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@ pain4me

24. Oktober 2002 um 2:24

Guten Morgen..

...leider sehe ich den Diskussionsfaden nicht mehr und habe deswegen einen neuen angelegt. Ist das Ok?

************************************************

""Die Frage ist, wo die Schmerzgrenze für den einzelnen ist und welchen Bemessungsmaßstab man ansetzen sollte.""

"ist schmerz messbar? nur individuell und persönlich... ich hasse nichts mehr, als wenn mir ein arzt erzählt es tut nicht weh und ich vor schmerz halb durchdreh... wie kann man behaupten, dass etwas nicht weh tut, wenn es jemand anders als qual empfindet... das geht nicht... es kann nur jeder für sich selbst seine persönliche schmerzgrenze festlegen... das kann niemand aussenstehender... "

... Schmerz ist nur ein Gefühl! ... aber (heute gebe ich dir recht), Schmerz kann jeder nur individuell definieren und das schließt körperlichen wie seelischen ein.
Und die Seele kann oftmals mehr Schmerzen hervorbringen, wie man körperlich erleben kann.

"eine kollegin von mir ist psychologin... sie hat großen einblick in die psychiatrie... es gibt tatsächlich menschen, die JAHRZEHNTE in der psych sind, und bei denen weder medi noch therapie wirken/greifen... diese menschen leiden wirklich nur..."

... die ganze Thematik wird mit jeder neuen Erkenntnis konfuser. Ich habe vor 2 Wochen einen authentischen Bericht einer Patienten gelesen, die ein Martyrium aus Klinikaufenthalten und Therapien hinter sich hatte, bis man als Auslöser für schwere endogene Depressionen einen Lebensmittelallergie festgestellt hat. Sie hat so extrem auf die Trägersubstanz (Laktose) der Antidepressivums angesprochen, dass sie verstärkend und nicht lindernd gewirkt haben.

""... ich kann die Emotion "Depression" auch persönlich definieren ;(""

"warum ;( ?"

... es war nicht gerade eine Wunschemotion sowenig wie ich Gicht haben möchte *g*. Wenn mir meine Seele etwas mitteilen möchte, sollte es doch auch andere Wege geben

" he... wieviele menschen können schon von sich behaupten, dass sie schon mal am meeresgrund waren und diesen jezz nichtmehr fürchten? wieviele menschen können sich noch an vogelgezwitscher erfreuen? am entdecken einer kleinen maus im wald? ich starr oftmals in seltsam befremdede gesichter, wenn ich zb. erzähle, dass die sonne so fein warm war und ich mich wie ein kleines kind über das erblicken einer maus, eines rehes oder sonstetwas erfreut habe und meine augen leuchten, als hätte ich im lotto den doppeljackpot solo geknackt hätte *g*"

... diese Erfahrungswelt habe ich auch besucht und befinde mich immer wieder in ihr. An einem Punkt habe ich auch die imaginäre Angst vor dem Tod verloren.... nicht falsch interpretieren, also ich will jetzt nicht sterben, aber ein Angstszenario kommt bei dem Gedanken an den Tod halt nicht mehr.

... diese Phasen auf dem Boden des seelischen Abgrundes haben mich auch ausgeglichener gemacht. Ich kann mich oft der allgemeinen Hysterie entziehen und darüber lächeln, was für banale Probleme Menschen berühren können.

... und an der Adriaküste kann ich die Wellen wieder hören und die Sonnenuntergänge wieder sehen... aber ich sage immer noch, der Preis war hoch...


"ich behaupte ein profi zu sein... ich kann menschen perfekt beraten... den für sie besten weg suchen und finden... ihnen zeigen, wie sie ihn gehen könnten... aber meine kompetenz hört bei mir auf *g* nicht dass ich es nicht wüsste... aber das anwenden und realisieren ist so schwer *g* da bin ich, wie alle andren auch... dann und wann ertapp ich mich, dass ich wasser predige, selbst aber wein saufe... ist ja nicht so, dass man das eigene verhalten nicht reflektiert... aber es dauert halt ein bissl länger, als bei wem fremden *g*"

... solange du nicht Wein predigst und Wasser trinkst, ist dein Verhalten legitim und wir alle sind Spezialisten unserer eigenen Schwächen *gg* ... oft ist eine zurückwerfen (reflektieren/analysieren) der eigenen Person schmerzhaft und man vermeidet doch sehr gern - auch menschlich? ... bei anderen wiederum, da geht es um ein vielfaches einfacher, schon deshalb, weil man die Erkenntnis nicht umsetzen muss


""... jedoch muss ich dir widersprechen, du erlaubst doch""

"klar doch... heut bin ich gnädig und du darfst unsanktioniert widersprechen *lach*... mach ich echt den eindruck, als würde ich andere meinungen nicht gelten lassen? *erschreckt bin* das ist nämlich nicht mein naturell..."

... das wollte ich damit nicht ausdrücken, es war eher eine Höflichkeitsfloskel *g* ... aber ich könnte jetzt alle hier zum aufschreien bringen und allgemein definieren, dass du deiner Geschlechterrolle nicht entfliehen kannst und somit archetypisch immer das letzte Wort haben musst *gg* ... aber das ist natürlich nicht mein Gedankengut *g*

... und ganz seriös, ich schätze deine Meinung sehr!


"es kommt auf die depression an... es gibt ja so viel verschiedene formen... laut meinem damals behandelnden psychiater kommt man selten ein zweites mal in die verlegenheit sich mit dem burnout und den dazugehörigen depressionen herumzuschlagen... grundvoraussetzung ist jedoch, dass man sich behandeln lässt, therapie macht und dann weiter psychohygiene betreibt und seine grenzen achtet und sie respektiert... anbetracht dessen, dass er in österreich einen sehr guten namen hat, vertrau ich ihm da voll und ganz "

... ich wollte dich hier nicht zu persönlich unzulässigen Überlegungen bringen! Das Burnout-Syndrom hat auch eine eigene Stellung in der Kategorisierung psychischer Leiden und hat begleitend Depressionen.

... ich bin eher auf dem Feld der psychosomatischen Erscheinungen bei Ängsten bewandert. Wie gesagt "jeder ist Spezialist seiner eigenen Schwächen"...

... heute Nacht gibt es zum Finale noch etwas von "Hugo von Hofmannsthal", das er mit 18 Jahren geschrieben hat..

"... so eine dumme Krankheit, ohne Fieber, aber die einem alles wegnimmt, alle Freude am Leben und Denken, alle Fähigkeit die Beziehungen der Dinge zu erfassen, den ganzen Inhalt der Seele, und nichts übrig lässt, als ein fortwährend ödes, unfruchtbares Nachdenken. [...]

... aber in dem allen hab ich manchmal ein Gefühl von so unsäglicher, erstickender Einsamkeit, als ob das alles nicht zum Leben gehören würde, zum wirklichen Leben, sondern zu einem merkwürdigen Reich, das ich nicht begreife, das mich ängstigt und wo ich mich, Gott weiß wie, hereinverirrt
habe. Weißt Du, dieses Gefühl, immer nur ein Stück vom Leben zu erwischen und dann wieder weggerissen zu werden, [...]

... ich wünsche einen schönen Tag

Liebe Grüße blankness

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24. Oktober 2002 um 21:15

Hoi herr blankness
"...leider sehe ich den Diskussionsfaden nicht mehr und habe deswegen einen neuen angelegt. Ist das Ok?"

türlich! hast mir "arbeit" abgenommen

"... die ganze Thematik wird mit jeder neuen Erkenntnis konfuser. Ich habe vor 2 Wochen einen authentischen Bericht einer Patienten gelesen, die ein Martyrium aus Klinikaufenthalten und Therapien hinter sich hatte, bis man als Auslöser für schwere endogene Depressionen einen Lebensmittelallergie festgestellt hat. Sie hat so extrem auf die Trägersubstanz (Laktose) der Antidepressivums angesprochen, dass sie verstärkend und nicht lindernd gewirkt haben."

mhm... zum einem konfuser, zum anderen aber auch um einiges klarer... denn was gibt es leichteres, als ein lebensmittel wegzulassen... der preis dafür ist ein depressionsfreies leben... meina... da verzicht ich schnell einmal auf was... auch wenn es mein lieblings"lebensmittel" kaffee wär

"... es war nicht gerade eine Wunschemotion sowenig wie ich Gicht haben möchte *g*."

das ist so eine sache... ich denk man kann sogar an überwundenen depressionen und geheilter gicht etwas positives finden... denn danach weiß man einiges als nicht selbstverständlichkeit zu schätzen und das leben gewinnt an qualität dazu... klar hab ich mir nie gewunschen, mal depressiv zu sein... aber ich wars... und heute mach ich das positivste draus... zieh mir die vorteile heraus... so kann ich leichter damit umgehen... hie und da kommt schon ein gedanke wie "warum muss die ganze scheiße ich mitmachen... aber was bringts... also schau ich, was positiv dran war... und man findet echt an jedem scheiß noch etwas positives, wenn man lang genug sucht *g*

" Wenn mir meine Seele etwas mitteilen möchte, sollte es doch auch andere Wege geben"

rückblickend betrachtet hat mir meine seele mehr als einmal die chance gegeben, ihr mein gehör zu schenken... und weil ich darauf nicht reagierte kam dann der große crash... ich denk die seele sendet eh erst vorsichtige, sanfte signale, bevor sie zu so radikalen maßnahmen greift... ich denk bei dir wirds auch nicht viel anders gewesen sein... oder? heute hör ich schon auf ein leises pochen meiner seele und reagier... wir haben uns arangiert... sie pocht vorsichtig an... dafür hör ich auch auf ihr leises pochen... und so muss sie sich nicht durch radikale massnahmen gehör verschaffen und ich bleib von extremen stimmungsschwankungen verschont

"An einem Punkt habe ich auch die imaginäre Angst vor dem Tod verloren.... nicht falsch interpretieren, also ich will jetzt nicht sterben, aber ein Angstszenario kommt bei dem Gedanken an den Tod halt nicht mehr."

vorm sterben selbst fürcht ich mich nicht... nur vor dem wie... dass ich lange leiden muss... der tod selbst ist für mich etwas positives... wenngleich er auch zu früh eintreten könnte... heute wär mir eindeutig zu früh... ich hab noch viel vor...

"... diese Phasen auf dem Boden des seelischen Abgrundes haben mich auch ausgeglichener gemacht. Ich kann mich oft der allgemeinen Hysterie entziehen und darüber lächeln, was für banale Probleme Menschen berühren können."

durch einmal meeresgrund und retour verändert man sich extrem... was früher mal wichtig war... was einen extrem aufgeregt hat, geht mir heut nichtmal mehr am arsch vorbei... und wenn wer daherkommt und versucht seine probleme zu den meinen zu machen, dann hab ich heute die härte, dass ich ihm sag, dass er erwachsen ist und er sich um seinen scheiß selbst zu kümmern hat... früher hätt ich geholfen bis zum umfallen...

auch seh ich heute einiges nichtmehr so tragisch, als ich es vor meinen depressionen sah... ich gesteh mir ein, scheißtage zu haben... früher hatte ich an mich den anspruch, dass ich immer mit einem grinsen im gesicht durch die welt lauf... heut kann ich auch mal eklig und grauslich sein... ohne dass ich mich dann schlecht fühl, weil ich war, wie ich bin...

"aber ich sage immer noch, der Preis war hoch..."

der preis ist sehr hoch... aber es lohnt sich, ihn zu bezahlen... würde ich nochmals in depressionen fallen, würde ich viel eher reagieren... nicht erst, wenn ich überhaupt nichtmehr kann... aber ich denk mir, dass es mir nichtmehr passieren kann, weil ich mich rechtzeitig um mein seelchen kümmer... und dieses wissen bekam ich nur, weil ich einen so hohen preis zahlte...

