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Patchworkfamilie mit Fernbeziehung

22. April 2014 um 14:12

Hallo zusammen,

ich bin in der Situation eine Fernbeziehung mit einer Distanz von 550 km zu führen. Wir sind beide getrennt und haben jeder 2 Kinder. Wir leben derzeit in einer Pendelbeziehung, in der er pendelt zwischen uns und seinen Kindern. Bisher kenne ich seine Kinder nur von Fotos, da ich bisher nie mitfahren konnte zu den Kinder - Wochenenden. Seine Nochfrau möchte keine Konfrontation und er hat Angst, dass sich an dem bisher guten Verhältnis zu seiner Frau etwas ändern könnte. An den Vater-Wochenenden ist er mangels anderer Möglichkeiten bei seiner Familie im Haus. Er hat große Sehnsucht nach seinen Kindern und taucht an den Wochenenden völlig ab, um seine Akkus wieder aufzutanken.
Hat jemand ähnliches erlebt und wie habt ihr es geschafft, eine gemeinsame Lösung für eine Patchworkfamilie zu finden?? Unsere Beziehung läuft super und auch zwischen ihm und meinen Kindern besteht ein gutes freundschaftliches von Respekt geprägtes Verhältnis.

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22. April 2014 um 15:04

Patchworkfamilie mit Fernbeziehung
Hallo,
Danke für die Antwort. Unsere Beziehung läuft seit einem Jahr, mit dem Plan uns zu patchworken. Derzeit ist die Situation, das er nur an den Vaterwochenenden bei seinen Kindern sein kann und unter der Woche und den anderen Wochenenden bei uns. Seine reguläre Arbeitsstelle ist aber in Wohnortnähe bei seinen Kindern. Also momentan ist es für unsere Seite echt Luxus - harmonisches Zusammenleben an unserem Wohnort - aber auf unabsehbare Zeit, bis er wieder Arbeitseinsatz dort in 550 km Entfernung hat. Hast Du selber Fernbeziehung oder Patchworkerfahrung ???

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23. April 2014 um 7:46

Patchworkfamilie mit Fernbeziehung
Leider kann ich derzeit nicht mit hin fahren, zum Einen, weil ich hier selber Verpflichtungen habe und nicht mal eben diese weite Strecke mit meinen Kindern an einem WE fahren kann, zum Anderen weil ich dort gar nicht wüßte wohin mit uns. Er hat mein vollstest Vertrauen, er ist nicht der Typ für ein Doppelleben. Wir sind ja schon froh, dass es diese Möglichkeit für die Väterwochenenden gibt - ist ja für alle Beteiligten nicht einfach.
Meine Frage geht aber auch eher dahin, wie ihr es geschafft habt, euch über diese weite Entfernung zu patchworken? Wie habt ihr es angefangen - neuen Job, neue Wohnung, neue Schule? Welche Schritte habt ihr in welcher Reihenfolge angegangen?

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23. April 2014 um 9:54

Der
erste Schritt wäre doch erstmal die Kinder kennenzulernen? Wie sollen sich denn die weiteren Schritte entwickeln, wenn noch nicht mal ein Kennenlernen stattgefunden hat?

Die Mutter will keine Konfrontation? Also, für mich hört es sich so an, als wenn du alleine dir Gedanken in Richtung Zusammenwürfeln machst. Er für sich hat eine bequeme Lösung gefunden und es hört sich nicht so an, als wenn ihr beide an dem von dir überlegtem Strang zieht.

Man hat ja schon öfter hier im Forum von Männern gehört, die die Konfrontation zwischen Exfrau, neuer Frau, Kindern nicht entwickeln, entwickeln zu schaffen.

Ich finde das in gewisser Weise sogar verständlich, denn da fließen auch eine Menge Ängste von Seiten des Vaters ein, nämlich ob sich was an dem Verhältnis zu den Kindern ändert, wenn er sich nun einer neuen Konstellation öffnet, mit der die Mutter nicht zurechtkommt. Die Mutter hat nun mal in Deutschland, von Gesetzes wegen, leider die Machtposition und dies wird leider leider oft ausgenutzt. Da gibt es ja genug abschreckende Beispiele.

Ich denke der Vater hat sich das Muster in dem ihr lebt so gestrickt und ist auch zufrieden damit. Du müsstest ihm mal ganz konkret von deinen Vorstellungen berichten und wenn er es ernst meint und ihr weitere Schritte geht, dann profitiert ja vielleicht nicht unbedingt jeder davon. Was ist, wenn ihr nun dort ganz in der Nähe wohnt und die Mutter dicht macht und sagt, dass der Vater die Kinder trotzdem nur alle vierzehn Tage sehen darf? Naja, immerhin verschlechtert sich die Situation dadurch ja nicht. Zu hoffen wäre, dass die Mutter sich mal irgendwann öffnet und auf die Belange der Kinder eingeht und den Kontakt öfter gestattet, wenn ihr dann in der Nähe wohnt. Gott. diese Gesetzgebung ist für mich kaum begreiflich. Ich möchte kein Vater einer getrennten Konstellation in diesem Land sein!

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23. April 2014 um 9:54

?
Bist du sicher, dass die getrennt sind ?

Für mich klingt es eher so, dass er bei Frau und Kindern ist, und dich als Affäre nimmt
Also für mich ist das keine Beziehung !

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23. April 2014 um 11:04
In Antwort auf ai_12639688

?
Bist du sicher, dass die getrennt sind ?

Für mich klingt es eher so, dass er bei Frau und Kindern ist, und dich als Affäre nimmt
Also für mich ist das keine Beziehung !

Patchworkfamilie mit Fernbeziehung
Ja, da bin ich mir ganz sicher. Ich weiß, das sein Herz bei mir ist - das Ganze. Würde er mich sonst als seine Lebensgefährtin bezeichnen? Warum sollte er ein so weite Fahrtstrecke und die Strapazen in Kauf nehmen, wenn es anders wäre? Es wäre ja auch finanziell viel günstiger, dann unter der Arbeitswoche im noch gemeinsamen Haus zu wohnen.

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23. April 2014 um 11:33
In Antwort auf himbeerblatt2

Der
erste Schritt wäre doch erstmal die Kinder kennenzulernen? Wie sollen sich denn die weiteren Schritte entwickeln, wenn noch nicht mal ein Kennenlernen stattgefunden hat?

Die Mutter will keine Konfrontation? Also, für mich hört es sich so an, als wenn du alleine dir Gedanken in Richtung Zusammenwürfeln machst. Er für sich hat eine bequeme Lösung gefunden und es hört sich nicht so an, als wenn ihr beide an dem von dir überlegtem Strang zieht.

Man hat ja schon öfter hier im Forum von Männern gehört, die die Konfrontation zwischen Exfrau, neuer Frau, Kindern nicht entwickeln, entwickeln zu schaffen.

Ich finde das in gewisser Weise sogar verständlich, denn da fließen auch eine Menge Ängste von Seiten des Vaters ein, nämlich ob sich was an dem Verhältnis zu den Kindern ändert, wenn er sich nun einer neuen Konstellation öffnet, mit der die Mutter nicht zurechtkommt. Die Mutter hat nun mal in Deutschland, von Gesetzes wegen, leider die Machtposition und dies wird leider leider oft ausgenutzt. Da gibt es ja genug abschreckende Beispiele.

Ich denke der Vater hat sich das Muster in dem ihr lebt so gestrickt und ist auch zufrieden damit. Du müsstest ihm mal ganz konkret von deinen Vorstellungen berichten und wenn er es ernst meint und ihr weitere Schritte geht, dann profitiert ja vielleicht nicht unbedingt jeder davon. Was ist, wenn ihr nun dort ganz in der Nähe wohnt und die Mutter dicht macht und sagt, dass der Vater die Kinder trotzdem nur alle vierzehn Tage sehen darf? Naja, immerhin verschlechtert sich die Situation dadurch ja nicht. Zu hoffen wäre, dass die Mutter sich mal irgendwann öffnet und auf die Belange der Kinder eingeht und den Kontakt öfter gestattet, wenn ihr dann in der Nähe wohnt. Gott. diese Gesetzgebung ist für mich kaum begreiflich. Ich möchte kein Vater einer getrennten Konstellation in diesem Land sein!

Patchworkfamilie mit Fernbeziehung
Danke für die lange Antwort.

Du hast Recht es wäre wichtig seine Kinder kennenzulernen. Aber die Ängste aus Vatersicht kann ich nicht ableugnen; wie werden die Kinder auf die neue Frau an der Seite des Vaters reagieren? Werden die Kinder mir offen gegenübertreten, oder sind sie vielleicht noch in der Trauerphase, dass der Papa nicht mehr ständig in der Familie lebt? Sind die Kinder vielleicht doch seitens der Mutter / Umfeld negativ der anderen Frau gegenüber eingestellt ? -- Aber was ist, wenn es alles ganz anders ist, und die Kinder einen neutralen oder gar positiven Standpunkt haben? Was wäre, wenn sie ihren Vater unter der Woche zB beim Sport sehen könnten und er sie evtl. jedes Wochenende bei ihren sportlichen Aktivitäten begleiten könnte? Was, wenn sich die Kinder untereinander gut verstehen würden ?

