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Rollenverhalten in der Beziehung?

25. Januar 2009 um 14:10 Letzte Antwort: 5. Februar 2009 um 14:04

Hallo zusammen,

ich habe letztes Wochenende einen netten Mann kennen gelernt, mit dem ich in ein Gespräch über Beziehung verwickelt wurde. Ich möchte noch hinzufügen, dass er wirklich ein netter Kerl war, der offenherzig mal aus dem Nähkästchen plauderte:

Sein Statement war, dass es in einer Beziehung noch immer ganz klare Rollenverteilungen geben müsse, auch wenn es niemand wirklich ausspricht oder wahrhaben will.

Er meinte jedoch damit nicht, dass Frau kocht und putzt und der Mann arbeiten geht, sondern dass der Mann in gewissen Sinne in der Beziehung der Entscheidungsträger sein möchte. Er geht hierbei davon aus, dass trotzdem beide Partner noch ein eigenes Leben führen, ihren Hobbys und Berufen nachgehen und eigene Freundschaften pflegen, aber auch gerne zusammen kochen, verreisen, gemeinsame Freunde haben usw. Also eigentlich eine ganz normale Beziehung.

Wenn es dann aber zB darum geht, dass der Mann den Job wechselt und hierfür 250 km umziehen muss, dann würde er erwarten, dass die Frau mit ihm mitgeht und ihren Job dafür aufgibt und sich dort dann einen neuen Job sucht, aus dem einfachen Grund, weil Frauen einfach nicht so karrierefixiert und dominant seien und doch weniger das Gefühl bräuchten, in der Beziehung die Hosen anzuhaben. Auch würde ein Mann es einfach wollen, dass die Frau ihn um Hilfe bittet, ihm diese dankt und ihn ein wenig anhimmelt aufgrund seiner Stärke und seines Geschlechtes.

Es geht hierbei, wie hoffentlich klar geworden ist, nicht darum, dass der Mann die Frau unterdrücken sollte oder über sie bestimmt, nein, er meinte, dass natürlich jeder in einer Beziehung zu seinem Recht kommen müsse, aber dass die Grundeinstellung der Geschlechter einfach immer noch eine gewisse Rollenverteilung in der Beziehung verlangen würde, weil diese durch die Genetik einfach so festgelegt sei und wenn eine Beziehung funktionieren soll, dann müssten Mann und Frau sich das bis zu einem gewissen Grad einfach klar machen.

Nun meine Frage, unterteilt an Geschlechter:

An die Mädels:
Habt ihr so eine Einstellung bei Männern oder gar bei euch selbst schon ein Mal wahrgenommen oder sogar darüber mit einem Mann gesprochen? Denkt ihr, dass es tatsächlich ein gewisses Rollenverteilen in der Beziehung geben sollte oder dieses genetisch in uns programmiert ist? Und lebt ihr ein solches Rollenverhalten in euren Beziehungen oder versucht ihr es bewusst einzusetzen, zB im richtigen Moment das Richtige sagen, vielleicht am besten noch vor seinen Freunden?

An die Männer:
Könnt ihr das Statement von diesem Mann unterschreiben? Möchten Männer tatsächlich ein wenig von ihren Freundinnen angehimmelt werden und würdet ihr erwarten, dass ihr in wichtigen Entscheidungen wirklich das letzte Wort habt? Würde es euch gefallen, wenn eure Freundin euch zu einem gewissen Grad anhimmelt und dass das vielleicht auch gerade dann auffällt, wenn eure Freunde dabei sind? Würdet ihr es mögen, wenn eure Freundin euren Freunden gegenüber äußern würde, dass ihr es seid, der in eurer Beziehung die Hosen anhat? Oder wäre es euch eher peinlich und ihr würdet euch fühlen, als würdet ihr die Frau unterdrücken? Oder ist es euch schlicht egal?

Ich betone noch einmal, dass es hier nicht darum geht, dass einer den Macho heraushängen lässt und seine Frau/Freundin unterdrückt, schlecht behandelt oder Dinge verbietet, sondern darum, ob auch oder gerade in einer gesunden Beziehung ein gewisses, einheitliches Rollenverhalten geben muss/sollte.

Viele Grüße!

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25. Januar 2009 um 14:19

...
Nein. Es SOLLTE gar nichts Allgemeines in Beziehungen geben.

Wenn zwei Leute zusammen sind, ergibt sich die Rollenverteilung ganz automatisch, so wie die beiden zusammenpassen.

Eine gesunde Beziehung lebt nicht davon, dass sich jemand entgegen seines eigentlichen Charakters verbiegt und eine Rolle spielt, die er gar nicht möchte.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es genug Männer gibt, die nicht immer für zwei entscheiden wollen und auch genug Frauen, denen das gehörig auf den Keks ginge.

Jemanden alleine wegen seines Geschlechts anzuhimmeln...? Hätten manche wohl gern, leider muss man sich Respekt verdienen. Einen Schwanz und Eier zu haben reicht dafür leider bei weitem nicht aus.

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25. Januar 2009 um 14:44

Nein, nein ...
... es ist nicht so, dass ich diesen Mann seit einer Woche "kennen würde" oder irgendwie eine Beziehung mit dem anfangen will oder so. Wir sind nur ins Gespräch und dann an diesem Punkt angekommen und er beschäftigt mich tatsächlich (dieser Punkt und nicht der Mann =) wir haben keine Nummern oder ähnliches getauscht und werden uns nicht wieder sehen).

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25. Januar 2009 um 14:54

Gewisses Rollenverteilen in der Beziehung geben sollte oder dieses genetisch in uns programmiert ist
Welche Genetik denn? Der mag ja ganz nett sein, aber späterstens bei diesen unqualifizierten Satz hätt ich ihn an die Wand diskutiert. Genetisch gesehen liegen zum Beispiel bei vielen Tieren die Männchen auf der faulen Haut und die Weibchen gehen jagen, Genetisch gesehen gibts auch Tiere, da wird das Männchen nur zur Befruchtung gebraucht und dann gefressen oder verjagt!

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25. Januar 2009 um 15:08
In Antwort auf alisa_12636881

Nein, nein ...
... es ist nicht so, dass ich diesen Mann seit einer Woche "kennen würde" oder irgendwie eine Beziehung mit dem anfangen will oder so. Wir sind nur ins Gespräch und dann an diesem Punkt angekommen und er beschäftigt mich tatsächlich (dieser Punkt und nicht der Mann =) wir haben keine Nummern oder ähnliches getauscht und werden uns nicht wieder sehen).

Biologismus
Biologismus kommt bei manchen Leuten grade wieder sehr in Mode: So nach dem Motto "Frauen sind eben so, und Männer sind eben so..."

Ich halte das für einen kulturellen Rückschritt. Denn mit derartigen Kategorien zwingt man impliziet bestimmte Eigenschaften allen auf, die zufällig ein bestimmtes Geschlcht haben. Ich denke: In erster Linie ist ein Mensch immer ein individueller Mensch. Und dann erst ist man männlich, weiblich, schwul, lesbisch, a-, bi- oder transsexuell.

Sicher gibt es viele Menschen, die mit einer Rollenverteilung aus dem 19. Jahrhundert wie oben beschrieben gut zurecht kommen, weil sie zufällig gut mit der internalisierten Gechlechterrolle zurecht kommen. Aber aus solchen kulturhistorisch entstandenen Rollen eine absolute und allgeimngültige Wahrheit abzuleiten ist anmaßend und bequem. In einer Zeit, in der Unsicherheit das alltägliche Bewusstsein dominiert, sind klare Regeln und Rollenverteilungen sicher für viele atraktiv. Trotzdem macht es sie nicht wahrer. Verallgemeinerungen in dieser Form sind eine freche Bevormundung zeugen von arroganter Ignoranz.

Ich will nicht bestreiten, dass es biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Aber daraus daraus ein Naturgesetz machen zu wollen ist einfach nur beschränkt. In der Antike gab es die Vorstellung vom Menschengeschlecht. Und eben verschiedenen Tendenzen hin zum weiblichen oder zum männlichen. Aber da Geschlecht war immer das selbe: menschlich. Entsprechend wurden auch die sexuellen Vorlieben nicht wie heute als grundsätzliche Wahrheiten postuliert, jeder konnte sowohl schwul als auch hetero sein. Das war völlig normal und alles hatte seinen Raum. Heute soll man entweder dies oder das sein. Wenn ich mir die Geschlechterdebatten heute manchmal ansehe, denke ich wirklich, die Menschen waren intellektuell schonmal weiter in diesem Gebiet.

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25. Januar 2009 um 15:24

Der ist ja lustig...

also es liegt schon in den genen der mäner das sie die hosen anhaben wollen...
jedoch auch das sie sich wild durch die welt vögeln... wir sind intzwischen weiter als unsre vorfahren ,die steinzeitmenschen, bei denen es das überleben sicherte...
der sollte sich mal davon lösen...

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25. Januar 2009 um 15:30
In Antwort auf issac_12160346

Biologismus
Biologismus kommt bei manchen Leuten grade wieder sehr in Mode: So nach dem Motto "Frauen sind eben so, und Männer sind eben so..."

Ich halte das für einen kulturellen Rückschritt. Denn mit derartigen Kategorien zwingt man impliziet bestimmte Eigenschaften allen auf, die zufällig ein bestimmtes Geschlcht haben. Ich denke: In erster Linie ist ein Mensch immer ein individueller Mensch. Und dann erst ist man männlich, weiblich, schwul, lesbisch, a-, bi- oder transsexuell.

Sicher gibt es viele Menschen, die mit einer Rollenverteilung aus dem 19. Jahrhundert wie oben beschrieben gut zurecht kommen, weil sie zufällig gut mit der internalisierten Gechlechterrolle zurecht kommen. Aber aus solchen kulturhistorisch entstandenen Rollen eine absolute und allgeimngültige Wahrheit abzuleiten ist anmaßend und bequem. In einer Zeit, in der Unsicherheit das alltägliche Bewusstsein dominiert, sind klare Regeln und Rollenverteilungen sicher für viele atraktiv. Trotzdem macht es sie nicht wahrer. Verallgemeinerungen in dieser Form sind eine freche Bevormundung zeugen von arroganter Ignoranz.

Ich will nicht bestreiten, dass es biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Aber daraus daraus ein Naturgesetz machen zu wollen ist einfach nur beschränkt. In der Antike gab es die Vorstellung vom Menschengeschlecht. Und eben verschiedenen Tendenzen hin zum weiblichen oder zum männlichen. Aber da Geschlecht war immer das selbe: menschlich. Entsprechend wurden auch die sexuellen Vorlieben nicht wie heute als grundsätzliche Wahrheiten postuliert, jeder konnte sowohl schwul als auch hetero sein. Das war völlig normal und alles hatte seinen Raum. Heute soll man entweder dies oder das sein. Wenn ich mir die Geschlechterdebatten heute manchmal ansehe, denke ich wirklich, die Menschen waren intellektuell schonmal weiter in diesem Gebiet.

Bedeutet dies ....
.... das es dir eher peinlich wäre, wenn deine Freundin sich wie oben genannt verhalten würde?

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25. Januar 2009 um 15:34
In Antwort auf cadi_12264667

Der ist ja lustig...

also es liegt schon in den genen der mäner das sie die hosen anhaben wollen...
jedoch auch das sie sich wild durch die welt vögeln... wir sind intzwischen weiter als unsre vorfahren ,die steinzeitmenschen, bei denen es das überleben sicherte...
der sollte sich mal davon lösen...

*lach*
dieser Vergleich ist mir bisher noch gar nicht gekommen, aber prinzipiell hast du damit Recht =)
Du schreibst, dass Männer gerne in der Beziehung die "Hosen anhaben". Denkst du, dass alle Männer dies als positiv werten würden, wenn Frau ihnen das bietet?

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25. Januar 2009 um 15:42
In Antwort auf alisa_12636881

Bedeutet dies ....
.... das es dir eher peinlich wäre, wenn deine Freundin sich wie oben genannt verhalten würde?

Peinlich ist vielleicht nicht das richtige Wort..
Ich könnte meine Frau einfach nicht als Gegenüber ernstnehmen, wenn Sie sich zu einer derartig fremdbestimmten Indentität des "Frauseins" bekennen würde.

Außerdem würde das ja auch nur dann funktionieren, wenn ich das entsprechende "Mannsein" praktizieren würde. Das kann und will ich gar nicht. Insofern würde niemals eine Beziehung zwischen mir und einer solchen Frau entstehen.

Da halte ich es doch lieber mit dem abgedroschenen Zitat von Albert Camus: "Don't walk behind me, I may not lead. Don't walk in front of me, I may not follow. Just walk beside me and be my friend."

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25. Januar 2009 um 15:52
In Antwort auf issac_12160346

Peinlich ist vielleicht nicht das richtige Wort..
Ich könnte meine Frau einfach nicht als Gegenüber ernstnehmen, wenn Sie sich zu einer derartig fremdbestimmten Indentität des "Frauseins" bekennen würde.

Außerdem würde das ja auch nur dann funktionieren, wenn ich das entsprechende "Mannsein" praktizieren würde. Das kann und will ich gar nicht. Insofern würde niemals eine Beziehung zwischen mir und einer solchen Frau entstehen.

Da halte ich es doch lieber mit dem abgedroschenen Zitat von Albert Camus: "Don't walk behind me, I may not lead. Don't walk in front of me, I may not follow. Just walk beside me and be my friend."

Gutes Zitat
Das heißt, für dich gibt es nur absolute Gleichberechtigung. Jeder kommt zu seinem Recht, nehmen, aber dafür gleichzeitig geben oder?
Das waren eigentlich auch meine Argumente, aber irgendwie hat der Kerl das anders gesehen. Gut zu wissen, dass es Männer gibt, die seinen Argumenten nicht folgen können.

Aber andere Frage: Wenn deine Frau daheim die Schrauben in die Wand drehen würde und alle Regale selber aufbaut, wäre es dir peinlich, wenn dies deine Freunde erfahren würden? Und wenn deine Frau wegen einem super Jobangebot gerne umziehen würde, würdest du mitgehen? Kommt dann nicht der Gedanke - sie ist vielleicht bald schwanger und geht nicht mehr arbeiten, und ich habe dafür meinen Job aufgegeben?

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25. Januar 2009 um 15:57
In Antwort auf riikka_12952477

Gewisses Rollenverteilen in der Beziehung geben sollte oder dieses genetisch in uns programmiert ist
Welche Genetik denn? Der mag ja ganz nett sein, aber späterstens bei diesen unqualifizierten Satz hätt ich ihn an die Wand diskutiert. Genetisch gesehen liegen zum Beispiel bei vielen Tieren die Männchen auf der faulen Haut und die Weibchen gehen jagen, Genetisch gesehen gibts auch Tiere, da wird das Männchen nur zur Befruchtung gebraucht und dann gefressen oder verjagt!

Ja ...
... und diese verhalten sich dann ja auch entsprechend. Und wir sind das Tierchen "Mensch" und gibt es da auch eine Genetik, die irgendwo in uns schlummert, aber nicht mehr zugelassen wird? Und wenn ja, warum nicht? Weil wir sie nicht mehr zulassen WOLLEN oder weil es auch wirklich keinen mehr interessiert?

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25. Januar 2009 um 16:05
In Antwort auf alisa_12636881

*lach*
dieser Vergleich ist mir bisher noch gar nicht gekommen, aber prinzipiell hast du damit Recht =)
Du schreibst, dass Männer gerne in der Beziehung die "Hosen anhaben". Denkst du, dass alle Männer dies als positiv werten würden, wenn Frau ihnen das bietet?

Nicht alle
aber die meisten wären sicher glücklich mit einer frau die sie bewundert als mann und stärkeres geschlecht. Viele sind von steinzeit denken auch weggekomen, wie auch frauen die keine kinder haben wollen aber karriere...

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25. Januar 2009 um 16:11
In Antwort auf alisa_12636881

Gutes Zitat
Das heißt, für dich gibt es nur absolute Gleichberechtigung. Jeder kommt zu seinem Recht, nehmen, aber dafür gleichzeitig geben oder?
Das waren eigentlich auch meine Argumente, aber irgendwie hat der Kerl das anders gesehen. Gut zu wissen, dass es Männer gibt, die seinen Argumenten nicht folgen können.

Aber andere Frage: Wenn deine Frau daheim die Schrauben in die Wand drehen würde und alle Regale selber aufbaut, wäre es dir peinlich, wenn dies deine Freunde erfahren würden? Und wenn deine Frau wegen einem super Jobangebot gerne umziehen würde, würdest du mitgehen? Kommt dann nicht der Gedanke - sie ist vielleicht bald schwanger und geht nicht mehr arbeiten, und ich habe dafür meinen Job aufgegeben?

Gleichberechtigung
Gnaz genau: Meine Freundin ist in der Tat handwerklich viel besser als ich. Und ich bin sehr stolz auf sie. Natürlich kann ich auch einen Reifen am Auto wechseln und einen Dübel in die Wand hauen. Aber von der Metalldrehmaschine habe ich keine Ahnung, und die meisten meiner Freunde auch nicht. Ich habe keine Freunde, vor denen ich mich verstecke. Und schon gar nicht, wenn meine Freundin was besser kann als ich. Ist doch geil!

Ich würde prinzipiell auch umziehen, wenn es sinnvoll erscheint. Aber ich würde auch darauf achten, dass ich meinen Job weitermachen kann. Ich bin zum Beispiel mal für ein halbes Jahr wegen ihr nach Sydney gezogen. Dafür habe ich meine Job gekündigt. Und es war beruflich dort für mich nicht so toll. Seit ich wieder in Deutschland bin habe ich mich beruflich deutlich verbessert und insofern war der kleine Ausflug downunder eine lehrreiche und wichtige Erfahrung. Wir wissen jetzt, dass ich in meinem Beruf nur in deutschsprachigen Ländern wirklich erfolreich sein kann. Und diese Einschränkung muss sie eben auch akzeptieren. Wenn Sie für ihren Job nach Mailand, London oder NY will, würde das auf eine Fernbeziehung hinauslaufen, was natürlich anstrengn ist. Aber geht auch für 'ne Weile. Und in Europa kann man sich wirklich fast jedes Wochenende sehen, wenn man will. Trotzem sollte man sich das gut überlegen.

Wenn sie schwanger werde würde, würde ich auf jeden Fall die Hälfte der Elternzeit fordern!

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25. Januar 2009 um 16:16
In Antwort auf issac_12160346

Gleichberechtigung
Gnaz genau: Meine Freundin ist in der Tat handwerklich viel besser als ich. Und ich bin sehr stolz auf sie. Natürlich kann ich auch einen Reifen am Auto wechseln und einen Dübel in die Wand hauen. Aber von der Metalldrehmaschine habe ich keine Ahnung, und die meisten meiner Freunde auch nicht. Ich habe keine Freunde, vor denen ich mich verstecke. Und schon gar nicht, wenn meine Freundin was besser kann als ich. Ist doch geil!

Ich würde prinzipiell auch umziehen, wenn es sinnvoll erscheint. Aber ich würde auch darauf achten, dass ich meinen Job weitermachen kann. Ich bin zum Beispiel mal für ein halbes Jahr wegen ihr nach Sydney gezogen. Dafür habe ich meine Job gekündigt. Und es war beruflich dort für mich nicht so toll. Seit ich wieder in Deutschland bin habe ich mich beruflich deutlich verbessert und insofern war der kleine Ausflug downunder eine lehrreiche und wichtige Erfahrung. Wir wissen jetzt, dass ich in meinem Beruf nur in deutschsprachigen Ländern wirklich erfolreich sein kann. Und diese Einschränkung muss sie eben auch akzeptieren. Wenn Sie für ihren Job nach Mailand, London oder NY will, würde das auf eine Fernbeziehung hinauslaufen, was natürlich anstrengn ist. Aber geht auch für 'ne Weile. Und in Europa kann man sich wirklich fast jedes Wochenende sehen, wenn man will. Trotzem sollte man sich das gut überlegen.

Wenn sie schwanger werde würde, würde ich auf jeden Fall die Hälfte der Elternzeit fordern!

Echt super ...
... danke für diese tolle Diskussion =)
ich wünsche dir und einer Frau alles Gute für die Zukunft und ich finde es echt toll, dass du so stolz auf deine Frau bis

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25. Januar 2009 um 16:39
In Antwort auf alisa_12636881

Ja ...
... und diese verhalten sich dann ja auch entsprechend. Und wir sind das Tierchen "Mensch" und gibt es da auch eine Genetik, die irgendwo in uns schlummert, aber nicht mehr zugelassen wird? Und wenn ja, warum nicht? Weil wir sie nicht mehr zulassen WOLLEN oder weil es auch wirklich keinen mehr interessiert?

...
Und ist es nicht vollkommen egal, warum man offenbar auf diese Genetik nichts mehr gibt?

Als ob irgendwer hier sein Leben deshalb freiwillig entgegen seiner eigenen Vorstellungen leben würde, nur weil irgendein anderer behauptet, genetisch gesehen dürfte man ja nur so leben.

Dieses Gen-Argument ist doch vollkommen schwachsinnig... als ob Gene etwas in Stein gemeißeltes, über Jahrtausende Unveränderliches wären. Hallo, schon mal was von Evolution gehört?

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25. Januar 2009 um 16:47
In Antwort auf alisa_12636881

Ja ...
... und diese verhalten sich dann ja auch entsprechend. Und wir sind das Tierchen "Mensch" und gibt es da auch eine Genetik, die irgendwo in uns schlummert, aber nicht mehr zugelassen wird? Und wenn ja, warum nicht? Weil wir sie nicht mehr zulassen WOLLEN oder weil es auch wirklich keinen mehr interessiert?

Natur vs. Kultur
http://www.fhs.cuni.cz/kolegium/griesebner1.pdf


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25. Januar 2009 um 16:52
In Antwort auf issac_12160346

Natur vs. Kultur
http://www.fhs.cuni.cz/kolegium/griesebner1.pdf


Das ...
... muss ich mir in der Firma erst mal ausdrucken =) Aber danke für den Link!

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25. Januar 2009 um 17:39

...
Ich glaub kaum, dass das so gemeint war.

Ich persönlich finde es nur bekloppt, automatisch davon auszugehen, dass diese Rollenverteilung die einzig "gesunde" wäre, wie das im Anfangspost rüberkam.

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25. Januar 2009 um 17:56

Wie lange schon?
Hallo Lalariel!
Wie lange seid ihr denn schon zusammen? Eure Beziehung klingt auf jeden Fall super harmonisch.
Prinzipiell kann man diese Art der Rollenverteilung nicht verurteilen, warum auch? Bei euch scheint sich das ja auch ganz von alleine so ergeben zu haben.

Viele Grüße!

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25. Januar 2009 um 19:56

Keine Ahnung...
... ob der das so sieht oder nicht. Soweit sind wir gar nicht gekommen =)
Es geht auch nicht darum, dass ich mit dem Kerl was anfangen würde, ich werde ihn nicht mal mehr wieder sehen. Mich hat nur diese Aussage zum Nachdenken angeregt, ob denn Männer wirklich angehimmelt werden wollen und von der Frau erwarten, dass sie ihm quasi die Führung der Beziehung überlässt. Und ob andere Frauen sowas auch schon von Männern gehört haben.
Ein Poster hier (mann79) hat sich jetzt ganz klar dagegen ausgesprochen =)

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25. Januar 2009 um 22:51

Jedem das seine, aber keine Verallgemeinerungen bitte
Wenn ich mich hier gegen die klassische Rollenverteilung ausgesprochen habe, dann immer nur für eine Person: mich. Ich hab da keinen Bock drauf, ich halte das für einen kulturellen Rückschritt.

Wenn lalariel einen anderen Lebensentwurf hat, ist das prima für mich. Wenn Sie außerdem mit ihren 18 Jahren gewiss ist, den passenden Mann dafür auch schon gefunden zu haben: Herzlichen Glückwunsch!

Es gibt viele Leute, die keinerlei Bedürfnis haben, dieses tradierte Modell in Frage zu stellen. Und in vielerlei Hinsicht macht es das Leben einfacher, man weiß woran man ist und der Partner auch.

Trotzdem sind alle anderen individuellen Varianten ebenso schön. Und was man ein für alle mal vergessen sollte sind diese pauschalen Schubladisierungen a là "Männer sind so, Frauen sind so" Das ist Quatsch. Die Konstruktion der geschlechtlichen Sphärentrennung kam mit dem Aufstieg der Bourgeoisie auf, als die politische Macht in der Folge der Französischen Revolution demokratisiert wurde.. aber das führt zu weit. Wen es interessiert, der kann das bei Thomas Laqueur nachlesen.

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26. Januar 2009 um 20:45
In Antwort auf issac_12160346

Gleichberechtigung
Gnaz genau: Meine Freundin ist in der Tat handwerklich viel besser als ich. Und ich bin sehr stolz auf sie. Natürlich kann ich auch einen Reifen am Auto wechseln und einen Dübel in die Wand hauen. Aber von der Metalldrehmaschine habe ich keine Ahnung, und die meisten meiner Freunde auch nicht. Ich habe keine Freunde, vor denen ich mich verstecke. Und schon gar nicht, wenn meine Freundin was besser kann als ich. Ist doch geil!

Ich würde prinzipiell auch umziehen, wenn es sinnvoll erscheint. Aber ich würde auch darauf achten, dass ich meinen Job weitermachen kann. Ich bin zum Beispiel mal für ein halbes Jahr wegen ihr nach Sydney gezogen. Dafür habe ich meine Job gekündigt. Und es war beruflich dort für mich nicht so toll. Seit ich wieder in Deutschland bin habe ich mich beruflich deutlich verbessert und insofern war der kleine Ausflug downunder eine lehrreiche und wichtige Erfahrung. Wir wissen jetzt, dass ich in meinem Beruf nur in deutschsprachigen Ländern wirklich erfolreich sein kann. Und diese Einschränkung muss sie eben auch akzeptieren. Wenn Sie für ihren Job nach Mailand, London oder NY will, würde das auf eine Fernbeziehung hinauslaufen, was natürlich anstrengn ist. Aber geht auch für 'ne Weile. Und in Europa kann man sich wirklich fast jedes Wochenende sehen, wenn man will. Trotzem sollte man sich das gut überlegen.

Wenn sie schwanger werde würde, würde ich auf jeden Fall die Hälfte der Elternzeit fordern!

Nun ja.
Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen der GleichBERECHTIGUNG/gleichen Rechten, und einem GLEICHSEIN der Geschlechter...Mann und Frau sind ein bisschen unterschiedlich, und daran wird auch ein schwangerer Mann im Jahre 2008 nichts ändern...
Obwohl es wahrscheinlich in der Summe mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt, wird niemand, der alle fünf Sinne beinander hat, die Unterschiede zwischen Durchschnittsmann und Durchschnittsfrau in Abrede stellen.

Diese Unterschiede fangen an bei den offensichtlichen, die man wohl nicht weiter erläutern muss, weiter gehts mit hormonellen Unterschieden, Vorlieben für bestimmte Berufe/Tätigkeiten etcpp. Man konnte inzwischen zweifelsfrei wissenschaftlich belegen, dass typisch männliche und weibliche Verhaltensweisen angeboren, und NICHT anerzogen sind. Schon als Babys beobachten Mädchen lieber Gesichter, Jungs lieber bewegte Gegenstände; als Kleinkinder greifen Jungs eher zu Spielzeigautos und Mädchen zu Puppen, und es gibt meiner erfahrung nach wenige Männer, die sich über ihre pornosüchtigen Freundinnen beschweren, und wenige Frauen, die beklagen, dass ihr Mann einen Schuhtick hat (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel).

Leider haben viele der frühen Feministinnen die Gleichberechtigung als ANGLEICHUNG der Frau an den Mann (miss-)verstanden. Die Frau sollte und wollte unter Beweis stellen, dass sie ebenso stark, taff, leistungsfähig, durchsetzungsfähig, hart im Nehmen, gefühlskontrolliert ist wie es das männliche Idealbild suggeriert. Inzwischen können Frauen sich rühmen, dass sie nicht nur im beruflichen Bereich, sondern auch beim Tabak- und Drogenkonsum, geringerer Lebenserwartung, Herzinfarkterkrankungen etc dabei sind, mit den Männern gleichzuziehen....

Es zeichnet sich zudem neuerdings ein Trend zur Benachteiligung des männlichen Geschlechts ab - MEHR als die Hälfte aller Abiturienten und Studenten sind weiblich, Jungen bekommen schlechtere Noten in der Schule und weniger Aufmerksamkeit. Die Frau, die über moderne Schlüsselqualitäten wie Kommunikatiosfähigkeit, Einfühlungsvermögen, multi-tasking-Qualitäten etc. eher zu verfügen scheint als der Mann, und weniger gewalttätig und straffällig wird, erstrahlt im modernen Zeitgeist als "das bessere Geschlecht"...

Vielleicht sollte man es einfach nehmen wie es ist - Mann und Frau sind gleich intelligent und haben die gleichen Rechte, sind aber dennoch mit unterschiedlichen Vorlieben, Verhaltensweisen und Fähigkeiten ausgestattet. Das gilt für den Durchschnitt, selbstverständlich gibt es immer Abweichungen! Für eine Beziehung heißt das, das in vielen Fällen die Rolle von Mann und Frau in einer Beziehung nie ganz genau gleich sein wird, und diese sich oft z.T. mit althergebrachten Mustern decken - selbst und gerade, wenn beide arbeiten und sich um Haushalt und Kids gemeinsam kümmern. Eine starke, unabhängige, gut verdienende und gut ausgebildete Frau wünscht sich in den allermeisten Fällen einen starken Mann an ihrer Seite, der noch ein bisschen mehr erreicht hat als sie...

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26. Januar 2009 um 20:56
In Antwort auf avril_12039269

Nun ja.
Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen der GleichBERECHTIGUNG/gleichen Rechten, und einem GLEICHSEIN der Geschlechter...Mann und Frau sind ein bisschen unterschiedlich, und daran wird auch ein schwangerer Mann im Jahre 2008 nichts ändern...
Obwohl es wahrscheinlich in der Summe mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt, wird niemand, der alle fünf Sinne beinander hat, die Unterschiede zwischen Durchschnittsmann und Durchschnittsfrau in Abrede stellen.

Diese Unterschiede fangen an bei den offensichtlichen, die man wohl nicht weiter erläutern muss, weiter gehts mit hormonellen Unterschieden, Vorlieben für bestimmte Berufe/Tätigkeiten etcpp. Man konnte inzwischen zweifelsfrei wissenschaftlich belegen, dass typisch männliche und weibliche Verhaltensweisen angeboren, und NICHT anerzogen sind. Schon als Babys beobachten Mädchen lieber Gesichter, Jungs lieber bewegte Gegenstände; als Kleinkinder greifen Jungs eher zu Spielzeigautos und Mädchen zu Puppen, und es gibt meiner erfahrung nach wenige Männer, die sich über ihre pornosüchtigen Freundinnen beschweren, und wenige Frauen, die beklagen, dass ihr Mann einen Schuhtick hat (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel).

Leider haben viele der frühen Feministinnen die Gleichberechtigung als ANGLEICHUNG der Frau an den Mann (miss-)verstanden. Die Frau sollte und wollte unter Beweis stellen, dass sie ebenso stark, taff, leistungsfähig, durchsetzungsfähig, hart im Nehmen, gefühlskontrolliert ist wie es das männliche Idealbild suggeriert. Inzwischen können Frauen sich rühmen, dass sie nicht nur im beruflichen Bereich, sondern auch beim Tabak- und Drogenkonsum, geringerer Lebenserwartung, Herzinfarkterkrankungen etc dabei sind, mit den Männern gleichzuziehen....

Es zeichnet sich zudem neuerdings ein Trend zur Benachteiligung des männlichen Geschlechts ab - MEHR als die Hälfte aller Abiturienten und Studenten sind weiblich, Jungen bekommen schlechtere Noten in der Schule und weniger Aufmerksamkeit. Die Frau, die über moderne Schlüsselqualitäten wie Kommunikatiosfähigkeit, Einfühlungsvermögen, multi-tasking-Qualitäten etc. eher zu verfügen scheint als der Mann, und weniger gewalttätig und straffällig wird, erstrahlt im modernen Zeitgeist als "das bessere Geschlecht"...

Vielleicht sollte man es einfach nehmen wie es ist - Mann und Frau sind gleich intelligent und haben die gleichen Rechte, sind aber dennoch mit unterschiedlichen Vorlieben, Verhaltensweisen und Fähigkeiten ausgestattet. Das gilt für den Durchschnitt, selbstverständlich gibt es immer Abweichungen! Für eine Beziehung heißt das, das in vielen Fällen die Rolle von Mann und Frau in einer Beziehung nie ganz genau gleich sein wird, und diese sich oft z.T. mit althergebrachten Mustern decken - selbst und gerade, wenn beide arbeiten und sich um Haushalt und Kids gemeinsam kümmern. Eine starke, unabhängige, gut verdienende und gut ausgebildete Frau wünscht sich in den allermeisten Fällen einen starken Mann an ihrer Seite, der noch ein bisschen mehr erreicht hat als sie...

Nachtrag
Mit "althergebrachten Rollen" meine ich nicht das Modell der 50er Jahre oder der "Separate Spheres" im Viktorianischen Zeitalter, wo die Frau wirklich unterdrückt war, denn das waren Ausnahmen in der Geschichte, dass die Frau in Europa quasi entmündigt und an den Herd verbannt war. Normalerweise hat die Frau immer gearbeitet und zum Familieneinkommen beigetragen, auch und erst recht im Mittelalter...
Ich meine damit eher die Tatsache, dass Frauen immer gerne einen erfolgreichen Mann an ihrer Seite hatten, zu dem sie "ein bisschen aufschauen" konnten. Das schließt ja nicht aus, dass sie insgeheim die Zügel in der Hand hielten, ohne dass der Mann dies wusste

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5. Februar 2009 um 13:00

Ich mag das Rollendenken
Ich kann das für mich persönlich aus vollem Herzen unterschreiben.
Bei uns ist die Rollenverteilug völlig klar. Mein Mann geht arbeiten, ich bin Hausfrua und betreue unsere Kinder. Wichtige Entscheidungen trifft mein Mann und ich akzeptiere das auch gerne so. Es wäre für mich selbstverständlich, mit ihm umzuziehen, wenn er das will.

Ob ich ihn anhimmel? Ja, ich denke schon.

Ich habe keine Problem damit, vor unseren Freunden mich dem Willen meines Mannes unterzuordnen, unser Freundes- und Familienkreis weiß längst, wer bei uns die Hosen anhat.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Für mich persönlich gehört zu meiner Ehe, dass ich als Frau meinem Mann gehorsam bin, tue was er sagt, lasse, was er verbietet. Gleichzeitig kann ich aber auch erwarten, dass er mich beschützt, versorgt.... ich weiß, klassisch, klischeehaft, altmodisch, aber halt meine persönliche Einstellung.

Um den "Du bist ja gestört!"-, "Du verrätst die Emanzipation!"-, "Du bist krank!"-Rufen zuvorzukommen: Ich erwarte von anderen Frauen sicher nicht, meinem Beispiel zu folgen, wer emanzipiert sein will, hat das gute Recht dazu, ich will niemanden missionieren, sondern nehme mir lediglich das Recht raus, eben nicht emanzipiert zu sein.

Wenn hier Leute ähnlich denken, würde ich mich über eine PN freuen. Ich quatsche gern über das Thema (aber auch über ander Dinge

Liebe Grüße,
Melanie

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5. Februar 2009 um 13:41

Ist doch schön!
Das klassische ist nicht immer das Schlechteste...

Ich lebe auch eine sehr klassische Rollenvertielung in meiner Ehe und es ist für mich (ich spreche hier nicht für andere) genau das Richtige. Also wenn du die tradierte Rolle der Frau magst, dann drück ich dir ganz fest die Daumen, dass euer Leben so wird, wie du es dir vorstellst!

Liebe Grüße,
Melanie

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5. Februar 2009 um 13:56

Ich muss zugeben
es hat was für sich, nicht denken zu müssen. Man muss keine Entscheidungen fällen, nicht dafür gerade stehen, muss nicht abwägen und fühlt sich "geborgen". Allerdings würde es mich auf Dauer nicht ausfüllen, in wichtigen Dingen nur dazu gut zu sein, meinem Mann den Rücken zu stärken.

Ich lass auch gerne mal meinen Freund entscheiden und es kann auch ein sehr befriedigendes Gefühl sein für seinen Liebsten - und somit für die Liebe - Einschrenkungen in kauf zu nehmen. Aber meine Lebensplanung völlig aus der Hand geben? Neee.

Hat n Bisschen was von Arbeitgeber und Arbeitnehmer Verhältnis. Er entscheidet, sie führt aus - oder so Ähnlich. Ich bin dafür zu Selbstständig. Ich mache aus Prinzip nichts, wovon ich nicht auch überzeugt wäre, dass er es auch für mich tun würde. Ich will ihm ja auch eine starke, gleichberechtigte Partnerin sein, an die auch er sich mal anlehnen kann!

In meiner Beziehung funktioniert es ganz gut, dass keiner von uns die Hosen an hat. Wir denken beide nach, wägen gemeinsam ab und entscheiden zusammen. Das immer einer nachgeben muss ich selbstverständlich. Wie gesagt: Ich mache gerne etwas meinem Mann zuliebe! Aber weil ich ihn liebe und nicht, weil es selbstverständlich ist!

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5. Februar 2009 um 14:04

Naja
was heißt denn "zurückstecken"? Hausfrau und Mutter zus ein ist doch ein Tagesfüllender, nicht zu verachtender Job!
Einer muss ihn, zumindest au halber Stelle, übernehmen. Das ist ja auch gut und wenn beide einverstanden sind, dass die Frau nicht dazu verdient ist ja alles in Butter.

Aber der Threat spricht doch eher von der Bevormundung des Mannes über die Frau. Das man bis zu einem bestimmten Grad gerne Entscheidungen "weitergibt" kann ich ja noch nachvollziehen. Das ist schön bequem. Aber sobald es zu einschneidenden Erlebnissen kommt, muss man doch auch als Frau die Birne einschalten können! Ich zweifel nicht daran, dass das bei dir der Fall ist, aber ich finde die Aussage von dem Herren hat weniger von "klassischer Rollenverteilung" hinsichtlich organisatorischem, sondern eben hinsichtlich kognitiven Dingen. Und das geht in meinen Augen mal gar nicht, Wir sind doch schlaue Mädels die selbst denken und Meinung äußern können!

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