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Patchwork - Partner will sein Kind für sich

17. Juli um 13:07 Letzte Antwort: 20. Juli um 18:32

Hallo zusammen,
ich bin seit über zwei Jahren mit einem Mann zusammen, der einen Sohn im Kindergartenalter hat. Er hat ihn 3x in der Woche und immer mindestens einen Tag am Wochenende. Meistens mehr. Ich habe selbst zwei Kinder im selben Alter aus meiner vorherigen Ehe. Es könnte also alles ganz wunderbar passen. Aber leider haben wir sehr unterschiedliche Vorstellungen davon wie wir unsere Wochenenden verbringen. Ich wünsche mir, dass wir eine Patchwork Familie werden und gemeinsam Zeit verbringen, zumindest am Wochenende. Meine Kinder mögen meinen Partner sehr und sein Sohn mag mich auch, aber er blockt gemeinsame Zeit ab und sagt er "möchte seinen Sohn für sich allein" haben. Das ist total schwierig für mich, denn somit führt er die zwei entscheidenden Dinge in seinem Leben, seinen Sohn und mich, nicht zusammen. Auf Nachfrage ob das an mir oder meinen Kindern liegt, sagt er nein. Ich verstehe die Beweggründe für sein handeln einfach nicht. Das macht mich sehr traurig, denn ich würde mir einen gemeinsamen Alltag sehr wünschen. Aber er verbringt seine Zeit eben lieber allein mit seinem Kind und lässt mich/ uns nicht teilhaben. Zudem setzt er sich auch nur sehr selten dafür ein, dass wir gemeinsame Zeit zu zweit miteinander verbringen. Im Zweifel entscheidet er sich immer dafür Zeit mit seinem Sohn zu haben und nur wenn das nicht klappt, kommt er zu mir. Ich kann das als Mutter ja ein Stück weit nachvollziehen, aber in diesem Ausmaß verletzt es mich doch sehr, da ich mich frage wie wichtig ihm unsere Beziehung sein kann, wenn er so handelt.

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17. Juli um 13:16

Habt ihr es schonmal mit einem Kompromiss probiert?

Zum Beispiel könnte man ja sagen dass man im Wechsel mal was zusammen unternimmt. Also dass man sagt: alle zwei Wochen alle zusammen und die Wochenenden dazwischen gehört ihm die Zeit alleine mit seinem Sohn.

So wäre es doch eine Möglichkeit alle Beteiligten glücklich zu machen.

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17. Juli um 13:55

Ich kann Dir nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus sagen, dass Patchwork alles andere als einfach ist und in den allermeisten Fällen funktioniert es schlicht und ergreifend nicht. Das kannst Du auch nachlesen, google mal danach. Ich bin auch AE und für mich kommt so ein Modell ums Verrecken nicht mehr in Frage.
Du siehst doch ganz klar, dass Dein Partner das alles auch gar nicht will.
Ich kann mir gut vorstellen, dass er Dich gern mag und die Zeit mit Dir genießt- mehr ist da aber nicht und wird nie sein.
Ihm ist der ganze Stress, den eine solche Konstellation hervorbringt, bereits jetzt zu viel. Und da kann ich ihn sogar verstehen.
Du kannst im Grunde nur das akzeptieren, was er Dir anbietet oder Du suchst Dir einen Partner ohne Kids (falls Du unbedingt einen brauchst).

Wünsche Dir viel Glück!

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19. Juli um 12:13
In Antwort auf tomos_20643908

Hallo zusammen,
ich bin seit über zwei Jahren mit einem Mann zusammen, der einen Sohn im Kindergartenalter hat. Er hat ihn 3x in der Woche und immer mindestens einen Tag am Wochenende. Meistens mehr. Ich habe selbst zwei Kinder im selben Alter aus meiner vorherigen Ehe. Es könnte also alles ganz wunderbar passen. Aber leider haben wir sehr unterschiedliche Vorstellungen davon wie wir unsere Wochenenden verbringen. Ich wünsche mir, dass wir eine Patchwork Familie werden und gemeinsam Zeit verbringen, zumindest am Wochenende. Meine Kinder mögen meinen Partner sehr und sein Sohn mag mich auch, aber er blockt gemeinsame Zeit ab und sagt er "möchte seinen Sohn für sich allein" haben. Das ist total schwierig für mich, denn somit führt er die zwei entscheidenden Dinge in seinem Leben, seinen Sohn und mich, nicht zusammen. Auf Nachfrage ob das an mir oder meinen Kindern liegt, sagt er nein. Ich verstehe die Beweggründe für sein handeln einfach nicht. Das macht mich sehr traurig, denn ich würde mir einen gemeinsamen Alltag sehr wünschen. Aber er verbringt seine Zeit eben lieber allein mit seinem Kind und lässt mich/ uns nicht teilhaben. Zudem setzt er sich auch nur sehr selten dafür ein, dass wir gemeinsame Zeit zu zweit miteinander verbringen. Im Zweifel entscheidet er sich immer dafür Zeit mit seinem Sohn zu haben und nur wenn das nicht klappt, kommt er zu mir. Ich kann das als Mutter ja ein Stück weit nachvollziehen, aber in diesem Ausmaß verletzt es mich doch sehr, da ich mich frage wie wichtig ihm unsere Beziehung sein kann, wenn er so handelt.

