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Passiv Aggressiv - jetzt bin ich es auch

9. September 2006 um 0:41

Hallo,
ich bin neu im Forum. Irgendwo muß ich mich ausquatschen und ich weiß nicht, wo sonst:

Mein Mann ist ein typisch passiv aggressiver Mann.
Wir haben zwei Kinder im Alter von 2 und 3,5 Jahren. Ich bin noch zu Hause, bis das kleine in den Kindergarten geht. Es ist gut so, aber es ist auch anstrengend. Sie schlafen wenig. Sie haben sehr viel Energie. Aber sie sind klasse. Ich falle mit den beiden ins Bett und einer von beiden weckt mich auf. Für die beiden habe ich noch einiges an Energie übrig. Für meinen Mann nicht mehr. Lange hielt ich ihn für einen Sadisten und doch nicht. Er ist total klasse, solange es mir gut geht. Er benimmt sich wie ein A..., wenn ich harte Tage hatte und ihm das erzähle bzw. ihn um Hilfe bitte. Jedesmal, wenn wir zusammen etwas schönes erleben könnten, zieht er sich geschickt zurück, wenn die Kinder keine Zeit für sowas lassen, wirft er mir vor, ich würde nicht mehr zu ihm kommen (und das letzte mal war vielleicht gerade 2-3 Tage her). Zwischen Nichts und Sex ist nichts. Keine Zwischentöne. Ich fühle mich nicht, als ob ich einen Ehemann hätte, sondern, als ob ich in einer WG wohnen würde.
Ich weiß, daß er eigentlich möchte, daß ich angekrochen komme. Nur: Wenn ich es tue, ist es ihm zu früh (nach einem Streit) und er streitet ab, daß ich je zu ihm gekommen wäre, komme ich nicht zu ihm, wirft er mir es vor. Ich kann machen, was ich will, es ist falsch. Angeblich liebt er mich. Ich glaube nicht mehr dran. Er würde nie gehen. Das ist sicher. Lieber schweigend sich ankeifen und mir die Schuld in die Schuhe schieben.
Paartherapie haben wir versucht. Reden. Aber reden geht nicht, weil er sich zurückzieht, sobald ich etwas frage. Fragen ist für ihn ein Angstpunkt, er glaubt dann gleich, ich würde kritisieren. Frage ich nicht, verstehe ich ihn manchmal nicht. Dann gibt es nur Mißverständnisse und Ärger.
Mittlerweile bin ich selbst am Mauern. Ich stecke lieber meine Energie in die Kinder und irgendwann mal wieder in mich, als ständig zurückgewiesen zu werden und Vorwürfe wie "Schmarotzer" zu hören (Wie gesagt, ich arbeite derzeit nicht, bin aber sparsam, aber ich bin eben keine "Ossifrau" (mein Mann hatte schon Kinder zu DDR-Zeiten) und kann und will auch meine Kinder nicht in eine Kita stecken. Ich will sehr wohl wieder arbeiten gehen.) Warum soll ich mir also sowas anhören, bloß weil er sich gerade mal nicht wohl fühlt?
Ich habe nicht die Kraft, eine Trennung durchzustehen. Dabei geht es mir nicht mal mehr um den Mann, sondern um einen Umzug, um Ämterläufe und vor allem, um die Kinder. Ich weiß, daß er dann das Sorgerecht beantragen will, weil er glaubt, ich würde sie ihm versagen wollen. (Totaler Blödsinn, mein Gedanke ist eher, räumliche Trennung, wenn ers braucht, ne eigene Freundin, aber die Kinder sollten schon zu beiden können.)
Eigentlich denke ich gar nichts mehr. Die Kleinkindzeit durchhalten und sich dann neu überlegen.
Ich liebe ihn, aber seine Art hat a) mich total mürbe gemacht und b) mich verändert. So, wie es mir nicht gefällt. Also liebe ich lieber aus der Ferne.

Warum ich das alles schreibe? Ich brauche einen Rat von Leuten, die sich mit dem Phänomen der passiven Agressivität auskennen. Ich habe keine wirkliche Lust mehr, mich zu investieren, ich habe auch die Kraft nicht mehr (habe noch eine krebskranke Mutter und noch ein paar unangenehme Dinge am Hof). Ich weiß, daß es kein Wunder gibt und er sich plötzlich ändert.
Was passiert, wenn ich auf Dauer genauso bin wie er (zumindest nach außen hin)? Es fällt mir zunehmend leichter. Nur gemein sein kann ich noch nicht. Aber ich muß mittlerweile schon heimlich grinsen, wenn er sich über Schweigsamkeit beschwert. Dann denke ich: Siehste, so tuts weh!
Mir tut es weh, so gemein zu denken, ich weiß auch nicht, wo das hinführt. Ich weiß nur, daß es mir nun schon ein Jahr lang geholfen hat, während ich vorher in tiefen Depressionen und Angstzuständen war, die ich vor ihm auch nie kannte.
Der letzte Streit liegt 3 Wochen zurück, seitdem nur Schweigsamkeit. Nur mit den Kindern klappt es irgendwie. Sie wissen, daß wieder was nicht stimmt, aber sie sehen, daß wir uns nicht zerfleischen und sie normal behandelt werden. Sie sehen zwischen uns Eltern Ignoranz.

Danke einfach fürd Zulesen, ich hoffe, daß ich wenigstens heute nacht mal wieder schlafen kann.

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10. September 2006 um 12:41

Kraftlosigkeit
Ja - eigentlich weiß ich, daß es nicht geht.
Entweder bin ich Erwachsen ohne Lösung oder in diesem Fall Kind. Wie auch immer, ich finde den Weg nicht raus.
Ich war schon bei 3 Beratungen in den letzten 2 Jahren. Alle sagen: Zieh aus! Aber wer in der Zeit mich bei den Kindern unterstützt, sagt keiner. Ich habe keine 2 Minuten für mich allein. Derzeit noch. Ab mitte September geht das kleinere dann zweimal die Woche 2,5 Stunden in eine Betreuung, die wir uns eigentlich schon nicht leisten können. Trotzdem hoffe ich, daß ich dann mal ein bißchen Kraft und Ideen finde, etwas zu unternehmen.

