Home / Forum / Liebe & Beziehung / "Patchworkfamilie" ?

"Patchworkfamilie" ?

18. Januar 2011 um 13:31 Letzte Antwort: 18. Januar 2011 um 13:55

Es ist alles etwas kompliziert. Ich bin mit meinem Freund ein halbes Jahr zusammen und naja, im Gegensatz zu den vorherigen Beziehungen passt halt alles. Wir kommen super miteinander aus, und wissen, das wir uns nie mehr verlieren wollen. Auch wenn manch einer bei unserem Altersunterschied ( ich 22, er 32) etwas schief guckt.

In einer früheren Beziehung hat er sich, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Kind "andrehen" lassen. Die Ex ließ sich schwängern und war weg, nun zahlt er Unterhalt, darf sie nur alle 2 Wochen besuchen. Die Kleine ist 3 und hat noch nie Oma und Opa gesehen. Es läuft ein Verfahren, ob die Mutter überhaupt erziehungsfähig ist, und ob das Kindeswohl gefährdet wird. Die Kleine nässt ein, redet keine Sätze und spricht ihren Vater als "bösen Mann" an, was ihr von Mutter und deren Mutter eingeredet wird. Die Besuche finden immer nur bei der Mutter statt, was anderes will sie nicht.

Irgendwie ist es schwer, wenn man ne Familie gründen will, aber naja, es ist dann eben nicht sein erstes Kind. Jetzt könnte es sein, das der Frau das Sorgerecht entzogen wird, und der Vater gefragt wird und die Kleine bekommt. Ich kenne sie nicht, nur von Fotos, von ihrer Mutter wird sie als "psychisch gestört" bezeichnet. Ich hab keine Angst vor einem kleinen Mädchen, ich liebe Kinder, da kann man noch viel machen. Und ich wollte auch jung Mutter werden. Aber wie ist es, wenn man quasi ein Kind annimmt, was nicht das eigene ist?

Hat irgendjemand von euch Erfahrungen damit, mit dem Anfang einer Patchworkfamilie? Ich studiere noch und bin 3 Tage unter der Woche nicht auf unserem Hof.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könntet

Mehr lesen

18. Januar 2011 um 13:42

Erstens mußt du es wollen,
ein Kind , zumal ein fremdes, das es nicht einfach hatte, ist keine einfache Aufgabe. Ihr werdet Unterstützung brauchen, evtl. durch eine Familienberatung. Du wirst sehr viel Verständnis für das Kind aufbringen müssen, es wird sich evtl erst mal an den Vater klammern, den es ja noch besser kennt, oder auch rebelieren weil es bei einem Mann leben "muß" der ihm als böse dargestellt wurde. Wenn ihr euch wirklich einig seid und diese Aufgabe meistern wollt, dann wird es mit Hilfe von außen möglich sein. Und du mußt
neutrale Ansprechpartner haben, wenn du negative Gefühle entwickelst , was durchaus verständlich ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
18. Januar 2011 um 13:55
In Antwort auf melike13

Erstens mußt du es wollen,
ein Kind , zumal ein fremdes, das es nicht einfach hatte, ist keine einfache Aufgabe. Ihr werdet Unterstützung brauchen, evtl. durch eine Familienberatung. Du wirst sehr viel Verständnis für das Kind aufbringen müssen, es wird sich evtl erst mal an den Vater klammern, den es ja noch besser kennt, oder auch rebelieren weil es bei einem Mann leben "muß" der ihm als böse dargestellt wurde. Wenn ihr euch wirklich einig seid und diese Aufgabe meistern wollt, dann wird es mit Hilfe von außen möglich sein. Und du mußt
neutrale Ansprechpartner haben, wenn du negative Gefühle entwickelst , was durchaus verständlich ist.

Das es nicht einfach wird,
das weiß ich... Aber für mich wäre es auch nicht einfach, die Kleine dann vllt doch alle 2 Wochen bei uns zu haben, für ein paar Stunden und sie dann wieder "wegzuschicken". Zu einer Mutter, bei der sie definitiv nicht gefördert und sonstwas wird. Für ihre Mutter ist die Kleine nur das Mittel zum Zweck wegen dem Unterhalt.
Ich weiß nicht, was für die Kleine besser wäre, dann mit 18 oder so, weil die Mutter ja den Kontakt versucht zu verbieten zum Vater, zu sehen, das es da ne glückliche, intakte Familie gibt. Wenn sie bei ihrer Mutter bleibt, kommt sie bis zur Volljährigkeit doch nicht aus ihrem Loch heraus? Die ist arbeitslos und brauch ja auch keinen Job "sie hat ja Kindergeld".
Die Frage für mich ist, ob so was wirklich funktionieren kann? Ich kenne niemanden aus oder mit einer Patchworkfamilie. ich möchte ja dann auch, das die Kleine mich irgendwann akzeptiert, auch wenns ein wenig dauert. Aber vielleicht wäre es besser für sie, in einer Familie aufzuwachsen, wir wollen ihr ja die leibliche Mutter nicht wegnehmen. Aber so wie es im Moment ist, geht es einfach nicht weiter. Mir tut die Kleine so leid, nur von dem, was mein Freund erzählt wenn er vom Umgang wiederkommt und ich würde ihr schon sehr gerne helfen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram