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Psychotherapie - Fluch oder Segen?

21. Juli 2006 um 18:24

Ich denke es ist gut, sich selbst zu kennen und auch eine Fremdeinschätzung sollte man mal hinnehmen. Sich einige Wochen mit sich zu befassen und sich oftmals nur die Rollenverteilung (Aktion und Reaktion) bewusst zu machen, hat mir viel gebracht. Drüber reden auch. Ich war noch nie in einer dauerhaften ambulanten Therapie. Habe mich aber spontan für eine therapeutische Tagesklinik entschieden, weil ich einfach überarbeitet war und aus der Nummer "mehr Anstrengung" für meine privaten und beruflichen Ziele nicht mehr heraus kam. Es war das Burnout-Syndrom. In der Therapie merkte ich auch unschöne Dinge an mir, die nie zu meinen Verhalten gehörten: Verdrängen, Vergesslichkeit und Entscheidungsschwäche. Ich habe mich komplett auf die Therapie eingelassen und dadurch rückte vermutlich alles Nebensächliche in den Hintergrund. Das Endgespräch war dann wenig erfreulich: Ich bin so etwas wie ein Querulant.
Ok, mit einem nein gebe ich mich im öffentlichen Leben nicht zufrieden, ich parke dort, wo es keinen behindert - nicht immer dort, wo ich darf. Sagt mir ein Amt nein, wende ich mich an den Abteilungsleiter, in der Regel mit Erfolg. Psychologisch ist das äußerst negativ. Man wird gedrillt, immer und überall Teamplayer zu sein. Sich zu fügen, auch gegenüber dem Therapeuten? Wer beurteilt, was schlecht oder richtig ist für das eigene Leben? Das Feedback der Mitpatienten war anders: Ich hätte Rückrat, wäre eine starke Persönlichkeit und man möge mich. Eine Querulantin??? Oder nur eine, die nicht in die psychologischen Schubladen passte?

Problematisch wird es eben genau hier: bei der Einteilung der Betroffenen in Kategorien (Depressiver, Borderliner, Neurotiker, Frauke-Querulantin usw.) und der daraus resultierenden Therapie. Psychologen, Sozialpädagogen oder Lehrer sind fehlbare Menschen. Manche sind gut und erfahren. Andere wählen diesen Beruf, weil sie Bezug dazu haben, also selber eine Schraube locker haben. Alle aber kategorisieren bzw. beurteilen Menschen und versuchen auf dieser fehlbaren Basis zu helfen.

Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.
George B. Shaw

Die Zeit meiner Therapie war interessant. Ich habe gelernt mir mehr Ruhe zu gönnen und auch gedanklich wieder mehr an mich zu glauben - entgegen der Empfehlung der konkreten Glaubenssätze des Therapeuten. Vor allem die Patienten in der Tagesklinik haben mich verblüfft. Um mal mit den Vorurteilen Schluss zu machen: wenige, die hirnlos und dumm sind. Vielen intelligenten, engagierten Menschen mit Tiefgang bin ich begegnet! Alle haben - wie ich - eine feinere Antenne für Ereignisse und Zustände. Der Knackpunkt ist, daß man nicht immer die "richtige" Aktion (gewünschtes Ergebnis) auf einen "Reiz" oder ein Problem an den Tag legt. Aber wer bitte kann das schon? Lehrer, Chefs, Politiker? *g*

Was man lernt, ist was man braucht. Genauso wie man als Kind lernt, einen Lichtschalter zu betätigen, um Licht zu haben. Es ist nicht mehr als ein Coaching, für das man in einem Manager- oder Führungskräfte-Seminar richtig Geld zahlt. Ich habe es kostenlos, aber nicht umsonst bekommen.

Fazit: Ich bin ein atypischer Psychopatient, umgebe mich aber gern mit empfindsamen oder auch komplizierten Menschen. Im Grunde sammelt sich in Tageskliniken die Sorte Menschen, die sich ihrer bewusster sind und etwas daraus machen wollen. Akteure am Rande des gesellschaftlichen Verhaltenskodex ...

Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.
Friedrich Rueckert

Seit ich diese Erfahrung gemacht habe, bin ich zudem sensibilisiert für Mitmenschen, die auch mal dringend diese Erfahrung gebrauchen könnten ...

21.07.06 - Frauke
http://www.denkgarten.de.vu/

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21. Juli 2006 um 19:30


da haste ja schon einiges erlebt,und mit einigem kann ich Dir durchaus zustimmen

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22. Juli 2006 um 21:52

Liebe Frauke,
tut mir leid, aber ich kann mich Deinem "Erfahrungsbericht" nicht ganz anschließen.

Du schreibst schon in Deinem ersten Satz: "Ich denke es ist gut, sich selbst zu kennen und auch eine Fremdeinschätzung sollte man mal hinnehmen."

Sollte man mal hinnehmen... Fällt Dir vielleicht selber schon was auf? Was von außen an Dich herantritt hörst Du zwar, aber annehmen tust Du es nicht. So kannst Du nicht zu wahrer Einsicht gelangen.

Du ärgerst Dich darüber, bewertet zu werden und tust es dennoch selbst, indem Du jede Schuld von Dir weißt mit der Begründung Therapeuten sind schließlich fehlbare Menschen. Damit hast Du Dein Urteil ja schon gefällt.

Ist auch klar, daß Deine Mitpatienten Dich anders einschätzen, als ein Psychologe es tut. Schließlich haben alle mit ihren eigenen Mustern und Ängsten zu tun. Weiterhin sind es keine Fachleute, die das wirklich objektiv beurteilen könnten.

Was ich damit sagen will: Annehmen und Erkennen sind der erste Schritt zur Veränderung.

Ich wünsche Dir für Dein zukünftiges Leben alles Gute,


Pennywise

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24. Juli 2006 um 7:02
In Antwort auf belda_12670253

Liebe Frauke,
tut mir leid, aber ich kann mich Deinem "Erfahrungsbericht" nicht ganz anschließen.

Du schreibst schon in Deinem ersten Satz: "Ich denke es ist gut, sich selbst zu kennen und auch eine Fremdeinschätzung sollte man mal hinnehmen."

Sollte man mal hinnehmen... Fällt Dir vielleicht selber schon was auf? Was von außen an Dich herantritt hörst Du zwar, aber annehmen tust Du es nicht. So kannst Du nicht zu wahrer Einsicht gelangen.

Du ärgerst Dich darüber, bewertet zu werden und tust es dennoch selbst, indem Du jede Schuld von Dir weißt mit der Begründung Therapeuten sind schließlich fehlbare Menschen. Damit hast Du Dein Urteil ja schon gefällt.

Ist auch klar, daß Deine Mitpatienten Dich anders einschätzen, als ein Psychologe es tut. Schließlich haben alle mit ihren eigenen Mustern und Ängsten zu tun. Weiterhin sind es keine Fachleute, die das wirklich objektiv beurteilen könnten.

Was ich damit sagen will: Annehmen und Erkennen sind der erste Schritt zur Veränderung.

Ich wünsche Dir für Dein zukünftiges Leben alles Gute,


Pennywise

Wer für alle offen ist, ist nicht mehr ganz dicht!
Danke für die Kritik, aber du machst es dir sehr leicht - gehst wahrscheinlich vom naheliegendsten aus ...

Z.B. "Fachleute, die das wirklich objektiv beurteilen könnten"

Sollen und wollen sie, aber es gibt nichts objektives, wenn es von einem Menschen kommt.
Das ist Fakt. Frag mal einen Psychologen.
Ich hatte beruflich und privat damit zu tun.

Deine Vermutung, auf die du aufbaust, daß ich nicht zur "wahren Einsicht" gelange, ist in der Tat interpretierbar, aber nicht richtig. Es ist komplexer, was aber leider wenige Menschen verstehen. Bevor ich beurteile, lerne ich Menschen erst einmal kennen und ich gehe noch weiter. Kommt man mir dumm, frage ich bzw. ergründe ich, warum es dazu kam. Dann erst kann ich passend reagieren. Erst die Motivation beleuchtet die Handlung eines Menschen! Und dieser Punkt hat mir teilweise gefehlt, allerdings habe ich in der Therapie auch genau diese Wichtigkeit wieder verstärkt gelernt: es gab ja mehrer Therapeuten dort.

Aber ich will nicht zu weit von mir abschweifen:
1. Ich habe ein berufliches Einzelcoaching hinter mir (= Selbst- und Fremdeinschätzung). Es war gut, weil meine Selbsteinschätzung mit der Fremdeinschätzung fast 1:1 übereinstimmte. Mein Verhalten wurde eingeschätzt, ich konnte es so lassen. Nur an meiner Optik habe ich - auf Empfehlung - etwas geändert.
2. Typberatung (zugegeben etwas lächerlich): Bestätigung meiner Farb- und Kleiderwahl. Aber auch das war eine Einschätzung, für die ich offen war. Stell dir vor, man sagt dir indirekt: Sie sehen ziemlich unschön aus: Haare, Kleidung, Gesicht unattraktiv!
3. Arbeitswelt: Vor zwei Jahren war ich Teamleitung, leider befristet. Am Ende meiner Dienstzeit gab es eine Unterschriftenaktion meiner damals 12 Mitarbeiter, dass ich als Chefin bleiben soll. Wieder eine Beurteilung.

Ich bin froh, dass ich über emotionale Intelligenz verfüge und dennoch prinzipiell offen bin, für Neues. Nur kann man mir nicht alles erzählen ...
Weil ich auch ein Vorleben habe und meine Erfahrungen. Möchte einfach davor warnen, Dauerpatient zu werden und somit unfrei für die eigene Meinung, Entscheidung usw.
Lässt man sich auf so eine Therapie ein, was ich tat (gelesen?), kann es passieren, daß man nicht nur für das Wichtige sensibilisiert wird, sondern dass man seine ganze Person in Frage stellt. Das war bei mir zum Glück nur kurz so ...
Warum? Durch die - ach so subjektiven - Mitpatienten. Das wiederum hat seinen therapeutischen Sinn: Im Leben geht es nicht darum mit Psychologen klar zu kommen, sondern mit den Mitmenschen und mit den Beziehungen, die man eingeht.

Lieben Gruß und bitte nochmal eingehender drüber nachdenken,

Frauke

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24. Juli 2006 um 12:30

Nicht wirklich Segen, ...
aber doch hilfreich, denn es war für mich eine weitere Gelegenheit, Dinge über mich zu erfahren und so hab ich Deinen Passus " ... auch eine Fremdeinschätzung sollte man mal hinnehmen ... " verstanden. Man wird manchmal mit durchaus nicht sonderlich schmeichelhaften Eigenschaften der eigenen Person konfrontiert und erhält die Gelegenheit, sich damit auseinanderzusetzen.

Ich habe einen sehr guten Freund, mit dem ich das kann, nämlich gegenseitige Sichten ohne 'Weichspülfilter' auszutauschen, aber es ist noch etwas anderes, wenn man jemandem mit professionellem Rüstzeug begegnet.

LG

Larsen

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24. Juli 2006 um 20:40
In Antwort auf derval_12566765

Wer für alle offen ist, ist nicht mehr ganz dicht!
Danke für die Kritik, aber du machst es dir sehr leicht - gehst wahrscheinlich vom naheliegendsten aus ...

Z.B. "Fachleute, die das wirklich objektiv beurteilen könnten"

Sollen und wollen sie, aber es gibt nichts objektives, wenn es von einem Menschen kommt.
Das ist Fakt. Frag mal einen Psychologen.
Ich hatte beruflich und privat damit zu tun.

Deine Vermutung, auf die du aufbaust, daß ich nicht zur "wahren Einsicht" gelange, ist in der Tat interpretierbar, aber nicht richtig. Es ist komplexer, was aber leider wenige Menschen verstehen. Bevor ich beurteile, lerne ich Menschen erst einmal kennen und ich gehe noch weiter. Kommt man mir dumm, frage ich bzw. ergründe ich, warum es dazu kam. Dann erst kann ich passend reagieren. Erst die Motivation beleuchtet die Handlung eines Menschen! Und dieser Punkt hat mir teilweise gefehlt, allerdings habe ich in der Therapie auch genau diese Wichtigkeit wieder verstärkt gelernt: es gab ja mehrer Therapeuten dort.

Aber ich will nicht zu weit von mir abschweifen:
1. Ich habe ein berufliches Einzelcoaching hinter mir (= Selbst- und Fremdeinschätzung). Es war gut, weil meine Selbsteinschätzung mit der Fremdeinschätzung fast 1:1 übereinstimmte. Mein Verhalten wurde eingeschätzt, ich konnte es so lassen. Nur an meiner Optik habe ich - auf Empfehlung - etwas geändert.
2. Typberatung (zugegeben etwas lächerlich): Bestätigung meiner Farb- und Kleiderwahl. Aber auch das war eine Einschätzung, für die ich offen war. Stell dir vor, man sagt dir indirekt: Sie sehen ziemlich unschön aus: Haare, Kleidung, Gesicht unattraktiv!
3. Arbeitswelt: Vor zwei Jahren war ich Teamleitung, leider befristet. Am Ende meiner Dienstzeit gab es eine Unterschriftenaktion meiner damals 12 Mitarbeiter, dass ich als Chefin bleiben soll. Wieder eine Beurteilung.

Ich bin froh, dass ich über emotionale Intelligenz verfüge und dennoch prinzipiell offen bin, für Neues. Nur kann man mir nicht alles erzählen ...
Weil ich auch ein Vorleben habe und meine Erfahrungen. Möchte einfach davor warnen, Dauerpatient zu werden und somit unfrei für die eigene Meinung, Entscheidung usw.
Lässt man sich auf so eine Therapie ein, was ich tat (gelesen?), kann es passieren, daß man nicht nur für das Wichtige sensibilisiert wird, sondern dass man seine ganze Person in Frage stellt. Das war bei mir zum Glück nur kurz so ...
Warum? Durch die - ach so subjektiven - Mitpatienten. Das wiederum hat seinen therapeutischen Sinn: Im Leben geht es nicht darum mit Psychologen klar zu kommen, sondern mit den Mitmenschen und mit den Beziehungen, die man eingeht.

Lieben Gruß und bitte nochmal eingehender drüber nachdenken,

Frauke

RE: Wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht
Dein erster Satz sagt ja schon wieder alles.


Es gibt es objektive, sachliche Hilfsmitel, wie in der Individualpsycholgie, die beim einschätzen bestimmter Verhaltensweisen (und nicht etwa der Person!) helfen!

Weiterhin warst DU doch diejenige, die ganz klar die Psychologen bewertet und beurteilt hat und eben auch mich. Trotzdem bildest Du Dir ein, frei von Meinungsbildung zu sein? Glaubst Du das wirklich ernsthaft?

"Warum kümmerst Du Dich um den Splitter im Auge Deines Bruders und bemerkst nicht den Balken in Deinem eigenen?" Ich denke, Du kennst dieses Bibelzitat


"Ich bin froh, dass ich über emotionale Intelligenz verfüge und dennoch prinzipiell offen bin, für Neues. Nur kann man mir nicht alles erzählen ..."

Nein, dieser Meinung bin ich durchaus nicht, daß Du offen bist. Denn Dein neuer Beitrag bestätigt meine Vermutung. Du bist nicht dazu in der Lage, etwas von außen anzunehmen. Du ziehst Dir für Dich heraus, was Dir angenehm erscheint, aber sobald etwas negatives kommt, sind die anderen unsachlich und subjektiv und Du unantastbar. Du nimmst alles direkt persönlich und siehst es als Angriff gegen Deine Person. Und wer nicht Deiner Meinung ist, ist nicht mehr ganz dicht. Von Einsicht hingegen kann ich leider nichts bemerken. Ausserdem habe ich das Gefühl, daß Du sowieso nur ein Spiel mit uns spielst, daß Deiner Unterhaltung dient. Daher kann ich mir die ganze Mühe auch sparen.


Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen: Ist halt nicht so schön, wenn man Verhaltensweisen an sich eröffnet bekommt, die man selber nicht leiden kann oder wahrhaben möchte.


In diesem Sinne, Pennywise

P.S.: Vielleicht denkst Du mal eingehender drüber nach!

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24. Juli 2006 um 22:46
In Antwort auf belda_12670253

RE: Wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht
Dein erster Satz sagt ja schon wieder alles.


Es gibt es objektive, sachliche Hilfsmitel, wie in der Individualpsycholgie, die beim einschätzen bestimmter Verhaltensweisen (und nicht etwa der Person!) helfen!

Weiterhin warst DU doch diejenige, die ganz klar die Psychologen bewertet und beurteilt hat und eben auch mich. Trotzdem bildest Du Dir ein, frei von Meinungsbildung zu sein? Glaubst Du das wirklich ernsthaft?

"Warum kümmerst Du Dich um den Splitter im Auge Deines Bruders und bemerkst nicht den Balken in Deinem eigenen?" Ich denke, Du kennst dieses Bibelzitat


"Ich bin froh, dass ich über emotionale Intelligenz verfüge und dennoch prinzipiell offen bin, für Neues. Nur kann man mir nicht alles erzählen ..."

Nein, dieser Meinung bin ich durchaus nicht, daß Du offen bist. Denn Dein neuer Beitrag bestätigt meine Vermutung. Du bist nicht dazu in der Lage, etwas von außen anzunehmen. Du ziehst Dir für Dich heraus, was Dir angenehm erscheint, aber sobald etwas negatives kommt, sind die anderen unsachlich und subjektiv und Du unantastbar. Du nimmst alles direkt persönlich und siehst es als Angriff gegen Deine Person. Und wer nicht Deiner Meinung ist, ist nicht mehr ganz dicht. Von Einsicht hingegen kann ich leider nichts bemerken. Ausserdem habe ich das Gefühl, daß Du sowieso nur ein Spiel mit uns spielst, daß Deiner Unterhaltung dient. Daher kann ich mir die ganze Mühe auch sparen.


Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen: Ist halt nicht so schön, wenn man Verhaltensweisen an sich eröffnet bekommt, die man selber nicht leiden kann oder wahrhaben möchte.


In diesem Sinne, Pennywise

P.S.: Vielleicht denkst Du mal eingehender drüber nach!

Keinen Penny für Psychologie
Offentsichtlich ist Pennywise eine Psychologin, die in irgendeiner kirchlichen Familienberatungsstelle vor sich hinschimmelt. Anders kann ich mir ihre Verbohrtheit und latente Frustration nicht erklären.
Seit 24 Jahren habe ich Kontakt zu Psychologen und Psychologinnen. Und seit drei Jahren kann ich endlich sagen: Nun ist genug.
Ich drücke es so aus: Psychologie ist wie ein Kaugummi. Erst schmeckt es fruchtig, dann kaut man mechanisch auf ein Stück Kautschuk herum. Die meisten vergessen's auszuspucken.
Statt auf die Frucht einer - wie es mir scheint - ziemlich normalen Person vor der Psychologie und deren anscheinenden Bewertungen oder in-Schubladen-stecken-wollen einzugehen, wird hier betriebsblind gefordert: Guck Dir Deine negativen Verhaltensmuster an! Welche denn? Ich weiß nicht, in welchen Lebensverhältnissen sich denkgarten bewegt, aber es gibt durchaus die Bereiche, in denen solche Muster funktionieren und funktionieren müssen. Klar, ist ja so böse, so unreif, so was von nicht passend in das Menschenbild von Diplom-Psychologinnen - aber Hallo! Die Welt ist manchmal so! Und überleben tun sie alle - auch die, die sich nicht in Therapie begeben. Es sind ja zum Glück nicht alle glattgeschliffene, stromlinienförmige, oft unselbstständige und übertherapierte Menschen, die in Abhänigkeit zu ihrem Seelenklempner leben.

Vielleicht denkt Pennywise eingehender darüber nach.

C.

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25. Juli 2006 um 7:38
In Antwort auf belda_12670253

RE: Wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht
Dein erster Satz sagt ja schon wieder alles.


Es gibt es objektive, sachliche Hilfsmitel, wie in der Individualpsycholgie, die beim einschätzen bestimmter Verhaltensweisen (und nicht etwa der Person!) helfen!

Weiterhin warst DU doch diejenige, die ganz klar die Psychologen bewertet und beurteilt hat und eben auch mich. Trotzdem bildest Du Dir ein, frei von Meinungsbildung zu sein? Glaubst Du das wirklich ernsthaft?

"Warum kümmerst Du Dich um den Splitter im Auge Deines Bruders und bemerkst nicht den Balken in Deinem eigenen?" Ich denke, Du kennst dieses Bibelzitat


"Ich bin froh, dass ich über emotionale Intelligenz verfüge und dennoch prinzipiell offen bin, für Neues. Nur kann man mir nicht alles erzählen ..."

Nein, dieser Meinung bin ich durchaus nicht, daß Du offen bist. Denn Dein neuer Beitrag bestätigt meine Vermutung. Du bist nicht dazu in der Lage, etwas von außen anzunehmen. Du ziehst Dir für Dich heraus, was Dir angenehm erscheint, aber sobald etwas negatives kommt, sind die anderen unsachlich und subjektiv und Du unantastbar. Du nimmst alles direkt persönlich und siehst es als Angriff gegen Deine Person. Und wer nicht Deiner Meinung ist, ist nicht mehr ganz dicht. Von Einsicht hingegen kann ich leider nichts bemerken. Ausserdem habe ich das Gefühl, daß Du sowieso nur ein Spiel mit uns spielst, daß Deiner Unterhaltung dient. Daher kann ich mir die ganze Mühe auch sparen.


Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen: Ist halt nicht so schön, wenn man Verhaltensweisen an sich eröffnet bekommt, die man selber nicht leiden kann oder wahrhaben möchte.


In diesem Sinne, Pennywise

P.S.: Vielleicht denkst Du mal eingehender drüber nach!

Wünsche Dir mehr Erfahrung
Hallo Pennywise,

ich verurteile jeden mit Entschiedenheit, der sich anmaßt, dass Verhalten eines Menschen zu beurteilen UND dann noch meint, dies immer richtig zu können!

Ich bin nicht frei von Meinungsbildung, mein Vor-Urteil fällt genauso schnell, wie bei den meisten anderen Menschen. Aber ich weiß, dass ich mich oft irrte und bin daher nicht so schnell mit dem Urteil. Menschen sind so komplex

