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Palästina, Israel

22. Dezember 2012 um 20:43

Hallo Ihr Lieben. Seit 2 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen. Wir sind beides Studenten. Er und ich wussten von Anfang an das es schwierig wird, da er aus Israel stammt und ich aus Palästina. Das heißt unsere Eltern würden sich bei bekannt werden der Beziehung beiderseits gegen uns stellen. Aber es ist geschehen wir hatten uns für einander entschieden, und es ist auch schon etwas Schicksal , dass inmitten Deutschland inmitten von all den Städten und all den Universitäten und Bars und Cafes ausgerechnet wir uns treffen und uns verlieben ohne von unserer Herkunft zu wissen. Erstmal wollten wir es für uns behalten ohne unsere Eltern einzuweihen. Für mich hat er sich sehr schnell als der richtige herausgestellt (sanft, ruhig, gutmütig, großzügig, interessant, selbe Wellenlänge) wir konnten immer zusammen lachen weinen reden schweigen. Ich weis auch das er es auch so empfunden hat, bei jeder meiner Berührungen schloss er die Augen und schaute immer so glücklich aus. Ich hatte davor auch längere Beziehungen, aber so innig und stimmig war keine. Als wir uns kennenlernten konnten wir noch viel Zeit miteinander verbringen, da ich auch noch eine kleine eigene Wohnung hatte, die ich aber später wegen der Pflege meiner Oma aufgeben musste. Wir mussten auch Prüfungen schreiben. Und er schrieb an seiner Bachelor Arbeit. Auch waren unsere Ferien- und Prüfungszeiten so unterschiedlich, dass wenn ich frei hatte er so viel lernen musste und wenn er frei hatte er ohne mich viel unternommen hatte. Dann kam noch dazu das meine Oma pflegebedürftig wurde und ich nun noch weniger Zeit für die Beziehung hatte. Wir konnten nur noch skypen, uns einmal die Woche sehen, gingen oft schwimmen um zumindest hier Körperkontakt haben zu können und einmal im Monat ins Hotel. Als Einschlafritual liesen wir die ... ständig an. Er war ständig so glücklich meinte das es sein glücklichtes Jahr war das er mich kennengelernt hat und seine Prüfungen bald zu Ende sind und er endlich die richtige Frau gefunden hat ich liebe ihn auch sehr, war glücklich das ich so ein Glück hatte Jemanden zu finden der mir so ähnlich war. Aber ich war nur unglücklich und überfordert weil mir die Uni zu stressig wurde, die Pflege meiner Oma mich seelisch und körperlich beanspruchte und ich ihn ständig vermisste, dass sich für mich alles gar nicht mehr so innig anfühlte... Fühlte mich einsam, ich hatte es ihm gegenüber nie geäußert. Aber einmal sagte er er hat das Gefühl er kann mich nicht glücklich machen. Ich meinte das er mich glücklich macht, aber mein Leben gerade sehr schwer ist und es gerade nicht anders geht. Irgendwann hat er mich gebeten doch etwas glücklicher zu sein, und wieder die alte "Lebenskünstlerin" und er erkennt mich kaum wieder mit meinen ständig traurigen Augen. Als meine Oma (die er nicht kannte) starb, die mich wie eine Mutter großgezogen hat... war er nicht wie erwartet für mich da, weil er es einerseits nicht sein konnte, da er auch auch keinen Kontakt zu meiner Familie hatte und die Situation nicht direkt kannte vllt. auch nicht wusste wie er damit umgehen soll, fühlte