Forum / Liebe & Beziehung

Partner hat ein Kind aus eine frühere Beziehung

Letzte Nachricht: 20. Mai 2017 um 21:14
14.06.11 um 11:04

Hallo Zusammen,

mich würden Eure Erfahrungen interessieren, die Ihr vielleicht schon mal gemacht habt, wo der Partner ein Kind mit in die neue Beziehung mitgebracht hat.

Haben sich vielleicht Probleme ergeben? Eifersucht? Umstellung?

Wie gesagt, für jede Erfahrung wäre ich Euch sehr dankbar.

Schöne Grüße

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Beste hilfreiche Antwort

15.06.11 um 11:15

Es geht nicht dadrum
... das er ein Kind hat. Es geht dadrum wie es dann abläuft, wenn er da ist.

Ganz kurz um Gesamtbild zu bekommen: wir führen eine Fernbeziehung. Regelmäßig sehen wir uns nur am Wochenenden. Ganz selten unter der Woche. (Manchmal klappt es, dann ist es sehr schön)
Sein Kind ist jedes zweite Wochenende komplett bei Ihm, jedes andere Wochenende jeden halben Samstag bis Mittag.

Zurück zum Thema:
es geht dadrum, dass wenn sein Kind da ist, dass bei mir das Gefühl entsteht nicht mehr wichtig zu sein. Die ganze Besuchszeit dreht sich komplett dann um Kinderprogramm (obwohl das auch unser Wochenende ist). Abends fehlt er meistens dann total müde ins Bett und ich sitze dann da und überlege, wo eigentlich meine Zeit, meine Aufmerksamkeit und mein Wochenende abgebliben ist.

Wie schon oben erwähnt... ich mag sein Kind total und ich kuschle mit ihm, spiele mit ihm und gehe auch gerne auf dem Spielplatz mit ihm. Er ist auch ein sehr braves Kind.

Nur das fixieren von meinem Parnter auf sein Kind ist das Problem. Z.B. sobald ich mal sage, dass ich gerne jedes zweite Wochenende für unsere Zweisamkeit hätte, heißt es dann... es kann doch nicht sein, dass die 4h mich so sehr stören. Und dann denke ich... ja klar er hat Recht und ich bin der totale Egoist.

Dann ist noch eine Sache, ich habe einen kleinen Hund. Sobald ich dem dann etwas zu viel Aufmerksamkeit schenke, dreht wieder mein Partner durch, dass mir der Hund wichtiger ist als er. Aber wenn wir mit Kind und Hund z.B. in die Stadt gehen, hält er von seinem Kind nur die Hand und ich laufe dann etweder vor oder hinter den beiden. Mittlerweile ist es etwas besser geworden, seit dem wir ein paar Mal drüber Disskutiert haben.

Dann entstehen ständig Disskusionen und Streitereien, weil jeder von uns der Meinung ist mehr Kompromisse einzugehen, als der andere.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe das Gefühl, mich komplett umstellen zu müssen. Für gemeinsame Zukunft müsste ich komplett alles aufgeben und zu ihm ziehen. Meine Vorstellungen und Wünsche ganz hinten abzustellen und dann denke ich: ist es das was ich eigentlich will/möchte?!

Anderseits liebe ich diesen Menschen sehr. Und ich möchte mit ihm zusammen sein und glücklich werden.

Ich merke wie sehr ich zur Zeit einfach durcheinander bin.

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14.06.11 um 15:04

Hallo mietze
Vielen Dank für Deine Antwort.

Noch vor ca einem Jahr, hätte ich mir nie vorstellen können eine Beziehung einzugehen, wo der Partner schon Vater ist. Ich dachte immer, dass was ich bringe (also in diesem Fall: noch ohne Kinder) kann ich auch von meinem zuckünftigen Partner das gleiche erwarten.

Aber wie das Leben so spielt, alles kam anders. Mein Herz hat mich einfach nicht nach meine Meinung gefragt .

Zur meine Situation: sein Kind ist kurz vor seinem zehnten Geburtstag und das Verhältnis zwischen ihm und mir ist super. Er mag und respektiert mich und ich mag und respektiere ihm.
Das Verhältnis zwischen den Ex-Partnern ist komplett im grünen Bereich und auch ich wurde von vorneherein akzeptiert.

Das Problem ist auch nicht unbedingt extern. Also das Kind, die Mutter oder das Verhältniss zwischen ihr und mir oder ihr und ihm. Das Problem liegt an meinem Partner und mir selber.

Und jetzt während ich das schreibe, bekomme ich wieder das Gefühl egoistisch zu sein. Bitte ich möchte nicht verurteilt werden. Sondern ich suche objektive Meinung, die mir hilft mein Blickwinkel vielleicht etwas zu ändern und zu verstehen, dass all das normal ist.

Ich bekomme einfach oft das Gefühl abgeschoben zu sein, sobald sein Kind am Wochenende kommt. Ich würde sehr gerne mehr miteinbezogen werden aber manchmal ist mir auch alles zuviel und ich ziehe mich in ein anderes Zimmer zurück und bin traurig. Traurig, weil ich mich oft selber nicht verstehe, warum ich dann so reagiere und nicht anders.
(Wir führen auch eine mehr oder weniger Fernbeziehung. Wohnen über 100 km von Einander und ich bin die jenige die meist dann am Wochenende kommt. )

Mein Partner sagt mir, dass er mich liebt und dass ich an der gleichen Stelle wie sein Kind stehe. Leider aber in der Praxisumsezung fühle ich das nicht so. Dies sind sehr oft kleine Situationen die mir das Bewusst machen.

Ich möchte mich so gerne damit arrangieren und ich möchte, dass die Beziehung funktioniert, weil ich den Menschen sehr liebe. Doch leider kommt immer wieder mein Bauchgefühl dazwischen und sagt, das irgendwas nicht ganz stimmt. Ich bin wie gesagt bereit Kompromisse einzugehen und mich zurück zu nehmen. Aber komplett diejenige zu sein, die Einsteckt möchte ich auch nicht sein.

Für Eure Meinungen wäre ich sehr dankbar.

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14.06.11 um 23:03

Viel Glück
Hallo,
habe gerade meine Beziehung zu meinem Freund beendet. Er hat eine 14 Jährige Tochter. Will deshalb mit mir kein Kind (ich habe auch noch keins) trägt sie auf Händen und der Kontakt zur Mutter ist immer da. 14 ist dazu kein einfaches Alter. Ich habe gemerkt, dass ich eifersüchtig geworden bin, obwohl ich sie mochte und alles für sie getan habe. Sie hat die Zeit bei Ihrer Mutter sowie bei ihrem Vater voll ausgenutzt. Jeder muß es selber wissen, aber es ist nur mit sehr viel Verständnis zu ertragen.

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15.06.11 um 11:15
Beste Antwort

Es geht nicht dadrum
... das er ein Kind hat. Es geht dadrum wie es dann abläuft, wenn er da ist.

Ganz kurz um Gesamtbild zu bekommen: wir führen eine Fernbeziehung. Regelmäßig sehen wir uns nur am Wochenenden. Ganz selten unter der Woche. (Manchmal klappt es, dann ist es sehr schön)
Sein Kind ist jedes zweite Wochenende komplett bei Ihm, jedes andere Wochenende jeden halben Samstag bis Mittag.

Zurück zum Thema:
es geht dadrum, dass wenn sein Kind da ist, dass bei mir das Gefühl entsteht nicht mehr wichtig zu sein. Die ganze Besuchszeit dreht sich komplett dann um Kinderprogramm (obwohl das auch unser Wochenende ist). Abends fehlt er meistens dann total müde ins Bett und ich sitze dann da und überlege, wo eigentlich meine Zeit, meine Aufmerksamkeit und mein Wochenende abgebliben ist.

Wie schon oben erwähnt... ich mag sein Kind total und ich kuschle mit ihm, spiele mit ihm und gehe auch gerne auf dem Spielplatz mit ihm. Er ist auch ein sehr braves Kind.

Nur das fixieren von meinem Parnter auf sein Kind ist das Problem. Z.B. sobald ich mal sage, dass ich gerne jedes zweite Wochenende für unsere Zweisamkeit hätte, heißt es dann... es kann doch nicht sein, dass die 4h mich so sehr stören. Und dann denke ich... ja klar er hat Recht und ich bin der totale Egoist.

Dann ist noch eine Sache, ich habe einen kleinen Hund. Sobald ich dem dann etwas zu viel Aufmerksamkeit schenke, dreht wieder mein Partner durch, dass mir der Hund wichtiger ist als er. Aber wenn wir mit Kind und Hund z.B. in die Stadt gehen, hält er von seinem Kind nur die Hand und ich laufe dann etweder vor oder hinter den beiden. Mittlerweile ist es etwas besser geworden, seit dem wir ein paar Mal drüber Disskutiert haben.

Dann entstehen ständig Disskusionen und Streitereien, weil jeder von uns der Meinung ist mehr Kompromisse einzugehen, als der andere.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe das Gefühl, mich komplett umstellen zu müssen. Für gemeinsame Zukunft müsste ich komplett alles aufgeben und zu ihm ziehen. Meine Vorstellungen und Wünsche ganz hinten abzustellen und dann denke ich: ist es das was ich eigentlich will/möchte?!

Anderseits liebe ich diesen Menschen sehr. Und ich möchte mit ihm zusammen sein und glücklich werden.

Ich merke wie sehr ich zur Zeit einfach durcheinander bin.

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15.06.11 um 21:28


Ich hab`s nicht nötig, aber ich will ihn trotzdem, den Mann mit Kind.
Bei uns klappt es bis jetzt ziemlich gut und ich bin mir sicher, dass das auch so bleiben wird. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich in unserer Beziehung mehr zurückstecke oder Kompromisse machen muss als mein Freund.

Ich finde deine Erkenntnis, dass ein Mann mit Kind nicht zu dir passt, nicht egoistisch. Entweder man fühlt sich wohl damit oder man lässt es. Erzwungene, gequälte Toleranz schadet im Endeffkt allen Beteiligten.

Gleichwohl bin ich überzeugt, dass Patchwork funktionieren kann.

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15.06.11 um 21:54

Alles andere als Erwachsen...
hallo tinkelbell,

Deine Beiträge finde ich leider alles andere als passend. Sie sind beleidigend und Deine Argumente sehr schwach bis auf garnicht angemessen.

Bitte beleidige hier niemanden und wünsche nicht jemanden etwas, was Du nicht möchtest, dass es Dir geschieht. So etwas tut man einfach nicht.

Hättest Du meine Beiträge etwas genauer durchgelesen, würdest Du da draus heraus schließen, dass es mir um ganz andere Dinge geht, als um vier Stunden Freizeit.

Ich bin Erwachsen und Selbständig. Zeit für mich allein zu haben, finde ich toll und kann mich durchaus mit mir selber beschäftigen...

Ich möchte jetzt auch garnicht weiterhin auf Deine Beiträge eingehen, weil sie einfach nur respektlos und angreifend sind. Ich wollte Dir nur sagen, dass all das was Du hier von Dir gegeben hast einfach nur KINDISCH ist...

Ich bedanke mich bei all dennen Dir hier mein Anliegen ernst nehmen und mir objektiv ihre MEinung und Erfahrung mitteilen. Ich hoffe auch, dass wir weiterhin hier noch ein paar tolle und interessante Erfahrungsberichte lesen können, ohne sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Denn so etwas ist alles andere als konstruktiv und hilfreich.

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16.06.11 um 14:08

Patchwork ist nie einfach...
... und das kann ich behaupten, ich habe ein Kind und mein Freund hat drei Kinder. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Ich denke, dein Freund ist mit der Situation ein wenig überfordert. Er sieht sein Kind nicht ständig, sondern nur am Wochenende, steht aber unter dem Druck, dennoch ein guter Vater zu sein und die fehlende Zeit irgendwie gut zu machen. Die Situation für euch ist nur sehr ungünstig, da ihr beide - du und das Kind - nur am Wochenende da seid und ihr beide nur begrenzte Zeit mit dem Herrn zusammen habt.

Wie laufen denn die Wochenenden ab, in denen das Kind nur Samstags bis mittags da ist? Unternehmt ihr beide was alleine in der übrigen Zeit? Geht ihr aus, genießt ihr die Zeit als Paar genauso intensiv wie er es mit seiner Vater-Kind-Zeit macht? Denn auch diese Zeit ist sehr wichtig. Man darf nicht nur Eltern sein, man muss sich auch viel Zeit einfach nur als Paar nehmen.

Wer selbst noch kein Kind hat und sich gegen einen Mann mit Kind entscheidet - kann ich vollstens verstehen. Das habe ich früher auch so gemacht. Ich habe mir gesagt - wenn ich mich reif dafür fühlen würde, mit einem Kind zusammen zu leben, dann hätte ich eins. Die Einstellung ist auch eine andere, wenn man selbst auch eigene Kinder hat. Dann ist man das Zurückstecken sowieso gewohnt und man hat sich auch bewusst dafür entschieden.

Ich finde es aber schön, wie du schreibst. Wie es aussieht, kommst du gut mit diesem Kind zurecht und gibst dir alle Mühe. Du solltest dich mit deinem Freund nochmal zusammen hinsetzen und ihm deutlich machen, dass das Kind für dich zu eurer Beziehung gehört und du dir genauso wünscht, zu ihm und seinem Kind zu gehören. Nicht als Ersatzmutter, sondern als nicht klassifiziertes Familienmitglied (Stiefmutter klingt immer so böse).

Was deine Zukunftspläne angeht - du solltest nicht alles hintenanstellen. Patworkfamilie ist eine Form der FAMILIE, und in einer solchen müssen ALLE Kompromisse eingehen. Findet eine Basis, auf der ihr alle - du, Freund, Kind, Hund - gemeinsam Spaß haben könnt. Abends gehört dir der Mann ja so oder so, ich gehe mal davon aus, dass das Kind nicht bis mitten in der Nacht aufbleibt.

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16.06.11 um 18:09
In Antwort auf

Patchwork ist nie einfach...
... und das kann ich behaupten, ich habe ein Kind und mein Freund hat drei Kinder. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Ich denke, dein Freund ist mit der Situation ein wenig überfordert. Er sieht sein Kind nicht ständig, sondern nur am Wochenende, steht aber unter dem Druck, dennoch ein guter Vater zu sein und die fehlende Zeit irgendwie gut zu machen. Die Situation für euch ist nur sehr ungünstig, da ihr beide - du und das Kind - nur am Wochenende da seid und ihr beide nur begrenzte Zeit mit dem Herrn zusammen habt.

Wie laufen denn die Wochenenden ab, in denen das Kind nur Samstags bis mittags da ist? Unternehmt ihr beide was alleine in der übrigen Zeit? Geht ihr aus, genießt ihr die Zeit als Paar genauso intensiv wie er es mit seiner Vater-Kind-Zeit macht? Denn auch diese Zeit ist sehr wichtig. Man darf nicht nur Eltern sein, man muss sich auch viel Zeit einfach nur als Paar nehmen.

Wer selbst noch kein Kind hat und sich gegen einen Mann mit Kind entscheidet - kann ich vollstens verstehen. Das habe ich früher auch so gemacht. Ich habe mir gesagt - wenn ich mich reif dafür fühlen würde, mit einem Kind zusammen zu leben, dann hätte ich eins. Die Einstellung ist auch eine andere, wenn man selbst auch eigene Kinder hat. Dann ist man das Zurückstecken sowieso gewohnt und man hat sich auch bewusst dafür entschieden.

Ich finde es aber schön, wie du schreibst. Wie es aussieht, kommst du gut mit diesem Kind zurecht und gibst dir alle Mühe. Du solltest dich mit deinem Freund nochmal zusammen hinsetzen und ihm deutlich machen, dass das Kind für dich zu eurer Beziehung gehört und du dir genauso wünscht, zu ihm und seinem Kind zu gehören. Nicht als Ersatzmutter, sondern als nicht klassifiziertes Familienmitglied (Stiefmutter klingt immer so böse).

Was deine Zukunftspläne angeht - du solltest nicht alles hintenanstellen. Patworkfamilie ist eine Form der FAMILIE, und in einer solchen müssen ALLE Kompromisse eingehen. Findet eine Basis, auf der ihr alle - du, Freund, Kind, Hund - gemeinsam Spaß haben könnt. Abends gehört dir der Mann ja so oder so, ich gehe mal davon aus, dass das Kind nicht bis mitten in der Nacht aufbleibt.

Hallo Feuerfuchs,
Du hast den Nagel auf dem Kopf gehauen. Fakt ist nun mal, dass ich keine Kinder habe. Das mir meine Freiheit und Flexibilität wichtig war. Und jetzt auf Einmal ist das alles weg... andere haben wenigstens 9 Monate Zeit um darüber nachzudenken und sich da drauf vorzubereiten.

Dass der Kleine von eine anderen Frau kommt, das mein Freund Sex mit seine Ex hatte (Hallo ist doch wohl logisch auch ohne Kind, dass die mal intim mit einander waren ), dass der Kleine nicht mein Blut hat.t All das ist nicht mein Problem.

Ich bin auch bereit, jedes zweite Wochenende komplett für den Kleinen aufzubringen. Ich bin bereit am Wochenende nicht ausschlafen zu können, weil er schon um 7 Uhr auf der Matte steht. Ich bin auch bereit ihm zu bekochen, ihm beim waschen und anziehen zu helfen, genauso wie im zu Knuddeln, wenn er traurig ist oder das einfach grad braucht. Übrigens kuscheln tut er mittlerweile sowieso mehr mit mir als mit dem Papa ... und ich genieße das.

Was mein Problem ist, ist dass mein Partner meine Belange, meine Wünsche, meine Vorstellungen immer nach hinten setzt. Dass, wenn ich ihm sage, dass der kleine Abends um spätestens bestimmte Uhr ins Bett gehen könnte, damit wir den Abend (ab 21 Uhr) noch in Zweisamkeit abschließen könnten, geht er zwar dies ein, hält es mir aber dann vor. Er sei ein Kompromiss eingegangen. Und das nervt mich.

Denn ich halte schon mich extrem zurück. Wünsche von den ganzen Wochenende ab 21 Uhr etwas Zeit aber für uns beide. Ist das so viel Verlangt? Warum ist das dann ein Kompromiss, den er eingeht? Ist ihm dann die gemeinsame Zeit nicht so wichtig wie mir? Manchmal denke ich, ihm reicht es vollkommen aus, dass ich einfach nur da bin.

Mir aber nicht

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16.06.11 um 20:00

Also ich werde mir jetzt einfach das Recht...
... rausnehmen und knallhart meine Meinung an Dich "tinkelbee" richten.

Du hast einfach keine Ahnung wie das ist. Das wäre auch weiterhin nicht schlimm, denn nicht jeder hat sich schon mal in der Situation befunden, in der die "Nico", "Mietze", "Feuerfuchs" oder ich waren bzw. grad sind.

Weißt Du Theorie ist immer ein Stückchen anders als Praxis. Und ich habe einfach das Gefühl, dass Du garnicht verstehst von was ich rede bzw. was mein Problem ist. Und aus diesem Grund, werde ich mich einfach nicht mehr zur Deinen Kommis äußern. Denn ich habe nicht so viel Zeit, Dir erstmal begreiflich zu machen, was Sache ist.

Ich war früher auch so wie Du. Dachte immer, die Leute machen sich selber das Leben unnötig schwer. Seien Kindisch, Arrogant oder Ignorant.

Ich wurde besseres gelehrt, indem ich manche Dinge dann selber erlebt habe und an eigenen Knochen spühren musste, dass das alles nicht nur weiss oder schwarz ist. Sondern oft viel Grau enthält. Jede Geschichte, jedes Erlebniss hat viele Hintergründe, Emotionen, Gedanken, und, und, und. Du willst mir was von Psychologie erzählen? Lass es einfach.

Ich bedanke mich bei "Nico" mit der ich jetzt nur noch Privatnachrichten versenden werde. Genauso wie bei "Feuerfuchs" und "Mietze". Bei Euch merke ich wengistens das Ihr Ahnung habt von was ich rede, was ich meine und wie ich mich fühle.

Und noch was: Ich gebe keinen Kind die Schuld für etwas. Und das Kind kann auch nichts dafür. Richtig. ABER ICH AUCH NICHT, dass es so ist und nicht anders.

Und ich bin der Meinung, das zur eine Beziehung Rücksichtsnahme, Kompromisse, Verständnis, Das GEBEN und NEHMEN gleichermaßen dazu gehören. Und verdammte Scheiße... ich bin auch ein Mensch, den seine Gefühle genauso wichtig sind, wie von einem Kind. Nicht mehr und nicht weniger.

Und wenn ich bereit bin, ein ganzes we, jede zweite Woche mich komplett zurück zu nehmen, dann werde ich wenigstens auf zwei Abendstunden Wunsch äußern können in Zweisamkeit zu verbringen, ohne gleich als Egoist oder sonstiger Monster durchzugehen. Schlussendlich arbeite ich auch sehr viel und möchte von den Wochenenden was haben.Und auch wenn es zwei Stunden am Abend sind, mit einem Glas Wein.

Sorry, aber mich nervt es einfach, wenn man sich zu Dingen äußert, von welchen man kaum eine Ahnung hat (zu mindest in der Praxis).

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16.06.11 um 21:37

Hallo
Bist Du männlich oder weiblich. Lebt das Kind die ganze Zeit bei ihm?
Habe einen geschiedenen Freund. Kinder 8 u 10. Bin vorher noch nie mit sowas konfrontiert worden. Wir sind erst ein paar Wochen zusammen und ich kenne die Kinder noch nicht. Es ist schon jetzt nich einfach da er zudem noch viel arbeitet. Er hat die Kinder jedes 2. Wochenende und die Ferien teilt er sich mit seiner Ex Frau. Man steht immer hinten an, ist immer 2. Wahl. Das ist kein schönes Gefühl. Vor allem will ich ihn oft sehen. Im Moment ist das ja nicht möglich wenn sie da sind. Sie schlafen auch bei ihm weil er sie immer so vermisst. D.h, selbst wenn sie mich kennenlernen ist an Gemeinsamkeit nicht zu denken. Heute hat er Geburtstag und er hat sie bei sich.
Ich bin 29 er 45. Ob ich das schaffe weiß ich nicht. Ich hätte gern ein Kind. Für ihn ist das Thema abgeschlossen.

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17.06.11 um 7:56

Wochenende allein?
Ich glaube, wenn sie ihn darum bittet, das Kind ein WE bei seiner Mutter zu lassen, gießt das noch mehr Öl ins Feuer und er wird das nicht verstehen.
Wenn es klappen würde, wäre es sicher schön. Aber ich glaub nicht, dass er sich dazu bereit erklärt.
Ich wünsche dir jedenfalls, dass ihr einen Weg findet, euch zu arrangieren!

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17.06.11 um 17:20

Ohja,
das leidige Thema. Solche oder ähnliche Beiträge werden hier ständig eröffnet und ich habe viele davon gelesen. Ich selbst habe auch einen Freund mit einem kleinen Kind und einer dazugehörigen Ex. Mal abgesehen davon, dass eine Beziehung immer auch ein bisschen anstrengend ist, ist eine Drei- oder gar Vierecksgeschichte absolut nervenaufreibend. Mit Dreieck meine ich dich, den Vater und das Kind und der Horror schlecht hin ist das Viereck. Nämlich du, der Vater, das Kind und die Ex.

Wenn du Glück hast, will die Ex vom Vater nix wissen oder stört sich zumindest nicht daran, dass ihr Ex eine neue Freundin hat. Dann bleibt da nur noch das fiese Dreieck... in diesem gilt es sich zu beherrschen, seine Interessen und Bedürfnisse hinten anzustellen und sich sowohl in Geduld und Toleranz zu üben.

Am Anfang dachte ich auch: "Naja gut, er hat ein Kind. Und nun? So schlimm kann das nicht werden...!" -> haha, weit gefehlt. Wenn man sowas noch nicht selbst erlebt hat, oder jemanden kennt, der es erlebt hat, dann hat man absolut keine Ahnung worauf man sich da einlässt. Klar klingt das im ersten Moment voll übertrieben und sicherlich gibt es auch Neu-Partner, die aufgrund ihrer persönlichen Einstellung nie Probleme mit der Situation haben werden, aber die sind eben nur die Ausnahme.

Ich möchte gleich vorweg nehmen, dass ich meinen Freund sehr liebe und ich mag auch sein Kind. Im Moment läuft es in unserem Drei-1/2-eck sogar sehr gut. Aber das war eben nicht immer so. Der Weg war steinig und schwer und zum ko.tzen!

Wenn ich jetzt all meine Sorgen und Nöte während dieser Zeit aufschreiben würde, wäre ich morgen noch nicht fertig, deswegen werde ich später nur ein paar Auszüge schreiben. Zunächst möchte ich aber mal ein paar meiner Gedanken preis geben, die mir damals stänig durch den Kopf spukten:

"Wird er irgendwann zur Ex zurück? Schließlich sind sie eine Familie."
"Redet seine Ex beim Kind schlecht über mich, oder wieso ist sie so distanziert?"
"Ist es schlimm, dass ich eifersüchtig auf das Kind bin?"
"Wieso darf sich das Kind bei uns benehmen wie es will? Ich raste aus!!"
"Wieso reist er sich für seine Ex (das Kind) der Hintern auf und für mich nicht?"
"Komme ich wirklich erst an dritter Stelle bei ihm?"
"Bin ich egoistisch, wenn ich ihn wegen seinem Kind verlasse?"
"Wieso muss ich mich mit einem fremden Kind anpassen?!"

Achja, ich könnte stundenlang so weiter machen. Seine Ex hat sich am Anfang sehr stark bei uns reingehängt. Sie hat versucht ihm den Umgang zu erschweren und hat so einiges auf dem Rücken des Kindes ausgetragen. Sie hat ihn für sich und das Kind springen lassen und ihn ausgenutzt wo sie nur konnte. Ich habe mir das eine Weile mit angesehen, bis ich keine Lust mehr hatte immer nur die letzte Geige zu spielen. Man kann seine eigenen Bedürfnisse nicht immer hinten anstellen. Das kann niemand. So sind Menschen nun mal nicht. Das mag eine Zeit lang funktionieren, aber irgendwann wird man unglücklich. Ich habe ihm einen riesen A.rschtritt verpasst und ihm mal richtig den Kopf gewaschen. Es hat ein paar Anläufe gebraucht, aber dann hat er seiner Ex schließlich die Stirn geboten.

Währenddessen habe ich übrigens an meiner Eifersucht gegenüber der Ex gearbeitet. Man darf dieser Frau keinen Raum in der Beziehung oder dem eigenen Leben gewähren. Man muss verstehen, dass sie es gar nicht wert ist sich den eigenen hübschen Kopf über sie zu zerbrechen. Es ist ein wunderbares Gefühl, dieses Gefühl los zu sein

Tja, die Sache mit dem Kind. Mittlerweile verstehen wir und gut. Das war gewiss nicht immer so. Kinder können Teufel sein. Wenn sie nicht wollen, kannst du dich auf den Kopf stellen und mit dem A.rsch fliegen fangen. Ich hab mir ein Bein ausgerissen damit es klappt. Aber das Kind hat mich abblitzen lassen. Irgendwann kann man nicht mehr. Was soll man machen? Soll man abhauen, wenn das Kind zu besuch ist?
-> das ist feige und das Kind hätte "gewonnen"
Soll man so tun als ob es einen nicht stört? -> das klappt nicht ewig

Fakt ist, es belastet einen sehr und die Beziehung zum Freund ebenfalls. Denn wer will schon andauernd stress zu hause haben? Ich war an einem finsteren Punkt angekommen: mir war einfach alles egal. Schei.ss auf das Kind und auf eine gute Beziehung zu ihm. Was kümmert mich fremdes Elend? ... aber auch diese Einstellung ist insgeheim wirklich anstrengend.

Was gekommen wäre, wenn das Kind nicht irgendwann einen Schritt auf mich zugemacht hätte kann ich nicht sagen. Aber es wäre sicher nichts gutes gewesen.

Das Kind hat sich teilweise benommen wie die Axt im Wald. Vom "ich will, ich will" über "nö, mache ich nicht" war alles dabei. An den Rand meiner Geduld kam ich bei so sachen wie: Dreck an die Tapete schmieren und mir voller Absicht ins Gesicht zu spucken...

Man darf sich nicht alles gefallen lassen. Man muss nicht immer geduldig sein müssen oder tolerant. Warum auch? Nur weil ich nicht die Mutter des Kindes bin, bin ich noch lange nicht der zu bekämpfende Feind.
Außerdem finde ich es verkehrt sich allein in die Probleme zu stürzen und in so Foren wie hier nach Hilfe zu suchen. Man darf nicht denken man kämpfe gegen Ex/Kind und Partner. Man muss seinem Partner seine Gefühle offenlegen, klipp und klar sagen wie man sich fühlt und dann an einem Strang ziehen. Wenn man einen Partner hat, der einem zuhört und einen vorallem auch versteht, kann man die Probleme lösen und zu einem guten Ergebnis kommen.

Sollte man so einen Freund nicht haben, kann ich tatsächlich auch nur wie Caro empfehlen: LAUF SO SCHNELL DU KANNST!
Denn dann steht du allein da und musst gegen Windmühlen ankommen die so hoch sind das du das Ende nicht siehst.

-> Wichtig ist, das vorallem der Partner zu 100% hinter einem steht!<-

Es läuft gut bei uns. Jetzt. Es war hart und anstrengend. Aber ich denke der Kampf hat sich gelohnt, denn ich liebe meinen Freund nach wie vor und bin froh ihn zu haben. Dennoch weiß ich genau, dass neue Probleme nur eine Frage der Zeit sind. Die Frage ist nur wie man damit umgeht.

Ganz liebe Grüße an alle die den "Kampf" noch vor sich haben.

Pfirsich

p.s.: ich kann jeden verstehen, der keine lust hatte sich diesem Kampf zu stellen... nicht jeder kann der Liebe wegen soviel aufgeben, zurückstecken und Kraft investieren!

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12.06.15 um 21:36

27 Jahre Ehe
Mein Mann und ich sind seit 27 Jahren verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter. Er war schon mal verheiratete und aus dieser Ehe hat er einen Sohn zu den er hin und wieder Kontakt hat diesen aber meidet weil der Sohn so ein Sozialschmarotzer geworden ist und seinen Vater nebenbei noch ausnehmen wollte. Nu weiss ich auch das er ein Jahr vor den Sohn in einer Beziehung war und daraus eine Tochter stammt die zu DDR Zeiten in Westdeutschland gelebt hat, und eigentlich nie Kontakt wollte. Er legte auch keinen wert drauf und sagte immer er hat nur eine richtige Tochter das ist unsere. Vor ca 10 Jahren kam dann mal ein Brief von Ihr das sie in Gera jetzt lebt und Drogenabhängig war und ist und um mit diesen Leben ab zuschließen will sie Kontakt. Da mein Mann eigendlich durch Montagearbeit immer viel unterwegs war lag der Brief lang rum und irgendwann meinte er ach ich will nicht antworten. Ab und zu meinte er mal ich weis nicht was ich oder wie ich reagieren würde wenn sie mich zu so einer Show kommen läßt.
Nun Ist mein Mann schwer krank geworden und seit 3 Jahren notgedrungen EU Rentner und so hat er sich einen FB Account zugelegt und nach kurzer Zeit hat sie sich bei ihm gemeldet. das sie in der Schweiz lebt und ihn unbedingt kennenlernen will. Sie schickt ihn Fotos von sich und bemitleidet Ihn.
Er hebt sie im Himmel sie ist ja so ne gute und sie macht das und dieses. So spricht er von unserer Tochter die im vergangenen Jahr geheiratet hat nicht. Irgendwie sagt er da auch nie das ist mein Lieblingsfoto von Dir und Ihr schreibt er das immer zu.
Nun will er sich mit ihr ohne uns treffen weil er meint wir sind eifersüchtig, das hat er mir aber nicht gesagt.
Wir sind durch die Hölle und waren immer für ihn da, habe Ihn aus Liebe gepflegt und sorge mich jeden tag um Ihn habe Ängste ausgestanden und Nächtelang geheult, aber irgendwie sieht er das nicht oder will es nicht sehen...
Ich mach mir Sorgen das unsere Ehe daran scheitert....

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06.08.15 um 21:15
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Ohja,
das leidige Thema. Solche oder ähnliche Beiträge werden hier ständig eröffnet und ich habe viele davon gelesen. Ich selbst habe auch einen Freund mit einem kleinen Kind und einer dazugehörigen Ex. Mal abgesehen davon, dass eine Beziehung immer auch ein bisschen anstrengend ist, ist eine Drei- oder gar Vierecksgeschichte absolut nervenaufreibend. Mit Dreieck meine ich dich, den Vater und das Kind und der Horror schlecht hin ist das Viereck. Nämlich du, der Vater, das Kind und die Ex.

Wenn du Glück hast, will die Ex vom Vater nix wissen oder stört sich zumindest nicht daran, dass ihr Ex eine neue Freundin hat. Dann bleibt da nur noch das fiese Dreieck... in diesem gilt es sich zu beherrschen, seine Interessen und Bedürfnisse hinten anzustellen und sich sowohl in Geduld und Toleranz zu üben.

Am Anfang dachte ich auch: "Naja gut, er hat ein Kind. Und nun? So schlimm kann das nicht werden...!" -> haha, weit gefehlt. Wenn man sowas noch nicht selbst erlebt hat, oder jemanden kennt, der es erlebt hat, dann hat man absolut keine Ahnung worauf man sich da einlässt. Klar klingt das im ersten Moment voll übertrieben und sicherlich gibt es auch Neu-Partner, die aufgrund ihrer persönlichen Einstellung nie Probleme mit der Situation haben werden, aber die sind eben nur die Ausnahme.

Ich möchte gleich vorweg nehmen, dass ich meinen Freund sehr liebe und ich mag auch sein Kind. Im Moment läuft es in unserem Drei-1/2-eck sogar sehr gut. Aber das war eben nicht immer so. Der Weg war steinig und schwer und zum ko.tzen!

Wenn ich jetzt all meine Sorgen und Nöte während dieser Zeit aufschreiben würde, wäre ich morgen noch nicht fertig, deswegen werde ich später nur ein paar Auszüge schreiben. Zunächst möchte ich aber mal ein paar meiner Gedanken preis geben, die mir damals stänig durch den Kopf spukten:

"Wird er irgendwann zur Ex zurück? Schließlich sind sie eine Familie."
"Redet seine Ex beim Kind schlecht über mich, oder wieso ist sie so distanziert?"
"Ist es schlimm, dass ich eifersüchtig auf das Kind bin?"
"Wieso darf sich das Kind bei uns benehmen wie es will? Ich raste aus!!"
"Wieso reist er sich für seine Ex (das Kind) der Hintern auf und für mich nicht?"
"Komme ich wirklich erst an dritter Stelle bei ihm?"
"Bin ich egoistisch, wenn ich ihn wegen seinem Kind verlasse?"
"Wieso muss ich mich mit einem fremden Kind anpassen?!"

Achja, ich könnte stundenlang so weiter machen. Seine Ex hat sich am Anfang sehr stark bei uns reingehängt. Sie hat versucht ihm den Umgang zu erschweren und hat so einiges auf dem Rücken des Kindes ausgetragen. Sie hat ihn für sich und das Kind springen lassen und ihn ausgenutzt wo sie nur konnte. Ich habe mir das eine Weile mit angesehen, bis ich keine Lust mehr hatte immer nur die letzte Geige zu spielen. Man kann seine eigenen Bedürfnisse nicht immer hinten anstellen. Das kann niemand. So sind Menschen nun mal nicht. Das mag eine Zeit lang funktionieren, aber irgendwann wird man unglücklich. Ich habe ihm einen riesen A.rschtritt verpasst und ihm mal richtig den Kopf gewaschen. Es hat ein paar Anläufe gebraucht, aber dann hat er seiner Ex schließlich die Stirn geboten.

Währenddessen habe ich übrigens an meiner Eifersucht gegenüber der Ex gearbeitet. Man darf dieser Frau keinen Raum in der Beziehung oder dem eigenen Leben gewähren. Man muss verstehen, dass sie es gar nicht wert ist sich den eigenen hübschen Kopf über sie zu zerbrechen. Es ist ein wunderbares Gefühl, dieses Gefühl los zu sein

Tja, die Sache mit dem Kind. Mittlerweile verstehen wir und gut. Das war gewiss nicht immer so. Kinder können Teufel sein. Wenn sie nicht wollen, kannst du dich auf den Kopf stellen und mit dem A.rsch fliegen fangen. Ich hab mir ein Bein ausgerissen damit es klappt. Aber das Kind hat mich abblitzen lassen. Irgendwann kann man nicht mehr. Was soll man machen? Soll man abhauen, wenn das Kind zu besuch ist?
-> das ist feige und das Kind hätte "gewonnen"
Soll man so tun als ob es einen nicht stört? -> das klappt nicht ewig

Fakt ist, es belastet einen sehr und die Beziehung zum Freund ebenfalls. Denn wer will schon andauernd stress zu hause haben? Ich war an einem finsteren Punkt angekommen: mir war einfach alles egal. Schei.ss auf das Kind und auf eine gute Beziehung zu ihm. Was kümmert mich fremdes Elend? ... aber auch diese Einstellung ist insgeheim wirklich anstrengend.

Was gekommen wäre, wenn das Kind nicht irgendwann einen Schritt auf mich zugemacht hätte kann ich nicht sagen. Aber es wäre sicher nichts gutes gewesen.

Das Kind hat sich teilweise benommen wie die Axt im Wald. Vom "ich will, ich will" über "nö, mache ich nicht" war alles dabei. An den Rand meiner Geduld kam ich bei so sachen wie: Dreck an die Tapete schmieren und mir voller Absicht ins Gesicht zu spucken...

Man darf sich nicht alles gefallen lassen. Man muss nicht immer geduldig sein müssen oder tolerant. Warum auch? Nur weil ich nicht die Mutter des Kindes bin, bin ich noch lange nicht der zu bekämpfende Feind.
Außerdem finde ich es verkehrt sich allein in die Probleme zu stürzen und in so Foren wie hier nach Hilfe zu suchen. Man darf nicht denken man kämpfe gegen Ex/Kind und Partner. Man muss seinem Partner seine Gefühle offenlegen, klipp und klar sagen wie man sich fühlt und dann an einem Strang ziehen. Wenn man einen Partner hat, der einem zuhört und einen vorallem auch versteht, kann man die Probleme lösen und zu einem guten Ergebnis kommen.

Sollte man so einen Freund nicht haben, kann ich tatsächlich auch nur wie Caro empfehlen: LAUF SO SCHNELL DU KANNST!
Denn dann steht du allein da und musst gegen Windmühlen ankommen die so hoch sind das du das Ende nicht siehst.

-> Wichtig ist, das vorallem der Partner zu 100% hinter einem steht!<-

Es läuft gut bei uns. Jetzt. Es war hart und anstrengend. Aber ich denke der Kampf hat sich gelohnt, denn ich liebe meinen Freund nach wie vor und bin froh ihn zu haben. Dennoch weiß ich genau, dass neue Probleme nur eine Frage der Zeit sind. Die Frage ist nur wie man damit umgeht.

Ganz liebe Grüße an alle die den "Kampf" noch vor sich haben.

Pfirsich

p.s.: ich kann jeden verstehen, der keine lust hatte sich diesem Kampf zu stellen... nicht jeder kann der Liebe wegen soviel aufgeben, zurückstecken und Kraft investieren!

Mir geht's zu 100% wie dir... Mit dem extra gemeinsames kind
...wird er auch endlich mal unserem Kind die alleinige Aufmerksamkeit schenken?
Warum muss ich jedes besch****** Wochenende mit dem Kind teilen?
Warum springt er wenn die ex schreit und mich würd er im kreissaal alleine lassen...
Ich halte das ganze nicht mehr aus und frage mich täglich, wofür?!
Ich würde wirklich gern wissen wie du ihm dem a****tritt verpasst hast?

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07.08.15 um 22:37

Hier ist...
Viel negatives zu Lesen und da kann eine weitere, positive Erfahrung vielleicht nicht schaden. Ich bin in einer noch recht frischen Beziehung. Er hat einen 3 Jährigen mit seiner Exfreundin der bei ihm lebt. Der Zwerg ist toll und wir verstehen uns gut. Natürlich wäre es manchmal schön wenn wir mehr Zeit für uns als Paar hätten aber ich genieße auch die Zeit zu Dritt und, nicht zu unterschätzen, die Zeit für mich ohne einen Partner der sich vernachlässigt fühlt.
Kommunikation ist in so einer Beziehung vielleicht noch wichtiger als in einer anderen Beziehung aber gemeinsam mit dem Patchwork -Werk umzugehen kann auch eine bereichernde Erfahrung sein.

Du musst dir nur klar sein, ob du das wirklich willst oder ob du heimlich hoffst, das es irgendwie anders wird.
Ich wünsche euch alles Gute

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20.05.17 um 21:14

Ich bin ganz neu hier. Zu meiner Person, ich bin 51 Jahre alt, habe eine 22 jährige Tochter zu der ich ein super inniges Verhältnis habe. Bis vor 3  Jahren in Teilzeitbeschäftigung, jetzt Vollzeit. Seit 8 Jahren liebe ich meinen Partner, er hat einen 8 jährigem Sohn den ich total lieb habe. Wir wohnen 100 km getrennt voneinander. Aber mein Problem ist wir haben kaum Zeit für unsere Beziehung. Der Kleine war die ersten 5 Jahre jedes Wochenende, von Freitag bis Montag, jeden Feiertag und jeden Urlaub bei meinem Partner und mir. Seit knapp 3 Jahren haben wir jedes 4. Wochenende für uns. Ich fühle mich immer mehr überfordert, komme auch an den Wochenenden nicht wirklich zur Ruhe. Ich fahre immer zu ihm. Der kleine ist sehr lieb, hängt aber den ganzen Tag an seinem Papa. Wir haben 6-7 Stunden pro Woche für uns. Mir einfach zu wenig. Die Zeit ist immer genau verplant. Der kleine liegt nicht vor 21 Uhr im Bett. Und danach den Schalter umsetzten, das gelingt mir immer seltener. Ich bin doch keine Maschine. Der Papa ist auch erziehungsmässig anders unterwegs. Von der Ernährung mal ganz abgesehen. Die Mama des kleinen ist einfach nur froh ihre Ruhe am WE zu haben. Ich habe immer gedacht ich ja selber Mama und bekomme das gut hin. Aber dadurch dass ich mich immer zurücknehmen und meine Bedürfnisse hinten anstellen muss werde ich immer unzufriedener. Auch Urlaube sind anstrengend. Der kleine findet keine sozialen Kontakte. Also den ganzen Tag Kinderbelustigung. Ich selber kenne dieses Verhalten von meiner Tochter nicht. Mein Partner sagt dann, ist doch total schön! Ich bringe immer weniger von mir ein, mir fehlt die Kraft. Mein Partner sagt er versteht mich es ändert sich aber nichts. Er wollte einen Babysitter besorgen, den kleinen Mal zu Oma und Opa geben, aber nichts davon geschieht. Ich bin wirklich nicht mehr sicher, ob unsere Beziehung eine Chance hat. Für mich ist die Beziehung der Pfeiler, aber nicht das Kind. Bin ich vielleicht zu alt oder egoistisch? Bin ich ihm überhaupt wichtig ? 
Ich bin froh eure Meinung zu lesen. Aber viel wichtiger ist es mir mal meine Empfindungen niederzuschreiben .

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