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Plagende schuldgefühle gegenüber meinem mann...

29. April 2005 um 10:56


hallo leute,

ich habe anfangs woche einen text gepostet betreffend dem spermogramm meines mannes... es wurde eine azoospermie festgestellt (keine spermien vorhanden).

für beide ist seither eine welt zusammen gebrochen, mit dem unterschied, dass ich mir nichts anmerken lasse (ihm gegenüber).

ich muss, ich will ihn so gut es geht aufbauen, ihm zeigen, dass wir es auch dann gemeinsam schaffen, wenn wir wirklich keine eigenen kinder haben können.

nun ist es so, dass er diesbezüglich mit keinem sprechen möchte (was ich durchaus verstehe).

mittlerweile hat er jedoch glücklicher weise mit einem sehr guten, älteren freund darüber gesprochen und war an diesem tag auch endlich gelöster und sah diese situation auch nicht mehr nur negativ.

nun zu meinem problem; ich habe, als mich meine freundin (beste) nach den resultaten fragte, zuerst gefunkert, aber eben nicht sehr überzeugend. sie hackte nach und

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29. April 2005 um 11:23

Wurde unterbrochen, sorry....!!

weiter im text:

eben, sie hackte nach, und meine tränen flossen auch schon und an meiner stimme hat sie dann gemerkt, dass ich weinte. dann packte ich leider aus. leider.

ich schäme mich so! nicht, dass ich ihr nicht vertraue, oder ihrem mann (habe ihr gesagt, dass ich von ihr nicht verlangen kann, dass sie meinetwegen ihrem mann etwas verschweigt), ich schäme mich, weil ich etwas getan habe, wovon mein mann gegenwärtig überhaupt nicht begeistert sein würde...!!

zuerst dachte ich, dass er ihnen die wahrheit sicherlich selber erzählen würde, nachdem mal der erste grosse schock überwunden wäre. nun da ich aber seither im internet nach lösungsmöglichkeiten für die azoospermie suche, bin ich mir dessen nicht mehr so sicher!!!! denn die wahrscheinlichkeit, dass wir beide mal unsere eigenen kinder haben können ist sehr, sehr klein.

was soll ich nur tun? wenn ich meinem mann nun sage, dass ich es ihr leider erzählt habe, wird er noch viel schlechter drauf sein. wenn ich es noch länger von ihm geheim halte, ist es ja auch nicht gut, zumal nicht mal feststeht, wie lange ich ihm etwas vormachen muss.

wie würdet ihr vorgehen?


liebe grüsse
baduizm*

ps: falls jemand was über azoospermie zu berichten hat, ist er sehr willkommen mit den erfahrungsberichten usw.

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29. April 2005 um 13:12
In Antwort auf smne_12257526

Wurde unterbrochen, sorry....!!

weiter im text:

eben, sie hackte nach, und meine tränen flossen auch schon und an meiner stimme hat sie dann gemerkt, dass ich weinte. dann packte ich leider aus. leider.

ich schäme mich so! nicht, dass ich ihr nicht vertraue, oder ihrem mann (habe ihr gesagt, dass ich von ihr nicht verlangen kann, dass sie meinetwegen ihrem mann etwas verschweigt), ich schäme mich, weil ich etwas getan habe, wovon mein mann gegenwärtig überhaupt nicht begeistert sein würde...!!

zuerst dachte ich, dass er ihnen die wahrheit sicherlich selber erzählen würde, nachdem mal der erste grosse schock überwunden wäre. nun da ich aber seither im internet nach lösungsmöglichkeiten für die azoospermie suche, bin ich mir dessen nicht mehr so sicher!!!! denn die wahrscheinlichkeit, dass wir beide mal unsere eigenen kinder haben können ist sehr, sehr klein.

was soll ich nur tun? wenn ich meinem mann nun sage, dass ich es ihr leider erzählt habe, wird er noch viel schlechter drauf sein. wenn ich es noch länger von ihm geheim halte, ist es ja auch nicht gut, zumal nicht mal feststeht, wie lange ich ihm etwas vormachen muss.

wie würdet ihr vorgehen?


liebe grüsse
baduizm*

ps: falls jemand was über azoospermie zu berichten hat, ist er sehr willkommen mit den erfahrungsberichten usw.

Das tut mir sehr leid für euch
geht auf jeden fall schnell zum urologen! vieleicht kann er euch helfen und ihr verzweifelt ganz umsonst! *daumendrück*

das er mit niemanden reden möchte ist verständlich aber ich finde er kann es nicht von dir verlangen. zumal deine freundin von der untersuchung wusste und du hättest lügen müssen.
sagen würde ich es ihm nicht expliziert, aber wenn er fragt würde ich dazu stehen.

alles gute!

sparkling

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29. April 2005 um 14:05

Hoffnung..
bin zwar kein grosser experte in dem thema aber: bei meinem cousin wurde auch (schon als jugendlicher) azoospermie diagnostiziert. vorletztes jahr hat er geheiratet - seit letztem monat ist das erste kind unterwegs
lange behandlung (mit entsprechenden seelischen ups-and-downs..) natürlich voraussetzung - aber nie die hoffnung aufgeben!

alles gute für euch,
herbie

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29. April 2005 um 14:30

Danke vielmals!!

danke für eure beiträge... echt!!

wir haben zu beginn nächster woche einen termin (einen früheren termin zu bekommen war schlicht unmöglich). mir graust jetzt schon davor!!

mein mann wird mich sicher nicht fragen, ob ich jemandem davon erzählt habe, denn ich habe ihm mehrmals (auch nachdem ich es verbrochen hatte), das gegenteil versichert! ohne dass er gefragt hatte! ich bin so blöd!!

wenn er das erfährt, weiss er genau, dass es mich sehr niederschmettert und ich so mies drauf war, dass ich mit ihr darüber reden musste... dann bekommt er noch grössere panik! ich muss doch stark sein, er darf meine angst und traurigkeit nicht bemerken..!!

ich werd's ihm jedoch beichten. warte einfach noch ein wenig damit.

ich wünschte, dass so was keinem weiteren menschen (!!) widerfahren muss (ich meine jetzt die unfruchtbarkeit)!!! es ist einfach grauenvoll

seit tagen denke ich (er natürlich auch) ununterbrochen an dieses resultat. ist für uns wie wenn jemand gestorben wäre. und man kann die trauer nicht mal teilen, weil das dann noch unangenehmer sein würde.... ich habe das gefühl, dass ich es noch nicht mal richtig realisiere...

viel glück und allen alles gute, und nochmals danke für eure netten worte...

baduizm*


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29. April 2005 um 14:42

Ich weiss nicht..

wie ausgeprägt dein eigener nachwuchs-wunsch ist liebe josef. im leben gibt's ja oft situationen, in denen man sich ganz anders verhält, als man in der theorie gedacht hätte. diese adoptionssache wird sicher ähnlich sein.

wir haben gerade mal erfahren, dass wir vergeblich seit über einem jahr gehofft haben, dass meine regel mal endlich ausbleibt. diese trauerphase hat vielleicht noch gar nicht richtig begonnen, denn uns (bzw. ihm) stehen noch etliche untersuchungen beim urologen bevor.

dazu kommt das (für viele, da nicht selber betroffen, wohl ein lächerlicher aspekt) schamgefühl, und vor allem hat mein mann angst, dass ich irgendwie abspringen könnte, da ich noch jung bin und er von meinem starken baby wunsch genau bescheid weiss.

zur zeit ist er kaum ansprechbar und (typisch mann) will oder kann fast nicht über seine gedanken reden....

ich bin mir meines verbrechens bewusst, ehrlich. da gibt's leider auch keine entschuldigung für, sondern vielleicht eine erklärung für dieses verhalten (wie gesagt, meine freundin wusste von unserem termin, wusste von den untersuchungen und hat uns noch am selben abend als wir beim doc waren, nach den resultaten gefragt per sms. am nächsten tag rief sie an und voilà...).

ich weiss aber, wenn (wenn) mein mann es mal noch jemand anderem erzählen möchte, dann werden es meine beste freundin und ihr mann sein (wir sind patentante und onkel ihrer tochter). immerhin ein kleiner trost...

aber ich weiss schon was du meinst. danke. hast ja recht.

schönen tag noch
baduizm*


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29. April 2005 um 15:26
In Antwort auf smne_12257526

Danke vielmals!!

danke für eure beiträge... echt!!

wir haben zu beginn nächster woche einen termin (einen früheren termin zu bekommen war schlicht unmöglich). mir graust jetzt schon davor!!

mein mann wird mich sicher nicht fragen, ob ich jemandem davon erzählt habe, denn ich habe ihm mehrmals (auch nachdem ich es verbrochen hatte), das gegenteil versichert! ohne dass er gefragt hatte! ich bin so blöd!!

wenn er das erfährt, weiss er genau, dass es mich sehr niederschmettert und ich so mies drauf war, dass ich mit ihr darüber reden musste... dann bekommt er noch grössere panik! ich muss doch stark sein, er darf meine angst und traurigkeit nicht bemerken..!!

ich werd's ihm jedoch beichten. warte einfach noch ein wenig damit.

ich wünschte, dass so was keinem weiteren menschen (!!) widerfahren muss (ich meine jetzt die unfruchtbarkeit)!!! es ist einfach grauenvoll

seit tagen denke ich (er natürlich auch) ununterbrochen an dieses resultat. ist für uns wie wenn jemand gestorben wäre. und man kann die trauer nicht mal teilen, weil das dann noch unangenehmer sein würde.... ich habe das gefühl, dass ich es noch nicht mal richtig realisiere...

viel glück und allen alles gute, und nochmals danke für eure netten worte...

baduizm*


Er ist dein mann...
... also zeig ihm was du fühlst.
nur so könnt ihr das gemeinsam durchstehen! aus deiner *stärke* könnte er falsche schlüsse ziehen.

@ josef: menschen die sich *eigene* kinder wünschen möchten, verständlicherweise, keine schon recht grossen( und damit geprägten) kinder adoptieren. und du willst sicher nicht behaupten, dass es leicht ist ein kleinkind geschweige denn baby zu adoptieren?


sparkling

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29. April 2005 um 16:55

In Deutschland
ist es extrem schwierig ein Kind zu adoptieren. Die Voraussetzungen sind hoch und selbst Auslandsadoptionen gehen nicht so schnell. Mir ist auch nicht ganz klar, was du mit "so viele Kinder, die froh wären adoptiert zu werden" meinst: Die Nachfrage nach Adoptivkindern ist wesentlich höher als das Angebot und dementsprechend schwierig gestaltet es sich auch.

Außerdem kann mir niemand erzählen, dass es nicht weiter tragisch ist, wenn man zu hören bekommt, dass man keine eigenen Kinder zeugen kann, wenn man seit einem Jahr einen Kinderwunsch hegt.
Ne, ne, die Aussage ist doch wohl wirklich überflüssig.

Zu handeln kann ich allerdings auch nur empfehlen, da bei einem Adoptionswunsch wirklich noch ein paar Jahre ins Land gehen werden.

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