sich alles so distanziert an. Als er mir dann am Todestag sagte ich soll die Zeit daheim mit meiner Familie verbringen hatte ich das Gefühl er möchte vor der Situation flüchten. Darauf hin habe ich den falschen Ton getroffen und gemeint "das ich im nie verzeihe, wenn er jetzt nicht für mich da ist". Er schrieb mir er möchte ja für mich da sein und es sei so schwer, weil es ja wegen unseren Familien nicht geht, und das er nur weil er jetzt nicht für mich da sein kann nicht zukünftig für mich da sein möchte. Ich entschuldigte mich auch gleich, aber ich weis das ich ihn da getroffen hatte wo er immer die Beziehung bezweifelt hatte, nämlich da dass wir nicht füreinander da sein konnten. Ich hätte ihm lieber sagen sollen das ich ihn im Hotel treffen möchte und mir wünsche in seinem Armen zu ruhen. Nach einer Woche trafen wir uns, er nahm meine Hand und sagte er kann es nicht mehr länger für sich behandeln, er findet das wir die Beziehung beenden sollten. Er sieht keine Zukunft mehr in der Beziehung zumal er nicht weiß ob er sofort ausziehen kann, da sein Vater auch schon kränklich ist. Und er sich eine Frau wünscht die ihn auch bei der Pflege seiner Eltern helfen kann.... meine Hilfe wäre ja unerwünscht bei den Eltern. Er wünscht sich eine Frau die daheim wartet, wenn er von der Arbeit kommt, der er Morgens über das Gesicht streicheln kann, mit der er regulären sexuellen Kontakt haben kann. Eine Frau die er heiraten kann, die von seinen Eltern akzeptiert wird, und deren Eltern auch zu seiner Familie passen. Er liebt mich zwar noch aber nicht mehr so wie am Anfang und er möchte das wir beide glücklich werden, und das ich einen Mann finde der mir das geben kann was ich wirklich brauche und verdient habe. Zur Zeit meldet er sich kaum bis gar nicht, abends Ruft er dann doch an und möchte das ich die ... anlasse zum einschlafen. Trägt auch noch unser Beziehungsarmband. Ich weis aber auch, dass ihm seine Mutter eine Nummer gegeben hat von einer Landsfrau, die in die Familie passen soll und er überlegt Sie anzurufen.... seine Zukunft zu ändern, er hat mich um Rat gefragt ob er anrufen soll habe daraufhin gesagt das ich ihn noch liebe aber auch nichts erzwingen möchte, was er nicht möchte. Aber wenn er sich jetzt auf Partnersuche macht, ich es nicht ertrage und keinen Kontakt mehr möchte. Er meinte ja so ist es eventuell besser für beide. Zehn Minuten später meinte es tut ihm leid vermisst mich er redet nie mehr mit mir drüber. Ich weis das er einen sehnsüchtigen Wunsch hat Vater zu werden, er hat lange darauf hingearbeitet sein Studium zu beenden.... dementsprechend schnell macht er sich auch weiter auf die Suche nach einer neuen Partnerin... Ruft mich aber jeden Abend an. Als er Schluss machte sagte er noch das er mich liebt es aber nicht mehr geht. Dann als ich meinte wir sollten es nochmal versuchen oder sehen wie es wird wenn wir dann im Februar mit der Arbeit beginnen, meinte er, er möchte nicht mit seiner Familie brechen... dazu liebt er mich nur noch zu wenig. Dann meinte er er liebt mich gar nicht mehr, er respektiert und schätzt mich nur noch als Freundin und Mensch... und würde sich glücklich schätzen mich als beste Freundin weiter zu behalten.

Hab ich nun gegen alle äußeren Umstände keine Chance mehr?
Wie finde ich zurück in sein Herz, soll ich ihn gar nicht mehr kontaktieren? Soll ich die Freundschaft und seine Entscheidung akzeptieren und versuchen ihn immer mal wieder flüchtig zu emotional und körperlich zu berühren... Letztens haben wir uns gesehen, da hat er mir übers Gesicht gestrichen ich wäre fast geplatzt so gut hat mir das getan. Aber evlt. halte ich ihn dann davon ab glücklich zu werden.... mit einer Anderen, ich möchte auch nicht als Freundin miterleben wie der man den ich Liebe eine andere zur Frau nimmt. Oder ich akzeptiere die Trennung mit allen Begründungen und breche für mich und ihn jeden Kontakt ab
Sorry für den langen Text.

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25. Dezember 2012 um 19:44

Hallo.
Seid ihr beiden Araber oder ist er Jude? Ich kenne viele arabische Palästinenser, die in Israel wohnen und mit Arabern aus den besetzten Gebieten heiraten. Daher würde es mich wundern, wenn ihr trotzdem Probleme bzgl. eurer Familien hättet. Wohnt ihr in Deutschland oder Israel?

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25. Dezember 2012 um 19:51
In Antwort auf sassa_12124004

Hallo.
Seid ihr beiden Araber oder ist er Jude? Ich kenne viele arabische Palästinenser, die in Israel wohnen und mit Arabern aus den besetzten Gebieten heiraten. Daher würde es mich wundern, wenn ihr trotzdem Probleme bzgl. eurer Familien hättet. Wohnt ihr in Deutschland oder Israel?

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Es hat sich erledigt.... Er möchte nicht mehr. Wie waren von unterschiedlicher Religion. Jeder mit seiner Familie hier in Deutschland aufgewachsen

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25. Dezember 2012 um 20:06

Es bringt nichts
er ist ein kopfmensch... da könnte er dich noch so sehr lieben.
du solltest den kontakt komplett abbrechen sonst dauerts noch ewig bis du von ihm wegkommst. er sucht ja schon ne neue und sobald die gefunden ist, wird er auch nicht mehr anrufen oder kommen. du wirst dich nur noch erniedrigter fühlen.

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25. Dezember 2012 um 20:13
In Antwort auf elly_12553270

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Es hat sich erledigt.... Er möchte nicht mehr. Wie waren von unterschiedlicher Religion. Jeder mit seiner Familie hier in Deutschland aufgewachsen

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Das tut mir wirklich sehr leid für dich. Ich bin selbst Kurdin und bei uns gibt es auch oft solche Probleme. Zwar zum Glück nicht in meiner Familie, aber ich kenne sehr viele, die dieselben Probleme hatten. Ich kenne aber auch einige und habe von einigen gehört, die trotz aller Probleme mit der Familie alles gemacht haben für die Beziehung und teilweise auch die Familie aufgegeben haben. Ich habe dann immer gedacht, dass es keine richtige Liebe sein kann, wenn man nicht alles dafür macht. Aber mittlerweile glaube ich wirklich, dass bei Leuten aus unserem Kulturkreis und ich zähle mal Kurden und Palästinenser zum selben islamischen Kulturkreis, die Familien so wichtig sind, dass man die nicht einfach aufgibt. Selbst wenn man jemanden liebt. Von dem was du geschrieben hast, glaube ich auf jeden Fall, dass er dich geliebt hat. Das hat sich vielleicht ein bisschen abgekühlt, aber letztlich merkt man an seiner Argumentation, dass er sich einfach im Kopf gegen die Beziehung entschieden hat.Er hat auch Liebeskummer etc. aber das nimmt er dann hat halt in Kauf um dann jemanden zu haben de sowieso passt..... Vielleicht tröstet es dich ja...

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26. Dezember 2012 um 16:10

Wenn ihr zusammen Kinder
bekommen hättet, dann wäre seine Kinder nichtjüdisch, da die Mutter jüdisch sein müsste, damit sie als Juden geboren wären. Ich glaube, er weiß einfach, wie seine Eltern auf dich reagieren würden, es liegt nicht an dir als Mensch, sondern einfach daran, dass es erstens den Palästina-Israel-Konflikt gibt, dann den Konflikt, dass die Kinder nur jüdisch sind, wenn sie durch eine jüdische Mutter geboren werden und ich glaube, dass deine Eltern auch ein Problem haben, da er als Jude eine Muslima nicht heiraten dürfte. Ich gehe mal davon aus, dass du jetzt Muslima bist und die dürfen ja aus Sicht der Religion nur eine Muslim heiraten. D.h. einer von euch müsste konvertieren und die Kinder können ja nicht Beides sein. Ich glaube, dein Ex-Freund sieht die Sache sehr realistisch, du siehst es durch die Rosawolke, weil du noch total verliebt bist.

Was ist das denn für ein Leben, wenn ihr euch beide mit euren beiden Familien verkracht und du weißt ja noch nicht einmal, ob er wirklich so toll ist, wie er sich zum Anfang gegeben hat, scheinbar hat er sich damals auch von der besseren Seite gezeigt, sonst würde er dir doch nicht von seinen Plänen erzählen, dass er diese jüdische Frau kontaktieren möchte. So ein Verhalten ist doch total brutal, ein verliebter Mann würde sowas niemals sagen, auch wenn er keine Chance für eure Beziehung sehen würde. Der würde Klarschiff machen, dich freigeben, aber nicht über seine Zukunftspläne mit anderen Frauen sprechen.

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28. Dezember 2012 um 17:01
In Antwort auf stijn_11981246

Wenn ihr zusammen Kinder
bekommen hättet, dann wäre seine Kinder nichtjüdisch, da die Mutter jüdisch sein müsste, damit sie als Juden geboren wären. Ich glaube, er weiß einfach, wie seine Eltern auf dich reagieren würden, es liegt nicht an dir als Mensch, sondern einfach daran, dass es erstens den Palästina-Israel-Konflikt gibt, dann den Konflikt, dass die Kinder nur jüdisch sind, wenn sie durch eine jüdische Mutter geboren werden und ich glaube, dass deine Eltern auch ein Problem haben, da er als Jude eine Muslima nicht heiraten dürfte. Ich gehe mal davon aus, dass du jetzt Muslima bist und die dürfen ja aus Sicht der Religion nur eine Muslim heiraten. D.h. einer von euch müsste konvertieren und die Kinder können ja nicht Beides sein. Ich glaube, dein Ex-Freund sieht die Sache sehr realistisch, du siehst es durch die Rosawolke, weil du noch total verliebt bist.

Was ist das denn für ein Leben, wenn ihr euch beide mit euren beiden Familien verkracht und du weißt ja noch nicht einmal, ob er wirklich so toll ist, wie er sich zum Anfang gegeben hat, scheinbar hat er sich damals auch von der besseren Seite gezeigt, sonst würde er dir doch nicht von seinen Plänen erzählen, dass er diese jüdische Frau kontaktieren möchte. So ein Verhalten ist doch total brutal, ein verliebter Mann würde sowas niemals sagen, auch wenn er keine Chance für eure Beziehung sehen würde. Der würde Klarschiff machen, dich freigeben, aber nicht über seine Zukunftspläne mit anderen Frauen sprechen.

Erstmal danke für deinen Beitrag
Du hast das schon richtig gesehen, wenn wir Kinder hätten wären unsere Kinder weder der jüdischen Religion, aber könnten der muslimischen "untergeordnet" sein. Für mich ist es eh der einzig richtige Weg meine Kinder egal von welchem Mann frei von Religion zu erziehen. Kulturelle Einflüsse werden sie mehr oder weniger von den Großeltern dann schon mitbekommen. Am besten man reist viel mit den Kindern und zeigt ihnen die Welt, damit sie verschiedene Kulturen kennen, akzeptieren und lieben lernen. Denn ich sehe es nicht als Problem das eventuelle Kinder weder jüdisch noch muslimisch sein können, ich sehe es als Geschenk das ich meinen Kindern geben kann. Sie dürfen Menschen sein... und ich hoffe glückliche und gute. Ich verstehe unsere Eltern ich verstehe seine Kultur und auch meine, dennoch hatten wir das Glück in Europa aufwachsen zu dürfen.... auch wenn unsere Eltern noch an ihrer eigenen Kultur festhalten muss ich das nicht, muss er das nicht. Diese Einstellung hatte er - so dachte ich zumindest auch mit mir geteilt. Außerdem haben seine zwei Geschwister auch Nichtjuden geheiratet (zwar Christen) und er wäre dann der erste mit einer nicht praktizierenden "Muslimin". Ich werde hier in eine Schublade gesteckt in der ich nicht sein möchte. Als Muslima geboren immer Muslima und als Jude geboren immer Jude ohne gefragt zu werden. Ohne den lieben zu dürfen den man lieben möchte? Die Beziehung zu einem Juden kann genauso scheitern wie die Beziehung zu einem Moslem.... ich könnte mich in beiden täuschen. Es mag schon sein das ich die Rosarote Brille anhatte/hab und vielleicht liebt er mich nicht so sehr wie ich es getan habe... und vielleicht ist er seinen Eltern zu Liebe eingeknickt. Aber ich bin mir sicher wenn es einen Gott gibt, dann ist es das letzte das sich Menschen wegen unterschiedlicher Religion hassen und voneinander abgrenzen. Religionen die für Krieg und Hass sorgen und Menschen davon abhalten sich zu heiraten sind von Menschen gemacht und nicht von Gott.

Mein Geist und mein Herz wird immer offen für andere Kulturen und Religionen sein auch wenn ich dazu mit meiner Familie brechen muss, auch wenn ich dann evtl. nie geliebt werde bzw. meine liebe finde... den dieser Teufelskreis muss irgendwann gebrochen werden und wenn ich es nicht mache müssen meine Kinder das selbe durchmachen wie ich, nämlich sich diskriminierenden Normen unterzuordnen - was sie sofern sie in Deutschland aufwachsen wahrscheinlich nicht wollen werden - so wie man es in JEDER Religion sieht.

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28. Dezember 2012 um 17:06
In Antwort auf sassa_12124004

...
Das tut mir wirklich sehr leid für dich. Ich bin selbst Kurdin und bei uns gibt es auch oft solche Probleme. Zwar zum Glück nicht in meiner Familie, aber ich kenne sehr viele, die dieselben Probleme hatten. Ich kenne aber auch einige und habe von einigen gehört, die trotz aller Probleme mit der Familie alles gemacht haben für die Beziehung und teilweise auch die Familie aufgegeben haben. Ich habe dann immer gedacht, dass es keine richtige Liebe sein kann, wenn man nicht alles dafür macht. Aber mittlerweile glaube ich wirklich, dass bei Leuten aus unserem Kulturkreis und ich zähle mal Kurden und Palästinenser zum selben islamischen Kulturkreis, die Familien so wichtig sind, dass man die nicht einfach aufgibt. Selbst wenn man jemanden liebt. Von dem was du geschrieben hast, glaube ich auf jeden Fall, dass er dich geliebt hat. Das hat sich vielleicht ein bisschen abgekühlt, aber letztlich merkt man an seiner Argumentation, dass er sich einfach im Kopf gegen die Beziehung entschieden hat.Er hat auch Liebeskummer etc. aber das nimmt er dann hat halt in Kauf um dann jemanden zu haben de sowieso passt..... Vielleicht tröstet es dich ja...


ja so will ich es auch sehen... Mein Bruder meinte auch zu mir, ich solle ihn seinen Weg gehen lassen. Wenn ich ihn liebe soll ich loslassen... das habe ich auch getan, mich eine Woche nicht gemeldet. Und jetzt schreibt er mir aus heiterem Himmel

"Glaub nicht das ich dich nicht vermisse, Mariam" SEHR!!! Ich weiß schon was ich in dem Jahr an dir hatte... ds war nicht einfach so


Was bedeutet das? Soll ich überhaupt antworten?

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31. Dezember 2012 um 23:19
In Antwort auf elly_12553270

Erstmal danke für deinen Beitrag
Du hast das schon richtig gesehen, wenn wir Kinder hätten wären unsere Kinder weder der jüdischen Religion, aber könnten der muslimischen "untergeordnet" sein. Für mich ist es eh der einzig richtige Weg meine Kinder egal von welchem Mann frei von Religion zu erziehen. Kulturelle Einflüsse werden sie mehr oder weniger von den Großeltern dann schon mitbekommen. Am besten man reist viel mit den Kindern und zeigt ihnen die Welt, damit sie verschiedene Kulturen kennen, akzeptieren und lieben lernen. Denn ich sehe es nicht als Problem das eventuelle Kinder weder jüdisch noch muslimisch sein können, ich sehe es als Geschenk das ich meinen Kindern geben kann. Sie dürfen Menschen sein... und ich hoffe glückliche und gute. Ich verstehe unsere Eltern ich verstehe seine Kultur und auch meine, dennoch hatten wir das Glück in Europa aufwachsen zu dürfen.... auch wenn unsere Eltern noch an ihrer eigenen Kultur festhalten muss ich das nicht, muss er das nicht. Diese Einstellung hatte er - so dachte ich zumindest auch mit mir geteilt. Außerdem haben seine zwei Geschwister auch Nichtjuden geheiratet (zwar Christen) und er wäre dann der erste mit einer nicht praktizierenden "Muslimin". Ich werde hier in eine Schublade gesteckt in der ich nicht sein möchte. Als Muslima geboren immer Muslima und als Jude geboren immer Jude ohne gefragt zu werden. Ohne den lieben zu dürfen den man lieben möchte? Die Beziehung zu einem Juden kann genauso scheitern wie die Beziehung zu einem Moslem.... ich könnte mich in beiden täuschen. Es mag schon sein das ich die Rosarote Brille anhatte/hab und vielleicht liebt er mich nicht so sehr wie ich es getan habe... und vielleicht ist er seinen Eltern zu Liebe eingeknickt. Aber ich bin mir sicher wenn es einen Gott gibt, dann ist es das letzte das sich Menschen wegen unterschiedlicher Religion hassen und voneinander abgrenzen. Religionen die für Krieg und Hass sorgen und Menschen davon abhalten sich zu heiraten sind von Menschen gemacht und nicht von Gott.

Mein Geist und mein Herz wird immer offen für andere Kulturen und Religionen sein auch wenn ich dazu mit meiner Familie brechen muss, auch wenn ich dann evtl. nie geliebt werde bzw. meine liebe finde... den dieser Teufelskreis muss irgendwann gebrochen werden und wenn ich es nicht mache müssen meine Kinder das selbe durchmachen wie ich, nämlich sich diskriminierenden Normen unterzuordnen - was sie sofern sie in Deutschland aufwachsen wahrscheinlich nicht wollen werden - so wie man es in JEDER Religion sieht.

Ich
finde deine Einstellung sehr gut, ich hoffe für dich, dass du es auch dementsprechend umsetzen kannst und ich hoffe auch, dass du einmal so stark sein kannst, dass du tatsächlich mit deiner Familie brechen kannst, wenn es nötig sein sollte. Was auf jeden Fall sein wird, ist, dass du deine Kinder einmal freier erziehen kannst, als du erzogen wurdest, weil sie deine Kinder sind und du über ihren Erziehungsstil bestimmst.

Ich weiß, dass es schlimm ist, wenn man als Mensch in eine Schublade gesteckt wird und die anderen Menschen einfach nur diese Schublade sehen, aber nicht den Menschen wahrnehmen wollen, weil sie ihre eigenen Vorstellungen vom Leben haben und behalten wollen. So sind aber leider die Menschen und man kann niemand gegen seinen Willen umstimmen, dazu muss der Andere schon einsichtig sein.

Ich glaube dein Ex-Freund wird wahrscheinlich nicht diesen Mut aufbringen, um mit seiner Familie zu brechen, man weiß ja auch nicht, wie innig das Verhältnis ist, dass sie so abhängig von einander sind.

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