab, spielte es runter und meinte, er solle sich nicht so anstellen, das würde er sich alles nur einbilden, da wäre nichts gewesen.

Und nach einiger Zeit stellte ich fest, das ich mich selbst betrogen hatte. Denn ich war schwer verliebt in diesen anderen Mann. Er wohl auch in mich, aber wir haben es uns gegenüber nie zugegeben.

Das war wohl der schlimmste Fehler, den wir beide gemacht haben. wir haben uns dann irgendwie nicht mehr gesehen und die Affäre schlief ein.

Heute weiß ich, das er mich gelibt hat, aber er hätte seine Familie für mich niemals verlassen.

Was blieb, war die Erkenntniss für mich, das es keine perfekten Beziehungen gibt und das ich selbst mir über gar nichts mehr sicher bin.

Es gibt keine Gründe für oder gegen eine Beziehung. Nur die Bedürfnisse der einzelnen Personen. Es wird erst schwierig, wenn sich diese Bedürfnisse ändern.

LG von Romara

Liebe Romara!
Stimmt schon, man weiß nie genau, was kommt!
Das weiß ich jetzt auch nicht - ich kann es höchstens nach bisherigem Kenntnisstand abschätzen.

Wir kennen uns so gut und sind uns so ähnlich, daß wir niemals Gefühle voreinander verheimlichen könnten. Will auch niemand!
Selbst, wenn einer von uns sich was vormachen würde, würde es zumindest der andere merken und ich bin sehr sicher, daß wir darüber sprechen würden.

Tja, die Bedürfnisse sind in diesem Fall zur Zeit ziemlich offensichtlich...
Ob sie sich ändern, kann niemand 100%ig sagen.

Hast Du es bedauert, daß aus Deiner Affaire nie mehr geworden ist?
Oder war es gut und richtig so?
Denn einerseits bezeichnest Du es als Fehler, daß Ihr Euch etwas vorgemacht habt, andererseits hätte es anscheinend ohnehin keine Konsequenzen gegeben.
Klingt seeeeeeehr kompliziert...

Liebe Grüße, harter Kern

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12. August 2002 um 8:55
In Antwort auf megan_12750002

Liebe Romara!
Stimmt schon, man weiß nie genau, was kommt!
Das weiß ich jetzt auch nicht - ich kann es höchstens nach bisherigem Kenntnisstand abschätzen.

Wir kennen uns so gut und sind uns so ähnlich, daß wir niemals Gefühle voreinander verheimlichen könnten. Will auch niemand!
Selbst, wenn einer von uns sich was vormachen würde, würde es zumindest der andere merken und ich bin sehr sicher, daß wir darüber sprechen würden.

Tja, die Bedürfnisse sind in diesem Fall zur Zeit ziemlich offensichtlich...
Ob sie sich ändern, kann niemand 100%ig sagen.

Hast Du es bedauert, daß aus Deiner Affaire nie mehr geworden ist?
Oder war es gut und richtig so?
Denn einerseits bezeichnest Du es als Fehler, daß Ihr Euch etwas vorgemacht habt, andererseits hätte es anscheinend ohnehin keine Konsequenzen gegeben.
Klingt seeeeeeehr kompliziert...

Liebe Grüße, harter Kern

Hallo meine Liebe !
Oh ja, es war sehr kompliziert !

Ich grüble öfter darüber nach, was gewesen wäre wenn...

Und ja, ich bedauere es manchmal, das daraus nicht mehr geworden ist, denn mit fehlt der Zuspruch und die Aufmerksamkeit, die dieser Mann mir gegeben hat.

Es gab Konsequenzen auf beiden Seiten. Ob direkt mit unserer Affäre zu tun haben, weiß ich nicht genau.
Er war verheiratet und hat 2 Kinder. Sie hatte von unserer Affäre etwas mitbekommen. Nach gut einem Jahr ist sie mit den Kindern ausgezogen und hatte einen neuen Partner.

Er selbst ist nun seit einiger Zeit mit einer Kollegin von mir zusammen. Ist schon ein komisches Gefühl, denn wir beide, also die Kollegin und ich, wissen beide von unserer Geschichte !

Eine weitere Konsequenz ist die, das mein Mann und ich ... nun ja.. es liegt eine Art Mißtrauen und manchmal stiller Vorwurf in der Luft.

Es ist schwierig , nicht immer, aber manchmal.

Und manchmal denke ich, warum bin ich eigentlich noch mit meinem Mann zusammen? Lieben wir uns wirklich noch? Oder machen wir uns auch hier etwas vor?

An manchen Tagen schleicht sich eine Art Schwermut und Sehnsucht ein, nach dem, was hätte sein können.

Aber es gibt auch vieles, was mit heute gut gefällt und was es nicht geben würde, wenn wir diese Krise nicht gehabt hätten.

Es ist wirklich nicht einfach, aber leider kann man nicht alles haben !!!

Nichts im Leben ist sicher, das habe ich hart gelernt, egal wie sehr ich mich darauf vorbereitet habe, wenn die Ahnung eintrifft, dann trifft sie mich trotzdem wie ein Überraschungsgewitter.

Ich wünsche Dir, das Du kein schlechtes GEwissen bekommst! Und das Du die Zeit mit ihm genießen kannst, so wie Ihr beide es wollt. Wie es dann weiter geht, kann niemand voraussagen, aber eines ist sicher: Wenn seine Frau es erfährt, dann wird sie sehr verletzt sein. Und dann wird es zu Konsequenzen kommen, ob ihr wollt oder nicht !

Ich wünsche Dir alles Gute !

Romara

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12. August 2002 um 9:43

Selbst Erfahrunf damit....
Meine große Liebe war verheirate, wir waren lediglich ein jahr zusammen, dann hat er sich für die Familie entschieden.
Ich habe damals überhaupt kein schlechtes Gewissen gehabt der Ehefrau gegenüber, das wäre sein part gewesen.

