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Partnerin wohnt noch zu Hause

9. Juli um 10:17

Hallo zusammen,
Mich beschäftigt da eine Sache, zu der ich gern mal die Meinung von Außenstehenden hören würde.
Meine Partnerin und ich (Ich 30, sie 25) sind nun seit 9 Monaten zusammen und die Beziehung läuft insgesamt auch sehr harmonisch. Allerdings gibt es da etwas, das mich teilweise schon sehr stört bzw. irritiert: Sie wohnt noch im Haus ihrer Eltern in ihrem Jugendzimmer, gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder.
Es ist häufig so, dass wir nur bei ihr sind. Und auch sehr sehr oft nicht in ihrem Zimmer sondern im gemeinsamen Wohnzimmer. Zeit zu zweit haben wir dort so gut wie gar nicht, da sie viel Wert auf Gesellschaft legt. Obwohl ich eine sehr großzügige Wohnung habe, die sich nur knapp 3 km entfernt im selben Ort befindet, sind wir nur sehr selten bei mir.
Auch gemeinsame Übernachtungen finden leider recht selten statt und wollen von ihr meist mehrere Tage im Voraus geplant werden. 
Ich habe sie in den vergangenen Wochen immer mal wieder darauf angesprochen und ihr gesagt, dass ich mir mehr Zweisamkeit und mehr gemeinsamen "Alltag" wünschen würde und sie konnte das zwar nicht ganz nachvollziehen, sah dies aber ähnlich und gelobte Besserung. Getan hat sich seither jedoch nicht wirklich was und die Gründe dafür sind für mich schleierhaft. Eine gemeinsame Verlagerung der Beziehung zu mir wäre auch aufgrund der Entfernung mehr als einfach.
Ihre Beziehung zu Ihrer Mum kann man als sehr innig bezeichnen und auch ich komme gut mit ihrer Familie aus, jedoch scheint es für sie dort sehr "bequem" zu sein. Um den Großteil des alltäglichen Wahnsinns wird sich halt von elterlicher Seite aus gekümmert.
Sie ist finanziell unabhängig und in Person auch selbstständig und verantwortungsvoll, befindet sich zur Zeit jedoch auf Arbeitssuche. Aus finanzieller Sicht kann ich die Tatsache, dass sie noch in ihrem Jugendzimmer wohnt schon irgendwie auch nachvollziehen, ich frage mich jedoch auch wie andere das so sehen. Vor Allem auch in Anbetracht der Tatsache, dass sie das scheinbar auch als sehr gute Situation empfindet und daran auch nichts ändern möchte, obwohl ich bereits mehrfach mit ihr darüber gesprochen habe, dass diese Situation für mich zeitweise sehr unbefriedigend ist. Meistens war es so, dass sie darauf auch nicht wirklich tiefgehend eingegangen ist bzw. sie es zwar zur Kenntnis nimmt, sie aber scheinbar nicht wahrnimmt wie es dbzgl. in mir aussieht.
Den Vorschlag meinerseits, für eine gewisse Zeit (auch zur Probe) bei mir einzuziehen (die Kosten würden für sie gleich bleiben und Platz habe ich en masse) hatte sie anfangs sehr positiv aufgenommen, seit einem kleinen (wirklich kleinen Streit) vor 2 Wochen jedoch plötzlich wieder verworfen. Die Gründe dafür waren, denk ich zumindest, eher eine Ausrede.

Wie würdet ihr diese Situation betrachen und bewerten? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Findet ihr es ungewöhnlich, dass man mit Mitte 20 noch im "Kinderzimmer" wohnt? Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen?

Vielen Dank vorab 
 

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Top 3 Antworten

9. Juli um 17:23
In Antwort auf traventure

Ich finde du setzt sie viel zu sehr unter Druck. Es gibt Paare, die ziehen  nach zwei Monaten zusammen und sind glücklich. Es gibt aber auch Menschen, die lassen sich mehr Zeit damit. Bei euch treffen hier zwei gegensätzliche Vorstellungen aufeinander.

Ich wohne mit 23 auch noch zuhause. Mein Studium werde ich Anfang nächsten Jahres beenden, aber frühestens Ende 2019 mit meinem Freund ausziehen. Wir möchten abwarten, wie die Jobsuche läuft und uns ein paar Monate etwas Geld ansparen, um uns eine Wohnung und deren Einrichtung, Kaution etc. überhaupt erst leisten zu können. Das ist ein bisschen anders wie bei euch, vom Gefühl her hätten wir auch schon nach einem Jahr zusammenziehen können, das hätte uns aber finanziell so stark eingeschräkt, dass wir uns lieber für diesen Weg entschieden haben.

Ich glaube eher, dass euer Problem an einem unterschiedlichen Nähe-Distanz-Bedürfnis liegt. Mein Freund und ich haben, obwohl wir beide noch zuhause wohnen schon immer viel Zweisamkeit gehabt. Wir übernachten fast immer beieinander, sehen uns jeden Tag und haben einen gemeinsamen Alltag (auch ohne gemeinsame Wohnung). Ich glaube deine Freundin brauht einfach weniger Nähe als du und ich denke, dass du sie noch weiter von dir wegtreibst, je näher du sie an dich ranziehen willst. Schalt mal einen Gang runter und versteif dich nicht darauf, dass sie noch zuhause wohnt. Klärt lieber erstmal wieviel Nähe ihr gegenseitig braucht und wie ihr das aktiv in die richtige Richtung treiben könnt.

unter Druck setzen?  
nicht dein ernst?
weil er möchte dass sie öfter zu ihm kommt damit nicht andauernd ihre Eltern präsent sind? 

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9. Juli um 12:13

Was ist den so schlimm daran das sie noch zuhause wohnt. Das ist so typisch Deutschland. In anderen Ländern ist es normal das die Frau und auch der Mann erst ausziehen wen sie heiraten. Wen es zuhause gut ist und man sich auf seine Arbeit konzentrieren kann ist es doch perfekt. Viele Menschen wollen auch nicht alleine sein, fühlen sich unwohl in einer leeren Wohnung. 
Vieleicht redest du mal darüber das sie öfter bei dir Übernachtet. Dort habt ihr eure Ruhe. Wen sie nicht will, scheint sie nicht so viel Nähe zu brauchen wie du vieleicht.
Ihr seid auch noch nicht so lange zusammen aber hast du schon über eine gemeinsame Wohnung mit ihr nachgedacht? Sie will wahscheinlich nicht in DEIN Domiziel einziehen, den wen es doch mal zum Streit kommt heißt es ja doch " Raus aus Meiner Wohnung!"
Vieleicht möchte sie mehr Sicherheit.

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9. Juli um 10:38

Nun sie wird die abhängige Wohnsituation bei den Eltern einer abhängigen Wohnsituation bei einem Mann vorziehen. Beides ist kein Zustand für eine erwachsene Frau, aber ersteres ist immer noch besser. Ich würde es auch so halten.

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9. Juli um 10:38

Nun sie wird die abhängige Wohnsituation bei den Eltern einer abhängigen Wohnsituation bei einem Mann vorziehen. Beides ist kein Zustand für eine erwachsene Frau, aber ersteres ist immer noch besser. Ich würde es auch so halten.

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9. Juli um 11:03

Im Grunde kann ich das nachvollziehen, jedoch ist es so, dass sich das Verhältnis von ihr zu ihrem Stiefvater in den letzten Monaten wirklich sehr verschlechtert hat und die beiden eigentlich tagtäglich aneinanderrasseln. Mittlerweile wechseln sie kaum noch ein Wort miteinander. Sie sagte mir schon oft, dass die Situation dort für sie sehr blastend ist mittlerweile. Auch deshalb kann ich ihr Verhalten nicht so recht verstehen.
Auch mein Vorschlag, dass sie sich eine eigene kleine Wohnung nimmt, stieß bisher nicht auf Gegenliebe. Mein Vorschlag, dass sie zum Test auch bei mir einziehen könnte war vollkommen pragmatisch gemeint (was ich ihr auch so verklickert habe), finanziell würde sich nichts für sie ändern, sie würde sämtliche Freiheiten genießen, die sie jetzt auch schon hat, die Situation zu Ihrem Stiefvater würde sich wahrscheinlich verbessern und unsere Beziehung würde es auch auf eine völlig neue Stufe heben. Ich wäre bereit diesen Schritt zu wagen, auch um zu schauen ob das langfristig Bestand hat (was ich mir definitiv wünschen würde).
Mich würde es interessieren ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben?
Wie geht man mit so einer Situation um? Seh ich das vielleicht auch einfach zu eng, dass jemand mit Mitte 20, lang nach der Ausbildung, noch im Kinderzimmer wohnt?! 

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9. Juli um 12:13

Was ist den so schlimm daran das sie noch zuhause wohnt. Das ist so typisch Deutschland. In anderen Ländern ist es normal das die Frau und auch der Mann erst ausziehen wen sie heiraten. Wen es zuhause gut ist und man sich auf seine Arbeit konzentrieren kann ist es doch perfekt. Viele Menschen wollen auch nicht alleine sein, fühlen sich unwohl in einer leeren Wohnung. 
Vieleicht redest du mal darüber das sie öfter bei dir Übernachtet. Dort habt ihr eure Ruhe. Wen sie nicht will, scheint sie nicht so viel Nähe zu brauchen wie du vieleicht.
Ihr seid auch noch nicht so lange zusammen aber hast du schon über eine gemeinsame Wohnung mit ihr nachgedacht? Sie will wahscheinlich nicht in DEIN Domiziel einziehen, den wen es doch mal zum Streit kommt heißt es ja doch " Raus aus Meiner Wohnung!"
Vieleicht möchte sie mehr Sicherheit.

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9. Juli um 12:24
In Antwort auf teilzeitegoist

Im Grunde kann ich das nachvollziehen, jedoch ist es so, dass sich das Verhältnis von ihr zu ihrem Stiefvater in den letzten Monaten wirklich sehr verschlechtert hat und die beiden eigentlich tagtäglich aneinanderrasseln. Mittlerweile wechseln sie kaum noch ein Wort miteinander. Sie sagte mir schon oft, dass die Situation dort für sie sehr blastend ist mittlerweile. Auch deshalb kann ich ihr Verhalten nicht so recht verstehen.
Auch mein Vorschlag, dass sie sich eine eigene kleine Wohnung nimmt, stieß bisher nicht auf Gegenliebe. Mein Vorschlag, dass sie zum Test auch bei mir einziehen könnte war vollkommen pragmatisch gemeint (was ich ihr auch so verklickert habe), finanziell würde sich nichts für sie ändern, sie würde sämtliche Freiheiten genießen, die sie jetzt auch schon hat, die Situation zu Ihrem Stiefvater würde sich wahrscheinlich verbessern und unsere Beziehung würde es auch auf eine völlig neue Stufe heben. Ich wäre bereit diesen Schritt zu wagen, auch um zu schauen ob das langfristig Bestand hat (was ich mir definitiv wünschen würde).
Mich würde es interessieren ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben?
Wie geht man mit so einer Situation um? Seh ich das vielleicht auch einfach zu eng, dass jemand mit Mitte 20, lang nach der Ausbildung, noch im Kinderzimmer wohnt?! 

also Psychologe bin ich keiner aber kann da was Anderes dahinter stecken?

Eine traumatische Kindheitserfahrung...sex..Missbrauch? Naja..vielleicht zu hoch gegriffen.

Nö,Rosie29 liegt da total falsch,meine ich.
In Deutschland ziehen viele zuhause aus und leben eher seltener sehr lange zuhause aber z.B. in albanischen Familien lebt sogar ein Ehepaar mit in der Wohnung der (Schwieger)Eltern,samt noch einem Bruder z.B..

Ich finde es ziemlich befremdlich.
Woher kommt die Angst,sich selbständig zu machen.

Klar...ich würde ggf.auch warten bis ich wieder 2,3Monate ein regelmässiges Einkommen habe und dann auch ne Wohnung suchen kann und..es klingt irgendwo so,als wäre es nicht die grosse Liebe für sie und Du..musst sie quasi immer bisschen "drängen,schieben,aufmuntern".

Mir wäre das zu anstrengend..

Diskutiert das mal aus,warum sie nicht mit Dir zusammen leben möchte.Grad unter den Spannungen mit dem Stiefvater wäre das doch keine soo schlechte Alternative für sie.Und 3km würde sie widerum nicht soo weit von der geliebten Mama entfernen.

Mein Eindruck (kann falsch sein),die junge Frau hat ein Reifedefizit...da fehlt einfach einiges.WArum das so ist,kann ich Dir nicht sagen,und wenn sich da nichts ändert,wird euch das schlussendlich trennen.
Du scheinst in sie verliebt und wieso nicht zusammenziehen nach 9Monaten..man kann es doch versuchen.
Also..klärt das baldmöglichst,wenns geht ohne grossen STreit.

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9. Juli um 13:01
In Antwort auf coleen41

also Psychologe bin ich keiner aber kann da was Anderes dahinter stecken?

Eine traumatische Kindheitserfahrung...sex..Missbrauch? Naja..vielleicht zu hoch gegriffen.

Nö,Rosie29 liegt da total falsch,meine ich.
In Deutschland ziehen viele zuhause aus und leben eher seltener sehr lange zuhause aber z.B. in albanischen Familien lebt sogar ein Ehepaar mit in der Wohnung der (Schwieger)Eltern,samt noch einem Bruder z.B..

Ich finde es ziemlich befremdlich.
Woher kommt die Angst,sich selbständig zu machen.

Klar...ich würde ggf.auch warten bis ich wieder 2,3Monate ein regelmässiges Einkommen habe und dann auch ne Wohnung suchen kann und..es klingt irgendwo so,als wäre es nicht die grosse Liebe für sie und Du..musst sie quasi immer bisschen "drängen,schieben,aufmuntern".

Mir wäre das zu anstrengend..

Diskutiert das mal aus,warum sie nicht mit Dir zusammen leben möchte.Grad unter den Spannungen mit dem Stiefvater wäre das doch keine soo schlechte Alternative für sie.Und 3km würde sie widerum nicht soo weit von der geliebten Mama entfernen.

Mein Eindruck (kann falsch sein),die junge Frau hat ein Reifedefizit...da fehlt einfach einiges.WArum das so ist,kann ich Dir nicht sagen,und wenn sich da nichts ändert,wird euch das schlussendlich trennen.
Du scheinst in sie verliebt und wieso nicht zusammenziehen nach 9Monaten..man kann es doch versuchen.
Also..klärt das baldmöglichst,wenns geht ohne grossen STreit.

Ich sehe es ähnlich wie coleen, im Grunde spricht wirklich gar nichts dagegen, im Gegenteil sogar: Es bietet sich förnlich an.
Ich war schon immer ein Mensch, der in Beziehungen sehr viel Wert auf Regelmäßigkeit und einen gewissen "Alltag" legt. Das vermittelt mir das Gefühl von Beständigkeit, vor Allem in einer Beziehung. 
Ich habe schonmal versucht herauszufinden was dahinter steckt, bin mir jedoch nicht sicher was genau es ist. Ich fürchte auch, dass sie dieses Thema nervt wenn ich sie darauf anspreche. Sie scheint das auch ein Stück weit auszublenden.

Im Grundsatz finde ich den Gedanken mit ihr zusammenzuwohnen sehr schön und ich würde wenn dann auch erstmal mit einer Probezeit beginnen wollen. Aber auch das hatte sie in unserem letzten Gespräch darüber abgelehnt. Ich finde aber, dass das eine sehr gute Gelegenheit wäre herauszufinden ob eine Beziehung auch langfristig Bestand hat. Wie soll man das auch beurteilen wenn man so gut wie keinen Alltag miteinander erlebt (frühstücken, gemeinsam einschlafen, wirkliche Zweisamkeit, Haushalt etc.).
Ich finde gerade in solchen Situationen erlebt man doch den Menschen, mit dem man zusammen ist und kann daraus dann auch urteilen ob man sich da Zukunft vorstellt. 
Für mich selbst würde ich mir diesen Versuch sehr wünschen, jedoch ohne Zwang und Druck. Wir lieben uns beide wirklich sehr und können kaum einen Tag ohneeinander. Sie genauso wie ich. 
Nur frage ich mich was für Gründe dahinter stecken könnten. Eine traumatische Kindheitserfahrung kann ich da aber definitiv ausschließen.
Es ist ja nicht tragisch nicht zu einem solchen Schritt bereit zu sein, aber ich frage mich warum sie sonst keine Anstalten macht sich weiter zu verselbstständigen und sich mit der Situation zufrieden gibt wie sie ist obwohl sie doch weiß, dass mich das belastet. 
Da wird wohl nur ein klärendes Gespräch helfen.

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9. Juli um 13:24

hört sich ja nicht so an als ob sie vorhat bald auszuziehen....

was anderes:  wieso will sie so selten bei dir sein?
da wärt ihr doch wenigstens ungestört....

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9. Juli um 13:50

Was sagt sie denn wenn du sie fragst wie sie sich eure Zukunft vorstellt?

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9. Juli um 14:05

@ Claudia:
Das ist ne gute Frage. Sie hat nie gesagt, dass sie nicht bei mir sein möchte. Aber sie hat halt auch nie das Gegenteil gesagt. Angesprochen habe ich sie schon mehrmals, dass ich mir wünschen würde, dass wir mehr bei mir sind (Ungestörtheit, Zweisamkeit usw.). Wirklich anstreben tut sie das aber nicht, zumindest sagen das ihre Taten. 
Auf die Frage hin ob sie nicht heute abend zu mir kommen mag weicht sie oft aus oder es kommen häufig Ausreden (ihr gehts grad nicht so gut, sie muss morgen sehr früh (halb 7) aufstehen usw.). Für mich alles nicht nachvollziehbar.

@Herbstblume
Darüber haben wir natürlich auch schon gesprochen und ich habe ihr auch ganz klar gesagt, dass ich mir definitiv eine gemeinsame Zukunft mit ihr vorstellen kann, da ich sehr glücklich mit ihr bin. Sie hat mir das gleiche gesagt und mir gesagt, dass es auch das ist, was sie sich wünscht.
Jedoch ist es wie in der anderen Problematik, sowas kommt ja nicht von selbst. Daran muss man zusammen arbeiten und aktuell scheint es so als wäre ich der einzige, der diesbezüglich Lösungen sucht und Vorschläge einbringt. Sie sagt es zwar, aber ihr Verhalten (wahrscheinlich oft auch unterbewusst und ohne, dass sie es wahrnimmt) zeigt oft die gegensetzliche Richtung.
Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich ratlos. 

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9. Juli um 14:33
In Antwort auf teilzeitegoist

Hallo zusammen,
Mich beschäftigt da eine Sache, zu der ich gern mal die Meinung von Außenstehenden hören würde.
Meine Partnerin und ich (Ich 30, sie 25) sind nun seit 9 Monaten zusammen und die Beziehung läuft insgesamt auch sehr harmonisch. Allerdings gibt es da etwas, das mich teilweise schon sehr stört bzw. irritiert: Sie wohnt noch im Haus ihrer Eltern in ihrem Jugendzimmer, gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder.
Es ist häufig so, dass wir nur bei ihr sind. Und auch sehr sehr oft nicht in ihrem Zimmer sondern im gemeinsamen Wohnzimmer. Zeit zu zweit haben wir dort so gut wie gar nicht, da sie viel Wert auf Gesellschaft legt. Obwohl ich eine sehr großzügige Wohnung habe, die sich nur knapp 3 km entfernt im selben Ort befindet, sind wir nur sehr selten bei mir.
Auch gemeinsame Übernachtungen finden leider recht selten statt und wollen von ihr meist mehrere Tage im Voraus geplant werden. 
Ich habe sie in den vergangenen Wochen immer mal wieder darauf angesprochen und ihr gesagt, dass ich mir mehr Zweisamkeit und mehr gemeinsamen "Alltag" wünschen würde und sie konnte das zwar nicht ganz nachvollziehen, sah dies aber ähnlich und gelobte Besserung. Getan hat sich seither jedoch nicht wirklich was und die Gründe dafür sind für mich schleierhaft. Eine gemeinsame Verlagerung der Beziehung zu mir wäre auch aufgrund der Entfernung mehr als einfach.
Ihre Beziehung zu Ihrer Mum kann man als sehr innig bezeichnen und auch ich komme gut mit ihrer Familie aus, jedoch scheint es für sie dort sehr "bequem" zu sein. Um den Großteil des alltäglichen Wahnsinns wird sich halt von elterlicher Seite aus gekümmert.
Sie ist finanziell unabhängig und in Person auch selbstständig und verantwortungsvoll, befindet sich zur Zeit jedoch auf Arbeitssuche. Aus finanzieller Sicht kann ich die Tatsache, dass sie noch in ihrem Jugendzimmer wohnt schon irgendwie auch nachvollziehen, ich frage mich jedoch auch wie andere das so sehen. Vor Allem auch in Anbetracht der Tatsache, dass sie das scheinbar auch als sehr gute Situation empfindet und daran auch nichts ändern möchte, obwohl ich bereits mehrfach mit ihr darüber gesprochen habe, dass diese Situation für mich zeitweise sehr unbefriedigend ist. Meistens war es so, dass sie darauf auch nicht wirklich tiefgehend eingegangen ist bzw. sie es zwar zur Kenntnis nimmt, sie aber scheinbar nicht wahrnimmt wie es dbzgl. in mir aussieht.
Den Vorschlag meinerseits, für eine gewisse Zeit (auch zur Probe) bei mir einzuziehen (die Kosten würden für sie gleich bleiben und Platz habe ich en masse) hatte sie anfangs sehr positiv aufgenommen, seit einem kleinen (wirklich kleinen Streit) vor 2 Wochen jedoch plötzlich wieder verworfen. Die Gründe dafür waren, denk ich zumindest, eher eine Ausrede.

Wie würdet ihr diese Situation betrachen und bewerten? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Findet ihr es ungewöhnlich, dass man mit Mitte 20 noch im "Kinderzimmer" wohnt? Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen?

Vielen Dank vorab 
 

Ich finde du setzt sie viel zu sehr unter Druck. Es gibt Paare, die ziehen  nach zwei Monaten zusammen und sind glücklich. Es gibt aber auch Menschen, die lassen sich mehr Zeit damit. Bei euch treffen hier zwei gegensätzliche Vorstellungen aufeinander.

Ich wohne mit 23 auch noch zuhause. Mein Studium werde ich Anfang nächsten Jahres beenden, aber frühestens Ende 2019 mit meinem Freund ausziehen. Wir möchten abwarten, wie die Jobsuche läuft und uns ein paar Monate etwas Geld ansparen, um uns eine Wohnung und deren Einrichtung, Kaution etc. überhaupt erst leisten zu können. Das ist ein bisschen anders wie bei euch, vom Gefühl her hätten wir auch schon nach einem Jahr zusammenziehen können, das hätte uns aber finanziell so stark eingeschräkt, dass wir uns lieber für diesen Weg entschieden haben.

Ich glaube eher, dass euer Problem an einem unterschiedlichen Nähe-Distanz-Bedürfnis liegt. Mein Freund und ich haben, obwohl wir beide noch zuhause wohnen schon immer viel Zweisamkeit gehabt. Wir übernachten fast immer beieinander, sehen uns jeden Tag und haben einen gemeinsamen Alltag (auch ohne gemeinsame Wohnung). Ich glaube deine Freundin brauht einfach weniger Nähe als du und ich denke, dass du sie noch weiter von dir wegtreibst, je näher du sie an dich ranziehen willst. Schalt mal einen Gang runter und versteif dich nicht darauf, dass sie noch zuhause wohnt. Klärt lieber erstmal wieviel Nähe ihr gegenseitig braucht und wie ihr das aktiv in die richtige Richtung treiben könnt.

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9. Juli um 14:58

Ich wohne mit 24 auch noch bei meinen Eltern, in meinem Studenten-Freundeskreis ist das auch wirklich nicht untypisch. Ich möchte erstmal mein Studium schaffen und einen Job finden, bevor ich ausziehe. Ihr seid auch erst 9 Monate zusammen, das ist in meinen Augen gar nicht so viel. Da ist doch alles noch rosarot, man kennt noch gar nicht die Macken vom Partner und kann sich noch gar nicht sicher sein, dass es ewig hält. Und wenn man dann zusammen gezogen ist, wird alles kompliziert. Ich habe auch Paare im Freundeskreis, die nach einem Jahr zusammen gezogen sind. Sie wollte nicht bei ihm einziehen, sondern etwas Eigenes, weswegen die beiden sich eine tolle gemeinsame Wohnung gesucht hatten... Riesiger Umzug, einrichten, Möbel kaufen, Einweihungsparty... Nachdem die erste Verliebtheit dann verflogen war, haben sich die beiden wieder getrennt. Hatte ganze 4 Monate des Zusammenlebens gedauert. Also wieder der große Umzug zurück ins Elternhaus, da sich einer alleine die Wohnung nicht leisten konnte. Und wieder ganz großes Tamtam... Danach habe ich zumindest für mich auch den Fazit gezogen, dass ich nicht zu schnell mit meinem Partner zusammen ziehen will. Und einen Job finden möchte ich auch vorher. So ungewöhnlich finde ich das gar nicht, in meinem Bekanntenkreis haben viele diese Einstellung.

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9. Juli um 16:46

wenn ich mal vor Augen halte, dass es nicht einfach ist - selbst als Frau - sich umstellen zu sollen, von einem Haushalt auf den anderen, noch unbekannten, kann ich ihre Zurückhaltung verstehen was das angeht.
Bei Mama ist das alles ok. und geklärt. Bei einem Partner jedoch, muss man sich erst mal durchkämpfen - das macht es schwierig.

Gebt Euch lieber mal noch 1 Jahr die Gelegenheit einander besser kennen zu lernen, um vertrauter zu werden. Und wenn einer das Drängen anfängt, wird er schnell auf Ablehnung stoßen - darauf solltet Ihr verzichten, wenn Euch aneinander viel liegt.

Und solltet Ihr zusammen bleiben, wäre es vielleicht sogar sinnvoll, wenn Ihr direkt gemeinsam nach einer gemeinsamen Wohnung guckt. So dass SIE sich nicht überrollt fühlen muss - wäre nur eine Idee 👍🏼

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9. Juli um 17:23
In Antwort auf traventure

Ich finde du setzt sie viel zu sehr unter Druck. Es gibt Paare, die ziehen  nach zwei Monaten zusammen und sind glücklich. Es gibt aber auch Menschen, die lassen sich mehr Zeit damit. Bei euch treffen hier zwei gegensätzliche Vorstellungen aufeinander.

Ich wohne mit 23 auch noch zuhause. Mein Studium werde ich Anfang nächsten Jahres beenden, aber frühestens Ende 2019 mit meinem Freund ausziehen. Wir möchten abwarten, wie die Jobsuche läuft und uns ein paar Monate etwas Geld ansparen, um uns eine Wohnung und deren Einrichtung, Kaution etc. überhaupt erst leisten zu können. Das ist ein bisschen anders wie bei euch, vom Gefühl her hätten wir auch schon nach einem Jahr zusammenziehen können, das hätte uns aber finanziell so stark eingeschräkt, dass wir uns lieber für diesen Weg entschieden haben.

Ich glaube eher, dass euer Problem an einem unterschiedlichen Nähe-Distanz-Bedürfnis liegt. Mein Freund und ich haben, obwohl wir beide noch zuhause wohnen schon immer viel Zweisamkeit gehabt. Wir übernachten fast immer beieinander, sehen uns jeden Tag und haben einen gemeinsamen Alltag (auch ohne gemeinsame Wohnung). Ich glaube deine Freundin brauht einfach weniger Nähe als du und ich denke, dass du sie noch weiter von dir wegtreibst, je näher du sie an dich ranziehen willst. Schalt mal einen Gang runter und versteif dich nicht darauf, dass sie noch zuhause wohnt. Klärt lieber erstmal wieviel Nähe ihr gegenseitig braucht und wie ihr das aktiv in die richtige Richtung treiben könnt.

unter Druck setzen?  
nicht dein ernst?
weil er möchte dass sie öfter zu ihm kommt damit nicht andauernd ihre Eltern präsent sind? 

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9. Juli um 17:23
In Antwort auf teilzeitegoist

@ Claudia:
Das ist ne gute Frage. Sie hat nie gesagt, dass sie nicht bei mir sein möchte. Aber sie hat halt auch nie das Gegenteil gesagt. Angesprochen habe ich sie schon mehrmals, dass ich mir wünschen würde, dass wir mehr bei mir sind (Ungestörtheit, Zweisamkeit usw.). Wirklich anstreben tut sie das aber nicht, zumindest sagen das ihre Taten. 
Auf die Frage hin ob sie nicht heute abend zu mir kommen mag weicht sie oft aus oder es kommen häufig Ausreden (ihr gehts grad nicht so gut, sie muss morgen sehr früh (halb 7) aufstehen usw.). Für mich alles nicht nachvollziehbar.

@Herbstblume
Darüber haben wir natürlich auch schon gesprochen und ich habe ihr auch ganz klar gesagt, dass ich mir definitiv eine gemeinsame Zukunft mit ihr vorstellen kann, da ich sehr glücklich mit ihr bin. Sie hat mir das gleiche gesagt und mir gesagt, dass es auch das ist, was sie sich wünscht.
Jedoch ist es wie in der anderen Problematik, sowas kommt ja nicht von selbst. Daran muss man zusammen arbeiten und aktuell scheint es so als wäre ich der einzige, der diesbezüglich Lösungen sucht und Vorschläge einbringt. Sie sagt es zwar, aber ihr Verhalten (wahrscheinlich oft auch unterbewusst und ohne, dass sie es wahrnimmt) zeigt oft die gegensetzliche Richtung.
Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich ratlos. 

sag mal... ist sie generell so verschlossen??

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9. Juli um 17:35

Also gleich umzuziehen kann man ja verstehen, wenn sie da noch etwas warten will.
Aber einfach mehr Zeit beim Freund zu verbingen und dort zu übernachten, da kann doch normalerweise nichts dagegen sprechen.

Hat sie irgendein Problem mit Loslösen von zu Hause? (kenne mich da ja auch nicht aus. Aber etwas anderes fällt mir gerade nicht ein).

Was hast du ansonsten für einen Eindruck von eurer Beziehung?

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9. Juli um 20:11
In Antwort auf teilzeitegoist

Ich sehe es ähnlich wie coleen, im Grunde spricht wirklich gar nichts dagegen, im Gegenteil sogar: Es bietet sich förnlich an.
Ich war schon immer ein Mensch, der in Beziehungen sehr viel Wert auf Regelmäßigkeit und einen gewissen "Alltag" legt. Das vermittelt mir das Gefühl von Beständigkeit, vor Allem in einer Beziehung. 
Ich habe schonmal versucht herauszufinden was dahinter steckt, bin mir jedoch nicht sicher was genau es ist. Ich fürchte auch, dass sie dieses Thema nervt wenn ich sie darauf anspreche. Sie scheint das auch ein Stück weit auszublenden.

Im Grundsatz finde ich den Gedanken mit ihr zusammenzuwohnen sehr schön und ich würde wenn dann auch erstmal mit einer Probezeit beginnen wollen. Aber auch das hatte sie in unserem letzten Gespräch darüber abgelehnt. Ich finde aber, dass das eine sehr gute Gelegenheit wäre herauszufinden ob eine Beziehung auch langfristig Bestand hat. Wie soll man das auch beurteilen wenn man so gut wie keinen Alltag miteinander erlebt (frühstücken, gemeinsam einschlafen, wirkliche Zweisamkeit, Haushalt etc.).
Ich finde gerade in solchen Situationen erlebt man doch den Menschen, mit dem man zusammen ist und kann daraus dann auch urteilen ob man sich da Zukunft vorstellt. 
Für mich selbst würde ich mir diesen Versuch sehr wünschen, jedoch ohne Zwang und Druck. Wir lieben uns beide wirklich sehr und können kaum einen Tag ohneeinander. Sie genauso wie ich. 
Nur frage ich mich was für Gründe dahinter stecken könnten. Eine traumatische Kindheitserfahrung kann ich da aber definitiv ausschließen.
Es ist ja nicht tragisch nicht zu einem solchen Schritt bereit zu sein, aber ich frage mich warum sie sonst keine Anstalten macht sich weiter zu verselbstständigen und sich mit der Situation zufrieden gibt wie sie ist obwohl sie doch weiß, dass mich das belastet. 
Da wird wohl nur ein klärendes Gespräch helfen.

hm...kann ich verstehen @TE teilzeitegoist...

Kann aber auch eine ganz einfache Erklärung haben..sie will einfach nicht zusammen leben..oder noch nicht.

Das..ist jetzt ein schlechtes Beispiel...ich hatte als junge Frau eine kl.Wohnung am Ausbildungsort,knapp 40km entfernt von zuhause..und ein damaliger Freund,4Jahre älter,wollte unbedingt bald zusammen ziehen...vielleicht heiraten und Kind(er).
Ok...ewig her..ich war damals knapp 23Jahre,nach Ausbildungsende..

Keinesfalls wollte ich schon zusammenziehen,3Jahre zuvor hatte ich alleine gelebt.Vor allem wollte ich reisen,viel reisen,fremde Länder kennen lernen,ggf.mal im Ausland arbeiten.Hab das auch gemacht und nie bereut...die Beziehung ging dann nach einen knappen Jahr friedlich auseinander.
Es war nicht einfach,ihm klarzumachen,dass ich seine Pläne nicht mitmachen konnte und auch nicht wollte,er war schon traurig gewesen.Aber es war die richtige Entscheidung,auch heute noch nach gut 30Jahren..

Ob eine Beziehung langfristig Bestand hat,dafür..muss man nicht zusammen leben.
DAs merkt man meist rasch..passt es mit DEM Menschen,den das Herz sich aktuell auserkoren hatte oder eben nicht.

Selbst wenn man mit Dreimonatsbauch noch nie vorab zusammen lebend heiratet, 6Monate nach dem KEnnenlernen..kann es gut gehen.Man weiss das nie und was ist HEUTE schon für ewig,in dieser schnellebigen Zeit wo Beziehungen per WhatsApp beendet werden.

Wenn man einen Menschen gefunden hat,mit dem man gemeinsame Schnittpunkte hat,sich gut versteht,sich liebt und meint,es könnte passen und man gehört zusammen,dann kann man es wagen.

Im günstigsten Fall ist die Liebe auf beiden SEiten gross genug,dass man auch SChreibabies,nervige Schwiegereltern,bekloppte Verwandte oder aus dem Ruder gelaufene Familienfeiern gemeinsam mit Humor und viel Liebe wuppen kann..DAS LEBEN EBEN gemeinsam bewältigen,leben,lieben und ERleben.
Eine grosse Liebe kann viel.
Da muss der Wille da sein,bei Beiden.

Seh ich nicht bei Deiner Freundin..eher ein Dauerzögern und  Kaugummi-Ausreden.

Vielleicht..könnt ihr das mal klären in einem Grundsatzgespräch und..falls nicht,war es ggf.doch nicht die passende Frau für Dich für die nächsten 15Jahre.
Wenn DU Glück hast,auch länger.

Gute Entschlüsse

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9. Juli um 20:18

Also vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten. 
Unter Druck setze ich sie definitiv nicht. Das Zusammenziehen war von mir nur als pragmatischer Vorschlag eingebracht worden weil ich weiß, dass sie die momentane Situation dort mit ihrem Stiefvater emotional sehr belastet. Da ich beruflich sehr eingespannt bin, bin ich auch den ganzen Tag nicht daheim.
Es wäre (unabhängig vom Zusammenziehen oder nicht) eine recht unproblematische und ungezwungene Möglichkeit des Rückzugs, der Distanz. Distanz, die ihr sehr gut tun würde, glaube ich. Wenn sie sich dafür noch nicht bereit fühlt, ist das für mich absolut kein Problem, ich dränge sie da zu nichts.
Dass mir aber die Nähe und Zweisamkeit fehlt weiß sie natürlich auch, das ist bei ihr auch genauso. Ich habe das Thema bereits ein paar Mal angesprochen und bisher hat sie mir auch immer den Eindruck vermittelt als würde sie es genauso sehen und als würde es ihr auch fehlen.
Von ihr kam auch mehrfach der Vorschlag einfach mehr Zeit bei mir zu verbringen und bei mir zu übernachten, hier sind wir vollkommen ungestört und können uns voll und ganz aufs Paarsein konzentrieren. Das Problem ist nur: Das passiert einfach nicht.
Und ehrlich gesagt bin ich mir auch rigendwie zu schade, dass Thema immer wieder anzusprechen.
Insgesamt ist unsere Beziehung sehr harmonisch, wir sehen uns häufig (ca. 4x pro Woche), unternehmen Dinge zusammen, sprechen viel und sind insgesamt auch sehr glücklich.
Da spielt natürlich auch die unschlagbare Entfernung mit rein, zwischen uns liegen nicht ganz 2,5km, 20 Min zu Fuß und 5 Min mit dem Auto.
Ein Hindernis sollte daieser Umstand also nicht darstellen.
Jedoch stört mich diese eine Sache schon sehr und ich weiß nicht so recht was ich davon halten und wie ich das ansprechen soll. Es stört mich einfach sehr nicht einfach neben ihr einschlafen oder neben ihr aufwachen zu können. Es stört mich sich abends immer verabschieden zu müssen.
Über die letzten 9 Monate gesehen übernachten wir im Schnitt ca. 2x im Monat beieinander... für mich eine ziemlich bescheidene Situation, die mich in keinster Weise zufriedenstellt. Vor allem auch weil eine spontane Übernachtung fast gar nicht möglich erscheint, sowas möchte sie meist mehrere Tage im Voraus planen.
Es war in der Vergangenheit bisher auch immer so, dass das ganze natürlich auch unsere Intimität bzw. unser Sexleben belastet.
Die Zeit, die wir bei ihr verbringen, verbringen wir zu 70% in direkter Gesellschaft (mit im Raum anwesenden Personen aus ihrer Familie) und zu 30% in indirekter Gesellschaft (mit Personen aus ihrer Familie, die sich nur wenige Meter von uns entfernt im Nebenzimmer befinden). Sowas hemmt mich schon ziemlich, auch wenn sie mal meinte, dass ihr das überhaupt nichts ausmacht. Ich wünschte bei mir wäre es auch so. Spontan sein ist also auch kaum möglich.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sie ein Problem hat sich von Zuhause zu lösen, trotz der schwierigen Situation. Allerdings scheint sie das auch keineswegs wahrzunehmen. Genauso wenig wie mein Bedürfnis nach mehr ungestörter Zeit zu zweit.
Es scheint als müsste ich dies ihr gegenüber erneut thematisieren, denn momentan ist die Situation für mich mehr als unbefriedigend.

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9. Juli um 21:30

Übrigens noch ein Punkt zu unserer gemeinsamen Zukunft. Ich habe 2 wundervolle Kinder aus einer vorherigen Ehe, die sehr häufig bei mir sind und mit Ihnen läuft es auch mehr als geschmiert. Die 3 haben sich vor gut 2 Monaten richtig kennengelernt und haben sich gegenseitig total ins Herz geschlossen. Von ihr kommt auch häufig der Vorschlag was gemeinsam mit ihnen zu unternehmen (was ich mega toll finde) und auch sonst bringt sie sich sehr gern mit ein (z.b. holen sie zsm ab, sie macht Vorschläge was wir unternehmen könnten). Diesbezüglich habe ich sie nie gedrängt, das macht sie alles aus freien Stücken. Das vermittelt mir natürlich nur umso mehr, dass auch sie sich eine gemeinsame Zukunft mit mir und meinen Kindern vorstellt (was sie mir auch genauso schonmal gesagt hat), und das lässt mein Herz als Papa natürlich Puzelbäume schlagen. Noch ein Grund weshalb ich ihre Einstellung so selten bei mir sein zu wollen nicht nachvollziehen kann.
 

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9. Juli um 21:45
In Antwort auf teilzeitegoist

Übrigens noch ein Punkt zu unserer gemeinsamen Zukunft. Ich habe 2 wundervolle Kinder aus einer vorherigen Ehe, die sehr häufig bei mir sind und mit Ihnen läuft es auch mehr als geschmiert. Die 3 haben sich vor gut 2 Monaten richtig kennengelernt und haben sich gegenseitig total ins Herz geschlossen. Von ihr kommt auch häufig der Vorschlag was gemeinsam mit ihnen zu unternehmen (was ich mega toll finde) und auch sonst bringt sie sich sehr gern mit ein (z.b. holen sie zsm ab, sie macht Vorschläge was wir unternehmen könnten). Diesbezüglich habe ich sie nie gedrängt, das macht sie alles aus freien Stücken. Das vermittelt mir natürlich nur umso mehr, dass auch sie sich eine gemeinsame Zukunft mit mir und meinen Kindern vorstellt (was sie mir auch genauso schonmal gesagt hat), und das lässt mein Herz als Papa natürlich Puzelbäume schlagen. Noch ein Grund weshalb ich ihre Einstellung so selten bei mir sein zu wollen nicht nachvollziehen kann.
 

hm.............wie alt sind denn Deine Kinder`?

Schulalter oder Kindergartenalter?

Es ist..für (noch ziemlich)junge Frauen manchmal problematisch,einen Freund mit Kindern aus einer vorherigen Beziehung teilen zu müssen,weil die Reife fehlt,mit Patchwork klarkommen zu können.

Es mag sein,sie macht das mit (Aktivitäten mit Deinen Kindern) und hat kein Problem damit.

Aber auch möglich,sie möchte eine Partnerschaft nicht wirklich mit 2Kindern starten,ohne dass sie das gross thematisieren möchte.

Du liebst Deine beiden Kinder und ich ziehe den Hut vor Dir,wenn das mit Deiner Exfrau so geklärt ist,dass Du die BEiden regelmässig sehen kannst und was unternehmen.Also..harmonisch..trotz eurer jungen Lebensjahre,wobei das damit ja ni zu tun hat..nur-SCheidungen mit Kindern,da fliegen meist die Fetzen wegen Sorgerecht,Kindsunterhalt usw..

Es wäre..zudem möglich,dass Du mir einer 28jähr.mit einem Kind aus einer vorherigen Beziehung glücklicher werden kannst,weil ihr euch erfahrungsmässig-gescheiterte Vorbeziehung mit Kind(ern) auf Augenhöhe bewegt.Das kann..verbinden.

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9. Juli um 23:26

@coleen

Diese Befürchtung hatte ich auch, dass ihr das zu viel ist. Deshalb haben wir bzw. ich mit diesem Schritt auch 7 Monate gewartet. Allerdings wurden meine Erwartungen - bei weitem (!) - übertroffen. 
Sie hat sie direkt angenommen und als Teil von mir gesehen, sie behandelt sie mit Respekt und geht auch sehr fürsorglich mit ihnen um. Sie ging immer direkt auf sie zu und bringt, ohne dass ich damit beginne, Vorschläge ein wie unsere Freizeitgestaltung aussehen könnte. Sie hat mich letztens gefragt ob sie auch mal allein was mit meiner Tochter machen darf (die beiden teilen sich viele Hobbys) und ich war total überwältigt weil ich damit überhaupt nicht gerechnet hätte. Das Interesse ihrerseits scheint sehr sehr groß zu sein. Übrigens ist meine Tochter 9 und mein Sohnemann 7. 
Was das Miteinander mit den Kindern betrifft ist alles absolut geregelt und ich hätte mir auch nie zu träumen gewagt, dass das so hervorragend klappen würde.
In den letzten 2 Monaten haben wir viel Zeit zu viert verbracht und meine Kids haben sie auch direkt ins Herz geschlossen, genau wie sie die beiden Zwerge.
Das macht mich als Papa natürlich unheimlich glücklich. Allerdings wird das durch diese eine Sache auch etwas getrübt.
Und diese vielen positiven Dinge tragen natürlich noch viel mehr dazu bei, dass ich nicht verstehe wie sie sich teilweise verhält was Übernachtungen und Zweisamkeit betrifft.

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