Home / Forum / Liebe & Beziehung / Patchworkerfahrung gesucht.

Patchworkerfahrung gesucht.

3. Februar 2018 um 17:49 Letzte Antwort: 7. Februar 2018 um 21:17

Wer hat Erfahrungen mit Patchwork und wie sehen diese aus?
-Wer von Euch hat Kinder mit in die Beziehung gebracht?
-Wann habt ihr es den Kindern erzählt?
-Was sollte man beachten oder worauf legt ihr Wert?
-Wie seid ihr damit am Anfang umgegangen? - Man kann ja nicht alles unkommentiert lassen. 
-Wann seid ihr zusammen gezogen? Bzw. welche kritischen Punkte können auftauchen?
-Wie hat sich das Zusammenleben dann gestaltet?
-Würdet ihr in Erwägung ziehen auch noch gemeinsame Kinder zu bekommen? Warum ja, warum nein?

Ich selber bin mit einem Mann liiert, der 45 und geschieden ist. Er hat 2 Kinder, die im Wechselmodell je 1 Woche bei ihm und eine Woche bei seiner Exfrau leben. Häufig ergeben sich Diskussionen rund um die Kinder. Die Kinder kennen mich als Bekannte, er würde es ihnen gerne sagen.  Ich halte das für kritisch, da ihre Mutter auch gerade in einer neuen Partnerschaft ist und die Kiddies das so ganz und gar nicht gut finden. Wenn die Kinder da sind, sehen wir uns also kaum. Mir ist es wichtig, dass die Kiddies wenigstens bei ihrem Papa einen sicheren Hafen haben. Stehe ich mir da selbst im Weg?

Mehr lesen

3. Februar 2018 um 18:55

Lieben Dank für die erste Antwort.
Das mit dem Desinteresse kann ich mir ehrlich gesagt eher weniger vorstellen. Er weiß, dass ich mich für die Kinder jederzeit zurücknehme, aber auch diesbezüglich (dass was ich halt im momentanen Status für Kiddies machen kann) gerne für ihn und die Kiddies etwas mache. Ich passe jederzeit und selbstverständlich gerne nachmittags auf die Kiddies auf, wenn er doch nochmal ins Büro muss. Als Bekannte halt. Und selbst da steht die große dem ganzen skeptisch gegenüber, die kleine ist aber ganz zugewandt. Ich überzeuge ihn davon, dass er doch bitte schwimmen gehen soll, wenn die Kiddies das unbedingt wollen, habe für seine fußballbegeisterte Kleine Fußballkarten organisiert (ich war nicht mit ) und ihm für die große einen Nachhilfelehrer organisiert, da er gerne jemanden haben wollte der ihn unterstützt. Er weiß, dass ich erst mit ihm in den Urlaub fahre, wenn die Kinder Bescheid wissen, weil ich bestimmt nicht mit ihm in den Urlaub fahre und Kinder zu Hause lassen würde. Er würde lieber früher als später mit mir zusammenziehen und weiß, dass die Kinderzimmer hier dann selbstverständlich für seine Kinder zur Verfügung stehen würden. Da ich von Beruf aus Lehrerin bin, brauch ich glaub ich nicht erwähnen, dass ich Kinder mag. Sonst hätte ich glaub ich auch meinen Beruf verfehlt
Aber kannst Du oder auch gerne jemand wer anders vielleicht auf die konkreten Fragen im Post noch ein bisschen näher eingehen?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
3. Februar 2018 um 20:16
In Antwort auf mathegenie690

Wer hat Erfahrungen mit Patchwork und wie sehen diese aus?
-Wer von Euch hat Kinder mit in die Beziehung gebracht?
-Wann habt ihr es den Kindern erzählt?
-Was sollte man beachten oder worauf legt ihr Wert?
-Wie seid ihr damit am Anfang umgegangen? - Man kann ja nicht alles unkommentiert lassen. 
-Wann seid ihr zusammen gezogen? Bzw. welche kritischen Punkte können auftauchen?
-Wie hat sich das Zusammenleben dann gestaltet?
-Würdet ihr in Erwägung ziehen auch noch gemeinsame Kinder zu bekommen? Warum ja, warum nein?

Ich selber bin mit einem Mann liiert, der 45 und geschieden ist. Er hat 2 Kinder, die im Wechselmodell je 1 Woche bei ihm und eine Woche bei seiner Exfrau leben. Häufig ergeben sich Diskussionen rund um die Kinder. Die Kinder kennen mich als Bekannte, er würde es ihnen gerne sagen.  Ich halte das für kritisch, da ihre Mutter auch gerade in einer neuen Partnerschaft ist und die Kiddies das so ganz und gar nicht gut finden. Wenn die Kinder da sind, sehen wir uns also kaum. Mir ist es wichtig, dass die Kiddies wenigstens bei ihrem Papa einen sicheren Hafen haben. Stehe ich mir da selbst im Weg?

