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Scheidung, Kinder, Eheberatung oder übertreibe ich damit?

23. Oktober 2017 um 20:59

Hallo zusammen,

ich befinde mich zur Zeit in einer emotionalen Zwickmühle und würde mich freuen wenn ich ein paar andere Meinungen hören würde. 

Vorab meine Situation:
Ich bin Ende 30, seit 12 Jahren verheiratet und meine Frau entbindet unser drittes Kind in zwei Wochen. Die anderen beiden sind 7 und 4.

Unsere Ehe war immer schon recht kühl. Meine Frau tut sich offensichtlich schwer ihre Gefühle zu zeigen und körperliche Nähe beschränkt sich eigentlich schon immer auf gelegentliches Rücken Kratzern und etwa 1-2 Mal Sex im Monat. "Ich liebe dich" habe ich in unserer ganzen Ehe vielleicht zweimal gehört - ziemlich zu Anfang. Zu einem Bussi oder einer Umarmung muss ich sie fast schon nötigen. Beides wird nicht erwidert oder zu 90% abgelehnt.

Warum ich das solange mitmache? Sie hatte eine schwere Kindheit und ich vielleicht ein leichtes Helfersyndrom... Ich hatte immer die Hoffnung, dass es besser wird. Wir haben geheiratet. Um aus der Arbeitslosigkeit zu kommen habe ich kurz darauf einen neuen Job angenommen der unsere Ehe in eine Wochenendbeziehung drängte. Sie ging fremd, dass erste Kind kam. Ich entschied mich sie nicht sitzen zu lassen und hoffe, dass dieses Kind unsere Beziehung inniger macht. Fehlanzeige - es herrschte wieder Eiszeit aber mit besseren und schlechteren Zeiten. Wir zeugten nun die nächsten zwei Kinder, hatten zwischenzeitlich ein Haus und nun ist wieder eine extreme Phase, die mich daran erinnert wie ich mir eigentlich eine Ehe bzw. Beziehung vorstellen würde. Und das geht offensichtlich mit der meiner Frau ziemlich auseinander.

Nachdem sie mir bei einem Besuch bei ihren Eltern vor versammelter Mannschaft Gegen mein Schienbein getreten hat (Grund war, dass unser 4 jähriger beim rumalbern gestürzt ist und weinte) hatte ich eine Aussprache mit ihr. Ich sagte, dass mich das psychisch verletzt wenn sie sowas tut (geschlagen hat sie mich im Streit schon öfter, aber vor anderen ist eine neue Dimension). Was mich allerdings richtig geschockt hat war ihre Aussage, dass sie ihr Verhalten "in der Situation" richtig fand.

Ich liebe meine Frau, aber ich bin es leid in einer Eishöhle zu wohnen und vor allem, dermaßen verletzt zu werden... Ich bin ehrlich, ich will so eine Ehe nicht. Deshalb sage ich ihr, dass ich mit ihr zu einer eheberatung will. Sie schrie mich daraufhin an. "Ich entbinde in zwei Wochen! Danach habe ich Wochenbett. Da habe ich für so einen Scheiß keine Zeit!" - Original Aussage.

Ich fühle mich so schlecht. Einerseits habe ich hier eine Familie. Frau, bald drei Kinder, ein Haus und ein sicheren Job.

Andererseits glaube ich nicht, dass sich meine Frau ändern wird. Ich hätte gerne eine Frau die mir Zeugen kann das sie mich liebt. Die mich nicht nur weg stößt. Gerade im Streit zeigt sich sprichwörtlich die Bestie. Sie schreit, beleidigt, schlägt, zerstört Gegenstände... Ich hasse das und es verletzt mich. Momentan ist jede Tag ein Tanz um die rohen Eier. Jedes falsche Wort könnte die Bombe zum platzen bringen. 

Ich würde mir gerne professionelle Hilfe holen. Da meine Frau auf "so einen scheiß" ja keine Lust hat, müsste ich da alleine hin... Wenn ich das meiner Frau sagen würde, wären die Höllentore wieder offen. 

Was soll ich also machen? Heimlich hin? Das wäre nicht so leicht weil wir momentan beide Zuhause sind. Ich müsste sie belügen und einen anderen Grund nennen.

Und noch etwas. Ich habe panische Angst davor was passiert wenn ich mich trennen würde. Ich denke nicht nur ans finanzielle. Es wird mein Ruin, aber ich akzeptiere das. Mich belastet eher die Situation mit den Kindern. Ich liebe sie über alles und habe Angst, dass ich ihnen ihr kleines Herz damit raus reißen würde.... Hat hier jemand Erfahrung?

Danke für eure Zeit.

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23. Oktober 2017 um 22:03

Wieso kommt Dein Vorschlag zur Eheberatung erst jetzt, zum wirklich ungelegendsten Moment so kurz vor der Geburt?

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23. Oktober 2017 um 22:09
In Antwort auf ratlosundtraurig

Hallo zusammen,

ich befinde mich zur Zeit in einer emotionalen Zwickmühle und würde mich freuen wenn ich ein paar andere Meinungen hören würde. 

Vorab meine Situation:
Ich bin Ende 30, seit 12 Jahren verheiratet und meine Frau entbindet unser drittes Kind in zwei Wochen. Die anderen beiden sind 7 und 4.

