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Psychische Altlasten meiner (Ex?) Freundin Was soll ich tun?

14. November 2005 um 15:07

Hallo,

kurz zur Erklärung des Begriffs (Ex?) Freundin: Ich bin momentan in einer Situation, in der sich meine Freundin von mir getrennt hat (Näheres dazu weiter unten). Es blieb aber nur beim Versuch, denn wir telefonierten und redeten noch ausführlich miteinander, trafen uns noch und hatten auch Sex miteinander. Wir hängen noch sehr aneinander und sind uns auch grundsätzlich sehr eng verbunden. Vor 10 Tagen habe ich aber diese unklare für mich belastende Situation dann von mir aus beendet deswegen (Ex?) Freundin.

In Kurzform möchte ich mal unsere bisherige Beziehung und das derzeitige Problem beschreiben.
Kennenlernen es war Liebe auf den ersten Blick (an so was hatte ich vorher nie geglaubt)
Zusammen waren wir über 15 Monate.
Sie ist inzwischen nach 22-jähriger Ehe (mit 17 geheiratet) geschieden. Ich habe sechs Jahren Ehe hinter mir. Ihre Ehe war ein einziges Martyrium (alleingelassen mit den Kindern, ungeliebt, unterdrückt, ausgenutzt, musste sich um alles kümmern ), das sie nur überstand indem sie sich einen Betonschicht nach außen hin zulegte.

Ich besuchte sie mehrmals die Woche und schlief bei Ihr (Sie wohnt in der Stadt, wo ich auch arbeite). Umgekehrt eher seltener (wohne auf dem Dorf)
Sex mit allem Drum und Dran. Für beide voll befriedigend. Bis vor gut zweieinhalb Monat mehrmals die Woche. Dann max. 1 x.
Hobbies Wir können gemeinsam zum Radfahren, Laufen, usw. (gab es in vorherigen Beziehungen leider nicht)
Ausgehen Frühstücken, Candlelight-Dinner, Kneipen, Party, Fest zu zweit, in der Clique, ohne Probleme und jede Menge Spaß dabei
Freiräume gaben wir uns gegenseitig für Freunde, Sport usw.
Überraschungen/ Geschenke gab es von mir in schöner Regelmäßigkeit. Sie hatte sich in ihren Träumen einen Partner gewünscht der ihr die Wünsche von den Augen abließt.
Wir waren beide der Meinung dass wir optimal zusammen passen. Wir waren füreinander Traumpartner. Wir hatten aus unseren früheren Fehlern gelernt und waren stets absolut offen zueinander (auch wenns mal weh tat).
Wir planten zusammen noch ein Kind. Über Heirat haben wir geredet. Ein gemeinsames Haus bzw. Wohnung.
Da liegt auch unser Problem: Wir liebten uns, hatten absolutes Vertrauen zueinander.
Ich glaube es begann am Tag als sie eine Wohnung für uns fand. Ihre Wohnung war sehr klein. Wir begannen in der neuen Wohnung mit dem Renovieren, Möbel bestellen Ende Oktober wollten wir zusammen einziehen. Jedoch je näher der Termin rückte desto mehr veränderte sie sich.
Wir setzten uns zusammen und sie erklärte mir ganz offen dass sie sich seit einigen Wochen eingeschnürt fühlt und Angst davor hat gemeinsam in die neue Wohnung zu ziehen. Angst dass der Alltag einzieht und sie so endet wie in Ihrer gescheiterten Ehe (frustriert und alleingelassen). Offen habe ich sie angesprochen ob ein anderer Mann dahinter stecken würde hinter ihrem Rückzieher. Sie verneinte.

Zu dem Zeitpunkt wussten wir nicht wo das Problem lag. Sie und ich hatten mit Freunden über das Problem geredet nur keiner verstand sie. Anfang Oktober entschloss sie sich von mir zu trennen, weil sie sich unwohl und eingeschnürt fühlte. Getrennt waren wir in dem Sinne jedoch nicht, weil wir uns zwar nicht mehr täglich sahen bzw. telefonierten (später trafen wir uns dann ca. 2 x pro Woche).
Inzwischen wissen wir wo das Problem liegt. Ihre unaufgearbeiteten Altlasten aus ihrer Ehe. Vielleicht kennt jemand das Buch Männer sind anders. Frauen auch - darin gibt es das Kapitel Wenn die Liebe verrückt spielt. Darin der Vergleich der Seele eines Menschen mit einem Mülleimer der genau dann auf geht um sich zu entleeren, wenn man ganz tiefe Liebe erfährt. Eben weil man soweit ist, sich ganz zu öffnen wird man auch plötzlich sehr verletzlich. Und dann kommt das ganze alte Zeug zum Vorschein.
Und damit hat meine (Ex?)Freundin ganz große Probleme.
Sie hat sich im Prinzip aus Rücksicht mir gegenüber von mir getrennt. Sie wollte mich nicht mit dem alten Müll zuschütten für den ich nix kann.
Sie ist nun seit einigen Wochen in therapeutischer Behandlung deswegen. Ich habe ihr in den letzten Wochen viel Freiraum gelassen. Inzwischen ging es ihr besser. Die Eingeschnürtheit ist weg. Wir einigten uns auf Treffs 2-3 x pro Woche ohne feste Zeiten, einfach kurzfristig ausgemacht. Wir hatten wie auch schon in der Vergangenheit richtig schöne Tage und Nächte wieder miteinander verbracht. Nur sie sagt sie hat momentan nicht die Kraft eine richtige Beziehung zu führen. Dazu kommen noch die sehr harten Therapie-Sitzungen die sie an ihre Grenzen (und darüber hinaus bringen). Tw. war sie zwei Tage fertig, wegen der Aufarbeitung der Altlasten.
Ich wollte trotzdem mit ihr zusammen bleiben und die Sache durchstehen, von der man nicht weiß wie lange es wohl dauern wird. Wochen, Monate, Jahre??? Es war sehr belastend für mich und ging mir an die Substanz, das muss ich hier zugeben. Bei ihr habe ich so getan als wenn ich keine allzu großen Probleme damit hätte.
Die andere Geschichte ist die, das ihre Therapeutin meint sie wäre im Prinzip nach diesen vielen negativen Erlebnissen in der Ehe noch gar nicht fähig eine solche glückliche Beziehung wie mit mir zu führen, eben weil sie die Altlasten noch nicht abgearbeitet hätte. Es wäre besser wenn sie jetzt keine Beziehung hätte.
Die andere Geschichte ist ihr Sohn (17 J.) der noch bei ihr lebt und im Prinzip kein Verhältnis zu seinen Vater hat. Die Therapeutin meinte sie solle ihm nichts von ihren Problemen erzählen sonst würde ihr Sohn noch mehr unter dieser Situation leiden.
Unsere Treffen fanden also nach unserer Trennung immer im privaten/ geheimen Bereich meist bei mir statt. Auch für ihre Freunde waren wir weiterhin getrennt. Sie wolle ihrem Sohn nicht vorleben das man mal zusammen und dann wieder mal getrennt ist, deswegen will sie so konsequent sein.

Ich wollte kooperativ sein und war auch kompromissbereit. Obwohl mir diese Geheimniskrämerei tw. blöd vorkam. In der Öffentlichkeit behandelt werden wie ein Bekannter. Am nächsten Tag eng zusammen und Sex haben.
In dieser Zeit sagte sie mir immer wieder sie würde mich verstehen, wenn ich mich neu orientieren würde und mir eine andere Freundin suchen würde. Eben weil sie mir ihre Probleme nicht mit aufbürden will.
Und so ist es gekommen, dass ich Ende Oktober eine Frau kennen lernte und wir uns sympathisch waren. Ich unzufrieden mit der Situation und auch sie suchte einen Freund.
Ich bin dann noch mal zu meiner (Ex)Freundin und wir haben über unsere Situation nochmals ausführlich geredet und ich habe dann von meiner Seite aus die Beziehung beendet. Wir weinten beide. Aber wir wussten das wir in einer verfahrenen Situation waren ohne Lösung in absehbarer Zeit.
Lange Rede kurzer Sinn. Ich dachte die Neue würde mir die Trennung erleichtern. Nach kurzer Zeit wusste ich aber dass es keine neue Beziehung geben würde und habe nach wenigen Tagen die Sache beendet, bevor die Neue zu viele Gefühle in mich investiert.
Mein Herz ist noch woanders. Und im Prinzip weiß ich das wir zusammen gehören. Nur diese verdammten Altlasten sind im Weg! Das ist nun das Dilemma. Eine schwierige Situation die weh tut. Aber ich hänge noch definitiv an ihr.
Wir haben schon mehrfach (von beiden Seiten aus) versucht uns zu trennen. Ich weiß nicht ob ich diesen kalten Entzug jetzt durch ziehen soll oder wir es trotz der verfahrenen Situation weiter zusammen durchstehen sollen/ können. Ich weiß auch nicht wie sie jetzt nach knapp 2 Wochen auf mich reagiert.

Was meint ihr? War jemand schon mal in einer solchen Situation?

Ciao

ChilliBob

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14. November 2005 um 15:26

Traurige geschichte...
hallo bob,

es tut mir sehr leid für euch zwei. weder für dich, noch für sie ist das eine einfache situation.

die vergangenheit gehört zu einem menschen genauso wie die gegenwart und die zukunft. meiner meinung nach hat sie durch ihre trennung wahre größe bewiesen. klingt jetzt blöd - ich weiß, aber ich versuchs dir zu erklären.

sie hat sehr viel schlimmes erlebt während ihrer ehe und, wenn sie schon mit 17 geheiratet hat, glaube ich, dass sie davor auch nicht allzu viel erfahrung mit anderen männern gesammelt hat. auf mich macht es den anschein als wäre sie sehr unsicher und hat verlernt, wie man anderen menschen vertraut.

sie muss erst wieder lernen jemandem zu vertrauen. sie muss erst wieder lernen, dass es auch menschen gibt, die sie so mögen, wie sie ist. sie unterstützt. ihr zuhört...eben alles was sie bisher nicht erfahren hat...zumindest nicht von ihrem partner.

meiner meinung nach solltest du ihr die zeit geben, die sie braucht. eure beziehung würde völlig von den altlasten zerstört werden, wenn ihr jetzt nicht die notbremse zieht...

zeig ihr, dass du auch der nette mensch bist, für den sie dich hält...und, dass du dich nicht soweit in das negative veränderst wie ihr ex mann

ich wünsch euch beiden viel kraft!

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14. November 2005 um 16:04
In Antwort auf yentl_11967429

Traurige geschichte...
hallo bob,

es tut mir sehr leid für euch zwei. weder für dich, noch für sie ist das eine einfache situation.

die vergangenheit gehört zu einem menschen genauso wie die gegenwart und die zukunft. meiner meinung nach hat sie durch ihre trennung wahre größe bewiesen. klingt jetzt blöd - ich weiß, aber ich versuchs dir zu erklären.

sie hat sehr viel schlimmes erlebt während ihrer ehe und, wenn sie schon mit 17 geheiratet hat, glaube ich, dass sie davor auch nicht allzu viel erfahrung mit anderen männern gesammelt hat. auf mich macht es den anschein als wäre sie sehr unsicher und hat verlernt, wie man anderen menschen vertraut.

sie muss erst wieder lernen jemandem zu vertrauen. sie muss erst wieder lernen, dass es auch menschen gibt, die sie so mögen, wie sie ist. sie unterstützt. ihr zuhört...eben alles was sie bisher nicht erfahren hat...zumindest nicht von ihrem partner.

meiner meinung nach solltest du ihr die zeit geben, die sie braucht. eure beziehung würde völlig von den altlasten zerstört werden, wenn ihr jetzt nicht die notbremse zieht...

zeig ihr, dass du auch der nette mensch bist, für den sie dich hält...und, dass du dich nicht soweit in das negative veränderst wie ihr ex mann

ich wünsch euch beiden viel kraft!

