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Partnerschaftsaufbau mit Depression

13. Juli 2017 um 20:13

Hallo,

zunächst zu meiner Situation: (ich bin männlich)
vor ca. 1 Jahr verstarb meine Mutter, mit der ich sehr verbunden war, sehr plötzlich. In der Folge wurde bei mir eine Depression ärztlich festgestellt und ich wurde auch krankgeschrieben. Als letzte Konsequenz trennte sich dann auch noch meine langjährige Freundin von mir, insb. weil ich nicht mehr zu freudigen Veranstaltungen (Feiern etc.) mitkommen wollte
Jetzt hatte ich versucht, mit anderen Frauen Kontakt aufzunehmen. Das lief auch soweit ganz gut bis wir an die Stelle meiner Trauer bzw. Depression kamen. Danach interessierte sich dann praktisch keine mehr für mich. In letzter Zeit hatte ich dann von der Depression gar nix mehr erwähnt, aber selbst wenn ich nur erwähne, dass ich den Tod meiner Mutter noch nicht überwunden habe, kommt es zu keinen weiteren Treffen. Ich hatte dann ein paar mal gelogen bzw. von der Trauer nix erwähnt, da kam es dann zu weiteren Treffen.

Meine Erfahrung ist also folgende:
Die meisten Frauen wollen offenbar nur Männer, die DERZEIT keinerlei Probleme haben. Das problematische dabei ist gar nicht mal, dass ich demnach im Moment wohl keine Partnerin finden werde, sondern was mich viel mehr beunruhigt ist, dass offenbar sehr viele Frauen gar nicht bereit sind, sich überhaupt mit Problemen des anderen wirklich auseinanderzusetzen, sondern nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind, dass es ihnen gut geht. Wie wäre denn das, wenn man in einer Beziehung auf einmal querschnittsgelämt wird, ich prognostiziere, dass sich dann die meisten Frauen aus dem Staub machen.
Also mir geht es einfach darum, dass offenbar kaum mehr Leute bereit sind, etwas zu geben, ohne dafür einen konkreten eigenen Nutzen zu haben. Für mich ist das jedenfalls selbstverständlich, dass ich einer Partnerin bei ihren Problemen helfe und koste es mich, was es wolle; aber das bedenkliche ist eben, dass ich mit dieser Einstellung offenbar ziemlich alleine auf dieser Welt dastehe und es dann auch entsprechend sehr schwer habe, eine geeignete Partnerin zu finden.

Mich würde interessieren, was die Frauen dazu denken; bitte zahlreich und ehrlich schreiben.


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13. Juli 2017 um 20:21
In Antwort auf vooo

Hallo,

zunächst zu meiner Situation: (ich bin männlich)
vor ca. 1 Jahr verstarb meine Mutter, mit der ich sehr verbunden war, sehr plötzlich. In der Folge wurde bei mir eine Depression ärztlich festgestellt und ich wurde auch krankgeschrieben. Als letzte Konsequenz trennte sich dann auch noch meine langjährige Freundin von mir, insb. weil ich nicht mehr zu freudigen Veranstaltungen (Feiern etc.) mitkommen wollte
Jetzt hatte ich versucht, mit anderen Frauen Kontakt aufzunehmen. Das lief auch soweit ganz gut bis wir an die Stelle meiner Trauer bzw. Depression kamen. Danach interessierte sich dann praktisch keine mehr für mich. In letzter Zeit hatte ich dann von der Depression gar nix mehr erwähnt, aber selbst wenn ich nur erwähne, dass ich den Tod meiner Mutter noch nicht überwunden habe, kommt es zu keinen weiteren Treffen. Ich hatte dann ein paar mal gelogen bzw. von der Trauer nix erwähnt, da kam es dann zu weiteren Treffen.