Nein, ich finde du machst das toll...Du denkst nicht nur an dich, sondern auch an die Gefühle der Kids...das ist total schön und wichtig...Ich kenne viele Patchworkfamilien, es kann gut laufen, es kann die Beziehung aber auch extremst belasten. Das Wechselmodell ist doch in dem Fall gar nicht übel...ihr könnt eine Woche intensive Zweisamkeit genießen und eine Woche haben die Kids den Vater für sich...
Ich lebe das auch so..Mein Partner hat einen Sohn, ich eine Tochter, wir sind beide alleinerziehend, während die Expartner neue Partner haben. Wir sehen uns nur an den kindfreien Wochenenden und wir genießen das sehr...Wir haben eine ganz innige, liebevolle Beziehung, sowohl miteinander, als auch zu unseren eigenen Kindern. Ich habe es vorher schon anders gehabt und muss sagen, diese Variante ist für uns alle super schön...Wir merken auch, dass dieses Verständnis so gut tut...Zeit für die Kinder haben können, ohne Druck vom Partner zu bekommen ist unbezahlbar...

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
3. Februar 2018 um 20:16
In Antwort auf mathegenie690

Wer hat Erfahrungen mit Patchwork und wie sehen diese aus?
-Wer von Euch hat Kinder mit in die Beziehung gebracht?
-Wann habt ihr es den Kindern erzählt?
-Was sollte man beachten oder worauf legt ihr Wert?
-Wie seid ihr damit am Anfang umgegangen? - Man kann ja nicht alles unkommentiert lassen. 
-Wann seid ihr zusammen gezogen? Bzw. welche kritischen Punkte können auftauchen?
-Wie hat sich das Zusammenleben dann gestaltet?
-Würdet ihr in Erwägung ziehen auch noch gemeinsame Kinder zu bekommen? Warum ja, warum nein?

Ich selber bin mit einem Mann liiert, der 45 und geschieden ist. Er hat 2 Kinder, die im Wechselmodell je 1 Woche bei ihm und eine Woche bei seiner Exfrau leben. Häufig ergeben sich Diskussionen rund um die Kinder. Die Kinder kennen mich als Bekannte, er würde es ihnen gerne sagen.  Ich halte das für kritisch, da ihre Mutter auch gerade in einer neuen Partnerschaft ist und die Kiddies das so ganz und gar nicht gut finden. Wenn die Kinder da sind, sehen wir uns also kaum. Mir ist es wichtig, dass die Kiddies wenigstens bei ihrem Papa einen sicheren Hafen haben. Stehe ich mir da selbst im Weg?

Nein, ich finde du machst das toll...Du denkst nicht nur an dich, sondern auch an die Gefühle der Kids...das ist total schön und wichtig...Ich kenne viele Patchworkfamilien, es kann gut laufen, es kann die Beziehung aber auch extremst belasten. Das Wechselmodell ist doch in dem Fall gar nicht übel...ihr könnt eine Woche intensive Zweisamkeit genießen und eine Woche haben die Kids den Vater für sich...
Ich lebe das auch so..Mein Partner hat einen Sohn, ich eine Tochter, wir sind beide alleinerziehend, während die Expartner neue Partner haben. Wir sehen uns nur an den kindfreien Wochenenden und wir genießen das sehr...Wir haben eine ganz innige, liebevolle Beziehung, sowohl miteinander, als auch zu unseren eigenen Kindern. Ich habe es vorher schon anders gehabt und muss sagen, diese Variante ist für uns alle super schön...Wir merken auch, dass dieses Verständnis so gut tut...Zeit für die Kinder haben können, ohne Druck vom Partner zu bekommen ist unbezahlbar...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
4. Februar 2018 um 14:09

Freue mich sehr über so viele positive Gedanken zu dem Thema.