Heute sehe ich das aber so, daß ich vor Männern keinen Respekt habe, die ihre Frau betrügen und nicht dazu stehen, wenn sie in ihrer Ehe nicht mehr glücklich sind. Dann sollen sie konsequent sein und ausziehen oder dort bleiben, aber treu sein!!!
Nur aus diesem grund würde so ein verhältnis heute nicht mehr für mich in Frage kommen, ich finde es nicht gut, wenn Menschen einander betrügen!!! keinereli Ausrede oder rechtfertigung hat für mich persönlich Bestand! Weder Alkohol noch sonstwas! jeder sollte sich soweit im griff haben, daß man noch vorher auf seine Hose aufpassen kann, spätestans da nämlich sollte man das Gehirn einschalten....

Ich habe mehr Achtung vor einem Mann, der zu seinen Entscheidungen steht und dafür eintritt, also entweder ehrlich oder nicht.
Wie soll er denn mal mit mir umgehen...?

Greetingxxx

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12. August 2002 um 9:56
In Antwort auf alexus_12900916

Hallo meine Liebe !
Oh ja, es war sehr kompliziert !

Ich grüble öfter darüber nach, was gewesen wäre wenn...

Und ja, ich bedauere es manchmal, das daraus nicht mehr geworden ist, denn mit fehlt der Zuspruch und die Aufmerksamkeit, die dieser Mann mir gegeben hat.

Es gab Konsequenzen auf beiden Seiten. Ob direkt mit unserer Affäre zu tun haben, weiß ich nicht genau.
Er war verheiratet und hat 2 Kinder. Sie hatte von unserer Affäre etwas mitbekommen. Nach gut einem Jahr ist sie mit den Kindern ausgezogen und hatte einen neuen Partner.

Er selbst ist nun seit einiger Zeit mit einer Kollegin von mir zusammen. Ist schon ein komisches Gefühl, denn wir beide, also die Kollegin und ich, wissen beide von unserer Geschichte !

Eine weitere Konsequenz ist die, das mein Mann und ich ... nun ja.. es liegt eine Art Mißtrauen und manchmal stiller Vorwurf in der Luft.

Es ist schwierig , nicht immer, aber manchmal.

Und manchmal denke ich, warum bin ich eigentlich noch mit meinem Mann zusammen? Lieben wir uns wirklich noch? Oder machen wir uns auch hier etwas vor?

An manchen Tagen schleicht sich eine Art Schwermut und Sehnsucht ein, nach dem, was hätte sein können.

Aber es gibt auch vieles, was mit heute gut gefällt und was es nicht geben würde, wenn wir diese Krise nicht gehabt hätten.

Es ist wirklich nicht einfach, aber leider kann man nicht alles haben !!!

Nichts im Leben ist sicher, das habe ich hart gelernt, egal wie sehr ich mich darauf vorbereitet habe, wenn die Ahnung eintrifft, dann trifft sie mich trotzdem wie ein Überraschungsgewitter.

Ich wünsche Dir, das Du kein schlechtes GEwissen bekommst! Und das Du die Zeit mit ihm genießen kannst, so wie Ihr beide es wollt. Wie es dann weiter geht, kann niemand voraussagen, aber eines ist sicher: Wenn seine Frau es erfährt, dann wird sie sehr verletzt sein. Und dann wird es zu Konsequenzen kommen, ob ihr wollt oder nicht !

Ich wünsche Dir alles Gute !

Romara

Guten Morgen Romara!
Das klingt ja wirklich nach einer schwierigen Situation für Dich!
Das erklärt mir auch einige Sachen, die Du in anderen Foren hier mal gepostet hast. Jetzt kann ich Dich besser verstehen!

Die Gefahr, daß seine Freundin etwas von unseren geplanten Treffen mitbekommt, ist äußerst gering, da er beruflich viel unterwegs ist.
Ob er da einen Tag länger oder kürzer fort ist, fällt vermutlich nicht auf.
Da ist die Gefahr schon wesentlich größer, daß sie ihn am Rechner oder am Telefon erwischt.
Wir haben letzte Nacht wieder telefoniert und er meinte plötzlich, irgendwelche Geräusche zu hören.
Ich weiß nicht, ob sie etwas mitbekommen hat, oder ob ihm sein schlechtes Gewissen einen Streich gespielt hat, weil ich gerade vorher zu ihm sagte, daß ich ihn recht unvorsichtig fände, weil wir in letzter Zeit mehrfach nachts telefoniert haben.
Mir jedenfalls käme es merkwürdig vor, wenn mein Partner nachts dauernd bis nachts um drei im Büro sitzen würde...

Naja, wird sich alles mit der Zeit zeigen.
Ich hoffe jedenfalls für ihn, daß sie ihn nicht erwischt!
Das kann für keinen von uns gut sein und das würde ich gerne möglichst vermeiden.
Die ganze Situation berechtigt mich nicht dazu, jemanden derart zu verletzen.
Das wäre vielleicht so, wenn er meine große Liebe wäre. Wäre dann moralisch gesehen vielleicht auch nicht in Ordnung, aber immerhin verständlich.
Aber so..? Nein, muß nicht sein!
Ich hoffe, er ist in Zukunft ein wenig vorsichtiger.

Ich wünsche Dir auch alles Gute - auch wenn Dir momentan vielleicht gar nicht so klar ist, was gut für Dich ist (aber da können wir uns anscheinend die Hand reichen )

Liebe Grüße, harter Kern

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12. August 2002 um 10:08
In Antwort auf SONI4U

Selbst Erfahrunf damit....
Meine große Liebe war verheirate, wir waren lediglich ein jahr zusammen, dann hat er sich für die Familie entschieden.
Ich habe damals überhaupt kein schlechtes Gewissen gehabt der Ehefrau gegenüber, das wäre sein part gewesen.

Heute sehe ich das aber so, daß ich vor Männern keinen Respekt habe, die ihre Frau betrügen und nicht dazu stehen, wenn sie in ihrer Ehe nicht mehr glücklich sind. Dann sollen sie konsequent sein und ausziehen oder dort bleiben, aber treu sein!!!
Nur aus diesem grund würde so ein verhältnis heute nicht mehr für mich in Frage kommen, ich finde es nicht gut, wenn Menschen einander betrügen!!! keinereli Ausrede oder rechtfertigung hat für mich persönlich Bestand! Weder Alkohol noch sonstwas! jeder sollte sich soweit im griff haben, daß man noch vorher auf seine Hose aufpassen kann, spätestans da nämlich sollte man das Gehirn einschalten....