Meine Erfahrung ist also folgende:
Die meisten Frauen wollen offenbar nur Männer, die DERZEIT keinerlei Probleme haben. Das problematische dabei ist gar nicht mal, dass ich demnach im Moment wohl keine Partnerin finden werde, sondern was mich viel mehr beunruhigt ist, dass offenbar sehr viele Frauen gar nicht bereit sind, sich überhaupt mit Problemen des anderen wirklich auseinanderzusetzen, sondern nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind, dass es ihnen gut geht. Wie wäre denn das, wenn man in einer Beziehung auf einmal querschnittsgelämt wird, ich prognostiziere, dass sich dann die meisten Frauen aus dem Staub machen.
Also mir geht es einfach darum, dass offenbar kaum mehr Leute bereit sind, etwas zu geben, ohne dafür einen konkreten eigenen Nutzen zu haben. Für mich ist das jedenfalls selbstverständlich, dass ich einer Partnerin bei ihren Problemen helfe und koste es mich, was es wolle; aber das bedenkliche ist eben, dass ich mit dieser Einstellung offenbar ziemlich alleine auf dieser Welt dastehe und es dann auch entsprechend sehr schwer habe, eine geeignete Partnerin zu finden.

Mich würde interessieren, was die Frauen dazu denken; bitte zahlreich und ehrlich schreiben.


 

Du zählst tatsächlich beim ersten Treffen deine Probleme auf?

Entschuldige, aber was erwartest du?

Entweder du schaffst es, mit deinen Depressionen bis zum mindestens dritten Treffen hinterm Berg zu halten oder es wird nie auch nur ein zweites Treffen geben.

Ich erklär dir auch warum: Das erste Treffen ist ein Abklopfen, ein seichtes Kennenlernen, eine kleine Veranstaltung, bei der man - am besten spielerisch - abschätzt, ob es überhaupt zu einem weiteren Treffen kommt.

Niemand will dich vom Fleck weg heiraten und deshalb deine gesamte Lebensgeschichte hören.

kaum mehr Leute bereit sind, etwas zu geben, ohne dafür einen konkreten eigenen Nutzen zu haben.

Du verlangst aber ziemlich viel beim ersten Treffen, findest du nicht? Welchen "Nutzen" hat denn die Frau, mit der du dich triffst? Sie ist bereit, dich kennen zu lernen, muss sich dabei deine Probleme anhören UND du erwartest noch Hilfe in irgendeiner Form? Und was GIBST du dafür?

Du bist in Gedanken in einer stabilen, länger andauernden Beziehung. Sowas kann man beim ersten Date nicht bringen, sorry.

 

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13. Juli 2017 um 22:04

Mag sein dass manche Frauen so sind - ich bin nicht. Ich hab mal einen Mann gedatet, der beim zweiten treffen erwähnt hat dass er manisch depressiv ist. Mein jetziger Freund hat mir nach kurzer Zeit von seinen Depressionen erzählt,

für mi h waren das nie Gründe, etwas nicht zu vertiefen - allerdings nur weil beide auch in Behandlung waren! 

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13. Juli 2017 um 22:31

Also ich würde es wichtig finden, dass du schreibst wie alt du bist - 20jährige Frauen gehen damit sicher anders um als 40jährige.

Ich glaube nicht, dass das ein geschlechtsspezifisches Problem ist - du datest halt nur Frauen und deswegen fallt dir das bei Frauen auf. Hier gabs erst in den letzten Tagen einen Thread wo eine krebskranke Frau deswegen von ihrem Freund verlassen worden ist. Und bei mir ist auch schon eine Beziehung in die Brüche gegangen, als ich recht schwer krank wurde und viel im Krankenhaus lag.