Traurig, wahr und schwer zu kapieren ...
Hallo, Avya,

das sehe ich im Prinzip genauso, dass sie wahre Größe durch die Trennung bewiesen hat. Unser Freundes- und Bekanntenkreis hat dies jedoch nicht verstanden, weil wir als Vorzeige-Paar galten (Ihr bester Freund nannte unsere Beziehung Ein Sechser im Lotto). Die volle Wahrheit über den Grund der Trennung hat sie aber niemanden ihrer Freunde erzählt (Trennung wegen Altlasten und Therapie). Sie sagte einfach Es hat halt nicht mehr funktioniert.
Ich halte mich jedoch für einen rücksichts- und verständnisvollen Menschen. Vielleicht manch zu verständnis- und rücksichtsvoll (z.b. beruflich). Deswegen bin ich der Meinung gerade in unserer Beziehung der richtige Mann an ihrer Seite zu sein. Ich hatte ihr angeboten ihre Stütze zu sein und sie im Moment nicht zu überfordern, deswegen habe ich ihr auch den Freiraum gelassen. Die Entwicklung gab uns auch Recht. Es geht jedoch alles sehr langsam. Rückschritte werden wohl auch kommen. Und das Ende ist sehr ungewiß.
Es stimmt, sie hatte im Prinzip noch nie eine richtige Beziehung außer mir. Sie ist also völlig ohne Erfahrung.
Sie hat auch Angst davor wieder von jemanden ausgenutzt zu werden (dann wenn sie sich öffnet), oder auch abhängig zu sein.
Eines sehe ich anders: sie wird von vielen Menschen gemocht und ist sehr beliebt und hat auch einen großen Freundeskreis. Der ihr jetzt in dieser schwierigen Phase des Alleinseins hilft. So sehr hilft, dass sie fast nie alleine ist um in Ruhe über alles nachzudenken. Dazu kam noch der Umzug in die neue Wohnung vor kurzem (da wo ich eigentlich auch mit drin sein wollte, schnüff), sie war also ganz schön im Stress und hatte im Prinzip fast gar keine Zeit mal in sich zu gehen. Na, die letzten knapp 2 Wochen hatte sie wenigsten vor mir ihre Ruhe.

Ciao

ChilliBob

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14. November 2005 um 17:01

Was zusammengehört,...
...kann man nicht trennen, was nicht zusammengehört, auch nicht halten.
therapeuten lassen dich im regen stehn, hab ich mal von einem kinesiologen gehört.
versuchs mal mit kinesiologie/google: 3in1 oder 3in1.concepts.
da werden die blockaden alle aufgelöst, die man aus der vergangenheit mitschleppt. ich selbst habs auch mit 3in1 geschafft. will dir somit mut machen. alles liebe

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15. November 2005 um 13:13
In Antwort auf jose_12175081

Traurig, wahr und schwer zu kapieren ...
Hallo, Avya,

das sehe ich im Prinzip genauso, dass sie wahre Größe durch die Trennung bewiesen hat. Unser Freundes- und Bekanntenkreis hat dies jedoch nicht verstanden, weil wir als Vorzeige-Paar galten (Ihr bester Freund nannte unsere Beziehung Ein Sechser im Lotto). Die volle Wahrheit über den Grund der Trennung hat sie aber niemanden ihrer Freunde erzählt (Trennung wegen Altlasten und Therapie). Sie sagte einfach Es hat halt nicht mehr funktioniert.
Ich halte mich jedoch für einen rücksichts- und verständnisvollen Menschen. Vielleicht manch zu verständnis- und rücksichtsvoll (z.b. beruflich). Deswegen bin ich der Meinung gerade in unserer Beziehung der richtige Mann an ihrer Seite zu sein. Ich hatte ihr angeboten ihre Stütze zu sein und sie im Moment nicht zu überfordern, deswegen habe ich ihr auch den Freiraum gelassen. Die Entwicklung gab uns auch Recht. Es geht jedoch alles sehr langsam. Rückschritte werden wohl auch kommen. Und das Ende ist sehr ungewiß.
Es stimmt, sie hatte im Prinzip noch nie eine richtige Beziehung außer mir. Sie ist also völlig ohne Erfahrung.
Sie hat auch Angst davor wieder von jemanden ausgenutzt zu werden (dann wenn sie sich öffnet), oder auch abhängig zu sein.
Eines sehe ich anders: sie wird von vielen Menschen gemocht und ist sehr beliebt und hat auch einen großen Freundeskreis. Der ihr jetzt in dieser schwierigen Phase des Alleinseins hilft. So sehr hilft, dass sie fast nie alleine ist um in Ruhe über alles nachzudenken. Dazu kam noch der Umzug in die neue Wohnung vor kurzem (da wo ich eigentlich auch mit drin sein wollte, schnüff), sie war also ganz schön im Stress und hatte im Prinzip fast gar keine Zeit mal in sich zu gehen. Na, die letzten knapp 2 Wochen hatte sie wenigsten vor mir ihre Ruhe.

Ciao

ChilliBob

Offenheit und Verletzlichkeit
Hallo!
Gestern Nacht haben wir 2,5 Stunden telefoniert. Anfangs waren wir beide doch recht angespannt. Ich habe aber ganz offen über meine Gefühle für sie geredet. Offenheit war und ist in unserer Beziehung sehr wichtig (eigentlich Voraussetzung). Zur Erinnerung: Sie hatte sich Anfang Oktober von mir getrennt (zumindest offiziell; inoffiziell trafen wir uns noch). Ich habe ihr auch den Grund der Trennung (von meiner Seite aus) offen gebeichtet auch mit dem schon oben geschriebenen Resultat, das ich nicht fähig bin mit einer anderen Frau was anzufangen, weil ich sie liebe. Ich denke mit diesem Versuch habe ich probiert mit dieser eigenartigen Situation, unter der ich auch leide, klar zu kommen. Schwierig zu beschreiben. Aber sie selber hatte mich ja bestärkt mir eine andere Frau zu suchen. Und jetzt kommts: Sie sagte das sie es so nicht gemeint hätte! Nochmals zur Erinnerung: Wir sind im Prinzip getrennt.
Jetzt ist sie aber sehr getroffen, weil sie so etwas von mir nicht erwartet hätte, das ich so schnell mir was Neues suche. Es ist nichts weiter gelaufen außer Umarmungen, Händchenhalten und zwei Küssen (Bei denen ich aber nur an meine Liebe dachte und mich im Prinzip unwohl fühlte). Beim dritten Date habe ich die Sache sofort wieder beendet, mit dem Wissen wo mein Herz hingehört (trotz der schwierigen Situation).
Sie will mir keine Vorwürfe machen, weil ich sie ja nicht in unserer Beziehung betrogen habe, aber trotzdem habe ich damit ihr Herz verletzt.
Bei unserem Telefonat hat sie mir auch von ihren Gefühlen in den letzten Tagen erzählt, das sie oft an mich mit Herzklopfen gedacht hat, sich nach mir gesehnt hat. Auch Ich liebe Dich kam wieder über ihre Lippen. Das hatte ich schon Wochen lang nicht mehr von ihr gehört. Und das hatte ich auch vermisst. In den letzten Wochen habe ich ihr immer wieder gesagt wie ich für sie fühle, sie äußerte sich aber kaum.
Jedenfalls hat sie mich Früh angerufen, dass wir uns abends bei mir treffen.
Ihr gehts nicht so gut, weil sie noch arg getroffen ist.
Sie sagt, dass es ihr lieber gewesen wäre wenn ich diese Affäre verschwiegen hätte. Jedoch will ich mir selber und ihr nichts vorlügen.
Manchmal tut Offenheit auch weh. Mit hat sie auch weh getan als sie sagte dass sie ohne mich in die neue Wohnung einziehen will. Kurz darauf mit der Trennung.
Im Nachhinein war ihre Entscheidung (Offenheit) richtig. Weil ich sonst meine Wohnung weitervermietet hätte, wenn ihre Probleme erst nach unserem Zusammenziehen noch größer geworden wären und dann die Trennung erfolgt wäre. So hat sie schon vorher die Bremse gezogen. Das hat uns viel Ärger erspart.

Ich hoffe nur dass meine Offenheit nicht zu viel zerstört hat!? Und das wir uns vorsichtig wieder an uns herantasten können.

Ciao

ChilliBob

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15. November 2005 um 23:47
In Antwort auf jose_12175081

Offenheit und Verletzlichkeit
Hallo!
Gestern Nacht haben wir 2,5 Stunden telefoniert. Anfangs waren wir beide doch recht angespannt. Ich habe aber ganz offen über meine Gefühle für sie geredet. Offenheit war und ist in unserer Beziehung sehr wichtig (eigentlich Voraussetzung). Zur Erinnerung: Sie hatte sich Anfang Oktober von mir getrennt (zumindest offiziell; inoffiziell trafen wir uns noch). Ich habe ihr auch den Grund der Trennung (von meiner Seite aus) offen gebeichtet auch mit dem schon oben geschriebenen Resultat, das ich nicht fähig bin mit einer anderen Frau was anzufangen, weil ich sie liebe. Ich denke mit diesem Versuch habe ich probiert mit dieser eigenartigen Situation, unter der ich auch leide, klar zu kommen. Schwierig zu beschreiben. Aber sie selber hatte mich ja bestärkt mir eine andere Frau zu suchen. Und jetzt kommts: Sie sagte das sie es so nicht gemeint hätte! Nochmals zur Erinnerung: Wir sind im Prinzip getrennt.
Jetzt ist sie aber sehr getroffen, weil sie so etwas von mir nicht erwartet hätte, das ich so schnell mir was Neues suche. Es ist nichts weiter gelaufen außer Umarmungen, Händchenhalten und zwei Küssen (Bei denen ich aber nur an meine Liebe dachte und mich im Prinzip unwohl fühlte). Beim dritten Date habe ich die Sache sofort wieder beendet, mit dem Wissen wo mein Herz hingehört (trotz der schwierigen Situation).
Sie will mir keine Vorwürfe machen, weil ich sie ja nicht in unserer Beziehung betrogen habe, aber trotzdem habe ich damit ihr Herz verletzt.
Bei unserem Telefonat hat sie mir auch von ihren Gefühlen in den letzten Tagen erzählt, das sie oft an mich mit Herzklopfen gedacht hat, sich nach mir gesehnt hat. Auch Ich liebe Dich kam wieder über ihre Lippen. Das hatte ich schon Wochen lang nicht mehr von ihr gehört. Und das hatte ich auch vermisst. In den letzten Wochen habe ich ihr immer wieder gesagt wie ich für sie fühle, sie äußerte sich aber kaum.
Jedenfalls hat sie mich Früh angerufen, dass wir uns abends bei mir treffen.
Ihr gehts nicht so gut, weil sie noch arg getroffen ist.
Sie sagt, dass es ihr lieber gewesen wäre wenn ich diese Affäre verschwiegen hätte. Jedoch will ich mir selber und ihr nichts vorlügen.
Manchmal tut Offenheit auch weh. Mit hat sie auch weh getan als sie sagte dass sie ohne mich in die neue Wohnung einziehen will. Kurz darauf mit der Trennung.
Im Nachhinein war ihre Entscheidung (Offenheit) richtig. Weil ich sonst meine Wohnung weitervermietet hätte, wenn ihre Probleme erst nach unserem Zusammenziehen noch größer geworden wären und dann die Trennung erfolgt wäre. So hat sie schon vorher die Bremse gezogen. Das hat uns viel Ärger erspart.

Ich hoffe nur dass meine Offenheit nicht zu viel zerstört hat!? Und das wir uns vorsichtig wieder an uns herantasten können.

Ciao

ChilliBob

Hmm...
...also der geschickteste schachzug wars vielleicht nicht, aber ich bin überzeugt, dass sie deine ehrlichkeit irgendwann zu schätzen wissen wird.

in solchen situationen neigt man oft dazu dinge zu überstürzen. man sehnt sich nach dem anderen, möchte ihn spüren,...ich hoffe, dass du die kraft hast ihr die zeit zu geben, die sie braucht...

und vielleicht wärs nicht schlecht, wenn sie mal kinesiologie oder etwas ähnliches ausprobiert. hab vor kurzem ne cranio-sacral therapie gemacht. auch, wenn diese therapie nicht in erster linie dazu gedacht ist, psychische blokaden zu lösen, fühlt sich der kopf nach der lösung der blokaden im körper einfach leichter an...

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16. November 2005 um 13:41

Was zusammengehört ...kann man nicht trennen
Hallo,

danke für Euere Antworten. Was zusammengehört ...kann man nicht trennen, was nicht zusammengehört, auch nicht halten. Dieser Satz trifft unsere Situation zu. Wir merken dass wir zusammen gehören. Die psychischen Altlasten sind halt momentan eine schwere Aufgabe für uns.
Und ich denke auch dass meine Offenheit, wegen der anderen Frau in Ordnung war. Daran hat sie nun auf jeden Fall zu arbeiten. Wenn sie dann von Dritten etwas erfahren und ich dies verheimlicht hätte, dann wäre dies immer zwischen uns gestanden, ohne dass wir darüber gesprochen hätten. Das wollte ich nicht.

Unser Treffen gestern Abend: Wir waren beide sehr froh uns wieder in den Armen halten zu können. Anfangs war die Lage etwas angespannt. Wir redeten wieder über unsere Situation. Sie war/ ist betroffen das ich so schnell nach Ersatz für sie gesucht hatte. Sie hatte von mir so etwas nicht erwartet.
Andererseits entschuldigte sie sich bei mir, wegen ihrer Vorwürfe sie selber hatte sich ja von mir getrennt und mir empfohlen jemanden anderes zu suchen (was sie aber doch im Prinzip nicht wollte). Ich verstehe sie. Mir würde es genauso gehen, hätte sie was mit Jemanden gehabt.
Gefühlsmäßig muss sie jetzt durch diese Geschichte durch, meinte sie. Sie sagte auch zu mir, das sie nicht weiß ob ich noch der bin der ich vorher war. Ich bin mir jeden falls deutlich sicherer als vorher, das wir zusammengehören.
Eine Entwicklung habe ich aber bei ihr bemerkt. Ihre Gefühlsäußerungen. Auch gestern sagte sie öfter Ich liebe Dich.
Mit dem Weinen hatte sie es in der Vergangenheit (in der Ehe und auch danach) nicht so. Sie wollte immer die toughe Frau sein, die alles alleine schafft und alles wegsteckt ohne viele Emotionen zu zeigen.

Na ja, ich will es nicht verschweigen, wir haben dann doch an diesem Abend das gemacht was uns beiden in unserer Beziehung am besten gefällt was nicht heißen soll das nur Sex uns verbindet. Es war sehr intensiv. Sich hautnah zu sein, nach längerer Zeit. Es war echt wunderschön für uns beide.
Gefühle sind dann in ihr frei geworden und sie hat dann das Weinen angefangen. Für die Tränen schämte sie sich anfangs. Ich sagte ihr sie soll alles rauslassen und ich hielt sie fest in den Armen.
So will ich für sie da sein, als Stütze in diesen Momenten, auch das sie sich dann gehen lassen kann. Ich habe ihr das auch schon vorher gesagt. Bisher wollte sie immer alles alleine schaffen. Ich kam mir dann auch etwas nutzlos vor. Deswegen meine Hoffnung, dass sie sich doch langsam von ihrer inneren Last befreien kann, in dem sie ihren Gefühlen freien Lauf lässt. Sie hat große Angst über ihren Schatten zu springen.

Wir lagen dann anschließend noch fast eine Stunde eng umschlungen beieinander. Wir haben es richtig genossen. Gegen Mitternacht ist sie gegangen.
Früh hat sie mir eine SMS geschickt, dass sie die halbe Nacht noch geweint hat. Und das sie da durch muss. Diese Reaktionen zeigen mir deutlich, dass sie jetzt bereit ist, die Sachen aus sich raus zu lassen, die sich über Jahre dort angesammelt haben. Früher ließ sie das nicht zu. Ich liebe sie. Ich bin voller Hoffnung.

Ciao

ChilliBob

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