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10. September 2006 um 12:50

Auch Hallo
Mein Problem ist, daß mein Mann in einem Bunker sitzt, ab und zu kommt er raus, ganz normal, ausgeglichen, manchmal emotional, aber immer ohne Nähe. Trotzdem bekomme ich dann das Gefühl, die Ehe hätte eine Chance. Nähere michvermutlich zu sehr. Dann geht er plötzlich wieder in seinen Bunker rein. Dann kommt er wieder raus, sieht Streß, wird fies (wie beschrieben) und geht wieder in den Bunker rein und schaltet die Selbstschußanlage ein.
Würde ich jetzt die Sache mit dem "Schmarotzer" klären wollen, würde er 1000 Ausreden für diesen Ausbruch finden und dann mit mir ins Bett wollen. Oder wieder irgendwas losschießen, bis ich mich ganz klein fühlen soll oder wütend, sodaß er mir den "Psychopathen" ans Bein pinkeln kann.
Eigentlich will ich weg und meine Ruhe. Aber wie schon oben geantwortet, ist das verflucht schwer geworden ohne Kraft, ohne Zeit zum konzetrierten Handeln, ohne Geld und mit 2 Kleinkindern.

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10. September 2006 um 13:12

Re:Hmmmm
Ich gebe Dir vollkommen Recht! Absolut. Ich weiß nur nicht weiter. Wie unten auf die anderen schon geantwortet. Solange mein Mann zu Hause ist, fühle ich mich tot. Wenn er weg ist, gehts es mir erheblich besser, nicht gut, nur besser - bis jetzt.

Ich will überhaupt nicht so werden wie er. Aber ich ertrage die Schmerzen nicht mehr, die ich erlebe, wenn ich meine Gefühle zeige. Immer wieder an einer Mauer abzugleiten tut einfach verdammt weh - aus mehreren Gründen. Es ist, als stopfe Dir jemand die schlechte Luft wieder in den Mund, die Du gerade ausatmen wolltest. Ich will diese ständige stumme Konfrontation nicht. Ich möchte gerne mit meinem Mann schönen Tag erleben, auch mal über meine Ideen und Sorgen reden dürfen, Anregungen von ihm bekommen und mal wieder mit ihm lachen. Nähe spüren - nich nur körperliche. Seine Sorgen anhören können und wissen, ob er sie nur erzählen oder auch eine Reaktion möchte, auch mal erleben, daß er Anregungen von mir anhört. Das er mal einen Brief liest, den ich schreibe. Er schreibt keine. Na eben - Austausch! Vielleicht auch mal eine Diskussion - nicht immer gleich beleidigtes Schweigen. Oder das Spieß umdrehen. Woher soll ich wissen, was aus seiner Vergangheit ich gerade berührt habe. (Diesen Eindruck habe ich ziemlich häufig.)
Er sagt: Eine gute Ehe zeichnet sich aus, daß man sich ohne Worte versteht. Warum will er eigentlich diese schlechte Ehe leben? Daß ich sie nicht mehr leben will - so nicht, weiß er. Interessiert ihn aber nicht. Er könnte weg, bleibt aber sitzen und ich komm nicht weg.

Wer meine Batterien auflädt, wenn meine Kinder eigene Wege gehen ? Da habe ich keine Angst. Wenn ich Luft zum Denken habe, bin ich wieder da.

Sorry - Du hast so schön knapp auf den Punkt gebracht geantwortet und ich habe Logorrhoe.

LG Vollmund

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11. September 2006 um 16:57

Hallo Hallo
Hallo Acetat,
ihm gegenüber fühle ich mich schon noch mundtot. Ansonsten war ich selten auf den Mund gefallen.
Als Anklage kann ich antworten auf meine Fragen nicht empfinden. Sonst dürfte man nicht fragen.
Stück für Stück zu Deinen Fragen:
Er hatte schon eine fast 20 Jährige Ehe hinter sich und daraus 3 Kinder. Somit glaubte ich, daß er ja doch einige Erfahrungen gesammelt hat. Zumindest hörte er sich so an. Einige Dinge, die er mir erzählte gaben mir schon zu denken, aber er erzählte sie. Also hielt ich sie für reflektiert, bewußt gemacht. Ich habe auch eine kinderlose 5 Jährige Ehe hinter mir (völlig anderer Art) und bin sowieso ständig am reflektieren. (Eine Sache, mit der mein Mann nicht klar kommt.) Ich habe mir einfach nicht vorstellen können, daß ein Mensch vorher so offen ist und später blitzschnell sich in einen Bunker zurückzieht. Sowas habe ich vorher nie erlebt. Wenn ich jetzt zurückdenke, habe ich aber einiges einfach übersehen bzw. mir nicht vorstellen können.
Er sagte: Er und seine Ex-Frau hätten gewußt, auf welchen Knopf man drücken muß, damit der andere hochgeht. Da glaubte ich: Also haben sie das vermieden und es ging trotzdem schief. NEIN! Er drückt ganz bewußt auf solche Knöpfe. (Er versucht mich seit Tagen hochgehen zu lassen - mittlerweile klappts nicht mehr - Nun versucht er es über die Kinder).
Zum Haushalt: Er teilt ganz gut Arbeit. Er nimmt auch problemlos die Kinder ab. AUßER: Ich erzähle, daß es ein schlechter Tag war und ich Hilfe brauche. Dann kann ich darauf warten, daß er sich zurückzieht. Er hat Streß auf der Arbeit und arbeitet verflucht viel. Diese Seite kann ich sehr gut nachvollziehen: Wir haben den gleichen Job in der gleichen Firma und das gleiche Geld (ich gehabt). Er hatte allerdings vor mir was angespart und ich Schulden aus meiner Scheidung. Er wurde eingestellt, weil für mich allein der Job zuviel wurde. Jetzt ist nochmehr Arbeit da und unser Chef und nichts verbessert. Mein Mann machts allein, aber mit schlechterem Stand. (Unser Chef und ich können gut und effektiv diskutieren, mein Mann nicht). Mein Mann hat mich früher immer als "Chefin" bezeichnet, was mich total geärgert hat. Ich war es nie, auch nicht von der Kompetenz her. Wir haben die Arbeit gut geteilt, verschiedene Kompetenzen und sind eher gleichgestellt. Ich könnte seinen Bereich nicht komplett übernehmen, er meinen nicht. Aber zusammen sind wir super. Er sah es vielleicht anders. Zu Hause sieht das anders aus. Die Kompetenz würde sich super ergänzen, aber zu Hause läßt er keine Absprachen zu. Er würde vermutlich akzeptieren, wenn jemand über uns stehen würde und uns die Arbeit verteilt. Das gibt es zu Hause nicht und ist auch nicht mein Ding. Somit kollidieren wir zu Hause in vielen Bereichen. Oder legen uns gegenseitig lahm. Die Frage: Wann wollen wir losgehen, damit wir es schaffen (er ist der bessere Zeitmanager), darf ich nicht stellen: 1000 Ausreden und Streit vom Zaun brechen. Konktrete Fragen sind von meiner Seite her nicht erlaubt.

Somit gibt es auch keine Absprachen zur Erziehung. Manches übernimmt er von mir, manches ich von ihm, aber manches geht durcheinander. Ich habe mich damit abgefunden und vermittle den Kindern: Das ist Papa, das ist Mama. Und da er - auch wenn wir zusammen was unternehmen (leider selten - außer einkaufen), immer für sich alleine läuft mit einem Kind als Ausrede oder sich zu anderen abseilt, gibt es für die Kinder kaum ein Hüh oder Hott. Nu hat er sich aber erlaubt, über meinen Kopf weg zu meiner Tochter zu sagen, daß er eine Woche alleine mit ihr zu Oma fährt. Ne - so nicht. Da muß ich widersprechen. Nicht in diesem Zustand.

Wie ich auf sein Mauern reagiert habe? Wenn er mit der Kinnlade am Boden nach Hause kam, habe ich ihn ganz normal begrüßt, geküßt, umarmt. Er hat mich zurückgewiesen, "abtropfen lassen". Am Anfang habe ich gefragt, was los ist. "Gar nichts ist los". Dann brach seine Wut vom Zaun und ich wußte gar nicht wie mir geschieht (Der Ärger lag meist irgendwo anders). Dann fragte ich nicht mehr, wartete ab und versuchte ihn nach 1-2 Tagen einfach lieb zu fragen, zu sagen, daß ich nicht weiß, was ist: Wieder: Es ist nichts und dann Streit.
Dann habe ich länger gewartet (für mich furchtbar), habe nur mal angetippt, sein lassen und er kam nach 1 Woche: Er kann nicht mehr, warum ich so kalt sei, warum ich ihn nicht in den Arm nehmen würde. (Danke - bei den Fehlgeschlagenen Versuchen). Diese Frage brachte mich hoch. Dann gab es Streitereien um unsere Tochter. Mit 3 Monaten wirds schwierig. Das konnte er sich gar nicht vorstellen. Er wollte eine Eheberatung. Der Berater blickte bei meinem Mann nicht durch. Ich auch nicht. Abgebrochen. Dann zog sich das immer wieder weiter. Als mein Sohn kam, wurde es richtig schwierig. Er war auch noch ein Schreikind, meine Tochter sehr lebhaft. Ich war oft am Ende, mein Mann verstand das noch weniger (Ich war ja zu Hause), schlief eh schon lange auf dem Sofa. Da schrie ich nur noch rum oder heulte rum. Dann kümmerte er sich um eine vernünftige Eheberatung. Die rieten mir, zu gehen, wenn ich es wirklich wollte (ich sei ja stark - das war ich aber nicht - mit einem 2 Jahre und einem 6 Monate alten Kind) und versuchten meinen Mann zu klaren Aussagen zu bringen. Das waren so 6 Sitzungen. Wirklich gut. Nach einem Riesenstreit wollte ich den nächsten Termin nicht wahrnehmen. Ich wollte nicht die ganzen unfairen Anklagen nochmal hören. Ich hätte später weitergemacht, aber er wollte nicht mehr. Seitdem fühle ich mich mit mauern besser. Aber nur, bis ich die Kraft habe, Konsequenzen zu ziehen.
Er hat nur einmal gesagt, daß er Angst vor konkreten Fragen habe (Das wußte ich schon lange). Ansonsten hält er sein Schweigen für völlig normal und nicht erklärenswert. Er war ja früher mal bei einem Psychiater, ne ne - der Fehler liegt bei mir allein. Ich war ja noch nie. Ich sollte da mal hin. (Auch wenn ich auch nicht einfach bin, aber so leicht ist es nicht, Nichtkommunizieren abzukanzeln).
Bei mir scheint es anders rum zu sein, als bei Dir. Am Anfang Offenheit und auch offenes Streiten und nun das Gegenteil. Ich bin ein Mensch, der schnell sich laut und deutlich Luft macht, mal kurz Ruhe (eben Spaziergänge) braucht und dann wieder mir klarem Kopf und ruhig reden kann - sich entschuldigen kann - oder was auch immer ansteht. Er ist das genaue Gegenteil. Er sitzt es aus.
Ab morgen hat er Urlaub. AAAAAAHHHHHHHHH!

