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Sabotiere ich meine Beziehung und mich selbst oder hab ich einfach nur eins an der Waffel?!

5. Juli 2017 um 19:23 Letzte Antwort: 6. Juli 2017 um 21:05

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, weil ich gerade dabei bin mein Leben gegen die Wand zu fahren. Eigentlich tu ich das schon länger häppchenweise..
Meinen Freund habe ich mit 18 kennengelernt. Er war 22. Heute sind wir 27 und 31 und immer noch zusammen. Ich hatte ihn damals beim Ferienjob gesehen und online aus Neugierde angeschrieben. Wir kamen dann zusammen und ich hatte das Gefühl den Menschen gefunden zu haben, nach dem ich mich schon sehr lange sehnte, weil er einfach immer für mich da war. Er hatte und hat einfach eine besondere Persönlichkeit. Ich kann immer noch sehr gut mit ihm lachen. Wir haben den gleichen Humor in vielen Dingen. Er hat mir Gelassenheit und Zuversicht beigebracht. Wir haben in vielen Dingen die gleiche Einstellung. Er hat seinen Bachelor gemacht, seinen Master und wird von den Kollegen sehr geschätzt. Ich habe schon am Abi gezweifelt, aber er hat mich immer bestärkt. Nach dem Abi wollte ich unbedingt mit ihm zusammen ziehen, aber wir hatten noch kein Geld und ich hatte nach langem Überlegen ein duales Studium angefangen. Damit war ich kreuzunglücklich und habe es schließlich abgebrochen und eine Ausbildung begonnen. Er war in dieser Zeit immer für mich da. Wir sind noch während meiner Ausbildung in eine tolle Wohnung gezogen. Ich hatte während meiner gesamten Ausbildung Zweifel ob ich das richtige lerne. Ich hatte zwar öfter Spaß an der Arbeit, aber andere Dinge hätten mich auch interessiert und ich war nie so gut, wie ich vielleicht hätte sein sollen. Wir haben schon währen der Ausbildung über das Heiraten gesprochen. Einerseits fand ich den Gedanken, dass er mich heiraten will wunderschön, andererseits hat mich diese endgültige Entscheidung beängstigt. Ich bin auch immer noch von dem Gedanken überfordert, wie dieser perfekte Tag aussehen soll, an dem man eigentlich auch seine Familie um sich hat. Mit meiner Familie habe ich kaum Kontakt. Familienfeiern etc. gab es bei uns nie. Bei seiner Familie ist es genau umgekehrt. Meine Mutter starb als ich 12 war und mit meinem Vater lief es danach immer schlechter. Mit einem Teil der Großeltern habe ich gar keinen Kontakt mehr. Familie wäre auf meiner Hochzeit also eigentlich nur formell anwesend. Jedenfalls haben wir das Thema Hochzeit erst mal verschoben. Nach meiner Ausbildung habe ich einen Arbeitsplatz in der Nähe unserer Wohnung gefunden. Die Arbeit ist nicht sehr anspruchsvoll und ich habe keine Aufstiegschancen, aber ich verstehe mich mit den Kollegen, die Arbeitszeiten sind gut, das aber Gehalt nicht sehr hoch. Manchmal ist es mir peinlich zu erzählen was ich arbeite, weil unsere (zum größten Teil die Freunde meines Freundes) so viel verdienen und mindestens einen Bachelor haben. Ich hatte mich in den letzten 4 Jahren ein mal bei einer anderen firma beworben. Sie hätten mich genommen, aber bei einem Probetag fühlte ich mich in diesem Büro so einsam, dass ich absagte. Am ersten Tag als ich mich bei meiner Arbeit vorstellte, lernte ich einen Kollegen kennen der mir schon beim Händeschütteln gefiel. Ich war mir sicher, dass er sich nicht für mich interessierte und schmachtete ihn 2 Jahre lang aus der "Ferne" (3m Büroabstand) an. Während der ganzen Beziehung mit meinem Freund stellte sich bei mir nie das Gefühl ab, dass andere Menschen (Männer und Frauen) auch interessant sind. Ich finde es ok, wenn mein Freund sich auch mal nach einer anderen umsieht, aber bei mir war es einfach immer schon irgendwie zu stark. Ich hab heftig geflirtet wenn ich getrunken hatte und auch mit diesem Kollegen. Wir waren an einem Abend alleine und hatten beide getrunken und ich lies es darauf ankommen. Er hat eine Freundin und ein Kind mit ihr und meint er sei kein Typ für´s Treusein, aber er würde sie nie verlassen, schon allein wegen des Kindes. Für ihn ist es total locker und wenn er bock auf Fummeln hat, lässt er es mich wissen. Wir haben bisher geknutscht und gefummeln und ich habe ihm einen geblasen. (gekommen ist er nicht). Sex hatten wir keinen. Ich habe ein paar Wochen erfolglos versucht Abstand zu halten, aber wenn wir uns nur hallo und tschüss sagen verletzt es mich irgendwie und ich will ständig seine Nähe. Irgendwas hat er an sich bei dem ich schwach werde. Ich hab keine Schmetterlinge, aber es zieht mich irgendwie zu ihm. Meine Vernunft sagt es macht einfach keinen Sinn und ist für alle die wir da mit rein ziehen einfach nur unfair, bescheuert, verletzend... Er hat diese Art ich anzufassen, bei dir ich fast zu allem ja sagen würde. Mein Freund ist kein leidenschaftlicher Typ, ich schon. Wir haben das Thema schon diskutiert, aber es ist einfach so. Unser Sex ist ok. Er fragt kaum danach, aber er meint es sei ihm auch nicht wichtig. Wenn ich danach frage, merke ich kurz nachdem wir angefangen haben, wie meine Lust schwindet und ich an meinen Kollegen oder irgendwas das mich anmacht denken muss, um bei der Stange bleiben zu können. Ich dachte lange, dass eben nicht jede Beziehung perfekt ist und bei uns ist es eben der Sex, aber das Sex ja  mit der Zeit auch immer unbedeutender wird. Wir sind immer noch sehr rücksichtsvoll, liebevoll und humorvoll zusammen, aber ich habe nicht mal Lust ihm einen zu blasen. Er ist nicht so gut bestückt wie mein Kollege und ich hasse mich selbst dafür, dass ich überhaupt darüber  nachdenke. Momentan wird immer mehr geheiratet und Kinder sind bei einigen Bekannten ein Thema. Ich könnte mir keinen besseren Vater als ihn vorstellen. Wir würden beide ein Haus mit Garten und Kinder wollen. Gleichzeit will ich aber wissen wer ich alleine bin, was ich mache wenn ich komplett alleine entscheide, alleine zu Recht kommen ohne seine Hilfe, andere Männer küssen (obwohl ich wahrscheinlich nur verletzt werde) und ohne schlechtes Gewissen und total egoistisch handeln. Für meinen Freund kommt eine Auszeit nicht in Frage. Entweder Trennung oder wir bleiben zusammen. Wenn ich mich von meinen Freund trenne, würde ich aus der Wohnung ausziehen und eigentlich wäre es sinnvoll auch einen anderen Job zu suchen, um endlich den Kollegen nicht mehr zu sehen. Ich würde die drei Dinge die ich mir selber aufgebaut habe und die mir Halt geben wegwerfen und ich hätte nichts mehr. Ich hätte nichts was mir wichtig wäre, aber mit meinem Freund zusammen zu bleiben hat auch irgendwie etwas egoistisches, wenn ich ihn weiter so beschissen behandle (was andere Männer angeht).
Wenn wir ein leidenschaftliches Sexleben hätten und mich andere Männer nicht interessieren würden, wäre unser Leben so gut wie perfekt und wir könnten eine Familie gründen. Nicht, dass ich mich bereit fühle eine gute Mutter zu sein, aber die Vorstellung wäre schön. Aber stattdessen schmeiße ich alles hin, mache alles kaputt und versage total.... Ich versteh es nicht! Was läuft falsch mit mir?!

 

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5. Juli 2017 um 20:04

Ich glaube, dass du dich zu früh gebunden hast und deshalb ejbfavh noch Lust hast, etwas auszuprobieren. Oder dass er vielleicht wirklich nicht so gut zu dir passt, du das aber schwer herausfinden kannst, weil du einfach keinen Vergleich hast. Aber egal, was der Grund ist, ich denke, du kommst nicht drum herum, mit deinem Freund darüber zu sprechen. Sonst denke ich, wird dich das immer wieder belasten. An solch ein Gespräch muss man sich vorsichtig herantasten. Aber es kann sehr befreiend sein. Nach so längere Zeit versteht dein Freund doch vielleicht sogar.

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5. Juli 2017 um 20:06

Ich glaube übrigens nicht, dass dein Kollege dich glücklicher macht. Ich denke eher, dass er dir aufregend erscheint, weil er so anders ist als dein Freund.

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5. Juli 2017 um 20:33

Trenn dich von deinem Freund und tobe dich erst mal aus

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5. Juli 2017 um 23:10

Ja, mein Freund hat es wirklich total schlecht. Ihm schmeckt nur sehr was ich koche, wenn er betrunken heim kommt räume ich seine Klamotten weg, ich nehm ihn vor der Familie in Schutz wenn er den Motorradführerschein macht oder ständig was neues kaufen muss. Ich mag seine Freunde, ich lerne seine Muttersprache, ich hab alles ausprobiert, was er im Bett ausprobieren wollte. Ich freue mich darauf mit seinen Freunden Motorradtouren zu machen. Ich will ein Haus, zwei Katzen, einen Garten und darin schrullig glücklich sein. Wenn wir vor dem Hauskauf noch ein paar jahre in eine Penthousewohnung ziehen, die er so toll findet fände ich das auch gut, aber das Haus will ich unbedingt. Ich will eine Weiterbildung machen und in einer Firma hier in der Nähe arbeiten die niemanden sucht, aber ich könnte mir eben auch andere Berufe vorstellen. Wenn ich das Gefühl habe irgendwas erreicht zu haben, will ich seine Kinder groß ziehen. Wir schicken sie in den Waldkindergarten und werde sie nicht aufs Gymnasium prügeln, aber ich wäre auch nicht böse drum, wenn sie dort hin gehen, weil ich weiß wie man sich fühlt wenn alle anderen eine höhere Bildung haben, aber auch wie man sich fühlt wenn die Noten nie gut genug sind.

Aber ich würde auch gerne ein Date mit einem Typ haben mit dem alles neu ist. Bei dem man stundenlang im Bad ist und nervös überlegt was man anziehen soll. Bei dem man nicht genau weiß was er meint wenn er so oder so formuliert und mit dem man zusammen raus findet, ob man sich attraktiv findet.
Ich kenne die Freunde meines Freundes und ein paar Flirts und meine Kollegen. Ich bin mir sicher, dass der Sex mit meinem Kollegen hammer wäre. Aber wir könnten nie so offen reden und er würde mir nie so offen erzählen, was er denkt. Was ihm wichtig ist. ich würde immer irgendwie unter ihm stehen. Wahrscheinlich würde ich mir erst einreden, dass es was werden könnte und dann irgendwann merken, dass es sich nicht gut anfühlt. Da hilft guter Sex auch nicht.

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5. Juli 2017 um 23:12

Wenn ich mich von meinem Freund trenne, dann wars das. Dann merke ich in 5 Jahren vielleicht, dass ich meinen besten Freund, mein Vorbild, meinen Halt und die Chance auf eine eigene Familie verbaut habe. 

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6. Juli 2017 um 8:19

Ich bin mit meinem ersten festen Freund zusammengekommen, da war ich 15 und er 17. Wir waren total verliebt, er hat mir sofort gesagt dass er weiß dass ich "die Eine" bin usw.
Als ich 19 war, sind wir zusammengezogen. Wir haben eine Wohnung renoviert, Urlaube gemacht, uns etwas aufgebaut.
Aber - immer wieder bin ich aus der Beziehung ausgebrochen, hatte das Gefühl es gibt noch mehr. Nach ein paar Wochen bin ich jedesmal reumütig zurück zu ihm und er hat mich auch zurück genommen.

Nach 12 (!!) Jahren hat es dann wirklich mal gekriselt. Ich hab noch eine Paartherapie initiiert, aber das hats nicht besser gemacht. Dann trat ein anderer Mann in mein Leben und ich hatte endlich die Kraft, endgültig Schluss zu machen!
Er hatte dann nach ein paar Monaten eine neue Freundin, mit der er mittlerweile glücklich verheiratet ist und ein Kind hat. Ich war mit meinem neuen Freund 4 Jahre lang überglücklich und hatte endlich endlich gefunden, was ich gesucht hatte...

Was ich damit sagen will: Meist ist sowas nicht grundlos. Mach nicht gleich überstürzt Schluss, aber verurteil dich auch nicht für deine Gefühle. Versuch in dich zu gehen und dem ganzen auf den Grund zu gehen.
Und: Da draußen gibts so viel Tolles, so viel Liebe - du bleibst auch wenn du dich trennst nicht allein und unglücklich

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6. Juli 2017 um 12:54

Ich wäre auch dankbar wenn ihr den shitstorm für euch behalten könnt. Das hilft uns sicher nicht weiter.

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6. Juli 2017 um 13:00

Naja, mir wird eben auch bei dem Gedanken schlecht, dass ich in 10 oder 20 Jahren zurückblicken könnte und mich fragen warum ich so dumm war und das alles aufgegeben habe. Dass ich mit dem tollsten Mann zusammen sein und eine Familie haben könnte.
 

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6. Juli 2017 um 13:05
In Antwort auf melonchen1

Ich bin mit meinem ersten festen Freund zusammengekommen, da war ich 15 und er 17. Wir waren total verliebt, er hat mir sofort gesagt dass er weiß dass ich "die Eine" bin usw.
Als ich 19 war, sind wir zusammengezogen. Wir haben eine Wohnung renoviert, Urlaube gemacht, uns etwas aufgebaut.
Aber - immer wieder bin ich aus der Beziehung ausgebrochen, hatte das Gefühl es gibt noch mehr. Nach ein paar Wochen bin ich jedesmal reumütig zurück zu ihm und er hat mich auch zurück genommen.

Nach 12 (!!) Jahren hat es dann wirklich mal gekriselt. Ich hab noch eine Paartherapie initiiert, aber das hats nicht besser gemacht. Dann trat ein anderer Mann in mein Leben und ich hatte endlich die Kraft, endgültig Schluss zu machen!
Er hatte dann nach ein paar Monaten eine neue Freundin, mit der er mittlerweile glücklich verheiratet ist und ein Kind hat. Ich war mit meinem neuen Freund 4 Jahre lang überglücklich und hatte endlich endlich gefunden, was ich gesucht hatte...

Was ich damit sagen will: Meist ist sowas nicht grundlos. Mach nicht gleich überstürzt Schluss, aber verurteil dich auch nicht für deine Gefühle. Versuch in dich zu gehen und dem ganzen auf den Grund zu gehen.
Und: Da draußen gibts so viel Tolles, so viel Liebe - du bleibst auch wenn du dich trennst nicht allein und unglücklich

Hat es dich nicht zerbrochen, als du erfahren hast, dass er mit einer anderen so glücklich ist und sogar eine Familie gegründet hat?
Hast du nie bereut, dass ihr euch getrennt habt?
Wart ihr in den 12 Jahren nie verheiratet? Wie seid ihr mit dem Thema Kinder und Ehe umgegangen?
Was hatte dir an der Beziehung zu deinem neuen Freund besser gefallen, als in deiner alten? Wieso bist du nicht mehr mit ihm zusammen? (zumindest schreibst du von ihm in der Vergangenheit, daher nehme ich an, dass ihr nicht mehr zusammen seid)
 

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6. Juli 2017 um 13:28
In Antwort auf blaustern11

Hat es dich nicht zerbrochen, als du erfahren hast, dass er mit einer anderen so glücklich ist und sogar eine Familie gegründet hat?
Hast du nie bereut, dass ihr euch getrennt habt?
Wart ihr in den 12 Jahren nie verheiratet? Wie seid ihr mit dem Thema Kinder und Ehe umgegangen?
Was hatte dir an der Beziehung zu deinem neuen Freund besser gefallen, als in deiner alten? Wieso bist du nicht mehr mit ihm zusammen? (zumindest schreibst du von ihm in der Vergangenheit, daher nehme ich an, dass ihr nicht mehr zusammen seid)
 

Nein!
Oh Gott, ich freue mich total für ihn!!! Ich wollte keine Kinder und ich bin SO froh dass er das jetzt leben kann und glücklich ist!!!
Ich habe die Trennung keine Sekunde bereut, wirklich niemals. In unserem Fall war die Beziehung ja vor der Trennung schon recht zerrüttet, daher hat er mir auch wirklich NIE gefehlt als Mensch.
Nein, wir waren zum Glück nicht verheiratet. Ich denke er hätte mich geheiratet und wenn ich damals drüber nachgedacht habe, hätte ich vielleicht auch ja gesagt. Aber nicht aus großer Liebe, sondern nach dem Motto "jetzt sind wir schon so lang zusammen, da werden wirs auch bleiben" - und weil auch alle in meiner Umgebung mir stets gesagt haben, dass ich nie wieder einen so tollen MAnn haben werde...

Mit dem neuen Freund damals war eben alles völlig anders. Er war großzügig, abenteuerlustig, immer mit mir unterwegs, leidenschaftlich, spannend. Ja, einiges davon hat sich dann abgenutzt und er hatte genug negative Eigenheiten, die der Ex davor nicht hatte (Unehrlichkeit zb.). Trotzdem war mir, als könnte ich endlich endlich mal ich selbst sein. Es war nicht vergleichbar und hätte ich geahnt, was auf mich wartet - ich hätte viel früher Schluss gemacht...

Naja, ich hatte mit dem "neuen" dann eine sehr sehr intensive und tolle Zeit - aber er war zu anfangs oft unehrlich zu mir. Ich wiederum hatte so große Angt ihn zu verlieren, dass ich keine Grenzen gezogen habe. Mit der Zeit hat sich das zum Glück erledigt, allerdings habe ich übersehen, mich auf gewisse Art um die Beziehung zu kümmern. Ich neige zu Jähzorn und keinem guten Streitverhalten. Das hat ihn sehr sehr belastet, ich habs aber immer ein wenig abgetan. Irgendwann war das Faß einfach übervoll und er hat es beendet (unglücklicherweise wenige Wochen vor unserer geplanten Hochzeit). Heute bin ich froh drum - ich glaub nicht dass wir ewig glücklich geblieben wären zusammen. Damals hat es mich fast zerbrochen, aber ja - auch davon hab ich mich erholt.

Und nun hab ich seit 10 Monaten wieder eine Beziehung und versuche die Erfahrungen dort zu nutzen, damit ich nicht wieder was aufs Spiel setze. Trotzdem bereue ich absolut nichts...

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6. Juli 2017 um 21:05
In Antwort auf melonchen1

Nein!
Oh Gott, ich freue mich total für ihn!!! Ich wollte keine Kinder und ich bin SO froh dass er das jetzt leben kann und glücklich ist!!!
Ich habe die Trennung keine Sekunde bereut, wirklich niemals. In unserem Fall war die Beziehung ja vor der Trennung schon recht zerrüttet, daher hat er mir auch wirklich NIE gefehlt als Mensch.
Nein, wir waren zum Glück nicht verheiratet. Ich denke er hätte mich geheiratet und wenn ich damals drüber nachgedacht habe, hätte ich vielleicht auch ja gesagt. Aber nicht aus großer Liebe, sondern nach dem Motto "jetzt sind wir schon so lang zusammen, da werden wirs auch bleiben" - und weil auch alle in meiner Umgebung mir stets gesagt haben, dass ich nie wieder einen so tollen MAnn haben werde...

Mit dem neuen Freund damals war eben alles völlig anders. Er war großzügig, abenteuerlustig, immer mit mir unterwegs, leidenschaftlich, spannend. Ja, einiges davon hat sich dann abgenutzt und er hatte genug negative Eigenheiten, die der Ex davor nicht hatte (Unehrlichkeit zb.). Trotzdem war mir, als könnte ich endlich endlich mal ich selbst sein. Es war nicht vergleichbar und hätte ich geahnt, was auf mich wartet - ich hätte viel früher Schluss gemacht...

Naja, ich hatte mit dem "neuen" dann eine sehr sehr intensive und tolle Zeit - aber er war zu anfangs oft unehrlich zu mir. Ich wiederum hatte so große Angt ihn zu verlieren, dass ich keine Grenzen gezogen habe. Mit der Zeit hat sich das zum Glück erledigt, allerdings habe ich übersehen, mich auf gewisse Art um die Beziehung zu kümmern. Ich neige zu Jähzorn und keinem guten Streitverhalten. Das hat ihn sehr sehr belastet, ich habs aber immer ein wenig abgetan. Irgendwann war das Faß einfach übervoll und er hat es beendet (unglücklicherweise wenige Wochen vor unserer geplanten Hochzeit). Heute bin ich froh drum - ich glaub nicht dass wir ewig glücklich geblieben wären zusammen. Damals hat es mich fast zerbrochen, aber ja - auch davon hab ich mich erholt.

Und nun hab ich seit 10 Monaten wieder eine Beziehung und versuche die Erfahrungen dort zu nutzen, damit ich nicht wieder was aufs Spiel setze. Trotzdem bereue ich absolut nichts...

Hm ich könnte mir schon vorstellen Kinder zu haben, aber ich kann ihm nicht garantieren, dass ich es unbedingt will. Wir haben viel gemeinsam, ich mag seine Freunde sehr und er will mich auch fast immer mitnehmen. Wenn ich mal keine Lust habe findet er es schade. Ich würde ihn sehr vermissen. Im Alltag und bei vielen Kleinigkeiten, die einfach nur mit ihm gehen.

Irgendwie hatte ich mir mehr sachliche Antworten und Hilfe erhofft, als ich mich hier angemeldet hatte

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