Ich habe mehr Achtung vor einem Mann, der zu seinen Entscheidungen steht und dafür eintritt, also entweder ehrlich oder nicht.
Wie soll er denn mal mit mir umgehen...?

Greetingxxx

Hallo soni4u!
Du kannst Dir nicht vorstellen, wie oft ich mit ihm diese Diskussion schon geführt habe - genau so!

Einerseits scheint er seine Lebensgefährtin zu lieben und großen Respekt vor ihr zu haben, so daß ich davon überzeugt bin, daß er eigentlich keinen Grund hat, sie zu betrügen.
Ich glaube auch nicht, daß er jemals in den letzten Jahren ernsthaft den Wunsch nach einer wirklichen Veränderung hatte.

Andererseits scheint ja doch nicht alles sooo in Ordnung zu sein, denn sonst könnte es niemals so weit kommen.

Aber das ist vielleicht eine weibliche Sichtweise?

Ich denke manchmal, Männer können sehr viel eher als Frauen eine harmonische und glückliche Beziehung führen und alles andere davon losgelöst sehen.
Ob ich so einen Mann für mich persönlich haben möchte, ist eine andere Frage...
Aber diese Frage stellt sich ja im Moment nicht, da er für mich einfach ein sehr guter Freund ist, der zwar von Anfang an keine Zweifel daran gelassen hat, daß er gerne mehr als eine Freundschaft mit mir hätte, mich aber nie in diese Richtung gedrängt hat und über ein Jahr akzeptiert hat, daß ich das nie wollte.

Jetzt bin ich doch einfach neugierig und aufgeregt!

Jedenfalls kann ich jedes Deiner Argumente gut verstehen, die hat er alle oft von mir zu hören bekommen.

Liebe Grüße, harter Kern

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12. August 2002 um 10:22

Liebe Imandra!
Jetzt haben wir wohl nahezu gleichzeitig geschrieben!
Natürlich teile auch ich soni4us Ansichten!

Ich weiß nicht, was ihn dazu generell dazu veranlaßt, bei seiner Lebensgefährtin zu bleiben, die er in den letzten 2 jahren schon zweimal betrogen hat (zuletzt im letzten Herbst).
Ich weiß nicht, ob es nur Bequemlichkeit und Angst vor einer Trennung ist, was nach 14 Jahren beides für mich ein wenig verständlich ist.
Aber eigentlich denke ich, es ist mehr als das!

Was ihn dazu führt, sie zu betrügen, kann ich natürlich auch nicht allgemeingültig sagen - höchstens in meinem Fall!

Natürlich habe ich ein klitzeklein wenig Angst davor, daß sich bei mir Gefühle einstellen.
Aber wenn nichts in der Art zurückkommt, kann ich mit solchen Sachen eigentlich immer ganz gut umgehen.

Eine Sitúation wie diese ist auch für mich neu.
Bei allen anderen zuvor hat zumindest die Möglichkeit bestanden, mehr draus zu machen, ohne daß es große Komplikationen gibt.
Das ist einer von vielen Gründen (und wohl der entscheidenste), warum ich mich bisher nicht darauf eingelassen habe.

Ich kann auch nicht genau sagen, warum jetzt Neugier, Abenteuerlust, wie auch immer man das nennen mag, überhand gewinnen.
Vermutlich, weil es im Moment irgendwie gerade so richtig und gut erscheint...
Alle anderen Gründe, die dagegen gesprochen haben, sind weggefallen.
Ich hoffe sehr, mich nicht zu verbrennen, aber so ganz groß scheint mir die Gefahr nicht zu sein.
Die liegt vielleicht sogar ein wenig mehr auf seiner Seite und wahrscheinlich ist es genau das, was mir ein gutes Gefühl bei der Sache gibt.

Liebe Grüße, harter Kern

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12. August 2002 um 13:30

Hi Ihr...
wie schon kurz geschildert, war dieser verheiratete mann meine absolut riesengroße Liebe, und das begann genauso wie harterKern es beschreibt, Neugier und Reiz etc., dazu war er sehr attraktiv und mir schon lange aufgefallen, als er dann begann, sich für mich zu interessieren, war es schnell geschehen.
ich weiß, daß ermich wirklich liebte, aber auch von Anfang an sagte, er geht nicht von der Familie weg, das waren rein finanzielle Gründe. ich hatte also die Wahl, aber ich wollte ihn unbedingt haben, egal auf welche Art und Weise.
Nach ganz kurzer zeit war ich so sehr verliebt, es war wunderwunderschön, er hatte sehr viel Anteil an meinem Leben, machte kein Geheimnis, erzählte den Freunden davon, wir gingen auch aus etc. Es war so, als würde er sogar provozieren, daß seine Frau es erfährt, komisch. Als es dann soweit war, hat er leider einen Rückzieher gemacht.

Ich habe so sehr gelitten, ich dachte, ich müßte sterben, ehrlich! es war schrecklich, ich gab meinen Job und alles auf, ging für ein jahr in die USA, um darüber wegzukommen, ich hätte es nicht ausgehalten, ihn weiterhin auf der Straße zu sehen und nicht berühren, reden zu können.
Nach wirklich langer zeit kam ich lansgam über ihn weg, heute kriege ich immer noch Herzklopfen, aber nie wieder würde ich mich auf ihn einlassen, aus fehlendem respekt vor solchen Aktionen.
Aber gefühle sind ganz schnell im Spiel, dann sind die Wochenenden und feiertage da, wo er nicht da sein kann...et. Erst war alles spannend, dann wurde es schnell ernst!!

paß einfach wirklich gut auf!!! vor allem auf dein herz....

Alles Gute!!

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12. August 2002 um 13:53

Lass es sein
Lass es sein, Du tust Dir selbst nichts gutes, glaube mir. Das andere Weib oder Mann kann Dir scheißegal sein, aber dir selber, dir sei nicht egal. Ist von Deiner nur sexuelles Verlangen, dann ja. Aber dagegen spricht der lange Zeitraum, wo es knistert und Du hängst eigentlich schon voll drin. Verläßt er Dich, bist Du doppelt angeschissen.

