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Plötzliche Trennung

9. März 2017 um 20:35 Letzte Antwort: 10. März 2017 um 23:46

Halo zusammen!
Ich habe noch nie in einem Forum geschrieben und habe jetzt schon Angst vor den Antworten. Meine Situation ist die folgende, Eine wirklich sehr gute Freundin von mir bat mich aus ihrem Haus, in dem ich in einer Einliegerwohnung, aber eigentlich auch als Familienmitglied mit im Haus wohnte. Wir waren zusammen mit ihrer Familie und den Kinder im Urlaub und haben oft das Essen zusammen organisiert. Ich habe sehr viel mit der jüngsten Tochter unternommen. Sie ist jetz 2,5 Jahre alt und hängt sehr an mir. Ich war auch immer der Babysitter, wenn die Eltern mal eine Auszeit brauchten oder nur ins Kino wollten.
Nun ist es bei mir allerdings so und das weiß ich erst seit kurzem, dass ich mir immer Bezugspersonen suche, durch ich die absolute Sicherheit empfinde und bald darauf, das Gefühl habe, nicht mehr ohne diese Person leben zu können. Hat alles mit einer frütraumatischen Beziehung zu tun und ich bin deshalb auch in therapeutischer Behandlung und arbeite daran. Dieses frühkindliche Muster lässt mich auf einer Ebenen diese "Bezugspersonen" in diesem Fall meine Freundin in den Wahnsinn treiben, da ich unterschwellig doch immer Zuneigung fordere oder diese ständig bedroht sehe. Irgendwann kommt es dann zur selfilling prophecey und der andere hält es nicht mehr aus (fühlt sich in diesem Fall sogar missbraucht, da ich versuchte das Problem zu erläutern) Es war mir lange Zeit einfach nicht bewusst. Als Reaktion kam dann ein Brief, sie wolle die Freundschaft und das zusammen Wohnung so schnell wie möglich beenden. Da ich eh keine Chance auf Besserung sah und sie doch eher unter meiner Anwesenheit und wirklich unbewusst zugefügten Verletzung leidete, zog ich innerhalb zwei Wochen aus. Die jüngste Tochter sah ich weiterhin normal und sie hat auch des öfteren noch bei mir geschlafen, wie sie es immer tat. ICh wurde auch gefragt, ob sie das könne, da die Eltrn weggehen wollten. Hätte ja auch nein sagen können, aber ich machte es immer gern.
Als ich dann auszog, ging alles sehr schnell und plötzlich kam die Ansage (ich war aber zwei Tage zuvor noch der Babysitter, was ich auch immer sehr genoss, da ich eine sehr strake Bindung vor allem zu der jüngsten habe). Ich möchte deine Freundshcaft nicht, wie soll ich meine Tochter in eine Situation bringen, die ich für mich nicht möchte und erstmal keine weiteren Treffen mit den Kindern.Sie können so ihre Trauer besser verarbeiten.
 Wie immer akzeptierte ich auch das erstmal stillschweigend, da alles andere wohl nur noch mehr Ansagen und Abgrenzungen zur Folge gehabt hätte. Nun sind zwei Wochen vergangen (weiss nicht, wann ich die Kinder so lange nicht gesehen habe... Die älteren hatten mich letzte Woche auch mal heulend angerufen.. Wahrscheinlich ohne das Wissen der Eltern
Naja, ich bin weder ein schechter Mensch noch ist es so, dass ich diesen Befreiungsschlag von ihr nicht verstehen würde. (Mittlerweile auch etwas übertrieben, da sie sicherlich auch von meiner  Disposition, dass ich alles für sie tun würde, profitierte und ich den Kindern immer als Erwachsenen gegenüberstand und sie immer gut behandelt habe. Für die kleine war ich so etwas wie die Ersatzmutter.
Naja, mein Problem ist, dass ich natürlich meine Freundin vermisse, auf einer eher existentiellen Ebene, aber nicht zu wissen, ob ich die jüngste Tochter wiedersehen kann, schmerzt mich auf einer ganz anderen Ebene. Auch wenn ich weiss, dass es ihr wahrscheinlich gut geht, fehlt sie mir so sehr. Ich habe sie eigentlich mit großßgezogen, mir wurde gesagt "Klar kannst du die Knder weiterhin sehen und es wurde auch, nachdem mein Auszug so beschlossen war so gehandhabt. Nun waren die Kinder so traurig, dass am Tag meines Auszugs per App hiess, keinen Kontalt mehr. Die kinder können ihre Trauer so besser überwinden.
Ich hoffe ich langweile niemanden. Bin nur echt unglaublich verzweifelt und ganz tieftraurig. Arbeite nur noch mechanisch und kann mich an nix mehr erfreuen. Es erinnert mich soweiso alles an die Kleine. Werde ich sie weidersehen? Oder doch einfach nie wieder? Das ist meine größte Angst.
Danke fürs Lesen

