Home / Forum / Liebe & Beziehung / Partner ist abhängig von seinen Eltern

Partner ist abhängig von seinen Eltern

24. Juni um 9:26 Letzte Antwort: 30. Juni um 13:11

Hallo liebe Community,

mittlerweile ich bin ich etwas verzweifelt. Ich suche hier brauchbare Ratschläge. Eventuell werden manche mir den Ratschlag geben mir jemand anderes zu suchen, akutell ist das für mich keine Option.
Kurz zu den Personen: Ich bin mitte 20 und gehe Vollzeit arbeiten. Mein Partner wird 32 und studiert seit knapp 11 Jahren bislang ohne Abschluss. Seit 4 Jahren führen wir eine Beziehung zueinander.
Folgender Sachverhalt:
Mein Partner ist trotz seines alters abhänig von seinen Eltern. Natürlich er studiert, ist mir Bewusst das er keine Vollzeitstelle annehmen kann. Eine finanzielle Abhänigkeit ist klar erkennbar, ob auch eine emotionale in ungesundem Maße besteht, kann und will ich mir kein Urteil erlauben. Er bekommt jeden Monat mehr als 1000 € von seinen Eltern und zusätzlich arbeitet er täglich bei seinen Eltern im Garten (sprich Rasenmähen, Hecken schneiden oder sonstiges), wo er weitere 800€ generiert. Zusätzlich kommt dazu das er bislang weiterhin täglich zum mittagessen bei seinen Eltern geht (dies stört mich sehr). In der Zeit wo wir zusammengewohnt haben ist er weiterhin zum mittagessen gefahren und er meinte das mich das nicht zu interessieren hätten. Die ersten Jahre hab ich das so hingenommen (eventuell mein Fehler) und obwohl es mich gestört hat nichts dazu gesagt. Als wir dann zusammengezogen sind hat sich an dem täglichen Mittagessen bei seinen Eltern leider nichts geändert (als hintergrund wir fahren dann nicht gemeinsam zum Mittagessen, ist auch nicht gewünscht, sondern er fährt alleine während ich in unserer gemeinsamen Wohnung etwas zu essen vorbereite, weil ich auch etwas essen muss). Mir ist es in einer Beziehung sehr wichtig, das gemeinsame Mahlzeiten eingehalten werden. Ich habe dann lange Zeit um den Sonntag gekämpft und ihn mehrfach gebeten das er Sonntag nicht dorthin fährt. Ebenfalls habe ich versucht das für Feiertage und Samstage ebenfalls gemeinsam so zu vereinbaren. Leider ohne Erfolg... (Mir ist es ja noch egal wenn ich in der Woche auf der Arbeit bin, wenn er zum Mittagessen fährt oder nicht, obwohl ich der Ansicht bin, das es etwas mit Selbstständigkeit zutun hat sich am Tag auch alleine ernähren zu können.) Das Thema ist ein sehr großer Streitpunkt in unserer Beziehung. Es macht mich stutzig das er überhaupt freiwillig momentan dort täglich zum Mittagessen fährt. Das Verhältnis zu seinen Eltern ist sehr kalt und sie diktieren ihm auch alles vor. Das er bis heute studiert und das bislang ohne Abschluss, hat den Hintergrund, das er aus einer Akademiker Familie kommt und er natürlich auch studieren muss. Er war damals so unglücklich während seines Abis und musste deswegen auch mehrerer Jahre ins Internat, weil er sitzengeblieben ist. Die Internartszeit beschreibt er meist als schlimm. Seine Eltern hatten auch während seiner Kindheit kaum Zeit für ihn weil der Job augenscheinlich an erster Stelle stand. Mittlerweile sind sie in Rente, was aber nichts daran ändert das sie weiterhin ihm sagen wie er sein Leben zu führen hat. Auch das Verhältnis zu mir ist seinen Eltern nicht gut genug, wovon ich mich aber nicht beeindrucken lasse. Bislang war keine Frau an seiner Seite die richtige in den Augen seiner Eltern. Das war auch ein Grund warum er lange ( 2 1/2 Jahre ) die Beziehung zu mir vor ihnen verheimlicht hat. Auch das war ein großes Streitthema weil ich mir oft die Frage gestellt habe ob er nur mit mir spielt. Da wir uns im Dezember letztes Jahr nochmals dazu entschlossen haben, das ich nochmals in eine eigene Wohnung ziehe und wir kurzfristig die Beziehung gekappt haben (wegen diesen ganzen Problem) haben wir heute wieder das selbe Problem. Obwohl wir 4 Jahre zusammen sind, hat er soviel Angst vor seinen Eltern zu sagen hey ich bin wieder mit ihr zusammen. Er meinte er hätte sorge das seine Eltern "durchdrehen" würden und diese Beziehung niemals akzeptieren würden. Mittlerweile weiß ich das er nicht mit mir spielt, sondern das er tatsächlich von ängst gequält ist. Da er aber nicht wirklich mit mir spricht, obwohl ich ihm öfters sagen eine gute Beziehung kann nur mit guter Kommunikation funktionieren, weiß ich nicht wirklich was in ihm vorgeht. Ich würde ihm gerne helfen.. aber selbst wenn er weiß das das Thema sehr verstrikt ist habe ich nicht das gefühl das er daran arbeiten möchte. Ich weiß mir mitlerweile keine Rat mehr und auch meine Geduld wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. 

Eventuell hat jemand von euch eine neutrale Meinung und einen Ratschlag für mich.

Vielen Dank fürs Lesen (ich muss sagen ich empfand es als schwer, das Thema wo die Zusammenhänge für mich logisch sind, außenstehenden Menschen verständlich kurz und bündig rüberzubringen, ohne 10 Seite zu schreiben. Falls etwas missverständlich ist oder Hintergründe nicht ausreichend erklärt wurden, fragt gerne nach.)   

Mehr lesen

Beste hilfreiche Antwort

24. Juni um 20:29

Meine Meinung dazu ist, dass Dein Freund sich in dieser Rolle sehr wohlfühlt und daher keine Veranlassung sieht, etwas zu ändern.
Ein ewiger Student, der von den Eltern "gepampert" wird, dazu eine Freundin, die das alles schon lange mitmacht- was will der junge Herr denn mehr?
Du wirst Dich an dieser Situation nur aufreiben.
Je mehr Du versuchst, ihn auf Deine Seite zu ziehen, desto schneller entfernt er sich von Dir.
An Deiner Stelle würde ich mich fragen, was Du davon hast, Deine Energie in so eine aussichtslose Sache zu investieren.
Er wird sich nicht plötzlich um 360 Grad drehen, selbst wenn der Kontakt zu seinen Eltern etwas weniger wird und er eigenes Geld verdient.
Du stehst bei ihm nicht an erster Stelle- Deine Entscheidung, ob Du damit leben kannst oder nicht.
Du bist nämlich nur eine Option und keine Priorität.
Alles Gute für Dich!!

3 LikesGefällt mir
24. Juni um 10:19
In Antwort auf herzschmerz123

Hallo liebe Community,

mittlerweile ich bin ich etwas verzweifelt. Ich suche hier brauchbare Ratschläge. Eventuell werden manche mir den Ratschlag geben mir jemand anderes zu suchen, akutell ist das für mich keine Option.
Kurz zu den Personen: Ich bin mitte 20 und gehe Vollzeit arbeiten. Mein Partner wird 32 und studiert seit knapp 11 Jahren bislang ohne Abschluss. Seit 4 Jahren führen wir eine Beziehung zueinander.
Folgender Sachverhalt:
Mein Partner ist trotz seines alters abhänig von seinen Eltern. Natürlich er studiert, ist mir Bewusst das er keine Vollzeitstelle annehmen kann. Eine finanzielle Abhänigkeit ist klar erkennbar, ob auch eine emotionale in ungesundem Maße besteht, kann und will ich mir kein Urteil erlauben. Er bekommt jeden Monat mehr als 1000 € von seinen Eltern und zusätzlich arbeitet er täglich bei seinen Eltern im Garten (sprich Rasenmähen, Hecken schneiden oder sonstiges), wo er weitere 800€ generiert. Zusätzlich kommt dazu das er bislang weiterhin täglich zum mittagessen bei seinen Eltern geht (dies stört mich sehr). In der Zeit wo wir zusammengewohnt haben ist er weiterhin zum mittagessen gefahren und er meinte das mich das nicht zu interessieren hätten. Die ersten Jahre hab ich das so hingenommen (eventuell mein Fehler) und obwohl es mich gestört hat nichts dazu gesagt. Als wir dann zusammengezogen sind hat sich an dem täglichen Mittagessen bei seinen Eltern leider nichts geändert (als hintergrund wir fahren dann nicht gemeinsam zum Mittagessen, ist auch nicht gewünscht, sondern er fährt alleine während ich in unserer gemeinsamen Wohnung etwas zu essen vorbereite, weil ich auch etwas essen muss). Mir ist es in einer Beziehung sehr wichtig, das gemeinsame Mahlzeiten eingehalten werden. Ich habe dann lange Zeit um den Sonntag gekämpft und ihn mehrfach gebeten das er Sonntag nicht dorthin fährt. Ebenfalls habe ich versucht das für Feiertage und Samstage ebenfalls gemeinsam so zu vereinbaren. Leider ohne Erfolg... (Mir ist es ja noch egal wenn ich in der Woche auf der Arbeit bin, wenn er zum Mittagessen fährt oder nicht, obwohl ich der Ansicht bin, das es etwas mit Selbstständigkeit zutun hat sich am Tag auch alleine ernähren zu können.) Das Thema ist ein sehr großer Streitpunkt in unserer Beziehung. Es macht mich stutzig das er überhaupt freiwillig momentan dort täglich zum Mittagessen fährt. Das Verhältnis zu seinen Eltern ist sehr kalt und sie diktieren ihm auch alles vor. Das er bis heute studiert und das bislang ohne Abschluss, hat den Hintergrund, das er aus einer Akademiker Familie kommt und er natürlich auch studieren muss. Er war damals so unglücklich während seines Abis und musste deswegen auch mehrerer Jahre ins Internat, weil er sitzengeblieben ist. Die Internartszeit beschreibt er meist als schlimm. Seine Eltern hatten auch während seiner Kindheit kaum Zeit für ihn weil der Job augenscheinlich an erster Stelle stand. Mittlerweile sind sie in Rente, was aber nichts daran ändert das sie weiterhin ihm sagen wie er sein Leben zu führen hat. Auch das Verhältnis zu mir ist seinen Eltern nicht gut genug, wovon ich mich aber nicht beeindrucken lasse. Bislang war keine Frau an seiner Seite die richtige in den Augen seiner Eltern. Das war auch ein Grund warum er lange ( 2 1/2 Jahre ) die Beziehung zu mir vor ihnen verheimlicht hat. Auch das war ein großes Streitthema weil ich mir oft die Frage gestellt habe ob er nur mit mir spielt. Da wir uns im Dezember letztes Jahr nochmals dazu entschlossen haben, das ich nochmals in eine eigene Wohnung ziehe und wir kurzfristig die Beziehung gekappt haben (wegen diesen ganzen Problem) haben wir heute wieder das selbe Problem. Obwohl wir 4 Jahre zusammen sind, hat er soviel Angst vor seinen Eltern zu sagen hey ich bin wieder mit ihr zusammen. Er meinte er hätte sorge das seine Eltern "durchdrehen" würden und diese Beziehung niemals akzeptieren würden. Mittlerweile weiß ich das er nicht mit mir spielt, sondern das er tatsächlich von ängst gequält ist. Da er aber nicht wirklich mit mir spricht, obwohl ich ihm öfters sagen eine gute Beziehung kann nur mit guter Kommunikation funktionieren, weiß ich nicht wirklich was in ihm vorgeht. Ich würde ihm gerne helfen.. aber selbst wenn er weiß das das Thema sehr verstrikt ist habe ich nicht das gefühl das er daran arbeiten möchte. Ich weiß mir mitlerweile keine Rat mehr und auch meine Geduld wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. 

Eventuell hat jemand von euch eine neutrale Meinung und einen Ratschlag für mich.

Vielen Dank fürs Lesen (ich muss sagen ich empfand es als schwer, das Thema wo die Zusammenhänge für mich logisch sind, außenstehenden Menschen verständlich kurz und bündig rüberzubringen, ohne 10 Seite zu schreiben. Falls etwas missverständlich ist oder Hintergründe nicht ausreichend erklärt wurden, fragt gerne nach.)   

Darf ich fragen ist er Einzelkind?

Gefällt mir
24. Juni um 10:35

Veränderung kann nur auf seine Initiative hin erfolgen, er muss einen starken und nachhaltigen Änderungswunsch verspüren und diesen mit professioneller Hilfe dann auch angehen. Neben dem emotionalen muss er auch sein Leben ordnen: Besteht denn irgendwann die Chance eines Abschlusses im Studium? Welche Fachrichtung studiert er denn?
Seine Eltern sind absolut gefühlskalt, empathielos und sehen gar nicht, dass sie ihren Sohn zugrunde richten. Wie soll es denn weitergehen? Dass er falls er mal immatrikuliert wird ein neues Studium anfängt? Dass er irgendwann vor dem Nichts steht weil seine Eltern ihm den Geldhahn zudrehen, er keine Ausbildung/Berufserfahrung in dem Alter hat?

Was ist denn der Grund warum Du mit ihm zusammen bist und warum Du trotz der Umstände sogar ein zweites Mal mit ihm zusammengekommen bist?

1 LikesGefällt mir
24. Juni um 10:35

Veränderung kann nur auf seine Initiative hin erfolgen, er muss einen starken und nachhaltigen Änderungswunsch verspüren und diesen mit professioneller Hilfe dann auch angehen. Neben dem emotionalen muss er auch sein Leben ordnen: Besteht denn irgendwann die Chance eines Abschlusses im Studium? Welche Fachrichtung studiert er denn?
Seine Eltern sind absolut gefühlskalt, empathielos und sehen gar nicht, dass sie ihren Sohn zugrunde richten. Wie soll es denn weitergehen? Dass er falls er mal immatrikuliert wird ein neues Studium anfängt? Dass er irgendwann vor dem Nichts steht weil seine Eltern ihm den Geldhahn zudrehen, er keine Ausbildung/Berufserfahrung in dem Alter hat?

Was ist denn der Grund warum Du mit ihm zusammen bist und warum Du trotz der Umstände sogar ein zweites Mal mit ihm zusammengekommen bist?

Gefällt mir
24. Juni um 10:43
In Antwort auf sophos75

Veränderung kann nur auf seine Initiative hin erfolgen, er muss einen starken und nachhaltigen Änderungswunsch verspüren und diesen mit professioneller Hilfe dann auch angehen. Neben dem emotionalen muss er auch sein Leben ordnen: Besteht denn irgendwann die Chance eines Abschlusses im Studium? Welche Fachrichtung studiert er denn?
Seine Eltern sind absolut gefühlskalt, empathielos und sehen gar nicht, dass sie ihren Sohn zugrunde richten. Wie soll es denn weitergehen? Dass er falls er mal immatrikuliert wird ein neues Studium anfängt? Dass er irgendwann vor dem Nichts steht weil seine Eltern ihm den Geldhahn zudrehen, er keine Ausbildung/Berufserfahrung in dem Alter hat?

