Home / Forum / Liebe & Beziehung / Scheidungstermin steht bevor und ich gerate ins Schwanken

Scheidungstermin steht bevor und ich gerate ins Schwanken

10. November 2016 um 10:48

Hallo an alle,ich befinde mich in einer mißlichen Lage. Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Vielleicht hat hier jemand einen Anreiz für mich, meine durcheinander gewirbelten Gefühle/Gedanken.Ich habe mich vor 14 Monaten von meinem Mann getrennt. Man muss dazu sagen, dass wir schonmal für ein halbes Jahr getrennt waren. Allerdings haben wir uns dann wieder zusammen gerauft wegen allem was wir uns aufgebaut hatten. Nun habe ich mich vor 14 Monaten endgültig getrennt, es ging einfach nicht mehr für mich. Mein Mann wollte das nie, für ihn war unsere Ehe gut so wie sie war. Allerdings verstehen wir uns auch heute noch und ziehen als Eltern für unsere gemeinsame Tochter noch immer an einem Strang.

Seit zwei Monaten bin ich in einer neuen Beziehung zu einem Mann, der dieselbe Problematik wie ich hatte in seiner Partnerschaft. Uns fehlte Nähe körperlich als auch zwischenmenschlich.
Wir sehen uns leider nur sehr wenig, da jeder seinen Alltag hat. Er hat auch ein Kind mit seiner Ex-Freundin, demnach bleibt dann noch weniger Zeit. Zudem habe ich ihn meiner Tochter noch nicht vorgestellt, d.h. er kann auch nur kommen, wenn sie abends im Bett liegt, oder am Wochenende bei Ihrem Papa ist. Wir beide kommen sehr kurz und das belastet mich doch sehr.
Ist keine wirklich befriedigende Situation. Ihm geht es da nicht anders, aber er kann es derzeit so hinnehmen. Und da kommen wir zu meinen Zweifeln...

Ich bin ein Mensch, der das Familiendasein braucht und darin aufgeht. Seitdem wir getrennt sind ist dies natürlich nicht mehr vorhanden. Das fehlt mir schmerzlich und gerade um diese Zeit wird mir das wieder sehr deutlich bewusst. Ich beneide meine Freunde, die in ihrem "gemachten Nest" sitzen und gemeinsam das Leben beschreiten. Ich muss dazu sagen, dass das bei mir und meinem Noch-Mann immer sehr harmoniert hat. Er war auch immer sehr unterstützend und hat mich viel entlastet was unsere Tochter angeht. Was das angeht, konnte ich ihm nie einen Vorwurf machen!

Allerdings hat er mich emotional immer sehr auf Abstand gehalten. Ich weiß, dass er ein Bindungsproblem hatte, bevor wir zusammengekommen sind. Wir sind dann zwar zusammengekommen, aber er hat es nie wirklich geschafft mich an sich ranzulassen. Hat mich emotional so ziemlich am langen Arm verkümmern lassen. Relativ schnell hatten wir nur noch wenig Sex, er speiste mich immer mit Sätzen wie "Qualität statt Quantität" ab. Am Anfang fand ich das noch reizvoll, irgendwann war ich einfach nur noch frustriert und habe mich nicht mehr begehrt gefühlt, zumal er sich aber selbst befriedigen konnte. Das hat mich viel verletzt und ich habe es einfach nicht verstanden. Heute erkennt er all das und ihm wird schmerzlich bewusst, was er verloren hat und sieht heute auch was er zu unserem Scheitern beigetragen hat und suhlt sich nicht nur in der Opferrolle. Seitdem ich einen neuen Freund habe, zeigt er mal Emotionen, schreibt mir, dass er nun auch an sich arbeiten möchte, zur Therapie gehen würde, zieht alle Register und seitdem er das macht, bin ich total aus dem Gleichgewicht. An sich war ich mir mittlerweile sicher, ihn auch einfach nicht mehr zu lieben, körperliche Nähe, geschweige denn küssen kann ich mir auch nicht mehr vorstellen.

Aber ich vermisse es einfach so sehr eine Familie zu sein. Ich fühle mich oft schuldig meiner Tochter gegenüber ihr kein intaktes Familienbild bieten zu können, war es doch selbst als Scheidungskind immer mein größter Wunsch. Niemals wollte ich eine Patchworkfamilie und daran knabbere ich einfach sehr. Mein Lebenstraum ist zerplatzt und ich fange wieder von vorne an. Dabei wollte ich doch einfach nur ankommen und einen Partner für's Leben haben.

Ich gehe nun schon 1 Jahr tapfer allein meinen Weg, diese Zeit war auch sehr wichtig und wertvoll für mich. Zu sehen, dass ich selbst für meine Tochter und mich aufkommen kann, alles selbst managen kann mit Hilfe der lieben Großeltern. Aber ich bin einfach ein Mensch, der das Zusammenleben mit einem anderen Menschen braucht. Die Sorgen und Lasten des Alltags gemeinsam tragen möchte. Das fehlt mir sehr und das war immer etwas, was ich in meinem Mann gefunden habe. Er war einfach immer da, hat mich unterstützt, war mein bester Freund, aber leider nicht mein Geliebter... Ich habe oft Tage, an denen ich einfach alles rückgängig machen wollen würde, um nur ja wieder dieses Familiendasein zu haben. Aber sind das die richtigen Gründe?

