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Schlechte Hausfrau = schlechte Mutter?

4. Mai 2014 um 23:58

Gibt es ein Hausfrauen-Gen? Was ist, wenn man das nicht hat?

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in welcher meine Mama sehr ordentlich, fürsorglich, aber auch streng ist. Sie versuchte mich ordentlich werden zu lassen und musste leider feststellen, dass ich absolut nicht ihre Gene habe....denn sie steht morgens singend in aller Frühe auf, erstellt ein leckeres Frühstück, Musik läuft...dann giesst sie mit Freude die Blumen, geht arbeiten, kommt wieder zurück und kocht mit Freude..das Geschirr wird dann gemeinsam erledigt u.s.w....mein Vater ist immer auf Arbeit, kocht auch aus Leidenschaft, aber der restliche Haushalt macht er weniger.

Nun, so war meine Kindheit...jetzt bin ich 27, wohne seit langem nicht mehr Zuhause...hab einen Freund, der ebenfalls in einer sehr engen familiären Umgebung aufgewachsen ist. Mama hat bei ihnen Zuhause wirklich alles gemacht und macht sie jetzt noch. Bis ins kleinste Detail.

Nun zum Problem: Mein Freund ist nicht ordentlich, er putzt zwar bevor ich zu ihm komme am Wochenende, aber ansonsten stört es ihn nicht, das Geschirr erst ein paar Tage später zu machen...oder Kleider überall rumliegen zu lassen...er hätte aber nix dagegen, wenn ich das tun würde. Ich selber bin aber auch nicht die Ordentlichste, ich achte nicht auf Kleinigkeiten, jedoch bin ich ordentlicher als er. Mich stört es, wenn das Geschirr nach dem Essen einfach noch bis zum nächsten Tag auf dem Tisch steht. Ich koche zwar immer, weil er das nicht kann und will, jedoch mach ichs nicht gerne - es muss halt sein. Mit dem Putzen mach ich das in meiner Wohnung immer 1 mal die Woche gründlich, ansonsten eher weniger, da ich noch arbeite und studiere....Diese Situation kann man verantworten so lange man keine Kinder hat...aber wie siehts aus, wenn man Mutter ist? Wenn man täglich kochen muss fürs Kind, wenn man aufräumen muss und putzen....weils den Mann ja scheinbar eh nicht stört....dieser Gedanke überfordert mich, ich frage mich, ob ich das könnte...Wie könnt ihr das? wächst man da hinein oder braucht es dann ein Leben lang Überwindung? Ist man dann noch glücklich? Putzen und Haushalt ist für mich was, das nebenher laufen soll oder auch mal nicht....es hat keine Priorität, dies muss sich aber ändern, wenn man Kinder will....wie habt ihr das geschafft?

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5. Mai 2014 um 4:25


"Diese Situation kann man verantworten so lange man keine Kinder hat...aber wie siehts aus, wenn man Mutter ist?"
>>>Genau das kann ich mir in der Tat auch (noch) nicht vorstellen.

Ich habe den Eindruck, dass viele Frauen im Haushalt ihre Berufung sehen, auch kinderlose und junge Frauen.
Viele denken, sie würden ihrem Partner damit ihre Zuneigung demonstrieren...

Für meinen Mann & mich ist der Haushalt auch etwas, was nebenher läuft. Ist halt Alltag, ist halt nötig, aber kein Grund, sich Stress zu machen.

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5. Mai 2014 um 7:20

Wenn die Mutterhormone beginnen,
wird man meistens Sauberkeitsbewusster.
Steril sollte es eh nie zu Hause sein,sondern nur sauber und eine Grundordnung.
Haushaltsführung und Kochen erlernt man und in die Mutterrolle wächst man rein,man handelt instinktiv !

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5. Mai 2014 um 9:46

Gut zu wissen
dass Mutterhormone so Vieles ändern können
Zumindest hoff ich, dass es bei mir irgendwann auch so sein wird...dass dieses Mütterliche zum Vorschein kommt und man Haus und Garten pflegen will
Wahrscheinlich wäre ich jedoch eher die Art Mutter, die spontan Kind und Hund anzieht, Tag im Wald verbringt und dann abends zurückkommt und denkt...upssss....da war doch noch der Haushalt

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5. Mai 2014 um 10:00

Du machst...
... Dir jetzt schon Gedanken über ungelegte Eier.

Was Deine Situation mit Deinem Freund angeht: Wenn Du ebensowenig gern kochst wie er, solltest Du darauf achten, dass er auch mal fürs Futter sorgt, wenn Du da bist! Wenn Du automatisch alles machst, was er nicht gern tut, rutschst Du genau in die Situation hinein, die Du befürchtest: Dass Du nörgelnd den ganzen Haushalt allein schmeißen darfst, während Männe sich die Pantoffeln anzieht und vorm Fernseher hängt.

Davon abgesehen: Sorg dafür, dass Du genug verdienst, dann kannst Du Dir später auch ganz leicht Entlastung leisten - in Form einer Putzhilfe. Wenn Du Aufgaben abgeben kannst, ist alles nicht mal halb so schlimm!

Und noch was: Du solltest Dich von der Vorstellung trennen, in Sachen Haushalt genauso "perfekt" sein zu wollen wie Deine Mutter/ Eltern. Du bist Du - und hast Deine Prioritäten woanders liegen als Deine Mutter! Es ist vollkommen in Ordnung, wenn der Haushalt nicht an Nummer eins steht, sondern beispielsweise Dein Beruf/ Deine Ausbildung/ Dein Studium. Natürlich versuchen die Eltern, den Kindern ihr Idealbild überzustülpen - davon muss man sich einfach freimachen und sein Leben so leben, wie es einen selbst glücklich macht.

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5. Mai 2014 um 10:08

Meine
Eltern waren beide voll berufstätig,trotzdem herrschte ansonsten das klassische Rollenbild.
Mann(Arbeit,Garten,Handwerklic hes)
Frau(Arbeit,Haushalt Kinder)

bei meinen Grosseltern war das ebenfalls so

Wir waren eine Grossfamilie,das heisst man musste schon sehr früh auf eigenen Beinen stehen und jeder hatte seine Aufgabe im Haushalt zu erledigen

Ich muss sagen das man vieles wirklich übernommen hat
backen ist so gar nicht mein Ding,genauso grauam wie bügeln

dafür ist es für mich ganz selbstverständlich das die wäsche täglich erledigt wird,es mittags eine frisch gekochte Mahlzeit auf dem Tisch steht,das die Hausaufgaben der Kinder in meinem beisein erledigt werden usw.
Auch eine Grundhygiene setze ich einfach vorraus(ich renne jetzt nicht jedentag mit dem staubwedel durch die gegend,aber ein dreckiges Bad oder Küche stehen lassen geht für mich nicht,genauso wie ein dreckiger vollgekrümmelter Boden)

Wir haben eine Spülmaschine,hinter die Logik der Männer das Geschirr auf,anstatt in die Spülmaschine zu stellen bin ich noch nicht gekommen...

Dafür gibt es andere Dinge,da wächst man wohl auch nicht rein(kenne es auch nicht von mir zu hause)
so etwas wie leidenschaftlich basteln,stundenlang auf dem Spielplatz mitbuddeln oder treffen mit anderen Müttern und über Windeln,kacka,und das erste sabbern reden ist so gar nicht mein Fall


Ich muss sagen es kommt immer darauf an,es gibt Mütter die nehmen das Kind gerne als Ausrede für alles,nur damit sie nichts machen müssen
und es gibt andere,die sehen das Problem gar nicht


insbesondere wenn man Kinder hat,und eine gewisse grundhygiene kennt,gibt es gar keine Ausrede warum die Bude dreckig ist

einige erwähnen ja täglich sie müssten stundenlang putzen,wobei man sich dann immer fragt,wie schmuddelig einige hausen

vorallem weil vieles nebenbei abläuft und man das Kind auch nicht nonstop auf dem Arm hat und bespasst


mein persönliches fazit,ich finde Haushalt und Kinder wesentlich entspannter als zu arbeiten




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5. Mai 2014 um 13:35

Wie ist es dann mit den Männern?
verädern sich Männer hinsichtlich Putzen oder Ordnungsbewusststein auch, wenn Kinder da sind?
Ja, mein Freund muss noch lernen, dass die Dinge nicht von Alleine verschwinden, man muss sie wegräumen...ehrlich gesagt, lass ich auch deswegen das Geschirr stehen, weil ich es nicht nachräumen möchte. Er macht es dann tatsächlich auch, aber halt erst ein paar Tage später...für ihn ist halt Kochen und Geschirr spülen eher Frauensache, so habe ich den Eindruck. Genau so wie er sich zuständig fühlt fürs Möbelaufbauen, für alles was an meinem Auto anfällt (ohne, dass ich ihm was sagen muss, er macht es einfach...bestellt Ersatzteile und kauft mir Zubehör), auch sonst alles Technische...er lässt mich zum Beispiel auch nie meinen Koffer tragen, es ist wie normal für ihn, dass er der stärkere ist und mir den immer abnimmt....dafür koch ich dann für uns, einkaufen will er immer mit mir zusammen...aber eben, die geliebte Ordnung oder dieser sechste Ordnungssinn fehlt ihm komplett...da muss ich die Zügel in die Hand nehmen und delegieren, dann macht ers auch....aber genau da ist auch mein Defizit, da ich das ja selber nicht so gut kann...und wir dann zum Teil beide nicht wissen, wo nun der Hausschlüssel geblieben ist

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