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Perspektive für die eigentliche Beziehung bei Affäre

30. September 2012 um 15:13

Hallo alle zusammen (besonders die (ehemaligen) Affärenhaber sind mir lieb).

Kurz zum Background:

Bin verheiratet (wobei ich denke, dass es keinen Unterschied macht, ob Ehe oder "nur" Beziehung), über längeren Zeitraum betrogen worden inkl. Lügen wo man ist etc., volles Programm. Sogar nebeneinander im Bett liegen und mit dem anderen schreiben war kein Problem, da ich ihr ja 100% vertraut habe.

Tatsächlich wusste ich schon vor der Affäre, dass der Mann sie will und hab es ihr auch gesagt, während der Affäre habe ich sie immer wieder drauf angesprochen (ich habe es den ersten Tag schon bemerkt, dass etwas nicht stimmt) - ihr aber geglaubt, dass ihr Verhalten mit anderen Problemen zu tun hat. Sie hat eine Menge anderen Probleme aus der Vergangenheit, die auch heute noch eine große Rolle in ihrem Leben spielen - die Affäre ist jetzt endlich zum Anstoß geworden diese Dinge mal professionell anzugehen. Es steht für mich außer Frage, dass ich bei ihr bleiben und es auch mit der absolut realen Chance eines Scheiterns noch einmal versuchen möchte. Das ist hier also explizit NICHT das Thema.

Wir haben viel gesprochen, auch sehr offen und das meiste passt für mich.

Ein Punkt geht mir aber nicht in den Kopf und hier hätte ich gerne einfach persönliche Statements, wie es euch ging. Sie hat (ich habs schwarz auf weiß gelesen) der Affäre geschrieben, dass sie das beenden müssen - sich aber im gleichen Atemzug wieder mit ihm verabredet und mir für diesen Termin (der eigentlich mit mir und meiner Familie belegt war) eine Lüge aufgetischt, warum sie etwas vor hat.
(Zu der Verabredung ist es dann nicht gekommen, weil ich mich kurz darauf nach langer Zeit dazu entschlossen habe doch mal ihr Handy anzugucken (was für mich bereits ein kompletter Vertrauensbruch von meiner Seite ist) und es dabei halt heraus gekommen ist.)
Nach ihrer Aussage war das auch schon länger ein Thema, dass sie das beenden müssen.

Also die Frage ist:
Mit welcher Perspektive geht man so eine Affäre ein und hält sie aufrecht?

Genauer formuliert:
Betrunkener One-Night-Stand: ist doof gelaufen - aber gut, kann jedem passieren. Wenn man danach ehrlich ist, ist zwar das Vertrauen angeknackst - aber zumindest ist der Partner ehrlich.

Eine Affäre verhält sich da komplett anders, weil es um bewusste Entscheidungen mit Erfinden von Ausreden/Lügen etc. geht und das Vertrauen des Partner in seinen Grundfesten erschüttert wird.

Was für eine Perspektive hat man beim Eingehen solch einer Affäre? Ist einem nicht bewusst, dass man seine Beziehung/Ehe mit allen Konsequenzen aufs Spiel setzt? Ist man sich so sicher, dass es nicht rauskommt? Ist man sich sicher, dass man selbst den Absprung schafft und zu seinem Partner zurückkehrt? Ist man nur auf der Suche nach einem Grund den Partner endlich zu verlassen?

Ich freue mich über Meinungen und Erfahrungen.

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30. September 2012 um 18:14

...
Das Treffen war def. nicht zum Beenden der Sache gedacht, hat sie auch nie behauptet. Es war einfach eines der Treffen innerhalb einer langen Reihe.

Mir ist klar, dass es keine Verallgemeinerung der Problematik gibt - deswegen hoffe ich ja einfach auf ein paar persönliche/subjektive Erfahrungen (die sicher von Mensch zu Mensch verschieden sind), mit welchen Gedanken man so etwas tut.

Danke für die Antwort auf jeden Fall

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30. September 2012 um 18:24

...
Sicher war die Kontrolle des Handys ein Vertrauensbruch - allerdings hat sie den ja nun mit ihrem vorangegangenen Vertrauensbruch masssiv provoziert. Die Ausreden wurden halt immer skuriler und den Abend davor hab ich die beiden zusammen gesehen - er ziemlich angetrunken und wollte sie küssen. Sie hat sich zwar weggedreht, da sie wusste, dass ich in der Nähe bin und das in der Öffentlichkeit auch nicht preisgeben wollte - aber ich habs halt mitbekommen. Da brauchte ich nur noch die endgültige Bestätigung. Ohne das wäre ich da auch niemals rangegangen, sonst hätte ich das schon Monate vorher gemacht, wo ich aber ihr (fälschlicherweise) noch vertraut habe.

Mir ist auch absolut bewusst, dass ich sie nicht kontrollieren kann, da es immer andere Wege gibt - und ich will das auch nicht. Ich möchte wieder Vertrauen haben, wie vorher. Gestaltet sich momentan zugegebenermaßen aber etwas schwierig.

Ich bin mir übrigens aufgrund diverser Dinge sicher, dass die Sache beendet ist. Sonst wäre ich auch nicht mehr bei ihr.

Aber wie oben angemerkt - es geht weniger um die Frage, was bei uns schief gelaufen ist (da bin ich mir nämlich relativ gut im Klaren drüber) - sondern um die Frage, die sie mir bisher nicht zufriedenstellend beantworten konnte - und wie diese Frage von anderen beantwortet wird.

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30. September 2012 um 19:29

...
Niemand.

Dieses Risiko nehme ich bewusst in Kauf. Genauso wie ich es bei jeder folgenden Beziehung in Kauf nehmen müsste, wenn ich mich trennen würde. Wer vertraut ist immer der Dumme, wenn der andere das ausnutzt - soll man deshalb niemandem mehr vertrauen? Finde ich eine schlimme Vorstellung.

Ich kann sie ziemlich gut lesen - ich wusste von Anfang an, dass etwas nicht stimmt und habe ihr das gesagt. Und ich hab ihr auch klipp und klar gesagt, dass ich das auch das nächste Mal wissen werde - mich dann nur nicht mehr so einfach abspeisen lassen werde und das Ding dann halt durch ist.

Um das große Ganze zu verstehen, müsste ich hier jetzt die komplette Geschichte von ihr aufschreiben, das will ich aber nicht, weil es nichts zur Sache tut. Ich habe sie in dem Wissen geheiratet, dass es gewisse Probleme in ihrem Leben gibt - damit muss ich nun auch leben.