"... das wollte ich damit nicht ausdrücken, es war eher eine Höflichkeitsfloskel *g* ... aber ich könnte jetzt alle hier zum aufschreien bringen und allgemein definieren, dass du deiner Geschlechterrolle nicht entfliehen kannst und somit archetypisch immer das letzte Wort haben musst *gg* ... aber das ist natürlich nicht mein Gedankengut *g*"

allein, dass dieser gedankengang aufkommt entlarvt dich schon als macho *sfg*... aber du bist halt noch kein obermacho... denn die stehen dazu und ziehen dann nicht durch sätze wie "aber das ist natürlich nicht mein gedankengut" den schwaf ein *aber sowas von frech und provokant grins*

du wirst doch vor ein paar forumshexen und forumsfeministinnen angst haben... oder doch? *fgfg*

"... ich wollte dich hier nicht zu persönlich unzulässigen Überlegungen bringen!"

das hast du nicht... ich beschäftige mich von haus aus sehr viel mit depressionen und dem burn out... und ich muss auch eingestehen... ich vertrau zwar meinem expsych... aber dann und wann kommen schon gedanken wie "was, wenns mich wieder reinpackt?"... "was, wenn er doch nicht recht hat?"...

zur zeit beschäftige ich mich viel mit dem thema kind bekommen oder "alte jungfer bleiben"... und da keimt immer wieder mal der gedanke auf, was, wenn ich stilldepressionen bekomme auf... ich weiß nicht, ob ich durch meine vorgeschichte prädestiniert bin... bevor ich mir ein kleins painschatzl antu, werd ich da wohl noch die meinung eines experten einholen... denn auf biegen und brechen mag ich keine depression mehr heraufbeschwören... einmal ist schon zu viel...

"... ich bin eher auf dem Feld der psychosomatischen Erscheinungen bei Ängsten bewandert."

kennst du die angst vor der angst? also ich find das ist die genialste meiner ängste *gg* die hab ich mir behalten und habe sie auch heut noch phasenweise... zwar wirkt sie sich zG níchtmehr in der intensität und auch nicht in der häufigkeit aus, wie es noch vor 2 jahren war, aber schlafstörungen, unruhe, gereiztheit und schwache panikattacken gehören zur angst vor der angst dazu, die dann und wann mein leben streifte...

wahrscheinlich werd ich sie nicht los, weil ich sie so kurios und genial finde

kennst du paulo coelho? einer meiner lieblingsschrigsteller... und besonders ans herz gewachsen sind mir die bücher "der alchimist" "handbuch des kriegers des lichts" und "veronika beschliesst zu sterben"...

veronika beschliesst zu sterben beschäftigt sich intensiv mit dem thema suizid... auf eine art und weise, dass man nach lesen des buchs eigentlich nur beschliessen kann, leben zu wollen...

aber nicht aus veronika beschliesst zu sterben, sondern vom handbuch des kriegers des lichts mag ich dir etwas abtippen... ich hoff es findet gefallen... ich hab grad beim lesen beschlossen, es zu einem weiteren motto von mir zu machen und ich werde versuchen danach zu leben... mal schauen ob es gelingt

es gibt gefühlsmüll. hergestllt wird er von den denkfabriken. er besteht aus vergangenen schmerzen, die jetzt keinen nutzen mehr haben. er besteht aus vorsichtsmaßnahmen, die einstmals wichtig waren, es jetzt aber nicht mehr sind.

der krieger hat auch seine erinnerungen, aber er kann das nützliche vom nutzlosen trennen. er wirft seinen gefühlsmüll weg.

ein gefährte meint: "aber das gehört doch zu meiner geschichte. warum soll ich gefühle aufgeben, die mein leben geprägt haben?"

der krieger lächelt, aber versucht nicht, etwas zu fühlen, was er nicht fühlt. er ändert sich und möchte, dass seine gefühle dies mit ihm tun.

in diesem sinne, einen kurzen freitag & liebe grüße, pain

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Oktober 2002 um 1:00
In Antwort auf lynne_12661553

Hoi herr blankness
"...leider sehe ich den Diskussionsfaden nicht mehr und habe deswegen einen neuen angelegt. Ist das Ok?"

türlich! hast mir "arbeit" abgenommen

"... die ganze Thematik wird mit jeder neuen Erkenntnis konfuser. Ich habe vor 2 Wochen einen authentischen Bericht einer Patienten gelesen, die ein Martyrium aus Klinikaufenthalten und Therapien hinter sich hatte, bis man als Auslöser für schwere endogene Depressionen einen Lebensmittelallergie festgestellt hat. Sie hat so extrem auf die Trägersubstanz (Laktose) der Antidepressivums angesprochen, dass sie verstärkend und nicht lindernd gewirkt haben."

mhm... zum einem konfuser, zum anderen aber auch um einiges klarer... denn was gibt es leichteres, als ein lebensmittel wegzulassen... der preis dafür ist ein depressionsfreies leben... meina... da verzicht ich schnell einmal auf was... auch wenn es mein lieblings"lebensmittel" kaffee wär

"... es war nicht gerade eine Wunschemotion sowenig wie ich Gicht haben möchte *g*."

das ist so eine sache... ich denk man kann sogar an überwundenen depressionen und geheilter gicht etwas positives finden... denn danach weiß man einiges als nicht selbstverständlichkeit zu schätzen und das leben gewinnt an qualität dazu... klar hab ich mir nie gewunschen, mal depressiv zu sein... aber ich wars... und heute mach ich das positivste draus... zieh mir die vorteile heraus... so kann ich leichter damit umgehen... hie und da kommt schon ein gedanke wie "warum muss die ganze scheiße ich mitmachen... aber was bringts... also schau ich, was positiv dran war... und man findet echt an jedem scheiß noch etwas positives, wenn man lang genug sucht *g*

" Wenn mir meine Seele etwas mitteilen möchte, sollte es doch auch andere Wege geben"

rückblickend betrachtet hat mir meine seele mehr als einmal die chance gegeben, ihr mein gehör zu schenken... und weil ich darauf nicht reagierte kam dann der große crash... ich denk die seele sendet eh erst vorsichtige, sanfte signale, bevor sie zu so radikalen maßnahmen greift... ich denk bei dir wirds auch nicht viel anders gewesen sein... oder? heute hör ich schon auf ein leises pochen meiner seele und reagier... wir haben uns arangiert... sie pocht vorsichtig an... dafür hör ich auch auf ihr leises pochen... und so muss sie sich nicht durch radikale massnahmen gehör verschaffen und ich bleib von extremen stimmungsschwankungen verschont

"An einem Punkt habe ich auch die imaginäre Angst vor dem Tod verloren.... nicht falsch interpretieren, also ich will jetzt nicht sterben, aber ein Angstszenario kommt bei dem Gedanken an den Tod halt nicht mehr."

vorm sterben selbst fürcht ich mich nicht... nur vor dem wie... dass ich lange leiden muss... der tod selbst ist für mich etwas positives... wenngleich er auch zu früh eintreten könnte... heute wär mir eindeutig zu früh... ich hab noch viel vor...

"... diese Phasen auf dem Boden des seelischen Abgrundes haben mich auch ausgeglichener gemacht. Ich kann mich oft der allgemeinen Hysterie entziehen und darüber lächeln, was für banale Probleme Menschen berühren können."

durch einmal meeresgrund und retour verändert man sich extrem... was früher mal wichtig war... was einen extrem aufgeregt hat, geht mir heut nichtmal mehr am arsch vorbei... und wenn wer daherkommt und versucht seine probleme zu den meinen zu machen, dann hab ich heute die härte, dass ich ihm sag, dass er erwachsen ist und er sich um seinen scheiß selbst zu kümmern hat... früher hätt ich geholfen bis zum umfallen...

auch seh ich heute einiges nichtmehr so tragisch, als ich es vor meinen depressionen sah... ich gesteh mir ein, scheißtage zu haben... früher hatte ich an mich den anspruch, dass ich immer mit einem grinsen im gesicht durch die welt lauf... heut kann ich auch mal eklig und grauslich sein... ohne dass ich mich dann schlecht fühl, weil ich war, wie ich bin...

"aber ich sage immer noch, der Preis war hoch..."

der preis ist sehr hoch... aber es lohnt sich, ihn zu bezahlen... würde ich nochmals in depressionen fallen, würde ich viel eher reagieren... nicht erst, wenn ich überhaupt nichtmehr kann... aber ich denk mir, dass es mir nichtmehr passieren kann, weil ich mich rechtzeitig um mein seelchen kümmer... und dieses wissen bekam ich nur, weil ich einen so hohen preis zahlte...

"... das wollte ich damit nicht ausdrücken, es war eher eine Höflichkeitsfloskel *g* ... aber ich könnte jetzt alle hier zum aufschreien bringen und allgemein definieren, dass du deiner Geschlechterrolle nicht entfliehen kannst und somit archetypisch immer das letzte Wort haben musst *gg* ... aber das ist natürlich nicht mein Gedankengut *g*"

allein, dass dieser gedankengang aufkommt entlarvt dich schon als macho *sfg*... aber du bist halt noch kein obermacho... denn die stehen dazu und ziehen dann nicht durch sätze wie "aber das ist natürlich nicht mein gedankengut" den schwaf ein *aber sowas von frech und provokant grins*

du wirst doch vor ein paar forumshexen und forumsfeministinnen angst haben... oder doch? *fgfg*

"... ich wollte dich hier nicht zu persönlich unzulässigen Überlegungen bringen!"

das hast du nicht... ich beschäftige mich von haus aus sehr viel mit depressionen und dem burn out... und ich muss auch eingestehen... ich vertrau zwar meinem expsych... aber dann und wann kommen schon gedanken wie "was, wenns mich wieder reinpackt?"... "was, wenn er doch nicht recht hat?"...

zur zeit beschäftige ich mich viel mit dem thema kind bekommen oder "alte jungfer bleiben"... und da keimt immer wieder mal der gedanke auf, was, wenn ich stilldepressionen bekomme auf... ich weiß nicht, ob ich durch meine vorgeschichte prädestiniert bin... bevor ich mir ein kleins painschatzl antu, werd ich da wohl noch die meinung eines experten einholen... denn auf biegen und brechen mag ich keine depression mehr heraufbeschwören... einmal ist schon zu viel...

"... ich bin eher auf dem Feld der psychosomatischen Erscheinungen bei Ängsten bewandert."

kennst du die angst vor der angst? also ich find das ist die genialste meiner ängste *gg* die hab ich mir behalten und habe sie auch heut noch phasenweise... zwar wirkt sie sich zG níchtmehr in der intensität und auch nicht in der häufigkeit aus, wie es noch vor 2 jahren war, aber schlafstörungen, unruhe, gereiztheit und schwache panikattacken gehören zur angst vor der angst dazu, die dann und wann mein leben streifte...

wahrscheinlich werd ich sie nicht los, weil ich sie so kurios und genial finde

kennst du paulo coelho? einer meiner lieblingsschrigsteller... und besonders ans herz gewachsen sind mir die bücher "der alchimist" "handbuch des kriegers des lichts" und "veronika beschliesst zu sterben"...

veronika beschliesst zu sterben beschäftigt sich intensiv mit dem thema suizid... auf eine art und weise, dass man nach lesen des buchs eigentlich nur beschliessen kann, leben zu wollen...

aber nicht aus veronika beschliesst zu sterben, sondern vom handbuch des kriegers des lichts mag ich dir etwas abtippen... ich hoff es findet gefallen... ich hab grad beim lesen beschlossen, es zu einem weiteren motto von mir zu machen und ich werde versuchen danach zu leben... mal schauen ob es gelingt

es gibt gefühlsmüll. hergestllt wird er von den denkfabriken. er besteht aus vergangenen schmerzen, die jetzt keinen nutzen mehr haben. er besteht aus vorsichtsmaßnahmen, die einstmals wichtig waren, es jetzt aber nicht mehr sind.

der krieger hat auch seine erinnerungen, aber er kann das nützliche vom nutzlosen trennen. er wirft seinen gefühlsmüll weg.

ein gefährte meint: "aber das gehört doch zu meiner geschichte. warum soll ich gefühle aufgeben, die mein leben geprägt haben?"

der krieger lächelt, aber versucht nicht, etwas zu fühlen, was er nicht fühlt. er ändert sich und möchte, dass seine gefühle dies mit ihm tun.

in diesem sinne, einen kurzen freitag & liebe grüße, pain

Hallo Frau pain...
"Das Geheimnis eines Menschen liegt in der Hierarchie seiner Ängste." Heinrich Nüsse, Schweizer Aphoristiker...