Es enttäuscht mich vielmehr, dass Du Dich in deinem Fach so äußerst: Du nimmst alles direkt persönlich und siehst es als Angriff gegen Deine Person. (Ich habe gelernt, dass man nicht pauschalisiert! Sachliche Anmerkungen beziehen sich auf eine aktuelle bzw. konkrete Sache.)
und sogar Dinge verdrehst: Und wer nicht Deiner Meinung ist, ist nicht mehr ganz dicht.
Habe ich nicht geschrieben und so denke ich auch nicht. Jeder soll machen was er will, nur andere sollte man damit nicht belästigen. Dein Fach spiegelt wie in jeder Wissenschaft nur den Status quo wieder.
Die Krönung ist deine erwähnte Individualpsychologie. Da werden Menschen in nur vier Schubladen gesteckt: 4 Arten, seine Minderwertigkeit zu kompensieren. Es gibt tatsächlich Menschen, deren Verhalten nicht durch Minderwertigkeitskomplexe begründet sind, es gibt auch welche, die einfach Freude haben an ihren Handlungen und den Rest der keinen Spaß macht vermeiden. Läufst du durch die Welt und teilst die Menschen in die vier Kategorien ein? Und mir meinst du Meinungsbildung vorwerfen zu können? Schau mal über den Tellerrand
Es gibt soviel mehr, als uns unser derzeitiges Stand der Wissenschaft glauben macht. Dein Wissen scheint mir vorgekaut und kritiklos übernommen.

Thema: negative Eigenschaften. Natürlich kenne ich meine negativen Eigenschaften. Ich arbeite sogar dran: kaum zu glauben, nicht wahr? Aber ich werde dadurch nicht meine Erfolge vergessen und plötzlich dieses Negative in den Mittelpunkt stellen. Was habe ich denn davon? Ich kann mich natürlich in eine deiner vier Schubladen legen und warten, bis mich der Psychologe in der richtigen findet.

Grüße
Frauke

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26. Juli 2006 um 12:04
In Antwort auf belda_12670253

RE: Wer für alles offen ist, ist nicht mehr ganz dicht
Dein erster Satz sagt ja schon wieder alles.


Es gibt es objektive, sachliche Hilfsmitel, wie in der Individualpsycholgie, die beim einschätzen bestimmter Verhaltensweisen (und nicht etwa der Person!) helfen!

Weiterhin warst DU doch diejenige, die ganz klar die Psychologen bewertet und beurteilt hat und eben auch mich. Trotzdem bildest Du Dir ein, frei von Meinungsbildung zu sein? Glaubst Du das wirklich ernsthaft?

"Warum kümmerst Du Dich um den Splitter im Auge Deines Bruders und bemerkst nicht den Balken in Deinem eigenen?" Ich denke, Du kennst dieses Bibelzitat


"Ich bin froh, dass ich über emotionale Intelligenz verfüge und dennoch prinzipiell offen bin, für Neues. Nur kann man mir nicht alles erzählen ..."

Nein, dieser Meinung bin ich durchaus nicht, daß Du offen bist. Denn Dein neuer Beitrag bestätigt meine Vermutung. Du bist nicht dazu in der Lage, etwas von außen anzunehmen. Du ziehst Dir für Dich heraus, was Dir angenehm erscheint, aber sobald etwas negatives kommt, sind die anderen unsachlich und subjektiv und Du unantastbar. Du nimmst alles direkt persönlich und siehst es als Angriff gegen Deine Person. Und wer nicht Deiner Meinung ist, ist nicht mehr ganz dicht. Von Einsicht hingegen kann ich leider nichts bemerken. Ausserdem habe ich das Gefühl, daß Du sowieso nur ein Spiel mit uns spielst, daß Deiner Unterhaltung dient. Daher kann ich mir die ganze Mühe auch sparen.


Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen: Ist halt nicht so schön, wenn man Verhaltensweisen an sich eröffnet bekommt, die man selber nicht leiden kann oder wahrhaben möchte.


In diesem Sinne, Pennywise

P.S.: Vielleicht denkst Du mal eingehender drüber nach!

Gespräch beendet?
Schade ...

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26. Juli 2006 um 13:38
In Antwort auf derval_12566765

Gespräch beendet?
Schade ...

Ist doch
alles gesagt, oder? Außer vielleicht: Nein, ich habe Deine Aussage nicht als persönlichen Angriff gewertet.


Ich wünsche Dir alles Gute für Dein Leben.

Liebe Grüße, Pennywise

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