Eine Beziehung ist immer ein Experiment, in dem auch Dinge schief gehen können. Aber deswegen muss ja nicht gleich das ganze Experiment falsch sein. Für mich ist halt Ehrlichkeit das A&O, mit allem anderen kann ich mich arangieren. Und an diesem Punkt weiß ich einfach nicht, ob sie ehrlich mit mir ist.

Deswegen die Frage, ob andere Leute das besser formulieren können - oder es vielen Leuten selbst die Sprache verschlägt, wenn es darum geht, ob man sich keine Gedanken über die Folgen gemacht hat.

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30. September 2012 um 20:39
In Antwort auf fakhri_11945346

...
Niemand.

Dieses Risiko nehme ich bewusst in Kauf. Genauso wie ich es bei jeder folgenden Beziehung in Kauf nehmen müsste, wenn ich mich trennen würde. Wer vertraut ist immer der Dumme, wenn der andere das ausnutzt - soll man deshalb niemandem mehr vertrauen? Finde ich eine schlimme Vorstellung.

Ich kann sie ziemlich gut lesen - ich wusste von Anfang an, dass etwas nicht stimmt und habe ihr das gesagt. Und ich hab ihr auch klipp und klar gesagt, dass ich das auch das nächste Mal wissen werde - mich dann nur nicht mehr so einfach abspeisen lassen werde und das Ding dann halt durch ist.

Um das große Ganze zu verstehen, müsste ich hier jetzt die komplette Geschichte von ihr aufschreiben, das will ich aber nicht, weil es nichts zur Sache tut. Ich habe sie in dem Wissen geheiratet, dass es gewisse Probleme in ihrem Leben gibt - damit muss ich nun auch leben.

Eine Beziehung ist immer ein Experiment, in dem auch Dinge schief gehen können. Aber deswegen muss ja nicht gleich das ganze Experiment falsch sein. Für mich ist halt Ehrlichkeit das A&O, mit allem anderen kann ich mich arangieren. Und an diesem Punkt weiß ich einfach nicht, ob sie ehrlich mit mir ist.

Deswegen die Frage, ob andere Leute das besser formulieren können - oder es vielen Leuten selbst die Sprache verschlägt, wenn es darum geht, ob man sich keine Gedanken über die Folgen gemacht hat.

Erklärungen!
Ich bin auch betrogen worden!

Ich weiß es seit 2 Monaten!

Mein Mann und ich sprechen viel darüber, aber erst seit unserem letzten großen Krach gibt er mir ehrliche Antworten auf gewisse Fragen!

Wir wissen mittlerweile beide warum es passiert ist, aber das ist hier nicht das Thema!

Ich hab ihn immerwieder gefragt, ob er nicht einmal an die Konsequenzen gedacht habe, was passiert wenn es rauskommen würde!
Seine Antwort war, dass er nicht darüber nachgedacht hat, nicht so wie er es hätte tun müssen!
Er wusste, dass es schlimm werden würde und er hat auch gewusst, dass es das Ende bedeuten könnte!
Er hat es aber nicht wahr haben wollen! Er sagt auch, dass es ihm immer leid getan hat, wenn er danach nach Hause kam, aber in dem Moment wo er bei ihr war, haben sein Verständnis für Moral und Vertrauen komplett ausgesetzt!
Er dachte aber auch nicht, dass er mich so tief verletzen könnte, das wusste er (angeblich) nicht! Wenn er mich jetzt sieht (7 kg leichter - heißt noch knappe 44 kg) weiß er was er angerichtet hat! Vorher wissen es die wenigsten!

Ich glaube, dass dich deine Partnerin liebt und genauso wie mein Ehemann einfach nicht damit gerechnet hat, wie tief der Schmerz gehen würde!
Für sie wird es vielleicht eine Bestätigung gewesen sein, für dich ist deine " Welt" zusammen gebrochen! Sie wird nicht daran gedacht haben, wie sehr es dich treffen könnte!

Bei meinem Mann war es so, er wusste dass es schlimm werden würde, aber mit solchen Auswirkungen hat er niemals gerechnet!

Und ich denke das ist bei den meisten so!

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30. September 2012 um 21:08
In Antwort auf judyta_11975744

Erklärungen!
Ich bin auch betrogen worden!

Ich weiß es seit 2 Monaten!

Mein Mann und ich sprechen viel darüber, aber erst seit unserem letzten großen Krach gibt er mir ehrliche Antworten auf gewisse Fragen!

Wir wissen mittlerweile beide warum es passiert ist, aber das ist hier nicht das Thema!

Ich hab ihn immerwieder gefragt, ob er nicht einmal an die Konsequenzen gedacht habe, was passiert wenn es rauskommen würde!
Seine Antwort war, dass er nicht darüber nachgedacht hat, nicht so wie er es hätte tun müssen!
Er wusste, dass es schlimm werden würde und er hat auch gewusst, dass es das Ende bedeuten könnte!
Er hat es aber nicht wahr haben wollen! Er sagt auch, dass es ihm immer leid getan hat, wenn er danach nach Hause kam, aber in dem Moment wo er bei ihr war, haben sein Verständnis für Moral und Vertrauen komplett ausgesetzt!
Er dachte aber auch nicht, dass er mich so tief verletzen könnte, das wusste er (angeblich) nicht! Wenn er mich jetzt sieht (7 kg leichter - heißt noch knappe 44 kg) weiß er was er angerichtet hat! Vorher wissen es die wenigsten!

Ich glaube, dass dich deine Partnerin liebt und genauso wie mein Ehemann einfach nicht damit gerechnet hat, wie tief der Schmerz gehen würde!
Für sie wird es vielleicht eine Bestätigung gewesen sein, für dich ist deine " Welt" zusammen gebrochen! Sie wird nicht daran gedacht haben, wie sehr es dich treffen könnte!

Bei meinem Mann war es so, er wusste dass es schlimm werden würde, aber mit solchen Auswirkungen hat er niemals gerechnet!

Und ich denke das ist bei den meisten so!

Danke für die Antwort!
Na das klingt ja ziemlich ähnlich zu meinem Fall. Bei mir ist es zwar schon etwas länger her, aber bessere Erklärungen habe ich auch nicht bekommen.