So wie sich das liest, möchte dein Partner ganz einfach kein Patchwork. Das ist schade, weil du dir das wünschst, aber wenn er keine gemeinsame Familie mit dir und euren Kindern haben möchte, musst du das leider akzeptieren.

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19. Juli um 12:56

Patchwork ist ja nur ein Schlagwort für ein familiäres Konstrukt, wo Bedürfnisse und Wertvorstellungen vieler Beteiligten zusammen kommen und somit ein ungeheuer komplexes oder gar unlösbares Konfliktpotenzial zusammen kommt.

Ich zb bin AE mit einem kinderlosen Partner,  und allein das schon kann uns in Situationen bringen, die nicht leicht zu lösen sind, aber wo im Vergleich zu anderen Konstellationen "nur" 3 Personen auf einen Nenner zu bringen sind. 

Bei euch scheint es ja schon an der Wichtigkeit der Paarbeziehung zu scheitern,  von der jeweiligen Auslegung der Elternrollen ganz zu schweigen. 

Das ist auf alle Fälle schwierig und aufgrund der Tatsache,  dass du es auch nicht verstehen kannst und dein Partner es nicht erklären kann,  warum er Dinge so handhabt wie er es tut, steht eure Beziehung unter keinem guten Stern. 

Das könntest du so auch versuchen zu vermitteln. Vielleicht ist es ihm nicht wichtig genug,  um einen Kompromiss zu schließen, aber so wie es jetzt ist, wirst du auch nicht glücklich. 

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19. Juli um 13:07
In Antwort auf tomos_20643908

Hallo zusammen,
ich bin seit über zwei Jahren mit einem Mann zusammen, der einen Sohn im Kindergartenalter hat. Er hat ihn 3x in der Woche und immer mindestens einen Tag am Wochenende. Meistens mehr. Ich habe selbst zwei Kinder im selben Alter aus meiner vorherigen Ehe. Es könnte also alles ganz wunderbar passen. Aber leider haben wir sehr unterschiedliche Vorstellungen davon wie wir unsere Wochenenden verbringen. Ich wünsche mir, dass wir eine Patchwork Familie werden und gemeinsam Zeit verbringen, zumindest am Wochenende. Meine Kinder mögen meinen Partner sehr und sein Sohn mag mich auch, aber er blockt gemeinsame Zeit ab und sagt er "möchte seinen Sohn für sich allein" haben. Das ist total schwierig für mich, denn somit führt er die zwei entscheidenden Dinge in seinem Leben, seinen Sohn und mich, nicht zusammen. Auf Nachfrage ob das an mir oder meinen Kindern liegt, sagt er nein. Ich verstehe die Beweggründe für sein handeln einfach nicht. Das macht mich sehr traurig, denn ich würde mir einen gemeinsamen Alltag sehr wünschen. Aber er verbringt seine Zeit eben lieber allein mit seinem Kind und lässt mich/ uns nicht teilhaben. Zudem setzt er sich auch nur sehr selten dafür ein, dass wir gemeinsame Zeit zu zweit miteinander verbringen. Im Zweifel entscheidet er sich immer dafür Zeit mit seinem Sohn zu haben und nur wenn das nicht klappt, kommt er zu mir. Ich kann das als Mutter ja ein Stück weit nachvollziehen, aber in diesem Ausmaß verletzt es mich doch sehr, da ich mich frage wie wichtig ihm unsere Beziehung sein kann, wenn er so handelt.