Ich würde das auch nicht zu schnell erwähnen, dass du noch trauerst - du schreibst nicht, bei welchem Treffen du das in etwa ansprichst und in welchem Ausmaß? Es ist ja auch ein Unterschied ob du beim ersten Date eine Stunde lang darüber redest oder ob du nach mehreren Treffen mal in einem Satz erwähnst, dass du dir noch etwas schwer mit dem Tod deiner Mutter tust.
Es ist ja auch ein Unterschied ob ich jemanden kennenlerne und merke, dass derjenige Probleme hat oder ob das in einer Beziehung passiert. Ich würde mir nicht unbedingt jemanden mit großen Belastungen aussuchen (außer es funkt ganz gewaltig) - aber wenn mein Mann große Probleme bekommen würde, ist es ja was anderes, weil ich ihn liebe. Den Mann beim ersten Date mit dem ich ein paar Tage gechattet liebe ich hingegen nicht - da sehe ich mich nicht verpflichtet dazu, mit ihm eine Beziehung einzugehen, um ihm zu helfen.

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14. Juli 2017 um 2:04
In Antwort auf lumusi_12929047

Also ich würde es wichtig finden, dass du schreibst wie alt du bist - 20jährige Frauen gehen damit sicher anders um als 40jährige.

Ich glaube nicht, dass das ein geschlechtsspezifisches Problem ist - du datest halt nur Frauen und deswegen fallt dir das bei Frauen auf. Hier gabs erst in den letzten Tagen einen Thread wo eine krebskranke Frau deswegen von ihrem Freund verlassen worden ist. Und bei mir ist auch schon eine Beziehung in die Brüche gegangen, als ich recht schwer krank wurde und viel im Krankenhaus lag.

Ich würde das auch nicht zu schnell erwähnen, dass du noch trauerst - du schreibst nicht, bei welchem Treffen du das in etwa ansprichst und in welchem Ausmaß? Es ist ja auch ein Unterschied ob du beim ersten Date eine Stunde lang darüber redest oder ob du nach mehreren Treffen mal in einem Satz erwähnst, dass du dir noch etwas schwer mit dem Tod deiner Mutter tust.
Es ist ja auch ein Unterschied ob ich jemanden kennenlerne und merke, dass derjenige Probleme hat oder ob das in einer Beziehung passiert. Ich würde mir nicht unbedingt jemanden mit großen Belastungen aussuchen (außer es funkt ganz gewaltig) - aber wenn mein Mann große Probleme bekommen würde, ist es ja was anderes, weil ich ihn liebe. Den Mann beim ersten Date mit dem ich ein paar Tage gechattet liebe ich hingegen nicht - da sehe ich mich nicht verpflichtet dazu, mit ihm eine Beziehung einzugehen, um ihm zu helfen.

Zunächst danke für die Rückmeldungen, ich hoffe es folgen noch mehr.

Also das bestätigt ja in etwa meinen Tenor, dass Probleme ansprechen beim 1. Treffen bei Frauen eher nicht so gut ankommt. Ich hatte das aber auch ganz bewusst gemacht, um eben zu sehen, ob die Frau auch bereit ist, was zu opfern. Das ist ja grade der Kern des Problems: Ich suche Frauen, die bereit sind, auch zu geben, ohne direkt zu nehmen. Ich gebe auch gerne, ohne dafür eine konkrete Gegenleistung zu erwarten. Dass dieses Prinzip verfolgt wird, erwarte ich von Frauen. Z.B. bin ich in einigen Foren angemeldet, wo ich spezielle Sachkenntnisse habe und gebe die dann gerne umsonst weiter oder gebe Nachhilfe umsonst, berate die häufig technisch unerfahrene Freundin in technischen Fragen etc. Ich gebe was, aber nicht unbedingt in der konkreten Situation, wo die Frau was gibt. Ich halte dieses  Zusammenstehen bei Problemen eigentlich für das Wichtigste in Beziehungen überhaupt. JEDER hat irgendwie geartete Probleme. Warum sollte es denn nicht möglich sein, darüber offen und ehrlich zu sprechen. Ich spreche über dieses Thema bei meinen Treffen nie lange. Vielleicht 5 Sätze. Ich weiss auch nicht, wie ich das ganz vermeiden sollte, wenn ich zB gefragt werde, wie mein Arbeitstag war etc. ?
Ich kann mit Menschen allgemein wenig anfangen, die zuerst nur an sich selbst denken.
Ich bin Mitte 30 , die Frauen waren Ende 20 bis Ende 30, wobei die älteren mir da noch etwas verständlicher erschienen. Nein, ein Muttersöhnchen bin ich bestimmt nicht, es waren vor allem auch die Umstände des Todes ( ich erspare mir dieses grauenvolle hier); es kamen dann aber auch noch andere Dinge dazu wie beruflicher Stress und vieles andere mehr. Die in der Theapie mussten sich noch extra Papier holen, weil der Umfang der möglichen Auslösefaktoren bei mir den normalen Rahmen sprengte. Jeder Arzt, mit dem ich darüber sprach, sagte, dass es klar wäre, davon eine Depression zu bekommen. 
Gott sei dank habe ich finanziell soweit vorgesorgt, das
 

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14. Juli 2017 um 2:21

dass ich mir auch ohne weiteren Verdienst ein bescheidenes Leben zu zweit und vermutlich auch noch mir einem Kleinkind leisten könnte. Aber das erzähle ich Frauen beim 1. Treffen nicht. Insofern besteht also dann doch diese Gefahr, dass die Frau denkt, der Mann verlässt sie aus finanziellen Gründen. Vielleicht sollte ich dann schon ein wenig meine finanzielle Situation erwähnen ?

Aber das eigentliche Problem war die Einstellung vieler Frauen, erstmal an ihren eigenen Vorteil zu denken. Hmm, also werde dann in Zukunft versuchen, das mit der Trauer/ Depression zurückzuhalten. Nur finde ich eben, dass jeder irgendwelche Probleme hat und darüber sollte man offen reden.

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14. Juli 2017 um 6:07
In Antwort auf vooo

Zunächst danke für die Rückmeldungen, ich hoffe es folgen noch mehr.

Also das bestätigt ja in etwa meinen Tenor, dass Probleme ansprechen beim 1. Treffen bei Frauen eher nicht so gut ankommt. Ich hatte das aber auch ganz bewusst gemacht, um eben zu sehen, ob die Frau auch bereit ist, was zu opfern. Das ist ja grade der Kern des Problems: Ich suche Frauen, die bereit sind, auch zu geben, ohne direkt zu nehmen. Ich gebe auch gerne, ohne dafür eine konkrete Gegenleistung zu erwarten. Dass dieses Prinzip verfolgt wird, erwarte ich von Frauen. Z.B. bin ich in einigen Foren angemeldet, wo ich spezielle Sachkenntnisse habe und gebe die dann gerne umsonst weiter oder gebe Nachhilfe umsonst, berate die häufig technisch unerfahrene Freundin in technischen Fragen etc. Ich gebe was, aber nicht unbedingt in der konkreten Situation, wo die Frau was gibt. Ich halte dieses  Zusammenstehen bei Problemen eigentlich für das Wichtigste in Beziehungen überhaupt. JEDER hat irgendwie geartete Probleme. Warum sollte es denn nicht möglich sein, darüber offen und ehrlich zu sprechen. Ich spreche über dieses Thema bei meinen Treffen nie lange. Vielleicht 5 Sätze. Ich weiss auch nicht, wie ich das ganz vermeiden sollte, wenn ich zB gefragt werde, wie mein Arbeitstag war etc. ?
Ich kann mit Menschen allgemein wenig anfangen, die zuerst nur an sich selbst denken.
Ich bin Mitte 30 , die Frauen waren Ende 20 bis Ende 30, wobei die älteren mir da noch etwas verständlicher erschienen. Nein, ein Muttersöhnchen bin ich bestimmt nicht, es waren vor allem auch die Umstände des Todes ( ich erspare mir dieses grauenvolle hier); es kamen dann aber auch noch andere Dinge dazu wie beruflicher Stress und vieles andere mehr. Die in der Theapie mussten sich noch extra Papier holen, weil der Umfang der möglichen Auslösefaktoren bei mir den normalen Rahmen sprengte. Jeder Arzt, mit dem ich darüber sprach, sagte, dass es klar wäre, davon eine Depression zu bekommen. 
Gott sei dank habe ich finanziell soweit vorgesorgt, das
 

Hi
Ich weiß, wovon du redest. . Auch ich leide leider noch immer an Depressionen und bin sozusagen auch "auf der Suche" nach einem Partner.
Auf der Suche habe ich bewusst in Anführungsstriche gesetzt, da ich aktiv nicht suche.. Es gibt wohl grad wichtigeres.. auch bei dir!
ICh selbst hatte bereits einige Dates mit Männern und würde niemals am Anfang erwähnen dass ich unter Depressionen leide. Man möchte doch bei den ersten Treffen den Anderen beschnuppern?!
Bis jetzt gab es einen, dem ich von meiner Depressionen erzählt habe.. Vielleicht beim 5. oder 6. Date. Daraus wurde zwar keine Beziehung, aber eine gute Freundschaft. Und das ist mir auch wichtig.
Ich habe für mich eingesehen, dass eine Beziehung fast nicht möglich ist, wenn man noch nicht mit sich selbst im Reinen ist. Keiner kann einem die Krankheit abnehmen. Eine therapeutische Behandlung und Rückhalt von Freunden und Familie ist das beste Rezept.
Bei den ersten Treffen nicht über Probleme reden. Negatives fasst man eben schneller als Positives auf. Wenn dich eine richtig kennenlernt, dann nimmt sie vielleicht auch Probleme gut auf.

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14. Juli 2017 um 7:50
In Antwort auf vooo

Zunächst danke für die Rückmeldungen, ich hoffe es folgen noch mehr.

Also das bestätigt ja in etwa meinen Tenor, dass Probleme ansprechen beim 1. Treffen bei Frauen eher nicht so gut ankommt. Ich hatte das aber auch ganz bewusst gemacht, um eben zu sehen, ob die Frau auch bereit ist, was zu opfern. Das ist ja grade der Kern des Problems: Ich suche Frauen, die bereit sind, auch zu geben, ohne direkt zu nehmen. Ich gebe auch gerne, ohne dafür eine konkrete Gegenleistung zu erwarten. Dass dieses Prinzip verfolgt wird, erwarte ich von Frauen. Z.B. bin ich in einigen Foren angemeldet, wo ich spezielle Sachkenntnisse habe und gebe die dann gerne umsonst weiter oder gebe Nachhilfe umsonst, berate die häufig technisch unerfahrene Freundin in technischen Fragen etc. Ich gebe was, aber nicht unbedingt in der konkreten Situation, wo die Frau was gibt. Ich halte dieses  Zusammenstehen bei Problemen eigentlich für das Wichtigste in Beziehungen überhaupt. JEDER hat irgendwie geartete Probleme. Warum sollte es denn nicht möglich sein, darüber offen und ehrlich zu sprechen. Ich spreche über dieses Thema bei meinen Treffen nie lange. Vielleicht 5 Sätze. Ich weiss auch nicht, wie ich das ganz vermeiden sollte, wenn ich zB gefragt werde, wie mein Arbeitstag war etc. ?
Ich kann mit Menschen allgemein wenig anfangen, die zuerst nur an sich selbst denken.
Ich bin Mitte 30 , die Frauen waren Ende 20 bis Ende 30, wobei die älteren mir da noch etwas verständlicher erschienen. Nein, ein Muttersöhnchen bin ich bestimmt nicht, es waren vor allem auch die Umstände des Todes ( ich erspare mir dieses grauenvolle hier); es kamen dann aber auch noch andere Dinge dazu wie beruflicher Stress und vieles andere mehr. Die in der Theapie mussten sich noch extra Papier holen, weil der Umfang der möglichen Auslösefaktoren bei mir den normalen Rahmen sprengte. Jeder Arzt, mit dem ich darüber sprach, sagte, dass es klar wäre, davon eine Depression zu bekommen. 
Gott sei dank habe ich finanziell soweit vorgesorgt, das
 