Unsere Ehe war immer schon recht kühl. Meine Frau tut sich offensichtlich schwer ihre Gefühle zu zeigen und körperliche Nähe beschränkt sich eigentlich schon immer auf gelegentliches Rücken Kratzern und etwa 1-2 Mal Sex im Monat. "Ich liebe dich" habe ich in unserer ganzen Ehe vielleicht zweimal gehört - ziemlich zu Anfang. Zu einem Bussi oder einer Umarmung muss ich sie fast schon nötigen. Beides wird nicht erwidert oder zu 90% abgelehnt.

Warum ich das solange mitmache? Sie hatte eine schwere Kindheit und ich vielleicht ein leichtes Helfersyndrom... Ich hatte immer die Hoffnung, dass es besser wird. Wir haben geheiratet. Um aus der Arbeitslosigkeit zu kommen habe ich kurz darauf einen neuen Job angenommen der unsere Ehe in eine Wochenendbeziehung drängte. Sie ging fremd, dass erste Kind kam. Ich entschied mich sie nicht sitzen zu lassen und hoffe, dass dieses Kind unsere Beziehung inniger macht. Fehlanzeige - es herrschte wieder Eiszeit aber mit besseren und schlechteren Zeiten. Wir zeugten nun die nächsten zwei Kinder, hatten zwischenzeitlich ein Haus und nun ist wieder eine extreme Phase, die mich daran erinnert wie ich mir eigentlich eine Ehe bzw. Beziehung vorstellen würde. Und das geht offensichtlich mit der meiner Frau ziemlich auseinander.

Nachdem sie mir bei einem Besuch bei ihren Eltern vor versammelter Mannschaft Gegen mein Schienbein getreten hat (Grund war, dass unser 4 jähriger beim rumalbern gestürzt ist und weinte) hatte ich eine Aussprache mit ihr. Ich sagte, dass mich das psychisch verletzt wenn sie sowas tut (geschlagen hat sie mich im Streit schon öfter, aber vor anderen ist eine neue Dimension). Was mich allerdings richtig geschockt hat war ihre Aussage, dass sie ihr Verhalten "in der Situation" richtig fand.

Ich liebe meine Frau, aber ich bin es leid in einer Eishöhle zu wohnen und vor allem, dermaßen verletzt zu werden... Ich bin ehrlich, ich will so eine Ehe nicht. Deshalb sage ich ihr, dass ich mit ihr zu einer eheberatung will. Sie schrie mich daraufhin an. "Ich entbinde in zwei Wochen! Danach habe ich Wochenbett. Da habe ich für so einen Scheiß keine Zeit!" - Original Aussage.

Ich fühle mich so schlecht. Einerseits habe ich hier eine Familie. Frau, bald drei Kinder, ein Haus und ein sicheren Job.

Andererseits glaube ich nicht, dass sich meine Frau ändern wird. Ich hätte gerne eine Frau die mir Zeugen kann das sie mich liebt. Die mich nicht nur weg stößt. Gerade im Streit zeigt sich sprichwörtlich die Bestie. Sie schreit, beleidigt, schlägt, zerstört Gegenstände... Ich hasse das und es verletzt mich. Momentan ist jede Tag ein Tanz um die rohen Eier. Jedes falsche Wort könnte die Bombe zum platzen bringen. 

Ich würde mir gerne professionelle Hilfe holen. Da meine Frau auf "so einen scheiß" ja keine Lust hat, müsste ich da alleine hin... Wenn ich das meiner Frau sagen würde, wären die Höllentore wieder offen. 

Was soll ich also machen? Heimlich hin? Das wäre nicht so leicht weil wir momentan beide Zuhause sind. Ich müsste sie belügen und einen anderen Grund nennen.

Und noch etwas. Ich habe panische Angst davor was passiert wenn ich mich trennen würde. Ich denke nicht nur ans finanzielle. Es wird mein Ruin, aber ich akzeptiere das. Mich belastet eher die Situation mit den Kindern. Ich liebe sie über alles und habe Angst, dass ich ihnen ihr kleines Herz damit raus reißen würde.... Hat hier jemand Erfahrung?

Danke für eure Zeit.

Hallo, 

wow, das klingt natürlich erst mal nach nem Brett. 
Allerdings - in meinen Ohren - aber auch nach einer ganz arg subjektiven Beschreibung. Ich mein, mal ganz im Ernst - du möchtest uns verkaufen, dass deine Frau dich tritt, weil euer Kind hinfällt? Sicher dass da nicht noch mehr war? 

Um die Frage nach der Therapie zu beantworten - nein, alleine zu einer paartherapie zu gehen bringt rein gar nichts. Es heißt ja nicht umsonst PAARtherapie. 
Deine Idee dir Hilfe zu holen halte ich aber für sinnvoll - vielleicht würde es dir helfen deine eigenen Handlungen besser zu verstehen und herauszufinden was du möchtest. Klingt auf jeden Fall sinnvoller als deiner hochschwangeren, psychisch labilen Frau etwas von Therapie und Beziehungsverbesserung zu erzählen. Und ein ganz netter Tipp zum Abschluss - dein timing ist sowas von beschissen! Du bist mit der Frau Jahre zusammen und kommst 2 Wochen vor der Entbindung des dritten Kindes mit deinem Befindlichkeiten? Lies mal ein Buch über Hormonhaushalt in der Schwangerschaft - wie auch immer es in eurer Beziehung läuft, das ist ne ganz miese Nummer. 