... das Einleitend für heute

"" Wenn mir meine Seele etwas mitteilen möchte, sollte es doch auch andere Wege geben""

"rückblickend betrachtet hat mir meine seele mehr als einmal die chance gegeben, ihr mein gehör zu schenken... und weil ich darauf nicht reagierte kam dann der große crash... ich denk die seele sendet eh erst vorsichtige, sanfte signale, bevor sie zu so radikalen maßnahmen greift... ich denk bei dir wirds auch nicht viel anders gewesen sein... oder?"

... die Eigenanalyse ist eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Disziplin der Menschwerdung. Die wirklich Alarmsignale habe ich im Rückspiegel meines Lebens erst gesehen, als ich wieder Hoffnung hatte. Folglich habe ich sehr lange im Dunkellicht gefischt und mir selbst im Weg gestanden.

... der Abgrund kam dann mit voller Wucht und war nicht mehr steuerbar, wodurch ich dann Zeit hatte zu verweilen und zu suchen.... gefunden habe ich Hoffnung.

"heute hör ich schon auf ein leises pochen meiner seele und reagier... wir haben uns arangiert... sie pocht vorsichtig an... dafür hör ich auch auf ihr leises pochen... und so muss sie sich nicht durch radikale massnahmen gehör verschaffen und ich bleib von extremen stimmungsschwankungen verschont"

... diesen Punkt habe ich nicht erreicht, obschon ich meine Schwankungen eh nur mit mir ausmache. Die Selbstdisziplin ist einfach dominant


""... diese Phasen auf dem Boden des seelischen Abgrundes haben mich auch ausgeglichener gemacht. Ich kann mich oft der allgemeinen Hysterie entziehen und darüber lächeln, was für banale Probleme Menschen berühren können.""

"durch einmal meeresgrund und retour verändert man sich extrem... was früher mal wichtig war... was einen extrem aufgeregt hat, geht mir heut nichtmal mehr am arsch vorbei... und wenn wer daherkommt und versucht seine probleme zu den meinen zu machen, dann hab ich heute die härte, dass ich ihm sag, dass er erwachsen ist und er sich um seinen scheiß selbst zu kümmern hat... früher hätt ich geholfen bis zum umfallen... "

... in Anbetracht meines Zustandes hatte sich in mir auch eine Frage verstärkt "Wer bin ich?" und ihre Aktualität war einfach exorbitant. Es war die Suche nach einem "Sinn", wenn er auch nur imaginärer Natur gewesen wäre. In den Tiefen der Betrachtung war ich nur die Summe meiner Erfahrungen und in ausgeglichenen Phasen habe ich mein "ich" als eine ständige Veränderung begriffen, als etwas was mit jedem Tag und jedem neuen Eindruck wächst und selbsterschaffend ist.

... wieso brauchen Menschen eigentlich einen "Sinn" um zu leben? .. reicht das Leben nicht aus, um es als solches anzunehmen?

""... das wollte ich damit nicht ausdrücken, es war eher eine Höflichkeitsfloskel *g* ... aber ich könnte jetzt alle hier zum aufschreien bringen und allgemein definieren, dass du deiner Geschlechterrolle nicht entfliehen kannst und somit archetypisch immer das letzte Wort haben musst *gg* ... aber das ist natürlich nicht mein Gedankengut *g*""

"allein, dass dieser gedankengang aufkommt entlarvt dich schon als macho *sfg*... aber du bist halt noch kein obermacho... denn die stehen dazu und ziehen dann nicht durch sätze wie "aber das ist natürlich nicht mein gedankengut" den schwaf ein *aber sowas von frech und provokant grins*"

... ich habe keinen Ödipuskomplex, so du dieses vermuten solltest und Gedankengut ist doch philosophisch *gg*

"du wirst doch vor ein paar forumshexen und forumsfeministinnen angst haben... oder doch? *fgfg*"

... die Frage ist so gut, die möchte ich nicht durch meine Antwort zerstören *gg*

""... ich wollte dich hier nicht zu persönlich unzulässigen Überlegungen bringen!""

"das hast du nicht... ich beschäftige mich von haus aus sehr viel mit depressionen und dem burn out... und ich muss auch eingestehen... ich vertrau zwar meinem expsych... aber dann und wann kommen schon gedanken wie "was, wenns mich wieder reinpackt?"... "was, wenn er doch nicht recht hat?"... "

... ich denke es ist der Genuss des Augenblickes, der uns durch die Zeit leiten sollte. Wenn du deinen Landsmann Freud bemühst, er sagte einmal "Glück war in der Schöpfung für den Menschen nicht vorgesehen" und viele strafen ihn Lügen also sind die "Was-Wäre-Wenn-Fragen" nur rein rhetorisch

"zur zeit beschäftige ich mich viel mit dem thema kind bekommen oder "alte jungfer bleiben"... und da keimt immer wieder mal der gedanke auf, was, wenn ich stilldepressionen bekomme auf... ich weiß nicht, ob ich durch meine vorgeschichte prädestiniert bin... bevor ich mir ein kleins painschatzl antu, werd ich da wohl noch die meinung eines experten einholen... denn auf biegen und brechen mag ich keine depression mehr heraufbeschwören... einmal ist schon zu viel..."

... dieses Gefühl wird im deinem Bauch geboren und ich bezweifle, dass dir jemand abraten würde. Eine Prädisposition für Depressionen mag vorhanden sein, aber in einen Kontext mit einer Geburt kann man das nicht bringen.

... aber befrage mal einen Experten... ich bin auf die Antwort gespannt...

""... ich bin eher auf dem Feld der psychosomatischen Erscheinungen bei Ängsten bewandert.""

"kennst du die angst vor der angst?"

... ja... auch einer der sinnreichen Zustände

"also ich find das ist die genialste meiner ängste *gg* die hab ich mir behalten und habe sie auch heut noch phasenweise... zwar wirkt sie sich zG níchtmehr in der intensität und auch nicht in der häufigkeit aus, wie es noch vor 2 jahren war, aber schlafstörungen, unruhe, gereiztheit und schwache panikattacken gehören zur angst vor der angst dazu, die dann und wann mein leben streifte..."

... mit der Zeit begrüßt man diesen Zustand mit "herzlich Willkommen", ich habe dich schon vermisst aber mit etwas Eigensarkasmus kann man ganz gut damit leben... andere haben halt ab und an Rückenweh


"kennst du paulo coelho? einer meiner lieblingsschrigsteller... und besonders ans herz gewachsen sind mir die bücher "der alchimist" "handbuch des kriegers des lichts" und "veronika beschliesst zu sterben"..."

... Veronika und den Alchimist habe ich schon gelesen... und ich finde die Bücher wirklich genial. Sie kommen gleich nach dem "Steppenwolf" und "die Leiden des jungen Werther", obwohl ich keine richtige Reihenfolge habe und so viel lese, dass es manchmal mehr verwirrt wie hilft *g*

"veronika beschliesst zu sterben beschäftigt sich intensiv mit dem thema suizid... auf eine art und weise, dass man nach lesen des buchs eigentlich nur beschliessen kann, leben zu wollen..."

... die Methode des Psychiaters war unkonventionell aber spektakulär. In Anbetracht des Todes, den sie nicht mehr möchte, beschließt sie wieder zu leben... was mich auch fasziniert hat, war der Kreis derer die einfach nicht mehr gehen wollten eine amüsante Vorstellung...

"es gibt gefühlsmüll. hergestllt wird er von den denkfabriken. er besteht aus vergangenen schmerzen, die jetzt keinen nutzen mehr haben. er besteht aus vorsichtsmaßnahmen, die einstmals wichtig waren, es jetzt aber nicht mehr sind.

der krieger hat auch seine erinnerungen, aber er kann das nützliche vom nutzlosen trennen. er wirft seinen gefühlsmüll weg.

ein gefährte meint: "aber das gehört doch zu meiner geschichte. warum soll ich gefühle aufgeben, die mein leben geprägt haben?"

der krieger lächelt, aber versucht nicht, etwas zu fühlen, was er nicht fühlt. er ändert sich und möchte, dass seine gefühle dies mit ihm tun."

... diese Aussage ist beeindruckend! Darüber muss ich noch ein bisschen nachdenken, schon da mich meine Vergangenheit gedanklich partiell immer wieder einholt.

Liebe Grüße und einen ruhigen letzten Wochentag blankness

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25. Oktober 2002 um 15:07
In Antwort auf woden_12646217

Hallo Frau pain...
"Das Geheimnis eines Menschen liegt in der Hierarchie seiner Ängste." Heinrich Nüsse, Schweizer Aphoristiker...

... das Einleitend für heute

"" Wenn mir meine Seele etwas mitteilen möchte, sollte es doch auch andere Wege geben""

"rückblickend betrachtet hat mir meine seele mehr als einmal die chance gegeben, ihr mein gehör zu schenken... und weil ich darauf nicht reagierte kam dann der große crash... ich denk die seele sendet eh erst vorsichtige, sanfte signale, bevor sie zu so radikalen maßnahmen greift... ich denk bei dir wirds auch nicht viel anders gewesen sein... oder?"

... die Eigenanalyse ist eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Disziplin der Menschwerdung. Die wirklich Alarmsignale habe ich im Rückspiegel meines Lebens erst gesehen, als ich wieder Hoffnung hatte. Folglich habe ich sehr lange im Dunkellicht gefischt und mir selbst im Weg gestanden.

... der Abgrund kam dann mit voller Wucht und war nicht mehr steuerbar, wodurch ich dann Zeit hatte zu verweilen und zu suchen.... gefunden habe ich Hoffnung.

"heute hör ich schon auf ein leises pochen meiner seele und reagier... wir haben uns arangiert... sie pocht vorsichtig an... dafür hör ich auch auf ihr leises pochen... und so muss sie sich nicht durch radikale massnahmen gehör verschaffen und ich bleib von extremen stimmungsschwankungen verschont"

... diesen Punkt habe ich nicht erreicht, obschon ich meine Schwankungen eh nur mit mir ausmache. Die Selbstdisziplin ist einfach dominant


""... diese Phasen auf dem Boden des seelischen Abgrundes haben mich auch ausgeglichener gemacht. Ich kann mich oft der allgemeinen Hysterie entziehen und darüber lächeln, was für banale Probleme Menschen berühren können.""

"durch einmal meeresgrund und retour verändert man sich extrem... was früher mal wichtig war... was einen extrem aufgeregt hat, geht mir heut nichtmal mehr am arsch vorbei... und wenn wer daherkommt und versucht seine probleme zu den meinen zu machen, dann hab ich heute die härte, dass ich ihm sag, dass er erwachsen ist und er sich um seinen scheiß selbst zu kümmern hat... früher hätt ich geholfen bis zum umfallen... "

... in Anbetracht meines Zustandes hatte sich in mir auch eine Frage verstärkt "Wer bin ich?" und ihre Aktualität war einfach exorbitant. Es war die Suche nach einem "Sinn", wenn er auch nur imaginärer Natur gewesen wäre. In den Tiefen der Betrachtung war ich nur die Summe meiner Erfahrungen und in ausgeglichenen Phasen habe ich mein "ich" als eine ständige Veränderung begriffen, als etwas was mit jedem Tag und jedem neuen Eindruck wächst und selbsterschaffend ist.

... wieso brauchen Menschen eigentlich einen "Sinn" um zu leben? .. reicht das Leben nicht aus, um es als solches anzunehmen?

""... das wollte ich damit nicht ausdrücken, es war eher eine Höflichkeitsfloskel *g* ... aber ich könnte jetzt alle hier zum aufschreien bringen und allgemein definieren, dass du deiner Geschlechterrolle nicht entfliehen kannst und somit archetypisch immer das letzte Wort haben musst *gg* ... aber das ist natürlich nicht mein Gedankengut *g*""

"allein, dass dieser gedankengang aufkommt entlarvt dich schon als macho *sfg*... aber du bist halt noch kein obermacho... denn die stehen dazu und ziehen dann nicht durch sätze wie "aber das ist natürlich nicht mein gedankengut" den schwaf ein *aber sowas von frech und provokant grins*"

... ich habe keinen Ödipuskomplex, so du dieses vermuten solltest und Gedankengut ist doch philosophisch *gg*

"du wirst doch vor ein paar forumshexen und forumsfeministinnen angst haben... oder doch? *fgfg*"

... die Frage ist so gut, die möchte ich nicht durch meine Antwort zerstören *gg*

""... ich wollte dich hier nicht zu persönlich unzulässigen Überlegungen bringen!""