Was ist denn der Grund warum Du mit ihm zusammen bist und warum Du trotz der Umstände sogar ein zweites Mal mit ihm zusammengekommen bist?

Ob die Chance besteht das das Studium beendet wird, das weiß ich nicht. Die motivation ist nicht sehr hoch. Mein Ratschlag war.. brich es ab und fang an dein Leben zu ordnen und dir mit der Zeit etwas zu suchen was du machen möchtest. Er sagt er wird das Studium nicht abbrechen weil er das zuende machen will damit bei seinen Eltern wohl endlich ruhe ist. Da aber sein Lernverhalten, auch gerade in Corana wo noch mehr Eigeninitative gefragt ist, nicht ausreichend gegeben ist, befürchte ich das die nächsten Klausuren schwierig werden. Warum bin ich wieder zurück. Ich würde sagen das es Liebe ist. Auch ich hatte auch mal eine Zeit wo mein Leben etwas schwieriger war als es das heute ist, und ich habe die Hoffnung das er genauso kämpfen will wie ich es damals getan habe. 

Gefällt mir
24. Juni um 10:45
In Antwort auf kaylee

Darf ich fragen ist er Einzelkind?

Ja, er ist Einzelkind. Aber er wurde nicht überbehütet, weil die Mutter ein paar Wochen nach der Geburt arbeiten war und sein Vater auch. So wie ich das Verstanden habe hat die Haushälterin sich dann um ihn in der Zeit gekümmert. Aber wie es tatsächlich war weiß ich nicht. Ich kann mich nur auf Erzählungen berufen.

Gefällt mir
24. Juni um 11:13
In Antwort auf sophos75

Veränderung kann nur auf seine Initiative hin erfolgen, er muss einen starken und nachhaltigen Änderungswunsch verspüren und diesen mit professioneller Hilfe dann auch angehen. Neben dem emotionalen muss er auch sein Leben ordnen: Besteht denn irgendwann die Chance eines Abschlusses im Studium? Welche Fachrichtung studiert er denn?
Seine Eltern sind absolut gefühlskalt, empathielos und sehen gar nicht, dass sie ihren Sohn zugrunde richten. Wie soll es denn weitergehen? Dass er falls er mal immatrikuliert wird ein neues Studium anfängt? Dass er irgendwann vor dem Nichts steht weil seine Eltern ihm den Geldhahn zudrehen, er keine Ausbildung/Berufserfahrung in dem Alter hat?

Was ist denn der Grund warum Du mit ihm zusammen bist und warum Du trotz der Umstände sogar ein zweites Mal mit ihm zusammengekommen bist?

Er studiert im Bereich Eventmangment, davor Geographi, davor Logistik. Er hat sein Abi da er 2 mal sitzegeblieben ist erst mit 21 Jahren absolviert. Es tut mir sehr leid für ihn, das er in einer solchen Situation ist. Mir ist bewusst das ich da sehr wenig Einfluss darauf habe. Nur es ist schwer zu akzeptieren zu wissen das er nicht glücklich ist. Seine Eltern sind wohlhabende Personen (weil sie soviel gearbeitet haben) und ich sehe das ihm das nicht gut tut. Er hat durch das Vermögen seiner Eltern ein Pflichtbewusstsein entwickelt das er versucht ihnen alles recht zu machen. Dabei vergisst er aber leider seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Es ist so schlimm das er nicht seine Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen und Lebensziele nicht äußer kann. Ich habe manchmal das Gefühl das er sehr orientierungslos ist und nicht weiß was er in seinem Leben erreichen möchte. Ich würde ihm sehr gerne helfe ein Stück Orientierung wieder zu erlangen, aber mir sind die Hände gebunden, solange er nicht selbst erkennt das er nicht so weitermachen kann. Auf der Grundlage auf der er bislang sein Leben ausgerichtet hat, ist es für mich schwer vorstellbar, das man das Gefühl von Glück und Zufriedenheit erlangen kann.

Gefällt mir
24. Juni um 12:24
In Antwort auf herzschmerz123

Er studiert im Bereich Eventmangment, davor Geographi, davor Logistik. Er hat sein Abi da er 2 mal sitzegeblieben ist erst mit 21 Jahren absolviert. Es tut mir sehr leid für ihn, das er in einer solchen Situation ist. Mir ist bewusst das ich da sehr wenig Einfluss darauf habe. Nur es ist schwer zu akzeptieren zu wissen das er nicht glücklich ist. Seine Eltern sind wohlhabende Personen (weil sie soviel gearbeitet haben) und ich sehe das ihm das nicht gut tut. Er hat durch das Vermögen seiner Eltern ein Pflichtbewusstsein entwickelt das er versucht ihnen alles recht zu machen. Dabei vergisst er aber leider seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Es ist so schlimm das er nicht seine Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen und Lebensziele nicht äußer kann. Ich habe manchmal das Gefühl das er sehr orientierungslos ist und nicht weiß was er in seinem Leben erreichen möchte. Ich würde ihm sehr gerne helfe ein Stück Orientierung wieder zu erlangen, aber mir sind die Hände gebunden, solange er nicht selbst erkennt das er nicht so weitermachen kann. Auf der Grundlage auf der er bislang sein Leben ausgerichtet hat, ist es für mich schwer vorstellbar, das man das Gefühl von Glück und Zufriedenheit erlangen kann.

Ich finde deine Situation und dein Problem damit sehr nachvollziehbar. Nur wird dein Freund an deiner Hand niemals selbstständig werden. Entweder er nabelt sich von seinen Eltern ab, oder eben nicht. Wenn du jetzt die nächste Person bist an der er sich orientiert, hast du doch am Ende auch nicht das was eigentlich sinnvoll wäre.