Gruß
der Kürbis 
 

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23. Oktober 2017 um 22:14

Hört sich für mich wirklich nach einer Horror-Ehe an. Ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll, wenn ich das lese...ohne beleidigend klingen zu wollen: Ja ich denke du brauchst psychologische Hilfe. Ansonsten kann ich mir nicht erklären wie du so lange so leben konntest. Ich denke das wird wohl der einzige Weg sein, um genug Kraft zu finden und nach vorne zu blicken. Natürlich sind da noch die Kinder. Aber denkst du nicht, dass sie diese Kälte genauso mitbekommen wie du? Lass dir helfen um dir selbst helfen zu können. Niemand muss so leben...ich wünsche dir ganz viel Kraft!

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24. Oktober 2017 um 0:45

weil jemand eine schlechte Kindheit hatte... das ist doch schon die Falle, die sich jemand selbst öffnet, indem er bereitwillig hineintappt.

Kinder - das kann doch wohl alles nicht wahr sein? Wer hat Euch denn sowas nur erzählt, dass man Menschen helfen muss, die eine schlimme Kindheit hatten??

Glaubt hier wirklich jemand - auch nur ein Einziger, dass sich Fehler und böse Taten im Nachhinein rückgängig machen ließen?

Oder gar, dass ein Fremder nur daherkommen muss, damit das Leben wieder schöner wird, ohne selbst was dazu beitragen zu müssen?

'ratlosundtraurig' .. wie kommt es, dass Du gerade mal wieder keiner Arbeit nachgehst?

Hat Deine Frau vielleicht sogar Gründe, Dir gegenüber missmutig zu sein?

Das vermisse ich in nahezu jedem Eröffnungsbeitrag, dass ein TE vielleicht auch mal guckt, was die eigenen Anteile sind und sein könnten, um eine Ehe derart tragisch wahrnehmen zu müssen.

Das begreife ich nicht - wie ein Mann so wenig empathisch sein kann, um seine Fehlverhalten gar nicht zu spüren. Ihm fehlt der Sex; ihm fehlt die Liebe von IHR - aber, was macht ihn denn liebenswert, so dass SIE Lust auf ihn hat?

Nee, ich glaub es einfach nicht, dass SIE ein durchunddurch böser mensch sein soll, wohingegen ER doch sowas von lieb zu ihr ist ? hm... wo ist hier der Fehler?

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24. Oktober 2017 um 1:01

In einer Partnerschaft lernt man, dass man nur sich selbst- niemals andere bestimmen und ändern kann.
Fang bei dir selbst an und schau mal auf dich, du kommst deiner Frau kurz vor der Entbindung eures Kindes mit so einem Hammer? Weniger Empathie geht kaum. 👎

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24. Oktober 2017 um 7:42
In Antwort auf ratlosundtraurig

Hallo zusammen,

ich befinde mich zur Zeit in einer emotionalen Zwickmühle und würde mich freuen wenn ich ein paar andere Meinungen hören würde. 

Vorab meine Situation:
Ich bin Ende 30, seit 12 Jahren verheiratet und meine Frau entbindet unser drittes Kind in zwei Wochen. Die anderen beiden sind 7 und 4.

Unsere Ehe war immer schon recht kühl. Meine Frau tut sich offensichtlich schwer ihre Gefühle zu zeigen und körperliche Nähe beschränkt sich eigentlich schon immer auf gelegentliches Rücken Kratzern und etwa 1-2 Mal Sex im Monat. "Ich liebe dich" habe ich in unserer ganzen Ehe vielleicht zweimal gehört - ziemlich zu Anfang. Zu einem Bussi oder einer Umarmung muss ich sie fast schon nötigen. Beides wird nicht erwidert oder zu 90% abgelehnt.

Warum ich das solange mitmache? Sie hatte eine schwere Kindheit und ich vielleicht ein leichtes Helfersyndrom... Ich hatte immer die Hoffnung, dass es besser wird. Wir haben geheiratet. Um aus der Arbeitslosigkeit zu kommen habe ich kurz darauf einen neuen Job angenommen der unsere Ehe in eine Wochenendbeziehung drängte. Sie ging fremd, dass erste Kind kam. Ich entschied mich sie nicht sitzen zu lassen und hoffe, dass dieses Kind unsere Beziehung inniger macht. Fehlanzeige - es herrschte wieder Eiszeit aber mit besseren und schlechteren Zeiten. Wir zeugten nun die nächsten zwei Kinder, hatten zwischenzeitlich ein Haus und nun ist wieder eine extreme Phase, die mich daran erinnert wie ich mir eigentlich eine Ehe bzw. Beziehung vorstellen würde. Und das geht offensichtlich mit der meiner Frau ziemlich auseinander.