"das hast du nicht... ich beschäftige mich von haus aus sehr viel mit depressionen und dem burn out... und ich muss auch eingestehen... ich vertrau zwar meinem expsych... aber dann und wann kommen schon gedanken wie "was, wenns mich wieder reinpackt?"... "was, wenn er doch nicht recht hat?"... "

... ich denke es ist der Genuss des Augenblickes, der uns durch die Zeit leiten sollte. Wenn du deinen Landsmann Freud bemühst, er sagte einmal "Glück war in der Schöpfung für den Menschen nicht vorgesehen" und viele strafen ihn Lügen also sind die "Was-Wäre-Wenn-Fragen" nur rein rhetorisch

"zur zeit beschäftige ich mich viel mit dem thema kind bekommen oder "alte jungfer bleiben"... und da keimt immer wieder mal der gedanke auf, was, wenn ich stilldepressionen bekomme auf... ich weiß nicht, ob ich durch meine vorgeschichte prädestiniert bin... bevor ich mir ein kleins painschatzl antu, werd ich da wohl noch die meinung eines experten einholen... denn auf biegen und brechen mag ich keine depression mehr heraufbeschwören... einmal ist schon zu viel..."

... dieses Gefühl wird im deinem Bauch geboren und ich bezweifle, dass dir jemand abraten würde. Eine Prädisposition für Depressionen mag vorhanden sein, aber in einen Kontext mit einer Geburt kann man das nicht bringen.

... aber befrage mal einen Experten... ich bin auf die Antwort gespannt...

""... ich bin eher auf dem Feld der psychosomatischen Erscheinungen bei Ängsten bewandert.""

"kennst du die angst vor der angst?"

... ja... auch einer der sinnreichen Zustände

"also ich find das ist die genialste meiner ängste *gg* die hab ich mir behalten und habe sie auch heut noch phasenweise... zwar wirkt sie sich zG níchtmehr in der intensität und auch nicht in der häufigkeit aus, wie es noch vor 2 jahren war, aber schlafstörungen, unruhe, gereiztheit und schwache panikattacken gehören zur angst vor der angst dazu, die dann und wann mein leben streifte..."

... mit der Zeit begrüßt man diesen Zustand mit "herzlich Willkommen", ich habe dich schon vermisst aber mit etwas Eigensarkasmus kann man ganz gut damit leben... andere haben halt ab und an Rückenweh


"kennst du paulo coelho? einer meiner lieblingsschrigsteller... und besonders ans herz gewachsen sind mir die bücher "der alchimist" "handbuch des kriegers des lichts" und "veronika beschliesst zu sterben"..."

... Veronika und den Alchimist habe ich schon gelesen... und ich finde die Bücher wirklich genial. Sie kommen gleich nach dem "Steppenwolf" und "die Leiden des jungen Werther", obwohl ich keine richtige Reihenfolge habe und so viel lese, dass es manchmal mehr verwirrt wie hilft *g*

"veronika beschliesst zu sterben beschäftigt sich intensiv mit dem thema suizid... auf eine art und weise, dass man nach lesen des buchs eigentlich nur beschliessen kann, leben zu wollen..."

... die Methode des Psychiaters war unkonventionell aber spektakulär. In Anbetracht des Todes, den sie nicht mehr möchte, beschließt sie wieder zu leben... was mich auch fasziniert hat, war der Kreis derer die einfach nicht mehr gehen wollten eine amüsante Vorstellung...

"es gibt gefühlsmüll. hergestllt wird er von den denkfabriken. er besteht aus vergangenen schmerzen, die jetzt keinen nutzen mehr haben. er besteht aus vorsichtsmaßnahmen, die einstmals wichtig waren, es jetzt aber nicht mehr sind.

der krieger hat auch seine erinnerungen, aber er kann das nützliche vom nutzlosen trennen. er wirft seinen gefühlsmüll weg.

ein gefährte meint: "aber das gehört doch zu meiner geschichte. warum soll ich gefühle aufgeben, die mein leben geprägt haben?"

der krieger lächelt, aber versucht nicht, etwas zu fühlen, was er nicht fühlt. er ändert sich und möchte, dass seine gefühle dies mit ihm tun."

... diese Aussage ist beeindruckend! Darüber muss ich noch ein bisschen nachdenken, schon da mich meine Vergangenheit gedanklich partiell immer wieder einholt.

Liebe Grüße und einen ruhigen letzten Wochentag blankness

Hallo ihr Beiden
es ist wunderschön was ihr da schreibt.

Euch beiden ein wunderschönes Wochenende

Esterhäschen

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25. Oktober 2002 um 21:58
In Antwort auf woden_12646217

Hallo Frau pain...
"Das Geheimnis eines Menschen liegt in der Hierarchie seiner Ängste." Heinrich Nüsse, Schweizer Aphoristiker...

... das Einleitend für heute

"" Wenn mir meine Seele etwas mitteilen möchte, sollte es doch auch andere Wege geben""

"rückblickend betrachtet hat mir meine seele mehr als einmal die chance gegeben, ihr mein gehör zu schenken... und weil ich darauf nicht reagierte kam dann der große crash... ich denk die seele sendet eh erst vorsichtige, sanfte signale, bevor sie zu so radikalen maßnahmen greift... ich denk bei dir wirds auch nicht viel anders gewesen sein... oder?"

... die Eigenanalyse ist eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Disziplin der Menschwerdung. Die wirklich Alarmsignale habe ich im Rückspiegel meines Lebens erst gesehen, als ich wieder Hoffnung hatte. Folglich habe ich sehr lange im Dunkellicht gefischt und mir selbst im Weg gestanden.

... der Abgrund kam dann mit voller Wucht und war nicht mehr steuerbar, wodurch ich dann Zeit hatte zu verweilen und zu suchen.... gefunden habe ich Hoffnung.

"heute hör ich schon auf ein leises pochen meiner seele und reagier... wir haben uns arangiert... sie pocht vorsichtig an... dafür hör ich auch auf ihr leises pochen... und so muss sie sich nicht durch radikale massnahmen gehör verschaffen und ich bleib von extremen stimmungsschwankungen verschont"

... diesen Punkt habe ich nicht erreicht, obschon ich meine Schwankungen eh nur mit mir ausmache. Die Selbstdisziplin ist einfach dominant


""... diese Phasen auf dem Boden des seelischen Abgrundes haben mich auch ausgeglichener gemacht. Ich kann mich oft der allgemeinen Hysterie entziehen und darüber lächeln, was für banale Probleme Menschen berühren können.""

"durch einmal meeresgrund und retour verändert man sich extrem... was früher mal wichtig war... was einen extrem aufgeregt hat, geht mir heut nichtmal mehr am arsch vorbei... und wenn wer daherkommt und versucht seine probleme zu den meinen zu machen, dann hab ich heute die härte, dass ich ihm sag, dass er erwachsen ist und er sich um seinen scheiß selbst zu kümmern hat... früher hätt ich geholfen bis zum umfallen... "

... in Anbetracht meines Zustandes hatte sich in mir auch eine Frage verstärkt "Wer bin ich?" und ihre Aktualität war einfach exorbitant. Es war die Suche nach einem "Sinn", wenn er auch nur imaginärer Natur gewesen wäre. In den Tiefen der Betrachtung war ich nur die Summe meiner Erfahrungen und in ausgeglichenen Phasen habe ich mein "ich" als eine ständige Veränderung begriffen, als etwas was mit jedem Tag und jedem neuen Eindruck wächst und selbsterschaffend ist.

... wieso brauchen Menschen eigentlich einen "Sinn" um zu leben? .. reicht das Leben nicht aus, um es als solches anzunehmen?

""... das wollte ich damit nicht ausdrücken, es war eher eine Höflichkeitsfloskel *g* ... aber ich könnte jetzt alle hier zum aufschreien bringen und allgemein definieren, dass du deiner Geschlechterrolle nicht entfliehen kannst und somit archetypisch immer das letzte Wort haben musst *gg* ... aber das ist natürlich nicht mein Gedankengut *g*""

"allein, dass dieser gedankengang aufkommt entlarvt dich schon als macho *sfg*... aber du bist halt noch kein obermacho... denn die stehen dazu und ziehen dann nicht durch sätze wie "aber das ist natürlich nicht mein gedankengut" den schwaf ein *aber sowas von frech und provokant grins*"

... ich habe keinen Ödipuskomplex, so du dieses vermuten solltest und Gedankengut ist doch philosophisch *gg*

"du wirst doch vor ein paar forumshexen und forumsfeministinnen angst haben... oder doch? *fgfg*"

... die Frage ist so gut, die möchte ich nicht durch meine Antwort zerstören *gg*

""... ich wollte dich hier nicht zu persönlich unzulässigen Überlegungen bringen!""

"das hast du nicht... ich beschäftige mich von haus aus sehr viel mit depressionen und dem burn out... und ich muss auch eingestehen... ich vertrau zwar meinem expsych... aber dann und wann kommen schon gedanken wie "was, wenns mich wieder reinpackt?"... "was, wenn er doch nicht recht hat?"... "

... ich denke es ist der Genuss des Augenblickes, der uns durch die Zeit leiten sollte. Wenn du deinen Landsmann Freud bemühst, er sagte einmal "Glück war in der Schöpfung für den Menschen nicht vorgesehen" und viele strafen ihn Lügen also sind die "Was-Wäre-Wenn-Fragen" nur rein rhetorisch

"zur zeit beschäftige ich mich viel mit dem thema kind bekommen oder "alte jungfer bleiben"... und da keimt immer wieder mal der gedanke auf, was, wenn ich stilldepressionen bekomme auf... ich weiß nicht, ob ich durch meine vorgeschichte prädestiniert bin... bevor ich mir ein kleins painschatzl antu, werd ich da wohl noch die meinung eines experten einholen... denn auf biegen und brechen mag ich keine depression mehr heraufbeschwören... einmal ist schon zu viel..."

... dieses Gefühl wird im deinem Bauch geboren und ich bezweifle, dass dir jemand abraten würde. Eine Prädisposition für Depressionen mag vorhanden sein, aber in einen Kontext mit einer Geburt kann man das nicht bringen.

... aber befrage mal einen Experten... ich bin auf die Antwort gespannt...

""... ich bin eher auf dem Feld der psychosomatischen Erscheinungen bei Ängsten bewandert.""

"kennst du die angst vor der angst?"

... ja... auch einer der sinnreichen Zustände

"also ich find das ist die genialste meiner ängste *gg* die hab ich mir behalten und habe sie auch heut noch phasenweise... zwar wirkt sie sich zG níchtmehr in der intensität und auch nicht in der häufigkeit aus, wie es noch vor 2 jahren war, aber schlafstörungen, unruhe, gereiztheit und schwache panikattacken gehören zur angst vor der angst dazu, die dann und wann mein leben streifte..."

... mit der Zeit begrüßt man diesen Zustand mit "herzlich Willkommen", ich habe dich schon vermisst aber mit etwas Eigensarkasmus kann man ganz gut damit leben... andere haben halt ab und an Rückenweh


"kennst du paulo coelho? einer meiner lieblingsschrigsteller... und besonders ans herz gewachsen sind mir die bücher "der alchimist" "handbuch des kriegers des lichts" und "veronika beschliesst zu sterben"..."

... Veronika und den Alchimist habe ich schon gelesen... und ich finde die Bücher wirklich genial. Sie kommen gleich nach dem "Steppenwolf" und "die Leiden des jungen Werther", obwohl ich keine richtige Reihenfolge habe und so viel lese, dass es manchmal mehr verwirrt wie hilft *g*

"veronika beschliesst zu sterben beschäftigt sich intensiv mit dem thema suizid... auf eine art und weise, dass man nach lesen des buchs eigentlich nur beschliessen kann, leben zu wollen..."

