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Psychoattacken- das macht fertig, bitte um Erfahrungsaustausch

5. Mai 2011 um 16:36

Hallo ihr Lieben,

ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll....7 Jahre bin ich(25 Jahre) mit meinem Lebensgefährten(26) zusammen, 5 1/2 Jahre leben wir davon in einer gemeinsamen Wohnung seiner Eltern, sehr günstig. Nach seinem verpatzten Realschulabschluss hat er keine Ausbildung gemacht, er hat versucht, sich mit Selbständigkeiten ein gutes Leben aufzubauen. Ich habe eine schul. Ausbildung hinter mir, keine Praktika und Arbeit bekommen und daher viel gejobbt, weil ich es nicht ertragen kann, vom Staat Unterstützung zu bekommen. Zwischendurch habe ich mich auch selbständig gemacht, meißtens mit meinem Partner, was oft in die Hose ging(also zusammen arbeiten). Oft habe ich besser verdient(was ihn auch aufregt mach ich aber doch nicht extra!), aber zum Leben hats nicht gereicht und ich will auch ein festes Arbeitsverhältnis. Mache daher dieses Jahr meine 2. Ausbildung.

Mein Partner hat seit Kindheit(sagen seine Eltern) einen starken Sturkopf(er ist adoptiert) , wurde viel gemobbt und er hat selten gemacht, was man von ihm verlangt hat. Ich bin ein sehr sensibler Mensch, versuche es immer allen Recht zu machen. Oft hatten wir in unserer Beziehung starken Streit, er war früher sehr Aggresiv, war beim Psychologen, ich hab das alles mit ihm durchgestanden weil er mir versichert und ich weiß, dass er mich liebt.
Nur gingen diese Jahre voller Streit und Unzufriedenheit nicht an mir spurlos vorbei- ich bin heutzutage (LEIDER)nicht mehr so glücklich und zufrieden wie früher, bin auch reizbar und aggressiv, wenn ich in Streits Angst habe, dass alles so wird wie früher. Schutzmechanismus...wer will schon geschlagen werden oder überhaupt Gewalt in einer Partnerschaft!

Lange Rede kurzer Sinn: Mein Lebensgefährte ist wieder sehr ruhig geworden, versucht heraus zu finden was er will(zukunft)-ABER:
Bei Lapalien wie:
1. Ich hätte ihm nicht zugehört und lebe in einer Scheinwelt- Falsch verstehen zählt wohl nicht
2. Wenn ich mürrisch bin, ihn aber versuche nicht zu verletzten, ist er davon so gekränkt, dass er mich aus dem Auto steigen lässt, oder mich irgendwo stehen lässt...

Ich kann manchmal einfach nicht ich selbst sein, ohne ihn dabei (unbewusst)an frühere Verhalten zu erinnern und er ist dann sehr verletztend zu mir: verbal und haut auch mal in seiner Unzufriedenheit meine schönen (Gurken)Pflanzen kaputt-er ist dann wie ein Tier, ich habe Angst, als wenn ich einen Geisteskranken vor mir habe! Ich lebe also mit 2 Menschen hier und ich weiß nicht mehr weiter. Er meint immer: Vieles kommt von einem selber(meint mich damit) und man braucht ja keinen Streit, man kann vieles vermeiden.

Ich liebe das Leben und Streit brauch ich auch nicht, aber ich kann mich nicht immer für alles entschuldigen und mich dumm fühlen(ach ja:Er sagt oft, ich sei doof oder dumm, weil ich mittlerweile so verschüsselt bin durch den ganzen Psychokram), auch wenn er dann wieder ganz lieb ist nächsten Tag.

Wir haben den Traum vom friedlichen Leben und wollen Auswandern, aber wie soll das gehen, wenn wir noch nichtmal friedvoll zueinander sind? Hat wer ähnliche Erfahrungen und wie man wieder den Respekt zueinander bekommt? Wir haben so lange an uns gearbeitet und ich will diese Partnerschaft troz Leid ungern aufgeben, da ich auch viel durch ihn über mich gelernt habe.

LG Lilli Kaktus

P.S. *Ich glaube, wenn man sich selber liebt, kann man jeden Menschen dieser Welt lieben*

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5. Mai 2011 um 20:33

Es tut so weh
Hallo Gina,

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ich weine immer noch da mich Deine Wort ehrlich getroffen haben. Tief in meinem Inneren rumort es sogar länger...den Gedanken zu fassen, ihn zu verlassen, der kommt langsam auf...und auf mich selbst aufzupassen...puh,das muss ich echt wieder lernen!

ja,Du hast vollkommen recht mit dem investieren, frau mag es gar nicht zugeben. Ich bin auch so naiv dass ich immer wieder denke, jetzt habt ihr wieder zueinander gefunden.
Körperliche Gewalt....die war mal nicht direkt gegen mich gewendet...das war wirklich die Depressivität...heutzutage habe ich Angst, weil er mir in den "Streit" Phasen ins Gesicht sagt, dass er mich hasst. Ist das vorbei, tuts ihm leid...

Ich habe ihn heute verletzt- er war spontan mit mir und meinem kleinen Hund im Wildpark spazieren und ich wollte nicht lange bleiben, da wir bald zu seinen eltern wollten und mein Hund nicht mehr weit laufen kann. Ich hab zwischendurch, leider etwas mürrisch, gesagt, dass ich bald nach hause will und er ging immer weiter und wollte mir eine freude machen...jaaaa,irgendwann ging der weg nicht weiter, ich war leicht gereizt und meinte wir gehen zurück, haben eh nicht mehr viel Zeit-wir wollten doch noch das und das heute machen; das hat ihn so angefasst, dass er vorgelaufen ist. Konnte meinen Hund zurück tragen. Dann ging der Streit los-er hat sich so verletzt gefühlt,dabei hab ich mich entschuldigt und ihm gesagt, dass ich die Idee total schön finde. Aber seit dem ist Terror- ich war 3 h im Garten(er ist alleine zu seinen eltern gefahren)und als er wieder kam, meinte er es ist aus, er will alleine auswandern usw.

Ich war etwas erleichtert muss ich zugeben und hab ihm gesagt, dass ich mich freue wenn er seinen Weg gefunden hat. Das hat ihm nicht gepasst, er meint,es ist ihm egal was ich dazu sage, es ist aus und vorbei und er will mich "Schwabbel" nicht mehr sehen. Hab mich verletzt in den Garten zurück gezogen. Als ich wieder reinging, hat er doch tatsächlich Bad, Küche und mein Arbeitszimmer abgeschlossen und sich mit den Schlüsseln im Schlafzimmer eingeschlossen. Habe mehrmals ganz lieb gesagt, er möge bitte die Türen aufschließen. Nach etlichen Versuchen hab ich schließlich mit der flachen Hand auf die Tür gerhaun, damit es laut ist und er kam schließlich raus. Hab ihn gefragt was das soll, ob ich auf den Teppich pinkeln soll und wenn er mich nicht mehr sehen will, soll er doch erstmal gehen(er hat keine Freunde, nur seine Eltern )
Dann hat er die Schlüssel nach mir geworfen und mir sonstwas angedroht-hab ihn zurückgedrängt und gesagt, dass das alles so nicht mehr sein muss! Er ist dann wieder schlafen gegangen.

Ich bin fix und fertig, ich bin wohl nur noch Dreck für ihn! *Entschuldigt, dass ich selber aggro wurde und gegen die Tür geschlagen habe, aber nach all den Jahren muss ich mich auch irgendwie verteidigen und mein Recht holen.*

Ich bin froh, dass ich mich hier mal ausschreiben kann, meine Freundin kann meinen Freund nicht leiden, daher konnte ich nie ein ehrliches Gespräch mit ihr führen.

Ich muss jetzt schauen, wie ich es mache, weil ich werd ja hier ausziehen müssen...meine eltern leben 400km weit weg-will da auch nicht unbedingt hin und meine freundin lebt frisch mit ihrem lover zusammen -_-
Jetzt ist es so einfach darüber zu schreiben,-ich hoffe den Schritt zu wagen, ähnlich leicht. Danke fürs Zuhören/Lesen ))

LG Lilli Kaktus

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5. Mai 2011 um 20:44

Ich würde sagen...
ihr beide macht Euch auf Eure ganz eigene Weise etwas vor. Ich verstehe, dass Du ihn liebst, aber was Du lebst ist keine Beziehung. Kein echter Partner lässt seine Partnerin einfach so stehen oder lässt seinen Frust an den Dingen seiner Partnerin aus. Wir alle leben Dinge, die wir ändern sollten und könnten, es aber trotzdem nur selten tun. Bei Dir ist es Deine Beziehung.

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5. Mai 2011 um 21:01

Gewohnheiten ändern ist nicht leicht
Hallo Euneek,

die rosarote Brille hab ich auch immer noch auf Ich habe für mein Leben gelernt, dass egal ob jemand lacht, weint, schreit, verletzt,tötet-alles und alle wollen einfach nur geliebt werden und sein.
Es muss aber von beiden Seiten etwas wieder kommen, das fühle ich auch. Ich muss etwas ändern, das weiß ich und troz meines Verstandes und Herzens die schlauer sind als ich, ist es schwer. Weiß gar nicht warum, zumal ich schon öfters alles hinter mir gelassen habe. Deswegen denke/dachte ich, dass ich ihn wirklich liebe...dies ändert aber nichts am empfinden von ihm mir gegenüber....in unserer Beziehung habe ich auch oft mein Tun und Handeln überdacht, bin gereift,...aber der Schmerz ihm gegenüber sitzt zu tief...

Am liebsten möchte ich einfach "Schnipp" machen und wir sind beide frei. Mir würd es auch leichter fallen, wenn er mich nicht so hassen würde...warum ist der Mensch voll Schmerz und Verletzung und kann sich nicht dem guten hingeben, dass das Schlechte heilt?

Lilli Kaktus

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5. Mai 2011 um 21:16

Ich glaube
Dir das auch, aber leider ändert das nichts an dem was ich geschrieben habe. Es gibt oft Gründe für das Verhalten von Menschen, die sich der Vernunft völlig zu entziehen scheinen. So ist es auch mit seinem Verhalten. An einem bestimmten Punkt angelangt, wäre es jedoch von Vorteil die Dinge auch zu akzeptieren wie sie sind und nicht der Hoffnung zu erliegen, dass man doch noch irgendwie den anderen ändern könne. Unser Einfluss ist leider begrenzt. Wir haben lediglich die Möglichkeit uns selbst zu überprüfen und entsprechend zu handeln. Du bist auch dabei Dich zu überprüfen, sonst wärst Du nicht hier. Aber gerade Dein Beitrag eben verrät wie schwer es Dir fällt zu akzeptieren. In Therapien braucht es oft viele Sitzungen, um zu dem Punkt zu gelangen die Dinge zu akzeptieren wie sie eigentlich sind. Eine solche Hilfestellung kann das Forum hier jedoch nicht geben. Dazu sind dann doch ein paar Gespräche nötig. Jedenfalls meiner Meinung nach.

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