Also einerseits klingt das sehr danach, als hättest du dir hier eine self-fulfilling prophecy gebastelt. Du schreibst ja selbst, dass du das mittlerweile schon ein bisschen testest. Du hast also die Theorie, dass Frauen nicht gut damit umgehen können und darum fallst du gleich beim ersten Date damit mit der Tür ins Haus und dann sind Menschen davon logischerweise etwas abgeschreckt und du kannst dir sagen "Ha! Hatte ich doch recht! Niemand will so einen wie mich! Diese Frauen sind Ego-Monster!"

Ein erstes Date ist nichts weiter als Small-Talk, da werden nur positive Dinge erwähnt, es ist mehr ein kleines Verkaufsgespräch als ein Treffen, wo man gleich alle Facetten seiner Persönlichkeit darlegt. Das ist auch nichts Schlimmes, man muss ja auch erstmal schauen, ob überhaupt mal die positiven Aspekte zusammenpassen würden. Was nützt es dir von Depressionen o.Ä. zu erzählen, wenn ihr bereits merkt, dass ihr euch nichtmal sympathisch seid?

Und das mit geben udn nehmen: Dein Beispiel ist ja weitab entfernt von einem echten Vergleich. Wenn du Leuten im Internet hilfst ist das mehr als ein Hobby - einen Partner mit Depressionen zu haben bedeutet teils starke Nachteile für einen selbst - ganz zu schweigen, dass man selbst in Gefahr gerät in Depressionen zu verfallen. Viele Partner brauchen da auch nach einer Zeit psychologische Unterstützung. Bei einem ersten Treffen, wo ich noch nichtmal wüsste, ob ich dich überhaupt mag oder nicht, würde ich mir auch denken, dass ich mir besser einen anderen Mann suche, bei dem ich solche Aussichten nicht habe.

Jeder Mensch kommt auch mit unterschiedlichen Belastungen besser klar - ich weiß von mir selber, dass ich mit psychischen Krankheiten definitiv nicht klarkomme und mir da irrsinnig schwer tue in solchen Situationen. Körperliche Krankheiten oder finanzielle Belastungen wären für mich z.B. dagegen nicht so ein Problem. Jeder hat unterschiedliche Grenzen bei unterschiedlichen Dingen und das musst du auch so akzeptieren.

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14. Juli 2017 um 8:47

Also ich glaube ja nicht, dass man die Bereitschaft eines Menschen zu geben am ersten Date festmachen kann... Weder durch das Erzählen von Depressionen noch durch irgendwas anderes! Es braucht eben Zeit, einen Menschen kennen zu lernen - egal worum es geht.

Und vor allem können auch depressive Menschen eine gewisse Selbstverantwortung haben, diese heißt Therapie. Damit fällt ein großer Teil der Verantwortung für den partner weg (den ich auch nicht haben wollen würde!).

Soll heißen: Sieh zu dass du selbst alles tust, damit es dir möglichst gut geht. Ein Partner kann das nur sehr begrenzt (und sollte auch nicht dafür zuständig sein). Und gib deinen Bekanntschaften ein wenig mehr Zeit und überfall sie nicht gleich mit dem Holzhammer

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14. Juli 2017 um 9:27
In Antwort auf vooo

Zunächst danke für die Rückmeldungen, ich hoffe es folgen noch mehr.