... die Methode des Psychiaters war unkonventionell aber spektakulär. In Anbetracht des Todes, den sie nicht mehr möchte, beschließt sie wieder zu leben... was mich auch fasziniert hat, war der Kreis derer die einfach nicht mehr gehen wollten eine amüsante Vorstellung...

"es gibt gefühlsmüll. hergestllt wird er von den denkfabriken. er besteht aus vergangenen schmerzen, die jetzt keinen nutzen mehr haben. er besteht aus vorsichtsmaßnahmen, die einstmals wichtig waren, es jetzt aber nicht mehr sind.

der krieger hat auch seine erinnerungen, aber er kann das nützliche vom nutzlosen trennen. er wirft seinen gefühlsmüll weg.

ein gefährte meint: "aber das gehört doch zu meiner geschichte. warum soll ich gefühle aufgeben, die mein leben geprägt haben?"

der krieger lächelt, aber versucht nicht, etwas zu fühlen, was er nicht fühlt. er ändert sich und möchte, dass seine gefühle dies mit ihm tun."

... diese Aussage ist beeindruckend! Darüber muss ich noch ein bisschen nachdenken, schon da mich meine Vergangenheit gedanklich partiell immer wieder einholt.

Liebe Grüße und einen ruhigen letzten Wochentag blankness

Servus herr blankness
"... die Eigenanalyse ist eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Disziplin der Menschwerdung."

aber nur, wenn man sich nicht mit sich selbst und seinem handeln und seinen gefühlen beschäftigt... ich habe gelernt mein tun und meine gefühle zu reflektieren... es ist schwer... es tut oftmals verdammt weh... aber es bringt mich jedesmal um meilen nach vorne... auch wenn es manchmal erst den anschein hat, dass es mich nach hinten wirft...

"Die wirklich Alarmsignale habe ich im Rückspiegel meines Lebens erst gesehen, als ich wieder Hoffnung hatte. Folglich habe ich sehr lange im Dunkellicht gefischt und mir selbst im Weg gestanden."

das war... aber wie siehts heute aus? siehst du die alarmsignale eher? schenkst du ihnen beachtung? es ist immer so, dass man aus seinen fehlern erst rückblickend klug wird... aber man kann verhindern, die gleichen fehler nochmals zu machen...

"... der Abgrund kam dann mit voller Wucht und war nicht mehr steuerbar, wodurch ich dann Zeit hatte zu verweilen und zu suchen.... gefunden habe ich Hoffnung."

auch ein krieger des lichts macht ungewollt einen fehltritt und taucht in den abgrund.

die gespenster schrecken, die einsamkeit quält ihn. da er den guten kampf sucht, war er nicht darauf vorbereitet, das ihm das passieren könnte. aber es nun einmal passiert.. in die dunkelheit gehüllt, tritt er mit seinem meister in verbindung.

"meister, ich bin in den abgrund gefallen", sagt er. "das wasser ist dunkel und tief."

"vergiss eines nicht", gibt der meister zur antwort, man ertrinkt nicht, weil man unter wasser taucht, sondern weil man unter wasser bleibt."

und der krieger des lichts setzt all sine kräfte ein, um sich aus seiner misslichen lage zu befreien.

"... diesen Punkt habe ich nicht erreicht, obschon ich meine Schwankungen eh nur mit mir ausmache. Die Selbstdisziplin ist einfach dominant"

ein punkt, der mann und frau so verschieden macht? manN macht sichs mit sich aus... frau lässt die umwelt an ihrem leben mehr/eher teilhaben? *in den raum stell und fragend schau*

"... wieso brauchen Menschen eigentlich einen "Sinn" um zu leben? .. reicht das Leben nicht aus, um es als solches anzunehmen?"

weil das, was sie haben - das leben - ihnen zu wenig ist... weil sie die kleinigkeiten nicht zu schätzen wissen und auf das große warten... und so das große - nämlich die vielen kleinigkeiten - verpassen... meiner meinung nach der hauptgrund, warum sich viele auf ein paradies im leben nach dem tod vertrösten... das leben mit all seinen an- und unannehmlichkeiten ist zu wenig... es muss größer... besser... schöner sein... ein fataler denk- und lebensfehler...

" ich habe keinen Ödipuskomplex, so du dieses vermuten solltest"

warum sollte ich einen ödipuskomplex vermuten? da versteh ich den zusammenhang überhaupt nicht... ödipus war doch die type, der seinen vater tötete, um seiner mutter (auch sexuell) nahe sein zu können... und ich denk machos sind keine ödibusserln *macho war lediglich provokativ gemeint... gell *

"und Gedankengut ist doch philosophisch *gg*"

philosophieren wir ob gedankengut philosophisch ist? *g*

achte stets auf deine gedanken - sie werden zu worten.

achte stets auf deine worte - sie werden zu handlungen.

achte auf deine handlungen - sie werden gewohnheit.

achte auf deine gewohnheiten - sie werden zu charaktereigenschaften.

achte auf deinen charakter - er wird dein schicksal.

eine chinesische lebensweisheit... und die alten chinesen waren schlaue köpfe

ich denk gedankengut ist nicht nur philosophie... es ist auch ein stück charakter... lebenseinstellung... anfänglich sind es "nur" gedanken... aber irgendwann werden die meisten gedanken zu handlungen...

".. die Frage ist so gut, die möchte ich nicht durch meine Antwort zerstören *gg*"

*schmunzel* diese antwort muss ich mir merken... verinnerlichen... und auf die nächste frage, die ich nicht beantworten möchte, bekommt der fragende deine antwort *lach*

"Wenn du deinen Landsmann Freud bemühst,"

ein mensch, dem ich sehr gespalten gegenübersteh... bei ihm ist der spruch "genie und wahnsinn sind dicht aneinander" sehr treffend... so genial er war... so wahnsinnig war er auch... lag es an selbsttherapien, denen er sich unterzogen hat? *g*

""Glück war in der Schöpfung für den Menschen nicht vorgesehen""

*lach* hab ich ein glück, dass ich an die evolution glaub und nicht an die schöpfung... somit ist glück doch für mich vorgesehen

"und viele strafen ihn Lügen"

ich mit... ich mit

"also sind die "Was-Wäre-Wenn-Fragen" nur rein rhetorisch "

die was wäre wenn frage ist eine angstfrage... und angst ist zumeist etwas absolut

"... aber befrage mal einen Experten... ich bin auf die Antwort gespannt..."

ich auch *g* weil vielleicht nimmt mir seine expertenantwort eine entscheidung ab... entscheidungen treffen ist nicht immer meine leichteste übung *auch noch so eine nachwehe*

"... mit der Zeit begrüßt man diesen Zustand mit "herzlich Willkommen", ich habe dich schon vermisst aber mit etwas Eigensarkasmus kann man ganz gut damit leben... andere haben halt ab und an Rückenweh"

*arschkarte gezogen*g* höllische kreuzschmerzen darf ich seit meinem 18 lebensjahr mein eigen nennen... was musste ich denn auch auf der straße fahren, auf der der radiosendersuchende lkw lenker eines 38 tonner fuhr......

"Steppenwolf" und "die Leiden des jungen Werther"

kenn ich beide nicht... aber weihnachten naht... und somit weiß ich schon, was ich dem christkind auf die wunschliste schreib

"... die Methode des Psychiaters war unkonventionell aber spektakulär. In Anbetracht des Todes, den sie nicht mehr möchte, beschließt sie wieder zu leben... was mich auch fasziniert hat, war der Kreis derer die einfach nicht mehr gehen wollten eine amüsante Vorstellung..."

einerseits amüsant... kehr umd hand real und traurig... viele langjährigen psychiatriebewohner könnten "draussen" leben... lehnen dies jedoch ab... die annehmlichkeiten des psychiatriebetriebs überwiegen die unannehmlichkeiten... die macht der gewohnheit schlägt zu... dieses verhalten finde ich auch oft bei obdachlosen klienten vor... sie wollen einfach nichtmehr in ein geregeltes leben zurück... die einen, wegen der konsequenzen, die sie im "normalen" leben erwarten würden... die anderen ertragen nach jahrelangen straßenleben keine geschlossene räume mehr... die ursachen und gründe sind vielfälltig... so bunt, wie das leben nun mal ist *g*

sodale... jezz vertschüss ich mich wieder... sag danke für die angenehme unterhalung und für die denkanstöße... pain

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25. Oktober 2002 um 22:13

Servus ute
ängste sind sowas ungreifbares... so irrationales... und die angst vor der angst ist um ein vielfaches noch ungreifbarer und irrationaler, als jede andere angst...

während meiner "wilden zeit" hatte ich vor allem und jedem angst... heute begleitet mich zG keine angst ständig... dann und wann kommt die angst vor der angst... dann und wann keimt die angst vor neuerlich eintretenden depressionen auf... die abstände von dann und wann vergrößern sich... die ängste werden immer sanfter... melden sich nicht so intensiv, wie ich sie hatte... werden kleiner... nicht so platzeinnehmend...

es gibt ängste, die kann man rational verarbeiten/bearbeiten... sie dadurch von ihnen lösen... aber die angst vor der angst? gegen sie komm ich mit keiner logik an... ich kann mich nur trösten, dass ich alles erdenklich mögliche tu, dass sie nicht wiederkehrt... aber ich weiß, dass sie wiederkehren kann... und somit hat sie ja auch irgendwie berechtigung in erscheinung zu treten... schon allein, dass ich auf der hut bin... nicht wieder das leise pochen meiner seele ignorier...

angst ist ja nicht nur ein negatives gefühl... angst hat auch seine nützliche seite... sie schützt... mahnt uns zur vorsicht... möchte uns bewahren... mal vor rationalen, dann wieder vor irrationalen dingen, menschen, taten,....

negativ wirds eigentlich erst, wenn man panikattacken schiebt... die angst das leben bestimmt... die angst beeinträchtigt und einschränkt... wenn die angst zu viel platz einnimmt...

auch dir ein schönes wochenenderl, pain

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25. Oktober 2002 um 22:14
In Antwort auf esterhaeschen

Hallo ihr Beiden
es ist wunderschön was ihr da schreibt.

Euch beiden ein wunderschönes Wochenende

Esterhäschen


dungge... ihnen auch, frau mama ester

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26. Oktober 2002 um 0:45
In Antwort auf lynne_12661553

Servus herr blankness
"... die Eigenanalyse ist eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Disziplin der Menschwerdung."

aber nur, wenn man sich nicht mit sich selbst und seinem handeln und seinen gefühlen beschäftigt... ich habe gelernt mein tun und meine gefühle zu reflektieren... es ist schwer... es tut oftmals verdammt weh... aber es bringt mich jedesmal um meilen nach vorne... auch wenn es manchmal erst den anschein hat, dass es mich nach hinten wirft...

"Die wirklich Alarmsignale habe ich im Rückspiegel meines Lebens erst gesehen, als ich wieder Hoffnung hatte. Folglich habe ich sehr lange im Dunkellicht gefischt und mir selbst im Weg gestanden."

das war... aber wie siehts heute aus? siehst du die alarmsignale eher? schenkst du ihnen beachtung? es ist immer so, dass man aus seinen fehlern erst rückblickend klug wird... aber man kann verhindern, die gleichen fehler nochmals zu machen...

"... der Abgrund kam dann mit voller Wucht und war nicht mehr steuerbar, wodurch ich dann Zeit hatte zu verweilen und zu suchen.... gefunden habe ich Hoffnung."

auch ein krieger des lichts macht ungewollt einen fehltritt und taucht in den abgrund.

die gespenster schrecken, die einsamkeit quält ihn. da er den guten kampf sucht, war er nicht darauf vorbereitet, das ihm das passieren könnte. aber es nun einmal passiert.. in die dunkelheit gehüllt, tritt er mit seinem meister in verbindung.

"meister, ich bin in den abgrund gefallen", sagt er. "das wasser ist dunkel und tief."

"vergiss eines nicht", gibt der meister zur antwort, man ertrinkt nicht, weil man unter wasser taucht, sondern weil man unter wasser bleibt."

und der krieger des lichts setzt all sine kräfte ein, um sich aus seiner misslichen lage zu befreien.

"... diesen Punkt habe ich nicht erreicht, obschon ich meine Schwankungen eh nur mit mir ausmache. Die Selbstdisziplin ist einfach dominant"

ein punkt, der mann und frau so verschieden macht? manN macht sichs mit sich aus... frau lässt die umwelt an ihrem leben mehr/eher teilhaben? *in den raum stell und fragend schau*

"... wieso brauchen Menschen eigentlich einen "Sinn" um zu leben? .. reicht das Leben nicht aus, um es als solches anzunehmen?"

weil das, was sie haben - das leben - ihnen zu wenig ist... weil sie die kleinigkeiten nicht zu schätzen wissen und auf das große warten... und so das große - nämlich die vielen kleinigkeiten - verpassen... meiner meinung nach der hauptgrund, warum sich viele auf ein paradies im leben nach dem tod vertrösten... das leben mit all seinen an- und unannehmlichkeiten ist zu wenig... es muss größer... besser... schöner sein... ein fataler denk- und lebensfehler...

" ich habe keinen Ödipuskomplex, so du dieses vermuten solltest"

warum sollte ich einen ödipuskomplex vermuten? da versteh ich den zusammenhang überhaupt nicht... ödipus war doch die type, der seinen vater tötete, um seiner mutter (auch sexuell) nahe sein zu können... und ich denk machos sind keine ödibusserln *macho war lediglich provokativ gemeint... gell *

"und Gedankengut ist doch philosophisch *gg*"

philosophieren wir ob gedankengut philosophisch ist? *g*

achte stets auf deine gedanken - sie werden zu worten.

achte stets auf deine worte - sie werden zu handlungen.

achte auf deine handlungen - sie werden gewohnheit.

achte auf deine gewohnheiten - sie werden zu charaktereigenschaften.

achte auf deinen charakter - er wird dein schicksal.

eine chinesische lebensweisheit... und die alten chinesen waren schlaue köpfe

ich denk gedankengut ist nicht nur philosophie... es ist auch ein stück charakter... lebenseinstellung... anfänglich sind es "nur" gedanken... aber irgendwann werden die meisten gedanken zu handlungen...

".. die Frage ist so gut, die möchte ich nicht durch meine Antwort zerstören *gg*"

*schmunzel* diese antwort muss ich mir merken... verinnerlichen... und auf die nächste frage, die ich nicht beantworten möchte, bekommt der fragende deine antwort *lach*

"Wenn du deinen Landsmann Freud bemühst,"

ein mensch, dem ich sehr gespalten gegenübersteh... bei ihm ist der spruch "genie und wahnsinn sind dicht aneinander" sehr treffend... so genial er war... so wahnsinnig war er auch... lag es an selbsttherapien, denen er sich unterzogen hat? *g*

""Glück war in der Schöpfung für den Menschen nicht vorgesehen""

*lach* hab ich ein glück, dass ich an die evolution glaub und nicht an die schöpfung... somit ist glück doch für mich vorgesehen

"und viele strafen ihn Lügen"

ich mit... ich mit

"also sind die "Was-Wäre-Wenn-Fragen" nur rein rhetorisch "

die was wäre wenn frage ist eine angstfrage... und angst ist zumeist etwas absolut

"... aber befrage mal einen Experten... ich bin auf die Antwort gespannt..."

ich auch *g* weil vielleicht nimmt mir seine expertenantwort eine entscheidung ab... entscheidungen treffen ist nicht immer meine leichteste übung *auch noch so eine nachwehe*

"... mit der Zeit begrüßt man diesen Zustand mit "herzlich Willkommen", ich habe dich schon vermisst aber mit etwas Eigensarkasmus kann man ganz gut damit leben... andere haben halt ab und an Rückenweh"

*arschkarte gezogen*g* höllische kreuzschmerzen darf ich seit meinem 18 lebensjahr mein eigen nennen... was musste ich denn auch auf der straße fahren, auf der der radiosendersuchende lkw lenker eines 38 tonner fuhr......

"Steppenwolf" und "die Leiden des jungen Werther"

kenn ich beide nicht... aber weihnachten naht... und somit weiß ich schon, was ich dem christkind auf die wunschliste schreib

"... die Methode des Psychiaters war unkonventionell aber spektakulär. In Anbetracht des Todes, den sie nicht mehr möchte, beschließt sie wieder zu leben... was mich auch fasziniert hat, war der Kreis derer die einfach nicht mehr gehen wollten eine amüsante Vorstellung..."

einerseits amüsant... kehr umd hand real und traurig... viele langjährigen psychiatriebewohner könnten "draussen" leben... lehnen dies jedoch ab... die annehmlichkeiten des psychiatriebetriebs überwiegen die unannehmlichkeiten... die macht der gewohnheit schlägt zu... dieses verhalten finde ich auch oft bei obdachlosen klienten vor... sie wollen einfach nichtmehr in ein geregeltes leben zurück... die einen, wegen der konsequenzen, die sie im "normalen" leben erwarten würden... die anderen ertragen nach jahrelangen straßenleben keine geschlossene räume mehr... die ursachen und gründe sind vielfälltig... so bunt, wie das leben nun mal ist *g*

sodale... jezz vertschüss ich mich wieder... sag danke für die angenehme unterhalung und für die denkanstöße... pain

Guten Morgen...
"... Die meisten Menschen leben nicht im Leben, sondern in einem Schein, in einer Art Algebra, wo nichts ist und alles nur bedeutet. Ich möchte das Sein aller Dinge stark spüren und in das Sein getaucht, das tiefe, wirkliche Bedeuten. Denn das ganze Universum ist ja voll Bedeutung, ist gestaltgewordener Sinn. Das Hochsein der Berge, das Großsein des Meeres, das Dunkelsein der Nacht, die Art, wie Pferde dreinschauen, wie unsere Hände gebaut sind, wie der Boden in Wellen und Mulden verläuft oder in Dünen, oder in harten Klippen, die Art, wie ein ganzes Land von einem Berg aussieht, und wie einem wird, wenn man an einem heißen Tag unter eine kühlen Hausflur mit nassen Steinfliesen tritt oder wenn man Gefrorenes isst... in allen den unzähligen Dingen des Lebens liegt, in jedem einzelnen
und unvergleichlich, etwas ausgedrückt, das sich mit Worten nie wiedergeben lässt, aber zu unserer Seele redet. ..."

... das ist z.B. ein Text der mich oft begleitet hat. Es ist eine andere Welt die sich vielen Menschen nicht erschließt, denn sie ist gefährlich.
... in diesem Denken gibt es kein Ausrufezeichen hinter einer Frage, sondern immer wieder ein "Warum"....

""... die Eigenanalyse ist eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Disziplin der Menschwerdung.""

"aber nur, wenn man sich nicht mit sich selbst und seinem handeln und seinen gefühlen beschäftigt... ich habe gelernt mein tun und meine gefühle zu reflektieren... es ist schwer... es tut oftmals verdammt weh... aber es bringt mich jedesmal um meilen nach vorne... auch wenn es manchmal erst den anschein hat, dass es mich nach hinten wirft..."

... Gefühle machen verletzlich... sie entreißen den Panzer der Unantastbarkeit und entblößen die Seele. Man wird nicht nur für die eigene Erkenntnis zu einem offenen Buch, sondern auch für viele Menschen denen man begegnet... und manchmal stellt sich die Frage "ob das Wissen um tiefen der eigenen Seele" ein Fluch oder Segen ist.


""Die wirklich Alarmsignale habe ich im Rückspiegel meines Lebens erst gesehen, als ich wieder Hoffnung hatte. Folglich habe ich sehr lange im Dunkellicht gefischt und mir selbst im Weg gestanden.""

"das war... aber wie siehts heute aus? siehst du die alarmsignale eher? schenkst du ihnen beachtung?"

... jetzt wird es wieder geschlechtsspezifisch *g* manchmal denke ich, ich wäre wieder der Fels in der Brandung und was kann mich schon erschüttern... vor lauter Wellenklang höre ich nicht die Sirenen und schon straft mich das Dasein wieder *g* ... aber langsam lerne ich (ja, das geht auch bei Männern *g*) das ich halt zu oft Fels und zu selten Welle war und diesen Zustand ausgleichen muss...

... fachlich *g* ich domestiziere meine Einstellung, um nicht erst im fallen zu merken, dass ich wanke *g*

"es ist immer so, dass man aus seinen fehlern erst rückblickend klug wird... aber man kann verhindern, die gleichen fehler nochmals zu machen... "

... das Leben ist zu kurz, um jeden Fehler selbst zu machen, aber man kann den "einen" öfters wiederholen


""... diesen Punkt habe ich nicht erreicht, obschon ich meine Schwankungen eh nur mit mir ausmache. Die Selbstdisziplin ist einfach dominant""

"ein punkt, der mann und frau so verschieden macht? manN macht sichs mit sich aus... frau lässt die umwelt an ihrem leben mehr/eher teilhaben? *in den raum stell und fragend schau* "

... wenn es einen signifikanten Unterschied gibt, dann ist es wohl dieser. ... jedoch kann ich hier im speziellen nur für mich schreiben. Es fehlt an emotionaler Intelligenz - nicht in der Bewertung des eigenen Lebens, sondern im leben des selbigen. Es ist impliziertes Statusdenken... ich muss stark sein um zu helfen, schwäche heißt verwundbar werden... einfach schrecklich und naiv...

""... wieso brauchen Menschen eigentlich einen "Sinn" um zu leben? .. reicht das Leben nicht aus, um es als solches anzunehmen?""

"weil das, was sie haben - das leben - ihnen zu wenig ist... weil sie die kleinigkeiten nicht zu schätzen wissen und auf das große warten... und so das große - nämlich die vielen kleinigkeiten - verpassen... meiner meinung nach der hauptgrund, warum sich viele auf ein paradies im leben nach dem tod vertrösten... das leben mit all seinen an- und unannehmlichkeiten ist zu wenig... es muss größer... besser... schöner sein... ein fataler denk- und lebensfehler..."

... eine Rose wollte immer eine Rose sein und nichts anderes
... ein Elefant wollte immer ein Elefant sein und nichts anderes
... aber der Menschen glaubt zu denken, sich ständig ändern zu müssen... adaptiert zu leben, um etwas anderes zu werden *gg*

"" ich habe keinen Ödipuskomplex, so du dieses vermuten solltest""

"warum sollte ich einen ödipuskomplex vermuten? da versteh ich den zusammenhang überhaupt nicht... ödipus war doch die type, der seinen vater tötete, um seiner mutter (auch sexuell) nahe sein zu können... und ich denk machos sind keine ödibusserln *macho war lediglich provokativ gemeint... gell *"

... mit dem Ödipuskomplex bezeichnet man einen Menschen, der eine zu große Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hat... meist rekrutieren sind aus diesem psychologischen Leiden der sogenannten Machos... *g*

""und Gedankengut ist doch philosophisch *gg*""

"philosophieren wir ob gedankengut philosophisch ist? *g*"

"ich denk edankengut ist nicht nur philosophie... es ist auch ein stück charakter... lebenseinstellung... anfänglich sind es "nur" gedanken... aber irgendwann werden die meisten gedanken zu handlungen..."

... das soll doch jetzt kein geschichtlicher Exkurs über die Philosophie des Denkens werden *gg* ... lass mir bitte die Freiheit auch einmal provokant zu sein... nicht um zu richten, sondern um mit dir zu schmunzeln... *lächelt*


""Wenn du deinen Landsmann Freud bemühst,""

"ein mensch, dem ich sehr gespalten gegenübersteh... bei ihm ist der spruch "genie und wahnsinn sind dicht aneinander" sehr treffend... so genial er war... so wahnsinnig war er auch... lag es an selbsttherapien, denen er sich unterzogen hat? *g*"

... ich bin einfach von vielen seiner Ideen immer noch fasziniert... ich nehme sie zwar nicht wörtlich als Dogma, aber er hat die Geschichte der modernen Psychologie einfach entworfen.