Danke für die Sonne im Herzen. Die brauche ich und teile sie gern mit Dir. (Könnte er auch gebrauchen, aber er mag Licht nicht).
P.S.Ich habe mich noch nie so gut angesprochen gefühlt wie von Dir. Danke

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14. September 2006 um 11:59

Danke
Hallo Acetat,
bin grad ein bißchen im Streß und muß mir deshalb Deine Antwort nochmal in Ruhe durchlesen.
Aber erstmal das, was mir kurz einfällt.
Zum "Zur Oma fahren". Ich kann das nicht zulassen, ihn mit einem oder zwei Kinder weggehen zu lassen, wenn nichts zwischen uns gesprochen wird. Ich ruft dann auch nicht an und ich vergehe vor Angst. Erst muß klar sein, daß wir zusammen eine Richtung haben, dann ist das fahren lassen kein Problem. Aber das hat sich vorerst erledigt. Er verhält sich plötzlich wieder so, als wäre nie was gewesen. Was der Auslöser war, weiß ich nicht. Entweder, daß er jetzt Urlaub hat oder das er mich nicht hochbringen konnte oder daß ich solche Schmerzen in der Hüfte kriegte, daß er mich kleinlaut sah (Ich habs versucht nicht sehen zulassen, weil ich das plötzliche Mitleid dann hasse, wenn vorher so eine Kälte war, aber er tauchte plötzlich während der Schmerzattacke auf.) Für mich eine blöde Situation. Ich kann mich mit diesen Schmerzen zwar nicht bewegen, fühle mich aber erheblich besser als mit den anderen Problemen. Somit ärgert mich seine "Hilfe" an der Stelle mehr. Aber das ist mein Problem.
Zum Deinen ganzen Vermutungen: Ich empfinde es genauso. Nur habe ich keine Lust pausenlos für andere Menschen Verständnis zu haben. Er ist 16 Jahre älter, da muß er sich schon allein um seine Freizeit kümmern. Tut es aber nicht. Es gibt hier einen Bekannten, der schon lange mit meinem Mann zusammen Schachspielen möchte. Mein Mann tut es nicht. Er wollte schon lange zum Yoga. Er tut es nicht. Und und und.... Es ist auch so, wenn er krank ist. Lieber Schmerz und Krankheit ganz tief spüren, als irgendwas tun, was hilfreich ist. Ich häng mich da nicht mehr rein. Folge: Jeder lebt für sich. Hilflos ist er. Aber er scheint es auch zu genießen. Soll er.
Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht. Nächste Woche fahren wir zusammen zur Oma. Dort ist es immer erholsam. Seine Mutter ist echt okay und kann super mit den Kindern. Dann fühlt er sich auch wieder heimisch.

Ich antworte später auf den Rest - da ich jetzt noch ganz viel erledigen muß, bevor er mit den Kindern heimkommt.

Nochmal ein dickes Danke!
Wie geht es Dir eigentlich ?? Schreibst Du hier, weil Du gerne im Forum bist oder bist Du hier, weil Du auch was loswerden mußt?

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13. Oktober 2006 um 11:18

Endlich mal wieder da
Hallo Acetat,
tut mir leid, daß ich so sang und klanglos verschwunden bin. Wir waren eine Woche bei der Schwiegermutter (war das schön!), dann war meiner Mutter 3 Wochen bei mir (schön, aber streß pur) und nun bin ich seit 3 Tagen wieder allein zu hause, da mein Mann auf Dienstreise war.

Wie ging es die letzten Wochen ? Total gut. Wenn man bereit ist, den Streit einfach zu vergessen (was ich nicht bin, aber ich war auch froh, mal Ruhe vor solchen Problemen zu haben), dann könnte man fast sagen: Gute Ehe, auch wenn beide verflucht viel am Hals haben. Bei ihm geht es auf Arbeit wieder genauso herb zu, wie zur Zeit des "Streites". Mein Jüngster beschert mir Nächte, mit denen ich nur noch halbwach durch die Gegend torkele und heute war das volle Chaos - mit meinem Kleinen. Die größere ist noch im Kindergarten. Superlebhaft, aber derzeit nicht in der Trotzphase.
Ich habe mit meinem Mann jetzt nicht gesprochen, daß dei Situation in mir fest sitzt, weil mir alles um die Ohren schlägt. Aber es muß sein, bevor es wieder eskaliert.
Ich muß aber auch einen Weg finden, meine Probleme anzubringen, ohne einen Streit vom Zaun zu brechen, zu dem keiner Nerven hat. Das ist nicht einfach. Ich bin übrigens auch Wassermann. Mein Mann Waage. Das soll zwar angeblich im Leben passen, zum Diskutieren passt es nicht.
Die Schmerzen in der Hüft hängen mit der Rumschlepperei der Kinder (wir haben kein Auto, wir laufen alles und sie bleiben nicht immer da, wo sie sollen) zusammen. Nach der Geburt war das Becken ja sehr weich und da verrenkt sich leicht was. Vermutlich das Iliosakralgelenk. Meine Homöopathin hat mir was gegeben, was schon toll gewirkt hat, ein Osteopath(in) muß noch Hand anlegen, da habe ich nun auch endlich eine Adresse in der Nähe bekommen. Es muß ja während der Kinderbetreuungszeit sein.
Zu Deiner Beobachtung:
Meine Mutter ist ein Mensch, der sich so gut wie gar nicht innerlich weiterbewegt, aber ständig davon gesprochen hat. Ich habe - als Tochter - die Art zu reden oft übernommen und erst jetzt, seit ich Kinder habe, gemerkt, wie wenig ich mit der übernommenen Art innerlich anfangen kann. Stellt man sowas so spät fest, kommt man sich ganz schön dumm vor. Mich würde mal interessieren, wieviele Menschen innerlich weiterkämen, wenn sie wüßten, was sie loslassen sollten. Ich selbst merke bei so manchen Reaktionen meinerseits oft erst hinterher, wie blöd es war. Und komme mir dann wie ein Versager vor, der nichts dazu lernt, außer der Erkenntnis, daß er nichts gelernt hat. Manchmal hätte ich gerne einen Beobachter von außen, der mir qualifizierte Kritik entgegen bringt und nicht nur die "Ätsch-Bätsch-Polemik", der ich schon manchmal in Foren begegnet bin.
Liebe Grüße
Wieder mal mundtot - aus anderen Gründen - aber das Ergebnis ist das selbe

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22. Februar 2007 um 18:09

Buchempfehlung
Hallo "mundtot",

wahrscheinlich komme ich noch nicht zu spät mit meiner Antwort.

Erst mal möchte ich Dich darin bestärken, auf jeden Fall diesen Mann zu verlassen. Du wirst sehen, es wird Dir bereits nach ein paar Wochen viel besser gehen, denn ER ist die Ursache für Deinen riesigen Energie- und Hoffnungsverlust! Er ist die Ursache, dass Du Dich ständig schlecht fühlst. Auch für und gerade wegen Deiner Kinder wird es besser sein, wenn sie wieder ein normales Miteinander und kein Gegeneinander oder Nebeneinander erleben. Selbst, wenn Du erst mal mit den Kindern allein dastehen wirst und momentan den Eindruck hast, Du hättest nicht genug Kraft für eine Trennung, wirst Du erstaunt sein, wie schnell Du nach einer Trennung wieder über Kraft und Energie verfügen wirst.

Ich habe mich auch gerade von einem passiv-aggressiven Mann nach einem halben Jahr getrennt, weil seine Beleidigungen und Verdrehungen der Tatsachen, sein Rückzug und sein Schweigen für mich einfach nicht mehr erträglich waren. Ich habe an mir allerdings auch festgestellt, dass ich zunehmend seine eigenen Taktiken bei ihm angewandt habe, um ihm zu zeigen, wie verletztend er ist. Andererseits bin ich auch immer mehr dazu übergegangen, die Probleme, die er verursacht hat, nicht mehr anzusprechen, da ja jede Reaktion meinerseits, egal welche falsch war! Das führt aber auf lange Sicht zu keiner Verbesserung. Ich kann nur allen betroffenen das Buch "Warum Männer mauern" von Scott Wetzler wärmstens ans Herz legen. Er beschreibt darin für Laien sehr gut verständlich, worin die Probleme eines passiv-aggressiven Menschen bestehen und wie man als sein Partner versuchen kann, diese Probleme und unterschwelligen Konflikte zu vermeiden bzw. sie zu lösen. In den meisten Fällen wird aber eine psychotherapeutische Behandlung des Betroffenen notwendig sein. Das setzt aber in beiden Fällen voraus, dass auch der Betroffene selber eine Änderung wollen muß. Und ich denke, daran wird es in den meisten Fällen dann auch scheitern, da ja gerade die Einsicht beim passiv-aggressiven Menschen, dass er selber Fehler gemacht hat nicht vorhanden ist. Somit wird es wohl in den meisten Fällen unweigerlich früher oder später zu einer Trennung führen, so traurig das auch ist. Aber irgendwann muß man wieder zu seinem Selbstschutz übergehen! Der Passiv-aggressive wird erst mal wüten und auf seine Art um sich schlagen, wenn er mitbekommt, dass Du ihn verlassen willst. Aber glaube mir auf lange Sicht lohnt es sich, diesen Schritt zu machen. Es wird Dir anschließend viel besser gehen. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück und viel neue Kraft, bei dem was Du tun wirst! LG

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12. August 2007 um 11:20
In Antwort auf klava_12037344

Buchempfehlung
Hallo "mundtot",

wahrscheinlich komme ich noch nicht zu spät mit meiner Antwort.

Erst mal möchte ich Dich darin bestärken, auf jeden Fall diesen Mann zu verlassen. Du wirst sehen, es wird Dir bereits nach ein paar Wochen viel besser gehen, denn ER ist die Ursache für Deinen riesigen Energie- und Hoffnungsverlust! Er ist die Ursache, dass Du Dich ständig schlecht fühlst. Auch für und gerade wegen Deiner Kinder wird es besser sein, wenn sie wieder ein normales Miteinander und kein Gegeneinander oder Nebeneinander erleben. Selbst, wenn Du erst mal mit den Kindern allein dastehen wirst und momentan den Eindruck hast, Du hättest nicht genug Kraft für eine Trennung, wirst Du erstaunt sein, wie schnell Du nach einer Trennung wieder über Kraft und Energie verfügen wirst.

Ich habe mich auch gerade von einem passiv-aggressiven Mann nach einem halben Jahr getrennt, weil seine Beleidigungen und Verdrehungen der Tatsachen, sein Rückzug und sein Schweigen für mich einfach nicht mehr erträglich waren. Ich habe an mir allerdings auch festgestellt, dass ich zunehmend seine eigenen Taktiken bei ihm angewandt habe, um ihm zu zeigen, wie verletztend er ist. Andererseits bin ich auch immer mehr dazu übergegangen, die Probleme, die er verursacht hat, nicht mehr anzusprechen, da ja jede Reaktion meinerseits, egal welche falsch war! Das führt aber auf lange Sicht zu keiner Verbesserung. Ich kann nur allen betroffenen das Buch "Warum Männer mauern" von Scott Wetzler wärmstens ans Herz legen. Er beschreibt darin für Laien sehr gut verständlich, worin die Probleme eines passiv-aggressiven Menschen bestehen und wie man als sein Partner versuchen kann, diese Probleme und unterschwelligen Konflikte zu vermeiden bzw. sie zu lösen. In den meisten Fällen wird aber eine psychotherapeutische Behandlung des Betroffenen notwendig sein. Das setzt aber in beiden Fällen voraus, dass auch der Betroffene selber eine Änderung wollen muß. Und ich denke, daran wird es in den meisten Fällen dann auch scheitern, da ja gerade die Einsicht beim passiv-aggressiven Menschen, dass er selber Fehler gemacht hat nicht vorhanden ist. Somit wird es wohl in den meisten Fällen unweigerlich früher oder später zu einer Trennung führen, so traurig das auch ist. Aber irgendwann muß man wieder zu seinem Selbstschutz übergehen! Der Passiv-aggressive wird erst mal wüten und auf seine Art um sich schlagen, wenn er mitbekommt, dass Du ihn verlassen willst. Aber glaube mir auf lange Sicht lohnt es sich, diesen Schritt zu machen. Es wird Dir anschließend viel besser gehen. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück und viel neue Kraft, bei dem was Du tun wirst! LG