Also das bestätigt ja in etwa meinen Tenor, dass Probleme ansprechen beim 1. Treffen bei Frauen eher nicht so gut ankommt. Ich hatte das aber auch ganz bewusst gemacht, um eben zu sehen, ob die Frau auch bereit ist, was zu opfern. Das ist ja grade der Kern des Problems: Ich suche Frauen, die bereit sind, auch zu geben, ohne direkt zu nehmen. Ich gebe auch gerne, ohne dafür eine konkrete Gegenleistung zu erwarten. Dass dieses Prinzip verfolgt wird, erwarte ich von Frauen. Z.B. bin ich in einigen Foren angemeldet, wo ich spezielle Sachkenntnisse habe und gebe die dann gerne umsonst weiter oder gebe Nachhilfe umsonst, berate die häufig technisch unerfahrene Freundin in technischen Fragen etc. Ich gebe was, aber nicht unbedingt in der konkreten Situation, wo die Frau was gibt. Ich halte dieses  Zusammenstehen bei Problemen eigentlich für das Wichtigste in Beziehungen überhaupt. JEDER hat irgendwie geartete Probleme. Warum sollte es denn nicht möglich sein, darüber offen und ehrlich zu sprechen. Ich spreche über dieses Thema bei meinen Treffen nie lange. Vielleicht 5 Sätze. Ich weiss auch nicht, wie ich das ganz vermeiden sollte, wenn ich zB gefragt werde, wie mein Arbeitstag war etc. ?
Ich kann mit Menschen allgemein wenig anfangen, die zuerst nur an sich selbst denken.
Ich bin Mitte 30 , die Frauen waren Ende 20 bis Ende 30, wobei die älteren mir da noch etwas verständlicher erschienen. Nein, ein Muttersöhnchen bin ich bestimmt nicht, es waren vor allem auch die Umstände des Todes ( ich erspare mir dieses grauenvolle hier); es kamen dann aber auch noch andere Dinge dazu wie beruflicher Stress und vieles andere mehr. Die in der Theapie mussten sich noch extra Papier holen, weil der Umfang der möglichen Auslösefaktoren bei mir den normalen Rahmen sprengte. Jeder Arzt, mit dem ich darüber sprach, sagte, dass es klar wäre, davon eine Depression zu bekommen. 
Gott sei dank habe ich finanziell soweit vorgesorgt, das
 

Nur ein kleiner Denkansatz: Vertrauen muss wachsen.

Wenn du also bereits beim ersten Treffen mit einer - für dich - schwierigen Lebenssituation herausplatzt - wie soll dann die Frau reagieren, deiner Ansicht nach? Du überforderst sie ja bereits mit dem in sie gesetzten Vertrauen, das impliziert einfach auch eine Überforderung hinsichtlich deiner Erwartungen.

Du erwartest beim ersten Date VIEL zu viel.

Mit demselben Argument könnte man Frauen übrigens auch angrapschen. Irgendwann, in der Beziehung dann (!!!) wird es nämlich zu Sex kommen, da kann man ja im Vorfeld schon mal austesten, ob die Frau sexuellen Handlungen eh nicht abgeneigt ist

Umgekehrt: Wenn dir die Frau eröffnet, dass sie keinen Job hat und auch nicht gedenkt, arbeiten zu gehen - würdest du von vornherein bereitwillig und freudig die Mitteilung machen, dass du einiges Erspartes hast?

Im Wesentlichen geht es um die Überforderung des Gegenübers. Niemand erwartet eine Auflistung aller Probleme. Klar, nicht jeder Mensch (und nicht nur jede Frau!) ist auch bereit, in einer Beziehung für den anderen da zu sein. Aber jede Frau, die auch nur ansatzweise das Potential zur dauerhaften Beziehung trotz deiner Probleme hat, wird sich beim ersten Date abgeschreckt fühlen durch die Fülle an Problemen, die ja dann auch auf sie zukommen werden.

Versuch wenigstens auch zu verstehen, wie dein Verhalten beim ersten Date auf dein Gegenüber wirkt. In einer Phase schwerer Depressionen vermutlich nicht so einfach. Aber auch die Frau hat Probleme, mit denen sie dich nicht beim ersten (und zweiten und dritten) Treffen überfordern möchte.

Allein schon, wenn deine Depression für dich so eine Wichtigkeit hat, dass du beim ersten Treffen damit herausplatzt, wird klar, dass das für dich das schwerwiegendste Problem ist und all ihre Probleme hinten anstehen werden (müssen).

Das will niemand und hat damit, dass man für den Partner (nicht fürs Date!!!!!) nicht da sein will, eigentlich wenig zu tun.





 

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14. Juli 2017 um 11:01
In Antwort auf vooo

Zunächst danke für die Rückmeldungen, ich hoffe es folgen noch mehr.

Also das bestätigt ja in etwa meinen Tenor, dass Probleme ansprechen beim 1. Treffen bei Frauen eher nicht so gut ankommt. Ich hatte das aber auch ganz bewusst gemacht, um eben zu sehen, ob die Frau auch bereit ist, was zu opfern. Das ist ja grade der Kern des Problems: Ich suche Frauen, die bereit sind, auch zu geben, ohne direkt zu nehmen. Ich gebe auch gerne, ohne dafür eine konkrete Gegenleistung zu erwarten. Dass dieses Prinzip verfolgt wird, erwarte ich von Frauen. Z.B. bin ich in einigen Foren angemeldet, wo ich spezielle Sachkenntnisse habe und gebe die dann gerne umsonst weiter oder gebe Nachhilfe umsonst, berate die häufig technisch unerfahrene Freundin in technischen Fragen etc. Ich gebe was, aber nicht unbedingt in der konkreten Situation, wo die Frau was gibt. Ich halte dieses  Zusammenstehen bei Problemen eigentlich für das Wichtigste in Beziehungen überhaupt. JEDER hat irgendwie geartete Probleme. Warum sollte es denn nicht möglich sein, darüber offen und ehrlich zu sprechen. Ich spreche über dieses Thema bei meinen Treffen nie lange. Vielleicht 5 Sätze. Ich weiss auch nicht, wie ich das ganz vermeiden sollte, wenn ich zB gefragt werde, wie mein Arbeitstag war etc. ?
Ich kann mit Menschen allgemein wenig anfangen, die zuerst nur an sich selbst denken.
Ich bin Mitte 30 , die Frauen waren Ende 20 bis Ende 30, wobei die älteren mir da noch etwas verständlicher erschienen. Nein, ein Muttersöhnchen bin ich bestimmt nicht, es waren vor allem auch die Umstände des Todes ( ich erspare mir dieses grauenvolle hier); es kamen dann aber auch noch andere Dinge dazu wie beruflicher Stress und vieles andere mehr. Die in der Theapie mussten sich noch extra Papier holen, weil der Umfang der möglichen Auslösefaktoren bei mir den normalen Rahmen sprengte. Jeder Arzt, mit dem ich darüber sprach, sagte, dass es klar wäre, davon eine Depression zu bekommen. 
Gott sei dank habe ich finanziell soweit vorgesorgt, das
 

Keine gesunde Frau würde eine Beziehung eingehen um etwas zu opfern. Da würdest du nur kranke Seelen anziehen die selbst Hilfe brauchen.
Hilfs- und Opferbereitschaft in einer Beziehung gibt es natürlich aber das ist ein Geschenk das man sich erst durch sich einbringen in eine gute Beziehung, durch Aufbau von Bindung erarbeiten muss. 
Du zäumst das von hinten auf- erst geben dann- vielleicht/ ohne Garantie- bekommen.

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14. Juli 2017 um 11:05

Ach ja, ein partner ist Partner und nicht Therapeut. Er ist weder für dein Glück noch für deine psychische Gesundheit verantwortlich. Das bist du selbst. Und solltest dafür professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Wenn du noch nicht so weit bist einen halbwegs normalen Alltag zu bewerkstelligen in dem du deinen Partner nur als Partner brauchst solltest du vielleicht noch nicht nach einer neuen festen Beziehung suchen.

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