Ich hätte demnach quasi gerne das Familiendasein was mein Mann mir geboten hat und auf der anderen Seite die Nähe die ich mit meinem Freund habe. Beides geht natürlich nicht.

Was ist wichtiger im Leben... Diese Frage stelle ich mir eben viel... Ich habe mich nun schon 3 mal von meinem Mann getrennt und dennoch zieht mich immer wieder etwas zurück und lässt ein wirkliches Loslassen nie zu...
Ist es normal, dass man vor der Scheidung nochmal alles in Frage stellt? Was meint ihr dazu?

Mehr lesen

10. November 2016 um 11:01

Du bist das Problem. Du bist nicht alleine glücklich. Niemand wird dich auf Dauer glücklich machen können. In 5 Jahren nach der Scheidung bist du mit deinem Gliebten wieder da, wo du jetzt bist.

Du musst das Glück und die Freude - die in dir immer vorhanden sind - finden. Erst wenn du die Vollkommenheit in Dir gefunden hast, wirst du dauerhaftes Glück kennen.

23 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 11:07

Und wie mache ich das? Wie finde ich das?

Ja, ich bin alleine nicht glücklich. Aber ich denke das ist nunmal mein Naturell. Ich bin nicht lange für's Alleinsein gemacht. Was ist daran so verkehrt?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 11:18

Weil mir jedes Glück genommen wurde, als meine Vater uns verlassen hat, uns einfach hat sitzen lassen. Von heute auf morgen wurde mein Vertrauen erschüttert und ich meiner Kindheit beraubt. Ich habe mit schrecklichen Gefühlen gekämpft, habe mich immer allein gefühlt mit meinen Sorgen, meinen Ängsten.

Als ich meinen Mann kennengelernt habe, habe ich ihn ihm all das gefunden- Geborgenheit, Sicherheit, das Gefühl zu Hause zu sein, angekommen zu sein... Seitdem ich ihn verlassen habe, fühle ich mich wieder wie das kleine Mädchen von damals, das etwas Wichtiges verloren hat.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 11:22
In Antwort auf butterfly8788

Und wie mache ich das? Wie finde ich das?

Ja, ich bin alleine nicht glücklich. Aber ich denke das ist nunmal mein Naturell. Ich bin nicht lange für's Alleinsein gemacht. Was ist daran so verkehrt?

Falsch ist dass du damit anderen zumutest für dein Glück verantwortlich zu sein. Das belastet auf Dauer jeden.

6 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 11:58

Vielen Dank liebe Vevlyn,ich denke du hast mit allem Recht. Diese Erkenntnis ist bitter. Auch wenn sie letzten Endes nichts Neues ist, ich das auch schon viel erkannt habe. Dennoch renne ich im Kreis. Denn ich weiß nicht, wie ich mich aus dieser Spirale lösen kann. Ich fühle mich ohne Partner so verloren, so schwankend, als würde mir der Boden unter den Füßen weggezogen werden. Ich habe ein ganz großes innerliches Gefühl der Verzweiflung was mich täglich begleitet. Ich werde schon damit wach und schlafe damit ein. Es ist genau dasselbe Gefühl was ich hatte, als Papa damals gegangen ist und ich mit meinen Gefühlen/meinen Emotionen allein dagestanden habe. Als ich mich von meinem Mann getrennt hatte habe ich mit diesem Gefühl schon gekämpft. Aber ich habe es mit Unterstützung und innerer Kraft selbst hinbekommen mich da wieder rauszukämpfen. Ich habe angefangen auf meinen Job aufzustocken, damit ich für mich und meine Tochter selbst aufkommen kann, nicht auf meinen Noch-Mann angewiesen bin, ich habe dafür gesorgt, dass meine Tochter die Trennung gut verarbeitet und das Verhältnis zu ihrem Papa weiterhin bestehen bleibt. Und nun beginne ich etwas Neues, die Scheidung kommt nun unaufhaltsam näher und ich fühle mich wieder so schlecht wie vor einem Jahr. Ich habe einfach das Gefühl es allein nicht zu schaffen, dabei gehe ich schon die ganze Zeit alleine. Ich fühle/ich empfinde es einfach nur nicht so. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Wie ich das beheben soll... Und vor allem, ob es nun richtig ist mich von meinem Mann scheiden zu lassen...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 12:07
In Antwort auf butterfly8788

Hallo an alle,ich befinde mich in einer mißlichen Lage. Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Vielleicht hat hier jemand einen Anreiz für mich, meine durcheinander gewirbelten Gefühle/Gedanken.Ich habe mich vor 14 Monaten von meinem Mann getrennt. Man muss dazu sagen, dass wir schonmal für ein halbes Jahr getrennt waren. Allerdings haben wir uns dann wieder zusammen gerauft wegen allem was wir uns aufgebaut hatten. Nun habe ich mich vor 14 Monaten endgültig getrennt, es ging einfach nicht mehr für mich. Mein Mann wollte das nie, für ihn war unsere Ehe gut so wie sie war. Allerdings verstehen wir uns auch heute noch und ziehen als Eltern für unsere gemeinsame Tochter noch immer an einem Strang.

Seit zwei Monaten bin ich in einer neuen Beziehung zu einem Mann, der dieselbe Problematik wie ich hatte in seiner Partnerschaft. Uns fehlte Nähe körperlich als auch zwischenmenschlich.
Wir sehen uns leider nur sehr wenig, da jeder seinen Alltag hat. Er hat auch ein Kind mit seiner Ex-Freundin, demnach bleibt dann noch weniger Zeit. Zudem habe ich ihn meiner Tochter noch nicht vorgestellt, d.h. er kann auch nur kommen, wenn sie abends im Bett liegt, oder am Wochenende bei Ihrem Papa ist. Wir beide kommen sehr kurz und das belastet mich doch sehr.
Ist keine wirklich befriedigende Situation. Ihm geht es da nicht anders, aber er kann es derzeit so hinnehmen. Und da kommen wir zu meinen Zweifeln...

Ich bin ein Mensch, der das Familiendasein braucht und darin aufgeht. Seitdem wir getrennt sind ist dies natürlich nicht mehr vorhanden. Das fehlt mir schmerzlich und gerade um diese Zeit wird mir das wieder sehr deutlich bewusst. Ich beneide meine Freunde, die in ihrem "gemachten Nest" sitzen und gemeinsam das Leben beschreiten. Ich muss dazu sagen, dass das bei mir und meinem Noch-Mann immer sehr harmoniert hat. Er war auch immer sehr unterstützend und hat mich viel entlastet was unsere Tochter angeht. Was das angeht, konnte ich ihm nie einen Vorwurf machen!

Allerdings hat er mich emotional immer sehr auf Abstand gehalten. Ich weiß, dass er ein Bindungsproblem hatte, bevor wir zusammengekommen sind. Wir sind dann zwar zusammengekommen, aber er hat es nie wirklich geschafft mich an sich ranzulassen. Hat mich emotional so ziemlich am langen Arm verkümmern lassen. Relativ schnell hatten wir nur noch wenig Sex, er speiste mich immer mit Sätzen wie "Qualität statt Quantität" ab. Am Anfang fand ich das noch reizvoll, irgendwann war ich einfach nur noch frustriert und habe mich nicht mehr begehrt gefühlt, zumal er sich aber selbst befriedigen konnte. Das hat mich viel verletzt und ich habe es einfach nicht verstanden. Heute erkennt er all das und ihm wird schmerzlich bewusst, was er verloren hat und sieht heute auch was er zu unserem Scheitern beigetragen hat und suhlt sich nicht nur in der Opferrolle. Seitdem ich einen neuen Freund habe, zeigt er mal Emotionen, schreibt mir, dass er nun auch an sich arbeiten möchte, zur Therapie gehen würde, zieht alle Register und seitdem er das macht, bin ich total aus dem Gleichgewicht. An sich war ich mir mittlerweile sicher, ihn auch einfach nicht mehr zu lieben, körperliche Nähe, geschweige denn küssen kann ich mir auch nicht mehr vorstellen.

Aber ich vermisse es einfach so sehr eine Familie zu sein. Ich fühle mich oft schuldig meiner Tochter gegenüber ihr kein intaktes Familienbild bieten zu können, war es doch selbst als Scheidungskind immer mein größter Wunsch. Niemals wollte ich eine Patchworkfamilie und daran knabbere ich einfach sehr. Mein Lebenstraum ist zerplatzt und ich fange wieder von vorne an. Dabei wollte ich doch einfach nur ankommen und einen Partner für's Leben haben.

Ich gehe nun schon 1 Jahr tapfer allein meinen Weg, diese Zeit war auch sehr wichtig und wertvoll für mich. Zu sehen, dass ich selbst für meine Tochter und mich aufkommen kann, alles selbst managen kann mit Hilfe der lieben Großeltern. Aber ich bin einfach ein Mensch, der das Zusammenleben mit einem anderen Menschen braucht. Die Sorgen und Lasten des Alltags gemeinsam tragen möchte. Das fehlt mir sehr und das war immer etwas, was ich in meinem Mann gefunden habe. Er war einfach immer da, hat mich unterstützt, war mein bester Freund, aber leider nicht mein Geliebter... Ich habe oft Tage, an denen ich einfach alles rückgängig machen wollen würde, um nur ja wieder dieses Familiendasein zu haben. Aber sind das die richtigen Gründe?

