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"Partnerschaft" mit Kind - wieviel Unterstützung und Zeit habt ihr?

1. Juli 2006 um 15:49

Hallo,

es ist wohl ziemlich schwierig, meine Lebens- und "Partnerschaftssituation" in ein paar Sätzen zu beschreiben. Partnerschaft schreibe ich deswegen in "..", weil es eigentlich schon keine richtige mehr ist. Seit einigen Wochen leben wir getrennt, ich bin zu meiner Mutter und Schwester gezogen, was für mich (da ich mich v.a mit meiner Mutter nicht sonderlich verstehe - meine Schwester anbei bemerkt auch nicht) die absolute Hölle ist [ständige Streits - momentan aber die einzige Lösung, eine eigene Wohnung bekomme ich vorauss. ab 01. Oktober im Studentenwohnheim]. Ich bin 22, Studentin, er 41, berufstätig und spielsüchtig, gemeinsam haben wir einen knapp 9 Monate alten Sohn.
Er weiß, dass es mir in der jetzigen wohnlichen Situation (an der er nicht gerade unschuldig ist!) ziemlich schlecht geht und ich massiven Druck in der Uni habe. Dieses Semester muss ich einige (nicht gerade wenige - soviel wie sonst in 2 Semestern!) Prüfungen schreiben, bei denen es (wg. Umstellung Diplom - Bachelor) die letzte Gelegenheit ist, die zu absolvieren!
Unterstützung habe ich keine - niemanden, der auch nur mal 1 Minute auf den Kleinen aufpassen würde oder mir sonst etwas abnimmt, im Gegenteil.
Mittlerweile ist er auch mobil und quengelt sehr viel, was das Ganze nicht gerade erleichtert (in den Laufstall will er nicht, da fängt er sofort zu schreien an). Ich denke alle Eltern und v.a. Mütter hier wissen, was ich meine.
Nun ist es so, dass "Mr. Papa" sehr viel arbeitet und seine Zeit mich mal zu unterstützen sehr knapp bemisst. Montag-Samstag arbeitet (angeblich ununterbrochen) von früh bis sehr spät (22-23 Uhr) (Freiberufler) und lediglich Sonntag kann mal darauf hoffen, dass er vorbeischaut. Dann aber nicht etwa, um mich tatkräftig zu unterstützen und mir zu helfen, sondern eher um einen netten Tag zu haben. Er steht früh morgens sicher nicht auf - schließlich "musste" er ja die ganze Woche hart (er sitzt den ganzen Tag im Auto - Routine pur!) arbeiten und auch sonst bin ich alleine zuständig, wenn der Kleine quengelt oder schreit, während er sich großzügig Zigarrettenpausen gönnt. Davon kann ich nur träumen! Ich kann lernen, wenn der Kleine um 23 Uhr mal schläft, meine Nacht ist jeden Tag um halb sieben beendet und wenn ich Nachmittags müde bin oder starke Migräne hab (Übelkeit/Erbrechen, Schwindelattacken, ...) gibts auch keine Pause.
Das alles wäre ja ok, wenn er nur ab und zu einfach mal 100% da wäre. 2-3 mal pro Woche abends um 19 Uhr, zuverlässig und pünktlich, das würde ich mir wünschen. Samstags nicht um 20, sondern vielleicht um 16 Uhr, so dass wenigstens ein Tag pro Woche frei ist, um z.B. mal einkaufen etc. zu gehen, was mich hier mir öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Dorf jedesmal Stunden kostet und mit einem kleinen Kind inkl. Kinderwagen etc. der absolute Horror ist!
Zu Anfangszeiten unserer Beziehung war das (obwohl ihn damals sein Chef mit Arbeit überhäuft hat) alles kein Problem, da konnte er ohne Weiteres ab und zu früher Schluss machen, zu "normalen" Arbeitnehmer-Zeiten.
Erwarte ich denn wirklich zuviel? Wieviel Unterstützung und Zeit habt ihr von und mit euerem Partner?
Ehrlichgesagt beneide ich Frauen, deren Partner auch mal Nachts oder frühmorgens (mit)aufsteht, einfach "da" ist. Und die mit ihrem Partner zudem reden und verlässlich planen können. Mit meinem leider überhaupt nicht möglich - er sagt heute dies, tut morgen jenes und hat mich fast die ganze Beziehung hinweg belogen und im Stich gelassen. Warum ich dann bleibe? Weil ich ansonsten völlig ohne Hilfe oder zumindest die Hoffnung darauf dastehen würde. Er will sich ändern, denkt ihr meine Wünsche wären zuviel verlangt?

LG,
Charis

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1. Juli 2006 um 18:57

Das ...
... ist zwar keine Antwort auf meine Frage, aber egal. Wohl aus dem selben Grund, aus dem man mit 22 einen x-beliebig alten Partner hat. Man verliebt sich irgendwann in ihn. Dass er spielsüchtig war (ist), wusste ich bis vor kurzem nicht einmal und da bin ich bei Weitem nicht die Einzige. In den 15 Jahren, die er schon (mal mehr, mal weniger) spielt, hat es kaum jemand aus seinem Umfeld (inklusive seiner eigenen Mutter und seiner Ex-Freundin, mit der er immerhin 10 Jahre liiert war!) mitbekommen. Ich war die erste die überhaupt darauf gekommen ist, leider auch erst als es massive Probleme gab. Er hatte eben immer die passenden Ausreden (viel Arbeit, Gehalt noch nicht bekommen, ...) und konnte seine Probleme sehr gut vertuschen.
Das alles ist aber nicht das Thema und hat damit auch bedingt zutun. Ich wollte nur einmal wissen, wieviel Zeit und Unterstützung denn andere in Familien so erwarten und erhalten und keine Diskussion über Altersunterschied etc (abgesehen davon, dass man gerade in dem Alter doch etwas mehr Reife und Verantwortungsbewußtsein erwarten dürfte!).

LG,
Charis

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3. Juli 2006 um 14:35
In Antwort auf loonay

Das ...
... ist zwar keine Antwort auf meine Frage, aber egal. Wohl aus dem selben Grund, aus dem man mit 22 einen x-beliebig alten Partner hat. Man verliebt sich irgendwann in ihn. Dass er spielsüchtig war (ist), wusste ich bis vor kurzem nicht einmal und da bin ich bei Weitem nicht die Einzige. In den 15 Jahren, die er schon (mal mehr, mal weniger) spielt, hat es kaum jemand aus seinem Umfeld (inklusive seiner eigenen Mutter und seiner Ex-Freundin, mit der er immerhin 10 Jahre liiert war!) mitbekommen. Ich war die erste die überhaupt darauf gekommen ist, leider auch erst als es massive Probleme gab. Er hatte eben immer die passenden Ausreden (viel Arbeit, Gehalt noch nicht bekommen, ...) und konnte seine Probleme sehr gut vertuschen.
Das alles ist aber nicht das Thema und hat damit auch bedingt zutun. Ich wollte nur einmal wissen, wieviel Zeit und Unterstützung denn andere in Familien so erwarten und erhalten und keine Diskussion über Altersunterschied etc (abgesehen davon, dass man gerade in dem Alter doch etwas mehr Reife und Verantwortungsbewußtsein erwarten dürfte!).

LG,
Charis

Hm,
hi Charis,er sollte einen Entzug oder eine Therapie machen,Spielsucht kann das Leben zugrunden richten.

Ich denke,Du verschwendest Deine Zeit,auf Unterstützung zu warten,die von denen,die Dir eigentlich am Nähesten stehen sollten (Freund,Mutter,Schwester)nicht bekommst.
Ist also die Frage,gibts ne Krabbelstube oder sonstwie nen Mutter-Kind-Treff bei euch in der Nähe,oder auch was Kirchliches-der was in die Richtung trägt oder veranstaltet?

Such Dir Entlastung,wenn nix von der Familie kommt,dann eben von Fremden.

Ich denke,was an Zeit und Unterstützung angeboten wird,ergibt sich in anderen FAmilien oder wird entsprechend abgemacht.Klare Vereinbarungen-vielleicht auf Gegenseitigkeit- könnten sicherlich einiges erleichtern.
Meine Schwester behilft sich mit Freunden u.Nachbarn,da family entfernter,klappt einigermassen gut.

Bin mir sicher,Du findest auch jemanden.Studentische Krabbelstube?
*Daumen drück*
lg

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