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12. August 2002 um 15:00
In Antwort auf megan_12750002

Hallo annana!
Ja, mache Fälle sind schon kurios oder geradezu absurd.
Kinder sind hier höchstens meine im Spiel, die aber von der ganzen Angelegenheit nichts mitbekommen werden.
Wenn er Kinder hätte, würde ich das sicher auch alles anders sehen.

Aber es geht ja sowieso nicht darum, eine Beziehung zu zerstören!
Das ist zwar etwas, daß passieren KANN, aber es ist so nicht geplant.

Nach einer Studie, die ich mal gelesen habe, neigen übrigens Männer eher zum Fremdgehen, wenn ihre Beziehung gerade besonders toll ist, während Frauen sich dazu hinreißen lassen, wenn ihre Beziehung schon am Ende ist und sie den "neuen" als Absprung nutzen.

So wie ich diesen Mann kenne und nach allem, was ich auch über seine Beziehung weiß. scheint er mir da wohl ein klassischer Fall zu sein.

Ist zwar etwas verwunderlich, daß die beiden auch nach so langer Zeit nie geheíratet haben und nie Kinder geplant haben, aber im Großen und Ganzen scheint er mit seiner Beziehung ganz glücklich und zufrieden zu sein.
Er hat auch nie geplant nach jemandem gesucht, mit dem er seine Partnerin betrügen kann.
Es ist allerdings trotzdem schon zweimal vorgekommen, weil "es sich so ergeben hat" (blöder Ausdruck, ich weiß).
Und so ist es eben auch in diesem Fall - es ergibt sich so aus allem, was bisher gewesen ist, aus der ganzen Nähe, die im Lauf der Zeit entstanden ist.

Man kann also einerseits sagen, mit ein wenig mehr Selbstdisziplin müßte es gar nicht so weit kommen
Andererseits könnte ich auch ziemlich platt sagen: Ich nehme niemandem etwas weg und die vielen, vielen Stunden, die er am Rechner oder Telefon mit mir verbringt, statt mit seiner Freundin, dürften für deren Beziehung noch weit schlimmer sein, als ein weiteres Treffen, bei dem tatsächlich etwas passiert.

Dürfte ich dann auch nicht mehr mit ihm chatten oder telefonieren?

Liebe Grüße, harter Kern

Kurze Zwischenfrage...
...an den harten Kern:
Männer gehen tendentiell eher fremd, wenn sie in ihrer Beziehung richtig glücklich sind?? Das finde ich total erschreckend, weißt du da ein bisschen mehr zu?
Ich wusste, dass Frauen es eher schlimm finden, wenn ihre Männer mit anderen Frauen besser reden können als mit ihnen und Männer hingegen eine Beziehung auf sexueller Ebene eher als fremdgehen bezeichnen.
Aber dass Männer in den Hochphasen der Beziehung am ehesten fremdgehen? Hilfe, das macht mir Angst!
Um mal aus Sicht der potentiell betrogenen zu sprechen, denn meine Beziehung läuft super...glaub ich...

Prinzipiell ist gegen Fremdgehen nichts zu sagen, denn eigentlich -nur wenn Gefühle im Spiel sind, wenns nur um den Sex geht gilt das nicht- ist das nur ein Zeichen dafür, dass in der Beziehung was nicht stimmt.
Ansonsten ist das ok, aber ich würde mich wohl wie Ersatzkaffee fühlen. Vorausgesetzt ich habe keinen Partner. Dann hätte ich wohl ein schlechtes Gewissen, aber wenn du damit klar kommst und niemanden verletzt... warum nicht?

*sehnlichstaufantwortwartend*
melly

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13. August 2002 um 9:50
In Antwort auf SONI4U

Hi Ihr...
wie schon kurz geschildert, war dieser verheiratete mann meine absolut riesengroße Liebe, und das begann genauso wie harterKern es beschreibt, Neugier und Reiz etc., dazu war er sehr attraktiv und mir schon lange aufgefallen, als er dann begann, sich für mich zu interessieren, war es schnell geschehen.
ich weiß, daß ermich wirklich liebte, aber auch von Anfang an sagte, er geht nicht von der Familie weg, das waren rein finanzielle Gründe. ich hatte also die Wahl, aber ich wollte ihn unbedingt haben, egal auf welche Art und Weise.
Nach ganz kurzer zeit war ich so sehr verliebt, es war wunderwunderschön, er hatte sehr viel Anteil an meinem Leben, machte kein Geheimnis, erzählte den Freunden davon, wir gingen auch aus etc. Es war so, als würde er sogar provozieren, daß seine Frau es erfährt, komisch. Als es dann soweit war, hat er leider einen Rückzieher gemacht.

Ich habe so sehr gelitten, ich dachte, ich müßte sterben, ehrlich! es war schrecklich, ich gab meinen Job und alles auf, ging für ein jahr in die USA, um darüber wegzukommen, ich hätte es nicht ausgehalten, ihn weiterhin auf der Straße zu sehen und nicht berühren, reden zu können.
Nach wirklich langer zeit kam ich lansgam über ihn weg, heute kriege ich immer noch Herzklopfen, aber nie wieder würde ich mich auf ihn einlassen, aus fehlendem respekt vor solchen Aktionen.
Aber gefühle sind ganz schnell im Spiel, dann sind die Wochenenden und feiertage da, wo er nicht da sein kann...et. Erst war alles spannend, dann wurde es schnell ernst!!

paß einfach wirklich gut auf!!! vor allem auf dein herz....

Alles Gute!!

Hallo Ihr zwei!
Da ist eben schon ein Unterschied - es prickelt nicht seit ewigen Zeiten, sondern eigentlich haben wir eher eine freundschaftliche Beziehung.

Er ist zwar rein äußerlich genau mein Fall, aber er steckt nunmal in einer Beziehung, wohnt weit weg - und ist ein Mann, der seine Frau betrügt!
Ob ich je das Bedürfnis haben könnte, mit so jemandem ernsthaft eine Beziehung einzugehen? Ich denke, eher nicht...

Außerdem verschenke ich mein Herz nie leichtfertig.
Genau genommen war ich in meinem ganzen Leben erst zweimal richtig verliebt und in beiden Fällen hat es sofort eingeschlagen, wie eine Bombe.
Das war hier eben nicht der Fall und daher bin ich wohl relativ ruhig.
Wenn mir die ganze Angelegenheit zu heiß wird, kann ich es noch immer bleiben lassen und habe den großen Vorteil, daß er mir nicht dauernd über den Weg läuft.

Ich habe zwei Kinder und bin seit zwei Jahren mehr oder weniger Single, daher sind Wochenenden und Feiertage für mich nicht das geringste Problem - ich kenne das alles!
Auch ist ja gar nicht geplant, da eine so langfristige Sache draus zu machen.

Naja, warten wir mal ab! Und vielen Dank für die guten Wünsche!

Liebe Grüße, harter Kern

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13. August 2002 um 10:05
In Antwort auf almira_12525733

Kurze Zwischenfrage...
...an den harten Kern:
Männer gehen tendentiell eher fremd, wenn sie in ihrer Beziehung richtig glücklich sind?? Das finde ich total erschreckend, weißt du da ein bisschen mehr zu?
Ich wusste, dass Frauen es eher schlimm finden, wenn ihre Männer mit anderen Frauen besser reden können als mit ihnen und Männer hingegen eine Beziehung auf sexueller Ebene eher als fremdgehen bezeichnen.
Aber dass Männer in den Hochphasen der Beziehung am ehesten fremdgehen? Hilfe, das macht mir Angst!
Um mal aus Sicht der potentiell betrogenen zu sprechen, denn meine Beziehung läuft super...glaub ich...

Prinzipiell ist gegen Fremdgehen nichts zu sagen, denn eigentlich -nur wenn Gefühle im Spiel sind, wenns nur um den Sex geht gilt das nicht- ist das nur ein Zeichen dafür, dass in der Beziehung was nicht stimmt.
Ansonsten ist das ok, aber ich würde mich wohl wie Ersatzkaffee fühlen. Vorausgesetzt ich habe keinen Partner. Dann hätte ich wohl ein schlechtes Gewissen, aber wenn du damit klar kommst und niemanden verletzt... warum nicht?

*sehnlichstaufantwortwartend*
melly

Hi melly!
Ich denke nicht, daß das auf jeden zutrifft und sich nun alle Menschen Sorgen machen müssen, WEIL ihre Partnerschaft gut läuft.

Es ist leider schon über ein halbes Jahr her, daß ich mehrere Berichte über diese Studie gelesen habe. Das Thema kam hier schonmal in einem Beitrag und mehrere hatten davon gelesen.
Vielleicht weiß ja noch jemand anderes, wo man das nachlesen kann?

Mir erscheint diese Sache allerdings gar nicht mal unlogisch.
Es hat wohl was mit "zu gut gehen" zu tun, wie es so oft in dummen Sprüchen verwendet wird.
Wenn alles toll läuft: Beziehung perfekt, im Job erfolgreich, usw, dann werden neue Herausforderungen gesucht und viele Männer werden anscheinend übermütig.
Wer mit Problemen zu kämpfen hat (vielleicht sogar an mehreren Fronten gleichzeitig), der hat ja gar keine Zeit, fremdzugehen!

Aber das heißt ja nicht, daß jeder, der glücklich und zufrieden ist, fremdgeht.
Und sicher gibt es auch Männer, die fremdgehen, wenn sie in ihrer Berziehung unglücklich sind, genau wie Frauen, die fremdgehen, weil sie sich langweilen.

Ich selber habe ja keinen Partner, sonst würde ich das nicht in Erwägung ziehen.
Was er mit seiner Beziehung macht, ist, denke ich, nicht meine Sache.
Das war ja auch der Ausgangspunkt der Diskussion.
Ob ich damit jemanden verletze? Ich weiß es nicht.
Solange nichts herauskommt, sicher nicht.
Falls doch - bin ICH dann diejenige, die einen anderen Menschen verletzt hat?
Das ist ja genau die Frage!

Liebe Grüße, harter Kern

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13. August 2002 um 20:40
In Antwort auf megan_12750002

Ja, so ähnlich!
Sex ist natürlich auch immer mal ein Thema gewesen, wenn auch nie ernsthaft in dem Sinne, daß wir zwei das miteinander wirklich geplant hätten.
Auch wenn er nach dem ersten Treffen keinen Hehl daraus gemacht hat, daß der Abend schon anders hätte verlaufen können, wenn es nach ihm gegangen wäre.

Aber seinerzeit war ich noch schwer anderweitig verliebt und in den "Pausen", die es da gab, hab ich mich eindeutig zu schwach gefühlt, um mich auf sowas einzulassen.
Da hätte ich wirklich befürchtet, vom Regen in die Traufe zu kommen und mein ohnehin strapaziertes Gefühlsleben völlig chaotisch werden zu lassen.

Zur gleichen Zeit und auch, als es mir schon wieder langsam besser ging, stand bei ihm eine schwere berufliche Krise an, die dazu geführt hat, daß er völlig durch den Wind war und am liebsten alles hinter sich gelassen hätte.
Ich wollte keinesfalls Auslöser dafür sein, daß er auch sein Privatleben kopflos über den Haufen wirft und dann noch mehr Streß hat, was er vermutlich auch irgendwann bedauert hätte.

Da wir beide Kopfmenschen sind und über alles sehr offen sprechen, war jeder zu jedem Zeitpunkt darüber auf dem Laufenden, wie der andere die Dinge sieht.
Und natürlich sind immer (auch jetzt) alle Konsequenzen durchgesprochen worden.

Keiner weiß genau, was passiert, aber wir haben genügend Vertrauen zueinander, so daß sich eigentlich jede Situation, die sich ergibt, irgendwie handhaben lassen wird.

Kann passieren, daß das nächste Treffen ein voller Reinfall wird. Dann bleibt es eben dabei und es gibt keine Wiederholung.
Kann sein, daß einer von beiden zuviele Gefühle entwickelt. Dann hilft nur Offenheit, Ehrlickeit und bleiben lassen.
Wenn es bei beiden so ist, hätte ich zu einem Teil wirklich eine Beziehung auf dem Gewissen.
Aber ein schlechtes Gewissen will sich dennoch nicht einstellen!
Zumindest jetzt nicht... Vielleicht sehe ich das irgendwann mal ganz anders.

An sich denke ich, daß seine Beziehung seine Baustelle ist und er überlegen muß, ob er damit klar kommt.

Liebe Grüße, harter Kern

Erfahrung?
Hallo Harter Kern,

das Lesen erweckt in mir den Eindruck, daß es dir mehr um den Reiz der Erfahrung geht, als um moralische Bedenken, gleich von welcher Seite. Sie erscheinen mir wie Nebenschauplätze.

So nach dem Motto, wie ist das für mich, wie komme ich damit klar, wie gehe ich damit um.

Du weißt es nicht und möchtest es gerne mal wissen.

Das ist mein - wohlgemerkt - ganz persönlicher Eindruck.

Kann das sein?

LG - Lourdes

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13. August 2002 um 23:20
In Antwort auf Lourdes

Erfahrung?
Hallo Harter Kern,

das Lesen erweckt in mir den Eindruck, daß es dir mehr um den Reiz der Erfahrung geht, als um moralische Bedenken, gleich von welcher Seite. Sie erscheinen mir wie Nebenschauplätze.

So nach dem Motto, wie ist das für mich, wie komme ich damit klar, wie gehe ich damit um.

Du weißt es nicht und möchtest es gerne mal wissen.

Das ist mein - wohlgemerkt - ganz persönlicher Eindruck.

Kann das sein?

LG - Lourdes

Hallo Lourdes!
Natürlich ist das ein Nebenschauplatz und ich habe ja meine Entscheidung eigentlich schon gefällt.

Ich weiß auch, wie ich damit klarkomme und umgehe.
Es hat mich nur interessiert, weil es in einem anderen Beitrag zur Sprache kam und ich mir überlegt habe, ob ich mich da evtl. auf fiese Angriffe gefaßt machen muß - oder vielleicht auch irgendwas völlig falsch sehe, wenn das schlechte Gewissen sich nicht einstellen will.

Übersehe ich irgendwo einen Teil meiner Verantwortung?
Sowas in der Art...

Auf den Reiz der Erfahrung, mich mit einem liierten Mann einzulassen, hätte ich eigentlich grundsätzlich schon gut verzichten können.
Und wenn mir jemand vor einem Jahr einmal gesagt hätte, daß ich mir um solche Dinge jemals Gedanken machen müßte/würde - den hätte ich für verrückt erklärt!

Ich hätte nie gedacht, daß man per Messenger so eine Nähe und so ein Vertrauen aufbauen kann und das in der Realität auch noch bestätigt findet, so daß man überhaupt über 1000 Umwege auf einmal auf solche Ideen kommt.

Liebe Grüße, harter Kern

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14. August 2002 um 0:33
In Antwort auf megan_12750002

Guten Morgen Romara!
Das klingt ja wirklich nach einer schwierigen Situation für Dich!
Das erklärt mir auch einige Sachen, die Du in anderen Foren hier mal gepostet hast. Jetzt kann ich Dich besser verstehen!

Die Gefahr, daß seine Freundin etwas von unseren geplanten Treffen mitbekommt, ist äußerst gering, da er beruflich viel unterwegs ist.
Ob er da einen Tag länger oder kürzer fort ist, fällt vermutlich nicht auf.
Da ist die Gefahr schon wesentlich größer, daß sie ihn am Rechner oder am Telefon erwischt.
Wir haben letzte Nacht wieder telefoniert und er meinte plötzlich, irgendwelche Geräusche zu hören.
Ich weiß nicht, ob sie etwas mitbekommen hat, oder ob ihm sein schlechtes Gewissen einen Streich gespielt hat, weil ich gerade vorher zu ihm sagte, daß ich ihn recht unvorsichtig fände, weil wir in letzter Zeit mehrfach nachts telefoniert haben.
Mir jedenfalls käme es merkwürdig vor, wenn mein Partner nachts dauernd bis nachts um drei im Büro sitzen würde...

Naja, wird sich alles mit der Zeit zeigen.
Ich hoffe jedenfalls für ihn, daß sie ihn nicht erwischt!
Das kann für keinen von uns gut sein und das würde ich gerne möglichst vermeiden.
Die ganze Situation berechtigt mich nicht dazu, jemanden derart zu verletzen.
Das wäre vielleicht so, wenn er meine große Liebe wäre. Wäre dann moralisch gesehen vielleicht auch nicht in Ordnung, aber immerhin verständlich.
Aber so..? Nein, muß nicht sein!
Ich hoffe, er ist in Zukunft ein wenig vorsichtiger.

Ich wünsche Dir auch alles Gute - auch wenn Dir momentan vielleicht gar nicht so klar ist, was gut für Dich ist (aber da können wir uns anscheinend die Hand reichen )

Liebe Grüße, harter Kern

Hallo meine Liebe !
Es ist schon spät und ich weiß nicht, ob Du meinen Beitrag hier mitten drin noch findest, aber ich wollte noch ein wenig schreiben.

Es stört Dich hoffentlich nicht, aber es gehen mir einige Gedanken durch den Kopf, die ich jetzt versuche Dir mit zu teilen.

Es stimmt, ich weiß wirklich nicht, was gut für mich ist. Ich schwanke ständig zwischen 1.000 Ideen und Gedankenblitzen hin und her und das ändert sich immer so schnell, das ich eben manchmal nicht mehr weiß, wohin mich mein WEg führt.

Ich frage mich die ganze Zeit, was Du eigentlich genau willst?

Dieser vergebene Mann ist ein Freund, ein sehr guter Freund, ein Vertrauter von Dir, richtig ?

Und nun kommt bei Euch die Frage auf, ob ihr mal miteinander schlafen wollt oder könnt oder dürft?

Einfach nur so, weil es schön wäre, weil ihr Euch vertraut.
Es geht ( noch ) nicht um Liebe oder verliebt sein, stimmt´s?

Nun, ich kann nur sagen, das ich das nur zu gut kenne. Anfangs war es bei mir auch so, das ich eine tiefe Freundschaft empfunden habe und die Tatsache, das ich verheiratet bin, war der einzige Grund, weshalb ich mich so lange gewehrt habe. Gegen seine Blicke, gegen seine Berührungen und gegen den gedanken, das es mehr werden könnte.

Ich werde die erste Begebenheit niemals vergessen, und da war ich noch nicht verheiratet. Ich dachte, jetzt küßt er mich, aber er tat es nicht.

Ohoh - ich schweife ab ! Ich träume und erinnere mich wieder. Und es wekct eine Sehnsucht....

Das macht wohl die Uhrzeit, die Nacht und dieses Thema.

Ich wünsche Dir, das Du Deinem Namen alle Ehre machen kannst.
Was würdest Du tun, wenn seine Frau es ahnt? Wenn sie etwas merkt? Würdest Du dann das ganze für Beendet erklären und dich umdrehen und gehen? Ohne Trauer, ohne verletzt zu sein, ohne Bedauern ?

Ich erwarte keine Antwort von Dir, weil diese Fragen kaum objektiv beantwortet werden können....

LG von Romara

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14. August 2002 um 9:22
In Antwort auf alexus_12900916

Hallo meine Liebe !
Es ist schon spät und ich weiß nicht, ob Du meinen Beitrag hier mitten drin noch findest, aber ich wollte noch ein wenig schreiben.

Es stört Dich hoffentlich nicht, aber es gehen mir einige Gedanken durch den Kopf, die ich jetzt versuche Dir mit zu teilen.

Es stimmt, ich weiß wirklich nicht, was gut für mich ist. Ich schwanke ständig zwischen 1.000 Ideen und Gedankenblitzen hin und her und das ändert sich immer so schnell, das ich eben manchmal nicht mehr weiß, wohin mich mein WEg führt.

Ich frage mich die ganze Zeit, was Du eigentlich genau willst?

Dieser vergebene Mann ist ein Freund, ein sehr guter Freund, ein Vertrauter von Dir, richtig ?

Und nun kommt bei Euch die Frage auf, ob ihr mal miteinander schlafen wollt oder könnt oder dürft?

Einfach nur so, weil es schön wäre, weil ihr Euch vertraut.
Es geht ( noch ) nicht um Liebe oder verliebt sein, stimmt´s?

Nun, ich kann nur sagen, das ich das nur zu gut kenne. Anfangs war es bei mir auch so, das ich eine tiefe Freundschaft empfunden habe und die Tatsache, das ich verheiratet bin, war der einzige Grund, weshalb ich mich so lange gewehrt habe. Gegen seine Blicke, gegen seine Berührungen und gegen den gedanken, das es mehr werden könnte.

Ich werde die erste Begebenheit niemals vergessen, und da war ich noch nicht verheiratet. Ich dachte, jetzt küßt er mich, aber er tat es nicht.

Ohoh - ich schweife ab ! Ich träume und erinnere mich wieder. Und es wekct eine Sehnsucht....

Das macht wohl die Uhrzeit, die Nacht und dieses Thema.

Ich wünsche Dir, das Du Deinem Namen alle Ehre machen kannst.
Was würdest Du tun, wenn seine Frau es ahnt? Wenn sie etwas merkt? Würdest Du dann das ganze für Beendet erklären und dich umdrehen und gehen? Ohne Trauer, ohne verletzt zu sein, ohne Bedauern ?

Ich erwarte keine Antwort von Dir, weil diese Fragen kaum objektiv beantwortet werden können....

LG von Romara

Hm, ich hoffe,
daß das hier keine allzu fiesen Erinnerungen in Dir aufwühlt und wie schrecklich Sehnsucht sein kann, weiß ich genau - wenn es auch nicht auf diesen Fall zutrifft.

Ich möchte dazu noch etwas erklären, was hier vielleicht noch nicht ganz deutlich geworden ist:
Er wohnt weit von mir weg und gesehen haben wir uns genau ein Mal, als er beruflich in Hamburg zu tun hatte über ein Wochenene.
Ich war vorher sehr gespannt, wie er nun genau aussieht (ist ja doch immer was anderes, alls auf Fotos, auch wenn in einem Dreivierteljahr viele zusammengekommen sind) und ob er von der Art her auch genauso ist, wie ich ihn aus dem Chat und vom Telefon her kannte.
Ich habe etliche Menschen zuvor getroffen, die ich online kennengelernt hatte und niemand davon entsprach dem Bild, daß ich mir von ihm gemacht hatte. Die Menschen können sich hier gut verstellen...

Also hab ich ihn aus dem Hotel abgeholt, wir waren Essen und dann bis morgens auf dem Kiez unterwegs - und genau wie im Netz war es auch in Natura, als ob wir uns schon ewig kennen würden.
Es hat in beiden Fällen nicht eine Minute der Irritation gegeben.
Ich hatte eigentlich einen ganz schlechten Tag, weil ich mittags mit meiner großen Liebe aus dem Urlaub zurückgekommen bin und mir in dem Moment ziemlich klar war, daß es vorbei ist.
Ich hatte die Wochen zuvor Frustfressen betrieben, sah aus, wie ein Hefekloß, bekam meine Haare nicht in den Griff und hatte aufgrund zweier vorhergehender Reisen keine gescheiten sauberen Klamotten mehr im Schrank - dazu noch diese Depri-Phase... Ám liebsten wäre ich einfach zuhause geblieben!

Und was passiert? Nach einer kurzen Begrüßung fragt er nach dem Urlaub und wie es da jetzt weitergeht, ich kotze mich aus, er macht seine Anmerkungen dazu - und mir geht es immer besser.
Eine Stunde später habe ich Tränen gelacht!
Morgens hab ich ihn wieder am Hotel abgesetzt und nichts ist passiert.

Selbst, wenn man die ungünstigen Umstände wegläßt, ist er niemand, der mich beim ersten Treffen dermaßen vom Hocker gehauen hätte, daß ich meine Augen nicht mehr hätte abwenden können.

Wenn man zwei Jahre überwiegend alleine ist, läßt man sich schon mal ab und zu in Gedankenspiele verwickeln, die durchaus verlockend sein können.
Und dazu kommt tatsächlich grenzenloses Vertrauen, daß ich sonst nur zu ganz wenigen Menschen (eigentlich nur zweien) habe.
Und ein Wissen, eine Mischung aus Instinkt und der Erfahrung, die ich mit ihm gemacht habe, daß alles irgendwie ein gutes Ende nimmt.