Nach 5 Monaten...
Hallo Rockkonzertfan,
irgendwie hat die Email-Benachrichtigung nicht funktioniert. Deshalb habe ich Deine PN erst heute gesehen. Die Antwort auf die PN hat auch nicht funktioniert. Ich bin immer noch mit ihm zusammen. Weil ich die Trennung nicht schaffe. Nicht psychisch, sondern physisch. Das Buch kenne ich, habe ich erst heute wieder in die Hand genommen. Aber wie Du schon schreibst, er muß auch was ändern wollen. Das scheint nicht der Fall zu sein. In einem Monat gehen meine Kinder zu zweit in den Kindergarten. Es wird das erste mal sein, daß ich Zeit für mich habe. Für ein halbes Jahr, bevor ich arbeiten muß, aber das sollte reichen. Nur ist meine Mutter im Endstadium Krebs und ist sehr weit weg. Ich vermute fast, daß der nächste Hammer für mich bereitliegt.
Ach Sch.... Ich weiß nicht mehr weiter. Ich schaff nichts mehr, kann noch nicht mal zum Psychischen Berater, ohne meine Kinder dabei zu haben. Nicht in diesem Monat.

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21. Januar 2008 um 15:25

Ich bin ein passiv-aggressiver Mann
Hallo
Ihr text ist nun schon anderthalb jahre alt, aber ich lese daraus, daß Sie eine Trennung nicht vollziehen können und Ihre Gefühle völlig zerüttet sind.
Ich bin genau der Typ den Sie beschreiben und ich weiß aus eigener Erfahrung daß diese Probleme über viele Jahre gehen.
Also möchte ich gerne versuchen mit Ihnen zu kommunizieren.
Eine meterdicke Mauer ist um meine Gefühle herum, ich habe meine Ehefrau psychisch krank gemacht, sie manipuliert bis zum gehtnichtmehr und mein eigenes Leben in einen einzigen Scherbenhaufen verwandelt. Nachdem meine Frau nach 3-jährigem Kampf, mehreren Versuchen, Paartherapie etc. mich endgültig verlassen hat, hat ihr ein Mann den sie kennenlernen wollte, ihr das Buch 'Warum Männer mauern'empfohlen.
Meine Frau hat mir daraus vorgelesen und danach war nichts mehr wie zuvor.
Es ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen was ich für ein gigantisches ... bin. Seit ich nun dieses Buch lese ringe ich mit meinen Dämonen die Legion sind, fechte mit dem 'Voldemort' (der ultraböse Zauberer aus 'Harry Potter') in mir.
Dies ist Gegenwart.
Ich bin gelernter Steinmetz, also ohne Vorkenntnis von Psychologie, aber mir wurde mit einmal - schlagartig klar - was da gelaufen ist - und die fast alles umfassende zerstörerische Reichweite MEINES Problems.
Ich betone MEIN Problem, weil Sie sind mit 100%er Sicherheit ein liebenswerter netter herzensguter Mensch. Ihr Mann hat das Problem - nicht Sie.
Sie aber leiden daran, daß Ihr Mann überaus geschickt die Wahrnehmung der Wirklichkeit verdreht.
Das kann ich ganz einfach behaupten, denn genau das habe ich über viele Jahre auch getan.
Ich will mich nicht in Fallbeispielen ergehen ( kann das aber gerne tun, wenn interesse besteht ), sondern lieber Ursachen erklären.

Für mich waren Gefühle etwas das mann nicht hat.
Und wenn doch, schnell darüber hinweggehen, am besten nicht anmerken lassen.
Ich hatte keine Angst : ich kann bei rot über die ampel gehen, schlägertypen provokativ entgegentreten, wenn meine Frau geweint hat war ich genervt.
Ich war immer stolz auf die unsichtbare Inschrift auf meiner Stirn :
ACHTUNG ÄRGER !
Ich konnte das philosophisch mit Epikur, der Stoa und den Sufis untermauern sic.

Ich hatte keinen Zugang zu meinen Gefühlen.
Bevor ich meine Frau kennenlernte war ich 3 Jahre mit einer anderen Frau zusammen die ich sehr geliebt habe. Diese Frau verließ mich.
Ich war waidwund vor Liebeskummer.
Mit großer Macht verschloß ich auch dieses Gefühl irgendwo im Dunkel meines unterbewußtseins und war fortan felsenfest der Meinung : das ist kein Problem mehr für mich.

Ich kann mich heute nicht daran erinnern, ob mein Vater mich jemals in den Arm genommen hat oder mir was nettes gesagt hat.
Dasselbe hab ich jahrelang mit meinen Kindern gemacht, oder eben nicht.

Meine Frau hat neben mir gelitten das Aschenputtel daneben Ferien auf der Wellnesfarm verbracht hat, aber wenn man mich gefragt hat, gings mir gut ! Und das hat aus meiner damaligen Sicht auch gestimmt. Jeder normal denkende Mensch hat sich anden Kopf gegriffen aber keiner war willens oder in der Lage mir etwas zu sagen geschweige denn begreiflich zu machen.

Heute schäme ich mich unglaublich dafür.

