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Putzkrieg

7. Juli 2010 um 22:16

Hallo,

ich brauche jetzt doch mal dringend unabhängigen Rat von außen: (Sorry, dass es so lang wurde)

Situation:
Ich bin mit meinem Partner seit 5 Jahren zusammen, wir haben 4 Jahre zusammen in einer WG gewohnt, seit November 2009 sind wir zu Zweit in eine eigene Wohnung gezogen. Mein Freund ist von Beruf reich geborener Sohn und muss daher nicht arbeiten (ich bin 27, er 28). Ich bin Vollzeit Berufstätig. Seit wir alleine wohnen streiten wir uns immer häufiger um Haus- und Gartenarbeit. Er kümmert sich um Dinge wie sein Geschirr in die Spülmaschine zu räumen, selbige auch mal auszuräumen und für optische Sauberkeit zu sorgen, heißt z.B. Esstisch abwischen, dreckiges Geschirr, dass rumsteht einsammeln, etc. Wenn es aber ums putzen geht mache das ich. Also Bad putzen, saugen, in der Küche die Arbeitsflächen zu putzen, Katzenklos säubern (Wir haben 2) etc.. Das sorgt dafür das mein Maß an Freizeit (bin täglich von 7-17 Uhr außer Haus zur Arbeit) auf ein absolutes Minimum reduziert wird. Habe ihn schon mehrfach um mehr mithilfe im Haushalt gebeten, zuletzt gestern und naja, weil es mich auch ziemlich stresst hab ich vielleicht auch etwas überreagiert und ihn ziemlich runtergeputzt. Was ich als Antwort bekam: Du spinnst doch, Bad/Toilette alle paar Wochen putzen, Staubsaugen max. 1/Monat reicht völlig, sowas wie Fenster putzen kannst du vergessen, das wirst du nie erleben. Und der Garten ist mal sowieso dein Job. Mir ist es scheißegal wies draußen aussieht. Mit dem Schluss, ich hätte total übertriebene Hygienevorstellungen ist er wütend ins Schlafzimmer abgezogen und spricht seither kein Wort mit mir und hat dazu gesagt, dass er ausziehen würde wenn ich verlange dass er 1x die Woche durchsaugt bzw. mehr macht als er jetzt schon tut.

Meine Grundvorstellung an Hygiene: 2-3 Woche Bad/Toilette putzen und alles saugen, täglich Katzenklos und die Küche reinigen. Alle 2 Wochen staubwischen, 3-4x im Jahr Fensterputzen etc., was halt so alles dazu gehört.

Ich spinne doch nicht, das ist doch völlig normal?!

Aber wie bringe ich meinem Freund ein Grundmaß an Hygiene bei? Ich habe da auch so mit seiner Körperhygiene meine Probleme (Im Sommer alle 2-3 Tage duschen reicht in meiner Welt einfach nicht aus).

Wie geht man sowas am Besten an? Ich will die Beziehung nicht beenden, da ich ihn sehr liebe und eigentlich auch mal Kinder mit ihm will. Aber so kann ich nicht weitermachen und warten bis Kinder da sind und es sich dann vielleicht bessert ist absolut keine Option für mich.

Vielen Dank vorab für alle hilfreichen Tipps.



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7. Juli 2010 um 22:34

Mhh....
normal reden geht vielleicht wieder morgen, die Frage ist was rede ich. Mein Grundvorstellung kennt er bereits. Er kann sich nur nicht damit anfreunden und ne Putzkraft einzustellen obwohl man die Zeit selber hat finde ich irgendwie unnötig, vielleicht bin auch da auch zu schwäbisch erzogen.

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8. Juli 2010 um 9:18
In Antwort auf lilith6923

Mhh....
normal reden geht vielleicht wieder morgen, die Frage ist was rede ich. Mein Grundvorstellung kennt er bereits. Er kann sich nur nicht damit anfreunden und ne Putzkraft einzustellen obwohl man die Zeit selber hat finde ich irgendwie unnötig, vielleicht bin auch da auch zu schwäbisch erzogen.

Lass Ihn ausziehen
Nur weil er auszieht, heist das nicht das Ihr Euch trennen müsst. Aber so hättest du nur deinen Haushalt und er kann im Dreck leben.
Glaube eh nicht das er das ernsthaft machen würde.
Ich hatte auch schon ne Beziehung wo sie ziemlich reinlich war und ich weniger. Sie war eigentlich nie zufrieden, selbst wenn ich die ganze Wohnung gemacht hab, weil sie am WE arbeiten musste.
Wir haben einmal pro Woche die Wohnung gesaugt, staubgewischt, nassgewischt, aufgeräumt. Mein einziger spezieller Aufgabenbereich war Rasen mähen. Ich finde das reicht.
Seit wir uns getrennt haben, habe ich das beibehalten und bin inzwischen recht stolz auf meine saubere Jungesellen-Wohnung.

