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Ratlosigkeit in aktueller Beziehung / Kontrollzwang

16. Juli um 0:38 Letzte Antwort: 16. Juli um 11:34

Guten Abend Community,

ich bin eigentlich kein Freund davon, sich auszuheulen, allerdings möchte ich mir heute gerne eine zweite Meinung einholen. Ursache ist ein weiterer, wiederkehrender Streit mit meiner Freundin:

Kurz zum Hintergrund:
Wir sind beide relativ jung (20), wohnen zusammen auf 100m² und haben uns bisher immer gut verstanden. Dazu kommt, dass ich von zuhause aus relativ selbstständig arbeiten kann und demnach die meiste Zeit hier bin, sie arbeitet etwa 15 Minuten entfernt. Zusammen sind wir seit etwa 2 Jahren.

Sobald meine Freundin von der Arbeit nach Hause kommt (16:00), verbringen wir den restlichen Tag bis etwa 24:00 gemeinsam - was an sich schön ist, fing irgendwann an mich zu langweilen, so dass ich von Zeit zu Zeit auch mal wieder was mit meinen Freunden machen wollte, meistens 1x in der Woche und am Wochenende. Anfangs habe ich sie noch mitgenommen, habe mich damit aber nicht ganz wohl gefühlt, weil ich nicht wirklich mit meinen Freunden reden konnte, wie ich es wollte. 

Seit ich das nicht mehr tue, ist die Hölle los, sobald ich raus möchte. Sobald ich ihr davon erzähle, fängt sie an zu weinen und meint, ich hätte ein Alkoholproblem, da wir ab und an auch mal ein Bier trinken gehen. Zudem fängt sie an zu zittern und ist kaum noch ansprechbar - als hätte ich ihr ihre komplette Welt zerstört. Auf die Frage was los ist kommt dann, dass ich diese Woche "komplett übertreiben" würde und den ganzen Abend kaputt gemacht hätte. Anmerkung: Unser Abend sieht meistens nur Chillen auf der Couch vor.

Sie ist in unseren Diskussionen der festen Auffassung, es wäre nicht normal so viel mit seinen Freunden zu machen und so wenig mit ihr, dabei sehe ich sie jeden Tag für mindestens 6 Stunden. Dazu kommt, dass ihre Freundinnen wohl "genau so sein" und ich hier der mit dem Problem wäre. Mittlerweile unterstellt sie mir das Fremdgehen, da ich sie ja sonst zu meinen Freunden mitnehmen könnte - diese haben mittlerweile auch kaum noch Lust auf diesen Ärger, da ich meistens schon früher von unseren Abenden nach Hause komme, damit sie sich nicht so sehr aufregt.

Fairerweise habe ich auch versucht, ihre Seite zu verstehen - allerdings würde ich mich sogar freuen, wenn sie mal was mit Freunden machen würde. Es scheint mir, als wäre ich der Mittelpunkt ihres Lebens, so dass sie Treffen mit ihren Freunden schon abgesagt hat, als ich spontan Zuhause blieb. Wenn ich irgendwo unterwegs bin, macht sie Überstunden bis ich wieder daheim bin, um am nächsten Tag früher zurückzukommen um mehr mit mir zu machen.

Ich fühle mich einfach stark eingeengt und verpflichtet, was mit ihr zu machen - und das sollte in keiner Beziehung der Fall sein denke ich.

Vielleicht sehe ich die Sachen auch einfach zu "jung" - wie seht ihr das?

Danke im Voraus, Knoti.

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16. Juli um 10:34

Deine Freundin ist krankhaft abhängig von dir.

Das ist keine gesunde Beziehung für eine Basis.

Lass dir die Zeit für deine Freunde nicht nehmen, diskutiere auch nicht mehr mit ihr.

Ihre Wahrnehmung ist total verschoben und entweder bekommt sie das alleine in den Griff oder muss professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Sollte beides nicht der Fall sein, solltes du diese Beziehung euch beiden zuliebe überdenken.

Das einzige was mir bei deiner Erzählung fehlt, ist eure Qualitätszeit. Klingt, als würdet ihr nur Zuhause hocken.

Teilt eure Zeit besser ein. Z.B nimm dir den Freitag für deine Kumpels und Samstag unternehmt ihr etwas, statt auf dem Sofa zu hocken.

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16. Juli um 11:34

Es ist nicht gesund so viel aufeinander zu sitzen. Ich mache auch meistens 1x die Woche etwas mit meinen Freunden und mir würde die Decke auf den Kopf fallen wenn ich immer nur zuhause auf der Couch sitze und nie meine Ruhe haben kann. 

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