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Probleme in der Partnerschaft

2. Juni um 15:34

Hallo!

Ich möchte gerne eine Frage bezüglich meiner Partnerschaft stellen, die mich seit Langem schon beschäftigt. Und zwar bin ich schon seit einigen Jahren mit meinem Partner zusammen. Wir haben Gemeinsamkeiten, teilen diverse Ansichten über die Welt und das Leben, können uns gut miteinander unterhalten, zusammen lachen und auch andere Freuden genießen. Er verhält sich mir gegenüber liebevoll und zugewandt.

Allerdings kommt es auch immer mal wieder zu Konflikten, Streitigkeiten, Auseinandersetzungen. Das eigentlich Negative dabei sind jedoch nicht die Meinungsverschiedenheiten und Konflikte selbst, sondern sein Verhalten NACH dem Streit, nachdem wir uns also schon wieder "offiziell" versöhnt haben. Sehr oft geschieht nach dem Vertragen nämlich Folgendes:

Er schenkt mir plötzlich wesentlich weniger Zeit, kommt viel unregelmäßiger zu mir, verschwindet, ohne sich zu verabschieden, ist emotional sehr distanziert, extrem passiv und kühl. Diese Phase hält oftmals mindestens zwei Wochen an und sie verunsichert mich sehr. Auch wenn ich mich inzwischen schon daran gewöhnt haben sollte, ist es immer wieder von Neuem irritierend für mich, auf einmal so abweisende und Unnahbarkeit ausdrückende Reaktionen zu erhalten. Auch dass er sich sehr in seine Wohnung zurückzieht und kaum noch eigene Initiative in Bezug auf die Beziehung zeigt, verwirrt mich. In den Momenten fühle ich mich, um offen zu "sprechen", überhaupt nicht mehr von ihm geliebt oder gemocht, sondern eben abgelehnt. Während dieser Episoden ist es auch irrelevant, ob ich selbst zugewandt und versöhnlich auf ihn zugehe und/oder offen kommuniziere, wie ich mich in diesen Situatonen fühle. Es macht den Anschein, als prallte ALLES an ihm ab, als hätte er sich in einen undurchdringlichen Eisblock verwandelt, dem die Partnerschaft nichts mehr bedeutet.

Zwar habe ich mich selbst mit Psychologie befasst, allerdings konnte ich bisher nicht herausfinden, ob solch ein an Apathie grenzendes Auftreten einen bestimmten psychologischen Namen hat. Ich meine, wieso verhält man sich NACH einer Aussöhnung so, anstatt anschließend noch weiter aufeinander zuzugehen? Wieso werden direkt nach dem Vertragen neue Klüfte geschlagen, Unsicherheiten gelegt und die Kommunikation im Keime erstickt (Konversationen sind allem Engagement von meiner Seite zum Trotze mit ihm in diesen Zeiten unmöglich)? Sind das dissoziative Symptome seinerseits? Dazu muss ich sagen, dass er leider zum missbräuchlichen Umgang mit alkoholischen Getränken tendiert (diagnostiziert), sodass ich auch nicht gänzlich ausschließen kann, dass er sich in den Phasen des Öfteren in einem alkoholisierten Zustand befindet.

Diese erheblichen Wesensänderungen sind sehr irritierend und verunsichernd für mich. Es schmerzt mich. Und ja, allmählich macht es mich auch ein wenig wütend...

Tja, also meine Frage hierzu sind:

1. Gibt es einen psychologischen Namen für diese spezifischen Phasen?

2. Habt Ihr eine Idee, ob es Interventionen gibt, mit denen man solche "Umnachtungen" durchbrechen kann?

Herzlichen Dank und liebe Grüße

Sansa


PS: Natürlich fragte ich ihn schon mehrmals, was denn los sei, wenn er sich in diesen Phasen befand, doch seine Antwort war stets dieselbe: "Weiß ich nicht..." Zumal er in jenen Zeiten, we gesagt, ohnehin absolut nicht kommunikativ ist. Das alles ist sehr befremdlich für mich, zumal ich etwas Vergleichbares bisher mit keinem anderen Menschen erlebt habe.

Sansa
 

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2. Juni um 15:42

hmmmm ich denke das liegt daran das, dass versöhnen nur ein versöhnen auf einer ebene ist, er aber weitaus länger mit seinem gefühlen zu tun hat, bis er wieder runterkommt und diese 2 wochen dafür brauch. 

nur weil man sagt es ist gut, kann einem innerlich ne sache noch ziemliche lange nerven oder beschäftigen. 

was mich eher stören würde wäre so ein verhalten , wenn man mal zusammenzieht, ich persönlich finde beziehung seltsam die einige jahre andauern aber man noch immer nicht zusammengezogen ist, dass ist so ne grenze die sagt ist eh nix festes, also für mich zumindest. 

wieso seid ihr noch nicht zusammengezogen ? 