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10. März 2017 um 0:38

Ich finde es gut, dass du die situation trotz deinem traumata so reflektiert bewerten kannst und deine freundin auch verstehen kannst und die 'trennung' hingenommen hast. 

super, dass du in therapie bist, zu dieser einsicht über dich selbst gekommen bist und an dir arbeitest. 

ich kann gut verstehen, dass du so traurig bist. ich gehe davon aus, dass du umgezogen bist? 
Ich würde deiner freundin einen brief schreiben, ähnlich wie diesen post hier, in dem du beschreibst warum du eben so 'klammertest' und diese zuneigung eingefordert hast und welchen tiefliegenden grund das hat und vor allem auch, dass es dir einfach nicht bewusst war. Dass du sie gut verstehen kannst und dass dir das auch leidtut. 
ich nehme an, deine freundin weiß auch, dass du eine therapie machst?

ich würde den abstand dass du woanders lebst und ihr euch nicht mehr täglich seht und so weiter beibehalten und das auch in dem brief schreiben. 

und schreiben, dass du ihr zeit gibst und nichts von ihr erwartest, nur dass vielleicht über dauer wieder eine annäherung stattfinden könnte, dass du dich zumindest darüber freuen würdest. aber erstmal nicht erwarten, dass sie sich sofort darauf einlässt oder sich auf den brief hin meldet, hab erstmal keine erwartungen an sie. 
ich denke nur so, kann eine annäherung wieder stattfinden, und ich finde ihre sicht der dinge auch verständlich. 
ich denke schon, dass sie dich als freundin auch sehr mag und du ihr im grunde wichtig bist, dass nur eben alles zu viel wurde, was ich auch gut verstehen kann. 

über die zeit könnt ihr hin und wieder mal treffen, du könntest vielleicht hin udn wieder mal babysitten, aber es nicht wieder zu so einer intensiven nähe kommen lassen. da musst du wirklich an dir arbeiten. 
erstnmal daumen hoch für deine einsicht, ich denke du hast da auch genau richtig gehandelt dass du dich zurückgezogen hast und umgezogen bist. das sollte auch ein zeichen für sie sein, dass du sie eben auch verstehst und ihre bedürfnisse anerkennst. 
ich denke es braucht diese kommunikation von deiner seite aus, dass ihr erstmal in einem ausführlichen brief deine situation verständlich machst und dann eben ihr zeit gibst und auch erstmal nichts von ihre erwartest. 
bleib stark, ich kann deine trauer verstehen, aber versuch auch dir andere dinge im leben zu suchen und die kleinen schönen dinge im leben wieder zu sehen,dass du aus diesem mechanischen, wie du es nennst, handeln herauskommst und nicht in eine depression versinkst. rede über all das auch mit deinem therapeuten. es gehört denke ich zu deinem trauma, dass du wegen dieser situation so tieftraurig bist. diese familie war nunmal dein einziger bezugspunkt und 'alles' für dich und nun ist es auf einmal weg. damit jetzt lernen umzugehen, gehört aber zum prozess und du kannst da als stärkerer mensch rausgehen. 

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10. März 2017 um 23:46
In Antwort auf femanonym1

Ich finde es gut, dass du die situation trotz deinem traumata so reflektiert bewerten kannst und deine freundin auch verstehen kannst und die 'trennung' hingenommen hast. 

super, dass du in therapie bist, zu dieser einsicht über dich selbst gekommen bist und an dir arbeitest. 

ich kann gut verstehen, dass du so traurig bist. ich gehe davon aus, dass du umgezogen bist? 
Ich würde deiner freundin einen brief schreiben, ähnlich wie diesen post hier, in dem du beschreibst warum du eben so 'klammertest' und diese zuneigung eingefordert hast und welchen tiefliegenden grund das hat und vor allem auch, dass es dir einfach nicht bewusst war. Dass du sie gut verstehen kannst und dass dir das auch leidtut. 
ich nehme an, deine freundin weiß auch, dass du eine therapie machst?

ich würde den abstand dass du woanders lebst und ihr euch nicht mehr täglich seht und so weiter beibehalten und das auch in dem brief schreiben. 

und schreiben, dass du ihr zeit gibst und nichts von ihr erwartest, nur dass vielleicht über dauer wieder eine annäherung stattfinden könnte, dass du dich zumindest darüber freuen würdest. aber erstmal nicht erwarten, dass sie sich sofort darauf einlässt oder sich auf den brief hin meldet, hab erstmal keine erwartungen an sie. 
ich denke nur so, kann eine annäherung wieder stattfinden, und ich finde ihre sicht der dinge auch verständlich. 
ich denke schon, dass sie dich als freundin auch sehr mag und du ihr im grunde wichtig bist, dass nur eben alles zu viel wurde, was ich auch gut verstehen kann. 

über die zeit könnt ihr hin und wieder mal treffen, du könntest vielleicht hin udn wieder mal babysitten, aber es nicht wieder zu so einer intensiven nähe kommen lassen. da musst du wirklich an dir arbeiten. 
erstnmal daumen hoch für deine einsicht, ich denke du hast da auch genau richtig gehandelt dass du dich zurückgezogen hast und umgezogen bist. das sollte auch ein zeichen für sie sein, dass du sie eben auch verstehst und ihre bedürfnisse anerkennst. 
ich denke es braucht diese kommunikation von deiner seite aus, dass ihr erstmal in einem ausführlichen brief deine situation verständlich machst und dann eben ihr zeit gibst und auch erstmal nichts von ihre erwartest. 
bleib stark, ich kann deine trauer verstehen, aber versuch auch dir andere dinge im leben zu suchen und die kleinen schönen dinge im leben wieder zu sehen,dass du aus diesem mechanischen, wie du es nennst, handeln herauskommst und nicht in eine depression versinkst. rede über all das auch mit deinem therapeuten. es gehört denke ich zu deinem trauma, dass du wegen dieser situation so tieftraurig bist. diese familie war nunmal dein einziger bezugspunkt und 'alles' für dich und nun ist es auf einmal weg. damit jetzt lernen umzugehen, gehört aber zum prozess und du kannst da als stärkerer mensch rausgehen. 

Liebe femanonym,

ich danke dir sehr für deine wirklich einfühlenden Worte! sie helfen mir ein wenig. Ich denke,ich werde noch ein wenig Geduld haben und dann nochmal mich schriftlich an sie wenden. Viel zu verlieren, habe ich gerad eh nicht mehr.
Und ja ich bin ausgezogen, Zwei Wochen, nachdem sie mich darum bat (und hier im Süden ist es schwer, etwas zu finden). Heute bat sie mich noch per App, ihr wegen meiner Post, meine Adresse zu senden und sie hoffe, ich hätte mich eingelbt. Habe nur gegrüsst und die Adresse gesendet. Kein Wort über meine Kleine auch nciht von ihr );

1000Dank nochmal für deine Antwort. Echt toll, dass du mich aufbauen möchtest, ohne mich zu kennen!

Danke und liebe Grüße
Astor

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