Ich kann ihn schon verstehen. Er liebt seinen Sohn sehr, vermisst ihn und will die Zeit mit ihm so intensiv wie nur möglich nutzen und seine Aufmerksamkeit nicht teilen/stören lassen. Vielleicht auch, sieht er  keine Zukunft mit dir und baut dich deswegen nicht ein. Ich würde keinen Druck aufbauen und Verständnis zeigen
 

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19. Juli um 17:12

Auch wenn Dein Beitrag nicht an mich adressiert ist und Patchwork für mich nicht (mehr) infrage kommt- Dein Text ist ziemlich unverschämt! 
Erstens weißt Du noch nicht mal, ob die TE "es mit ihrer Familie schon nicht hinbekommen hat"- sie kann auch Witwe sein bzw. es gibt eine Million Gründe, warum Beziehungen nicht funktionieren!
Zweitens sind solche Typen wie Du genau der Grund, warum man als AE keinen Bock mehr auf Männer hat- ab und zu mal vorbei schauen, sich bekochen lassen (macht sie ja sowieso schon allein wegen den Kids), die Alte besteigen und ab die Post nach Hause!
Bloß keine Verbindlichkeit oder Verpflichtungen eingehen... 
Ja klar, kann man so machen.
Nur leider sind die meisten eben nicht ehrlich genug- und DAS ist das Problem!!
 

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19. Juli um 18:44

"Reicht doch, wenn er dich ab und zu besucht und besteigt oder?"


Was läuft in deinem Leben eigendlich falsch?

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19. Juli um 18:44

"Reicht doch, wenn er dich ab und zu besucht und besteigt oder?"


Was läuft in deinem Leben eigendlich falsch?

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20. Juli um 11:54
In Antwort auf rabenschwarz

"Reicht doch, wenn er dich ab und zu besucht und besteigt oder?"


Was läuft in deinem Leben eigendlich falsch?

Bei mir läuft nix falsch. Meine Kinder ham nen Vater und ne intakte Familie.

Und sollten wir irgendwann mal getrennte Wege gehen (was ich nicht glaube), würde ich meinen Kindern keinen Ersatzpapi vor die Nase setzen und ne neue Familie gründen. 

Man kann sich auch mal zurück nehmen und mit dem zufrieden sein, was man hat. 

Ich sag ja nicht, dass sie Enthaltsam leben muss, aber die Kinder haben den Partner nicht gewählt. Und ich finde, da kann man Rücksicht nehmen, wenn man die vorherige Beziehung schon verkackt hat

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20. Juli um 14:13

Ich kann jetzt keine Studien oder Quellen nachweisen, die das belegen, aber ich glaube nicht, dass die Trennungsrate vom Familienmodell abhängt. Es hängt ausschließlich von den beteiligten Personen ab. Mit anderen Worten: Familienleben kann sowohl sehr gut laufen als auch vor die Wand fahren. Das gleiche gilt für Patchworkmodelle. Beides hat Vor- und Nachteile. Ich bin selbst zu 50 % alleinerziehend mit drei Kindern und seit einem guten Jahr mit einer Frau zusammen, die ihrerseits ein Kind hat. Wir lassen uns sehr viel Zeit, verbringen aber auch regelmäßig Zeit zu sechst miteinander, fahren mal für ein paar Tage zusammen in den Urlaub usw. Und auch wenn wir uns beide eine gemeinsame Zukunft mit Zusammenleben wünschen, ist das in nächster Zeit ganz sicher nicht geplant. Nichtsdestotrotz ist es uns ein Anliegen, auch mit allen Kindern gemeinsam Zeit zu verbringen. Das halte ich auch für ziemlich naheliegend. Daher verstehe ich die Beweggründe Deines Partners ebenfalls nicht. Hätte er seinen Sohn einmal die Woche, dann könnte ich schon nachvollziehen, dass er diese Zeit intensiv mit ihm nutzen möchte, wobei auch da ab und zu mal eine gemeinsame Aktivität möglich sein dürfte. Wenn ich meinen Partner liebe, ist es mir doch auch wichtig, dass dieser (vorsichtig) mein Kind kennen lernt und andersrum. Vorausgesetzt ich sehe mit dem Partner eine gemeinsame Zukunft, in welcher Form auch immer. Und in seinem Fall hat er das Kind ja die Hälfte der Zeit. Hier einen Kompromiss zu finden, wäre problemlos möglich. Da er das nicht möchte, steckt irgendetwas anderes dahinter.

Ich kenne jetzt keine Hintergründe, vielleicht macht seine Ex Druck und möchte nicht, dass ihr Kind zu viel mit Dir und Deinen Kindern zu tun hat? Vielleicht denkt er, es tue seinem Sohn nicht gut, wenn da zu viel auf ihn einprasselt? Vielleicht hat er das Gefühl, etwas wieder gutmachen zu müssen? Seltsam ist in jedem Fall, dass er sich nicht richtig erklärt. Womöglich tut er dies nicht, weil er Dich nicht verletzen möchte oder er ihm unangenehm ist (wenn beispielsweise die Ex dahinter steckt). 

Es geht ja auch nicht darum, nun schnell Nägel mit Köpfen zu machen und möglichst schnell die beiden Alltage miteinander zu verschmelzen. Patchwork sollte wachsen, am Besten über einen sehr langen Zeitraum. Aber damit sie wachsen kann, muss man auch sie Samen säen und das gelingt nur, wenn sich alle Schritt für Schritt kennenlernen und vertraut miteinander werden.

Die Vorteile bei solchen Modellen sind oft, dass die Paare in der Regel sehr viel mehr Partnerzeit haben als "normale" Familien. Es sei denn, die Kinder sind permanent oder zu 90 % beim Partner. Wenn es aber Wechselmodelle oder anderweitige Lösungen gibt, bleiben immer diese kinderfreien Inseln, von denen die meisten gestressten Familien träumen. Meine Ehe ist (unter anderem) genau deshalb gescheitert, weil wir uns als Liebespaar verloren haben und meine Ex das was in unserer Beziehung fehlte bei einem anderen wiedergefunden hatte. 

Ich würde möglichst einfühlsam, bestimmt und sachlich nochmal nachfragen, was denn seine Beweggründe sind. Du möchtest es ja einfach verstehen und einordnen. 

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20. Juli um 18:32
In Antwort auf joie_18825562

Bei mir läuft nix falsch. Meine Kinder ham nen Vater und ne intakte Familie.

Und sollten wir irgendwann mal getrennte Wege gehen (was ich nicht glaube), würde ich meinen Kindern keinen Ersatzpapi vor die Nase setzen und ne neue Familie gründen. 

Man kann sich auch mal zurück nehmen und mit dem zufrieden sein, was man hat. 

Ich sag ja nicht, dass sie Enthaltsam leben muss, aber die Kinder haben den Partner nicht gewählt. Und ich finde, da kann man Rücksicht nehmen, wenn man die vorherige Beziehung schon verkackt hat

Schön das deine Kinder einen  Vater haben,  meine Schulfreundin hatte auch einen, dafür hat Muttern sich zuhause wenn er besoffen war die Knochen brechen lassen dürfen..(Und ja, Alkoholismus kann auch erst NACH einer Hochzeit entstehen). Andere halten schön  fürs Kind den Mund, wenn die werten Ehepartner fleißig fremd gehen.


Und stell dir vor, das Ehepartner jung an Unfall oder Krankheit STERBEN wie die Mutter meines Partners oder mein Opa damals kommt auch vor. Hoffen wir geneinsam das dir sowas erspart bleibt, und wenn, das dich keiner anranzt wie sehr du doch Schuld bist und dein Leben "verkackt" hast nur weil du deinen Partner öfter als 2x die Woche sehen willst + seine Familie kennen lernen. Du kannst dich ja schließlich alle 3 Tage besteigen lassen und ansonsten sei mal still.
 

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20. Juli um 18:32
In Antwort auf joie_18825562

Bei mir läuft nix falsch. Meine Kinder ham nen Vater und ne intakte Familie.

Und sollten wir irgendwann mal getrennte Wege gehen (was ich nicht glaube), würde ich meinen Kindern keinen Ersatzpapi vor die Nase setzen und ne neue Familie gründen. 

Man kann sich auch mal zurück nehmen und mit dem zufrieden sein, was man hat. 

Ich sag ja nicht, dass sie Enthaltsam leben muss, aber die Kinder haben den Partner nicht gewählt. Und ich finde, da kann man Rücksicht nehmen, wenn man die vorherige Beziehung schon verkackt hat

Schön das deine Kinder einen  Vater haben,  meine Schulfreundin hatte auch einen, dafür hat Muttern sich zuhause wenn er besoffen war die Knochen brechen lassen dürfen..(Und ja, Alkoholismus kann auch erst NACH einer Hochzeit entstehen). Andere halten schön  fürs Kind den Mund, wenn die werten Ehepartner fleißig fremd gehen.


Und stell dir vor, das Ehepartner jung an Unfall oder Krankheit STERBEN wie die Mutter meines Partners oder mein Opa damals kommt auch vor. Hoffen wir geneinsam das dir sowas erspart bleibt, und wenn, das dich keiner anranzt wie sehr du doch Schuld bist und dein Leben "verkackt" hast nur weil du deinen Partner öfter als 2x die Woche sehen willst + seine Familie kennen lernen. Du kannst dich ja schließlich alle 3 Tage besteigen lassen und ansonsten sei mal still.
 

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