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Reichen die gefühle?

5. Dezember 2015 um 22:41

Hallo, Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich recht neu hier, aber nun zum eigentlichen Thema. Ich, W 16, bin verliebt. So glaube ich es zumindest. Ich bin ein ziemlicher Kopfmensch, denke sehr rational und meistens nicht sehr emphatisch, nicht weil ich dazu nicht in der Lage bin, sondern weil Gefühle mich schnell zu sehr mitnehmen und ich es nicht mag, bzw sogar Angst bekomme, wenn andere Menschen mir sowohl physisch als auch psychisch zu nahe kommen. Natürlich ist das immer personenspezifisch. Nun begann es so, kurz nach Ostern, dass ich begann mich mit jemandem aus meinem Jahrgang zu treffen. Wir hörten die gleiche Musik und sind so ins Gespräch gekommen. Wir haben uns öfters getroffen und ich war sehr gerne bei ihm, er bei mir, wir hatten immer viel Spaß zusammen, er war sehr zuvorkommend. Wir haben viel zusammen gemacht und ihm ist relativ schnell aufgefallen, dass bei mir nicht alles in Ordnung war, aber das soll hier nicht das Thema sein. Punkt ist, ich vertraue ihm. Ich hatte Gefühle für ihn, jedoch war ich mir nicht sicher, ob es rein freundschaftlich war, oder nicht. Ich habe mich dazu entschlossen in als Freund zu sehen, aus Angst ihn letztendlich zu verletzen und habe ihm das von vorneherein gesagt. Ich mag dich sehr gerne, du bist mir wichtig, aber wir sind Freunde, als Antwort wenn aus dem Urlaub kam: Ich vermisse dich, es wäre so viel schöner mit dir hier <3... Ich habe mich nie mehr distanziert. Mit der Zeit, so gegen Mitte/Ende September will er mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ich habe so oft nachts von ihm geträumt und bin mit diesem Sehnsuchtsschmerz aufgewacht. Er ist das erste, an das ich denke, wenn ich morgens aufwache, und das letzte wenn ich abends einschlafe. Wenn es mir schlecht geht, will ich einfach nur bei ihm sein. Aber wenn ich ihm offen zeige, dass es mir scheiße geht, habe ich das Gefühl ihn zu überfordern, und das tut dann einfach weh und lässt mich Zweifeln. Und dann sind da wieder diese Momente, wo er so unheimlich aufmerksam ist, und unser ganzer Jahrgang ist eigentlich schon davon überzeugt, dass da was läuft. Und dann gibt es wieder Momente in denen ich mich wie das dritte Rad am Wagen fühle, zugegeben in letzter Zeit weniger. Durch seinen besten Freund weiß ich, dass seine Gefühle sich nicht geändert hätten, und er nicht so leicht gewillt ist aufzugeben. Dennoch sind wir beide eher zurückhaltend, nicht direkt introvertiert (er zumindest nicht), aber eben nicht aufdringlich. Aber was fehlt sind einfach die Schmetterlinge, größtenteils. Und ja ich kannte sie. Aber nicht bei ihm. In seiner Nähe fühle ich mich einfach sicher, geborgen, einfach wohl. Ich bin ihm gerne nahe, verbringe gerne Zeit mit ihm, betrachte ihn gerne. Aber ich habe Angst, dass meine Gefühle für eine ernsthafte Beziehung nicht reichen, ihm falsche Hoffnungen gemacht zu haben, oder zu machen. Dann überlege ich immer: Aber sie können noch wachsen, diese Gefühle, du solltest ihnen eine Chance geben. Dann aber wieder: Du verhältst dich unfair. Es ist einfacher für euch beide, wenn du es lässt. Weniger schmerzvoll. Was denkt ihr? Danke an alle, die sich das bis hier durchgelesen haben.

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11. Dezember 2015 um 18:56

Prinzipiell nicht
Nein, die Situation ist sehr gut vergleichbar mit dieser. Er war ein Teil meines Alltags, sowie dieser es jetzt ist Die Beziehung an sich sehe ich nicht als gefährlich an, sondern das Scheitern ihrer. Gefühle, egal für wen, können schmerzhaft werden. Von daher stufe ich auch niemandem als unerreichbar, oder nicht ein, soetwas ergiebt sich dann. Schließlich ist die Erkenntnis, enseitige Gefühle zu haben, eben je nach Person, schmerzhaft. Dabei denke ich persönlich macht es keinen Unterschied in welchem Verhältnis man vorher zu der Person stand bzw steht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Aspekt mit der Komfortzone richtig verstanden habe? Ich wäre über eine genauere Ausführung dessen dankbar

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11. Dezember 2015 um 18:58

Dankeschön
Vielen lieben Dank für diesen herzerwärmenden und hoffnungsbringenden Text Ja, alles hat seine Zeit.

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