Ich hätte demnach quasi gerne das Familiendasein was mein Mann mir geboten hat und auf der anderen Seite die Nähe die ich mit meinem Freund habe. Beides geht natürlich nicht.

Was ist wichtiger im Leben... Diese Frage stelle ich mir eben viel... Ich habe mich nun schon 3 mal von meinem Mann getrennt und dennoch zieht mich immer wieder etwas zurück und lässt ein wirkliches Loslassen nie zu...
Ist es normal, dass man vor der Scheidung nochmal alles in Frage stellt? Was meint ihr dazu? 

Vielleicht suchst du in deinen Partner ja unbewusst deinen Vater und überforderst sie damit? Ich denke, du solltest jetzt nicht zu deinem Mann zurück. Es ist normal, dass du dich schlecht fühlst, wenn du versuchst aus einem Beziehungsmuster auszubrechen, das du dein Leben lang verfolgt hast. Vielleicht brauchst du noch ein bisschen Zeit? Ich sehe auch ganz viele Schuldgefühle, weil du deiner Tochter nicht das bieten kannst, was dir als Kind so gefehlt hat. Aber wenn ihr es schafft, dass dein Ex als Vater weiterhin präsent ist, wird deine Tochter nicht unter der Scheidung leiden wie du.

Wenn du ein bisschen Zeit und Geld übrig hast (ich vermute mal im Moment eher nicht), wäre es vielleicht ganz gut, mal eine psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 12:18

Ich weiß heute genau, was ich leben können muss in einer Partnerschaft. Eben der letzte Satz hat mich in die Arme meines Mannes getrieben. Das war das "innere Kind" was damals in mir gesprochen hat. Und deshalb habe ich es auch jahrelang nicht geschafft aus meiner Ehe auszubrechen, weil ich abhängig war von ihm, diesem Gefühl der Geborgenheit/der Sicherheit. Ich habe mich wie ein kleines Mädchen gefühlt mit meinem Mann, wohl behütet in den Armen eines Vaters... Aber die Frau in mir habe ich nicht gelebt. Als sie anfing sich zu melden habe ich sie unterdrückt. Ich hatte "Angst" vor ihr, weil sie mich quasi aus meinem heimeligen Nest treiben wollte. Ich habe die Bedürfnisse die ich heute als Frau habe unterdrückt, weil ich Angst hatte vor der Trennung. Aber die Sehnsucht nach einer Partnerschaft die Nähe beinhaltet hat mich immer wieder ausbrechen lassen wollen.Mit meinem Freund hatte ich das erste Mal das Gefühl mich zu leben. Ich selbst zu sein. Ich fühlte mich mutig, frei und einfach nur glücklich. Dieses Gefühl ist dahin seitdem mein Mann anfing mich emotional zu erpressen. Ich fühle mich schuldig ihm gegenüber, meiner Tochter gegenüber und habe seither wieder das Gefühl als müsse ich zurück gehen und fühle mich seither wieder so, als könnte ich es ohne meinen Mann nicht schaffen.

Aber zu meinem Freund fühle ich mich sehr hingezogen, ich fühle mich ihm sehr nahe und verbunden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 12:25
In Antwort auf somasu

Vielleicht suchst du in deinen Partner ja unbewusst deinen Vater und überforderst sie damit? Ich denke, du solltest jetzt nicht zu deinem Mann zurück. Es ist normal, dass du dich schlecht fühlst, wenn du versuchst aus einem Beziehungsmuster auszubrechen, das du dein Leben lang verfolgt hast. Vielleicht brauchst du noch ein bisschen Zeit? Ich sehe auch ganz viele Schuldgefühle, weil du deiner Tochter nicht das bieten kannst, was dir als Kind so gefehlt hat. Aber wenn ihr es schafft, dass dein Ex als Vater weiterhin präsent ist, wird deine Tochter nicht unter der Scheidung leiden wie du.

Wenn du ein bisschen Zeit und Geld übrig hast (ich vermute mal im Moment eher nicht), wäre es vielleicht ganz gut, mal eine psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. 

Das mache ich schon und sie hilft mir auch gut weiter. Aber es fördert auch sehr viele alte Gefühle zu Tage und diese auszuhalten fällt mir gerade unwahrscheinlich schwer...Ja, ich denke du triffst es sehr gut mit dem was du geschrieben hast. Das habe ich. Tom war für mich wie eine Vaterfigur. Ich vermisse ihn auch schmerzlich wie einen Vater. Ich denke deshalb habe ich auch wieder diese Gefühle wie damals als mein Vater uns verlassen hat. Es sind die identischen Gefühle.Nur wie breche ich aus diesem Teufelskreislauf aus? Ich versuche es gerade mit meinem neuen Freund, aber ich merke wie schwer es mir fällt, mich wirklich auf ihn einzulassen, weil ich auch ein Problem mit Nähe zulassen habe. Ich sehne mich nach ihr, aber nach dem Scheitern meiner Ehe habe ich noch mehr Probleme damit einen Menschen an mich ranzulassen aus Angst genau das wieder zu erleben.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2016 um 18:23
In Antwort auf butterfly8788

Hallo an alle,ich befinde mich in einer mißlichen Lage. Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Vielleicht hat hier jemand einen Anreiz für mich, meine durcheinander gewirbelten Gefühle/Gedanken.Ich habe mich vor 14 Monaten von meinem Mann getrennt. Man muss dazu sagen, dass wir schonmal für ein halbes Jahr getrennt waren. Allerdings haben wir uns dann wieder zusammen gerauft wegen allem was wir uns aufgebaut hatten. Nun habe ich mich vor 14 Monaten endgültig getrennt, es ging einfach nicht mehr für mich. Mein Mann wollte das nie, für ihn war unsere Ehe gut so wie sie war. Allerdings verstehen wir uns auch heute noch und ziehen als Eltern für unsere gemeinsame Tochter noch immer an einem Strang.

Seit zwei Monaten bin ich in einer neuen Beziehung zu einem Mann, der dieselbe Problematik wie ich hatte in seiner Partnerschaft. Uns fehlte Nähe körperlich als auch zwischenmenschlich.
Wir sehen uns leider nur sehr wenig, da jeder seinen Alltag hat. Er hat auch ein Kind mit seiner Ex-Freundin, demnach bleibt dann noch weniger Zeit. Zudem habe ich ihn meiner Tochter noch nicht vorgestellt, d.h. er kann auch nur kommen, wenn sie abends im Bett liegt, oder am Wochenende bei Ihrem Papa ist. Wir beide kommen sehr kurz und das belastet mich doch sehr.
Ist keine wirklich befriedigende Situation. Ihm geht es da nicht anders, aber er kann es derzeit so hinnehmen. Und da kommen wir zu meinen Zweifeln...

Ich bin ein Mensch, der das Familiendasein braucht und darin aufgeht. Seitdem wir getrennt sind ist dies natürlich nicht mehr vorhanden. Das fehlt mir schmerzlich und gerade um diese Zeit wird mir das wieder sehr deutlich bewusst. Ich beneide meine Freunde, die in ihrem "gemachten Nest" sitzen und gemeinsam das Leben beschreiten. Ich muss dazu sagen, dass das bei mir und meinem Noch-Mann immer sehr harmoniert hat. Er war auch immer sehr unterstützend und hat mich viel entlastet was unsere Tochter angeht. Was das angeht, konnte ich ihm nie einen Vorwurf machen!

Allerdings hat er mich emotional immer sehr auf Abstand gehalten. Ich weiß, dass er ein Bindungsproblem hatte, bevor wir zusammengekommen sind. Wir sind dann zwar zusammengekommen, aber er hat es nie wirklich geschafft mich an sich ranzulassen. Hat mich emotional so ziemlich am langen Arm verkümmern lassen. Relativ schnell hatten wir nur noch wenig Sex, er speiste mich immer mit Sätzen wie "Qualität statt Quantität" ab. Am Anfang fand ich das noch reizvoll, irgendwann war ich einfach nur noch frustriert und habe mich nicht mehr begehrt gefühlt, zumal er sich aber selbst befriedigen konnte. Das hat mich viel verletzt und ich habe es einfach nicht verstanden. Heute erkennt er all das und ihm wird schmerzlich bewusst, was er verloren hat und sieht heute auch was er zu unserem Scheitern beigetragen hat und suhlt sich nicht nur in der Opferrolle. Seitdem ich einen neuen Freund habe, zeigt er mal Emotionen, schreibt mir, dass er nun auch an sich arbeiten möchte, zur Therapie gehen würde, zieht alle Register und seitdem er das macht, bin ich total aus dem Gleichgewicht. An sich war ich mir mittlerweile sicher, ihn auch einfach nicht mehr zu lieben, körperliche Nähe, geschweige denn küssen kann ich mir auch nicht mehr vorstellen.

Aber ich vermisse es einfach so sehr eine Familie zu sein. Ich fühle mich oft schuldig meiner Tochter gegenüber ihr kein intaktes Familienbild bieten zu können, war es doch selbst als Scheidungskind immer mein größter Wunsch. Niemals wollte ich eine Patchworkfamilie und daran knabbere ich einfach sehr. Mein Lebenstraum ist zerplatzt und ich fange wieder von vorne an. Dabei wollte ich doch einfach nur ankommen und einen Partner für's Leben haben.

Ich gehe nun schon 1 Jahr tapfer allein meinen Weg, diese Zeit war auch sehr wichtig und wertvoll für mich. Zu sehen, dass ich selbst für meine Tochter und mich aufkommen kann, alles selbst managen kann mit Hilfe der lieben Großeltern. Aber ich bin einfach ein Mensch, der das Zusammenleben mit einem anderen Menschen braucht. Die Sorgen und Lasten des Alltags gemeinsam tragen möchte. Das fehlt mir sehr und das war immer etwas, was ich in meinem Mann gefunden habe. Er war einfach immer da, hat mich unterstützt, war mein bester Freund, aber leider nicht mein Geliebter... Ich habe oft Tage, an denen ich einfach alles rückgängig machen wollen würde, um nur ja wieder dieses Familiendasein zu haben. Aber sind das die richtigen Gründe?

Ich hätte demnach quasi gerne das Familiendasein was mein Mann mir geboten hat und auf der anderen Seite die Nähe die ich mit meinem Freund habe. Beides geht natürlich nicht.

Was ist wichtiger im Leben... Diese Frage stelle ich mir eben viel... Ich habe mich nun schon 3 mal von meinem Mann getrennt und dennoch zieht mich immer wieder etwas zurück und lässt ein wirkliches Loslassen nie zu...
Ist es normal, dass man vor der Scheidung nochmal alles in Frage stellt? Was meint ihr dazu? 

Hallo butterfly,
ich denke mal an meine Situation. Stell dir vor du wirst plötzlich sehr krank fast ein Pflegefall. Was glaubst du wer bis zu letzt an deiner Seite bleibt wenn es nicht mehr um Sex und irgendwelche banale Dinge geht. Dein Mann oder dein Freund?
Bis dahin sollte man gemeinsam am Zusammenleben arbeiten. Das Leben ist nicht nur Sonnenschein.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. November 2016 um 17:09

Na Butterfly hats dir die Sprache verschlagen oder ist die Scheidung schon durch.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. November 2016 um 9:38
In Antwort auf shamane65

Na Butterfly hats dir die Sprache verschlagen oder ist die Scheidung schon durch.

Weder noch... Ich bin einfach nur noch durcheinander. Meine Gedanken drehen sich im Kreis und nichts macht mehr Sinn. Fühle mich gerade absolut nicht wohl in meiner Haut. Habe mich nun auch von meinem Freund getrennt. Solange ich nicht weiß wo mir der Kopf steht, möchte ich da keinen weiteren mit reinziehen und mich selbst auch nicht weiter in diesem Chaos verstricken.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. November 2016 um 9:44

Ich dachte eigentlich nicht mehr. Aber warum nur fällt es mir dann so schwer loszulassen? Warum tut es mir selbst fast körperlich weh, wenn ich weiß, dass er leidet und es ihm nicht gut geht? Ich kann so selbst einfach nicht glücklich werden. Seitdem ich einen neuen Freund hatte, wurde mein Noch-Mann ungewohnt gefühlsbetont, zeigte sich auf einmal sehr kooperativ. Seither schwirrt er mir ständig im Kopf umher und mir fängt es an wieder schlechter zu gehen...Jegliche Leichtigkeit die ich zwischenzeitlich empfunden hatte ist dahin.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. November 2016 um 6:45
In Antwort auf butterfly8788

Hallo an alle,ich befinde mich in einer mißlichen Lage. Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Vielleicht hat hier jemand einen Anreiz für mich, meine durcheinander gewirbelten Gefühle/Gedanken.Ich habe mich vor 14 Monaten von meinem Mann getrennt. Man muss dazu sagen, dass wir schonmal für ein halbes Jahr getrennt waren. Allerdings haben wir uns dann wieder zusammen gerauft wegen allem was wir uns aufgebaut hatten. Nun habe ich mich vor 14 Monaten endgültig getrennt, es ging einfach nicht mehr für mich. Mein Mann wollte das nie, für ihn war unsere Ehe gut so wie sie war. Allerdings verstehen wir uns auch heute noch und ziehen als Eltern für unsere gemeinsame Tochter noch immer an einem Strang.

Seit zwei Monaten bin ich in einer neuen Beziehung zu einem Mann, der dieselbe Problematik wie ich hatte in seiner Partnerschaft. Uns fehlte Nähe körperlich als auch zwischenmenschlich.
Wir sehen uns leider nur sehr wenig, da jeder seinen Alltag hat. Er hat auch ein Kind mit seiner Ex-Freundin, demnach bleibt dann noch weniger Zeit. Zudem habe ich ihn meiner Tochter noch nicht vorgestellt, d.h. er kann auch nur kommen, wenn sie abends im Bett liegt, oder am Wochenende bei Ihrem Papa ist. Wir beide kommen sehr kurz und das belastet mich doch sehr.
Ist keine wirklich befriedigende Situation. Ihm geht es da nicht anders, aber er kann es derzeit so hinnehmen. Und da kommen wir zu meinen Zweifeln...

Ich bin ein Mensch, der das Familiendasein braucht und darin aufgeht. Seitdem wir getrennt sind ist dies natürlich nicht mehr vorhanden. Das fehlt mir schmerzlich und gerade um diese Zeit wird mir das wieder sehr deutlich bewusst. Ich beneide meine Freunde, die in ihrem "gemachten Nest" sitzen und gemeinsam das Leben beschreiten. Ich muss dazu sagen, dass das bei mir und meinem Noch-Mann immer sehr harmoniert hat. Er war auch immer sehr unterstützend und hat mich viel entlastet was unsere Tochter angeht. Was das angeht, konnte ich ihm nie einen Vorwurf machen!