1 LikesGefällt mir
24. Juni um 12:46
In Antwort auf herzschmerz123

Hallo liebe Community,

mittlerweile ich bin ich etwas verzweifelt. Ich suche hier brauchbare Ratschläge. Eventuell werden manche mir den Ratschlag geben mir jemand anderes zu suchen, akutell ist das für mich keine Option.
Kurz zu den Personen: Ich bin mitte 20 und gehe Vollzeit arbeiten. Mein Partner wird 32 und studiert seit knapp 11 Jahren bislang ohne Abschluss. Seit 4 Jahren führen wir eine Beziehung zueinander.
Folgender Sachverhalt:
Mein Partner ist trotz seines alters abhänig von seinen Eltern. Natürlich er studiert, ist mir Bewusst das er keine Vollzeitstelle annehmen kann. Eine finanzielle Abhänigkeit ist klar erkennbar, ob auch eine emotionale in ungesundem Maße besteht, kann und will ich mir kein Urteil erlauben. Er bekommt jeden Monat mehr als 1000 € von seinen Eltern und zusätzlich arbeitet er täglich bei seinen Eltern im Garten (sprich Rasenmähen, Hecken schneiden oder sonstiges), wo er weitere 800€ generiert. Zusätzlich kommt dazu das er bislang weiterhin täglich zum mittagessen bei seinen Eltern geht (dies stört mich sehr). In der Zeit wo wir zusammengewohnt haben ist er weiterhin zum mittagessen gefahren und er meinte das mich das nicht zu interessieren hätten. Die ersten Jahre hab ich das so hingenommen (eventuell mein Fehler) und obwohl es mich gestört hat nichts dazu gesagt. Als wir dann zusammengezogen sind hat sich an dem täglichen Mittagessen bei seinen Eltern leider nichts geändert (als hintergrund wir fahren dann nicht gemeinsam zum Mittagessen, ist auch nicht gewünscht, sondern er fährt alleine während ich in unserer gemeinsamen Wohnung etwas zu essen vorbereite, weil ich auch etwas essen muss). Mir ist es in einer Beziehung sehr wichtig, das gemeinsame Mahlzeiten eingehalten werden. Ich habe dann lange Zeit um den Sonntag gekämpft und ihn mehrfach gebeten das er Sonntag nicht dorthin fährt. Ebenfalls habe ich versucht das für Feiertage und Samstage ebenfalls gemeinsam so zu vereinbaren. Leider ohne Erfolg... (Mir ist es ja noch egal wenn ich in der Woche auf der Arbeit bin, wenn er zum Mittagessen fährt oder nicht, obwohl ich der Ansicht bin, das es etwas mit Selbstständigkeit zutun hat sich am Tag auch alleine ernähren zu können.) Das Thema ist ein sehr großer Streitpunkt in unserer Beziehung. Es macht mich stutzig das er überhaupt freiwillig momentan dort täglich zum Mittagessen fährt. Das Verhältnis zu seinen Eltern ist sehr kalt und sie diktieren ihm auch alles vor. Das er bis heute studiert und das bislang ohne Abschluss, hat den Hintergrund, das er aus einer Akademiker Familie kommt und er natürlich auch studieren muss. Er war damals so unglücklich während seines Abis und musste deswegen auch mehrerer Jahre ins Internat, weil er sitzengeblieben ist. Die Internartszeit beschreibt er meist als schlimm. Seine Eltern hatten auch während seiner Kindheit kaum Zeit für ihn weil der Job augenscheinlich an erster Stelle stand. Mittlerweile sind sie in Rente, was aber nichts daran ändert das sie weiterhin ihm sagen wie er sein Leben zu führen hat. Auch das Verhältnis zu mir ist seinen Eltern nicht gut genug, wovon ich mich aber nicht beeindrucken lasse. Bislang war keine Frau an seiner Seite die richtige in den Augen seiner Eltern. Das war auch ein Grund warum er lange ( 2 1/2 Jahre ) die Beziehung zu mir vor ihnen verheimlicht hat. Auch das war ein großes Streitthema weil ich mir oft die Frage gestellt habe ob er nur mit mir spielt. Da wir uns im Dezember letztes Jahr nochmals dazu entschlossen haben, das ich nochmals in eine eigene Wohnung ziehe und wir kurzfristig die Beziehung gekappt haben (wegen diesen ganzen Problem) haben wir heute wieder das selbe Problem. Obwohl wir 4 Jahre zusammen sind, hat er soviel Angst vor seinen Eltern zu sagen hey ich bin wieder mit ihr zusammen. Er meinte er hätte sorge das seine Eltern "durchdrehen" würden und diese Beziehung niemals akzeptieren würden. Mittlerweile weiß ich das er nicht mit mir spielt, sondern das er tatsächlich von ängst gequält ist. Da er aber nicht wirklich mit mir spricht, obwohl ich ihm öfters sagen eine gute Beziehung kann nur mit guter Kommunikation funktionieren, weiß ich nicht wirklich was in ihm vorgeht. Ich würde ihm gerne helfen.. aber selbst wenn er weiß das das Thema sehr verstrikt ist habe ich nicht das gefühl das er daran arbeiten möchte. Ich weiß mir mitlerweile keine Rat mehr und auch meine Geduld wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. 

Eventuell hat jemand von euch eine neutrale Meinung und einen Ratschlag für mich.

Vielen Dank fürs Lesen (ich muss sagen ich empfand es als schwer, das Thema wo die Zusammenhänge für mich logisch sind, außenstehenden Menschen verständlich kurz und bündig rüberzubringen, ohne 10 Seite zu schreiben. Falls etwas missverständlich ist oder Hintergründe nicht ausreichend erklärt wurden, fragt gerne nach.)   

Ich denke, dass dein Freund sich aus der materiellen Abhängigkeit lösen sollte. Denn dann schwindet das schlechte Gewissen. Außerdem wird er so selbstbewusster sein und nicht mehr das Gefühl haben, den Eltern alles recht machen zu müssen. 

Gefällt mir
24. Juni um 12:59
In Antwort auf soncherie

Ich finde deine Situation und dein Problem damit sehr nachvollziehbar. Nur wird dein Freund an deiner Hand niemals selbstständig werden. Entweder er nabelt sich von seinen Eltern ab, oder eben nicht. Wenn du jetzt die nächste Person bist an der er sich orientiert, hast du doch am Ende auch nicht das was eigentlich sinnvoll wäre.

Ja da hast du recht. Was ich auf keinen Fall möchte ist das er sich als nächstes an meinen Rockzipfel hängt.

Gefällt mir
24. Juni um 13:57
In Antwort auf bissfest

Ich denke, dass dein Freund sich aus der materiellen Abhängigkeit lösen sollte. Denn dann schwindet das schlechte Gewissen. Außerdem wird er so selbstbewusster sein und nicht mehr das Gefühl haben, den Eltern alles recht machen zu müssen. 

Der ansicht bin ich auch. Aber er hat nicht die Motivation sich zu lösen. Ich frage mich ob ich das irgendwie anstoßen kann. Aber ich glaube nicht wirklich 

Gefällt mir
24. Juni um 14:24

Mir tut es wirklich leid, dass du in so einer Situation bist, denn du bist absolut Machtlos.

Nur wenn er etwas ändern möchte und daran arbeitet, werdet ihr irgendwann eine Beziehung aur Augenhöhe haben.

Ich bin tatsächlich auch sehr schockiert, wie lange du das alles mit machst und dich neben seinen wirklich niederen Verhalten auch noch verleugnen lässt.

Ich glaube, du solltest dich wirklich aus diesem Konstrukt lösen und dich von dem Gedanken verabschieden, dass du ihm Helfen könntest.

Er muss dir nicht leid tun. Er hat sein Leben selber in der Hand und er alleine ist dafür verantwortlich. 

Schlimm, dass er so aufwachsen musste aber wenn er keinen Grund sieht, in seinem Alter langsam eigenverantwortlich zu handeln, dann sehe ich absolut keine Zukunft mit ihm.
 

Gefällt mir
24. Juni um 14:50

Es wäre wirklich ein Riesenschritt von ihm jetzt "ein neues Leben" zu beginnen, aber er hätte keine schlechten Rahmenbedingungen: Er hätte Dich an seiner Seite, Dich auch als Stütze und für eine begrenzte Zeit würdest Du ihn ja auch finanziell unterstützen. Dafür müsste er aber wirklich seinen Leidensdruck erkennen und diesen abstellen wollen. Ausserdem sollte er sich dann nicht komplett dauerhaft auf Dich fokussieren sondern wirklich schauen, auf eigene Beine zu kommen. also eigener Job, emotional unabhängig usw.

1 LikesGefällt mir
24. Juni um 20:29

Meine Meinung dazu ist, dass Dein Freund sich in dieser Rolle sehr wohlfühlt und daher keine Veranlassung sieht, etwas zu ändern.
Ein ewiger Student, der von den Eltern "gepampert" wird, dazu eine Freundin, die das alles schon lange mitmacht- was will der junge Herr denn mehr?
Du wirst Dich an dieser Situation nur aufreiben.
Je mehr Du versuchst, ihn auf Deine Seite zu ziehen, desto schneller entfernt er sich von Dir.
An Deiner Stelle würde ich mich fragen, was Du davon hast, Deine Energie in so eine aussichtslose Sache zu investieren.
Er wird sich nicht plötzlich um 360 Grad drehen, selbst wenn der Kontakt zu seinen Eltern etwas weniger wird und er eigenes Geld verdient.
Du stehst bei ihm nicht an erster Stelle- Deine Entscheidung, ob Du damit leben kannst oder nicht.
Du bist nämlich nur eine Option und keine Priorität.
Alles Gute für Dich!!

3 LikesGefällt mir
24. Juni um 21:20
In Antwort auf kassandra_07

Meine Meinung dazu ist, dass Dein Freund sich in dieser Rolle sehr wohlfühlt und daher keine Veranlassung sieht, etwas zu ändern.
Ein ewiger Student, der von den Eltern "gepampert" wird, dazu eine Freundin, die das alles schon lange mitmacht- was will der junge Herr denn mehr?
Du wirst Dich an dieser Situation nur aufreiben.
Je mehr Du versuchst, ihn auf Deine Seite zu ziehen, desto schneller entfernt er sich von Dir.
An Deiner Stelle würde ich mich fragen, was Du davon hast, Deine Energie in so eine aussichtslose Sache zu investieren.
Er wird sich nicht plötzlich um 360 Grad drehen, selbst wenn der Kontakt zu seinen Eltern etwas weniger wird und er eigenes Geld verdient.
Du stehst bei ihm nicht an erster Stelle- Deine Entscheidung, ob Du damit leben kannst oder nicht.
Du bist nämlich nur eine Option und keine Priorität.
Alles Gute für Dich!!

Harte Worte und nicht das was ich hören wollte, aber deswegen hab ich mich ja an euch gewendet, um die Meinung neutraler Personen zu hören. Ich werde mir die Worte mal durch den Kopf gehen lassen 🙈 Es ist natürlich heftig zu hören, das man nicht an erster Stelle steht.. Aber eventuell hast du recht.. Ich hab mich immer der Hoffnung hingegeben das er bestimmt etwas ändern will, aber eventuell nicht kann.. Tja die Hoffnung stirbt zu letzt.. Aber eventuell wird es Zeit die Auge auf zu machen und die Realität wahrzunehmen 😢

Gefällt mir
24. Juni um 21:28
In Antwort auf kassandra_07

Meine Meinung dazu ist, dass Dein Freund sich in dieser Rolle sehr wohlfühlt und daher keine Veranlassung sieht, etwas zu ändern.
Ein ewiger Student, der von den Eltern "gepampert" wird, dazu eine Freundin, die das alles schon lange mitmacht- was will der junge Herr denn mehr?
Du wirst Dich an dieser Situation nur aufreiben.
Je mehr Du versuchst, ihn auf Deine Seite zu ziehen, desto schneller entfernt er sich von Dir.
An Deiner Stelle würde ich mich fragen, was Du davon hast, Deine Energie in so eine aussichtslose Sache zu investieren.
Er wird sich nicht plötzlich um 360 Grad drehen, selbst wenn der Kontakt zu seinen Eltern etwas weniger wird und er eigenes Geld verdient.
Du stehst bei ihm nicht an erster Stelle- Deine Entscheidung, ob Du damit leben kannst oder nicht.
Du bist nämlich nur eine Option und keine Priorität.
Alles Gute für Dich!!

Ich würde ihm vor der Wahl stellen entweder steht er komplett zu dir oder es ist aus, denn die Probleme werden nicht weniger. Es muss auch mal auf eigene Füsse stehen.Wenn ihr später mal heiraten solltet werden sie (seine Eltern) sich sicher in der Kindererziehung einmischen, ob es weil sie es bei ihm versäumt haben oder weil sie gerne bestimmen. Er kann ja mal zu seinen Eltern essen gehen, aber dann sollte er dich mitnehmen und nicht erwarten, dass du dir selbst was machen musst während er alleine geht. 

1 LikesGefällt mir
24. Juni um 21:32
In Antwort auf herzschmerz123

Ja, er ist Einzelkind. Aber er wurde nicht überbehütet, weil die Mutter ein paar Wochen nach der Geburt arbeiten war und sein Vater auch. So wie ich das Verstanden habe hat die Haushälterin sich dann um ihn in der Zeit gekümmert. Aber wie es tatsächlich war weiß ich nicht. Ich kann mich nur auf Erzählungen berufen.

Hatte ein ähnliches Problem und mein Nochehemann ist auch Einzelkind und auch abhängig von seinen Eltern (finanziell) hat anstatt zuwendung immer nur Geld zugesteckt bekommen.

Gefällt mir
24. Juni um 21:34
In Antwort auf herzschmerz123

Der ansicht bin ich auch. Aber er hat nicht die Motivation sich zu lösen. Ich frage mich ob ich das irgendwie anstoßen kann. Aber ich glaube nicht wirklich 

Ich stelle mir vor, dass dein Freund sich gefangen fühlt in einem Netz aus Lebens-, Versagensangst, Bequemlichkeit und Abhängigkeit. Er denkt vermutlich nicht, dass er es schaffen kann, da herauszukommen und ein freies und unabhängiges Leben zu führen. Es gibt sie, diese Eltern, die einen nicht loslassen, die ihren Kindern nie gezeigt haben, wie man selbstständig wird, und die ihren Kindern das dann auch noch vorhalten. Das Kind mag dann auch durchaus zum Teil verwöhnt sein, aber es ist auch hilflos und von schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen zerfressen und muss sich jedes Jota Eigen-und Selbstständigkeit mühevoll erkämpfen und erstreiten und gleichzeitig noch die eigene Angst überwinden und aus der Passivität herausfinden. Irgendwie müsst ihr es anpacken. Einen Job suchen, eventuell doch noch fertig studieren. Wenn dein Freund ein Licht am Ende des Tunnels sieht, ist er vielleicht motiviert. Er muss einen Weg sehen. Was würde er sich wünschen? Was interessiert ihn? Welche Möglichkeiten hat er? 

Gefällt mir
24. Juni um 21:51
In Antwort auf herzschmerz123

Harte Worte und nicht das was ich hören wollte, aber deswegen hab ich mich ja an euch gewendet, um die Meinung neutraler Personen zu hören. Ich werde mir die Worte mal durch den Kopf gehen lassen 🙈 Es ist natürlich heftig zu hören, das man nicht an erster Stelle steht.. Aber eventuell hast du recht.. Ich hab mich immer der Hoffnung hingegeben das er bestimmt etwas ändern will, aber eventuell nicht kann.. Tja die Hoffnung stirbt zu letzt.. Aber eventuell wird es Zeit die Auge auf zu machen und die Realität wahrzunehmen 😢

Es ist bestimmt schwer, der Wahrheit ins Auge zu blicken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es Dir ohne ihn besser gehen wird.
Du nährst die Hoffnung immer wieder selbst, indem Du Deine Bedürfnisse hintendran stellst und Deinen Kummer mit Dir selbst ausmachst.
In den allermeisten Fällen ist so eine Hoffnung eine Illusion.
Du machst Dir quasi selbst etwas vor und glaubst, dass Du ihn nur genug lieben musst, damit er sich ändert.
Er ist ein unreifer, erwachsener Mann, der Deine Liebe gar nicht erkennen und noch viel weniger erwidern kann.
Wenn Du Dir selbst wieder etwas mehr Liebe zukommen lassen könntest, wärst Du schon ein ganzes Stück weiter.
Und noch etwas: Du bist NICHT für ihn verantwortlich!!
Du bist weder seine Mutter noch seine Therapeutin und auch nicht sein Arbeitgeber.
Du bist (noch) seine Partnerin.
Und um diese sollte ER sich kümmern, wenn ihm noch irgendwas an Dir liegt!
Ein Unding übrigens, dass er Dich jahrelang vor seiner Familie verheimlicht hat.
Spätestens da wären bei mir sämtliche Lichter angegangen, was auch immer ihn dazu bewogen haben mag.
Du hast etwas Besseres verdient und das wird auch kommen.
Lass den Kopf nicht hängen, es gibt noch so viel Schönes!

3 LikesGefällt mir
25. Juni um 0:10
In Antwort auf bissfest

Ich stelle mir vor, dass dein Freund sich gefangen fühlt in einem Netz aus Lebens-, Versagensangst, Bequemlichkeit und Abhängigkeit. Er denkt vermutlich nicht, dass er es schaffen kann, da herauszukommen und ein freies und unabhängiges Leben zu führen. Es gibt sie, diese Eltern, die einen nicht loslassen, die ihren Kindern nie gezeigt haben, wie man selbstständig wird, und die ihren Kindern das dann auch noch vorhalten. Das Kind mag dann auch durchaus zum Teil verwöhnt sein, aber es ist auch hilflos und von schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen zerfressen und muss sich jedes Jota Eigen-und Selbstständigkeit mühevoll erkämpfen und erstreiten und gleichzeitig noch die eigene Angst überwinden und aus der Passivität herausfinden. Irgendwie müsst ihr es anpacken. Einen Job suchen, eventuell doch noch fertig studieren. Wenn dein Freund ein Licht am Ende des Tunnels sieht, ist er vielleicht motiviert. Er muss einen Weg sehen. Was würde er sich wünschen? Was interessiert ihn? Welche Möglichkeiten hat er? 

DAs Problem ist das ich nicht wirklich weiß was er will.. Er spricht sehr sehr selten von seinen Wünschen und Bedürfnissen. Aktuell ist es so das er eine Spargat zwischen seinen Eltern und mir versucht. Ich hab ihm schon mehrfach gesagt das er den nicht schaffen wird.. und vorallem vergisst er sich selbst dabei.. Das ist natürlich sehr schade.. Aber was soll ich da tun? Ich kann und will nicht mit dem Gewehr hinter ihm stehen und ihn zu einem glücklichen und freien Leben zwingen.. Ich würde es gerne anstoßen, aber mir fehlt mittlerweile die Kreativität dazu wie ich ihm beweisen kann das seine Ängste nicht real sind. Manchmal kommt es mir vor wie bei einem kleinen Jungen der Angst vor dem Monster im Kleiderschrank hat.. Erst wenn er den Mut gefasst hat den Schrank zu öffnen, wird er feststellen das kein Monster darin auf ihn wartet.. Ich sage ihm auch immer wieder selbst wenn sich eine Tür schließt öffnet sich irgendwo eine andere.. Ich hab das Gefühl außer ihm Mut zu machen kann ich nur teilnahmslos daneben stehen.. 

Gefällt mir
25. Juni um 0:15
In Antwort auf kassandra_07

Es ist bestimmt schwer, der Wahrheit ins Auge zu blicken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es Dir ohne ihn besser gehen wird.
Du nährst die Hoffnung immer wieder selbst, indem Du Deine Bedürfnisse hintendran stellst und Deinen Kummer mit Dir selbst ausmachst.
In den allermeisten Fällen ist so eine Hoffnung eine Illusion.
Du machst Dir quasi selbst etwas vor und glaubst, dass Du ihn nur genug lieben musst, damit er sich ändert.
Er ist ein unreifer, erwachsener Mann, der Deine Liebe gar nicht erkennen und noch viel weniger erwidern kann.
Wenn Du Dir selbst wieder etwas mehr Liebe zukommen lassen könntest, wärst Du schon ein ganzes Stück weiter.
Und noch etwas: Du bist NICHT für ihn verantwortlich!!
Du bist weder seine Mutter noch seine Therapeutin und auch nicht sein Arbeitgeber.
Du bist (noch) seine Partnerin.
Und um diese sollte ER sich kümmern, wenn ihm noch irgendwas an Dir liegt!
Ein Unding übrigens, dass er Dich jahrelang vor seiner Familie verheimlicht hat.
Spätestens da wären bei mir sämtliche Lichter angegangen, was auch immer ihn dazu bewogen haben mag.
Du hast etwas Besseres verdient und das wird auch kommen.
Lass den Kopf nicht hängen, es gibt noch so viel Schönes!

Vllt magst du recht haben.. Aktuell bin ich nur noch nicht soweit.. Ich habe an eine Paartherapie gedacht.. Er ist wohl auch bereit mit mir diesen Schritt zu gehen.. Ich weiß nur selbst noch nicht ob Wirkung zeigt.. eventuell ist es ein Versuch wert.. Ich habe ihm deutlich mitgeteilt das wenn wir jetzt nicht unsere Probleme in Abgriff nehmen, dann werden unsere Differenzen weiterhin zwischen uns stehen.. 

Gefällt mir
25. Juni um 9:29
In Antwort auf herzschmerz123

Vllt magst du recht haben.. Aktuell bin ich nur noch nicht soweit.. Ich habe an eine Paartherapie gedacht.. Er ist wohl auch bereit mit mir diesen Schritt zu gehen.. Ich weiß nur selbst noch nicht ob Wirkung zeigt.. eventuell ist es ein Versuch wert.. Ich habe ihm deutlich mitgeteilt das wenn wir jetzt nicht unsere Probleme in Abgriff nehmen, dann werden unsere Differenzen weiterhin zwischen uns stehen.. 

Es ist bemerkenswert, wie sehr Du an ihn bzw. Euch glaubst.
Wenn Du diesen Weg mit ihm gehen willst, dann mach es.
Es wird nach allem, was Du hier schreibst, jedoch ein langer und steiniger Weg werden und eine Garantie auf Erfolg gibt es auch nicht. 
Ich drücke Dir die Daumen

Gefällt mir
25. Juni um 12:58
In Antwort auf kassandra_07

Es ist bemerkenswert, wie sehr Du an ihn bzw. Euch glaubst.
Wenn Du diesen Weg mit ihm gehen willst, dann mach es.
Es wird nach allem, was Du hier schreibst, jedoch ein langer und steiniger Weg werden und eine Garantie auf Erfolg gibt es auch nicht. 
Ich drücke Dir die Daumen

Danke 🙏 ja ich glaube daran und versuche mein bestes 😊

Gefällt mir
25. Juni um 13:36
In Antwort auf bissfest

Ich stelle mir vor, dass dein Freund sich gefangen fühlt in einem Netz aus Lebens-, Versagensangst, Bequemlichkeit und Abhängigkeit. Er denkt vermutlich nicht, dass er es schaffen kann, da herauszukommen und ein freies und unabhängiges Leben zu führen. Es gibt sie, diese Eltern, die einen nicht loslassen, die ihren Kindern nie gezeigt haben, wie man selbstständig wird, und die ihren Kindern das dann auch noch vorhalten. Das Kind mag dann auch durchaus zum Teil verwöhnt sein, aber es ist auch hilflos und von schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen zerfressen und muss sich jedes Jota Eigen-und Selbstständigkeit mühevoll erkämpfen und erstreiten und gleichzeitig noch die eigene Angst überwinden und aus der Passivität herausfinden. Irgendwie müsst ihr es anpacken. Einen Job suchen, eventuell doch noch fertig studieren. Wenn dein Freund ein Licht am Ende des Tunnels sieht, ist er vielleicht motiviert. Er muss einen Weg sehen. Was würde er sich wünschen? Was interessiert ihn? Welche Möglichkeiten hat er? 

Bissfest hat es gut auf den Punkt gebracht. 

Weißt du, ob dein Freund zu einer Einzeltherapie bereit wäre? Bei ihm gibt es anscheinend sehr viel aufzuarbeiten. 

Gefällt mir
25. Juni um 14:43

Er wird keine Veranlassung haben, sein goldens Netz zuverlassen. 

Führt doch ein echt ALL In Leben, ohne das er groß was tunen. 

Seine Eltern fürs Konto  und dich dazu fürs Bett.  Perfekt für Ihn 

Ein Absatz von Dir: " Bislang war keine Frau an seiner Seite die richtige in den Augen seiner Eltern. Das war auch ein Grund warum er lange ( 2 1/2 Jahre ) die Beziehung zu mir vor ihnen verheimlicht hat. Auch das war ein großes Streitthema weil ich mir oft die Frage gestellt habe ob er nur mit mir spielt. Da wir uns im Dezember letztes Jahr nochmals dazu entschlossen haben, das ich nochmals in eine eigene Wohnung ziehe und wir kurzfristig die Beziehung gekappt haben (wegen diesen ganzen Problem) haben wir heute wieder das selbe Problem. Obwohl wir 4 Jahre zusammen sind, hat er soviel Angst vor seinen Eltern zu sagen hey ich bin wieder mit ihr zusammen. Er meinte er hätte sorge das seine Eltern "durchdrehen" würden und diese Beziehung niemals akzeptieren würden."

Willst du ernsthaft das Spiel weiter mitmachen? 
Was wäre der Fall - Du wirst Schwanger? 

1 LikesGefällt mir
25. Juni um 16:16
In Antwort auf herzschmerz123

Der ansicht bin ich auch. Aber er hat nicht die Motivation sich zu lösen. Ich frage mich ob ich das irgendwie anstoßen kann. Aber ich glaube nicht wirklich 

Du kannst mit ihm darüber sprechen, mehr aber auch nicht. In die Hand nehmen muss er die Veränderung selbst. Wenn er das nicht tut, bist du leider machtlos.

Gefällt mir
25. Juni um 16:57
In Antwort auf herzschmerz123

Danke 🙏 ja ich glaube daran und versuche mein bestes 😊

Glaube aber bitte nicht zuviel, sondern mach die Augen rechtzeitig auf!
Du hast schon viel zu viel gegeben und in 10 Jahren ärgerst Du Dich über die verlorene Lebenszeit.
Ich weiß, wovon ich spreche.
LG!!

 

3 LikesGefällt mir
30. Juni um 12:33
In Antwort auf herzschmerz123

Ja da hast du recht. Was ich auf keinen Fall möchte ist das er sich als nächstes an meinen Rockzipfel hängt.

Das wird er aber machen, denn was anderes kann er ja nicht. Wie auch, ohne Berufsausbildung und ohne abgeschlossenes Studium? So findet er ja keine Arbeit.

Gefällt mir
30. Juni um 12:34
In Antwort auf herzschmerz123

Hallo liebe Community,

mittlerweile ich bin ich etwas verzweifelt. Ich suche hier brauchbare Ratschläge. Eventuell werden manche mir den Ratschlag geben mir jemand anderes zu suchen, akutell ist das für mich keine Option.
Kurz zu den Personen: Ich bin mitte 20 und gehe Vollzeit arbeiten. Mein Partner wird 32 und studiert seit knapp 11 Jahren bislang ohne Abschluss. Seit 4 Jahren führen wir eine Beziehung zueinander.
Folgender Sachverhalt:
Mein Partner ist trotz seines alters abhänig von seinen Eltern. Natürlich er studiert, ist mir Bewusst das er keine Vollzeitstelle annehmen kann. Eine finanzielle Abhänigkeit ist klar erkennbar, ob auch eine emotionale in ungesundem Maße besteht, kann und will ich mir kein Urteil erlauben. Er bekommt jeden Monat mehr als 1000 € von seinen Eltern und zusätzlich arbeitet er täglich bei seinen Eltern im Garten (sprich Rasenmähen, Hecken schneiden oder sonstiges), wo er weitere 800€ generiert. Zusätzlich kommt dazu das er bislang weiterhin täglich zum mittagessen bei seinen Eltern geht (dies stört mich sehr). In der Zeit wo wir zusammengewohnt haben ist er weiterhin zum mittagessen gefahren und er meinte das mich das nicht zu interessieren hätten. Die ersten Jahre hab ich das so hingenommen (eventuell mein Fehler) und obwohl es mich gestört hat nichts dazu gesagt. Als wir dann zusammengezogen sind hat sich an dem täglichen Mittagessen bei seinen Eltern leider nichts geändert (als hintergrund wir fahren dann nicht gemeinsam zum Mittagessen, ist auch nicht gewünscht, sondern er fährt alleine während ich in unserer gemeinsamen Wohnung etwas zu essen vorbereite, weil ich auch etwas essen muss). Mir ist es in einer Beziehung sehr wichtig, das gemeinsame Mahlzeiten eingehalten werden. Ich habe dann lange Zeit um den Sonntag gekämpft und ihn mehrfach gebeten das er Sonntag nicht dorthin fährt. Ebenfalls habe ich versucht das für Feiertage und Samstage ebenfalls gemeinsam so zu vereinbaren. Leider ohne Erfolg... (Mir ist es ja noch egal wenn ich in der Woche auf der Arbeit bin, wenn er zum Mittagessen fährt oder nicht, obwohl ich der Ansicht bin, das es etwas mit Selbstständigkeit zutun hat sich am Tag auch alleine ernähren zu können.) Das Thema ist ein sehr großer Streitpunkt in unserer Beziehung. Es macht mich stutzig das er überhaupt freiwillig momentan dort täglich zum Mittagessen fährt. Das Verhältnis zu seinen Eltern ist sehr kalt und sie diktieren ihm auch alles vor. Das er bis heute studiert und das bislang ohne Abschluss, hat den Hintergrund, das er aus einer Akademiker Familie kommt und er natürlich auch studieren muss. Er war damals so unglücklich während seines Abis und musste deswegen auch mehrerer Jahre ins Internat, weil er sitzengeblieben ist. Die Internartszeit beschreibt er meist als schlimm. Seine Eltern hatten auch während seiner Kindheit kaum Zeit für ihn weil der Job augenscheinlich an erster Stelle stand. Mittlerweile sind sie in Rente, was aber nichts daran ändert das sie weiterhin ihm sagen wie er sein Leben zu führen hat. Auch das Verhältnis zu mir ist seinen Eltern nicht gut genug, wovon ich mich aber nicht beeindrucken lasse. Bislang war keine Frau an seiner Seite die richtige in den Augen seiner Eltern. Das war auch ein Grund warum er lange ( 2 1/2 Jahre ) die Beziehung zu mir vor ihnen verheimlicht hat. Auch das war ein großes Streitthema weil ich mir oft die Frage gestellt habe ob er nur mit mir spielt. Da wir uns im Dezember letztes Jahr nochmals dazu entschlossen haben, das ich nochmals in eine eigene Wohnung ziehe und wir kurzfristig die Beziehung gekappt haben (wegen diesen ganzen Problem) haben wir heute wieder das selbe Problem. Obwohl wir 4 Jahre zusammen sind, hat er soviel Angst vor seinen Eltern zu sagen hey ich bin wieder mit ihr zusammen. Er meinte er hätte sorge das seine Eltern "durchdrehen" würden und diese Beziehung niemals akzeptieren würden. Mittlerweile weiß ich das er nicht mit mir spielt, sondern das er tatsächlich von ängst gequält ist. Da er aber nicht wirklich mit mir spricht, obwohl ich ihm öfters sagen eine gute Beziehung kann nur mit guter Kommunikation funktionieren, weiß ich nicht wirklich was in ihm vorgeht. Ich würde ihm gerne helfen.. aber selbst wenn er weiß das das Thema sehr verstrikt ist habe ich nicht das gefühl das er daran arbeiten möchte. Ich weiß mir mitlerweile keine Rat mehr und auch meine Geduld wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. 

Eventuell hat jemand von euch eine neutrale Meinung und einen Ratschlag für mich.

Vielen Dank fürs Lesen (ich muss sagen ich empfand es als schwer, das Thema wo die Zusammenhänge für mich logisch sind, außenstehenden Menschen verständlich kurz und bündig rüberzubringen, ohne 10 Seite zu schreiben. Falls etwas missverständlich ist oder Hintergründe nicht ausreichend erklärt wurden, fragt gerne nach.)   

So wie es aussieht, hat dein Partner wohl keine Lust, erwachsen und unabhängig zu werden. Umsonst studiert er ja nicht schon so lange ohne Abschluss und lässt sich sein Leben von seinen Eltern finanzieren.

Nachdem dein Partner auch schon 35 ist, solltest du nicht davon ausgehen, dass er sich noch ändern wird. Er ist nunmal von Beruf Sohn. Das heißt, wenn du mit ihm zusammen bleibst, wirst du die Alleinverdienerin sein müssen. 

Als ihr zusammengewohnt habt, wer hat denn dann den Haushalt gemacht? Ich hoffe, er hauptsächlich, wenn er schon nicht berufstätig ist? Dann könntet ihr es ja so handhaben, dass er der Hausmann ist und du das Geld nach Hause bringst.Ist das nicht so dein Ding bzw. hat er das auch nicht gemacht, kann ich dir nur raten, diese Beziehung nicht allzu ernst zu nehmen.

Genieße sie in getrennten Wohnungen, so lange du noch Gefühle für ihn hast, aber wenn du mal dran denkst, eine Familie zu gründen - er ist nicht der Richtige dafür. Er ist ein ewiges Kind.

Gefällt mir
30. Juni um 13:11
In Antwort auf herzschmerz123

Hallo liebe Community,

mittlerweile ich bin ich etwas verzweifelt. Ich suche hier brauchbare Ratschläge. Eventuell werden manche mir den Ratschlag geben mir jemand anderes zu suchen, akutell ist das für mich keine Option.
Kurz zu den Personen: Ich bin mitte 20 und gehe Vollzeit arbeiten. Mein Partner wird 32 und studiert seit knapp 11 Jahren bislang ohne Abschluss. Seit 4 Jahren führen wir eine Beziehung zueinander.
Folgender Sachverhalt:
Mein Partner ist trotz seines alters abhänig von seinen Eltern. Natürlich er studiert, ist mir Bewusst das er keine Vollzeitstelle annehmen kann. Eine finanzielle Abhänigkeit ist klar erkennbar, ob auch eine emotionale in ungesundem Maße besteht, kann und will ich mir kein Urteil erlauben. Er bekommt jeden Monat mehr als 1000 € von seinen Eltern und zusätzlich arbeitet er täglich bei seinen Eltern im Garten (sprich Rasenmähen, Hecken schneiden oder sonstiges), wo er weitere 800€ generiert. Zusätzlich kommt dazu das er bislang weiterhin täglich zum mittagessen bei seinen Eltern geht (dies stört mich sehr). In der Zeit wo wir zusammengewohnt haben ist er weiterhin zum mittagessen gefahren und er meinte das mich das nicht zu interessieren hätten. Die ersten Jahre hab ich das so hingenommen (eventuell mein Fehler) und obwohl es mich gestört hat nichts dazu gesagt. Als wir dann zusammengezogen sind hat sich an dem täglichen Mittagessen bei seinen Eltern leider nichts geändert (als hintergrund wir fahren dann nicht gemeinsam zum Mittagessen, ist auch nicht gewünscht, sondern er fährt alleine während ich in unserer gemeinsamen Wohnung etwas zu essen vorbereite, weil ich auch etwas essen muss). Mir ist es in einer Beziehung sehr wichtig, das gemeinsame Mahlzeiten eingehalten werden. Ich habe dann lange Zeit um den Sonntag gekämpft und ihn mehrfach gebeten das er Sonntag nicht dorthin fährt. Ebenfalls habe ich versucht das für Feiertage und Samstage ebenfalls gemeinsam so zu vereinbaren. Leider ohne Erfolg... (Mir ist es ja noch egal wenn ich in der Woche auf der Arbeit bin, wenn er zum Mittagessen fährt oder nicht, obwohl ich der Ansicht bin, das es etwas mit Selbstständigkeit zutun hat sich am Tag auch alleine ernähren zu können.) Das Thema ist ein sehr großer Streitpunkt in unserer Beziehung. Es macht mich stutzig das er überhaupt freiwillig momentan dort täglich zum Mittagessen fährt. Das Verhältnis zu seinen Eltern ist sehr kalt und sie diktieren ihm auch alles vor. Das er bis heute studiert und das bislang ohne Abschluss, hat den Hintergrund, das er aus einer Akademiker Familie kommt und er natürlich auch studieren muss. Er war damals so unglücklich während seines Abis und musste deswegen auch mehrerer Jahre ins Internat, weil er sitzengeblieben ist. Die Internartszeit beschreibt er meist als schlimm. Seine Eltern hatten auch während seiner Kindheit kaum Zeit für ihn weil der Job augenscheinlich an erster Stelle stand. Mittlerweile sind sie in Rente, was aber nichts daran ändert das sie weiterhin ihm sagen wie er sein Leben zu führen hat. Auch das Verhältnis zu mir ist seinen Eltern nicht gut genug, wovon ich mich aber nicht beeindrucken lasse. Bislang war keine Frau an seiner Seite die richtige in den Augen seiner Eltern. Das war auch ein Grund warum er lange ( 2 1/2 Jahre ) die Beziehung zu mir vor ihnen verheimlicht hat. Auch das war ein großes Streitthema weil ich mir oft die Frage gestellt habe ob er nur mit mir spielt. Da wir uns im Dezember letztes Jahr nochmals dazu entschlossen haben, das ich nochmals in eine eigene Wohnung ziehe und wir kurzfristig die Beziehung gekappt haben (wegen diesen ganzen Problem) haben wir heute wieder das selbe Problem. Obwohl wir 4 Jahre zusammen sind, hat er soviel Angst vor seinen Eltern zu sagen hey ich bin wieder mit ihr zusammen. Er meinte er hätte sorge das seine Eltern "durchdrehen" würden und diese Beziehung niemals akzeptieren würden. Mittlerweile weiß ich das er nicht mit mir spielt, sondern das er tatsächlich von ängst gequält ist. Da er aber nicht wirklich mit mir spricht, obwohl ich ihm öfters sagen eine gute Beziehung kann nur mit guter Kommunikation funktionieren, weiß ich nicht wirklich was in ihm vorgeht. Ich würde ihm gerne helfen.. aber selbst wenn er weiß das das Thema sehr verstrikt ist habe ich nicht das gefühl das er daran arbeiten möchte. Ich weiß mir mitlerweile keine Rat mehr und auch meine Geduld wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. 

Eventuell hat jemand von euch eine neutrale Meinung und einen Ratschlag für mich.

Vielen Dank fürs Lesen (ich muss sagen ich empfand es als schwer, das Thema wo die Zusammenhänge für mich logisch sind, außenstehenden Menschen verständlich kurz und bündig rüberzubringen, ohne 10 Seite zu schreiben. Falls etwas missverständlich ist oder Hintergründe nicht ausreichend erklärt wurden, fragt gerne nach.)   

Männer die von Ihren Eltern abhängig sind, sind mir persönlich ein Dorn im Auge. Jemand der noch nie selbstständig einen Haushalt geführt hat wird es vermutlich auch nicht vernünftig in einer Beziehung machen. Man muss vermutlich wie einem Kleinkind hinterher laufen und ihn ständig darum bitten etwas zu machen.
Seine Eltern verhätscheln ihn ganz schön und da solltest du nicht dazwischen Funken wenn er es nicht selbstständig ändern möchte

Gefällt mir
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook