Forum / Liebe & Beziehung

Partner benimmt sich als wäre ich ein Hotel

24. November 2020 um 9:51 Letzte Antwort: 28. November 2020 um 16:05

Hallo,
normalerweise schreibe ich nicht in Foren, aber ich komme zu keiner Lösung. 
Ich (werde 35) und führe mit meinem Partner (43) seit 4 Jahren eine Wochenendbeziehung. Wir wohnen 1,5Std. voneinander entfernt. Er ist jedes Wochenende von Samstags bis Dienstags bei mir. Arbeitet montags in meiner Nähe - Arbeit beginnt 13/14 Uhr schläft jeden Tag bis 10 und arbeitet bis 19Uhr. Ich bin jeden Tag 11 Stunden außer Haus und hier beginnt das Problem. Wenn er bei mir ist, sitzt er die ganze Zeit nur auf dem Sofa. Er hilft nicht von alleine, und wenn man was sagt, ist man die Nörglerin. Frühstück mache ich schon gar nicht mehr, da guckt er nur zu wie es kommt und geht. Wenn ich 1x am Wochenende koche, das gleiche Spiel, deswegen wird nur noch bestellt, weil ich keine Lust mehr habe. Beim einkaufen läuft er nur wortlos mit, meinen Herd kann er nach 4 Jahren immer noch nicht selbstständig bedienen und Müll schafft er auch nicht selbstständig mal runter. Das was er macht ist saugen und Kleinigkeiten aufräumen, wenn ich arbeiten bin. Helfen war generell noch nie sein Ding, das ist mir auch schon bei anderen Personen die er kennt aufgefallen. 
Ich liege doch nicht falsch, wenn man da etwas mehr erwarten kann? Wie viel sollte man am Ende erwarten? Sollte man eine finanzielle Beteiligung erwarten? 
ich fühle mich extrem unwohl mit dieser Situation, da ich besagte Dinge schon oft angesprochen habe, dann gehts zwei Wochen gut und dann gehts wieder von vorne los. Aber ich bin es leid, dass solche normale Dinge einfach nicht funktionieren, dass jeder einen Teil übernimmt und man sich gegenseitig hilft. Ich bin halt das komplette Gegenteil von ihm aber auch irgendwie der Meinung, dass man daran arbeiten sollte. Ich bin ja nicht die erste Freundin die damit ein Problem hat und mir graut es schon beim Gedanken, mit ihm zusammenwohnen zu müssen. 
 

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24. November 2020 um 20:57

Lass mich das mal zusammenfassen: 

Du bedienst ihn jetzt bereits seit 4 Jahren, hast es angesprochen, es ändert sich aber nur kurzfristig etwas an seinem Verhalten, aber Du spielst scheinbar dennoch mit dem Gedanken mit ihm zusammenzuziehen...

Für mich liest sich das, als ob Du Dich damit schon abgefunden hast. Ich denke Du solltest Dich aber zumindest fragen, warum Du das überhaupt mitmachst? Zu so einer Konstellation gehören immer 2 Leute: Einer der sich bedienen lässt und der andere der bedient. Wenn Du möchtest, dass sich etwas ändert, fang bei Dir an. Überleg Dir was Du von einer Beziehung auf Augenhöhe erwartest. 

Formuliere das aus und konfrontiere ihn damit. Wenn er nicht bereit ist, an seinem Verhalten etwas zu ändern und zwar längerfristig, dann zieh die Konsequenzen für Dich. Oder eben nicht. Aber entscheiden wie Du weitermachen willst, musst Du immer noch selbst. 

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25. November 2020 um 10:17

Wieso zusammenwohnen "müssen"? Wer zwingt dich dazu, sehenden Auges in dein Unglück zu rennen? Solange du den Kram mitmachst, hat er keinen Grund, irgendwas zu ändern. Also zieh Konsequenzen.
Und nein, "Drama machen und nach zwei Wochen ist alles wieder beim Alten" ist keine Konsequenz, die er als solche erkennt. Wenn du das zwei- oder höchstens dreimal zugelassen hast, dann hast du ihm effektiv nur beigebracht, dass er's mit dir machen kann und nicht wirklich was tun muss.

"Wie viel sollte man am Ende erwarten?"

Ganz einfach so viel, dass du dich nicht ausgenutzt fühlst. Wenn dein Bauchgefühl dich da wegen zuviel Helfersyndrom im Stich lässt, dann gibt's da ne einfache Hilfe: Überleg dir, was er sagen und tun würde, wenn du dich so benehmen würdest wie er. Wenn die Antwort lautet "Um Gottes Willen, das würde für ihn gar nicht gehen", dann muss sich was ändern.

lg
cefeu

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27. November 2020 um 18:18

Kannst Du nicht vorschlagen jedes zweite Wochenende bei ihm zu verbringen? Was passiert, wenn Du es Dir bei ihm auf der Couch gemütlich machst?

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28. November 2020 um 16:05
In Antwort auf

Hallo,
normalerweise schreibe ich nicht in Foren, aber ich komme zu keiner Lösung. 
Ich (werde 35) und führe mit meinem Partner (43) seit 4 Jahren eine Wochenendbeziehung. Wir wohnen 1,5Std. voneinander entfernt. Er ist jedes Wochenende von Samstags bis Dienstags bei mir. Arbeitet montags in meiner Nähe - Arbeit beginnt 13/14 Uhr schläft jeden Tag bis 10 und arbeitet bis 19Uhr. Ich bin jeden Tag 11 Stunden außer Haus und hier beginnt das Problem. Wenn er bei mir ist, sitzt er die ganze Zeit nur auf dem Sofa. Er hilft nicht von alleine, und wenn man was sagt, ist man die Nörglerin. Frühstück mache ich schon gar nicht mehr, da guckt er nur zu wie es kommt und geht. Wenn ich 1x am Wochenende koche, das gleiche Spiel, deswegen wird nur noch bestellt, weil ich keine Lust mehr habe. Beim einkaufen läuft er nur wortlos mit, meinen Herd kann er nach 4 Jahren immer noch nicht selbstständig bedienen und Müll schafft er auch nicht selbstständig mal runter. Das was er macht ist saugen und Kleinigkeiten aufräumen, wenn ich arbeiten bin. Helfen war generell noch nie sein Ding, das ist mir auch schon bei anderen Personen die er kennt aufgefallen. 
Ich liege doch nicht falsch, wenn man da etwas mehr erwarten kann? Wie viel sollte man am Ende erwarten? Sollte man eine finanzielle Beteiligung erwarten? 
ich fühle mich extrem unwohl mit dieser Situation, da ich besagte Dinge schon oft angesprochen habe, dann gehts zwei Wochen gut und dann gehts wieder von vorne los. Aber ich bin es leid, dass solche normale Dinge einfach nicht funktionieren, dass jeder einen Teil übernimmt und man sich gegenseitig hilft. Ich bin halt das komplette Gegenteil von ihm aber auch irgendwie der Meinung, dass man daran arbeiten sollte. Ich bin ja nicht die erste Freundin die damit ein Problem hat und mir graut es schon beim Gedanken, mit ihm zusammenwohnen zu müssen. 
 

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