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Partner: unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis & Erwartungen an eine Beziehung

30. August um 15:36 Letzte Antwort: 30. August um 19:10

Hallo ihr Lieben,

ich trage dieses Thema schon lange mit mir herum und habe schon viel daran gearbeitet. Leider ist es noch immer da und ich erhoffe mir eure Meinungen und vielleicht ein paar Tips und Erfahrungen dazu.

Ich (Mitte 20) bin seit über vier Jahren mit meinem Freund (Ende 20) (beide nun am Ende des Studiums) zusammen, seit zwei Jahren davon in einer Fernbeziehung (ca. 200 km). Die Beziehung ging schon etwas holprig los, da wir ein unterschiedliches Nähe-Distanz Bedürfnis haben - ihm reichte es von Anfang an sich alle ein bis zwei Wochen zu sehen, mir nicht (wohnten fast nebeneinander). Darüber haben wir sehr oft gesprochen und konnten einen Kompromiss finden, sodass wir uns nach ca einem dreiviertel Jahr immer so 2-3 Mal wöchentlich sahen, womit ich ganz gut leben konnte als ersten Schritt. Ihm war es auch nicht klar, dass ich da andere Vorstellungen hatte und er kam mir deswegen auch verständnisvoll entgegen. Wir sind auch über die Jahre immer mehr zusammengewachsen, verstehen uns wirklich sehr gut und die Beziehung entwickelt sich weiter. Ich bin eigentlich sehr glücklich mit ihm. In der Fernbeziehung sehen wir uns ca. 2-3 WEs im Monat.

Allerdings ist es so, dass es ihm sehr wichtig ist, seine Freunde wirklich oft zu sehen. Er hat einen sehr großen Freundeskreis und die sehen sich so oft (schon immer öfter als wir uns sehen). Das hat mir schon immer ein etwas "einsames" Gefühl gegeben. Versteht mich nicht falsch - ich bin auch gesellig, eher introvertiert, aber habe auch viele Freunde und Bekannte. Aber eben auf einem anderen Level. Die sind, wie ich meist auch, voll eingebunden und haben dem entsprechend wenig Zeit. Wir sehen uns schon, aber nicht annähernd so oft wie er seine Freunde sieht. Ich habe viele Hobbys, mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige und auch Freunde mit denen ich sie teilen kann. 


Trotzdem fühle ich mich oft einsam, da es mit so vorkommt, als hätte er seine Familie aus Freunden zu denen er fährt, wenn das WE vorbei ist. Seine Beziehung läuft da eher so nebenbei auch noch. Er würde beispielsweise auch nicht auf die Idee kommen, mich mal von der Arbeit abzuholen oder so (was ich für ihn schon oft getan habe). Wenn ich frage, ob er Zeit hat (auch wenns nur mal Spätabends ist, um sich wenigstens kurz zu sehen und nebeneinander zu schlafen) weiß ich sofort, dass er nein sagen wird (natürlich als wir noch nebeneinander gewohnt haben). Ich mache viel mit seinen Freunden mit, mit meinen ists eher wenig, was sich so über die Zeit auch entwickelt hat. Am Anfang war es sehr enttäuschend für mich, immer ein Nein auf meine Anfragen zu bekommen, nun frage ich nur noch selten, wenn es um Dinge geht, die nicht Routine sind. Zb waren wir dieses Jahr noch nicht im Urlaub. Meine Eltern fahren bald in ein Ferienhaus und wir können mit. Das habe ich ihm sehr früh gesagt, aber er weiß nicht, ob er mitkommt (Urlaubstage hat er noch). Diese Enttäuschungsgefühl, welches ich so oft vorkommt, ist mir erst letztens bewusst geworden - ich habe mich schon sehr daran gewöhnt.

Ich wünsche mir so sehr dieses Gefühl von nachhause kommen und Familie und weiß nicht ob ich das jemals mit ihm haben kann. Denn er verbringt sonst jeden Abend seinen Freunden, wenn ich nicht frage, ob wir etwas machen. 


Hat jemand ähnliches erlebt und kann einen Ratschlag geben? Erwarte ich zu viel? Ich denke, allerdings, dass dieses Gefühl nicht grundlos da ist.


Ich danke euch, für euere Meinungen.
 

 

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30. August um 16:22
In Antwort auf nana2004

Hallo ihr Lieben,

ich trage dieses Thema schon lange mit mir herum und habe schon viel daran gearbeitet. Leider ist es noch immer da und ich erhoffe mir eure Meinungen und vielleicht ein paar Tips und Erfahrungen dazu.

Ich (Mitte 20) bin seit über vier Jahren mit meinem Freund (Ende 20) (beide nun am Ende des Studiums) zusammen, seit zwei Jahren davon in einer Fernbeziehung (ca. 200 km). Die Beziehung ging schon etwas holprig los, da wir ein unterschiedliches Nähe-Distanz Bedürfnis haben - ihm reichte es von Anfang an sich alle ein bis zwei Wochen zu sehen, mir nicht (wohnten fast nebeneinander). Darüber haben wir sehr oft gesprochen und konnten einen Kompromiss finden, sodass wir uns nach ca einem dreiviertel Jahr immer so 2-3 Mal wöchentlich sahen, womit ich ganz gut leben konnte als ersten Schritt. Ihm war es auch nicht klar, dass ich da andere Vorstellungen hatte und er kam mir deswegen auch verständnisvoll entgegen. Wir sind auch über die Jahre immer mehr zusammengewachsen, verstehen uns wirklich sehr gut und die Beziehung entwickelt sich weiter. Ich bin eigentlich sehr glücklich mit ihm. In der Fernbeziehung sehen wir uns ca. 2-3 WEs im Monat.

Allerdings ist es so, dass es ihm sehr wichtig ist, seine Freunde wirklich oft zu sehen. Er hat einen sehr großen Freundeskreis und die sehen sich so oft (schon immer öfter als wir uns sehen). Das hat mir schon immer ein etwas "einsames" Gefühl gegeben. Versteht mich nicht falsch - ich bin auch gesellig, eher introvertiert, aber habe auch viele Freunde und Bekannte. Aber eben auf einem anderen Level. Die sind, wie ich meist auch, voll eingebunden und haben dem entsprechend wenig Zeit. Wir sehen uns schon, aber nicht annähernd so oft wie er seine Freunde sieht. Ich habe viele Hobbys, mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige und auch Freunde mit denen ich sie teilen kann. 


Trotzdem fühle ich mich oft einsam, da es mit so vorkommt, als hätte er seine Familie aus Freunden zu denen er fährt, wenn das WE vorbei ist. Seine Beziehung läuft da eher so nebenbei auch noch. Er würde beispielsweise auch nicht auf die Idee kommen, mich mal von der Arbeit abzuholen oder so (was ich für ihn schon oft getan habe). Wenn ich frage, ob er Zeit hat (auch wenns nur mal Spätabends ist, um sich wenigstens kurz zu sehen und nebeneinander zu schlafen) weiß ich sofort, dass er nein sagen wird (natürlich als wir noch nebeneinander gewohnt haben). Ich mache viel mit seinen Freunden mit, mit meinen ists eher wenig, was sich so über die Zeit auch entwickelt hat. Am Anfang war es sehr enttäuschend für mich, immer ein Nein auf meine Anfragen zu bekommen, nun frage ich nur noch selten, wenn es um Dinge geht, die nicht Routine sind. Zb waren wir dieses Jahr noch nicht im Urlaub. Meine Eltern fahren bald in ein Ferienhaus und wir können mit. Das habe ich ihm sehr früh gesagt, aber er weiß nicht, ob er mitkommt (Urlaubstage hat er noch). Diese Enttäuschungsgefühl, welches ich so oft vorkommt, ist mir erst letztens bewusst geworden - ich habe mich schon sehr daran gewöhnt.

Ich wünsche mir so sehr dieses Gefühl von nachhause kommen und Familie und weiß nicht ob ich das jemals mit ihm haben kann. Denn er verbringt sonst jeden Abend seinen Freunden, wenn ich nicht frage, ob wir etwas machen. 


Hat jemand ähnliches erlebt und kann einen Ratschlag geben? Erwarte ich zu viel? Ich denke, allerdings, dass dieses Gefühl nicht grundlos da ist.


Ich danke euch, für euere Meinungen.
 

 

Hey,
Ich war fast 1.5 Jahre lang in einer Fernbeziehung (9000 km).
Es hat nicht geklappt. Wir sahen uns in diesem einen Jahr 5x für 7 Tage.
Wir hatten uns via Internet kennen gelehrnt.
Ich kann dich schon verstehen, auch wenn ich ebenfalls eher der Typ bin, der viel Freiraum für Freunde und Familie und mich selbst braucht.

Mein damaliger Freund kam von diesen 5x gerade einemal zu mir. EINMAL.
Er hatte viele Ausreden, warum er jetzt gerade nicht kann. Ich kann deine Verzweiflung gut nachfühlen. Wie sehnsüchtig wünschte ich mir, dass er einmal spontan an einem Weekend schreibt "hey, ich bin hier! Überrachung!"
Selbst wenns nur für 2 Tage gewesen wäre!
Aber das lag ausserhalb seiner Komfortzone...

Schlussendlich trennten wir uns dann. Ich warf ihm diese Sache vor und er meinte, ich hätte ja was sagen können. Eigentlich hatte ich das, aber vielleicht nicht zu deutlich?

Mein Rat an Dich: Rede mit ihm über alle deiner Gefühle. Schone ihn nicht! Es nützt weder Dir noch ihm etwas wenn du im Stillen vor dich hin leidest.
Und es ist ja nicht so, dass ihr euch gerade erst kennen gelernt habt und du zu schnell zu viel verlangen würdest.

Wenn ihr dann nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, dann passt es vielleicht einfach schlichtweg nicht...? Ich will nicht gemein sein, wirklich nicht.
Aber ihr müsst zusammen reden.

Was mich interessieren würde, ist wie lange diese Distanz noch anhalten wird?
 

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30. August um 16:40
In Antwort auf elizabeth1123

Hey,
Ich war fast 1.5 Jahre lang in einer Fernbeziehung (9000 km).
Es hat nicht geklappt. Wir sahen uns in diesem einen Jahr 5x für 7 Tage.
Wir hatten uns via Internet kennen gelehrnt.
Ich kann dich schon verstehen, auch wenn ich ebenfalls eher der Typ bin, der viel Freiraum für Freunde und Familie und mich selbst braucht.

Mein damaliger Freund kam von diesen 5x gerade einemal zu mir. EINMAL.
Er hatte viele Ausreden, warum er jetzt gerade nicht kann. Ich kann deine Verzweiflung gut nachfühlen. Wie sehnsüchtig wünschte ich mir, dass er einmal spontan an einem Weekend schreibt "hey, ich bin hier! Überrachung!"
Selbst wenns nur für 2 Tage gewesen wäre!
Aber das lag ausserhalb seiner Komfortzone...

Schlussendlich trennten wir uns dann. Ich warf ihm diese Sache vor und er meinte, ich hätte ja was sagen können. Eigentlich hatte ich das, aber vielleicht nicht zu deutlich?

Mein Rat an Dich: Rede mit ihm über alle deiner Gefühle. Schone ihn nicht! Es nützt weder Dir noch ihm etwas wenn du im Stillen vor dich hin leidest.
Und es ist ja nicht so, dass ihr euch gerade erst kennen gelernt habt und du zu schnell zu viel verlangen würdest.

Wenn ihr dann nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, dann passt es vielleicht einfach schlichtweg nicht...? Ich will nicht gemein sein, wirklich nicht.
Aber ihr müsst zusammen reden.

Was mich interessieren würde, ist wie lange diese Distanz noch anhalten wird?
 

Vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe es schon so unwahrscheinlich oft angesprochen und habe es langsam ehrlich gesagt durch. Er kann es langsam aber auch nicht mehr hören und versteht es so, als würde ich denken, dass ihm die Beziehung nicht wichtig genug ist. Ich glaube, dabei geht es um Dinge, die man nicht verändern kann. Mir ist bewusst, dass ich mir eigentlich dadurch schon die Antwort auf die Frage gebe, ob die Beziehung unter diesen Umständen Sinn macht :/
Mich vewirrt es einfach, dass es sonst so gut klappt, ich oft auch glücklich mit ihm bin und nicht dieser Punkt kommt, an dem der Trennungswunsch stark genug ist.

Er wird bald in meine Stadt kommen und wir ziehen zusammen, was ich ihm hoch anrechne. Aber ich weiß nicht, ob sich dann wirklich etwas an der Situation ändern wird, ausser dass wir zusammen wohnen. Das weckt in mir große Bedenken...

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30. August um 17:28

Ich würde auf keinem Fall mit ihm zusammenziehen! Du wirst es bitter bereuen. Er verhält sich m.E. nicht wie ein Mann in einer Beziehung, sondern wie ein Single, der sein Leben lebt und nebenbei eine Freundin hat. Du bist leider für ihn nur eine Option und keine Priorität! 
Wenn Ihr zusammen wohnt, wird es so aussehen, dass er sich ganz normal weiter mit seinen Freunden trifft, seinen Interessen nachgeht etc. 
Du sitzt dann zu Hause und wartest auf ihn, während Deine besten Jahre verfliegen. Nebenbei schmeißt Du den kompletten Haushalt alleine, da er ja keine Zeit dafür hat.
An Deiner Stelle würde ich ab sofort mein Verhalten ihm gegenüber stark ändern, d.h. Du solltest DEIN Leben leben und für ihn erstmal überhaupt nicht zur Verfügung stehen. Er muss merken, dass Du ihm nicht sicher bist und soll Dich ruhig vermissen. 
Das ist übrigens auch der einzige Weg, um zuverlässig herauszufinden, ob überhaupt und wieviel Du ihm noch bedeutest. 
Dein Bauchgefühl sagt Dir schon das Richtige, sonst würdest Du gar nicht hier fragen.
Mit so einem Kandidaten würde ich, wenn überhaupt erst zusammenziehen, wenn ich einen Ring am Finger habe. Du bist sonst nichts weiter als seine kostenlose Haushaltshilfe, denn er fühlt sich Dir gegenüber zu null komma nichts verantwortlich.

Ales Gute wünsche ich Dir!

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30. August um 17:38
In Antwort auf nana2004

Vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe es schon so unwahrscheinlich oft angesprochen und habe es langsam ehrlich gesagt durch. Er kann es langsam aber auch nicht mehr hören und versteht es so, als würde ich denken, dass ihm die Beziehung nicht wichtig genug ist. Ich glaube, dabei geht es um Dinge, die man nicht verändern kann. Mir ist bewusst, dass ich mir eigentlich dadurch schon die Antwort auf die Frage gebe, ob die Beziehung unter diesen Umständen Sinn macht :/
Mich vewirrt es einfach, dass es sonst so gut klappt, ich oft auch glücklich mit ihm bin und nicht dieser Punkt kommt, an dem der Trennungswunsch stark genug ist.

Er wird bald in meine Stadt kommen und wir ziehen zusammen, was ich ihm hoch anrechne. Aber ich weiß nicht, ob sich dann wirklich etwas an der Situation ändern wird, ausser dass wir zusammen wohnen. Das weckt in mir große Bedenken...

Oh, er kommt in deine Stadt und ihr zieht zusammen?
Ja aber das ist ja schon mal ein ziemlich grosser Schritt in Richtung deiner Bedürftnisse... Ihr werdet euch von da an jeden Tag sehen, jede Nacht zusammen verbringen. Warte doch erst Mal ab wie sich das anfühlen wird bevor du voreilige Schlüsse ziehst.
In Bezug auf seine Freundschaften: Ich denke du musst das einfach akzeptieren, dass er einen anderen "Freundschaftsrhythmus" hat als du. Du kannst ihn ja nicht dazu zwingen seine Freunde weniger zu sehen, nur weil du dich einsam fühlst.
Aber wie gesagt, ich denke die Sache wird nocheinmal ganz anders aussehen, wenn ihr zusammen gezogen seid.

Ein gut geimeinter Ratschlag zum Schluss noch: Lerne dich auch alleine mit dir selbst wohl zu fühlen. Mache deinen Freund nicht zum Dreh- und Angelpunkt für deinen Gemütszustand (ist auch nicht gesund für die Beziehung) Wenn du dich einsam fühlst, dann geh eben auch raus und triff Leute. Oder finde eine andere Art die Lücke zu füllen z.b mit einem Hobby.

 

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30. August um 17:53
In Antwort auf elizabeth1123

Oh, er kommt in deine Stadt und ihr zieht zusammen?
Ja aber das ist ja schon mal ein ziemlich grosser Schritt in Richtung deiner Bedürftnisse... Ihr werdet euch von da an jeden Tag sehen, jede Nacht zusammen verbringen. Warte doch erst Mal ab wie sich das anfühlen wird bevor du voreilige Schlüsse ziehst.
In Bezug auf seine Freundschaften: Ich denke du musst das einfach akzeptieren, dass er einen anderen "Freundschaftsrhythmus" hat als du. Du kannst ihn ja nicht dazu zwingen seine Freunde weniger zu sehen, nur weil du dich einsam fühlst.
Aber wie gesagt, ich denke die Sache wird nocheinmal ganz anders aussehen, wenn ihr zusammen gezogen seid.

Ein gut geimeinter Ratschlag zum Schluss noch: Lerne dich auch alleine mit dir selbst wohl zu fühlen. Mache deinen Freund nicht zum Dreh- und Angelpunkt für deinen Gemütszustand (ist auch nicht gesund für die Beziehung) Wenn du dich einsam fühlst, dann geh eben auch raus und triff Leute. Oder finde eine andere Art die Lücke zu füllen z.b mit einem Hobby.

 

"Ein gut geimeinter Ratschlag zum Schluss noch: Lerne dich auch alleine mit dir selbst wohl zu fühlen. Mache deinen Freund nicht zum Dreh- und Angelpunkt für deinen Gemütszustand (ist auch nicht gesund für die Beziehung) Wenn du dich einsam fühlst, dann geh eben auch raus und triff Leute. Oder finde eine andere Art die Lücke zu füllen z.b mit einem Hobby."
Das stimmt und da habe ich schon viel an mir gearbeitet. Ich treffe auch viele Freunde und habe viele Hobbys. Ich finde es auch sehr wichtig, dass jeder sein eigenes erfülltes Leben führt.
Aber irgendwo ist ja auch der Schlussstrich dazu zu ziehen, dass es einfach zu wenig Stabilität in der Partnerschaft ist, weil es eben so unzuverlässig und wenig ist. Es kommt mir manchmal eher wie ein und nicht mein Freund vor, der mich da besuchen kommt (oder ich ihn). Da kann ich mir noch so viele andere Beschäftigungen suchen, aber da fehlt einfach etwas, was ich nicht durch anderes ausgleich kann. Dabei weiß ich nicht, ob es nicht vielleicht doch an mir liegt. Ich habe noch keine Erfahrungen bzgl Beziehung, da dies meine erste ernsthafte ist.
Ich würde gerne mit diesem Kompromiss glücklich sein, aber mein Bauchgefühl sagt mir etwas anderes.

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30. August um 18:22
In Antwort auf nana2004

"Ein gut geimeinter Ratschlag zum Schluss noch: Lerne dich auch alleine mit dir selbst wohl zu fühlen. Mache deinen Freund nicht zum Dreh- und Angelpunkt für deinen Gemütszustand (ist auch nicht gesund für die Beziehung) Wenn du dich einsam fühlst, dann geh eben auch raus und triff Leute. Oder finde eine andere Art die Lücke zu füllen z.b mit einem Hobby."
Das stimmt und da habe ich schon viel an mir gearbeitet. Ich treffe auch viele Freunde und habe viele Hobbys. Ich finde es auch sehr wichtig, dass jeder sein eigenes erfülltes Leben führt.
Aber irgendwo ist ja auch der Schlussstrich dazu zu ziehen, dass es einfach zu wenig Stabilität in der Partnerschaft ist, weil es eben so unzuverlässig und wenig ist. Es kommt mir manchmal eher wie ein und nicht mein Freund vor, der mich da besuchen kommt (oder ich ihn). Da kann ich mir noch so viele andere Beschäftigungen suchen, aber da fehlt einfach etwas, was ich nicht durch anderes ausgleich kann. Dabei weiß ich nicht, ob es nicht vielleicht doch an mir liegt. Ich habe noch keine Erfahrungen bzgl Beziehung, da dies meine erste ernsthafte ist.
Ich würde gerne mit diesem Kompromiss glücklich sein, aber mein Bauchgefühl sagt mir etwas anderes.

Ok, dann musst du vielleicht auf dein Bauchgefühl hören.
Ich habe selbst schon viel zu oft den Fehler gemacht nicht darauf zu hören und schlussendlich, wäre es richtig gewesen.

Und Bezüglich deiner mangelnden Erfahrung: Es ist ein Ding unserer Zeit, dass alle immer denken man habe nur Erfahrung wenn man etwas ganz oft auf ganz viele Arten gemacht hat.
Du führst seit vier Jahren eine Beziehung. Null Erfahrung hast du also nicht!
Du wirst den richtigen Weg und den Mut finden.
 

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30. August um 18:26

Manchmal habe ich diese Anflüge von: noch kann ich weglaufen :`D
aber dann frage ich mich, ob es nicht doch normal ist und ich damit so eine tolle Beziehung wegwerfe. Ihr merkt, ich bin total hin- und hergerissen. Diese Zweifel tun mir auch wirklich nicht gut, aber sie schweben nunmal seit Beginn der Beziehung, mal mehr mal weniger, in meinem Kopf umher...

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30. August um 18:44
In Antwort auf nana2004

Manchmal habe ich diese Anflüge von: noch kann ich weglaufen :`D
aber dann frage ich mich, ob es nicht doch normal ist und ich damit so eine tolle Beziehung wegwerfe. Ihr merkt, ich bin total hin- und hergerissen. Diese Zweifel tun mir auch wirklich nicht gut, aber sie schweben nunmal seit Beginn der Beziehung, mal mehr mal weniger, in meinem Kopf umher...

du könntest auch noch weglaufen wenn ihr wirklich zusammengezogen seid.
Ihr habt ja keinen "Anti-Weglauf"-Vertrag unterschrieben o.ä.
Kommt Zeit kommt Rat.
Und sonst beherzige den Rat von der Dame weiter oben im Thread: Mach dich mal rar und schau was danach passiert.
 

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30. August um 18:56

Ja das stimmt natürlich. Vielen Dank für eure Antworten. Falls das Fass überläuft kann ich mich immer noch endgültig entscheiden.
Mit dem rar machen wird es nicht viel bringen. Ihm reicht es auch wenn wir uns nur einmal im Monat sehen, er ist einfach der Typ dafür. Habe ich am Anfang oft gemacht, da war ich sehr viel unterwegs. Dann kommen immer viele Nachrichten vom ihm, manchmal auch Pläne für Besuche, die dann aber nicht umgesetzt werden, weil er es hasst zu planen (das ist bei ihm in jeder Hinsicht so).

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30. August um 19:08
In Antwort auf nana2004

Ja das stimmt natürlich. Vielen Dank für eure Antworten. Falls das Fass überläuft kann ich mich immer noch endgültig entscheiden.
Mit dem rar machen wird es nicht viel bringen. Ihm reicht es auch wenn wir uns nur einmal im Monat sehen, er ist einfach der Typ dafür. Habe ich am Anfang oft gemacht, da war ich sehr viel unterwegs. Dann kommen immer viele Nachrichten vom ihm, manchmal auch Pläne für Besuche, die dann aber nicht umgesetzt werden, weil er es hasst zu planen (das ist bei ihm in jeder Hinsicht so).

aber das geht dann auch relativ schnell wieder vorbei. Also müsste ich im Prinzip immer nur unterwegs sein, damit ihm das bewusst wird. Das wäre dann aber auch keine ernsthafte Beziehung mehr.
Er macht immer nur so viel wie er muss und das hat er bei mir auch gut raus. Wenn ich dann wirklich richtig enttäuscht bin wegen einer Sache die mir wichtig war stimmt ihn das immer um und er ändert Pläne, sodass es doch funktioniert. Ich bin das aber leid, weil ich nicht immer in diese Position gebracht werden möchte, damit sowas klappt.

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30. August um 19:10

Es sieht ganz danach aus, dass er Dich am langen Arm verhungern lässt.
Echtes Interesse an einer gemeinsamen Zukunft mit Dir hat er garantiert nicht! Er hält Dich warm, weil er Dich gern mag und seinen Spaß mit Dir haben kann, wenn IHM danach ist. Deine Gefühle jucken ihn nicht großartig und das alles kann er mit Dir machen, weil Du es zulässt!
Wenn Ihr erstmal einen gemeinsamen Hausstand habt, kommen noch ganz andere Dinge zutage, an welche Du jetzt noch gar nicht denkst.
Aber Du willst es ja offensichtlich darauf ankommen lassen. 
Ich wünsche Dir, dass sich alles zum Guten wendet- bleib wachsam!
 

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