Gefühle sind ein täglich Brot und wer sich das versagt der stirbt.
Nur das Typen wie ich erst ihre Nächsten und Liebsten quälen.

( ganz großes seufz ... schnief )

Eine Trennung ist mit Sicherheit eine gute Lösung.
Wieder zusammenkommen können unter neuen Vorraussetzungen grandios.
Die Trennung setzt den Mann unter Druck : entweder noch weiter abkapseln, wenn das noch geht, oder positive Veränderung.

Das ist allerdings verteufelt vertrackt.
Ich nenne es meine Dämonenschar.
Sie lauern hinter jeder guten Absicht, den meisten netten Worten, stecken in den mitgebrachten Blumen.
In den intrigantesten Scleifen und doppelten Wendungen bringen sie mich dazu der charmanteste verführerischste Mann je gesehen zu sein um dann wieder aus heiterstem Himmel eingeschnappt, sensibel verletzt zusein ohne für meine Frau erkennbaren Grund.
Ich habe das Spiel meiner Dämonen durchschaut und schaudere vor der zersörerische intelligenz mit der sie zu werke gehen.

Vor zehn Jahren habe ich mit Hilfe von Allen Carr's Buch 'Endlich Nichtraucher' das Rauchen aufgegeben.
Vor sechzehn Monaten habe ich Hilfe seines Buches 'Endlich ohne Alkohol' das Trinken aufgegeben.
Ich war sehr stolz darauf, aber es war nur Vorgeplänkel jetzt endlich aufzugeben ein ... vor dem Herrn zu sein, die Dämonen rigoros zu besiegen, Gefühle zu erleben , sie zu genießen, meinen Kindern Hoffnung zu geben und meiner geliebten Frau all die Kraft die Sie braucht - kurz endlich ein netter Mensch zu sein.

Ich bedanke mich für Ihr zulesen.

Steve Ellard



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21. Januar 2008 um 15:50
In Antwort auf mica_984480

Auch Hallo
Mein Problem ist, daß mein Mann in einem Bunker sitzt, ab und zu kommt er raus, ganz normal, ausgeglichen, manchmal emotional, aber immer ohne Nähe. Trotzdem bekomme ich dann das Gefühl, die Ehe hätte eine Chance. Nähere michvermutlich zu sehr. Dann geht er plötzlich wieder in seinen Bunker rein. Dann kommt er wieder raus, sieht Streß, wird fies (wie beschrieben) und geht wieder in den Bunker rein und schaltet die Selbstschußanlage ein.
Würde ich jetzt die Sache mit dem "Schmarotzer" klären wollen, würde er 1000 Ausreden für diesen Ausbruch finden und dann mit mir ins Bett wollen. Oder wieder irgendwas losschießen, bis ich mich ganz klein fühlen soll oder wütend, sodaß er mir den "Psychopathen" ans Bein pinkeln kann.
Eigentlich will ich weg und meine Ruhe. Aber wie schon oben geantwortet, ist das verflucht schwer geworden ohne Kraft, ohne Zeit zum konzetrierten Handeln, ohne Geld und mit 2 Kleinkindern.

Du hast die Kraft - du hast es verdient, das es besser wird
Meine Frau hat mich mit 6 Kindern verlassen - ohne Geld - ohne wirkliche Hilfe - gegen die Widerstände der Eltern.
Wenn dein Mann nicht bereit und sichtbar willens zum Persönlichkeits-wandel ist, macht NUR Trennung Sinn !!!
Ihr könnt wieder zusammenkommen wenn er sich neu zusammengesetz hat, aber du kannst das nicht ( NICHT ) für ihn tun.
Wir passiv-aggressiven Männer bauen darauf, daß Frauen uns helfen wollen - werden aber keine Hilfe zulassen. Nur so tun als ob. Wir können nicht anders.
Erst wenn ein echter Zugang zu den Gefühlen hergestellt ist, ist Besserung in Aussicht.

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20. Juli 2013 um 9:29

!
...UND WIE IST ES JETZT; SIEBEN jAHRE DANACH? alles gute, benjamin

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21. Juli 2013 um 21:55

Ich
ich denke, ob ich so auch bin. Oder ich sage ales, was im Moment denke.

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10. August 2013 um 12:56

Buchempfehlung
Hallo, ich habe mit meinem Mann genau die gleichen Probleme gehabt, bin zu einer Selbsthilfegruppe gegangen und da wurde uns dieses Buch empfohlen:
http://zumlink.de/passiv ihr werdet euren Mann dann sicherlich besser verstehen.

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8. Juni 2015 um 6:37

Noch jemand da?
Huhu,ist noch jemand hier aktiv,der zu diesem Thema geschrieben hat damals?Ich benötige wirklich Austausch hierzu und glaube endlich gefunden zu haben was das Problem mit meinem Partner und Vater meines Kindes ist , dank euch.Wort für Wort passt alles, hätte aber Interesse zu wissen wie ihr mit dieser Problematik mit euren Kindern umgeht dass die nicht auch noch einen grossen Schaden davon tragen......Mein Kind ist gerade ein Jahr alt und ich habe so Angst um ihn. Liebe Grüße

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3. Juni 2017 um 7:42
In Antwort auf mica_984480

Hallo,
ich bin neu im Forum. Irgendwo muß ich mich ausquatschen und ich weiß nicht, wo sonst:

Mein Mann ist ein typisch passiv aggressiver Mann.
Wir haben zwei Kinder im Alter von 2 und 3,5 Jahren. Ich bin noch zu Hause, bis das kleine in den Kindergarten geht. Es ist gut so, aber es ist auch anstrengend. Sie schlafen wenig. Sie haben sehr viel Energie. Aber sie sind klasse. Ich falle mit den beiden ins Bett und einer von beiden weckt mich auf. Für die beiden habe ich noch einiges an Energie übrig. Für meinen Mann nicht mehr. Lange hielt ich ihn für einen Sadisten und doch nicht. Er ist total klasse, solange es mir gut geht. Er benimmt sich wie ein A..., wenn ich harte Tage hatte und ihm das erzähle bzw. ihn um Hilfe bitte. Jedesmal, wenn wir zusammen etwas schönes erleben könnten, zieht er sich geschickt zurück, wenn die Kinder keine Zeit für sowas lassen, wirft er mir vor, ich würde nicht mehr zu ihm kommen (und das letzte mal war vielleicht gerade 2-3 Tage her). Zwischen Nichts und Sex ist nichts. Keine Zwischentöne. Ich fühle mich nicht, als ob ich einen Ehemann hätte, sondern, als ob ich in einer WG wohnen würde.
Ich weiß, daß er eigentlich möchte, daß ich angekrochen komme. Nur: Wenn ich es tue, ist es ihm zu früh (nach einem Streit) und er streitet ab, daß ich je zu ihm gekommen wäre, komme ich nicht zu ihm, wirft er mir es vor. Ich kann machen, was ich will, es ist falsch. Angeblich liebt er mich. Ich glaube nicht mehr dran. Er würde nie gehen. Das ist sicher. Lieber schweigend sich ankeifen und mir die Schuld in die Schuhe schieben.
Paartherapie haben wir versucht. Reden. Aber reden geht nicht, weil er sich zurückzieht, sobald ich etwas frage. Fragen ist für ihn ein Angstpunkt, er glaubt dann gleich, ich würde kritisieren. Frage ich nicht, verstehe ich ihn manchmal nicht. Dann gibt es nur Mißverständnisse und Ärger.
Mittlerweile bin ich selbst am Mauern. Ich stecke lieber meine Energie in die Kinder und irgendwann mal wieder in mich, als ständig zurückgewiesen zu werden und Vorwürfe wie "Schmarotzer" zu hören (Wie gesagt, ich arbeite derzeit nicht, bin aber sparsam, aber ich bin eben keine "Ossifrau" (mein Mann hatte schon Kinder zu DDR-Zeiten) und kann und will auch meine Kinder nicht in eine Kita stecken. Ich will sehr wohl wieder arbeiten gehen.) Warum soll ich mir also sowas anhören, bloß weil er sich gerade mal nicht wohl fühlt?
Ich habe nicht die Kraft, eine Trennung durchzustehen. Dabei geht es mir nicht mal mehr um den Mann, sondern um einen Umzug, um Ämterläufe und vor allem, um die Kinder. Ich weiß, daß er dann das Sorgerecht beantragen will, weil er glaubt, ich würde sie ihm versagen wollen. (Totaler Blödsinn, mein Gedanke ist eher, räumliche Trennung, wenn ers braucht, ne eigene Freundin, aber die Kinder sollten schon zu beiden können.)
Eigentlich denke ich gar nichts mehr. Die Kleinkindzeit durchhalten und sich dann neu überlegen.
Ich liebe ihn, aber seine Art hat a) mich total mürbe gemacht und b) mich verändert. So, wie es mir nicht gefällt. Also liebe ich lieber aus der Ferne.

Warum ich das alles schreibe? Ich brauche einen Rat von Leuten, die sich mit dem Phänomen der passiven Agressivität auskennen. Ich habe keine wirkliche Lust mehr, mich zu investieren, ich habe auch die Kraft nicht mehr (habe noch eine krebskranke Mutter und noch ein paar unangenehme Dinge am Hof). Ich weiß, daß es kein Wunder gibt und er sich plötzlich ändert.
Was passiert, wenn ich auf Dauer genauso bin wie er (zumindest nach außen hin)? Es fällt mir zunehmend leichter. Nur gemein sein kann ich noch nicht. Aber ich muß mittlerweile schon heimlich grinsen, wenn er sich über Schweigsamkeit beschwert. Dann denke ich: Siehste, so tuts weh!
Mir tut es weh, so gemein zu denken, ich weiß auch nicht, wo das hinführt. Ich weiß nur, daß es mir nun schon ein Jahr lang geholfen hat, während ich vorher in tiefen Depressionen und Angstzuständen war, die ich vor ihm auch nie kannte.
Der letzte Streit liegt 3 Wochen zurück, seitdem nur Schweigsamkeit. Nur mit den Kindern klappt es irgendwie. Sie wissen, daß wieder was nicht stimmt, aber sie sehen, daß wir uns nicht zerfleischen und sie normal behandelt werden. Sie sehen zwischen uns Eltern Ignoranz.

Danke einfach fürd Zulesen, ich hoffe, daß ich wenigstens heute nacht mal wieder schlafen kann.

Hi mundtot das ist ja schon Jahre her wäre aber  mal spannend zu wissen wie es weiter gegangen ist. Ich kenne diese Situation und mir hat das Buch von Scott Wetzlar geholfen. Warum Männer mauern. Ich denke es ist eine Unfähigkeit Probleme zu lösen. Männer haben das häufig nicht gelernt. Wichtig ist das nicht persönlich zu nehmen. Es ist ihr Problem nicht deins. Mach dein Ding sei fröhlich und kümmer dich nicht drum. Die Zeit wird von alleine entscheiden und du kümmerst dich nur um dich. Bleib immer schön bei dir. Du kannst nur dich ändern nicht ihn. Du kannst ihn nur so lieb haben wie er ist. Gib deinen Kindern deine liebe sie brauchen dich und sei und bleibe immer du selbst. Man kann Mauern nicht verrücken. Geniesse lieber dein Leben und der Rest entscheidet sich von ganz alleine. Eines Tages wenn es soweit ist . Schuldgefühle sind normal. Nimm sie nicht mehr an. Es ist nicht deine schuld. Dass dieser Mann ein kommunikationsproblem hat. Versuch nicht ihn um zu erziehen du wirst es nicht schaffen. LG viel Glück geniess dein Leben du bist ganz normal und deine Kinder lieben dich dafür.  

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