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Psychisch am Ende...Liebes-/Hassterror

27. Juli 2012 um 18:03

Hallo zusammen,

ich hab lange überlegt, ob ich in ein Forum schreiben soll, weil ich langsam nicht mehr weiter weiß. Ich bin psychisch vollkommen am Ende und weiß nicht mehr wo oben und unten ist. Obwohl meine Situation schon lange die gleiche ist, hat sich alles erst seit ein paar Wochen drastisch zugespitzt.
Ich bin inzwischen seit fast 10 Jahren mit meinem Partner zusammen. Ich denke, "der Horror" hat schon nach knapp einem Jahr angefangen. Mit "dem Horror" bezeichne ich den Psychoterror, den mein Freund, mal mehr mal weniger, auf mich ausübt. Im einzelnen jedes Thema zu erläutern wäre zu umfangreich, aber kurz gesagt entweder hasst er mich abgrundtief, auf Grund lächerlichster Dinge, beispielsweise wenn wir zu selten weg gehen (was meiner Ansicht nach wohl kaum ein Hassgrund ist) und ähnlicher Sachen oder er liebt mich (angeblich) so sehr, dass er mir ständig vorwürfe macht, ich würde mich nicht rechtmäßig um ihn kümmern. Dabei tue ich so gut wie alles für ihn: Ich habe dafür gesorgt, dass er seinen Abschluss macht, räume täglich seine Wohnung auf und sorge dafür, dass er immer etwas zu Essen im Kühlschrank hat etc. Daraus erkennt man wahrscheinlich schon das wir nicht zusammenwohnen. Dies wirft er mir beispielsweise auch vor, dabei ist er daran selber Schuld: 1. Ich kann nicht mit einem Menschen zusammenleben, bei dem ich ständig befürchten muss, dass er ausrastet und mich rausschmeißt, 2. Er geht keiner geregelten Arbeit nach...Das sind jetzt natürlich nur alles Bruchstücke dessen, was inzwischen beinahe tagtäglich in meinem Leben abläuft, kurz gesagt: Ich sitze immer auf heißen Kohlen und frage mich wann die Bombe wieder hoch geht. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr er mich hassen kann, er schlägt mich zwar nicht, aber manchmal ist der Psychoterror so schlimm und macht meine Seele so kaputt, dass ich mich manchmal frage, ob äußerliche Schläge wirklich schlimmer sind als innerliche...
Jetzt fragt sich wahrscheinlich jeder, wieso die ganze Sache sich schon so lange hinzieht...Das frage ich mich inzwischen selbst jeden Tag. Ich bin durch die ganzen Jahre so psychisch (ich nenn es mal) geschädigt, dass ich unter extremen Panik- und Angstattacken leide, ich bin manchmal nicht in der Lage vor die Tür zu gehen (Arbeiten gehe ich natürlich immer, nur Spaß haben, mal abends weggehen, das ist sehr schwer für mich...) und ich denke, dass ich aus diesem Grund extrem abhängig von ihm bin. Ich habe Angst, dass ich danach niemals wieder eine neue Beziehung anfangen kann, weil ich so viele peinliche Probleme habe. Natürlich besteht noch immer die Möglichkeit, dass alle Probleme weggehen, sobald ich "frei" sein kann, aber ich kann mir ja nicht sicher sein. Manchmal denke ich, dass ich vielleicht auch viele Fehler mache, mich falsch verhalte, zu oft motze, aber andererseits kann das gar nicht sein und auch meine Bekannten, die andeutungsweise wissen, was vor sich geht, sagen mir immer wieder, dass ich keine Schuld habe. Das ist alles so verzwickt und verrückt und manchmal muss ich sogar lachen, weil ich einfach nicht glauben kann, was das alles soll und warum ich nicht einfach stark genug bin einfach zu gehen. Ich habe ihm versucht zu erklären, dass man einen Menschen nicht jahrelang in einem Augenblick hassen und im anderen wieder lieben kann, das so etwas einen Menschen krank macht, aber er reitet immer nur auf seinen Lappalien herum, von wegen weggehen, schlechte Laune haben (das hat doch jeder mal!?) etc.
Was sagt ihr dazu? Oder habt ihr auch schon Psychoterror in der Beziehung erlebt? Was würdet ihr mir raten (außer Therapie, da denk ich selbst schon drüber nach )?
Ich würde mich sehr freuen, ich bin nämlich im Moment absolut am Ende meiner Kräfte.

Ganz liebe Grüße
Fay

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29. Juli 2012 um 5:51

Psychoterror
eigentlich weißt du bestimmt was du tun musst aber du solltest ihn schnell verlassen sonst brauchst du wirklich noch eine therapie niemand verdient es psychisch fertig gemacht zu werden man sollte eigentlich glücklich sein in einer beziehung wenn er dir das nicht geben kann dann trenn dich von ihm

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29. Juli 2012 um 9:05

Die Frage nach dem warum...
...tue ich mir das an, ist schon der halbe Weg zur Veränderung.

Eins sit sicher, Du kannst froh sein, dass ihr nicht zusammen wohnt. Dass Du alles für Ihn machst und dafür auch noch Beschimfungen bekommst, ist schon schlimm.
Dennoch macht man solche Sachen eine Weile mit, bis man selbst erkennt dass es schlecht ist. Nur deshalb hast Du jetzt eine Chance aus eigener Kraft die Beziehung zu lösen.

Schritt für Schritt aus dem Dilemma rausgehen, abrupt würde nur zu weiteren schlimmen Reaktionen führen. Fang an dich mehr und mehr auszuklicken. Vor allem hör auf den Kerl wie eine Mama zu beglucken, das ist der erste Schritt. Danach musst Du Stück für Stück raus...Du brauchst kein Kind das dich in seiner Hilflosigkeit beschimpft, sondern einen Mann der dich auf Händen trägt. Dazu musst Du erst begreifen was der Typ mit Dir macht. Er verhält sich krank, wahrscheinlich hat er es in seiner Prägephase im Elternhaus so vorgelebt bekommen...

Am besten raus aus der schlechten Stimmung und bloss nicht auf faule Versprechungen von dem Kerl hören..und jedesmal wenn er ansetzt zu üblen Reden, dann zieh die Reißleine und lass ihn stehen, geh weg. Je öfter Du das tust, desto besser kannst Du loslassen und eines Tages gar nicht mehr hingehen...

viel Glück, Kraft und Mut...

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29. Juli 2012 um 14:59

Vien Dank
für eure Antworten!
Besonders dein Rat, Staubsaugerin, hat mir sehr geholfen. Ich denke genauso muss ich es versuchen zu schaffen. Ich weiß zu 100 %, dass es einfach keine andere Möglichkeit gibt, außer mich endlich zu lösen. Die ganze letzte Woche ist so schlimm gewesen, dass mir irgendwie auch klar geworden ist, dass das Alleinsein mit Sicherheit nicht schlimmer werden wird, als die letzte Zeit. Zum ersten Mal in den ganzen Jahren hatte ich diese Woche ganz für mich, meine Familie und meine Freunde. Ich bin sogar an beiden Abenden am Wochenende nach langer Zeit mal wieder ausgegangen ) Ich war auf einer Gartenparty (Ich auf einer Party, da waren schon alle überrascht, besonders ich selber ) und am nächsten Tag im Restaurant. Und was das beste war, ich war sooo glücklich!
Ich weiß natürlich, dass ich es leider einfach nicht schaffe einen sofortigen Schlusstrich zu ziehen. ich kann es gar nich richtig beschreiben, aber das ist wie eine Blockade, die ich noch nicht überwinden kann. Aber ich bin mir sicher, dass ich es hinkriege, denn zum ersten Mal ist mir total egal, ob er sauer ist oder nicht, weil ich weiß, dass ich nicht der Grund seiner Wut bin, sondern sein eigenens verkorkstes Leben. P.S. Ich habe mich gestern bei einem seiner Anfälle einfach umgedreht und bin nach Hause gegangen und das war ein suuuper Gefühl Er ist so verblüfft gewesen, dass ich mir zu Hause eins ins Fäustchen gelacht hab.

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29. Juli 2012 um 15:10

Auf das, was ich leider nicht in Worte fassen kann
Ich muss schaffen, dass ich die Stärke wieder aufbauen kann, die mir in den ganzen Jahren verloren gegangen ist. Denn noch habe ich nicht die Kraft dazu, deswegen kann ich nur versuchen mich Schritt für Schritt mehr zu lösen.

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