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Paradoxe Empfindungen

14. Juli 2017 um 6:19 Letzte Antwort: 20. Juli 2017 um 10:37

Ich bin verliebt und weiß nicht wieso. Ich kann einfach nicht das Gefühl loswerden, dass wir füreinander bestimmt sind. Wir haben uns schon dreimal Lebewohl gesagt, und doch immer wieder den Kontakt aufgenommen. Es spricht nichts dafür, dass wir je zusammen sein werden. Unsere Wohn- und Arbeitsorte sind extrem weit voneinander entfernt, wir haben beide gerade eine Beziehung, kennen uns kaum, hatten nie einen Alltag, er entspricht nicht meinem Beuteschema. Nur Sex, Esprit und sehr viel Humor haben wir geteilt. Die Wellenlänge ist unfassbar gut, hatte ich zuvor noch nie. Es scheint so etwas wie Telepathie zwischen uns zu geben, manchmal wirklich beängstigend. Ich war nie der Mensch, der an Schicksal glaubt. Aber bei ihm ist es anders.

Wirklich alles spricht gegen eine gemeinsame Zukunft, nur mein Gefühl oder meine Vorahnung nicht. 

Kennt jemand so etwas?

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14. Juli 2017 um 18:02

Hast du Erfahrung mit solchen Empfindungen?

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14. Juli 2017 um 20:56

Vielen Dank!

Stammt der Auszug  aus deiner Feder?
Bist du ein Mann oder eine Frau?



Er hat mich sehr berührt, quasi mir aus  der Seele gesprochen.


Existiert die besondere Liebe auch einseitig oder ist es nur dann die besondere Liebe, wenn beide so empfinden?

Vielen lieben Dank nochmal 

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14. Juli 2017 um 22:48

Ich verstehe, was du meinst. Und gebe dir da durchaus recht. Alles ist im Grunde schön und vermittelt ein gutes Gefühl. Über diese Distanz ist es schwierig, Tiefgründigeres zu teilen, also geben wir uns gegenseitig viel Bestätigung, was immer ein gutes Gefühl auslöst. Es gibt keine Konflikte, also auch nichts zu kritisieren. Alles Schoki, klar. 

Ich unterscheide aber zwischen Gefühlen und Empfindungen. Gefühle werden für mich von außen gesteuert (ich fühle Kälte, Wärme, Empathie und Sympathie für andere, dass mich jemand liebt; alles was sozusagen von außen an meine Haut kommt), Empfindungen kommen nicht von außen, sondern von innen. D.h. ich empfinde etwas sehr Intensives in Bezug auf diesen Mann. Wenn ich versuche, es zu lokalisieren, komme ich immer wieder nur auf mich zurück und eine Art Vorahnung, die eben nur in mir ist und sein kann.
Ich habe geschrieben, dass ich das GEFÜHL nicht loswerde, dass es sowas wie Bestimmung ist. Weil dies wirklich von außen kommt. Ich werde halt nicht schlau daraus, warum man sich meldet, wenn man sich einig war, dass alles besser enden sollte. Und das nicht nur einmal. Er vermittelt mir halt dadurch ein Gefühl. Das Gefühl der Freude, weil ich ihn wirklich gern in meinem Leben haben will. Das Gefühl der Sehnsucht, weil ich an ihn gedacht habe und er offensichtlich auch an mich.
Aber schaue ich in mich und betrachte meine Empfindungen, erkenne ich einen Zwiespalt; mein Herz und mein Kopf befinden sich im Inneren und sind sich nicht einig 

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14. Juli 2017 um 23:00

Entschuldige bitte, ich bin recht neu hier und hab noch nicht daran gedacht, Profile anzukilcken 

Umso beeindruckender finde ich deine Ausführungen, da es meiner Erfahrung nach nicht typisch für Männer ist, sich so intensiv mit der Liebe auseinanderzusetzten.

Inzwischen habe ich mitbekommen, dass du ein Mann bist. Ich habe mir den Thread zu dem 2t-Handy Verlobten etc. durchgelesen. Ich mag deine analytische Art, die nicht jeden gleich steinigen will, der nicht gesellschaftskonform handelt. Unsere Motive bestimmen alles in unserem Leben... 


Ja, ich sehe mich auch oft als gesegnet. Ich strahle immer, wenn ich an ihn denke. Und selbst wenn nichts weiter daraus wird, empfinde ich eine tiefe Dankbarkeit, dass dieser Mensch in mein Leben treten durfte. Ich kann nicht genau sagen wieso; ich bin einfach nur dankbar.

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14. Juli 2017 um 23:10

Ich bin nie ein eifersüchtiger Mensch gewesen (aus Überzeugung, da das für mich nur Verlustangst widerspiegelt) und werde es hoffentlich auch nie sein.

Ich habe den Eindruck, dass ich verrückt werden könnte 
Zwei Jahre geht das Ganze hin und her. Und es ist kein Ende in Sicht. Und ich bin so schrecklich ungeduldig... 
Und weil ich denke, dass ihn diese Geschichte nicht so beschäftigt wie mich.

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14. Juli 2017 um 23:28

Dito. Eine Beziehung über die Ferne haben wir ja aufgebaut, aber nicht als Lebenspartner. Das ist auch keine Option für mich. Daher spricht es ja dagegen, dass je etwas daraus wird. Aber es lässt mich einfach nicht los. (Ich habe schon dreimal losgelassen, aber es kommt immer wieder...)


Kennst du das auch?

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15. Juli 2017 um 9:29

Und meistens fallen dann diese Leute wie du mächtig auf die Schnauze. 

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15. Juli 2017 um 11:32

Nein, wir hatten mehrmals Sex. In zwei Jahren haben wir uns dreimal getroffen, jeweils für zwei Nächte. Beim zweiten Treffen ist nichts gelaufen außer einem Abschiedskuss.
Ob wir  uns jemals wiedersehen und was dann geschieht, weiß  ich nicht.
Wir  haben momentan Kontakt, aber ohne Worte oder Wörter auszutauschen; erzählen uns dennoch ganze  Geschichten durch Bilder, Smileys und Emoticons.

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15. Juli 2017 um 12:21

Es ist mir so egal, ob ich damit auf die Schnauze falle (nach deiner Definition). 
Ich bin in jedem Fall dankbar und glücklich, dass dieser Mensch in mein Leben getreten ist.

Nach meiner Definition kann ich gar nicht auf die Schnauze fallen, weil ich nicht enttäuscht werde. Ich habe keine Erwartungen, lebe nicht in der ständigen Hoffnung...
Die meisten Menschen erwarten von anderen, dass diese sie glücklich machen. Die wenigsten finden das Glück in sich selbst, weil die meisten eben gar nicht erst in sich danach suchen.

Selbst wenn er heiratet, Kinder bekommt, als Opa seine Enkel um sich schart, ich ihn nie wiedersehe, werde ich mich immer für ihn freuen, weil ich ihm nichts anderes als ein erfülltes Leben wünsche.
Wie bereits gesagt, empfinde ich keine Eifersucht und kenne das Bedürfnis nicht, einen Menschen nur für mich zu beanspruchen, damit ich glücklich sein kann.


Und ja, mein Freund weiß über alles Bescheid. Es gibt keinen Grund mich steinigen zu wollen, wie viele andere User hier. Mein Freund leidet nicht und fühlt sich nicht bedroht, er versteht nur meine Empfindungen nicht. Niemand aus meinem Umfeld kennt das, daher habe ich hier meine Frage gestellt.


Danke für alle Antworten!

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15. Juli 2017 um 13:11

Eine interessante Frage ist auch, ob es möglich ist, zwei  Männer, oder zwei Frauen, gleichzeitig zu lieben. 

Ich sage definitiv ja.

Jemand anderer Meinung?

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15. Juli 2017 um 15:03

Zum Fragenkatalog  :


Seit dieser Zeit, wie wirkst Du auf die Menschen in Deinem Umfeld?Fühlen sich Menschen auch wildfremde Menschen zu Dir hingezogen?Kommen Menschen auf Dich zu, um sich dir anzuvertrauen?Wollen Menschen sich in Deiner Nähe aufhalten, will jede irgendwo Deine Freundin oder Freund sein?

Meine Wirkung auf die Menschen um mich herum ist definitiv positiver als zuvor. Freunde, die mich schon zig Jahre kennen, sagen, dass ich eine ganz andere Ausstrahlung habe, dass ich viel besser aussehe, also attraktiver wirke.
Ein Mann, den ich vor 12 Jahren so sehr begehrt habe und als meinen festen Freund haben wollte, er mich aber nicht, hat mich letztes Jahr wiedergetroffen und wollte nun gerne das, was ich vor so vielen Jahren wollte. Aber nun ist es zu spät und ich habe auch keinerlei Interesse daran.
Die Menschen vertrauen mir viel an, erhoffen sich meine Hilfe. Letztens hat einer gemeint, ich sei wie eine Psychologin für ihn und hat sich entschuldigt, dass er seinen Stress bei mir abgeladen hat. Das war kein Freund, sondern ein Kunde von mir; ich bin selbstständig tätig.
Menschen, die ich neu kennenlerne, wollen definitiv mit mir in Kontakt bleiben. Ob sie gleich meine Freunde sein wollen oder werden, das kann ich nicht sagen.
Nachdem Kunden einmal mit mir zusammengearbeitet haben, wollen sie nicht zu ihren alten Dienstleistern zurück. Sie reflektieren sehr viel Sympathie. Aber vielleicht mache ich auch einfach nur einen guten Job.


Spürst Du eine allumfassende Liebe in Dir, die Dich treibt, wenn Du einen traurigen Menschen auf der Straße siehst ihm in Gedanken alles Liebe und Gute zu wünschen.Spürst Du eine unbändige Lebensfreude in Dir und fragst beispielsweise jeden Tag, welche Geschenke er für Dich bereit hält?

Ich bin generell ein hilfsbereiter und empathischer Mensch. Leider kann ich nicht allen helfen. Manchmal fühle ich mich auch leer, nachdem ich etwas für andere getan habe. (Ich meine nicht die Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens, sondern große Dinge, wie Unterstützung bei der Wohnungssuche, Flüchtlinge zu den Ämtern begleiten, jemandem stundenlang zuzuhören, obwohl ich ganz andere Dinge erledigen müsste, usw.)
Ich scheine vermehrt Energieräubern zu begegnen. Ich denke, du verstehst, wie ich das meine und dass ich diese Menschen mit diesem Begriff nicht herabwürdige. Sie saugen sich mit der Energie voll, die ich ausstrahle. Ich bin danach dann leer, aber sie fühlen sich gut und haben Hoffnung, dass alles letztendlich gut wird.
Ich begegne auch Menschen, die mich volltanken. Meistens ist meine Energie wieder aufgeladen, nachdem ich viel zu lachen hatte. Und oft geschieht das auch nur durch ein kurzes Zeichen dieses einen bestimmten Menschen, dass er an mich denkt. Wie jetzt gerade =)
In den letzten sechs Wochen wache ich täglich mit einem Lächeln auf und freue mich, dass ich lebe. Er hat sich vor genau vier Wochen wieder gemeldet, nachdem wir etwas mehr als drei Monate Funkstille hatten. Ich weiß diese Zeitabstände so genau, weil ich es mir nicht erklären konnte, warum ich aus heiterem Himmel so glücklich aufwache.

Mir fällt auch immer auf, wenn ich auf die Uhr schaue, dass es 13:31 Uhr ist, oder 5:55 Uhr, oder die Zeiger genau aufeinander liegen, oder genau gegenüber in einer Linie. Will da nicht zu viel hineininterpretieren, aber es fällt mir stark auf.


Die Macht der Anngst, die uns allen Menschen inne wohnt und der stärkste Feind der Macht der Liebe ist, kann sie Dir was anhaben. Hast Du seitdem keine Angst mehr vor nichts und niemandem?    

Es ist definitiv so, dass es eine Parallele zwischen meinem Angstempfinden und unserem Kontankt oder Nicht-Kontakt gibt. Jedesmal wenn wir uns Lebewohl sagten, hatte ich danach Angst; vor Menschen, vor der Zukunft, usw.

Seitdem er sich wieder gemeldet hat, kann mich nichts und niemand mehr aufhalten oder ängstigen. Irgendwoher kommt die Gewissheit, dass ich immer sicher und beschützt bin. 


Eine etwas intimere Frage.Wie fühlst Du diesen permanenten Trennungsschmerz zu Deinem Partner? Spürst Du das auch irgendwie körperlich?

Die Sehnsucht ist immer da. Manchmal spinne ich Gedanken, wie ich mich beruflich verändern müsste, wieviele finanzielle Reserven ich schaffen müsste, um in seine Nähe zu ziehen. Es geht mir dabei gar nicht darum, ihn abzuwerben, sondern einfach es leichter zu machen, ihn zu sehen, wann ich will. Ich habe aber nie einen festen Plan daraus entwickelt, weil sich das (noch) nicht richtig anfühlt.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke.
Manchmal empfinde ich eine Leere. Ich lasse es aber nicht zu, dass sie sich ausbreitet und mein Leben zu sehr bestimmt. Ich spüre sie oft, wenn ich mich unverstanden fühle. Dann denke ich, er wüsste jetzt genau, was ich meine oder wieso mir dies oder jenes wichtig ist.
Immer wenn wir uns "getrennt" hatten, kamen mir unkontrolliert die Tränen. Aber nur in diesem Moment, ich konnte jedes Mal loslassen. Ich spüre nicht so sehr einen Schmerz, es ist einfach eine permanente Sehnsucht da. Ich möchte ihn am liebsten immer um mich haben. Mir ist bewusst, dass das nicht geht, also bin ich vollkommen zufrieden mit der Gewissheit, dass es da draußen einen Menschen gibt, der genauso tickt wie ich, der die gleiche Resonanz hat. Und das ich ihm begegnet bin. Das erfüllt mich schon. Was noch kommt, ist ziemlich irrelevant; es kann mich nur glücklicher machen, aber nicht unglücklicher.

Was ich noch körperlich fühle: Wenn er an mich denkt, höre ich sowas wie ein elektronisches Fiepen, wie wenn man gerade den Fernseher anmacht, und danach ein Rascheln in meinem Kopf, als würde jemand trockenes Laub fegen. Wenn er sich melden wird, fühle ich das in der oberen Bauchregion, direkt unter dem Brustkorb. Wenn er mit einer anderen schläft und dabei an mich denkt, muss ich niesen. Nur einmal, sonst wenn ich niese, weil ich niesen muss, niese ich immer mindestens zweimal.

Ich bin nicht verrückt! Ich habe mich psychologisch untersuchen lassen, weil ich eine Angst vor der Angst entwickelt hatte. Es ist alles "normal" bei mir.
Ich habe öfter mit ihm über all diese Symptome gesprochen und er konnte es mir jedes Mal bestätigen. Deshalb ist das Ganze auch so unheimlich.
Er hat das aber nicht. Zumindest hat er nie wirklich darauf geachtet.



Ich hoffe, ich konnte dir einen Einblick verschaffen. Du darfst gerne weiter nachfragen.
 
 

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15. Juli 2017 um 21:27

Ja, bitte. Poste die Frauensicht.

Wobei mich die Männersicht auch extrem interessiert. Also, wenn es dir nichts ausmacht, dann auch bitte diese.

Und ich formuliere derweil die Antworten.

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15. Juli 2017 um 21:29

P.S.: die Texte kann man nicht ausschneiden, richtig. Aber kopieren müsste doch gehen, oder?

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15. Juli 2017 um 23:48

Ich tue mich schwer mit konventionellen Formulierungen wie "die große Liebe", "Mr. Right", "der/die Richtige". Ich habe leider keine gute, allgemeine Alternative zu bieten. Für mich ist er mein Geliebter, auch im konventionellen Sinne, aber mehr mein Liebster - der mir liebste Mensch neben meiner Mutter.



Warum ich Dich gefragt habe, war, weil Ihr die Besondere Liebe spürt und sehr lange  getrennt lebt. Das ist relativ selten, wie Du Dir vorstellen kannst, weil bedingt durch die hohe Anziehung beide Menschen unbedingt und am liebsten schon gestern zusammensein und zusammenleben wollen.
Ich glaube, bei uns hat in dieser Hinsicht der Verstand (vorerst?) gesiegt. Ich gehe davon aus, dass er kein Zusammensein mit mir möchte und er geht davon aus, dass ich kein Zusammensein mit ihm möchte. Das ist es, was wir immer kommumiziert haben. Zunächst hat er sich distanziert, um meiner Beziehung nicht zu schaden. Dann habe ich mich distanziert, als ich ihm gesagt habe, dass sich bei mir mehr entwickelt und so war es ja nicht gedacht. Dann hat er sich wieder distanziert, weil er nicht mehr in einer undefinierten Beziehung lebt und diese nicht gefährden will. Kommt dann doch nach gut einem viertel Jahr wieder auf mich zu und ich warte nun darauf, wer es als erstes wagt, das zur Sprache zu bringen. Ich denke in meinem weiblichen Stolz: "Ich will es nicht sein". Und er ist auch sehr stolz. Also bleiben wir wohl ewig in diesem Status Quo.
Ich bin so euphorisch, neugierig und ungeduldig, was weiterhin passieren wird 


Was machst Du eigentlich beruflich?   - siehe PN


Kommen wir zur Energie, Du tankst also relativ rasch auf, wobei Du Deine Gedanken nur auf Deinen Geliebten lenken brauchst - habe ich das so richtig verstanden? Und reicht das? Oder hsst Du andere Formen des Energietankens. Musik, Sport, Entspannungsübungen wie Yoga oder ähnlich. 
Nur die Gedanken an meinen Geliebten reichen nicht aus. Meine Arbeit gibt mir auch viel Energie zurück; einige Kunden kosten mich sehr viel Energie, aber die meisten geben mir sehr viel zurück. Schöne und lustige Abende mit Freunden laden mich wieder auf.
Ich möchte bewusst nicht nur durch ihn energiegeladen sein; damit würde ich mich von ihm abhängig machen und ihm eine zu große Bürde auferlegen. Jeder Mensch sollte für sein Leben und seinen eigenen Energiehaushalt selbst verantwortlich sein. Und so meditiere ich auch, wenn ich keine Energie von außen empfangen kann. Ich stelle mir dabei meinen Energietank als entleerten (Handy-)Akku vor, den ich an mein Herz anschließe. Das Herz sendet erwiesenermaßen elektrische Wellen aus, daran kann ich also glauben und es mir dadurch auch vorstellen. Ich sehe also diesen Tank, der Stück für Stück voller und voller wird. Das kann fünf Minuten oder eine halbe Stunde dauern. Ich nehme dabei meinen Atem als Kontrollpunkt. Solange ich atmen kann, habe ich auch Energie. Je länger ich ausatmen kann, desto mehr Energie habe ich, die ich abgeben kann.
Es ist dennoch so, dass ein Gedanke an den Liebsten, alles intensiviert/potenziert.


Weitere Frage: Hast Du sofort einen Draht zu den Menschen, die auf Dich zukommen, siehst Du in sie hinein, erahnst Du ihre Nöte?
Ja, ich habe sehr schnell einen Draht zu ihnen. Wenn ich wieder meine Arbeit als Beispiel nehme: ich gehe nie ohne zu lächeln zur Arbeit - man lernt besser, wenn man sich dabei gut fühlt und ich habe ein sehr ansteckendes Lächeln; ich stelle sehr persönliche Fragen, um die Menschen besser kennenzulernen und meine Beispiele dann indiviuell anpassen zu können; die Nöte, welche mit meinem Beruf zusammenhängen - also die individuellen Schwächen, erahne ich schnell, ja. Welche Nöte die Menschen noch so in ihrem Leben haben, verfolge ich nicht, das ist nicht meine Aufgabe. Aber bei Freunden, in privaten Gesprächen, habe ich ein sehr gutes Einfühlungsvermögen.


Hast Du manchmal das Gefühl mit dieser Großen Liebe ein besonderer oder anderer Mensch zu sein,...
Absolut. Es ist so als hätten mir die Götter, das Universum, Karma oder eine sonstige existenzielle Kraft geflüstert, dass er nach mir nie eine andere mehr lieben wird. Das gibt mir diese Gewissheit des Angekommenseins und des inneren Friedens. Jedes Mal, wenn ich das spüre, fühle ich mich absolut lebendig.


Hast Du das Gefühl, dass Du bedingt durch die große Liebe, nachdem Du sie angenommen hast, Dich verändert hast, reifer geworden bist. Das Leben und die Menschen oft völlig anders siehst? 
Definitiv. Zum ersten Mal in meinem Leben lebe ich bewusst und gesund für mich und nicht mehr für andere. Das ist gar nicht so egoistisch, wie es sich anhören mag. Ich bin dadurch viel mehr in der Lage, zu geben, weil mir einfach bewusster ist, WAS ich alles geben kann, freiwillig.
Ich habe überhaupt kein Schwarz/Weiß;richtig/falsch-Denken mehr. Das ist die größte Veränderung. Ich fühle mich absolut frei und lasse die Menschen leben.


...Hast Du da eine Erwartungshaltung und erwartest zumindest ein Dankeschön - oder nichts, absolut nichts.?Kann es sich umkehren, dass Du Dich bedankst und zwar für das Vertrauen, welches der Menschn Dir entgegengebracht hat?   
Ich erwarte absolut nichts. Falls ich etwas erwarte, nenne ich diese Bedingung bevor ich etwas gebe oder tue. Aber ich erwarte keinen Dank dafür. Dennoch bekomme ich ihn jedes Mal und gebe auch jeden Dank sofort zurück. Ich bin für alles dankbar - positiv wie negativ - was mir begegnet, denn alles im Leben, jede Erfahrung, ist eine Lektion. Wenn wir sie beim ersten Studium nicht lernen, dann wiederholen wir sie - im Härtefall bis ans Lebensende.
Kein Mensch verabschiedet sich mehr, ohne danke zu sagen. Dieser Dank ist auch eine kleine Energiepille für mich. Ich arbeite aber nicht für das Danke, sondern für Geld  (welches zwar ein Energiegutschein ist, aber nur für die materielle Welt).
Und ich lebe auch nicht für ein Danke.

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16. Juli 2017 um 0:04

Klar, das ist der naheliegendste Gedanke. 

Gehen wir davon aus, wir seien ganz unglücklich in der jeweiligen Beziehung.
Warum suchen wir uns dann ein verlockendes Angebot, das hunderte km entfernt ist?
Wenn das Verlangen so groß ist, ist die Distanz die größte Qual. Warum also dafür entscheiden, wenn an der nächsten Ecke auch ein verlockendes Angebot wartet?

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16. Juli 2017 um 0:23

Ich liebe niedere Instinkte 

Es gibt nichts Reineres auf dieser Welt!

Und falls du es überlesen haben solltest: Die partner wissen Bescheid, es gibt kein fremdpoppen 

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16. Juli 2017 um 14:15

Unfassbar aber wahr: es soll tatsächlich Menschen geben, die nicht egozentrisch sind und ihr eigenes Glück nicht über das der anderen stellen, die einfach nur lieben; die nicht leiden, sondern sich für den anderen freuen, wenn dieser schöne Momente genießt.

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16. Juli 2017 um 19:55


Mein Freund leidet nicht. Ich spreche oft mit ihm darüber. Das letzte, was ich will, ist, dass jemand meinetwegen leidet. 
Würde er leiden, würde  ich diese Beziehung beenden, weil ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt, den anderen nicht aus meinem Leben (erneut...) verstoßen will. Das habe ich allerdings nie so gesagt, weil ich befürchte, er könnte es mir dann nur vormachen nicht zu leiden, um mich zu halten. 
Wenn man über Monate, ich kann schon fast Jahre sagen, über andere Sexualpartner ganz offen spricht, merkt man doch, ob jemand das ertragen kann oder nicht. Er hat ja auch immer mal  wieder eine andere.
Er meint, ich wäre nicht verliebt. Wäre ich es, würde  ich ihn ja verlassen, weil das bedeuten würde, dass  ich ihn dann nicht mehr liebe. Und er merke es doch jeden  Tag, dass  ich ihn liebe. Daher auch meine Frage, ob es möglich ist, zwei Männer zu lieben. Mein Freund sagt eindeutig nein. Deshalb fühle er  sich auch nicht bedroht.

Und mit  dem anderen: wir haben uns verabschiedet, wenn romantische Gefühle hochkamen. Wir wollen nicht in einer Beziehung zusammen sein, weil wir aus der bestehenden nicht gehen wollen.

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17. Juli 2017 um 21:26

Ja - der Stolz? Aber auf Abstand und großer Distanz geht das, nur wenn man sich gegenübersteht und die immense Anziehung spürt, dann sieht das wieder ganz anders aus - stimmts? 
 
Stimmt.

Da ich nicht weiss, wie Du aussiehst, bist Du also attraktiv oder besonders attraktiv aufgrund meiner bescheidenen Definition (grins) 

Besonders attraktiv.

Wie wirkt sich das im Job aus?
Da Du attraktiv bist und im besten Frauenalter und auch Männer zu Deinen Kunden zählen, passiert es wahrscheinlich jetzt häufig, dass ein Kunde sich, salopp ausgedrückt, in Dich verknallt, vermute ich mal.
Frage: Passiert das seitdem - wenn ja - ist das häufig? merkst oder spürst du das gleich?Wie wahrst Du die Balance zwischen Distanz und Nähe, ohne den Kunden zu verärgern, wenn er mehr möchte?


Die Attraktivität wirkt sich im Job nicht nachteilig aus. Sie verschafft mir aber auch nicht ständig zweideutige Angebote. Meine Kunden erfahren sehr schnell, dass ich vergeben bin und alle haben es bisher respektiert. Mir fällt aber auf, dass v.a. ältere an meiner Weiterentwicklung interessiert sind, dass sie mich gern in ein paar Jahren wiedersehen möchten, um zu sehen, was ich im Leben erreicht habe. Kommt mir fast väterlich rüber.

Wirst Du seitdem vermehrt von Kunden an andere Kunden weiterempfohlen?

Ja, definitiv. Dieses Jahr sind die Anfragen regelrecht explodiert. Ich musste viele ablehnen, weil meine Kapazitäten erschöpft waren. Und alle kamen auf mich zu, weil ein Kollege oder Freund mich empfohlen hat. Ich habe noch eine Kooperation als Subunternehmerin mit einem größeren Unternehmen, das noch zig andere Subunternehmer beauftragt. Die Kunden arbeiten also mit verschiedenen Dienstleistern zusammen.  80% davon baten darum, nur noch mit mir zusammenzuarbeiten.

Da Du Kunden aus verschiedenen Nationen hast, wirkt Dein Charisma bei allen ähnlich?

Ja. Ich denke, das liegt auch an meinem familiären, religiösen und ethnischen Hintergrund; daran dass ich sieben Sprachen, zumindest im Grundniveau, spreche/verstehe. Und alle anderen ködere ich mit meinem Lächeln =D

Beispielsweise begegnen sie Dir mit Respekt, ist Deine Wirkung der Attraktivität bei allen Nationen ähnlich. Sprich - spürt man allgemein, dass Du eine besondere Ausstrahlung hast, also wirkt die Besondere Liebe allumfassend?

Würde ich so unterschreiben.Ich empfinde mich definitiv beruflich erfolgreicher und selbstsicherer. So sehr, dass ich vorhabe, mich komplett vom Erstunternehmer zu lösen.Vorher bin ich ziemlich verwirrt durchs Leben gegangen, habe fünf verschiede Studiengänge angefangen.
Es hat sich, wie die meisten großen Dinge im Leben, dann einfach so ergeben, dass ich auf das gestoßen bin, was ich nun mache. Und es macht mich wirklich glücklich.


Ich hoffe, ich habe nichts vergessen

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18. Juli 2017 um 9:26

Dieser Thread ist für mich der wohl inspirierendste Thread den ich jemals hier lesen durfte! Vielen Dank euch beiden, dass ich daran teilhaben darf!Auch ich durfte diese Erfahrung machen in meinem Leben. Die Erfahrung der "besonderen Liebe" begegnet zu sein. Und das gleich zwei mal in meinem Leben. Ich fühle mich gesegnet, dass ich nun nach all den oftmals sehr leidvollen Jahren noch einmal diese besondere Erfahrung machen darf und diese Chance ein weiteres mal bekommen habe! Ich fühle mich sehr gesegnet.

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18. Juli 2017 um 10:00

Ich für meinen Teil nicht. Ich denke hier geht es vielmehr um die "besondere Liebe" generell. Egal in welcher Form.

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18. Juli 2017 um 11:15

Ja, ich stimme dir zu. Ich finde es allerdings traurig und auch bedenklich, dass solche Werte in unserer heutigen schnell lebigen Zeit immer mehr in den Hintergrund rücken. Es wird nach immer mehr gestrebt. Es regieren Oberflächlichkeiten und Materialismus. Ich bin mir sicher, dass eben deshalb viele Menschen diese besondere Form der Liebe nicht mehr erreichen, sie gar finden. Denn selbst wenn sie vor einem stünde, so würden viele diese gar nicht als solche erkennen, geblendet von all den Oberflächlichkeiten die heute so sehr in den Fokus gerückt werden...Ich allerdings mag eine hoffnungslose Romantikerin sein, aber ich glaube noch an diese besondere Form der Liebe. Ich selbst durfte sie damals glücklicherweise schon als Kind bei meinen Großeltern beobachten. Zu einer Zeit, wo mein eigenes kindliches Familienbild einen großen Riss bekam... Und noch viel mehr davon überzeugt bin ich, weil ich es in meiner Jugend bereits einmal erleben durfte und nun angekommen im Erwachsenen-Leben die Chance erhalte dies noch einmal erleben zu dürfen... D.h.- ja ich bin mit meiner großen Liebe zusammen, endlich möchte ich dazu sagen! Und ich bin jeden Tag auf's neue dankbar für diese Chance. Wir sind am Anfang unserer Reise und ich weiß, dass wir noch einige Hürden werden zu nehmen haben und es noch viel Arbeit bedarf, aber ich bin mir sicher, dass wir diese Hürden werden zusammen nehmen können, wenn wir an unserem innigen Band festhalten und nie müde werden uns weiterzuentwickeln und an- und miteinander zu reifen.Dein Buchausschnitt auf der ersten Seite hier (war eines deiner ersten Anworten auf diesen Thread) habe ich förmlich verschlungen! Du besitzt da eine große Gabe und solltest unbedingt weiter an deinem neuen Buch pfeilen und deine mit uns geteilten Abschnitte deines älteren Buches mit einfließen lassen! Ich unterschreibe deine Erfahrungen/Beobachtungen die du da gesammelt hast 1 zu 1! Es ist so schön das hier geschrieben in dieser Form zu finden! Es spiegelt meine Gedanken und meine Erfahrungen die ich gerade jetzt sammeln darf 100 % wieder!Du hast nämlich absolut recht- die besondere Liebe scheint viel mit dem Duft/Geruch zu tun zu haben. Das einander "besonders gut riechen können" bekommt da eine ganz neue Bedeutung für mich. Denn genau so ergeht es mir mit meiner Liebe zu diesem für mich wundervollen und besonderen Menschen. Ich darf gerade die Erfahrung machen, dass Liebe frei ist von Oberflächlichkeiten.Rein optisch betrachtet ist mein Partner figurtechnisch und von seinem styling her nicht unbedingt mein Typ. Aber ich habe mich als erwachsene Frau noch niemals so sehr zu einem Menschen hingezogen gefühlt wie zu ihm!Ich möchte am Liebsten in ihn hineinkriechen! Wenn wir zusammen sind habe ich das Gefühl ihm körperlich noch viel näher sein zu wollen, dabei geht es nicht noch näher! Verstehst du was ich meine?Ich habe niemals zuvor solch ein Bedürfnis verspürt einem Menschen so nahe sein zu wollen. Ich habe niemals einen anderen Mann zuvor so gerne berührt, so gerne gerochen, geschmeckt wie ihn! Das ist ein unbeschreibliches Gefühl...Wenn wir zusammen sind bedarf es keiner großen Worte. In meinen letzten Beziehungen, gerade in meiner letzten, war alles immer so mühsam. Ich war es gewohnt mein Denken, mein Fühlen immer zu rechtfertigen, mich umfangreich, wortreich zu erklären. Und dennnoch kam ich mir immer unverstanden und nicht ernst genommen vor. Das ist mit heute anders. Ich fühle mich wenn wir zusammen sind geliebt, geschätzt, begehrt, verstanden und gesehen. Für den Menschen der ich bin. Ich fühle mich nicht länger "komisch". Wenn ich mit ihm zusammen bin fühlt sich alles normal an. Wir begegnen einander auf Augenhöhe, fühlen und verstehen den jeweils anderen. Es oftmals so, als könnte er mir bis tief in meine Seele sehen und umgekehrt. Ich fühle mich so gesegnet das erleben zu dürfen!Und mein ganzes Umfeld merkt es mir wohl an. Ich werde in letzter Zeit viel darauf angesprochen, dass ich mein sonniges Gemüt wieder zurück habe, dass meine Augen strahlen und eine besondere Aura von mir ausgeht. Das macht mich sehr glücklich, denn ich gebe gerne etwas von meinem Glück ab und freue mich schon immer, wenn ich andere auch erfreuen kann... 

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18. Juli 2017 um 13:31
In Antwort auf butterfly8788

Ja, ich stimme dir zu. Ich finde es allerdings traurig und auch bedenklich, dass solche Werte in unserer heutigen schnell lebigen Zeit immer mehr in den Hintergrund rücken. Es wird nach immer mehr gestrebt. Es regieren Oberflächlichkeiten und Materialismus. Ich bin mir sicher, dass eben deshalb viele Menschen diese besondere Form der Liebe nicht mehr erreichen, sie gar finden. Denn selbst wenn sie vor einem stünde, so würden viele diese gar nicht als solche erkennen, geblendet von all den Oberflächlichkeiten die heute so sehr in den Fokus gerückt werden...Ich allerdings mag eine hoffnungslose Romantikerin sein, aber ich glaube noch an diese besondere Form der Liebe. Ich selbst durfte sie damals glücklicherweise schon als Kind bei meinen Großeltern beobachten. Zu einer Zeit, wo mein eigenes kindliches Familienbild einen großen Riss bekam... Und noch viel mehr davon überzeugt bin ich, weil ich es in meiner Jugend bereits einmal erleben durfte und nun angekommen im Erwachsenen-Leben die Chance erhalte dies noch einmal erleben zu dürfen... D.h.- ja ich bin mit meiner großen Liebe zusammen, endlich möchte ich dazu sagen! Und ich bin jeden Tag auf's neue dankbar für diese Chance. Wir sind am Anfang unserer Reise und ich weiß, dass wir noch einige Hürden werden zu nehmen haben und es noch viel Arbeit bedarf, aber ich bin mir sicher, dass wir diese Hürden werden zusammen nehmen können, wenn wir an unserem innigen Band festhalten und nie müde werden uns weiterzuentwickeln und an- und miteinander zu reifen.Dein Buchausschnitt auf der ersten Seite hier (war eines deiner ersten Anworten auf diesen Thread) habe ich förmlich verschlungen! Du besitzt da eine große Gabe und solltest unbedingt weiter an deinem neuen Buch pfeilen und deine mit uns geteilten Abschnitte deines älteren Buches mit einfließen lassen! Ich unterschreibe deine Erfahrungen/Beobachtungen die du da gesammelt hast 1 zu 1! Es ist so schön das hier geschrieben in dieser Form zu finden! Es spiegelt meine Gedanken und meine Erfahrungen die ich gerade jetzt sammeln darf 100 % wieder!Du hast nämlich absolut recht- die besondere Liebe scheint viel mit dem Duft/Geruch zu tun zu haben. Das einander "besonders gut riechen können" bekommt da eine ganz neue Bedeutung für mich. Denn genau so ergeht es mir mit meiner Liebe zu diesem für mich wundervollen und besonderen Menschen. Ich darf gerade die Erfahrung machen, dass Liebe frei ist von Oberflächlichkeiten.Rein optisch betrachtet ist mein Partner figurtechnisch und von seinem styling her nicht unbedingt mein Typ. Aber ich habe mich als erwachsene Frau noch niemals so sehr zu einem Menschen hingezogen gefühlt wie zu ihm!Ich möchte am Liebsten in ihn hineinkriechen! Wenn wir zusammen sind habe ich das Gefühl ihm körperlich noch viel näher sein zu wollen, dabei geht es nicht noch näher! Verstehst du was ich meine?Ich habe niemals zuvor solch ein Bedürfnis verspürt einem Menschen so nahe sein zu wollen. Ich habe niemals einen anderen Mann zuvor so gerne berührt, so gerne gerochen, geschmeckt wie ihn! Das ist ein unbeschreibliches Gefühl...Wenn wir zusammen sind bedarf es keiner großen Worte. In meinen letzten Beziehungen, gerade in meiner letzten, war alles immer so mühsam. Ich war es gewohnt mein Denken, mein Fühlen immer zu rechtfertigen, mich umfangreich, wortreich zu erklären. Und dennnoch kam ich mir immer unverstanden und nicht ernst genommen vor. Das ist mit heute anders. Ich fühle mich wenn wir zusammen sind geliebt, geschätzt, begehrt, verstanden und gesehen. Für den Menschen der ich bin. Ich fühle mich nicht länger "komisch". Wenn ich mit ihm zusammen bin fühlt sich alles normal an. Wir begegnen einander auf Augenhöhe, fühlen und verstehen den jeweils anderen. Es oftmals so, als könnte er mir bis tief in meine Seele sehen und umgekehrt. Ich fühle mich so gesegnet das erleben zu dürfen!Und mein ganzes Umfeld merkt es mir wohl an. Ich werde in letzter Zeit viel darauf angesprochen, dass ich mein sonniges Gemüt wieder zurück habe, dass meine Augen strahlen und eine besondere Aura von mir ausgeht. Das macht mich sehr glücklich, denn ich gebe gerne etwas von meinem Glück ab und freue mich schon immer, wenn ich andere auch erfreuen kann... 

Ich möchte euch allen, die sich an diesem Austausch hier beteiligen, auch danken. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieser Thread so entwickelt. Vor allem dir, sorry104, möchte ich danken, dass du geantwortet hast und dein Werk mit uns teilst. Ich habe mir heute deine beiden Bücher geholt und ich möchte dich auch ermutigen, weiterzuschreiben!
Mein Feedback wird noch kommen, bitte gewähre mir noch einige Tage dafür, denn ich lese sie nicht oberflächlich, dazu interessiert mich dieses Thema zu sehr und du, sei bitte nicht so kritisch mit dir selbst, dein Schreibstil ist keinesfalls langweilig!

Ich möchte noch etwas zu der offenen Beziehung loswerden:
Ich habe keine Vorstellung davon, wie offene Beziehungen, oder Beziehungen anderer im Allgemeinen, zu beurteilen oder zu definieren sind. Ich kann nur über meine eigene Beziehung urteilen. Und diese ist nicht offen für jeden. Niemand kann sich da einmischen. Und es ist sicherlich nicht so, dass wir täglich andere Sexualpartner haben, uns am Sonntag dann hinsetzen, uns darüber austauschen, davon erregt werden, es wild treiben und ab Montag geht's wieder von vorn los. 

Diese Beziehung ist erfüllt von Akzeptanz, nicht Toleranz. Toleranz bedeutet lediglich, dass man etwas akzeptiert, womit man im Grunde nicht einverstanden ist.
Wenn ich meinem Partner verspreche, dass wir morgen Abend, den Film sehen werden, den er schon so lange sehen will, und ich dann aber arbeiten, oder hier im Forum schreiben, oder ein Bad nehmen, oder einfach nur schlafen will, dann ist das so in Ordnung und akzeptiert. Das macht nämlich den großen Unterschied, ob man das Glück bei anderen oder bei sich selbst sucht. Mein Partner ist keine leere Hülle, die nur darauf wartet, von mir erfüllt zu werden; er weiß sich auch allein zu beschäftigen. Und umgekehrt sieht es genauso aus.
Und wenn mein Partner einen schönen Abend mit seinen Freunden in einer Bar verbringt, dabei eine nette Dame kennenlernt und sie beide beschließen, sich wiederzusehen, intimer zu werden, sich den animalischen Trieben oder niederen Instinkten hinzugeben, ja, wunderbar. Ich genieße derweil ein gutes Buch, von sorry104 zum Beispiel , und ziehe nicht wie eine beleidigte Leberwurst ab. 
Bedürfnisse werden ernst genommen, nicht verurteilt oder gar unterdrückt. Sie suchen sich letztlich doch immer ihren Weg, ausgelebt zu werden. Daher bin ich froh und dankbar, dass es Prostituierte gibt; ohne sie gäbe es noch so viel mehr Vergewaltiger.

Wenn ihr nur wüsstet, wie viel besser der Sex ist, wenn der Mann mal eine andere poppen durfte, wenn er sich frei fühlt und so dankbar ist, dass er er selbst sein kann...

Unsere Gesellschaft ist so verkorkst. 

Warum verschicken Männer so gern Penis-Bilder? Weil sie stolz auf ihr Gemächt sind. Zurecht!
Denn schon im Babyalter wird mit dem kleinen Pullermann gewitzelt und rumgespielt. Wenn sie Wasser lassen müssen, halten sie ihn in der Hand; sie sind bestens vertraut damit und stolz. Bäh, widerliche Machos! 
Den Mädchen wird von klein auf beigebracht, ihr Organ zu verstecken, nicht breitbeinig zu sitzen. Welche Mutter gibt ihrer fünfjährigen Tochter einen Spiegel in die Hand und ermutigt sie, sich das da unten mal genauer anzuschauen? Der Bub wird gelobt, oh, guck mal, du kannst einen Smiley in den Schnee pinkeln! Der Tochter wird auf die Finger gehauen, wenn sie ihre Hose auch runterziehen will.
Und im Erwachsenenalter kann die Arme beim Sex nicht kommen, weil sie ihr Organ nicht so gut kennt, wie der Mann. Sie kann sich nicht fallen lassen; warum fummelt denn der da unten rum?? - Das gehört sich doch nicht...

Ich kann ja verstehen, dass diese Art der Erziehung im katholischen Mittelalter sinnvoll war, um die Geburtenrate zu regulieren. Aber heutzutage? Wo wir verhüten können? Heute haben wir das gegenteilige Problem. Klar, auch weil Frauen berufstätig sind. Sie müssen sich doch den Männern gegenüber profilieren können, möglichst genauso männlich sein im Job, denn eine Frau durften sie ja noch nie sein. Ganz zu schweigen von weiblichen sexuellen Bedürfnissen. Was? Die gibt's?? - Jepp...
Männliche Bedürfnisse werden noch toleriert. Ja, toleriert. Nicht akzeptiert.
Niemand von uns kann seine Bedürfnisse äußern, ohne angefeindet zu werden. Siehe die endlosen Threads dazu. Warum kann ein Mann nicht zu einer Frau sagen: "Hey, ich finde dich äußerst attraktiv und erotisch. Ich möchte gern mit dir schlafen."? - Die Frau dreht sich doch sofort um und geht. Denn ihr wurde ja nicht so spaßig beigebracht, dass sie etwas an ihrem Körper hat, was sie auch nur zum Spaß, zur Freude, einsetzen kann. Nein, nein. Wer da ran will, muss sie belügen, Interesse an ihrer Person heucheln. Sagt ihr ein Mann ganz offen und ehrlich!, dass er nur an dem körperlichen Vergnügen interessiert ist, dann ist er gleich ein A***hloch! Unverschämtheit sowas! - Ja, denn ihm wurde nicht beigebracht, sich zu schämen für das, was er hat.
Und andersrum, sagt eine Frau direkt zu einem Mann, dass sie nur Sex mit ihm haben will... GEIL! Und danach: Was für 'ne Schlampe! So eine Frau kann nie die Mutter meiner Kinder werden, denn die könnten dann ja auch so werden! Unverschämt sowas! Die wurde nicht richtig erzogen!

Ich freue mich für meinen Partner, wenn er mal das Glück hat, eine Frau zu treffen, die richtig erzogen wurde, die sich und ihre Bedürfnisse kennt und nicht versteckt, die nicht wie die Masse verzogen wurde. Und wie ihr euch vorstellen könnt, trifft er sehr selten auf so eine Frau. Genauso wie ich sehr selten auf einen Mann treffe, der mich als Schlampe respektiert. 


In diesem Sinne... erfreut euch an dem, was ihr habt! Macht euch erst mit euch selbst vertraut, bevor ihr auf andere zeigt.

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20. Juli 2017 um 10:37

"Ich glaube, dass wir vielleicht doch diese hohe Anziehung der Besonderen Liebe verspüren, aber vielleicht in einer kleineren Liebe verhaftet sind mit einem anderen Partner, vielleicht verheiratet und Kinder haben. Was dann? Dann müssen wir eine Entsccheidung treffen, die Große Liebe zulassen oder im alten Trott weitermachen????"Ja, ich denke damit liegst du völlig richtig. Ich kann das aus eigener Erfahrung so 100 % bestätigen. Denn ich selbst befand mich genau in dieser Situation. Ich bin mittlerweile geschieden und seit 2 Jahren von meinem Ex-Mann getrennt. Die Art Liebe nennt man wohl die "kleinere Liebe" laut deiner Definition. Er gab mir Geborgenheit, Sicherheit emotional als auch finanziell. Ich war abhängig von ihm. Definierte mich über ihn und fühlte mich ohne ihn "lebensunfähig". Leidenschaftlich geliebt habe ich ihn nie. Wir waren sehr schnell auf einer mehr platonischen Ebene unterwegs und das machte mich mit den Jahren immer unglücklicher. Immer wieder empfand ich den Drang danach ausbrechen zu wollen. Was ich auch 2 mal tat, bis ich dann irgendwann den Mut fand und mich endgültig von ihm trennte. Das war eine sehr stark belastende und nervenaufreibende Zeit für mich und heute gesehen mein größter Entwicklungssprung und mein Weg in die "Freiheit" und "Unabhängigkeit". Heute getraue ich mich nach dem zu greifen, was die Frau in mir begehrt und verlangt und arbeite weiter daran "das innere Kind" in mir zu besänftigen und selbst zu versorgen, sodass ich in meinem neuen Partner nicht einen "Vaterersatz" suche, vielmehr einen Geliebten, einen Menschen mit dem ich den Tiefgang leben kann, den ich mir wünsche in einer Partnerschaft. Demnach aus meiner Erfahrung heraus gesprochen- ja, man muss sich letzten Endes entscheiden. Lebt man weiter in diesem Trott, der vermeintlichen Sicherheit? Oder wagt man es, ist mutig und strebt nach dem was sich die eigene Seele, das Herz ersehnt? Ich habe mich für letzteres entschieden und ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Sie war längst überfällig. Dennnoch sollte man sich das gut überlegen, denn es verlangt einen unbeugsamen Willen, ungeheuer viel Mut und einer unbändigen Sehnsucht!"Romantik scheint ja heutzutage OUT zu sein. Ein Romantiker, der seine Gefühle einer Frau offenbart, wird als Schleimer und Weich-Ei dargestellt und wenn jemand höflich die Tür aufhält, als Spinner und so weiter, die Welt dreht sich scheinbar in die Richtung Gefühle unterdrücken bis hin zur Gefühlskälte und natürlcih das Funktionieren, sonst ist man Mega-Out. Aber wollen wir wirklich diese Richtung einschlagen???"Ja, da sprichst du auch ein Thema an. Traurige Wahrheit wie ich finde. Heutzutage stehen Frauen auf "Machos". Auch ich war mal eine davon. Was fand ich meinen Ex-Mann damals so sexy aufgrund seiner Macho-Ader.  Ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass ich damals süße 21 war, da konnte mir sowas von imponieren. Recht schnell musste ich dann feststellen, dass ich das was ich anfänglich noch sexy fand irgendwann anfing zu verachten. Ich habe mich sehr nach einem Mann gesehnt, der sein Innenleben mit mir teilt, sich mir anvertraut, sich von seiner menschlichen Seite mit diversen Emotionen zeigt und nicht immer bloß den Unnahbaren spielt. Und genau das war letzten Endes der Grund warum ich in dieser Ehe nicht glücklich werden konnte. Ich habe mich gefühlt wie eine Blume die nicht gegossen wird. Selbst aber immer strahlt und abgibt. Es ist anstrengend, wenn man auf emotionaler Ebene der tragende Part ist und selbst so wenig davon einnimmt. Das hat mich fast kaputt gemacht... Von daher- NEIN! Ich möchte diese Richtung nie wieder einschlagen! Viel zu lange habe ich sie eingeschlagen...Die Geschichte mit dem 72-jährigen Mann in deinem Bekanntenkreis ist wundervoll! Und ich persönlich finde- genau so sollte es sein! 

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