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Polyamore Beziehung und eifersucht

17. Februar 2015 um 15:12

Hallo,

Ich lebe seit ca. einem halben Jahr in einer offenen Beziehung mit einem Mann, der sich als polyamor bezeichnet und schon seit 15 Jahren keine monogame Beziehung mehr hatte. Es ist sein Art zu leben, für ihn sind es grundlegende Eigenschaften und er kann sich kam vorstellen, diese Freiheiten aufzugeben, da er total allergisch gegen "Verbote" reagiert. Die Liebe zwischen uns ist tief und ich bin auch zur Zeit die einzige, die er liebt. Allerdings hat er eben auch eine friends with benefits, die ich letztens kennen gelernt habe. Ich finde sie sympathisch und durch das Treffen konnte ich ihnen die Freundschaft, die sie teilen, besser gönnen. Dann hat sie ihn eine Woche darauf aber schon wieder besucht und ich bin fast ausgerastet, das war mir einfach zu viel in der kurzen Zeit. ich habe mich stundenlang richtig mies und schlecht behandelt gefühlt und war richtig sauer auf ihn, dass er mir so etwas antut. Am schlimmsten finde ich nicht, dass sie ihn offensichtlich begehrt, sondern dass er Lust auf andere Frauen hat, wo ich ihm zu liebe monogam leben könnte. (Hin und wieder habe ich aber auch Sex mit anderen Männern, ich stelle es mir aber nicht schwer vor, darauf zu verzichten). Ich habe festgestellt, dass es mir einfach viel besser tut, einen Mann zu haben, der exklusiv für mich da ist und nur mich will. Wenn er allerdings nicht bereit ist, sein Beziehungskonzept zu verändern und ich auf Dauer nicht dazu bereit bin, mich seinem unterzuordnen, gibt es ja nur die Konsequenz es zu beenden. Dafür ist die Liebe zwischen uns aber viel zu stark momentan.
Kennt sich jemand mit dem Thema aus und hat schon ähnliches erlebt?
Er möchte auch nicht, dass ich unglücklich bin, aber auf sein eigenes Glück zu verzichten, schmerzt ihn auch. Daher ist die Lösung ihn zur kompletten Monogamie zu zwingen nicht so das Wahre. Für mich ist ja auch der freiwillige Selbstverzicht viel sinnvoller. Wir haben aber überlegt, ein Experiment zu starten und für z.B einen Monat exklusiv füreinander zu leben. Haltet ihr das für sinnvoll?

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17. Februar 2015 um 21:01

Also
dieses Experiment könnt ihr ja gerne machen, aber ich bezweifle, dass sich danach was ändert. Er lebt zu lange so und will das auch nicht einfach aufgeben. Du denkst: "Wenn er einmal probiert hat monogam zu leben mit mir, dann wird es ihm auch gefallen." Was du dabei komplett ausblendest ist der Fakt, dass er bereits monogam gelebt hat und sich seit Jahren wiederholt dagegen entscheidet, warum sollte es bei dir anders sein? Und wenn er sich dir zuliebe zur Monogamie entscheidet, dann wird er damit unglücklich sein, willst du das? Ihr habt leider nur diese drei Wahlen: 1. Er verzichtet und ist unglücklich, dir geht es gut damit oder 2. Er lebt das weiter aus, du steckst zurück, du bist unglücklich und ihm geht es gut damit oder 3. ihr trennt euch und werdet unabhängig voneinander glücklich. Aber was anderes wird auch so nicht dabei rauskommen, so ungern du das jetzt auch hören magst.

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18. Februar 2015 um 9:37
In Antwort auf rundp

Also
dieses Experiment könnt ihr ja gerne machen, aber ich bezweifle, dass sich danach was ändert. Er lebt zu lange so und will das auch nicht einfach aufgeben. Du denkst: "Wenn er einmal probiert hat monogam zu leben mit mir, dann wird es ihm auch gefallen." Was du dabei komplett ausblendest ist der Fakt, dass er bereits monogam gelebt hat und sich seit Jahren wiederholt dagegen entscheidet, warum sollte es bei dir anders sein? Und wenn er sich dir zuliebe zur Monogamie entscheidet, dann wird er damit unglücklich sein, willst du das? Ihr habt leider nur diese drei Wahlen: 1. Er verzichtet und ist unglücklich, dir geht es gut damit oder 2. Er lebt das weiter aus, du steckst zurück, du bist unglücklich und ihm geht es gut damit oder 3. ihr trennt euch und werdet unabhängig voneinander glücklich. Aber was anderes wird auch so nicht dabei rauskommen, so ungern du das jetzt auch hören magst.

Was danach ist, sehen wir dann
Danke für deine Antwort, es stimmt natürlich schon, dass es diese 3 Möglichkeiten gibt und alle drei nicht so rosig aussehen. Aber ich seh das mit dem Experiment gar nicht so eng, ich verstehe es eher als gegenseitige Annäherung, gar nicht so sehr, dass er sich danach ändern soll. Vielleicht ändere ich mich ja auch in der Zwischenzeit. Aber dass er diesen Schritt macht, würde mir einfach zeigen, dass er bereit ist auf mich einzugehen und etwas auszuprobieren. Danach haben wir in jedem Fall diese Erfahrung über die wir uns austauschen können, und wenn es ihm nicht gefällt, erwarte ich auch nicht, sich dauerhaft mir unterzuordnen. Ich denke es wird für uns beide ein Prozess sein damit miteinander umzugehen.

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19. Februar 2015 um 16:55

Eine
offene Beziehung heißt für mich nicht eine Beziehung und eine 2. Beziehung zu pflegen.. sondern eher spontan wenns passiert, ja ok.. aber nicht auf so einer Gefühlsebene "friends with benefits" Das halte ich für den größten Beziehungskiller. Freunde und Menschen mit denen man laufend Kontakt hat, wären für mich das absolute No Go. Ich denke das ist auch dein Problem.. wenn es irgendeine Fremde irgendwann wäre, wäre es denke ich nicht so schlimm wie eine Frau die er immer wieder haben will.

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