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Prüfungsangst meines Partners macht mich mürbe

18. Mai 2014 um 16:25

Oh man, ich kann nicht mehr. Mein Partner hat Prüfungsangst und steht kurz vor seiner Abschlussprüfung zum Lehrer. Ein wirklich harter Prüfungstag. Langsam kann ich das nicht mehr kompensieren. Täglich arbeite ich mit ihm zusammen, bereite vor, formuliere, Plane die Unterrichtsstunden mit ihm, baue auf, habe keine Freizeit mehr, kein Wochenende, lasse alle meine Dinge liegen etc.

Mittlerweile wache ich schon mit Herzrasen auf. Das geht noch über zwei Wochen so bis zur Prüfung. Was mich ärgerlich macht ist auch, dass ich ihn bat rechtzeitig mit der Vorbereitung zu beginnen, was er wahrscheinlich aus Panik sich mit den Inhalten beschäftigen zu müssen nicht tat und nun haben wir den Salat

Ich könnte einfach versuchen, mich abzugrenzen, aber wenn er nicht besteht oder nur schlecht, findet er keinen Job und momentan zahle ich schon einen Großteil der Ausgaben.

Das Schlimme ist, dass er total fleißig und engagiert ist, aber total blockiert. Ich könnte tagtäglich heulen, weil ich diesen Druck nicht mehr ertrage. Für ihn muss es ja noch viel schlimmer sein.

Die letzten zwei Jahre waren auch so stressig, dass er nie was gegen seinen Prüfungsangst tun konnte.

Die Prüfer sind ihm auch wohlgesonnen und ich denke er wird irgendwie auch bestehen, aber diese Stimmung und GEfühle momentan kann ich nicht mehr aushalten.....

Ich habe auch das GEfühl, dass die Kollegen immer denken "warum hilft sie nicht mehr" und wissen dabei nicht, dass ein Großteil schon von mir stammt aber mehr einfach nicht drin ist.

Hat jemand Anregungen für den Umgang etc. für mich`?

Gruß Herzmuschel

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19. Mai 2014 um 10:30

Kenne ich
"Täglich arbeite ich mit ihm zusammen, bereite vor, formuliere, Plane die Unterrichtsstunden mit ihm, baue auf, habe keine Freizeit mehr, kein Wochenende, lasse alle meine Dinge liegen etc."
>>>Das geht mir auch so. Nicht nur seine komplette Freizeit (neben dem Nebenjob...) geht drauf, sondern auch meine.

Mein Mann schiebt auch gerne Unangenehmes auf. Mit Englisch steht er z.B. auf Kriegsfuß - für mich als Übersetzerin furchtbar mitanzusehen. Mal ist er "zahm" und übt mit mir was, aber oft bockt er, weil er ihm das einfach zuviel ist.

Er ist die ganze Woche über von 6-7 Uhr bis abends 18-21 Uhr in der Uni; das ist schon sehr viel. Und an seinem einzigen "freien" Tag (Er muss wegen dem Geld eine Vorlesung ausfallen lassen.) jobbt er.

Mein Mann hat auch schon mal eine Prüfung nicht geschafft und ich weiß, was das für ein Kopfkino auslöst...

Als Partnerin leidet/fühlt man einfach mit und ein Studium ist härter als jede Vollzeitstelle (weil man nie wirklich frei hat).


Ich kann Dir nur dazu raten, Dir immer wieder klarzumachen, dass es SEIN Studium ist.
Natürlich würde sein Scheitern auch Dich betreffen, aber Dir würden dennoch keine Verpflichtungen daraus erwachsen.

Dass derjenige, der mehr Geld hat, auch mehr Kosten übernimmt, finde ich allerdings normal.

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19. Mai 2014 um 15:31

Je nach Studiengang
Mein Mann hat sehr viel Pflichtveranstaltungen. Wenn er die nicht besucht, wird er nicht zur Prüfung zugelassen.
Ebenso verhält es sich mit einigen Hausaufgaben/Hausarbeiten.

Ich kenne solche "faulen" Studenten wie Dich, aber sowas ist nicht in jedem Studiengang möglich.
Meine Freundinnen, die gerade promovieren, schütteln nur den Kopf, wenn sie hören, was mein Mann alles machen MUSS. Was die FH ihm alles vorschreibt, wie die Prüfungsordnung ist etc.

Mein Mann hat direkt vor dem Studium gearbeitet und das war ein Klacks! Da war der um spätestens 17 Uhr zu Hause und konnte machen, was er wollte!
In seinem Nebenjob arbeitet er oft auch 8h am Tag (in den Semesterferien) und empfindet das als Urlaub. Und dort wirkt er an Projekten mit, weil das nämlich ein 3-Mann-Laden ist, d.h. er macht mehr als Kafffeekochen.
Wir haben beide den direkten Vergleich und auch mein Studium war zeitintensiver als eine 40h-Woche.
Wenn man nicht gerade in einer anspruchsvollen Führungsposition ist (im Einzelhandel z.B. gibts die nicht; da ist selbst die Filialleitung babyhaft), nimmt man sich keine Arbeit mit heim.

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19. Mai 2014 um 15:40

Pensum
"Wer ein derartiges Pensum hinlegt und dann nicht ausschließlich und nur 1-sen aus dem Ärmel schüttelt, der sollte sich fragen, ob er intellektuell für das betreffende Studium geeignet ist"
>>>Das schreibt ihm die Uni so vor. Es sind nicht alles Pflichtveranstaltungen, aber mein Mann schwänzt keine Vorlesungen. Vieles jedoch kann er sich nicht aussuchen, so z.B. manchmal das Antanzen um 8 (!) Uhr oder das Schreiben von Klausuren nach 18 Uhr.

Ich kenne wirklich viele Studenten, die unendlich viel Freizeit haben, aber das hängt stark vom Studiengang ab. Und auch davon, wo man studiert.
Eine FH ist praxisorientierter, d.h. man kriegt richtige Hausaufgaben und muss ständig irgendwas einreichen (Berichte, Hausarbeiten etc.).
Wir kennen auch (erfolgreiche) Studenten, die einmal die Woche zur Uni gefahren sind und deren gesamtes Studium nur aus Fun & Freizeit bestand. Diese hatten dann aber auch keine Pflichtveranstaltungen und auch nicht über 10 Prüfungen pro Semester.

Mein Mann hat definitiv ein sehr hartes Studium, das überhaupt keine Freizeit zulässt.

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