Allerdings hat er mich emotional immer sehr auf Abstand gehalten. Ich weiß, dass er ein Bindungsproblem hatte, bevor wir zusammengekommen sind. Wir sind dann zwar zusammengekommen, aber er hat es nie wirklich geschafft mich an sich ranzulassen. Hat mich emotional so ziemlich am langen Arm verkümmern lassen. Relativ schnell hatten wir nur noch wenig Sex, er speiste mich immer mit Sätzen wie "Qualität statt Quantität" ab. Am Anfang fand ich das noch reizvoll, irgendwann war ich einfach nur noch frustriert und habe mich nicht mehr begehrt gefühlt, zumal er sich aber selbst befriedigen konnte. Das hat mich viel verletzt und ich habe es einfach nicht verstanden. Heute erkennt er all das und ihm wird schmerzlich bewusst, was er verloren hat und sieht heute auch was er zu unserem Scheitern beigetragen hat und suhlt sich nicht nur in der Opferrolle. Seitdem ich einen neuen Freund habe, zeigt er mal Emotionen, schreibt mir, dass er nun auch an sich arbeiten möchte, zur Therapie gehen würde, zieht alle Register und seitdem er das macht, bin ich total aus dem Gleichgewicht. An sich war ich mir mittlerweile sicher, ihn auch einfach nicht mehr zu lieben, körperliche Nähe, geschweige denn küssen kann ich mir auch nicht mehr vorstellen.

Aber ich vermisse es einfach so sehr eine Familie zu sein. Ich fühle mich oft schuldig meiner Tochter gegenüber ihr kein intaktes Familienbild bieten zu können, war es doch selbst als Scheidungskind immer mein größter Wunsch. Niemals wollte ich eine Patchworkfamilie und daran knabbere ich einfach sehr. Mein Lebenstraum ist zerplatzt und ich fange wieder von vorne an. Dabei wollte ich doch einfach nur ankommen und einen Partner für's Leben haben.

Ich gehe nun schon 1 Jahr tapfer allein meinen Weg, diese Zeit war auch sehr wichtig und wertvoll für mich. Zu sehen, dass ich selbst für meine Tochter und mich aufkommen kann, alles selbst managen kann mit Hilfe der lieben Großeltern. Aber ich bin einfach ein Mensch, der das Zusammenleben mit einem anderen Menschen braucht. Die Sorgen und Lasten des Alltags gemeinsam tragen möchte. Das fehlt mir sehr und das war immer etwas, was ich in meinem Mann gefunden habe. Er war einfach immer da, hat mich unterstützt, war mein bester Freund, aber leider nicht mein Geliebter... Ich habe oft Tage, an denen ich einfach alles rückgängig machen wollen würde, um nur ja wieder dieses Familiendasein zu haben. Aber sind das die richtigen Gründe?

Ich hätte demnach quasi gerne das Familiendasein was mein Mann mir geboten hat und auf der anderen Seite die Nähe die ich mit meinem Freund habe. Beides geht natürlich nicht.

Was ist wichtiger im Leben... Diese Frage stelle ich mir eben viel... Ich habe mich nun schon 3 mal von meinem Mann getrennt und dennoch zieht mich immer wieder etwas zurück und lässt ein wirkliches Loslassen nie zu...
Ist es normal, dass man vor der Scheidung nochmal alles in Frage stellt? Was meint ihr dazu? 

Verstehe Dich absolut!

Ich war als Single auch nie glücklich.

Und ich halte eine Beziehung, die auf Freundschaft basiert, für 1 000mal besser, als eine, die es nicht tut.

Ich kann Dir nur dazu raten, Deinen Mann ernst zu nehmen und ihm eine Chance zu geben.
Und bleibt im Gespräch. Frag ihn immer wieder nach seiner Meinung.

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. November 2016 um 10:20
In Antwort auf heartsease

Verstehe Dich absolut!

Ich war als Single auch nie glücklich.

Und ich halte eine Beziehung, die auf Freundschaft basiert, für 1 000mal besser, als eine, die es nicht tut.

Ich kann Dir nur dazu raten, Deinen Mann ernst zu nehmen und ihm eine Chance zu geben.
Und bleibt im Gespräch. Frag ihn immer wieder nach seiner Meinung.

Ups, das "liken" war ein Versehen. Ich kann das von dir Geschriebene nicht so unterschreiben. Ich sehe es eher so, wie es hier auch schon anderweitig festgehalten wurde- man muss lernen selbst glücklich zu sein, sich nicht immer erst über eine Partnerschaft zu definieren. Ich habe mich dadurch bisher mein ganzes Leben lang in Abhängigkeiten verstrickt. Aus Angst mal meinen Weg zu gehen- alleine... Gerade selbst als Scheidungskind war mein Ziel, mein Lebensplan automatisch eine eigene kleine Familie zu haben. Ich war immer auf der Suche danach die Leere zu füllen die vorhanden war, seitdem mein Dad uns verlassen hatte... Ich habe in der Tat, so erkenne ich heute, bisher Ausschau nach einem Vaterersatz gehalten. Jemanden der das "innere Kind" in mir befriedigt. Nur musste ich feststellen, dass die Frau zu der ich herangewachsen bin nicht erfüllt ist in dieser Ehe. Und auch nie sein wird, weil mein Mann und ich dafür viel zu unterschiedlich sind. Ich glaube ich klammere mich einfach verzweifelt an diesem Traumbild fest. Habe Angst vor der Endgültigkeit die die nahende Scheidung mit sich bringt. Denn es bedeutet Abschied nehmen von einem Lebenstraum. Ich respektiere meinen Mann und das sehr, er ist mir ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben und vor allem in dem Leben meiner Tochter. Dort möchte ich ihn auch immer wissen, denn ich selbst weiß wie wichtig es ist mit einem Vater aufzuwachsen... Aber ich sehe ihn an, bin traurig, mir tut es Leid, aber ich möchte ihn nicht küssen, ich möchte ihn nicht berühren, ich möchte ihm nicht nahe sein. Er ist mir vertraut, aber was das angeht doch so fremd. Wir haben es fast die Hälfte unserer Ehe versucht, ich habe mich gezwungen damit glücklich zu sein, damit wir eine Familie bleiben. Aber ich bin darunter eingegangen- wie eine Blume die nicht gegossen wird. Und was hat meine Tochter, was haben wir am Ende davon? Nichts, bloß einen viel größeren Schaden und irgendwann keinerlei Respekt mehr voreinander. Das ist nicht der Preis den ich zahlen möchte. Dann lieber so- ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...

Ich glaube der Weg den ich seit einem Jahr gehe ist gut und wichtig für meine persönliche Entwicklung. Mich zu befreien von Abhängigkeiten. Ich hoffe ich bin eines Tages frei...

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. November 2016 um 13:43
In Antwort auf butterfly8788

Ups, das "liken" war ein Versehen. Ich kann das von dir Geschriebene nicht so unterschreiben. Ich sehe es eher so, wie es hier auch schon anderweitig festgehalten wurde- man muss lernen selbst glücklich zu sein, sich nicht immer erst über eine Partnerschaft zu definieren. Ich habe mich dadurch bisher mein ganzes Leben lang in Abhängigkeiten verstrickt. Aus Angst mal meinen Weg zu gehen- alleine... Gerade selbst als Scheidungskind war mein Ziel, mein Lebensplan automatisch eine eigene kleine Familie zu haben. Ich war immer auf der Suche danach die Leere zu füllen die vorhanden war, seitdem mein Dad uns verlassen hatte... Ich habe in der Tat, so erkenne ich heute, bisher Ausschau nach einem Vaterersatz gehalten. Jemanden der das "innere Kind" in mir befriedigt. Nur musste ich feststellen, dass die Frau zu der ich herangewachsen bin nicht erfüllt ist in dieser Ehe. Und auch nie sein wird, weil mein Mann und ich dafür viel zu unterschiedlich sind. Ich glaube ich klammere mich einfach verzweifelt an diesem Traumbild fest. Habe Angst vor der Endgültigkeit die die nahende Scheidung mit sich bringt. Denn es bedeutet Abschied nehmen von einem Lebenstraum. Ich respektiere meinen Mann und das sehr, er ist mir ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben und vor allem in dem Leben meiner Tochter. Dort möchte ich ihn auch immer wissen, denn ich selbst weiß wie wichtig es ist mit einem Vater aufzuwachsen... Aber ich sehe ihn an, bin traurig, mir tut es Leid, aber ich möchte ihn nicht küssen, ich möchte ihn nicht berühren, ich möchte ihm nicht nahe sein. Er ist mir vertraut, aber was das angeht doch so fremd. Wir haben es fast die Hälfte unserer Ehe versucht, ich habe mich gezwungen damit glücklich zu sein, damit wir eine Familie bleiben. Aber ich bin darunter eingegangen- wie eine Blume die nicht gegossen wird. Und was hat meine Tochter, was haben wir am Ende davon? Nichts, bloß einen viel größeren Schaden und irgendwann keinerlei Respekt mehr voreinander. Das ist nicht der Preis den ich zahlen möchte. Dann lieber so- ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...

Ich glaube der Weg den ich seit einem Jahr gehe ist gut und wichtig für meine persönliche Entwicklung. Mich zu befreien von Abhängigkeiten. Ich hoffe ich bin eines Tages frei...

Ok und was genau wolltest Du hier hören bzw. lesen?

Wenn Du es so siehst, ist doch alles gut. Lässt euch scheiden und fertig.

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen