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Partner mit generalisierter Angststörung

17. September um 14:46 Letzte Antwort: 18. September um 9:17

Hallo zusammen, 

ich suche heute mal euren Rat, weil ich nicht weiter weiß. Ich bin seit einigen Monaten in einer Beziehung mit einem Mann, der unter generalisierter Angststörung leidet. Das heißt, Panikattacken, Angst vor der Angst usw. im Alltag. 
Ich bin seine erste Freundin überhaupt, weil er durch seine Krankheit so eingeschränkt war, aber jetzt immer mehr Fortschritte macht. 

Ich habe das von Anfang an gewusst und auch so mit getragen bisher. Wir haben viele schöne Momente auch miteinander genossen und sind eigentlich sehr innig miteinander. Dennoch gibt es auch Phasen, wo er sich komplett zurück zieht.Dann meldet er sich teilweise tagelang nicht, will seine Ruhe usw. Nun ist meine Frage, könnt ihr mehr Tipps geben die ihm helfen evtl ein bisschen ruhiger zu werden. Er ist der extreme Strukturmensch, Veränderungen hasst er. 

Habt ihr auch einen Partner mit der Störung? Wie geht ihr damit um? 

Danke schon mal  

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17. September um 18:37
In Antwort auf rosephantom

Hallo zusammen, 

ich suche heute mal euren Rat, weil ich nicht weiter weiß. Ich bin seit einigen Monaten in einer Beziehung mit einem Mann, der unter generalisierter Angststörung leidet. Das heißt, Panikattacken, Angst vor der Angst usw. im Alltag. 
Ich bin seine erste Freundin überhaupt, weil er durch seine Krankheit so eingeschränkt war, aber jetzt immer mehr Fortschritte macht. 

Ich habe das von Anfang an gewusst und auch so mit getragen bisher. Wir haben viele schöne Momente auch miteinander genossen und sind eigentlich sehr innig miteinander. Dennoch gibt es auch Phasen, wo er sich komplett zurück zieht.Dann meldet er sich teilweise tagelang nicht, will seine Ruhe usw. Nun ist meine Frage, könnt ihr mehr Tipps geben die ihm helfen evtl ein bisschen ruhiger zu werden. Er ist der extreme Strukturmensch, Veränderungen hasst er. 

Habt ihr auch einen Partner mit der Störung? Wie geht ihr damit um? 

Danke schon mal  

Hallo,

generell NEIN, <ER> muss sich in Therapie begegen, er muss die Notwendigkeit einsehen das er Hilfe benötigt um seine ständigen Befürchtungen und Panikattacken zu bewältigen und dies geschieht mitten durch die Angst, nicht an ihr vorbei. Du könntest ihn ermuntern dies zu tun und bekräftigen das Angststörungen gut behandelbar sind. Für Betroffene haben nahe Bezugspersonen oftmals die Funktion zur Aufrechterhaltung eines Sicherheitsgefühls. Das heißt, sie sind oftmals abhängig von Personen, die sie beruhigen. Dies ist für dich selbst nicht unbedingt positiv, da du vielleicht beginnen wirst ständig über seine Ängste nachzudenken, nachzudenken, was du tun oder sagen kannst um angstauslösende Momente zu vermeiden. Wenn es übel läuft entwickelst du selbst Ängste z.B. wie eure Beziehung weitergehen kann oder bekommst Selbstzweifel usw. 

Bei der GAS sind Menschen ständig von Angst betroffen ohne das sie den Grund genau benennen können. Du kannst dir das so vorstellen, man fühlt sich der Angst völlig ausgeliefert. Ein Beispiel zum Verständnis, du hast den Thriller Psycho von Alfred Hitchcock gesehen und bist nun permanent in Angst, dass der Mörder bei dir vor der Dusche steht, obwohl du weißt, dass kann real gar nicht sein. 

Die ständige Beschäftigung mit vermeintlichen Befürchtungen und die ständige Selbstbeobachtung führt zu vegetativer Übererregtheit -bis zur Panik
Hier können deinem Freund Sicherheitssignale helfen. Zum Beispiel eine kleine Notfalltasche mit einem Medikament (Arzt), der Telefonnummer des Arztes oder des Psychotherapeuten. Wie reagierst du wenn er eine Panikattacke bekommt? Die meisten Menschen, die damit noch nie konfrontiert wurden bekommen einen gehörigen Schrecken und reagieren selbst panisch, was seine Angst verstärkt. Gelassenheit und beruhigende Selbstinstruktionen lernt dein Freund in einer Therapie.

Mit liebevollen Verständnis bist du gut beraten. Nimm ihn und seine Ängst ernst auch wenn sie dir nicht logisch erscheinen. Bitte wendet euch unbedingt an einen Facharzt, falls dies noch nicht passiert sein sollte. 

LG Sis

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17. September um 18:50
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

generell NEIN, <ER> muss sich in Therapie begegen, er muss die Notwendigkeit einsehen das er Hilfe benötigt um seine ständigen Befürchtungen und Panikattacken zu bewältigen und dies geschieht mitten durch die Angst, nicht an ihr vorbei. Du könntest ihn ermuntern dies zu tun und bekräftigen das Angststörungen gut behandelbar sind. Für Betroffene haben nahe Bezugspersonen oftmals die Funktion zur Aufrechterhaltung eines Sicherheitsgefühls. Das heißt, sie sind oftmals abhängig von Personen, die sie beruhigen. Dies ist für dich selbst nicht unbedingt positiv, da du vielleicht beginnen wirst ständig über seine Ängste nachzudenken, nachzudenken, was du tun oder sagen kannst um angstauslösende Momente zu vermeiden. Wenn es übel läuft entwickelst du selbst Ängste z.B. wie eure Beziehung weitergehen kann oder bekommst Selbstzweifel usw. 

Bei der GAS sind Menschen ständig von Angst betroffen ohne das sie den Grund genau benennen können. Du kannst dir das so vorstellen, man fühlt sich der Angst völlig ausgeliefert. Ein Beispiel zum Verständnis, du hast den Thriller Psycho von Alfred Hitchcock gesehen und bist nun permanent in Angst, dass der Mörder bei dir vor der Dusche steht, obwohl du weißt, dass kann real gar nicht sein. 

Die ständige Beschäftigung mit vermeintlichen Befürchtungen und die ständige Selbstbeobachtung führt zu vegetativer Übererregtheit -bis zur Panik
Hier können deinem Freund Sicherheitssignale helfen. Zum Beispiel eine kleine Notfalltasche mit einem Medikament (Arzt), der Telefonnummer des Arztes oder des Psychotherapeuten. Wie reagierst du wenn er eine Panikattacke bekommt? Die meisten Menschen, die damit noch nie konfrontiert wurden bekommen einen gehörigen Schrecken und reagieren selbst panisch, was seine Angst verstärkt. Gelassenheit und beruhigende Selbstinstruktionen lernt dein Freund in einer Therapie.

Mit liebevollen Verständnis bist du gut beraten. Nimm ihn und seine Ängst ernst auch wenn sie dir nicht logisch erscheinen. Bitte wendet euch unbedingt an einen Facharzt, falls dies noch nicht passiert sein sollte. 

LG Sis

Vielen lieben Dank für deine Worte. Ja, er ist ohnehin in Behandlung, nimmt auch Medikamente usw. Mir ist es wichtig langfristig ein Verhältnis aufzubauen wo auch meine Bedürfnisse nicht zu kurz kommen. Ich weiß, dass das schwierig wird, aber Selbstaufgabe ist wohl der falsche Weg. 

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17. September um 19:18
In Antwort auf rosephantom

Hallo zusammen, 

ich suche heute mal euren Rat, weil ich nicht weiter weiß. Ich bin seit einigen Monaten in einer Beziehung mit einem Mann, der unter generalisierter Angststörung leidet. Das heißt, Panikattacken, Angst vor der Angst usw. im Alltag. 
Ich bin seine erste Freundin überhaupt, weil er durch seine Krankheit so eingeschränkt war, aber jetzt immer mehr Fortschritte macht. 

Ich habe das von Anfang an gewusst und auch so mit getragen bisher. Wir haben viele schöne Momente auch miteinander genossen und sind eigentlich sehr innig miteinander. Dennoch gibt es auch Phasen, wo er sich komplett zurück zieht.Dann meldet er sich teilweise tagelang nicht, will seine Ruhe usw. Nun ist meine Frage, könnt ihr mehr Tipps geben die ihm helfen evtl ein bisschen ruhiger zu werden. Er ist der extreme Strukturmensch, Veränderungen hasst er. 

Habt ihr auch einen Partner mit der Störung? Wie geht ihr damit um? 

Danke schon mal  

Ich habe zwar keinen Partner aber ein Kind mit einer bipolaren Störung. 
Und Angstzustände prägen seinen und auch meinen Alltag. 

Aus eigener Erahrung kann ich dir nur den Rat mit auf den Weg geben die Ängste deines Freundes ernst zu nehmen und mit ihm darüber zu sprechen. 

Auch würde ich dir einen Besuch beim Psychologen empfehlen um dich beraten zu lassen wie du bei gewissen Situationen am besten reagieren kannst. 

Alles Gute. 

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18. September um 9:17

Danke, ja es ist schwierig 

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