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Partnerin mit Borderline?

22. Februar 2016 um 21:04

Hallo liebe Community,

ich (m,22) habe vor kurzem eine junge Frau (21) kennengelernt. Nun hat sie mir, obwohl sie davor sehr viel Angst hatte gebeichtet, dass sie das Borderline-Syndrom hat. Ich habe mich lange mit ihr unterhalten und sie hat mir erklärt, dass es sich bei ihr nicht auf ein Zusammenleben auswirkt. Sie verletzt sich auch nicht selbst und auf meine Nachfrage hin, ob sie die typischen Charakterzüge einer Borderlinerin aufweist, sagte sie nur, dass sie eigentlich eher naiv und unsicher sei, statt die Kontrolle zu übernehmen.
Sie meinte nur, dass sie oft Stimmungsschwankungen hat.

Das Syndrom sei durch ihre Vergangenheut ausgelöst worden, allerdings habe sie die "wilden" Zeiten mittlerweile überwunden".

Was mich ein wenig verunsichert ist, dass sie mir sagte ich solle mir das gut überlegen, da sie sehr anstrengend sein könne.
Intellektuell und auch vom Charakter sind wir auf einer Wellenlänge, jedoch verunsichert mich das sehr.

Hat jemand von euch Erfahrungen damit, bzw was meint ihr zu der Situation?

LG

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22. Februar 2016 um 21:45

Ich hatte selber borderline
ich hatte mich selbst verletzt. Es lag auch an meiner verganenheit.. Mit dem satz du sollst es dir überlegen meint sie das sie dich evtl ungewollt verletzten wird. Das habe ich sehr oft gemacht also an meinem Parter ich bin oft ausgeflippt dann tat mir alles in nächster minute wieder leid. Ich weiß es wird eine schwere Zeit aber sie wird dir danbar sein. Hab das syndrom seit ich 13 Jahre alt bin num bin ich 19 mit 16 Jahren kam ich mit meinem Freund zusammen und wir sind immer noch glücklich. Ich bin nicht mehr so krass komisch und anfällig, er hat mir sehr geholfen. Du musst nur immer wieder auf sie eingehen und es darf dir nichts ausmachen. Du musst es vom herzen wollen. Viel Glück

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22. Februar 2016 um 22:23
In Antwort auf bundeswehrfrage12

Ich hatte selber borderline
ich hatte mich selbst verletzt. Es lag auch an meiner verganenheit.. Mit dem satz du sollst es dir überlegen meint sie das sie dich evtl ungewollt verletzten wird. Das habe ich sehr oft gemacht also an meinem Parter ich bin oft ausgeflippt dann tat mir alles in nächster minute wieder leid. Ich weiß es wird eine schwere Zeit aber sie wird dir danbar sein. Hab das syndrom seit ich 13 Jahre alt bin num bin ich 19 mit 16 Jahren kam ich mit meinem Freund zusammen und wir sind immer noch glücklich. Ich bin nicht mehr so krass komisch und anfällig, er hat mir sehr geholfen. Du musst nur immer wieder auf sie eingehen und es darf dir nichts ausmachen. Du musst es vom herzen wollen. Viel Glück

Dank...
Vielen Dank für die Antwort. Habe mit ihr nochmal gesprochen...sie sagt, dass es nur manchmal vorkommen kann, dass sie nachdenklich wird. Das ist wohl so mit das Einzige, abgesehen von der Angst der Trennung. Aber die Trennungsangst hat ja fast jeder.
Ich denke man darf einen Menschen nicht nach solchen Dingen beurteilen. Klar, sie machen ihn auch aus, aber das sind Dinge, für die er/sie nichts kann.

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23. Februar 2016 um 7:55

Hat jemand von euch Erfahrungen damit
ja, ich habe so 25 Jahre Erfahrung mit Borderline - ich bin selbst Grenzgängerin - und mehr als 15 Jahre in einer glücklichen Beziehung mit meinem Mann von daher bin ich mir ganz schrecklich sicher, dass das super funktionieren kann - unter bestimmten Umständen.

Zum einen und ganz vor allem geht das nur, wenn der Grenzgänger selbst sich aktiv um seine Krankheit kümmert, gegensteuert, weiss, was er / sie wie tun kann und das auch tut - scheint bei der Dame, von der Du schreibst, der Fall zu sein, sieht geht (soweit ich das aus den paar Zeilen lesen kann) schon sehr bewusst damit um.

Zum zweiten: nicht jeder Typ Mensch wird gut mit uns klar kommen. Ein wichtiger Punkt: ja, wir brauchen Rücksicht. Wie jeder andere chronisch / längerfristig Kranke auch. Aber bitte, bitte immer nur in engen Grenzen. Zu viel Rücksicht macht beide kaputt. Wir erkennen zu oft nicht, wenn wir bei anderen die Grenzen überschreiten - und wann wir sie zu weit überschreiten. Ich kenne die Dame nun nicht und auch wir Borderliner sind in mancher Hinsicht sehr verschieden, aber die meisten von uns brauchen einen Partner, der klar kommuniniziert, was er / sie sich wünscht und vor allem: wo und wann man zu weit geht. Wir brauchen meist Partner, die nie, nie, nie, nie, NIE so lange Rücksicht nehmen, bis sie das selbst auffrisst und dann noch weiter, bis sie zusammen brechen, sondern Partner, die auch klipp und klar sagen: so, bis hier hin und nicht weiter - und zwar BEVOR es ihnen schon weh getan hat.
Wir brauchen Partner, die die Fähigkeit haben, nicht persönlich zu nehmen, was nicht persönlich ist. Gilt vor allem natürlich für SVV, was bei Euch ja kein Thema ist, aber auch für andere Dinge. Ein Beispiel von mir: Wenn es mir richtig mies geht, dann packe ich das gar nicht, wenn man mich in den Arm nimmt. Das hat mit meinem Mann gar nichts zu tun, ich ertrage das von gar keiner Person, aber er wird sich dennoch abgewiesen, zurückgestossen fühlen, wenn er mir helfen / mich trösten möchte und ich die Umarmung zurückweise. Auch wenn er weiss, dass das mit ihm gar nichts zu tun hat, gibt es Menschen, die das in dem Moment emotional nicht trennen könnten - und für die ist eine Beziehung mit einem Borderliner nicht das Richtige.

Ansonsten habe ich hier im Forum schon einiges zum Thema Borderline und auch Beziehungen (im weitesten Sinne, Familienangehörige, Freunde etc. eingeschlossen) mit Grenzgängern geschrieben, wenn Du magst, schick ich Dir den Link per PN.

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24. Februar 2016 um 9:11

Das kann ich zum Teil bestätigen
Ich habe offen mit ihr darüber gesprochen und sie sagte, dass das Einzige, was bei ihr ein Symptom darstellt die negative Sichtweise auf viele Dinge sei. Sie ist sehr pessimistisch und fragt sich manchmal selber, ob sie Borderline hat. Alle anderen Symptome treten bei Ihr offenbar nicht auf.

Ihre letzte lange Beziehung ging über mehrere Jahre und ihr Ex trauert immernoch hinter ihr her. Sie ist auch ein sehr geselliger Mensch. Also gehe ich mal davon aus, dass eine Beziehung mit ihr nicht so problematisch ist, wie einige das hier annehmen.

Vielen Dank

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24. Februar 2016 um 9:42
In Antwort auf chessmanius

Das kann ich zum Teil bestätigen
Ich habe offen mit ihr darüber gesprochen und sie sagte, dass das Einzige, was bei ihr ein Symptom darstellt die negative Sichtweise auf viele Dinge sei. Sie ist sehr pessimistisch und fragt sich manchmal selber, ob sie Borderline hat. Alle anderen Symptome treten bei Ihr offenbar nicht auf.

Ihre letzte lange Beziehung ging über mehrere Jahre und ihr Ex trauert immernoch hinter ihr her. Sie ist auch ein sehr geselliger Mensch. Also gehe ich mal davon aus, dass eine Beziehung mit ihr nicht so problematisch ist, wie einige das hier annehmen.

Vielen Dank


also auch wenn mein Vertrauen in Ärzte überwiegend alles andere als üppig ist: "sehr pessimistisch" ist gar kein Borderline - Symptom. Höchstens eine Folge anderer Symptome.
Die Diagnosebögen für die Borderline - Diagnose haben nicht umsonst ein episches Format, da gibt es Seiten über Seiten über Seiten voller Fragen, die nach Symptomen suchen - und da wurde die Diagnose gestellt, obwohl gar keines davon zutrifft? Hm. Das ist milde formuliert wunderlich.

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24. Februar 2016 um 10:11

Sehe ich etwas differenzierter
... wenn man wirklich Grenzgänger ist, dann muss man das ansprechen, sobald es ernster wird. Da gibt es keinen Weg daran vorbei.

Wie es zur Diagnose kam - ob es eine gab - kann ich so nicht herauslesen. Stimmt, ein Psychologe kann die nicht stellen, aber der TE ist ja auch nicht derjenige, der sie (ggf.) erhalten hat, kann bei der Weitergabe an uns verwechselt worden sein. Wunderlich ist es in jedem Falle, zumal bei einer Borderline - Diagnose immer MEHRERE Symptome zutreffen müssen, einzelne Syptome sind da nicht aussagekräftig (mal abgesehen davon, dass "sehr pessimistisch" noch nicht mal eins ist). Bei einer Diagnostik nach DSM-IV (die inzwischen auch nicht mehr der Weisheit letzter Schluss ist) müssen beispielsweise (mindestens) FÜNF von 9 möglichen Symptomen zutreffen, damit von einer BL - Erkrankung ausgegangen wird.
Also war entweder der Diagnostiker ne völlige Flasche oder die Diagnose ist keine oder das mit dem "sonst ist gar nichts" stimmt so nicht. Oder eine Mischung aus allem.

Aber die Medallie hat auch noch eine andere Seite: ein Patient ist i.d.R. eben kein Arzt. Wenn man von "Fachleuten" (mit oder ohne "") eine Diagnose erhält, *muss* man dem auch erst mal Glauben schenken. Zweitmeinungen sind oft sinnvoll, ein Allheilmittel aber auch nie.

Der Rest... ich glaube, Du interpretierst da aus Deinen persönlichen Erfahrungen heraus ein bißchen viel. Kann sein, muss nicht und wissen kannst Du darüber nichts, Du urteilst über einen Menschen, den Du gar nicht kennst - von dem Dir nur ein paar Zeilen aus der subjektiven Sicht einer anderen Person beschrieben wurden - da finde ich Dein Urteil bissl too much, ehrlich gesagt.

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24. Februar 2016 um 10:52

Also...
... mich inklusive? ^^ Interessant ^^

Ja, bei mir war es noch DSM-IV, ist eine Weile her - dass das jetzt nicht mehr der Weisheit letzter Schluss ist, weiss ich auch, habe ich ja schon geschrieben, aber es ist eben das, womit ich mich noch passabel auskenne. Nach den neueren Diagnostik-Methoden wurde meine Diagnose dann nur noch ergänzt / präzisiert.

Wie auch immer... daran, dass bei Borderline viele eine Meinung haben, mit der (und / oder deren Basis) ich nicht unbedingt übereinstimme, bin ich schon super gewöhnt. Hat man immer, sobald das Thema hochkommt und erst Recht, wenn man sich selbst als Grenzgänger "outet" - zu viel mehr als einer hochgezogenen Augenbraue reicht das bei mir inzwischen nicht mehr. (sonst würde ich mich hier auch bestimmt nicht "outen"). Aber im Grunde ist es wie immer im Internet und in Foren im besonderen: Man muss die Antworten für sich persönlich filtern, was man wie ernst nimmt - und was nicht.

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