Körperhygiene: 1mal am Tag duschen sollte man schon.

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8. Juli 2010 um 16:09


Mit jemandem, der von Beruf nur Sohn ist, kann man kein normales Leben mit Familie und allem drum und dran führen-meine Meinung.


Was sollte der auch seinen Kindern vorleben? Wie man in den Tag hineinlebt und dabei mindestens 5 Stunden vorm Fernseher/Computer sitzt?

Ich find es auch bewundernswert, wie man so eine faule Person lieben kann. Bei mir würde die Achtung vor so einer Person schon flöten gehen. Papi lebt ja nicht ewig bzw. will man sich doch irgendwann mal etwas SELBST kaufen können und nicht von Papis Spenden abhängig sein.

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8. Juli 2010 um 16:14


Für mich gäbe es absolut keine andere Lösung als knallhart: Sexentzug!!!
sehe es halt so, dass ein solcher Mnesch wirklich nicht geeignet wäre, ohne sich gebessert zu haben diesebezüglich!!
Solltest du allerdings noch Interesse haben auch wenn er sich nicht bessert, dann würde ich diese Methode nochmal überdenken. ^^
Für mich wäre es ein absolutes NO-Go mit einem solchen Menschen intim zu werden!
Und sehe es halt auch als gute Motivtaion an, um diesen Menschen mal zur Vernunft zu bringen...
Finde sowas auch ehrlichgesagt nicht soderlich attraktiv sondern schlicht und einfach: ABSTOßEND!

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8. Juli 2010 um 17:43

Verwöhnt?
Es kommt oft vor, dass Kinder von reichen Eltern überhaupt nichts auf die Reihe kriegen, da sie keine Ahnung vom Leben haben.

Ich habe auch einen sehr guten Background und könnte so auskommen.
Aber das ist doch bescheuert! Man will im Leben doch auch etwas tun und nicht nur auf Kosten seiner Erzeuger rumgammeln!
Hat der Kerl denn kein Verlangen danach, selbst auf eigenen Beinen zu stehen?
Ich kann das beim besten Willen nicht verstehen.

Wollen seine Eltern denn nicht, dass er einmal verantwortungsvoll mit dem Nachlass umgehen kann?
Dazu gehört, dass man lernt, wie's im Leben läuft und sich nicht so gehen lässt.

Sorry, aber in meinen Augen ist dein Freund eine Witzfigur.

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10. Juli 2010 um 8:51

Genau
Gar nicht, noch nie in seinem Leben. Seit die Schule vorbei ist praktisch permanente Freizeit

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10. Juli 2010 um 8:55
In Antwort auf spaxxx

Verwöhnt?
Es kommt oft vor, dass Kinder von reichen Eltern überhaupt nichts auf die Reihe kriegen, da sie keine Ahnung vom Leben haben.

Ich habe auch einen sehr guten Background und könnte so auskommen.
Aber das ist doch bescheuert! Man will im Leben doch auch etwas tun und nicht nur auf Kosten seiner Erzeuger rumgammeln!
Hat der Kerl denn kein Verlangen danach, selbst auf eigenen Beinen zu stehen?
Ich kann das beim besten Willen nicht verstehen.

Wollen seine Eltern denn nicht, dass er einmal verantwortungsvoll mit dem Nachlass umgehen kann?
Dazu gehört, dass man lernt, wie's im Leben läuft und sich nicht so gehen lässt.

Sorry, aber in meinen Augen ist dein Freund eine Witzfigur.

Nicht die Eltern waren Reich
Daher wundert mich das ganze ja noch mehr. Mein Freund ist Halbweise und hat das Vermögen von seinem Opa geerbt, da der Vater früher gestorben ist. Die Mutter hat gar nichts, darf Mietfrei in einem der Häuser leben, die ihm vermacht wurden.

Aber auch die Mama hat eben sehr viel verpasst. Aber es muss doch eine Möglichkeit geben das ganze nachzuholen und für ein bisschen mehr Lebensfähigkeit zu sagen.

Das es so ein Witz ist weiß ich auch. Deswegen regt es mich ja auch so auf. Vor allem auch die angeberei bei all unseren Freunden.