Nachdem sie mir bei einem Besuch bei ihren Eltern vor versammelter Mannschaft Gegen mein Schienbein getreten hat (Grund war, dass unser 4 jähriger beim rumalbern gestürzt ist und weinte) hatte ich eine Aussprache mit ihr. Ich sagte, dass mich das psychisch verletzt wenn sie sowas tut (geschlagen hat sie mich im Streit schon öfter, aber vor anderen ist eine neue Dimension). Was mich allerdings richtig geschockt hat war ihre Aussage, dass sie ihr Verhalten "in der Situation" richtig fand.

Ich liebe meine Frau, aber ich bin es leid in einer Eishöhle zu wohnen und vor allem, dermaßen verletzt zu werden... Ich bin ehrlich, ich will so eine Ehe nicht. Deshalb sage ich ihr, dass ich mit ihr zu einer eheberatung will. Sie schrie mich daraufhin an. "Ich entbinde in zwei Wochen! Danach habe ich Wochenbett. Da habe ich für so einen Scheiß keine Zeit!" - Original Aussage.

Ich fühle mich so schlecht. Einerseits habe ich hier eine Familie. Frau, bald drei Kinder, ein Haus und ein sicheren Job.

Andererseits glaube ich nicht, dass sich meine Frau ändern wird. Ich hätte gerne eine Frau die mir Zeugen kann das sie mich liebt. Die mich nicht nur weg stößt. Gerade im Streit zeigt sich sprichwörtlich die Bestie. Sie schreit, beleidigt, schlägt, zerstört Gegenstände... Ich hasse das und es verletzt mich. Momentan ist jede Tag ein Tanz um die rohen Eier. Jedes falsche Wort könnte die Bombe zum platzen bringen. 

Ich würde mir gerne professionelle Hilfe holen. Da meine Frau auf "so einen scheiß" ja keine Lust hat, müsste ich da alleine hin... Wenn ich das meiner Frau sagen würde, wären die Höllentore wieder offen. 

Was soll ich also machen? Heimlich hin? Das wäre nicht so leicht weil wir momentan beide Zuhause sind. Ich müsste sie belügen und einen anderen Grund nennen.

Und noch etwas. Ich habe panische Angst davor was passiert wenn ich mich trennen würde. Ich denke nicht nur ans finanzielle. Es wird mein Ruin, aber ich akzeptiere das. Mich belastet eher die Situation mit den Kindern. Ich liebe sie über alles und habe Angst, dass ich ihnen ihr kleines Herz damit raus reißen würde.... Hat hier jemand Erfahrung?

Danke für eure Zeit.

"Ich entschied mich sie nicht sitzen zu lassen und hoffe, dass dieses Kind unsere Beziehung inniger macht. Fehlanzeige - es herrschte wieder Eiszeit aber mit besseren und schlechteren Zeiten. Wir zeugten nun die nächsten zwei Kinder, hatten zwischenzeitlich ein Haus"

Warum hast Du noch die nächsten beiden Kinder gezeugt und das Haus gekauft?
Wieso hast Du das so lange mitgemacht?
 

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24. Oktober 2017 um 8:32

Natürlich bringt es was wenn du dir alleine Hilfe suchst!!!
Und meiner Meinung nach geht es deine Frau überhaupt nichts an, wenn du das machst. Was soll denn der Zirkus?

Nein, ich finde auch nicht, dass man von ihr jetzt verlangen kann, sich auf eine Eheberatung zu konzentrieren - sie hat jetzt ganz sicher andere Sorgen.
Aber warum sollst du nix tun? Such dir Unterstützung, Beratung, Coaching - etwas das dir hilft, klarer zu sehen.

Warum  man in so einer Ehe unter diesen voraussetzungen 3 (!!!) Kinder bekommt, erschließt sich mir allerdings auch nicht...