Alles Fragen, die nur durch eine echte Konfrontation beantwortet werden können! Diese Konfrontation kann aber wg. der großen Entfernung nicht mal eben so stattfinden, wie es in anderen Patchworkfamilien einfach mal so Gang und Gäbe ist: Der Vater zieht zur neuen Freundin, die nur 15 km weiter entfernt wohnt. Dorthin kann er seine Kinder morgens mal eben abholen und am Abend nach Hause bringen. Nach seiner 14 tägigen Besuchsregelung kann er seine Kinder ja sogar dann bei sich übernachten lassen, wenn er es möchte. Hier fragt keiner, ob die Kinder das denn auch möchten, es wird gemacht.

Ich denke, im Interesse der Kinder ist es schon erstrebenswert, dass man die Familie langsam und ganz behutsam zusammenführt. Mein Partner ist von meinen Kindern bereits voll und ganz als mein Lebenspartner anerkannt und sie gehen von sich aus herzlich auf ihn zu, ohne dasser eine Ersatz-Vaterrolle übernimmt. Vom Erziehungsstil und unseren Wertvorstellungen liegen wir völlig überein, was meinen Kindern Sicherheit und Zuverlässigkeit vermittelt. Er hat mich aber auch zusammen mit den Kindern kennengelernt, was bei mir ja nicht der Fall war.

Allein dem Respekt gegenüber seiner Noch - Frau ist es geschuldet, dass er am Vater-Wochenende nicht mit mir telefoniert.

Um diese Situation zu entlasten und eine echte Patchworkfamilie zu werden, planen WIR ein gemeinsames Leben.

Nun stellt sich allerdings die Frage des WIE und WO

er hat seine feste Arbeit in der Nähe seiner Familie
und derzeit keine Zweit/Wohnung dort

ich habe hier meinen momentanen Wohnsitz und meine Kinder ihre Schule, keine Verwandschaft meinerseits

(Wohnungswechsel und Schulwechsel steht für die Kinder dieses Jahr sowieso an).

Wie ist Eure Meinung dazu, was würdet ihr in vergleichbarer Situation machen? Wie würdet ihr Euch entscheiden?


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23. April 2014 um 11:51

...hmm
Ich spüre, dass er Sehnsucht nach seinen Kindern hat, gerade wenn er mit meinen Kindern zusammen ist. Ich spüre aber auch, dass er mich liebt in dem was er für mich tut und was ich nicht als selbstverständlich empfinde - eine Auflistung dieser Dinge erscheint mir hier nicht wichtig -. Es sind die kleinen Gesten, an denen man die Zuneigung und Liebe zueinander erkennt.

Klar nach außen mag es anders wirken, wenn er dort ist ... ich möchte aber auch dort nicht Mäuschen spielen und denke das brauche ich auch nicht, ich vertraue ihm - so wie er auch mir vertraut. Eine solche Liebe braucht gegenseitiges Vertrauen, sonst kann man es gleich lassen.

Die Frage ist nur, wie geht man das Patchworken und gemeinsame Wohnung finden auf so eine Entfernung an?

Für mich wäre es keine Option mit meinem Ex-Partner wieder zusammen zu kommen, wenn es zwischendurch über ein Jahr und länger eine andere Frau gegeben hätte. Ich würde mit die Frage stellen, warum er denn zu mir zurückkommt ... und ich bekäme den Gedanken nie aus dem Kopf, das er nochmal mit einer Anderen etwas anfängt bzw. die Andere immer noch in seinem Kopf Herz ist und er mit mir nur der Kinder wegen zusammenbleibt.

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23. April 2014 um 21:35

Na lana
du kennst Ihn nicht ...
... ich denke, wir sind alt genug und vernünftig genug, zu wissen in welcher Situation sich getrennt lebende Väter befinden und das ein guter Kontakt mit seinen Kindern nur möglich ist, wenn ein vernünftiges Verhältnis auch mit der Mutter der Kinder besteht ...
... die Situation ist für alle nicht einfach, und ich denke nicht, dass ich nur in einer Illusion lebe, dafür hält unsere Beziehung schon viel zu lange über eine derart weite Strecke mit vielen stundenlangen Telefonaten und bewußten Entscheidungen immer auch aus Sicht aller beteiligten Kinder betrachtet. ..
... leider lassen sich die Besuchswochenenden derzeit auch finanziell nicht anders lösen ...

... apropos er ist ja nicht Single sondern mit mir zusammen ... das weiß auch sein gesamtes Umfeld ...


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