Ich hab da nur irgendwie Probleme das nachzuvollziehen - im Gegensatz zu allen anderen Sachen. Ich verstehe, wie es zu der Affäre gekommen ist. Ich verstehe, dass man ein echtes Problem hat, wenn man erst einmal drin steckt und eigentlich beim Partner bleiben will. Da spielen dann ja wie du sagst Angst vor den Folgen etc. mit rein.

Was ich halt nicht verstehe ist die Sache, dass man es trotzdem weiter macht. Wobei - wenn ich so drüber nachdenke ist das ein Widerspruch. Entweder ist klar, wie es dazu kam und damit auch, warum man da nicht einfach so aussteigen kann - oder aber eben nicht. Hmmm....

Mir hilft jedenfalls auch das unbedingt ehrliche, was seitdem zwischen uns ist. Auch auf wirklich schmerzhafte Fragen antwortet man halt...

Ich hab damals unsere Eheurkunden zerrissen und diverse Dinge von der Hochzeit kaputt gemacht, die wir aufbewahrt haben - und gestern den Karton mit den Überresten wiedergefunden. Dazu kam, dass ich den Typen gestern auch noch wiedergesehen habe...Daher kommt das grad alles wieder ein wenig hoch...

Ich frage mich immernoch, ob ich mich mit dem nicht vielleicht mal treffen sollte - aber dann denke ich, dass ich da eh nichts von habe. Was soll der mir schon erzählen, was ich hinterher auch ernst nehmen kann und nicht in Frage stellen muss - egal ob für oder gegen die Beziehung.

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30. September 2012 um 21:26

...
Ja, das mit dem Vertrauen lernen ist mir auch noch ein Rätsel...ich hoffe das kommt mit der Zeit wieder. Bisher hat sich da noch nicht viel positives getan. Ich bin bei ihr nie in irgendeiner Weise eifersüchtig gewesen - das hat sich leider verändert. Und es nervt mich massiv...

Auch der Grund, warum sie betrogen hat ist nicht relevant, stimme ich mit dir über ein. Das Ende vom Lied ist immer, dass man selbst die Wahl hat - und damit auch verantwortlich ist. Trotzdem ist das zu abstrahieren davon, wie es dazu kommen konnte - denn das kann ich schon nachvollziehen.

Sie ist halt sehr kuschelbedürftig etc. und ich bin da etwas verhaltener. Ich habe zu dem Zeitpunkt mit beruflich/weiterbildungsmäßig extrem viel um die Ohren gehabt, habe oft nächtelang im Arbeitszimmer gesessen und bin dann tagsüber halt normal unterwegs gewesen. Da war auf meiner Seite nur noch wenig Kraft über - und es hat ihr das natürlich auch einfach gemacht "mir Ruhe zu gönnen, indem sie was mit Freundinnen macht".
Der Andere wollte von Anfang an was von ihr, sie hat das nicht so richtig wahr haben wollen (oder sich das Ego streicheln lassen...wie man es nimmt - jedenfalls habe ich sie drauf hingewiesen und sie hat trotzdem mit dem Feuer gespielt). Das hat dann halt zweimal betrunken angefangen, nachdem die einfach so viel miteinander gemacht haben - sie war halt der Meinung, dass sie einfach nur Freunde wären. Und danach war sie dann halt komplett drin in der Sache.

Ich bin da auf jeden Fall nicht ganz unbeteiligt - wäre ich dazu in der Lage gewesen ihr meine Liebe auch körperlich deutlicher zu zeigen, wäre das vielleicht nie soweit gekommen.

Naja - und dann hängen halt wie schon angemerkt auch noch so einige Dinge aus ihrer und meiner Vergangenheit im Raum, die man nicht unter den Tisch kehren kann, wenn man das Gesamtkonstrukt anguckt.

Die gehen wir jetzt aber auch endlich an - vielleicht war so ein Knall einfach nötig, damit wir aufwachen und einsehen, dass es Stellen gibt, die man einfach nur mit professioneller Hilfe gelöst bekommt.

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich auf jeden Fall eine klare Schmerzgrenze habe: Der nächste Betrug - wie auch immer geartet. Danach ist der Ofen aus und wir gehen getrennte Wege.

Ein kleiner Unterschied ist hier übrigens zu dem anderen Fall, auf den du anspielst: Sie hat das einmal gemacht bisher. Und nicht immer wieder. Und sie ist seitdem absolut ehrlich. Zumindest soweit ich das beurteilen kann.

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30. September 2012 um 21:36

99% Zustimmung
Ich bin da sehr ähnlich gestrickt. Das eigentlich schlimme ist der Vertrauensbruch und die Unehrlichkeit - aber ich denke das wird bei jedem im Hintergrund stehen.

Auch bin ich in meinem Leben bisher eine absolut treue Seele gewesen und plane das auch so beizubehalten.

Was ich etwas anders sehe ist die Sache mit der Rechtfertigung. Ich unterscheide zwischen einer Erklärung/dem Nachvollziehen können und der eigentlichen Entscheidung. Das Nachvollziehen ist meiner Meinung nach wichtig, um das beim nächsten Mal besser machen zu können.
Die Entscheidung liegt aber trotzdem immer beim Partner. Und da gibt es auch keine Rechtfertigung für, das ist schlicht und ergreifend die falsche Entscheidung (solange man keine offene Beziehung hat zumindest).

Allerdings sollte man an dieser Stelle ehrlich mit sich selbst sein: Jeder trifft ab und an falsche Entscheidungen. Die Frage ist, ob man daraus lernt.

Deswegen habe ich ihr da auch EINE weitere Chance eingeräumt - zu mehr bin ich nicht bereit bei dieser Sache. Und ich glaube das nächste Mal wäre das Vertrauen auch komplett über alle Berge - egal wie das drumherum aussieht.

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1. Oktober 2012 um 9:31
In Antwort auf fakhri_11945346

Danke für die Antwort!
Na das klingt ja ziemlich ähnlich zu meinem Fall. Bei mir ist es zwar schon etwas länger her, aber bessere Erklärungen habe ich auch nicht bekommen.

Ich hab da nur irgendwie Probleme das nachzuvollziehen - im Gegensatz zu allen anderen Sachen. Ich verstehe, wie es zu der Affäre gekommen ist. Ich verstehe, dass man ein echtes Problem hat, wenn man erst einmal drin steckt und eigentlich beim Partner bleiben will. Da spielen dann ja wie du sagst Angst vor den Folgen etc. mit rein.