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24. Oktober 2017 um 8:54

Danke für die zahlreichen Antworten und auch Fragen. Ich hoffe dass ich alle soweit beantworten kann.
Zu den tritt:
Nein, es gab keine Vorgeschichte. Wir standen im Gang und verabschiedeten uns von der Schwiegermutter. Unser kleiner rannte dann vom Wohnzimmer aus auf mich zu. Er wollte mich wohl "umrennen", was ja Mangels Körpermasse schlecht geht . Ich hab ihn nicht kommen sehen und mich kurz vorher seitlich gedreht. Deshalb streifte er mich nur und fiel hin. Er heute gleich los und im selben Moment heulte er. Nichts schlimmes aber im selben Moment kann der tritt. Um Auto habe ich sie zur Rede gestellt. Sie gab gleich mit die Schuld. Angeblich wäre Schwiegervater und sie genervt gewesen von dem lauten Kinderlachen, dass eben passiert wenn man mit seinen Kindern rumalbert. Und das war Rechtfertigung genug. Ich stellte dann die Diskussion ein, weil sie immer lauter und aggressiver wurde. 2 Tage später bei der Ansprache sagte sie dann, dass der tritt ja in Ordnung war.
Zur Empathie:
Ich bin eigentlich ein sehr einfühlsamer und kompromissbereiter Mensch. 90% der Kompromisse mache ich. Muss ich auch denn wenn es nicht nach ihr geht ist sie sauer... Meistens stört mich dass auch nicht sonderlich. Das mit der Eheberatung war vielleicht auch ein wenig aus der Verletztheit heraus. Sie hat mich körperlich angegangen. Schon wieder und dieses Mal vor anderen und unseren Kindern. Und vor allem, sie fand es völlig okay. Keine Reue, keine Entschuldigung. Da war ich sprichwörtlich fertig mit der Welt. Ich ging erst Mal zwei Stunden spazieren, brauche Zeit für mich. Realisieren warum der Mensch, der mich angeblich liebt völlig absichtlich körperliche Schmerzen zufügen will. Im Affekt hätte ich es vielleicht noch verstanden, aber sogar 2 Tage nachher war es okay. Und vor allem, was zeige ich damit meinen Kindern? Es ist okay sich schlagen zu lassen. Es ist okay andere zu schlagen wenn irgendwas nervt? Und was zeige ich den Schwiegereltern? Ich lasse es mir wortlos gefallen, also bin ich ein Weichei und Pantoffelheld?
Und nein, das war auch nicht das einzige. Ich bin seit Monaten zu Hause (unten mehr dazu). Ich kümmere mich zu 99% um den Haushalt und die Kinder. Ich verlange kein bitte und kein danke. Ich bin abends da wenn der Rücken juckt und hole alles was die Schwangeren Gelüste benötigen. Aber wenn man sich dann nach den möglichen putzen gegen 11 dann Mal aufs Sofa setzt, die Frau dann aufwacht und mich erst Mal rund macht warum der Boden im Esszimmer noch nicht gewischt ist, dann ist das echt hart. Denn wenn ich darauf verärgert reagiere, dann geht die Bombe hoch. Also schlucke ich und schlucke und schlucke... Bei solchen"kleinen Dingen" ist das kein großes Problem. Aber der tritt war irgendwie zu viel. Und ich als Mann weiß nicht wie man sich unter Hormonen fühlt. Deswegen die Frage ob ich übertreibe.
Und nein, ich habe noch nie und werde nie zurück schlagen. Nichts auf der Welt kann es rechtfertigen einen anderen zu schlagen. Verteidigen ist was anderes. Ich habe sie schon festgehalten oder Schläge geblockt, aber schlagen - niemals. Sie ist mir körperlich unterlegen und kann mich nicht ernsthaft verletzen. Schlimmer sind die seelischen Wunden.
Zur Arbeitslosigkeit:
Ja, ich bin seit Monaten Zuhause. Aber ich bin nicht arbeitslos. Mitte des Jahres bin ich an einer Stelle angelangt an der ich nicht mehr konnte. Zuhause opferte ich mich auf. Ich war psychisch am Ende und suchte Hilfe. Der Arzt diagnostizierte eine mittlere Depression mit Burnout. Seit dem bin ich krank geschrieben.
Zu ihrer schlechten Kindheit:
Nein, ich glaube nicht dass man vergangene Sachen unvergessen oder gut machen kann. Aber ich denke, dass man Dinge vielleicht verarbeiten kann. Zumindest dachte ich dass. Es wurde ja auch besser, aber langsam verstehe ich, dass sie sich wohl nie ändern wird.
Das war auch der Grund, warum ich das so lange mitgemacht habe. Es kamen ja auch bessere Zeiten. Aber eine warme Ehe war es noch nie... 
 

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24. Oktober 2017 um 8:58
In Antwort auf ratlosundtraurig

Danke für die zahlreichen Antworten und auch Fragen. Ich hoffe dass ich alle soweit beantworten kann.
Zu den tritt:
Nein, es gab keine Vorgeschichte. Wir standen im Gang und verabschiedeten uns von der Schwiegermutter. Unser kleiner rannte dann vom Wohnzimmer aus auf mich zu. Er wollte mich wohl "umrennen", was ja Mangels Körpermasse schlecht geht . Ich hab ihn nicht kommen sehen und mich kurz vorher seitlich gedreht. Deshalb streifte er mich nur und fiel hin. Er heute gleich los und im selben Moment heulte er. Nichts schlimmes aber im selben Moment kann der tritt. Um Auto habe ich sie zur Rede gestellt. Sie gab gleich mit die Schuld. Angeblich wäre Schwiegervater und sie genervt gewesen von dem lauten Kinderlachen, dass eben passiert wenn man mit seinen Kindern rumalbert. Und das war Rechtfertigung genug. Ich stellte dann die Diskussion ein, weil sie immer lauter und aggressiver wurde. 2 Tage später bei der Ansprache sagte sie dann, dass der tritt ja in Ordnung war.
Zur Empathie:
Ich bin eigentlich ein sehr einfühlsamer und kompromissbereiter Mensch. 90% der Kompromisse mache ich. Muss ich auch denn wenn es nicht nach ihr geht ist sie sauer... Meistens stört mich dass auch nicht sonderlich. Das mit der Eheberatung war vielleicht auch ein wenig aus der Verletztheit heraus. Sie hat mich körperlich angegangen. Schon wieder und dieses Mal vor anderen und unseren Kindern. Und vor allem, sie fand es völlig okay. Keine Reue, keine Entschuldigung. Da war ich sprichwörtlich fertig mit der Welt. Ich ging erst Mal zwei Stunden spazieren, brauche Zeit für mich. Realisieren warum der Mensch, der mich angeblich liebt völlig absichtlich körperliche Schmerzen zufügen will. Im Affekt hätte ich es vielleicht noch verstanden, aber sogar 2 Tage nachher war es okay. Und vor allem, was zeige ich damit meinen Kindern? Es ist okay sich schlagen zu lassen. Es ist okay andere zu schlagen wenn irgendwas nervt? Und was zeige ich den Schwiegereltern? Ich lasse es mir wortlos gefallen, also bin ich ein Weichei und Pantoffelheld?
Und nein, das war auch nicht das einzige. Ich bin seit Monaten zu Hause (unten mehr dazu). Ich kümmere mich zu 99% um den Haushalt und die Kinder. Ich verlange kein bitte und kein danke. Ich bin abends da wenn der Rücken juckt und hole alles was die Schwangeren Gelüste benötigen. Aber wenn man sich dann nach den möglichen putzen gegen 11 dann Mal aufs Sofa setzt, die Frau dann aufwacht und mich erst Mal rund macht warum der Boden im Esszimmer noch nicht gewischt ist, dann ist das echt hart. Denn wenn ich darauf verärgert reagiere, dann geht die Bombe hoch. Also schlucke ich und schlucke und schlucke... Bei solchen"kleinen Dingen" ist das kein großes Problem. Aber der tritt war irgendwie zu viel. Und ich als Mann weiß nicht wie man sich unter Hormonen fühlt. Deswegen die Frage ob ich übertreibe.
Und nein, ich habe noch nie und werde nie zurück schlagen. Nichts auf der Welt kann es rechtfertigen einen anderen zu schlagen. Verteidigen ist was anderes. Ich habe sie schon festgehalten oder Schläge geblockt, aber schlagen - niemals. Sie ist mir körperlich unterlegen und kann mich nicht ernsthaft verletzen. Schlimmer sind die seelischen Wunden.
Zur Arbeitslosigkeit:
Ja, ich bin seit Monaten Zuhause. Aber ich bin nicht arbeitslos. Mitte des Jahres bin ich an einer Stelle angelangt an der ich nicht mehr konnte. Zuhause opferte ich mich auf. Ich war psychisch am Ende und suchte Hilfe. Der Arzt diagnostizierte eine mittlere Depression mit Burnout. Seit dem bin ich krank geschrieben.
Zu ihrer schlechten Kindheit:
Nein, ich glaube nicht dass man vergangene Sachen unvergessen oder gut machen kann. Aber ich denke, dass man Dinge vielleicht verarbeiten kann. Zumindest dachte ich dass. Es wurde ja auch besser, aber langsam verstehe ich, dass sie sich wohl nie ändern wird.
Das war auch der Grund, warum ich das so lange mitgemacht habe. Es kamen ja auch bessere Zeiten. Aber eine warme Ehe war es noch nie... 
 

Bist du in Therapie?
Du brauchst mMn unbedingt Hilfe, allein wegen deiner Burnout-Geschichte. Ihr klingt beide, als hättet ihr so viel mit euch selbst zu tun, dass ihr miteinander keine gute Beziehung führen könnt...

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24. Oktober 2017 um 8:59

"Ja, ich bin seit Monaten Zuhause. Aber ich bin nicht arbeitslos. Mitte des Jahres bin ich an einer Stelle angelangt an der ich nicht mehr konnte. Zuhause opferte ich mich auf. Ich war psychisch am Ende und suchte Hilfe. Der Arzt diagnostizierte eine mittlere Depression mit Burnout. Seit dem bin ich krank geschrieben."

Dein Körper schreit um Hilfe, dass sich was an Deiner Situation ändern soll.
Warum änderst Du denn nichts?

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24. Oktober 2017 um 10:20

Weil sie vor dem 1. Kind fremdging.

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24. Oktober 2017 um 14:20
In Antwort auf ratlosundtraurig

Hallo zusammen,

ich befinde mich zur Zeit in einer emotionalen Zwickmühle und würde mich freuen wenn ich ein paar andere Meinungen hören würde. 

Vorab meine Situation:
Ich bin Ende 30, seit 12 Jahren verheiratet und meine Frau entbindet unser drittes Kind in zwei Wochen. Die anderen beiden sind 7 und 4.

Unsere Ehe war immer schon recht kühl. Meine Frau tut sich offensichtlich schwer ihre Gefühle zu zeigen und körperliche Nähe beschränkt sich eigentlich schon immer auf gelegentliches Rücken Kratzern und etwa 1-2 Mal Sex im Monat. "Ich liebe dich" habe ich in unserer ganzen Ehe vielleicht zweimal gehört - ziemlich zu Anfang. Zu einem Bussi oder einer Umarmung muss ich sie fast schon nötigen. Beides wird nicht erwidert oder zu 90% abgelehnt.

Warum ich das solange mitmache? Sie hatte eine schwere Kindheit und ich vielleicht ein leichtes Helfersyndrom... Ich hatte immer die Hoffnung, dass es besser wird. Wir haben geheiratet. Um aus der Arbeitslosigkeit zu kommen habe ich kurz darauf einen neuen Job angenommen der unsere Ehe in eine Wochenendbeziehung drängte. Sie ging fremd, dass erste Kind kam. Ich entschied mich sie nicht sitzen zu lassen und hoffe, dass dieses Kind unsere Beziehung inniger macht. Fehlanzeige - es herrschte wieder Eiszeit aber mit besseren und schlechteren Zeiten. Wir zeugten nun die nächsten zwei Kinder, hatten zwischenzeitlich ein Haus und nun ist wieder eine extreme Phase, die mich daran erinnert wie ich mir eigentlich eine Ehe bzw. Beziehung vorstellen würde. Und das geht offensichtlich mit der meiner Frau ziemlich auseinander.

Nachdem sie mir bei einem Besuch bei ihren Eltern vor versammelter Mannschaft Gegen mein Schienbein getreten hat (Grund war, dass unser 4 jähriger beim rumalbern gestürzt ist und weinte) hatte ich eine Aussprache mit ihr. Ich sagte, dass mich das psychisch verletzt wenn sie sowas tut (geschlagen hat sie mich im Streit schon öfter, aber vor anderen ist eine neue Dimension). Was mich allerdings richtig geschockt hat war ihre Aussage, dass sie ihr Verhalten "in der Situation" richtig fand.

Ich liebe meine Frau, aber ich bin es leid in einer Eishöhle zu wohnen und vor allem, dermaßen verletzt zu werden... Ich bin ehrlich, ich will so eine Ehe nicht. Deshalb sage ich ihr, dass ich mit ihr zu einer eheberatung will. Sie schrie mich daraufhin an. "Ich entbinde in zwei Wochen! Danach habe ich Wochenbett. Da habe ich für so einen Scheiß keine Zeit!" - Original Aussage.

Ich fühle mich so schlecht. Einerseits habe ich hier eine Familie. Frau, bald drei Kinder, ein Haus und ein sicheren Job.

Andererseits glaube ich nicht, dass sich meine Frau ändern wird. Ich hätte gerne eine Frau die mir Zeugen kann das sie mich liebt. Die mich nicht nur weg stößt. Gerade im Streit zeigt sich sprichwörtlich die Bestie. Sie schreit, beleidigt, schlägt, zerstört Gegenstände... Ich hasse das und es verletzt mich. Momentan ist jede Tag ein Tanz um die rohen Eier. Jedes falsche Wort könnte die Bombe zum platzen bringen. 

Ich würde mir gerne professionelle Hilfe holen. Da meine Frau auf "so einen scheiß" ja keine Lust hat, müsste ich da alleine hin... Wenn ich das meiner Frau sagen würde, wären die Höllentore wieder offen. 

Was soll ich also machen? Heimlich hin? Das wäre nicht so leicht weil wir momentan beide Zuhause sind. Ich müsste sie belügen und einen anderen Grund nennen.

Und noch etwas. Ich habe panische Angst davor was passiert wenn ich mich trennen würde. Ich denke nicht nur ans finanzielle. Es wird mein Ruin, aber ich akzeptiere das. Mich belastet eher die Situation mit den Kindern. Ich liebe sie über alles und habe Angst, dass ich ihnen ihr kleines Herz damit raus reißen würde.... Hat hier jemand Erfahrung?

Danke für eure Zeit.

 >>>Was soll ich also machen? Heimlich hin? Das wäre nicht so leicht weil wir momentan beide Zuhause sind. Ich müsste sie belügen und einen anderen Grund nennen.<<<

Bist Du ein Mann oder eine Maus

Wenn Du Dir Deine eigenen Worte mal durchliest, fällt dir da was auf?

Also gut - Gewalt ist keine Lösung - Ihr habt außerdem Kinder - und wenn ich richtig gelesen habe, kommt gerade IHR VIERTES Kind (wieso lässt Du es dann außen vor? Nur, weil es nicht von DIR ist - Ihr Erstes  ??? )

Ich könnte mir bereits jetzt mindestens zwei geeignete Gründe vorstellen für ihren Groll auf Dich ... und Du?

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24. Oktober 2017 um 15:04

OT -sorry, manche Antworten kommen, wenn man sich zunächst die Beiträge durchlesen muss, erst später und können längst überholt sein, da sich immer wieder was geändert hat oder was überlesen wurde. /OT

offenbar habe ich es nicht richtig verstanden, wie das mit dem ERSTEN Kind war
und ob es dann doch bei 3 Kindern bleibt - ich habe das nämlich anders aufgefasst

Und was die partnerschaftliche Rollenverteilung angeht ... es gibt keine mehr ... wir leben in einer Zeit, wo die Partner sich auf ''Augenhöhe'' begegnen..

zumindest stellen sich viele das so vor, was ja auch gut wäre - wenn es umgesetzt würde - ob mit Kindern oder ohne - ob mit Liebe oder ohne. Von der Liebe scheint ohnehin jeder seine ganz eigene Vorstellung zu haben.

Lieber TE, Deine Frau ist schwanger, aber nicht krank! Wenn sie wütet, verlässt Du den Raum - es sei denn Du hast Worte, die sie überzeugen.

Erwarte nicht von Deiner Frau, dass sie ein Engel wird, denn Du hast ihr den Raum für ihr Verhalten erst geboten, indem Du versuchtest, ihr all ihre Wünsche zu erfüllen - was ein Schritt zuviel war. Dann konntest Du das Erworbene nicht einmal behalten und das schreibt sie ganz sicher Dir zu und nicht sich selbst ?

Ich sehe es auch so, dass Du ganz klar dringend Hilfe benötigst. Und weshalb solltest Du dieses Angebot nicht annehmen? Diese Therapien können wirklich helfen und ein Arzt wird Dir sagen können, welche Therapie Dir helfen kann.

Du bist zu jung, um jetzt schon am oden zerstört liegen zu bleiben - das hast Du immerhin schon richtig erkannt.

Ist ja jetzt schon egal, ob Du heimlich oder direkt - ambulant oder stationär gehst - Dein Arzt wird Dir die Antworten geben. Und - ganz wichtig!!! - Vor Deinem Arzt solltest Du besser keine Geheimnisse haben, wenn er Dir helfen soll

und Alles Gute

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1. November 2017 um 15:47

Warum ich solange an dieser Ehe festgehalten habe? Hmm... Anfangs war vieles besser. Klar, in der Zeit der Verliebtheit. Da gab es Zuneigung im Überfluss. Sie war die erste Freundin und ich kannte es ja nicht anders. Es kamen Zeiten in denen es schwerer wurde. Arbeitslosigkeit, Fernbeziehung wegen Arbeit... Sie wurde emotional ziemlich schnell kälter und kälter. Stellte irgendwann Verbote auf um ihre Angst in den Griff zu bekommen (was ich jetzt so langsam verstehe). Sie stellte es aber immer so hin als ob ich den Fehler gemacht habe.

Wie auch immer, ich hatte immer die Hoffnung das die Beziehung wieder wie früher wird. Wir hatten inzwischen geheiratet, was eine weitere Hemmschwelle war. Dann, ich war schon fest entschlossen mich zu trennen, wurde sie von jemand anders schwanger. Ich war im Widerspruch... Es war zwar nicht mein Kind, aber meine schwangere Ehefrau sitzen lassen? Ich konnte es nicht. Dann folgten mehrere Jahre in denen es teilweise okay, teilweise schlimm war. Ich hatte mich daran gewöhnt. Ich kannte es ja auch nicht anders. 

Ich frage mich, gibt es überhaupt glückliche Ehen? In denen man sich zum Abschied küsst und auch Mal umarmt? In denen Kompromisse eingegangen werden die sich die Waage halten? Wenn ja, dann bitte melden... Ich glaube da irgendwie nicht wirklich dran, hungere aber danach, dass mich jemand von Gegenteil überzeugt.

Und so beginnen die Jahre in denen ich einfach akzeptiert habe was ich habe und das ich nichts besseres bekommen werde. Es kam das zweite Kind, ein Haus und jetzt das dritte. Meine Frau dreht aber inzwischen fast jeden Tag am Rad, so dass ich immer mehr daran denken muss wie eine Ehe sein sollte und was ich hier habe...

Ich leide übrigens unter azoospermie, weshalb ich keine Kinder Zeugen kann. Das erste war ein Seitensprung und die anderen beiden künstliche Befruchtungen.

Ja, der Burnout und die Depressionen. Ja, ich bin in Behandlung, hatte aber erst 5 Sitzungen weil mehr erst genehmigt werden muss. Ich muss sagen, der Psychologe gibt sich zwar Mühe, aber einen Draht zu ihm habe ich irgendwie nicht. Er war eben verfügbar während andere Wartelisten von bis zu einem Jahr haben... Es gibt mehrere Gründe für die Krankheit. Zum einen arbeite ich Wechselschicht und litt inzwischen unter starken Schlafstörungen und Apnoe. Dann würde ich von meinem Vorgesetzten über mehrere Jahre gemobbt. Und natürlich die Situation zu Hause. Ich konnte einfach nicht mehr. Für meine Frau ist natürlich nur die Arbeit Schuld aber ich würde sagen Arbeit: privat  20:80%. Es ist inzwischen zwar etwas besser geworden, aber die Situation macht mich trotzdem fertig. Gerade habe ich wieder Qnatsch mit ihr...

Ich würde mich im Moment nicht trennen. Sie ist kurz vor der Entbindung und es fühlt sich falsch an sie hängen zu lassen. Aber ich glaube ich sollte doch Mal alleine zu so einer Paarberatung gehen. Oder was denkt ihr?

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1. November 2017 um 20:00

Nein. Ist aber auch ziemlich überflüssig. Wie geschrieben bin ich unfruchtbar. Ich habe Azoospermie.

Dementsprechend ist es anatomisch gar nicht möglich.

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2. November 2017 um 8:27
In Antwort auf ratlosundtraurig

Nein. Ist aber auch ziemlich überflüssig. Wie geschrieben bin ich unfruchtbar. Ich habe Azoospermie.

Dementsprechend ist es anatomisch gar nicht möglich.

Also resultieren alle drei Kinder aus Seitensprüngen oder Affären Deiner Frau?

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2. November 2017 um 8:31
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Also resultieren alle drei Kinder aus Seitensprüngen oder Affären Deiner Frau?

Oh, sorry, nicht bis zum Schluss gelesen...

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