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10. Juli 2010 um 8:59
In Antwort auf cherie99


Mit jemandem, der von Beruf nur Sohn ist, kann man kein normales Leben mit Familie und allem drum und dran führen-meine Meinung.


Was sollte der auch seinen Kindern vorleben? Wie man in den Tag hineinlebt und dabei mindestens 5 Stunden vorm Fernseher/Computer sitzt?

Ich find es auch bewundernswert, wie man so eine faule Person lieben kann. Bei mir würde die Achtung vor so einer Person schon flöten gehen. Papi lebt ja nicht ewig bzw. will man sich doch irgendwann mal etwas SELBST kaufen können und nicht von Papis Spenden abhängig sein.

Kinder
Das ist auch so ein Punkt, er will unbedingt welche, aber da ist eben auch meine Angst. Ich will keine Kinder groß ziehen, die nicht auf eigenen Beinen stehen können. Papi ist schon lange Tod. Der hatte als mein Freund 9 Jahre alt war im Schlaf aufgehört zu atmen, lag danach 5 Jahre im Wachkoma, wurde von der Mutter zu Hause gepflegt und die war dann mit dem Sohn dazu noch einfach überfordert. Hat vom reichen Teil der Familie auch nicht wirklich Unterstützung erhalten, da die Großeltern von vornerein gegen die Heirat waren.

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10. Juli 2010 um 9:13

Das mit der Putzfrau
werde ich mal ansprechen. Das würde mir in jedem Fall das Leben wahrscheinlich etwas erleichtern, wobei ich mich andererseits auch schwerlich damit anfreunden kann, irgendwen Fremdes in meinen Sachen rumwurschteln zu lassen.

Was die ganze Sache halt auch noch erschwert ist, dass er einfach furchtbar unpraktisch ist. Als wir in die neue Wohnung gezogen sind habe ich praktisch alle Möbel die alleine aufzubauen gingen (Komoden etc.) auch alleine aufgebaut, weil er einfach nicht versteht, vielmehr verstehen will, wie es funktioniert. Oder mal ein Loch in die Wand zu bohren. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht glaube, dass er es nicht kann, nur das er schon mit der Einstellung da ran geht, dass er's sowieso nicht hinkriegt und auch keine Lust hat.

Mein eigener Vater ist auch gestorben als ich 12 war. Meine Mutter hat uns trotzdem aufs Leben vorbereitet und es geschafft uns zu selbstständig denkenden Menschen zu erziehen, die alles hinkriegen was sie wollen.

Seine Mutter hat irgendwan einfach aufgegeben und ihn dann mit 15 ausziehen lassen. Nebenbei aber noch sämtliche Post, Steuererklärungen etc. gemacht und sich um Rücklagenbildung gekümmert. Ihm also noch dazu alles abgenommen was an Pflichten im Leben so anfällt. Sogar die Kontoauszüge werden heute noch zur Ablage in den 500km entfernten Wohnort der Mama nachgesendet!

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10. Juli 2010 um 9:32

Du spinnst nicht...
....aber wenn er von Haus aus anders erzogen ist, dann müsst ihr folgende Lösung finden.
1 x die Woche kommt für 3 Stunden eine Putzfrau die Grundreinigung macht. Das ist die beste Lösung für alle !

Ich kenne das, es gibt nun mal solche und solche.
Wenn er deswegen spinnt, dann lass ihn spinnen.
Schlage ihm vor, wenn er das nicht kann und nicht will dann muss eine Putzfrau/Zugehfrau etc. her. Die teilt ihr dann durch zwei.

Ratzfatz sind die Streitigkeiten zu Ende.

Jemanden mit biegen und brechen ändern wollen geht nicht, es bringt nur Frust und weiteren Streit. Du musst dich damit arrangieren und eben diese Lösung in Betracht ziehen. Damit kehrt wieder Harmonie ein und alles beruhigt sich.

Meine Tanten, Cousinen und auch ich, halten das so mit der Zugehfrau. Es ist die Lösung für Harmonie in Beziehungen wenn einer nicht kann und schon gar nicht will. Zwang führt nur zu Unmut.

Versuchs eben mal so.
Und wenn er von Haus aus gutbetucht ist, dann kann er jeden Monat gut und gerne 100 beisteuern damit der häusliche Frieden gewahrt bleibt. Mach es taktisch klug, verkauf es ihm als geniale Lösung damit ihr mehr Zeit füreinander habt...er wird dankbar Deine salomonische Lösung annehmen....glaub ner alten Frau *kicher*grins*

LG

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