Im Moment würde ich von meiner Seite aus diese Pläne sofort beenden, wenn seine Freundin etwas merken würde.
Sicher nicht ohne Bedauern, vielleicht auch mit ein wenig Trauer, aber ohne verletzt zu sein.

Ich hab es hier in einem anderen Beitrag schonmal geschrieben, möchte es aber nochmal wiederholen:
Irgendwie scheint ihm an der ganzen Sache (und an mir) noch mehr zu liegen, als es umgekehrt der Fall ist. D.h., scheint nicht nur, sondern ich weiß das. Und das gibt mir ein relativ gutes und ruhiges Gefühl.
Ich habe nicht das Gefühl, mir ernsthaft Sorgen machen zu müssen.
Das kann ein böser Trugschluß sein, aber eigentlich kann ich mich auf mein Gefühl immer gut verlassen.

Liebe Grüße vom harten Kern, der im Notfall aber auch wirklich einen harten Kern hat!

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14. August 2002 um 22:06
In Antwort auf megan_12750002

Hm, ich hoffe,
daß das hier keine allzu fiesen Erinnerungen in Dir aufwühlt und wie schrecklich Sehnsucht sein kann, weiß ich genau - wenn es auch nicht auf diesen Fall zutrifft.

Ich möchte dazu noch etwas erklären, was hier vielleicht noch nicht ganz deutlich geworden ist:
Er wohnt weit von mir weg und gesehen haben wir uns genau ein Mal, als er beruflich in Hamburg zu tun hatte über ein Wochenene.
Ich war vorher sehr gespannt, wie er nun genau aussieht (ist ja doch immer was anderes, alls auf Fotos, auch wenn in einem Dreivierteljahr viele zusammengekommen sind) und ob er von der Art her auch genauso ist, wie ich ihn aus dem Chat und vom Telefon her kannte.
Ich habe etliche Menschen zuvor getroffen, die ich online kennengelernt hatte und niemand davon entsprach dem Bild, daß ich mir von ihm gemacht hatte. Die Menschen können sich hier gut verstellen...

Also hab ich ihn aus dem Hotel abgeholt, wir waren Essen und dann bis morgens auf dem Kiez unterwegs - und genau wie im Netz war es auch in Natura, als ob wir uns schon ewig kennen würden.
Es hat in beiden Fällen nicht eine Minute der Irritation gegeben.
Ich hatte eigentlich einen ganz schlechten Tag, weil ich mittags mit meiner großen Liebe aus dem Urlaub zurückgekommen bin und mir in dem Moment ziemlich klar war, daß es vorbei ist.
Ich hatte die Wochen zuvor Frustfressen betrieben, sah aus, wie ein Hefekloß, bekam meine Haare nicht in den Griff und hatte aufgrund zweier vorhergehender Reisen keine gescheiten sauberen Klamotten mehr im Schrank - dazu noch diese Depri-Phase... Ám liebsten wäre ich einfach zuhause geblieben!

Und was passiert? Nach einer kurzen Begrüßung fragt er nach dem Urlaub und wie es da jetzt weitergeht, ich kotze mich aus, er macht seine Anmerkungen dazu - und mir geht es immer besser.
Eine Stunde später habe ich Tränen gelacht!
Morgens hab ich ihn wieder am Hotel abgesetzt und nichts ist passiert.

Selbst, wenn man die ungünstigen Umstände wegläßt, ist er niemand, der mich beim ersten Treffen dermaßen vom Hocker gehauen hätte, daß ich meine Augen nicht mehr hätte abwenden können.

Wenn man zwei Jahre überwiegend alleine ist, läßt man sich schon mal ab und zu in Gedankenspiele verwickeln, die durchaus verlockend sein können.
Und dazu kommt tatsächlich grenzenloses Vertrauen, daß ich sonst nur zu ganz wenigen Menschen (eigentlich nur zweien) habe.
Und ein Wissen, eine Mischung aus Instinkt und der Erfahrung, die ich mit ihm gemacht habe, daß alles irgendwie ein gutes Ende nimmt.

Im Moment würde ich von meiner Seite aus diese Pläne sofort beenden, wenn seine Freundin etwas merken würde.
Sicher nicht ohne Bedauern, vielleicht auch mit ein wenig Trauer, aber ohne verletzt zu sein.

Ich hab es hier in einem anderen Beitrag schonmal geschrieben, möchte es aber nochmal wiederholen:
Irgendwie scheint ihm an der ganzen Sache (und an mir) noch mehr zu liegen, als es umgekehrt der Fall ist. D.h., scheint nicht nur, sondern ich weiß das. Und das gibt mir ein relativ gutes und ruhiges Gefühl.
Ich habe nicht das Gefühl, mir ernsthaft Sorgen machen zu müssen.
Das kann ein böser Trugschluß sein, aber eigentlich kann ich mich auf mein Gefühl immer gut verlassen.

Liebe Grüße vom harten Kern, der im Notfall aber auch wirklich einen harten Kern hat!

Ist schon ok
Guten Abend meine Liebe,

es geht schon in Ordnung. Die Erinnerung überrollt mich hin und wieder. Fies sind diese Erinnerungen auch nicht, es ist eher so, das ich bedauere, daß mein Mann so verletzt war, das er mich nicht verstehen konnte.

Deine Lage hat ganz andere Voraussetzungen als meine damals.

Ich habe Ihn jeden Tag gesehen, wir haben zusammen gearbeitet. Und ein Geheimnis zu bewahren war nicht leicht, auch wenn ich heute weiß, das es uns sehr gut gelungen ist, jedenfalls was die anderen Kollegen betraf.

Du klingst sehr sachlich und das ist sicher gut so. Deine Erfahrungen sind wohl groß genung, um hier alles besser einschätzen zu können. Und wenn Du Deine Gefühle gut im Griff hast, dann ist das doch gut für Dich.

Genieße Dein Leben ! Bis bald mal,

Liebe Grüsse von Romara

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