Was ich halt nicht verstehe ist die Sache, dass man es trotzdem weiter macht. Wobei - wenn ich so drüber nachdenke ist das ein Widerspruch. Entweder ist klar, wie es dazu kam und damit auch, warum man da nicht einfach so aussteigen kann - oder aber eben nicht. Hmmm....

Mir hilft jedenfalls auch das unbedingt ehrliche, was seitdem zwischen uns ist. Auch auf wirklich schmerzhafte Fragen antwortet man halt...

Ich hab damals unsere Eheurkunden zerrissen und diverse Dinge von der Hochzeit kaputt gemacht, die wir aufbewahrt haben - und gestern den Karton mit den Überresten wiedergefunden. Dazu kam, dass ich den Typen gestern auch noch wiedergesehen habe...Daher kommt das grad alles wieder ein wenig hoch...

Ich frage mich immernoch, ob ich mich mit dem nicht vielleicht mal treffen sollte - aber dann denke ich, dass ich da eh nichts von habe. Was soll der mir schon erzählen, was ich hinterher auch ernst nehmen kann und nicht in Frage stellen muss - egal ob für oder gegen die Beziehung.

Treffen?
Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur abraten, sich mit ihm zu treffen!

Als ich es erfahren habe, war der erste Weg zu Ihr und glaub mir. ich bereue nichts mehr!
Jetzt mit etwas Abstand betrachtet, hat mich das Gefühl ihr so komplett hilflos gegenüber zu sitzen, noch mehr gedemütigt, als es geholfen hat!

Ich bin zusammen gebrochen, hab sie angefleht mir auch nur jedes noch so grausame Detail zu verraten, geholfen hat es mir nicht! Nur ein bisschen was von meinem Stolz genommen, da ich mich eigentlich immer für sehr selbstbewusst gehalten habe!

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass ein Mensch der seinen Partner noch liebt und trotzdem betrügt, wirklich eine realistische Erklärung geben kann!
Ich denke, dass dies für die fremdgehende Person zu schmerzhaft wäre, da diese sich dann ja dem Fehler stellen müsste!

Es gibt wahrscheinlich aber auch gar keine logische Erklärung dafür, warum man nicht an die Folgen gedacht hat!

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1. Oktober 2012 um 12:23

...
Nee, einfacher mit Sicherheit nicht.

Allerdings hat es Anstoß gegeben bei beiden von uns Dinge aufzuarbeiten, die aus Zeiten stammen, die weit vor unserer Beziehung liegen aber heute natürlich relevant sind. Wir sehen das im Moment als Chance, das es hinterher vielleicht deutlich besser werden kann - weil man vor bestehenden Problemen nicht mehr wegläuft, sondern sich diesen stellen muss.

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1. Oktober 2012 um 12:30

...
Absolut richtig - sie kann auch jederzeit in jeder meiner Sachen "rumschnüffeln", egal ob Handy oder PC oder sonst etwas. Sie weiß auch, dass ich hier schreibe.

Sie hat mir auch an keiner Stelle einen Vorwurf gemacht dafür, nur um das klar zu stellen.

Trotzdem ist das ein Vertrauensbruch. Und zwar in der Beziehung, dass sie sich so verhalten hat, dass ich ihr nicht geglaubt habe und somit kontrollieren musste, ob sie lügt oder nicht. Ich kann das grad schlecht beschreiben - aber die Entscheidung für die Kontrolle zeugt davon, dass man dem anderen nicht vertraut. Es ist somit ein Vertrauensbruch. Wenn auch berechtigt in diesem Fall.

Da ich kein eifersüchtiger Typ bin, der in jeder Mücke direkt einen Elefanten sieht und ihr die Hölle heiß macht, wenn sie mal 30min später von der Arbeit kommt, finde ich das auch nicht so tragisch. Anders ist das natürlich, wenn man in so einen Kontrollwahn verfällt. Und da muss ich ehrlich sagen, dass ich mich da schon zusammenreißen muss, nicht hier und da mal zu gucken - und das tut mir selbst echt weh, weil es halt Ausdruck des fehlenden Vertrauens ist.

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1. Oktober 2012 um 12:32

So sieht es aus
Sehr gut auf den Punkt gebracht.

Wenn ich an der ABeziehung nicht arbeiten wollen würde und man die Situation nicht Stück für Stück auseinandernimmt, dann kann man auch gleich auseinanderrennen.

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1. Oktober 2012 um 12:36
In Antwort auf judyta_11975744

Treffen?
Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur abraten, sich mit ihm zu treffen!

Als ich es erfahren habe, war der erste Weg zu Ihr und glaub mir. ich bereue nichts mehr!
Jetzt mit etwas Abstand betrachtet, hat mich das Gefühl ihr so komplett hilflos gegenüber zu sitzen, noch mehr gedemütigt, als es geholfen hat!

Ich bin zusammen gebrochen, hab sie angefleht mir auch nur jedes noch so grausame Detail zu verraten, geholfen hat es mir nicht! Nur ein bisschen was von meinem Stolz genommen, da ich mich eigentlich immer für sehr selbstbewusst gehalten habe!

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass ein Mensch der seinen Partner noch liebt und trotzdem betrügt, wirklich eine realistische Erklärung geben kann!
Ich denke, dass dies für die fremdgehende Person zu schmerzhaft wäre, da diese sich dann ja dem Fehler stellen müsste!

Es gibt wahrscheinlich aber auch gar keine logische Erklärung dafür, warum man nicht an die Folgen gedacht hat!

...
Ja, das bestätigt mich ziemlich in meiner Meinung. Deswegen habe ich das die letzten Monate ja auch nicht gemacht.

Ich habe ehrlich gesagt auch Angst, dass ich dem Typen irgendwann doch eine verpassen würde. Nicht für das Fremdgehen, sondern dafür, was er meiner Frau auch an Schmerzen verursacht hat, indem er nicht einfach aktzeptiert hat, dass sie vergeben ist und weiter an ihr rumgegraben hat.

Dann werde ich das wohl lassen und hoffen, dass wir nicht irgendwann mal in Ruhe aufeinander treffen und ich das Thema nicht auf den Tisch bringe.

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1. Oktober 2012 um 15:10

Eine die es nicht lassen kann
Lieber herrspatzl,

da du auch um Informationen aus erster Hand gebeten hast, werde ich mich dieser Diskussion nun anschliessen (nach langem Überlegen).

Ich selbst bin seit 4 Jahren in einer festen Beziehung und im Grunde genommen auch ziemlich glücklich.

Anfang diesen Jahres habe ich einen anderen Mann kennen gelernt, mit dem ich mich direkt sehr verbunden gefühlt habe.

Ich würde schon sagen das er die Stellung eines sehr guten Freundes eingenommen hat.

Wenn ich Zeit mit ihm verbracht habe, konnte ich alle Sorgen und Probleme des Alltags vergessen und einfach mal ich sein.

Die Tage und Wochen in meiner Partnerschaft drehen sich nur um Termine, Alltag, Familienfeiern, Sportverabredungen. Zeit für Liebe und Zärtlichkeit? Fehlanzeige!

Selbstverständlich ist in einer Beziehung immer viel Alltag, aber all meine Versuche etwas Abwechslung bei mir und meinem Partner einzubringen sind leider gescheitert.

Ich habe mich nicht mehr richtig begehrt gefühlt und durch den neuen Mann unbewusst Bestätigung bekommen (das dieses sich auch im Sexuellen wieder gespiegelt hat brauche ich wohl nicht extra erwähnen).

Ich versuche deine Fragen aus meiner Sichtweise beziehungsweise meiner Gefühlslage zu beantworten und darauf einzugehen.

Mit welcher Perspektive geht man so eine Affäre ein und hält sie aufrecht? Zu der Perspektive fällt mir nicht wirklich eine Antwort ein.

Ich würde sagen das es der Nervenkitzel war das niemand davon weiß und eben das begehrt (und sicher auch ein Stück weit geliebt) werden durch einen anderen Mann.

Zu mir selbst kann ich nur sagen, dass ich in meiner Jugend ziemlich schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht habe, die mich auch heute oft nicht los lassen (was keine Entschuldigung sein soll, aber vielleicht erklärt es ein Stück weit). Warum ich diese Affäre aufrecht erhalte? Ich brauche einfach diese zusätzliche Bestätigung, auch wenn ich meinen Mann zu Hause liebe.

Die Frage warum man eine Affäre eingeht, aus welcher Perspektive deckt sich meiner Meinung nach mit deiner 1. Frage.

Vielleicht tue ich das alles auch nur um mir selbst gerecht zu werden. Ich wurde viel zu lange schlecht behandelt, habe soviel über mich ergehen lassen (auch in sexueller Hinsicht) warum darf ich nun nicht einmal an mich denken?

Fair ist es meinem Partner zu Hause gegenüber sicherlich nicht. Und jeder mag seine eigene Meinung über mich oder mein Vorgehen haben, aber ich handle nun einmal so wie es ist.

Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt meinem Partner alles zu sagen. Bereits nach dem ersten Körperkontakt mit dem anderen Mann.

Wollte ihm sagen das ich vielleicht zwei Männer brauche um glücklich zu sein. Warum ich es nicht getan habe? Ich wollte meinen Partner zu Hause nicht enttäuschen, da ich ihn aus ganzem Herzen liebe. Beenden konnte und wollte ich die Affäre aber trotzdem nicht.

Ist einem nicht bewusst, dass man seine Beziehung mit allen Konsequenzen aufs Spiel setzt? Mit Sicherheit herrspatzl! Jeden Tag und jedes Mal wenn ich mich mit dem anderen Mann treffe denke ich wieder darüber nach. Ich weiß nicht wie mein Partner reagieren würde wenn er es wüsste. Genauso wenig weiß ich wie er reagieren würde wenn er die Wahrheit kennt. Ob er mich nicht vielleicht verstehen würde und auch ein Stück weit seine eigenen Fehler eingesteht (das tut er nämlich im Gegensatz zu dir nicht).

Ist man sich so sicher, dass es nicht raus kommt? Deckt sich auch ein bisschen mit meiner Antwort auf die obere Frage. Manchmal würde ich mir sogar wünschen, dass uns vielleicht jemand zusammen sieht. Auch wenn ich nicht weiss was danach passiert und wie es weiter geht (oder auch nicht).

Ist man sich sicher das man selbst den Absprung schafft und zu seinem Partner zurückkehrt? Diese Frage hab ich mir nach den ersten intimen Stunden mit dem anderen Mann auch gestellt.

Ich habe mir viele Vorwürfe gemacht, dass ich ein Flittchen bin und das man so etwas nicht macht. Ich konnte mich selbst im Spiegel nicht mehr anschauen und selbstverständlich auch meinem Mann gegenüber extreme Schuldgefühle. Trotzdem habe ich mich wieder mit dem anderen Mann getroffen, weil es mir mit ihm einfach gut ging (wie oben beschrieben). Es war immer noch freundschaftlich zwischen uns, auch wenn wir intim miteinander waren.

Ist man nur auf der Suche nach einem Grund den Partner endlich zu verlassen? - Mhm. Habe sehr lange über deine Frage nachgedacht. Vielleicht kann man die Frage leicht mit JA beantworten.

Ich für meinen Teil kann das definitiv nicht. Ich brauche diese beiden Männer in meinem Leben einfach.

Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ein paar deiner Fragen (wenn auch nur aus meiner Sicht) beantworten. Ich kenne weder dich noch deine Partnerin, aber ich bin mir sicher das ihr das zusammen klären könnt.

Jeder sollte sich seine eigenen Fehler und Schwächen eingestehen und auch schauen warum er nicht glücklich ist beziehungsweise den Anderen nicht glücklich machen kann.

Eine Frage habe ich noch an dich. Ich nehme an das ihr zusammen lebt? Hast du schon einmal über eine (kurze) räumliche Trennung nachgedacht um zu schauen wie es ihr und dir damit geht?

Du klingst sehr verletzt und vielleicht tut ein bisschen Zeit zum nachdenken auch mal gut? (Vielleicht seht ihr am Ende auch, dass es einfach nicht mehr zwischen euch passt und könnt ehrlich zueinander sein???)

Viele Grüße aus dem schönen, warmen Süden!

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1. Oktober 2012 um 15:19

.....
"weil mich mein Partner emotional vernachlässigt und mich ständig abgewiesen hat, weil er selbst untreu war. Daraufhin habe ich angekündigt, mir jemand anderen zu suchen, worauf ich Spott und Gleichgültigkeit erntete"

Eigentlich war hier schon der Schlussstrich in der Beziehung. Wieso habt ihr beide noch an der Beziehung festgehalten?

Vielleicht sollte man sich nicht fragen, wie es zu stande gekommen ist, sondern wieso man so lange dieses Spiel selbst mitgespielt hat.

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1. Oktober 2012 um 15:41
In Antwort auf ignatz_12723837

Eine die es nicht lassen kann
Lieber herrspatzl,

da du auch um Informationen aus erster Hand gebeten hast, werde ich mich dieser Diskussion nun anschliessen (nach langem Überlegen).

Ich selbst bin seit 4 Jahren in einer festen Beziehung und im Grunde genommen auch ziemlich glücklich.

Anfang diesen Jahres habe ich einen anderen Mann kennen gelernt, mit dem ich mich direkt sehr verbunden gefühlt habe.

Ich würde schon sagen das er die Stellung eines sehr guten Freundes eingenommen hat.

Wenn ich Zeit mit ihm verbracht habe, konnte ich alle Sorgen und Probleme des Alltags vergessen und einfach mal ich sein.

Die Tage und Wochen in meiner Partnerschaft drehen sich nur um Termine, Alltag, Familienfeiern, Sportverabredungen. Zeit für Liebe und Zärtlichkeit? Fehlanzeige!

Selbstverständlich ist in einer Beziehung immer viel Alltag, aber all meine Versuche etwas Abwechslung bei mir und meinem Partner einzubringen sind leider gescheitert.

Ich habe mich nicht mehr richtig begehrt gefühlt und durch den neuen Mann unbewusst Bestätigung bekommen (das dieses sich auch im Sexuellen wieder gespiegelt hat brauche ich wohl nicht extra erwähnen).

Ich versuche deine Fragen aus meiner Sichtweise beziehungsweise meiner Gefühlslage zu beantworten und darauf einzugehen.

Mit welcher Perspektive geht man so eine Affäre ein und hält sie aufrecht? Zu der Perspektive fällt mir nicht wirklich eine Antwort ein.

Ich würde sagen das es der Nervenkitzel war das niemand davon weiß und eben das begehrt (und sicher auch ein Stück weit geliebt) werden durch einen anderen Mann.

Zu mir selbst kann ich nur sagen, dass ich in meiner Jugend ziemlich schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht habe, die mich auch heute oft nicht los lassen (was keine Entschuldigung sein soll, aber vielleicht erklärt es ein Stück weit). Warum ich diese Affäre aufrecht erhalte? Ich brauche einfach diese zusätzliche Bestätigung, auch wenn ich meinen Mann zu Hause liebe.

Die Frage warum man eine Affäre eingeht, aus welcher Perspektive deckt sich meiner Meinung nach mit deiner 1. Frage.

Vielleicht tue ich das alles auch nur um mir selbst gerecht zu werden. Ich wurde viel zu lange schlecht behandelt, habe soviel über mich ergehen lassen (auch in sexueller Hinsicht) warum darf ich nun nicht einmal an mich denken?

Fair ist es meinem Partner zu Hause gegenüber sicherlich nicht. Und jeder mag seine eigene Meinung über mich oder mein Vorgehen haben, aber ich handle nun einmal so wie es ist.

Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt meinem Partner alles zu sagen. Bereits nach dem ersten Körperkontakt mit dem anderen Mann.

Wollte ihm sagen das ich vielleicht zwei Männer brauche um glücklich zu sein. Warum ich es nicht getan habe? Ich wollte meinen Partner zu Hause nicht enttäuschen, da ich ihn aus ganzem Herzen liebe. Beenden konnte und wollte ich die Affäre aber trotzdem nicht.

Ist einem nicht bewusst, dass man seine Beziehung mit allen Konsequenzen aufs Spiel setzt? Mit Sicherheit herrspatzl! Jeden Tag und jedes Mal wenn ich mich mit dem anderen Mann treffe denke ich wieder darüber nach. Ich weiß nicht wie mein Partner reagieren würde wenn er es wüsste. Genauso wenig weiß ich wie er reagieren würde wenn er die Wahrheit kennt. Ob er mich nicht vielleicht verstehen würde und auch ein Stück weit seine eigenen Fehler eingesteht (das tut er nämlich im Gegensatz zu dir nicht).

Ist man sich so sicher, dass es nicht raus kommt? Deckt sich auch ein bisschen mit meiner Antwort auf die obere Frage. Manchmal würde ich mir sogar wünschen, dass uns vielleicht jemand zusammen sieht. Auch wenn ich nicht weiss was danach passiert und wie es weiter geht (oder auch nicht).

Ist man sich sicher das man selbst den Absprung schafft und zu seinem Partner zurückkehrt? Diese Frage hab ich mir nach den ersten intimen Stunden mit dem anderen Mann auch gestellt.

Ich habe mir viele Vorwürfe gemacht, dass ich ein Flittchen bin und das man so etwas nicht macht. Ich konnte mich selbst im Spiegel nicht mehr anschauen und selbstverständlich auch meinem Mann gegenüber extreme Schuldgefühle. Trotzdem habe ich mich wieder mit dem anderen Mann getroffen, weil es mir mit ihm einfach gut ging (wie oben beschrieben). Es war immer noch freundschaftlich zwischen uns, auch wenn wir intim miteinander waren.

Ist man nur auf der Suche nach einem Grund den Partner endlich zu verlassen? - Mhm. Habe sehr lange über deine Frage nachgedacht. Vielleicht kann man die Frage leicht mit JA beantworten.

Ich für meinen Teil kann das definitiv nicht. Ich brauche diese beiden Männer in meinem Leben einfach.

Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ein paar deiner Fragen (wenn auch nur aus meiner Sicht) beantworten. Ich kenne weder dich noch deine Partnerin, aber ich bin mir sicher das ihr das zusammen klären könnt.

Jeder sollte sich seine eigenen Fehler und Schwächen eingestehen und auch schauen warum er nicht glücklich ist beziehungsweise den Anderen nicht glücklich machen kann.

Eine Frage habe ich noch an dich. Ich nehme an das ihr zusammen lebt? Hast du schon einmal über eine (kurze) räumliche Trennung nachgedacht um zu schauen wie es ihr und dir damit geht?

Du klingst sehr verletzt und vielleicht tut ein bisschen Zeit zum nachdenken auch mal gut? (Vielleicht seht ihr am Ende auch, dass es einfach nicht mehr zwischen euch passt und könnt ehrlich zueinander sein???)

Viele Grüße aus dem schönen, warmen Süden!

Vielen Dank!
Danke für die offenen Worte! Das ist eine der Antworten, die ich mir erhofft habe. (Nicht nur inhaltlich, sondern auch mal wirklich auf die Fragen eingangen.)

Du hast natürlich Recht, dass ich verletzt bin - wäre wohl jeder. Aber wir stützen uns gegenseitig, daher denke ich, dass eine Trennung auf Zeit bei uns nicht funktionieren würde. Es ist ja nun auch schon knapp ein viertel Jahr her - insgesamt habe ich schon viel mit ihr und mir selbst ins Reine bringen können.

Nur diese eine Frage treibt mich halt noch so ein wenig rum, weil ich ihre Antworten (die deinen übrigens sehr ähnlich sind) nicht wirklich verstanden habe/verstehe. Das ist für mich quasi der letzte Punkt, an der ich noch an ihrer Ehrlichkeit seit dieser Sache zweifle.

Ich bin nicht so Recht schlau geworden, ob die Affäre noch besteht, aber wenn, dann vielleicht auch noch zwei Sätze von mir im Sinne deiner eigentlichen Beziehung:

Wenn dein Partner kein totaler Volltrottel ist, wird er es merken, dass etwas anders ist (ein schlechtes Gewissen wirkt sich immer auf das Verhalten aus). Und dann wird er auf Dauer auch merken, was der Grund ist. Und so ein Vertrauensbruch ist nie besonders gut.

Vielleicht kannst du nicht doch versuchen die tieferen Gründe für dein Fremdgehen zu finden und die mit deinem Partner angehen? Ich weiß ja nicht, wie resistent er gegen sowas ist, vielleicht hat er bisher nur nicht die Dringklichkeit erkannt? So setzt du glaube ich eine Menge aufs Spiel.

Noch einmal vielen Dank und Gruß in den Süden!

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1. Oktober 2012 um 15:50

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Ich wusste es von dem Tag an, wo sie ihn das erste Mal geküsst hat - und da war auch nicht mehr als das. Damals habe ich mich halt einfach mit Ausreden abspeisen lassen, was los ist. Aber das wird nicht wieder passieren. Ich hab das Glück, dass sie nicht gut lügen kann und ich das immer weiß, wenn sie nicht sagt was los ist. Das habe ich bisher aus Rücksicht auf ihre persönlichen Probleme, die sie nicht immer thematisieren will respektiert. In Zukunft kann ich das halt nicht mehr. Schade für sie - aber das hat sie selbst verbockt.

Wenn sie mich wieder bescheißen würde ohne dass ich es mitbekomme - dann wäre das nur ein Zeichen dafür, dass ich mich nicht mehr genug mit ihr auseinandersetze. Sonst würde ich das nämlich mitbekommen. Und dann sollte ich vielleicht auch bei mir selbst gucken, ob ich ihr noch die Aufmerksamtkeit zukommen lasse, die sie verdient - und ob ich nicht vielleicht eine Mitschuld trage.

Eine Beziehung besteht IMMER aus zwei Personen. Die Schuld da komplett abzuwälzen macht es zwar schön einfach - fair ist es aber nicht.

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1. Oktober 2012 um 16:03

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Sorry, aber du liegst falsch.

Ich mache ihn zu 60% verantwortlich bis zu dem Punkt, an dem er sie geküsst hat. Alles danach ist 100% ihre Sache. Denn da wusste sie, was er wollte und hat sich weiter mit ihm getroffen. Das war also eindeutig die falsche Entscheidung.

Ich wusste wen ich heirate. Ich wusste vorher von ihren Schwächen, ihren Fehlern und ihrer Vergangenheit. Und daher konnte ich auch einschätzen, dass sie bis zu so einem Schlüsselerlebnis wie diesem immer wieder auf vermeintlich beste Freunde hereinfällt. Das war auch vorher so und ich kann nicht mehr tun als ihr an den Stellen meinen Rat geben.

Bei ihrem vorigen besten Freund war das das gleiche Ding - der war nur zu unsicher das zu Ende zu bringen. Da hat sie es erst an dem Tag gepeilt, als sie ihm freudig erzählt hat, dass wir heiraten - und er das alles andere als freudig aufgenommen hat. Ich kenne sie lange genug um zu wissen, dass sie an einigen Stellen etwas leichtgläubig und an der Realität vorbei ist - trotzdem liebe ich sie.

Sie weiß aber auch, dass es keine nächste Chance geben wird. Entweder sie nutzt diese - oder es ist halt schade um die eigentlich gute Basis, die wir haben. Und selbst dann würde ich nicht bereuen es noch einmal versucht zu haben.

Übrigens interessant, dass du mir Frust unterstellst...

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1. Oktober 2012 um 16:07

Danke für die Antwort.
Klingt für mich, als wenn die Beziehung schon vorm Fremdgehen zum Scheitern verurteilt war. Wenn nicht beide bereit sind an der Sache zu arbeiten - und das war dein Partner damals scheinbar nicht - dann macht das ja auch keinen Sinn.

Aber die Gründe fürs fremd gehen scheinen ja oft ähnlich zu sein - und dann eher in der Beziehung begründet zu sein als darin, dass der Partner ein notorischer Fremdgeher ist.

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2. Oktober 2012 um 14:56

Sorry für die späte antwort
Jetzt fühle ich mich fast ein bisschen wie im Vorstellungsgespräch.
Aber leider kann ich dir die Frage noch nicht beantworten. Manchmal passieren so unerwartete Dinge im Leben, dass ich jetzt wirklich noch nicht in die Zukunft gucken kann.
Die Frage mit wem ich mich sehe ist ebenso schwierig. Vielleicht bin ich in 5 Jahren ohne Mann? Wer weiss das schon???

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2. Oktober 2012 um 15:12
In Antwort auf fakhri_11945346

Vielen Dank!
Danke für die offenen Worte! Das ist eine der Antworten, die ich mir erhofft habe. (Nicht nur inhaltlich, sondern auch mal wirklich auf die Fragen eingangen.)

Du hast natürlich Recht, dass ich verletzt bin - wäre wohl jeder. Aber wir stützen uns gegenseitig, daher denke ich, dass eine Trennung auf Zeit bei uns nicht funktionieren würde. Es ist ja nun auch schon knapp ein viertel Jahr her - insgesamt habe ich schon viel mit ihr und mir selbst ins Reine bringen können.

Nur diese eine Frage treibt mich halt noch so ein wenig rum, weil ich ihre Antworten (die deinen übrigens sehr ähnlich sind) nicht wirklich verstanden habe/verstehe. Das ist für mich quasi der letzte Punkt, an der ich noch an ihrer Ehrlichkeit seit dieser Sache zweifle.

Ich bin nicht so Recht schlau geworden, ob die Affäre noch besteht, aber wenn, dann vielleicht auch noch zwei Sätze von mir im Sinne deiner eigentlichen Beziehung:

Wenn dein Partner kein totaler Volltrottel ist, wird er es merken, dass etwas anders ist (ein schlechtes Gewissen wirkt sich immer auf das Verhalten aus). Und dann wird er auf Dauer auch merken, was der Grund ist. Und so ein Vertrauensbruch ist nie besonders gut.

Vielleicht kannst du nicht doch versuchen die tieferen Gründe für dein Fremdgehen zu finden und die mit deinem Partner angehen? Ich weiß ja nicht, wie resistent er gegen sowas ist, vielleicht hat er bisher nur nicht die Dringklichkeit erkannt? So setzt du glaube ich eine Menge aufs Spiel.

Noch einmal vielen Dank und Gruß in den Süden!

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Sorry herrspatzl, hatte gestern keine Möglichkeit mehr online zu kommen sonst hätte ich dir schon geantwortet.

Freut mich jedenfalls, dass ich dir die Situation ein bisschen näher bringen konnte.

Das mit der Trennung auf Zeit war auch mehr auf das räumliche bezogen nicht das ihr euch gar nicht mehr seht.

Aber ich denke das kommt dann bei euch auch nicht in Frage?

Wenn du sagst das du schon viel mit ihr ins Reine bringen konntest, was meinst du damit?

Die tieferen Beweggründe warum sie eine Affäre hatte? Erscheinen dir diese nun etwas plausiebler?

Hast du denn das Gefühl das sie dir jetzt (seitdem du es weißt) immer noch Dinge verschweigt? Oder verschweigt sie nur das was sie bewegt und womit sie sich selbst verletzen könnte?

Du magst Recht haben das mein Partner merkt das ich anders geworden bin, aber da wir nur sehr wenig Zeit miteinander verbringen sehe ich da keine Probleme.

Nun meine Gegenfrage (was nicht meine Affäre beschönigen soll!!!): Wie soll er auch merken wie es mir geht, wenn es kaum noch liebe Worte oder Zärtlichkeit zwischen uns gibt?

Vielleicht hast du Recht und vielleicht sollten wir wirklich mit einem Psychologen über diese ganze Sache sprechen.

Aber da frage ich mich was das Ganze bringen soll, da ich über viele Dinge aus meiner Vergangenheit einfach nicht sprechen möchte und kann.

Ich möchte diese Dinge einfach nicht aufarbeiten (auch mit keiner professionellen Person) da ich teilweise Mitschuld daran trage wie ich behandelt wurde.

Vielleicht ist diese Affäre meine Art damit umzugehen das ich zu Hause nicht das bekomme was ich mir doch so sehnsüchtig wünsche? (Man sollte hier bitte beachten, dass ich sehr wohl mit meinem Partner über meine Gefühlslage und meine Wünsche gesprochen habe, sich aber nie etwas von seiner Seite geändert hat vor Beginn der Affäre).

Wie ist die Lage denn bei deiner Partnerin und dir aktuell?

Und mal wieder sonnige Grüße!

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2. Oktober 2012 um 16:35
In Antwort auf ignatz_12723837

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Sorry herrspatzl, hatte gestern keine Möglichkeit mehr online zu kommen sonst hätte ich dir schon geantwortet.

Freut mich jedenfalls, dass ich dir die Situation ein bisschen näher bringen konnte.

Das mit der Trennung auf Zeit war auch mehr auf das räumliche bezogen nicht das ihr euch gar nicht mehr seht.

Aber ich denke das kommt dann bei euch auch nicht in Frage?

Wenn du sagst das du schon viel mit ihr ins Reine bringen konntest, was meinst du damit?

Die tieferen Beweggründe warum sie eine Affäre hatte? Erscheinen dir diese nun etwas plausiebler?

Hast du denn das Gefühl das sie dir jetzt (seitdem du es weißt) immer noch Dinge verschweigt? Oder verschweigt sie nur das was sie bewegt und womit sie sich selbst verletzen könnte?

Du magst Recht haben das mein Partner merkt das ich anders geworden bin, aber da wir nur sehr wenig Zeit miteinander verbringen sehe ich da keine Probleme.

Nun meine Gegenfrage (was nicht meine Affäre beschönigen soll!!!): Wie soll er auch merken wie es mir geht, wenn es kaum noch liebe Worte oder Zärtlichkeit zwischen uns gibt?

Vielleicht hast du Recht und vielleicht sollten wir wirklich mit einem Psychologen über diese ganze Sache sprechen.

Aber da frage ich mich was das Ganze bringen soll, da ich über viele Dinge aus meiner Vergangenheit einfach nicht sprechen möchte und kann.

Ich möchte diese Dinge einfach nicht aufarbeiten (auch mit keiner professionellen Person) da ich teilweise Mitschuld daran trage wie ich behandelt wurde.

Vielleicht ist diese Affäre meine Art damit umzugehen das ich zu Hause nicht das bekomme was ich mir doch so sehnsüchtig wünsche? (Man sollte hier bitte beachten, dass ich sehr wohl mit meinem Partner über meine Gefühlslage und meine Wünsche gesprochen habe, sich aber nie etwas von seiner Seite geändert hat vor Beginn der Affäre).

Wie ist die Lage denn bei deiner Partnerin und dir aktuell?

Und mal wieder sonnige Grüße!

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Ja gut, wenn du weißt, dass du selbst auch Probleme hast (welcher Art auch immer) und du da nicht ran willst, macht es das natürlich schwierig. Da wäre dein Partner dann ja sogar überfordert, wenn er die Beziehung wieder zum Laufen bekommen wollte.

Bei uns ist die Lage....keine Ahnung. Wird sich zeigen. Ist im Moment schwierig abzuschätzen und hängt auch davon ab, wie sich einige Dinge so entwickeln.

Was ich "interessant" finde: Du scheinst mit deinem Partner ja quasi abgeschlossen zu haben - warum dann nicht komplett? Oder liegt dir eigentlich doch etwas an ihm. Man kommt hier ja nicht ohne Grund her und liest und schreibt. Also beschäftigen tut es dich ja schon?

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