 

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2. Juni um 16:10
In Antwort auf ginxx

hmmmm ich denke das liegt daran das, dass versöhnen nur ein versöhnen auf einer ebene ist, er aber weitaus länger mit seinem gefühlen zu tun hat, bis er wieder runterkommt und diese 2 wochen dafür brauch. 

nur weil man sagt es ist gut, kann einem innerlich ne sache noch ziemliche lange nerven oder beschäftigen. 

was mich eher stören würde wäre so ein verhalten , wenn man mal zusammenzieht, ich persönlich finde beziehung seltsam die einige jahre andauern aber man noch immer nicht zusammengezogen ist, dass ist so ne grenze die sagt ist eh nix festes, also für mich zumindest. 

wieso seid ihr noch nicht zusammengezogen ? 

 

Mir kam auch schon des Öfteren der Gedanke, wie es wohl wäre, wenn wir irgendwann einmal zusammen wohnen und sich dann immer wieder solche Phasen einstellen. Es würde sich vermutlich als recht schwierig erweisen, auf solch einer "emotional instabilen Basis" den gemeinsamen Alltag zu bewältigen.

Bisher sind wir nicht zusammengezogen, weil wir beide uns noch in der Ausbildung befinden. Wir möchten diese erst abschließen, einen festen Job finden und im Anschluss eine gemeinsame Wohnung finanzieren.

An passive Abreaktionen von Aggressionen mir gegenüber musste ich in der Tat auch schon denken. Sollte dies tatsächlich der Grund seiner Wesensänderungen und Verhaltensweisen sein, wäre das sehr unangenehm für mich. Ich habe schon häufiger über eine Trennug nachgedacht, doch es gab eben auch schöne gemeinsame Zeiten, die so intensiv und verbindend waren. Eine Aufkündigung der Partnerschaft träfe mich deshalb sehr tief...

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2. Juni um 16:20

Das war der ursprüngliche Plan, doch mittlerweile bin ich wieder einmal zutiefst verunsichert. Denn ich merke, dass ich diese Phasen allmählich nicht mehr ertragen kann und will, da mich all dies innerlich zermürbt. Andererseits gab es immer wieder diese schönen und intensiven Momente, das Gefühl, dass ich tatsächlich von ganzem Herzen geliebt werde, was mir bisher noch niemand auf diese Art und Weise vermitteln konnte, nicht einmal die eigenen Eltern.

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2. Juni um 20:35

Darüber bin ich mir noch nicht im Klaren.

Übrigens: Ich habe ihm vorhin die Theorie der passiven Abreaktion von Aggressionen geschrieben und es mit der Bitte verbunden, offen über eventuell vorhandene Aggressionen seinerseits zu sprechen.

Leider habe ich es ihm im Chat-Programm schreiben müssen, da er aktuell mal wieder nicht erreichbar ist, wie so oft nach einem Vertragen...

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3. Juni um 12:44
In Antwort auf sansastark

Hallo!

Ich möchte gerne eine Frage bezüglich meiner Partnerschaft stellen, die mich seit Langem schon beschäftigt. Und zwar bin ich schon seit einigen Jahren mit meinem Partner zusammen. Wir haben Gemeinsamkeiten, teilen diverse Ansichten über die Welt und das Leben, können uns gut miteinander unterhalten, zusammen lachen und auch andere Freuden genießen. Er verhält sich mir gegenüber liebevoll und zugewandt.

Allerdings kommt es auch immer mal wieder zu Konflikten, Streitigkeiten, Auseinandersetzungen. Das eigentlich Negative dabei sind jedoch nicht die Meinungsverschiedenheiten und Konflikte selbst, sondern sein Verhalten NACH dem Streit, nachdem wir uns also schon wieder "offiziell" versöhnt haben. Sehr oft geschieht nach dem Vertragen nämlich Folgendes:

Er schenkt mir plötzlich wesentlich weniger Zeit, kommt viel unregelmäßiger zu mir, verschwindet, ohne sich zu verabschieden, ist emotional sehr distanziert, extrem passiv und kühl. Diese Phase hält oftmals mindestens zwei Wochen an und sie verunsichert mich sehr. Auch wenn ich mich inzwischen schon daran gewöhnt haben sollte, ist es immer wieder von Neuem irritierend für mich, auf einmal so abweisende und Unnahbarkeit ausdrückende Reaktionen zu erhalten. Auch dass er sich sehr in seine Wohnung zurückzieht und kaum noch eigene Initiative in Bezug auf die Beziehung zeigt, verwirrt mich. In den Momenten fühle ich mich, um offen zu "sprechen", überhaupt nicht mehr von ihm geliebt oder gemocht, sondern eben abgelehnt. Während dieser Episoden ist es auch irrelevant, ob ich selbst zugewandt und versöhnlich auf ihn zugehe und/oder offen kommuniziere, wie ich mich in diesen Situatonen fühle. Es macht den Anschein, als prallte ALLES an ihm ab, als hätte er sich in einen undurchdringlichen Eisblock verwandelt, dem die Partnerschaft nichts mehr bedeutet.

Zwar habe ich mich selbst mit Psychologie befasst, allerdings konnte ich bisher nicht herausfinden, ob solch ein an Apathie grenzendes Auftreten einen bestimmten psychologischen Namen hat. Ich meine, wieso verhält man sich NACH einer Aussöhnung so, anstatt anschließend noch weiter aufeinander zuzugehen? Wieso werden direkt nach dem Vertragen neue Klüfte geschlagen, Unsicherheiten gelegt und die Kommunikation im Keime erstickt (Konversationen sind allem Engagement von meiner Seite zum Trotze mit ihm in diesen Zeiten unmöglich)? Sind das dissoziative Symptome seinerseits? Dazu muss ich sagen, dass er leider zum missbräuchlichen Umgang mit alkoholischen Getränken tendiert (diagnostiziert), sodass ich auch nicht gänzlich ausschließen kann, dass er sich in den Phasen des Öfteren in einem alkoholisierten Zustand befindet.

Diese erheblichen Wesensänderungen sind sehr irritierend und verunsichernd für mich. Es schmerzt mich. Und ja, allmählich macht es mich auch ein wenig wütend...

Tja, also meine Frage hierzu sind:

1. Gibt es einen psychologischen Namen für diese spezifischen Phasen?

2. Habt Ihr eine Idee, ob es Interventionen gibt, mit denen man solche "Umnachtungen" durchbrechen kann?

Herzlichen Dank und liebe Grüße

Sansa


PS: Natürlich fragte ich ihn schon mehrmals, was denn los sei, wenn er sich in diesen Phasen befand, doch seine Antwort war stets dieselbe: "Weiß ich nicht..." Zumal er in jenen Zeiten, we gesagt, ohnehin absolut nicht kommunikativ ist. Das alles ist sehr befremdlich für mich, zumal ich etwas Vergleichbares bisher mit keinem anderen Menschen erlebt habe.

Sansa
 

Hallo Sansa,

ich hätte zu seinem Verhalten nach den 2 Wochen noch einige Fragen, bevor ich näher darauf eingehe.

Was genau geschieht, wenn die 2 Wochen um sind. Ist es dann wie ein Schalter der sich bei ihm umlegt und er ist von jetzt auf gleich wieder wie ausgewechselt oder ist das eher ein schleichender Prozess bei ihm, dass er in den "Ur-Zustand" zurückkehrt?

Und kehrt er jedesmal wieder komplett in den Zustand zurück sowie du ihn kennen und lieben lernstest oder ist es von mal zu mal weniger?

LG

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3. Juni um 19:16
In Antwort auf nimaya

Hallo Sansa,

ich hätte zu seinem Verhalten nach den 2 Wochen noch einige Fragen, bevor ich näher darauf eingehe.

Was genau geschieht, wenn die 2 Wochen um sind. Ist es dann wie ein Schalter der sich bei ihm umlegt und er ist von jetzt auf gleich wieder wie ausgewechselt oder ist das eher ein schleichender Prozess bei ihm, dass er in den "Ur-Zustand" zurückkehrt?

Und kehrt er jedesmal wieder komplett in den Zustand zurück sowie du ihn kennen und lieben lernstest oder ist es von mal zu mal weniger?

LG

Hey!

Dem Vertragen folgt zumeist eine Phase, in der wir fast gar keinen Kontakt haben, weil alle Versuche meinerseits, mit ihm zu kommunizieren, allein schon an seiner Passivität und seiner häufigen Abwesenheit scheitern. Nach den durchschnittlichen zwei Wochen treffen wir uns dann wieder häufiger, unterhalten uns auch wieder mehr, wobei er sich mir gegenüber weiterhin noch distanziert und kühl verhält. Aber nach dieser Episode wird er meistens recht schnell wieder der "Alte".

Früher bezeichnete ich dieses Phänomen als massive Stimmungsschwankung, aber heute finde ich den Begriff "Wesensänderung" passender, weil er nach außen hin tatsächlich komplett andere Wesenszüge zeigt, die mir total fremd sind.

Solche Phasen treten zwar besonders oft nach dem Streit/Vertragen auf, gelegentlich kamen sie aber auch aus dem (scheinbaren) Nichts, teilweise binnen weniger Sekunden, was dann noch irritierender und unverständlicher für mich war/ist.

Ich habe ihn übrigens auf die Hypothese der passiven Abreaktion von Aggressionen angesprochen, doch er meinte dazu nur, dass er nicht wisse, aus welchem Grunde er Aggressionen mir gegenüber empfinden solle.

Und zur letzten Frage: Nein, es nimmt nicht ab, sondern nach den Phasen ist er tatsächlich wieder derjenige, den ich lieben und schätzen lernte.

Vielen Dank und alles Liebe

Sansa

 

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4. Juni um 17:31
In Antwort auf sansastark

Hey!

Dem Vertragen folgt zumeist eine Phase, in der wir fast gar keinen Kontakt haben, weil alle Versuche meinerseits, mit ihm zu kommunizieren, allein schon an seiner Passivität und seiner häufigen Abwesenheit scheitern. Nach den durchschnittlichen zwei Wochen treffen wir uns dann wieder häufiger, unterhalten uns auch wieder mehr, wobei er sich mir gegenüber weiterhin noch distanziert und kühl verhält. Aber nach dieser Episode wird er meistens recht schnell wieder der "Alte".

Früher bezeichnete ich dieses Phänomen als massive Stimmungsschwankung, aber heute finde ich den Begriff "Wesensänderung" passender, weil er nach außen hin tatsächlich komplett andere Wesenszüge zeigt, die mir total fremd sind.

Solche Phasen treten zwar besonders oft nach dem Streit/Vertragen auf, gelegentlich kamen sie aber auch aus dem (scheinbaren) Nichts, teilweise binnen weniger Sekunden, was dann noch irritierender und unverständlicher für mich war/ist.

Ich habe ihn übrigens auf die Hypothese der passiven Abreaktion von Aggressionen angesprochen, doch er meinte dazu nur, dass er nicht wisse, aus welchem Grunde er Aggressionen mir gegenüber empfinden solle.

Und zur letzten Frage: Nein, es nimmt nicht ab, sondern nach den Phasen ist er tatsächlich wieder derjenige, den ich lieben und schätzen lernte.

Vielen Dank und alles Liebe

Sansa

 

ich kann all meinen Vorpostern nur zustimmen, du lebst noch nicht mal
mit ihm zusammen und es zermürbt dich.
noch überwiegen für dich die schönen phasen, aber sei dir sicher, die
schlechten phasen werden immer häufiger und für dich schwerer zu verkraften.
wie coleen schon sagte "du hast nur ein leben".
und eigentlich möchte ich erwähnen, dass ich sein Verhalten dir gegenüber
als enorm egoistisch und unmöglich finde. Wer ist er, dass er sich das erlaubt????

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4. Juni um 18:53

Gut, ich habe mich nun getrennt. Ich habe die Gründe genannt und dabei erwähnt, dass ich das allmählich auch gar nicht mehr ertrage könne, was der Wahrheit entspricht...

Nun ja, jetzt fühle ich ich einsam und allein, bin traurig und melancholisch...

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4. Juni um 21:26
In Antwort auf sansastark

Gut, ich habe mich nun getrennt. Ich habe die Gründe genannt und dabei erwähnt, dass ich das allmählich auch gar nicht mehr ertrage könne, was der Wahrheit entspricht...

Nun ja, jetzt fühle ich ich einsam und allein, bin traurig und melancholisch...

Du bist es nicht anders gewohnt, als dich um ihn zu kümmern. Du hast  dich selbst  vernachlässigt. Das braucht seine  Zeit  und du lernst  wieder, wie schön Leben  und kuss lieben sein kann. Hab Geduld. 

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4. Juni um 21:27
In Antwort auf diedara

Du bist es nicht anders gewohnt, als dich um ihn zu kümmern. Du hast  dich selbst  vernachlässigt. Das braucht seine  Zeit  und du lernst  wieder, wie schön Leben  und kuss lieben sein kann. Hab Geduld. 

Ohne Kuss. Scheiss Autokorrektur 

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5. Juni um 13:18

Im Allgemeinen recht kühl. Er äußerte zwar, dass es doch "irgendetwas" geben müsse, um die Partnerschaft zu retten, doch ich entgegnete daraufhin, dass ich diesbezüglich mit meinen Möglichkeiten am Ende sei und diese Phasen schlichtweg nicht mehr aushalten könne.

Seitdem herrscht Kontaktstille.

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