Die Kinder sind 8 und 10. 
Und zu der Frage mit dem unkommentiert lassen: Die beiden sind schon eigentlich sehr gut erzogen und echt liebenswürdig. Als ich die Kinder dann das erste Mal kennengelernt habe, hat die Kleine mir gleich die Hand gegeben und sich vorgestellt. Die Große kann das auch, wollte sie aber nicht. Hat sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert und es gab dann erstmal ein bisschen Stress, weil Papa das halt nicht durchgehen lassen wollte. Mir war das reichlich unangenehm, da ich auch auf dem Standpunkt bin, die Kinder nicht bedrängen zu wollen. Wenn ich da bin, mache ich auch meistens was für die Arbeit und die beiden spielen. Wenns Stress gibt, geh ich mal gucken. Ansonsten wissen sie, dass sie gerne zu mir kommen können, aber ich lasse sie halt eher in Ruhe. Von mir aus kommt höchstens Mal die Info, dass Papa sich gemeldet hat und gleich wieder da ist.
Die Kleine war von Anfang an recht offen. Sitzt dann im Wohnzimmer und quatscht halt mit Dabei gab es dann neulich Schokolade für die im Wohnzimmer. Hat sie sich dann schnell noch in den Mund geschoben bevor wir ihr Meerschweinchen angeguckt haben und da die Große das gesehen hat, die Schokolade aber alle war, hat sie dann ihrem Vater an den Kopf geknallt: Papa du bist so blöd. Ich mag dich nicht. (Kinder halt aber ich hätte da an seiner Stelle was gesagt und ihr erklärt, dass wenn sie auch im Wohnzimmer gewesen wäre, sie auch was von der Schokolade abbekommen hätte, so nun aber Pech hat und er da ja nichts für kann.) Finde es echt schwierig (vielleicht von Beruf aus?!) das unkommentiert zu lassen. Wenn mir ein Schüler sagt, du bist so blöd, lasse ich das ja auch nicht durchgehen. Ob's nun mein Kind ist oder nicht...

Die Entscheidung ist übrigens gefallen - war aber eher ungewollt. Ich war gestern Abend dann doch noch auf 'nen Kaffe da. Sehen uns, wenn die Kinder da sind, meistens dann 1x die Woche. Entweder ich fahre nachmittags/abends auf nen Kaffee hin oder abends wenn die Kiddies im Bett sind.
Wie gesagt: Gestern Abend dann Kaffee bevor ich mit meinen Mädels feiern gefahren bin. 
Die Kleine hat auch schon auf mich gewartet, weil sie wusste dass ich komme. Die Große war auf einem Kindergeburtstag. Naja und mitten beim Kaffee hat sie es dann mal so voll rausgehauen: Sag mal, bist Du eigentlich Papas Freundin? Hätte ja fast meinen Kaffee wieder ausgepustet, weil ich nicht so ganz verstanden habe, wie sie darauf kam. Haben uns nur ganz normal mit nem Kuss auf die Wange begrüßt und saßen dann halt zu dritt am Tisch und haben uns über das Fußballspiel unterhalten. Da ich ja schlecht von ihm verlangen konnte, dass er seine Kinder ganz bewusst anlügt, wenn sie schon fragen und er mich in dem Moment ziemlich intensiv angeguckt hat, hab ich ihm dann das Go gegeben und er hat es ihr dann halt bestätigt. War für sie ziemlich unspektakulär, aber auch nicht ganz. Nachdem ich los bin, kam dann nämlich die Große nach Hause und die Kleine hat der Großen dann natürlich gesagt, dass ich da war. Daraufhin gab es wohl einen ziemlichen Knatsch und mein Freund hat dann wohl knapp 2 Stunden mit der Großen geredet, nachdem der Wutausbruch dann vorüber war, sodass sie jetzt auf dem selben Stand ist wie die Kleine. Aber lustig findet sie das nicht.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
4. Februar 2018 um 16:55

Seit Juni letzten Jahres

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Februar 2018 um 15:00

Also wie gesagt: Seine Kinder wissen es ja nun.
Aber jetzt geht das Chaos wirklich los.
Seine große hat einen Tobsuchtsanfall bekommen, weil sie Angst hat, dass sie jetzt unwichtiger ist. Sie ist der Überzeugung, dass es ja ausreichen müsse, wenn er seine Kinder hat, weil die ihn ja auch glücklich machen. Und dass wenn sie da in seinem Herzen sind, ja gar kein Platz mehr für noch jemandem sein kann, weil das Herz ist ja irgendwann voll. 
Außerdem meinte sie, sie hätte mitgekriegt, dass ich irgendwie mal abends da war und das findet sie scheiße... Sie wüsste gerne, wer da wann bei ihnen im Haus ein und ausgehen würde. Da fiel mir dann ehrlich gesagt nicht mehr viel zu ein, außer dass sich mein Partner das Datum und den Spruch genau notieren sollte und es ihr dann in 4-6 Jahren auch mal vorlegen solle. 
Wie würdet ihr da weiter vorgehen? Ich bin ja fast gar nicht präsent im Leben der Kinder. Klaue denen keine Zeit mit ihrem Vater (gut abends wenn sie schlafen oder wenn ich wirklich mal für die Zeit einer kleiner Kaffeetasse da bin).
Mein Partner hat jetzt auch schon mehrfach mit ihr geredet und vor allem immer echt lange, aber naja bei einer 10jährigen kann man da nicht so viel Verständnis erwarten. Seine Exfrau macht da eher so brechstangen Methode und ihr Freund ist immer da. Das nervt die Kinder extrem, deswegen wollten wir das nicht so umsetzen. Aber egal wie man es macht. Falsch ist es so oder so.
Ich würde da ja auch ins Wasser springen und mit ihr reden, aber da sie mich ja bislang immer geflissentlich ignoriert hat, weiß ich nicht, ob das so eine geeignete Idee ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Februar 2018 um 15:57

Hallo Mathegenie690,

ich bin seit 3 Jahren mit einem Mann zusammen, der ein Kind mit in die Beziehung gebracht hat. Die Entscheidung, dass wir uns seinem Kind als Paar vorstellen wollten, wurde uns von seiner Ex abgenommen, da sie extrem frustiert und eifersüchtig ist und war.
Sein Kind kennt mich seit mehr als 5 Jahren.Für uns war es wichtig, dass sie langsam an die Sache rangebracht wird, auch wenn die Ex uns dieser Entscheidung leider bereits nach einigen Tagen abgenommen hat.  Zum Glück war die Kleine damals erst 3 Jahre und konnte noch nicht so viel mit den Erzählungen der Mutter anfangen. 

Mein Freund und ich sind relativ schnell zusammen gezogen (2 Monate). Unsere Wohnung ist so groß, dass wir zwei Schlafzimmer haben und somit von der ersten Minute an die Kleine bei uns viel Zeit (Mittwoch bis Montag alle 14 Tage) verbringen konnte und die beiden sich auch ohne mich zurückziehen konnten. Wir haben, wenn sie zu Besuch war, wie in einer WG gelebt. Wir waren für sie Freunde und sie hatte die volle Aufmerksamkeit von ihrem Papa. Nach knapp 8 Monaten sind wir den nächsten Schritt gegangen. Sie bekam ihr eigenes Bett und das zweite Schlafzimmer, wurde ihr Kinderzimmer. Zwischenzeitlich haben wir uns auch Hilfe von einem Kinderpsychologen geholt, da das Verhältnis von meinem Freund zu seiner Ex sehr angespannt war und ich als die "doofe Stiefmutter" meine Rolle bekam. Die Kleine war hin- und hergerissen, da brauchten wir einfach Hilfe.
Heute nach 3 Jahren kann ich sagen, es ist nie einfach als Patchwork Familie. Die größte Hürde sind die Eltern, denn beide haben ansatzweise ein schlechtes Gewissen oder sind in allen Belangen besser. Es werden Probleme aus der Vergangenheit immer wieder aus dem "Keller" geholt, ansatt mal Gras, im Interesse des Kindes, über die Sache wachsen zu lassen.
Heute ist die Kleine 7 Jahre ein sehr glückliches Kind, liebt Mama und Papa, hat ihn mir eine Freundin und Vertraute. Sie ist sehr gerne bei uns. Wir verbringen viel Zeit zusammen, aber ich ziehe mich auch gerne zurück und lasse die beiden Ihre Vater-Tochter Beziehung leben.
Denn es ist und bleibt sein Kind, ich helfe Ihm wo ich kann, jedoch habe gelernt mich dabei nicht aufzugeben! 
Kurz noch zum Thema Regeln und Werte: Im Vergleich zum Leben bei ihrere Mutter ist bei uns alles sehr organisiert. Wir unternehmen sehr viel und wir leben als Team, d.h. jeder hilft, wo er helfen kann. Oft hatte ich am Anfang mit meinem Freund die Diskussion, dass ich zu streng bin. Er hat seine Tochter sehr verwöhnt, von Geburt an. Es gab kein "Nein", alles war erlaubt. Komischerweise hat seine Tochter mich nie als streng gesehen. Ich hab sie mal gefragt, was sie stört oder ob ich mal geschimpft habe... Sie hatte nur eine Sache, ich war mit ihr in der Stadt und sie wollte ohne zu gucken über die Strasse laufen, weil ihr Papa auf der anderen Seite stand, da habe ich geschrien, weil ich Angst hatte.
Das war´s. Alles andere ist für sie so was von ok und sie fordert sogar Regel ein, das gibt ihr Sicherheit, wie der Psychologe meinte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Februar 2018 um 18:33
In Antwort auf mathegenie690

Wer hat Erfahrungen mit Patchwork und wie sehen diese aus?
-Wer von Euch hat Kinder mit in die Beziehung gebracht?
-Wann habt ihr es den Kindern erzählt?
-Was sollte man beachten oder worauf legt ihr Wert?
-Wie seid ihr damit am Anfang umgegangen? - Man kann ja nicht alles unkommentiert lassen. 
-Wann seid ihr zusammen gezogen? Bzw. welche kritischen Punkte können auftauchen?
-Wie hat sich das Zusammenleben dann gestaltet?
-Würdet ihr in Erwägung ziehen auch noch gemeinsame Kinder zu bekommen? Warum ja, warum nein?

Ich selber bin mit einem Mann liiert, der 45 und geschieden ist. Er hat 2 Kinder, die im Wechselmodell je 1 Woche bei ihm und eine Woche bei seiner Exfrau leben. Häufig ergeben sich Diskussionen rund um die Kinder. Die Kinder kennen mich als Bekannte, er würde es ihnen gerne sagen.  Ich halte das für kritisch, da ihre Mutter auch gerade in einer neuen Partnerschaft ist und die Kiddies das so ganz und gar nicht gut finden. Wenn die Kinder da sind, sehen wir uns also kaum. Mir ist es wichtig, dass die Kiddies wenigstens bei ihrem Papa einen sicheren Hafen haben. Stehe ich mir da selbst im Weg?

Hey. Ich habe zwar diese Erfahrung in dem Sinne nicht gemacht, aber als ich 13 war, hat meine Mutter einen Mann mit 2 Kindern (damals 12 und 18) geheiratet. Allerdings war das so, dass wir (meine Mutter und ich) im Ausland gelebt haben (ein EU-Staat) und die haben sich im Internet kennengelernt und wir sind dann zu ihm gezogen. Passierte damals ziemlich schnell. Anfang Juni haben die sich kennengelernt, Mitte Juni war er bei uns im Land, da habe auch ich ihn schon kennengelernt, aber habe mir nichts dabei gedacht, da ich es gewohnt war, dass meine Mutter Männer trifft, aber was Festes wurde nie daraus, Ausländer waren hier und da auch dabei. Außerdem war er 10 Jahre älter und ich schätzte meine Mutter nicht so "leichtsinnig" ein. Von wegen. Im Juli war sie in Deutschland ihn und seine Jungs kennenlernen, im August nochmal mit mir und am 09.09.2009 sind wir endgültig nach Deutschland gezogen. Ich habe anfangs natürlich rebelliert und gebockt, habe ihn dafür verantwortlich gemacht dass ich in einem fremden Land bin, die Sprache nicht verstehe und in der Schule gemobbt werde. Meine Jugend war generell nicht leicht. Mein Stiefvater hat sich zwar sehr um mich gekümmert, hat meine Zahnspange bezahlt und mich anfangs zur Schule (Sprachkurs) jeden Morgen nach der Nachtschicht gefahren. Mit meinem älteren Stiefbruder verstehe ich mich gut, mit dem jüngeren habe ich nie wirklich viel geredet, obwohl wir auf einer Schule waren. Meine Kindheit und Jugend war echt nicht leicht, aber er ist nicht daran schuld, er hat alles dafür getan dass es mir gut geht, er kann nichts dafür dass meine Schulkameraden mich wegen meiner komischen Aussprache (Akzent) und meines Aussehens und dergleichen gehänselt haben und ich bin an sich eine, die nicht auf andere hört, wenn sie sich in irgendwas selber verrannt hat. Ich habe psychische Probleme und habe eine schwer nachvollziehbare Einstellung, aber das ist eine andere Sache. Was es das Zusammenleben angeht, würde ich sagen es hat soweit geklappt, auch wenn ich mit dem jüngeren Stiefbruder kaum rede. Er ist quasi meine einzige männliche Bezugsperson gewesen, denn meinen leiblichen Vater habe ich nicht so richtig kennengelernt. Meine Mutter und er, die sind noch immer glücklich, sie reisen viel und sind ein "Team". Auch wenn es hin und wieder Dinge gibt, die kleine Streitthemen sind, z.B. ich weiß bis heute nicht wieso meine Mutter bis jetzt noch nichts in Deutschland arbeiten wollte, denn ihre Deutschkenntnisse reichen eigentlich aus und als EU-Bürgerin braucht sie weder eine Arbeitserlaubnis noch sonst irgendwas und hat ein Auto, ist auch nicht unfähig zu arbeiten. Sie lebt auch nicht auf Kosten des Staates, deshalb ist es dem Rest eigentlich egal, aber mein Stiefvater beschwert sich, dass so viele Kosten anfallen. Nun ja, da mische ich mich nicht ein, aber seit 8,5 Jahren klappt es schon

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
7. Februar 2018 um 10:03

Hallo, Kinder sind nicht doof die checken alles früher als wir Erwachsenen
...  die kleine hat dich als neue Freundin akzeptiert.
​Die große fühlt sich hintergangen ... die kleine Schwester erfuhr es früher und ist eher auf krawall aus.

Nachdem die Katze aus dem Sack ist .... würde ich sagen entweder alle an einem Tisch, ihr 4 und die große fragen vor was sie angst hat, es ändert sich ja eigentlich nichts ... und was sie möchte.
​Vllt nervts ja auch nur das du kommst wenn die Kinder schlafen, sie nicht da ist , .... drum ignorieren ... oder je nach dem was im Kopf vor geht von der großen. 

Mein Partner hat nen 9 jährigen und ne 2 jährige. Die Kinder merkten es vor uns das es funkte. Beim großen überhaupt kein Problem ... bei der kleinen wars nur zum aufpassen wegen der Kindsmutter ... sonst sofort akzeptiert worden. Er hat sie aber nur jedes 2. Wochenende. Meine kleine versteht sich blendend mit seinen Kindern..

Geheimniskrämerei bei Kindern ist nie gut ...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
7. Februar 2018 um 20:53

Wer hat Erfahrungen mit Patchwork und wie sehen diese aus?-Wer von Euch hat Kinder mit in die Beziehung gebracht?-Wann habt ihr es den Kindern erzählt?-Was sollte man beachten oder worauf legt ihr Wert?-Wie seid ihr damit am Anfang umgegangen? - Man kann ja nicht alles unkommentiert lassen. -Wann seid ihr zusammen gezogen? Bzw. welche kritischen Punkte können auftauchen?-Wie hat sich das Zusammenleben dann gestaltet?-Würdet ihr in Erwägung ziehen auch noch gemeinsame Kinder zu bekommen? Warum ja, warum nein?

Hey! Also ich möchte zu der ganzen Sache mal etwas aus der anderen Position sagen. Ich bin jetzt 22 meine Mutter hat sich als ich ca. 10 war von unserem Vater getrennt, hatte dann recht schnell einen neuen Freund und wir sind nach ca 6 Monaten mit dem neuen Partner zusammengezogen, weil sie ungeplant schwanger wurde. Das war eine ganz schöne Umstellung. Jetzt hat sie sich vor ca. 2 Jahren auch von ihrem 2. Partner getrennt nach 10 Jahren (mit dem hat sie auch unsere kleine Schwester, mit meinem Vater hat sie mich und meine andere Schwester die jetzt 18 ist) . Also ein zweites mal getrennt ausgezogen, in eine eigene wohnung und nach einem Jahr ist ihr neuer Freund eingezogen. Unser Stiefvater hatte ebenfalls nach ca. 6 Monaten eine neue Beziehung. Ich wohne nicht mehr bei miener Mutter, aber meine 18 jährige Schwester und die wurde nur informiert, dass ihr neuer Partner einzieht. Sie wurde nie gefragt, ob es in Ordnung wäre. Der neue Partner unserer Mutter hat ebenfalls zwei Kinder , die allerdings bei Ihrer Mutter leben und nur selten bei uns sind. 
Meine kleinste Schwester ist eine Woche bei meiner  Mutter und eine Woche bei Ihrem Vater.

Ich kann dir nur sagen, dass es das allerwichtigste ist den Kindern Zeit zu geben und vor Allem mit Ihnen zu reden und sie ernst zu nehmen. Kinder bekommen viel mehr mit als Erwachsene es Ihnen zutrauen. Sie sind eist sehr sensibel und nicht zu blöd gefühlsmäßige Sachen zu verstehen. Umsonst hätte Euch ja siene kleine Tochter nicht gefragt, ob Ihr ein Paar seid. Sie kann es sich denken. Und dass konnte die große Tochter sich sicherlich auch schon beim ersten Mal Denken als du als "Bekannte" vorgestellt wurdest. Das ist irgendwie typisch für Eltern Ihren Kindern einen neuen Partner zunächst als neue Bekannte/r vorzustellen, um mal zu sehen wie sie sich so verstehen. Ich kann nur sagen, dass das totaler Humbug ist.  Die Ältere wusste wahrscheinlich von Anfang an genau was da bei Euch los ist. Kanntet ihr beide euch denn schon bevor er sich von der Mutter seiner Kinder getrennt hat? Weil wenn nicht, ist es ziemlich offensichtlich für die Kinder.
Und da ist das Problem: (bei der Großen schlimmer, als bei der Kleinen) : Die Kinder wissen was los ist, sie werden quasi in die Situation gebracht den neuen PArtner kennenzulernen, aber niemand sagt es explizit und niemadn hat wahrschiemlich jeh ernsthaft die Kinder gefragt, ob sie Lust darauf haben. 

Aber das ist bei Euch ja jetzt Geschichte.

Jetzt zu der Sache mit dem " Man kann ja nicht alles unkommentiert lassen".
 Nein kann man nicht, aber du bist momentan wahrscheinlich nicht in der Position irgendetwas kommentieren zu können, was die Kinder machen. Eine Trennung ist für Kinder unheimlich verwirrend, da reagiert man manchmal über gegenüber seinen Eltern. Dafür sollte Verständnis aufgebracht werden. Vor Allem von Ihremn Vater und von Dir. Wenn es jemandem zusteht die Kinder zurechtzuweisen, dann  Ihrem Vater. Noch nicht an dir, jedenfalls nicht, wenn du einen guten Draht aufbauen möchtest. Das rate ich DIr vor Allem für die Ältere der beiden. Wenn dich gewisse Situationen stören solltest du es nicht direkt in der Situation äußern. SOndern entweder danach mit dem Vater sprechen, wenn die Kinder es SICHER nicht hören bzw. direkt das Gespräch mit dem Kind suchen. Aber alleine. Und eine Standpauke brauchst du Ihnen nicht halten. DU solltest eher fragen, warum sie so reagiert hat etc. Du weißt nicht, was genau die beiden die letzte Zeit erlebt haben. Du kennst nur die Version deines Partners. Die ist sehr einseitig.

Wichtig ist es außerdem, dass du niemals Vorurteil gegenüberder Ex-partnerin deines neuen Partners entwickelst, weil wie gesagt Du kennst nur seine Version. Zu einer Trennung gehören immer zwei. Falls dir dies jedoch nicht gelingen sollte, was man verstehen kann, dann solltest du wirklich darauf achten niemals etwas negatives über irgendwelche Familienmitglieder der Kinder mütterlicherseits zu sagen. Das ist heute noch ein großes Problem in meinem zwei patchworkfamilien, die einen lästern ungeniert über die anderen. Mutter über Vater, Oma über Mutter etc... es ist nicht schön, wenn jemadn abwertend von deinen eigenen Eltern spricht vor einem. ALso behaltet es für Euch. Darauf sollte auch vor allem dein neuer Partner achten. Kinder klnnen viel verkraften, aber sie vergessen es nicht und sind verletzt, deshalb kommen manchmal diese Überreaktionen zu stande. Die sind nicht immer auf den ersten Blick zu erklären. Man weiß nicht, was momentan in den Kindern vorgeht. Die wenigsten trauen sich in so einer Situation komplett jemadnem zu öffnen. Wem auch? Die bieden wichtigsten Menschen in deinem bisherigen Leben haben sich zerstritten, du kannst also nicht mit dem einen über den adneren reden ohne orgendwelche komischen kommentare zu bekommen. Selbst wenn die nicht gemacht werden, süren Kinder die empfunden Abneigung oder negativen Gefühle dem anderen gegenüber. Deshalb behalten die meisten einfach alles für sich und äußern es halt anders.

Das mit dem Tobsuchtanfall sofort mit der Angst abzustempeln, dass die Ältere Tochter nun Angst hat, dass Iíhr Vater nicht mehr sie als nummer 1 sieht halte ich daher für ziemlich ignorant. Nicht jedes Kind tickt gleich. Ich hatt zum Beispiel nie einen Tobsuchtanfall, ich hab mich auch gut mit den neuen Partnern meiner Eltern verstanden, cool fand ich es trotzdem nicht. Keiner von Ihnen hat mein volles Vertrauen. 

KLar könnt Ihr es in Erwägung ziehen noch Kinder zu bekommen, das ist etwas schönes. Ihr solltet nur darauf achten, dass Ihr siene Kinder in Alles miteinbezieht. Traut Ihnen etwas zu, zeigt Ihnen, dass ihre Meinung wichitg für euch beide ist und bleiben wird. Fragt zum Beispiel nach Ideen für das Babyzimmer oder nehmt sie mit zu, shoppen , wenn sie Lust darauf haben. Redet mit ihnen, bevor du schwanger, bist über die Möglichkeit, dass noch ein weiteres Geschwisterchen dazukommt. Aber sagt es direkt. Redet nicht drum herum, das nervt. Fragt die beiden was davon halten. Falls jemand ablehnend reagiert, stempelt es nicht ab. Fragt bei Gelegenheit nach warum sie das nicht möchte, wovor sie Angst hat etc. Bietet ihnen, wie du bereits gesagt hast, einen festen Zufluchtsort in einer unstabilen Situation. 

Also nochmal zusammengefasst: 

Das allerwichtigste ist: Zeit geben.
Dann solltet ihr verständnisvoll mit den Kindern reden und versuchen sie zu verstehen. Nur weil sie jung sind, heißt es nicht, dass sie keine Meinung zu der ganzen Sache haben. Sie haben ganz sicher eine.
Und: Bezieht die Kinder in wichtige Entscheidung mit ein: z.B. das Zusammenziehen, was bei Euch der nächste Schritt wäre.
Und verliert keine schlechten Worte über die andere Seite der Familie, vor Allem die Mutter. 

Also dann viel Glück ! Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen. 


 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
7. Februar 2018 um 21:17
In Antwort auf mathegenie690

Also wie gesagt: Seine Kinder wissen es ja nun.
Aber jetzt geht das Chaos wirklich los.
Seine große hat einen Tobsuchtsanfall bekommen, weil sie Angst hat, dass sie jetzt unwichtiger ist. Sie ist der Überzeugung, dass es ja ausreichen müsse, wenn er seine Kinder hat, weil die ihn ja auch glücklich machen. Und dass wenn sie da in seinem Herzen sind, ja gar kein Platz mehr für noch jemandem sein kann, weil das Herz ist ja irgendwann voll. 
Außerdem meinte sie, sie hätte mitgekriegt, dass ich irgendwie mal abends da war und das findet sie scheiße... Sie wüsste gerne, wer da wann bei ihnen im Haus ein und ausgehen würde. Da fiel mir dann ehrlich gesagt nicht mehr viel zu ein, außer dass sich mein Partner das Datum und den Spruch genau notieren sollte und es ihr dann in 4-6 Jahren auch mal vorlegen solle. 
Wie würdet ihr da weiter vorgehen? Ich bin ja fast gar nicht präsent im Leben der Kinder. Klaue denen keine Zeit mit ihrem Vater (gut abends wenn sie schlafen oder wenn ich wirklich mal für die Zeit einer kleiner Kaffeetasse da bin).
Mein Partner hat jetzt auch schon mehrfach mit ihr geredet und vor allem immer echt lange, aber naja bei einer 10jährigen kann man da nicht so viel Verständnis erwarten. Seine Exfrau macht da eher so brechstangen Methode und ihr Freund ist immer da. Das nervt die Kinder extrem, deswegen wollten wir das nicht so umsetzen. Aber egal wie man es macht. Falsch ist es so oder so.
Ich würde da ja auch ins Wasser springen und mit ihr reden, aber da sie mich ja bislang immer geflissentlich ignoriert hat, weiß ich nicht, ob das so eine geeignete Idee ist.

Oh ich habe diesen Kommentar gar nicht gelesen sorry!Wenn Sie dich ignoeriert kannst Du erstmal nichts machen, außer Zeit geben , die HOffung nicht aufgeben und nett bleiben. Natürlich musst Du Dir nicht alles gefallen lassen, wenn es direkt gegen Dich geht, aber generell solltest Du ruhig bleiben. Das ist eine blöde Situation, aber völlig nachvollziehbar, weil Sie wahrscheinlich ziemlich abgenervt von IHrer Mutter ist. Das ist genau das , was ich meinte was man nicht tun sollte. Das macht IHr doch schonmal gut! 
Vielleicht könntet Ihr der großen irgendwei verständlich machen, dass Ihr Vater Sie ja auch eine Woche lang nicht hat und er für dich eine ganz andere Liebe empfindet als für die Kinder. 
Und Ihr könnt Verständnis von einer 9-jährigen erwarten, natürlich könnt Ihr das! Traut Ihr etwas zu. Sie ist momentan wahrscheinlich einfach abgnervt, wegen der Wohnsituation bei IHrer Mutter. Und jetzt will sie sich mit aller Kraft gegen etwas wehren. Sie will momentan einfach kein Verständnis zeigen. Aber sie könnte. Aber dafür bracuht Sie Zwit, auch wenn zwei Jahr oder sp sich für Euch lange anhören, für Kinder ist das nach einer Trennung nichts. Also mir war das alles viel zu schnell nach jeweils 6 Monaten mit dem neuen Partner meiner Mutter zusammenzuziehen. Man hat dann einfach keinen wirklichen Zufluchtsort mehr. Also falls Ihr das dann tatsächlich machen solltet, wundert Euch bitte nicht, wenn sie dann viel Zeit in Ihrem Zimmer verbringt, das ist dann wahrscheinlich Ihr Zufluchtsort. Weil auch, wenn es blöd für dich ist. Du bist noch fremd für die beiden und gehörst erstmal nicht mit zum Zuhausegefühl. Das kannst du natürlich ändern mit der Zeit, aber das braucht Zeit..

Das wird schon alles. Ich finde bis jetzt macht ihr das anscheinend ganz gut. Ihr macht Euch Gedanken. Das ist schonmal viel wert. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Noch mehr Inspiration?
pinterest