... und er ist das beste Beispiel, dass Psychologen Spezialisten ihrer eigenen Schwächen sind. Er litt an Agoraphobie, an diversen Phobien... hatte ein vollkommen verklärtes Frauenbild und war genial in der Behandlung eben dieser Leiden.


""... aber befrage mal einen Experten... ich bin auf die Antwort gespannt...""

"ich auch *g* weil vielleicht nimmt mir seine expertenantwort eine entscheidung ab... entscheidungen treffen ist nicht immer meine leichteste übung *auch noch so eine nachwehe*"

... hoffentlich rät er dir nicht zu Drillingen *gg*

... damit verabschiede ich mich in das Wochenende... ich habe jetzt wieder einmal 2 Tage frei und hoffe das ich etwas Ruhe finde.

Liebe Grüße blankness

P.S. auch ich möchte mich für diesen sehr interessanten Austausch bei dir bedanken....



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26. Oktober 2002 um 4:28
In Antwort auf esterhaeschen

Hallo ihr Beiden
es ist wunderschön was ihr da schreibt.

Euch beiden ein wunderschönes Wochenende

Esterhäschen

Guten Morgen Ester....
.. ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende...

.. und alle aufpassen, der Sturm weht über das Land

Liebe Grüße
blankness

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26. Oktober 2002 um 4:42

Hallo Ute..
... kennst du diese kleine Geschichte?

Einst saß ein alter, weiser Mann unter einem Baum, als der Seuchengott des Weges kam. Der Weise fragte ihn:" Wohin gehst Du?" und der Seuchengott antwortete ihm:" Ich gehe in die Stadt und werde dort hundert Menschen töten."

Auf seiner Rückreise kam der Seuchengott wieder bei dem Weisen vorbei. Der Weise sprach zu ihm:" Du sagtest mir, daß Du nur hundert Menschen töten wolltest. Reisende aber haben mir berichtet, es wären zehntausend gestorben."

Der Seuchengott aber sprach:" Ich tötete nur hundert. Die anderen hat die eigene Angst umgebracht."

***************************

... was du beschreibst wäre die Konfrontation mit den eigenen Ängsten. Jedoch - pain hat recht - die Angst vor der Angst entzieht sich diesem Konzept. Ich kann die Konfrontation nur suchen, wenn ich meinen Gegner kenne...

... willst du die Angst vor der Angst besiegen oder ihren Ursprung sehen, dann musst du ganz tief in die Abgründe der eigenen Seele... und schon Goethe warnte "die Geister die ich rief, werd ich nicht mehr los"...

... ich wünsche dir auch ein schönes ruhiges erholsames Wochenende

blankness

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26. Oktober 2002 um 7:42
In Antwort auf woden_12646217

Guten Morgen Ester....
.. ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende...

.. und alle aufpassen, der Sturm weht über das Land

Liebe Grüße
blankness

ich wollte Dir noch sagen...
dass ich von der Art und Weise wie Du schreibst, fasziniert bin.

Liebe Grüsse

Esterhäschen

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26. Oktober 2002 um 16:21

Servus ute
angst ist ein vielseitiges gefühl... es reicht von einem kurzen gedanken... über flaues gefühl im magen bishin zur panikattacke... türlich ist es feiner, wenn man nur ein leises grummeln im bauch spürt und angst sich so ausdrückt... aber je größer die angst, umso heftiger die reaktion... oftmals ist angst auch nur ein deutliches zeichen für unwohlsein...

ich mag zb. keine menschenmengen... je nach tagesverfassung, ablenkung und personen, die bei mir sind ist es abhängig, ob und wie intensiv ich es wahrnehme... manchmal sind menschenmassen ok, manchmal werd ich ruhig... fühl mich unwohl... und dann kommts wieder ganz hart... mit übelkeit... migräne... panikattacken... agression... verzweiflung... weinen...

aber das schlimmste an all dem ist, wenn man nicht verstanden wird... wenn man noch das gefühl vermittelt bekommt, man ist nicht ganz sauber im kopf... man fühlt sich eh schon gottselendiglich und bekommt dann noch eine oben drauf... *wah*s leben kann so ungerecht sein*

ich versuche immer, gegen meine ängste anzukämpfen... zb. hab ich höhenangst... aber nur bei gebilden, die schwanken und wanken... wo ich die bewegung spüre... ein hochhaus ist kein problem... doch ein turm, der im wind dann schon mal leicht schwankt ist der nackte horror für mich... ich zwing mich, dass ich trotzdem hochgeh... mich überwind und bin dann immer furchtbar stolz, wenn ich es geschafft hab...

als wir in deutschland waren, sind wir in bottrop auf diese komische pyramide gestapft... das raufgehen war kein problem... doch oben auf der plattform gings dann los... es ging sturm und die pyramide schwankte leicht... meine finger krallen sich dann zum einem ins geländer, zum andren in herr schatzls arm... mir wird übel... meine knie werden weich und ich hab das gefühl, jezz und jezz kipp ich um und alles wird schwarz um mich... obwohl ich noch nie in meinem leben ohnmächtig wurde... oder das bewusstsein verlor...

ich schau dann meist auf die uhr und sag ruhig zu mir, dass ich es jezz noch zb. eine minute aushalten muss und dann runterdarf... nach der minute versuch ich dann nochmal eine minute... und wenn ich dann mal fünf oder zehn minuterl oben ausgeharrt hab und die angst leiser und weniger wurde, dann bin ich mörder stolz auf mich auf der bottroper pyramide hab ichs glatte 15 minuten ausgehalten ... und ich konnte sogar die aussicht geniessen... somit hab ich meiner angst wieder mal gezeigt, dass sie wohl kommen kann, ich aber trotzdem noch freude am tun hab

wie vorhin schon erwähnt ich hasse menschenmengen... menschenansammlungen... diese phobie hatte ich schon als kleines kind... mir war nie wohl in meiner haut, wenn ich zwuck (ganze 162 cm "groß") von tausenden menschen umzingelt bin... zumeist hab ich dann auch das fragwürdige vergnügen, dass große menschen um mich sind und ich mir die verschiedensten bäuche anschauen kann... dabei möcht ich keine bäuche sehen

herr schatzl mag menschenmengen auch nicht so, nimmt sie aber in kauf, wenn er dafür etwas erleben kann... im sommer waren wir in faak am faakersee am harley davidson festl... für mich der blanke horror... herr schatzl strahlte mit den hochpolierten harleys um die wette... am liebsten wär er gleich über nacht geblieben und hätte sich das am nächsten tag nochmal gegeben... aber das war nicht möglich... ich bekam einen angstanfall vom feinsten... so mussten wir das geschehen des treibens frühzeitig verlassen, weil ich sonst absolut ausgezuckt wär... kurz vorm plärren war ich schon...

nun... herr schatzl bekam zum geburtstag einen gutschein von mir... nächstes jahr in meiner begleitung das wochenende in faak, wenn das harleyfestl ist... noch wirds mir flau im magen, wenn ich an mein versprechen denke... aber ich hab ja noch zeit... und momentan setz ich mich immer wieder mal menschenmassen aus, einfach um zu trainieren... bis august 2oo3 werd ichs dann schon so weit in griff haben, dass wir das we geniessen können und nicht von meiner angst in die flucht geschlagen werden

"Ja, ich meinte auch nicht, dass ich Ängste rational verarbeiten kann - hach wäre das schön, wenn das ginge."

manchmal geht das... manche ängste kann ich ganz rational in die flucht schlagen... zb. prüfungsangst... wenn sie kommt, dann red ich mir einfach ganz lang und nüchtern ein, dass ich nicht mehr als durchfliegen kann und dass das nicht der weltuntergang ist... ich bekomm so nur die chance, nochmal zu lernen und es nochmal und dann besser zu machen... zumeist half das zumindest so weit, dass ich positiv war und kein zweites mal hingehen musste

"Na und nachträglich Panik bekommen ist ja dann doch zu blöd - das war ein der Situation ins Auge sehen für mich."

klar ists blöd... aber sag das mal deiner angst *g* es sind schöne und lehrreiche momente, wenn man etwas unbewusst macht und erst hinterher feststellt, dass dies eine angstsituation war, die angst jedoch ausblieb... auch eine gute therapie

"Naja und dabei ist mir eben das Bild mit dem Schattenspiel in den Sinn gekommen, weil das ähnlich wirkt."

der vergleich ist absolut zulässig und passend... man sieht etwas übermächtiges, grauenhaftes mit einer fratze... und wenn man es näher betrachtet, dann kann es auch etwas wundervolles sein...

zb. spinnen... tiere, vor denen ich nie angst hatte und die ich wunderschön finde... aber erzähl mal einem menschen mit arachnophobie, dass eine spinne ein schönes tier ist *g* und wenn man eine spinne nüchtern betrachtet, ist sie ein kleines, hilfloses tierchen... vorallem in unseren breitengraden... bei vogelspinnen und co siehts etwas anders aus... aber ich denk, die wenigsten von uns werden zufällig eine vogelspinne in ihrer wohnung finden *g*

tiere, vor denen ich absolute panik habe sind hornissen, skorpione und ratten... aber das ist wohl so, weil diese angst mir von meiner mutter eingeimpft wurde... auch sie hat vor diesen dreien absolute panik... rational betrachtet total irrational... hornissen sind für den menschen kaum tötlich... die meisten skorpionarten haben die giftigkeit einer biene und ratten tun auch nichts, wenn man sie nicht in die enge treibt...

meine rattenangst konnte ich zumindest soweit in griff bekommen, dass ich sie als haustiere mag und auch angreif und sie auf mir klettern lass... jedoch habe ich großen respekt vor ihnen... ihre zahnderl sind schon spitzig *g*...

meine hornissenangst und skorpionphobie sind noch immer mein... die werd ich wohl nicht los... seh aber auch keine veranlassung etwas daran zu ändern... so oft hab ich mit diesen viechern keinen kontakt... und wenn doch, dann räum ich das feld *g*

liebe grüße, pain

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26. Oktober 2002 um 16:22
In Antwort auf esterhaeschen

ich wollte Dir noch sagen...
dass ich von der Art und Weise wie Du schreibst, fasziniert bin.

Liebe Grüsse

Esterhäschen

Holla...
ich dachte ES wollte um 7 losfahren?

gruß und knuddel, painderl

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26. Oktober 2002 um 17:27
In Antwort auf woden_12646217

Guten Morgen...
"... Die meisten Menschen leben nicht im Leben, sondern in einem Schein, in einer Art Algebra, wo nichts ist und alles nur bedeutet. Ich möchte das Sein aller Dinge stark spüren und in das Sein getaucht, das tiefe, wirkliche Bedeuten. Denn das ganze Universum ist ja voll Bedeutung, ist gestaltgewordener Sinn. Das Hochsein der Berge, das Großsein des Meeres, das Dunkelsein der Nacht, die Art, wie Pferde dreinschauen, wie unsere Hände gebaut sind, wie der Boden in Wellen und Mulden verläuft oder in Dünen, oder in harten Klippen, die Art, wie ein ganzes Land von einem Berg aussieht, und wie einem wird, wenn man an einem heißen Tag unter eine kühlen Hausflur mit nassen Steinfliesen tritt oder wenn man Gefrorenes isst... in allen den unzähligen Dingen des Lebens liegt, in jedem einzelnen
und unvergleichlich, etwas ausgedrückt, das sich mit Worten nie wiedergeben lässt, aber zu unserer Seele redet. ..."

... das ist z.B. ein Text der mich oft begleitet hat. Es ist eine andere Welt die sich vielen Menschen nicht erschließt, denn sie ist gefährlich.
... in diesem Denken gibt es kein Ausrufezeichen hinter einer Frage, sondern immer wieder ein "Warum"....

""... die Eigenanalyse ist eine der schwersten, wenn nicht die schwerste Disziplin der Menschwerdung.""

"aber nur, wenn man sich nicht mit sich selbst und seinem handeln und seinen gefühlen beschäftigt... ich habe gelernt mein tun und meine gefühle zu reflektieren... es ist schwer... es tut oftmals verdammt weh... aber es bringt mich jedesmal um meilen nach vorne... auch wenn es manchmal erst den anschein hat, dass es mich nach hinten wirft..."

... Gefühle machen verletzlich... sie entreißen den Panzer der Unantastbarkeit und entblößen die Seele. Man wird nicht nur für die eigene Erkenntnis zu einem offenen Buch, sondern auch für viele Menschen denen man begegnet... und manchmal stellt sich die Frage "ob das Wissen um tiefen der eigenen Seele" ein Fluch oder Segen ist.


""Die wirklich Alarmsignale habe ich im Rückspiegel meines Lebens erst gesehen, als ich wieder Hoffnung hatte. Folglich habe ich sehr lange im Dunkellicht gefischt und mir selbst im Weg gestanden.""

"das war... aber wie siehts heute aus? siehst du die alarmsignale eher? schenkst du ihnen beachtung?"

... jetzt wird es wieder geschlechtsspezifisch *g* manchmal denke ich, ich wäre wieder der Fels in der Brandung und was kann mich schon erschüttern... vor lauter Wellenklang höre ich nicht die Sirenen und schon straft mich das Dasein wieder *g* ... aber langsam lerne ich (ja, das geht auch bei Männern *g*) das ich halt zu oft Fels und zu selten Welle war und diesen Zustand ausgleichen muss...

... fachlich *g* ich domestiziere meine Einstellung, um nicht erst im fallen zu merken, dass ich wanke *g*

"es ist immer so, dass man aus seinen fehlern erst rückblickend klug wird... aber man kann verhindern, die gleichen fehler nochmals zu machen... "

... das Leben ist zu kurz, um jeden Fehler selbst zu machen, aber man kann den "einen" öfters wiederholen


""... diesen Punkt habe ich nicht erreicht, obschon ich meine Schwankungen eh nur mit mir ausmache. Die Selbstdisziplin ist einfach dominant""

"ein punkt, der mann und frau so verschieden macht? manN macht sichs mit sich aus... frau lässt die umwelt an ihrem leben mehr/eher teilhaben? *in den raum stell und fragend schau* "

... wenn es einen signifikanten Unterschied gibt, dann ist es wohl dieser. ... jedoch kann ich hier im speziellen nur für mich schreiben. Es fehlt an emotionaler Intelligenz - nicht in der Bewertung des eigenen Lebens, sondern im leben des selbigen. Es ist impliziertes Statusdenken... ich muss stark sein um zu helfen, schwäche heißt verwundbar werden... einfach schrecklich und naiv...

""... wieso brauchen Menschen eigentlich einen "Sinn" um zu leben? .. reicht das Leben nicht aus, um es als solches anzunehmen?""

"weil das, was sie haben - das leben - ihnen zu wenig ist... weil sie die kleinigkeiten nicht zu schätzen wissen und auf das große warten... und so das große - nämlich die vielen kleinigkeiten - verpassen... meiner meinung nach der hauptgrund, warum sich viele auf ein paradies im leben nach dem tod vertrösten... das leben mit all seinen an- und unannehmlichkeiten ist zu wenig... es muss größer... besser... schöner sein... ein fataler denk- und lebensfehler..."

... eine Rose wollte immer eine Rose sein und nichts anderes
... ein Elefant wollte immer ein Elefant sein und nichts anderes
... aber der Menschen glaubt zu denken, sich ständig ändern zu müssen... adaptiert zu leben, um etwas anderes zu werden *gg*

"" ich habe keinen Ödipuskomplex, so du dieses vermuten solltest""

"warum sollte ich einen ödipuskomplex vermuten? da versteh ich den zusammenhang überhaupt nicht... ödipus war doch die type, der seinen vater tötete, um seiner mutter (auch sexuell) nahe sein zu können... und ich denk machos sind keine ödibusserln *macho war lediglich provokativ gemeint... gell *"

... mit dem Ödipuskomplex bezeichnet man einen Menschen, der eine zu große Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hat... meist rekrutieren sind aus diesem psychologischen Leiden der sogenannten Machos... *g*

""und Gedankengut ist doch philosophisch *gg*""

"philosophieren wir ob gedankengut philosophisch ist? *g*"

"ich denk edankengut ist nicht nur philosophie... es ist auch ein stück charakter... lebenseinstellung... anfänglich sind es "nur" gedanken... aber irgendwann werden die meisten gedanken zu handlungen..."

... das soll doch jetzt kein geschichtlicher Exkurs über die Philosophie des Denkens werden *gg* ... lass mir bitte die Freiheit auch einmal provokant zu sein... nicht um zu richten, sondern um mit dir zu schmunzeln... *lächelt*


""Wenn du deinen Landsmann Freud bemühst,""

"ein mensch, dem ich sehr gespalten gegenübersteh... bei ihm ist der spruch "genie und wahnsinn sind dicht aneinander" sehr treffend... so genial er war... so wahnsinnig war er auch... lag es an selbsttherapien, denen er sich unterzogen hat? *g*"

... ich bin einfach von vielen seiner Ideen immer noch fasziniert... ich nehme sie zwar nicht wörtlich als Dogma, aber er hat die Geschichte der modernen Psychologie einfach entworfen.

... und er ist das beste Beispiel, dass Psychologen Spezialisten ihrer eigenen Schwächen sind. Er litt an Agoraphobie, an diversen Phobien... hatte ein vollkommen verklärtes Frauenbild und war genial in der Behandlung eben dieser Leiden.


""... aber befrage mal einen Experten... ich bin auf die Antwort gespannt...""

"ich auch *g* weil vielleicht nimmt mir seine expertenantwort eine entscheidung ab... entscheidungen treffen ist nicht immer meine leichteste übung *auch noch so eine nachwehe*"

... hoffentlich rät er dir nicht zu Drillingen *gg*

... damit verabschiede ich mich in das Wochenende... ich habe jetzt wieder einmal 2 Tage frei und hoffe das ich etwas Ruhe finde.

Liebe Grüße blankness

P.S. auch ich möchte mich für diesen sehr interessanten Austausch bei dir bedanken....



Servus herr blankness
auch ich bin ein hinterfragender mensch... möchte am liebsten für fast alles und jeden eine begründung... aber es gibt dinge, die für mich einfach sind... so der sinn des lebens... der sinn des lebens ist DAS LEBEN... und nicht irgendein paradies... oder ein versprechen einer "höheren gestalt"... allein das ich leben darf und kann ist sinn genug es zu tun... genauso seh ich es bei der liebe... erich fried hat meinen gedanken gestalt gegeben... es ist mein absolutes lieblingsgedicht...

... Was es ist ...

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt sie Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
(erich fried)

warum ist ein berg so hoch? dass ich raufgehen kann und dann die schönste aller aussichten genießen kann... logisch, oder? detto das meer... dass ich etwas seh, was kein ende hat... das einfach unendlich ist... vielleicht ist es auch so groß, dass sich die menschen die unendlichkeit vorstellen können? oder dass jeder der darin lebt genug platz hat... es hat sicher einen grund... und welchen grund es hat, sollte jeder für sich selbst definieren...

"... Gefühle machen verletzlich... sie entreißen den Panzer der Unantastbarkeit und entblößen die Seele. Man wird nicht nur für die eigene Erkenntnis zu einem offenen Buch, sondern auch für viele Menschen denen man begegnet... und manchmal stellt sich die Frage "ob das Wissen um tiefen der eigenen Seele" ein Fluch oder Segen ist."

wie sehr sich das buch für die umwelt öffnet, bestimmt der gute schauspieler selbst ... selbst als ich meine wirklich schlimmste zeit hatte merkten nur die menschen, wie es in mir aussieht, die ich daran teilhaben ließ... rundherum war ich wie immer, die gut gelaunte, starke powerpain, die alles und jeden schafft...

man traf mich zwar nicht so häufig an und ich war phasenweise sehr müde... doch man vermutete, dass mich mein job (erzieherin in einem kinderheim - vollzeit - 174 std./monat) und das finish meiner ausbildung (sozialpädagogik - berufsbegleitend) so stresst... dabei stresste mich am meisten, dass ich meine fassade aufrecht erhalte... dass die mauer nicht fällt... das kostete verdammt viel kraft... aber es gelang

ich hatte glück, dass ich die "richtigen" einweihte, wie es tatsächlich um mich steht und wie es in mir aussieht... ich war nur für eine handvoll menschen verletzlich geworden... und diese nützten meine schwäche nicht aus, sondern versuchten mich zu stärken... dadurch bin mit meiner taktik "teilweise die mauer komplett fallen zu lassen" gut durchgekommen... für mich ist es ein profit zu wissen, wie die hinterste ecke meiner seele aussieht...

auch schwäche zeigen zu können ist stärke!

"... jetzt wird es wieder geschlechtsspezifisch *g* manchmal denke ich, ich wäre wieder der Fels in der Brandung und was kann mich schon erschüttern... vor lauter Wellenklang höre ich nicht die Sirenen und schon straft mich das Dasein wieder *g*"

ich denk das ist ein ganz wichtiger aspekt in unserer gesellschaft... mann hat stark zu sein... frau darf schwäche zeigen... und wenn sie übertreibt, dann bleibt noch die allmonatliche ausrede "mens"... oder sie ist halt eine hysterikerin... aber das ist auch noch nicht so schlimm, wie ein "weichei" zu sein... eine hysterikerin kann man dann und wann schon noch ernst nehmen... aber ein weichei? ein weicher, verletzlicher mann muss auf allen linien der looser sein... kann nicht gewinnen... darf nicht gewinnen, denn die hauptpreise sind den starken zugedacht *zyn*

ich denk es ist ein denkfehler... man tut mit dieser denk- und verhaltensweise beiden geschlechtern nichts gutes... ich litt 1o jahre unter der gefühlskälte meines partners... ich bezweifel nicht, dass er mich liebte... ihm einiges nahe ging... aber er konnte es mir nicht mitteilen... erklärte mir nach fast 11 jähriger beziehung, dass er NIE das vertrauen in mich hatte, dass er mich an seiner gefühlswelt teilhaben lassen könnte... wenn man selbst wie ein offenes buch vor einem menschen liegt... ihm sogar sein leben in die hand gegeben hätte und dieser dann eröffnet, er vertraut nach so langer zeit noch immer nicht, dann ist das wie ein keulenschlag... ein tötlicher keulenschlag...

ich denk in der beziehung wäre einiges anders gelaufen, hätte er mich auch an seiner gefühlswelt teilhaben lassen... hätte auch er mir gezeigt, wie es in ihm aussieht... wir hätten uns beides einiges erspart...

ich habe meine lebenssituation geändert... er nicht... er hat nach wie vor niemanden, dem er vertrauen kann... keinen freund, keine partnerin... nur sich selbst... und ich glaub er lässt sich selbst nicht an seiner gefühlswelt teilhaben, da er auch zu sich nicht das nötige vertrauen hat........

"... aber langsam lerne ich (ja, das geht auch bei Männern *g*)"

EEEEECCCCCCHHHHHTTTTTT? *sfg*

aber nicht bei allen, oder? du bist da eher die rare ausnahme, oder? *gg*

"das ich halt zu oft Fels und zu selten Welle war und diesen Zustand ausgleichen muss..."

ein schwieriges, aber hilfreiches unterfangen... und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass schwäche zeigen stärke ist... die ewig coolen sind die verletztesten menschen... denn ohne verletzungen wären sie nicht zu dem geworden, was sie sind...

"... fachlich *g* ich domestiziere meine Einstellung, um nicht erst im fallen zu merken, dass ich wanke *g*"

ist das gelungen, bekommt das leben noch mal eine neue qualität... und man wird immer sensibler... merkt dann schon mal ein lüftchen und braucht nicht mehr den sturm... geschweige denn den fall...

"... das Leben ist zu kurz, um jeden Fehler selbst zu machen, aber man kann den "einen" öfters wiederholen "

das kommt auf den fehler an... es gibt fehler, die wiederhole ich immer und immer wieder... aber im moment des begehens nehme ich sie nicht so als fehler wahr... zb. alkohol... nach jedem rausch denk ich mir, dass war ein riesen fehler... gestern hatte ich’s lustig, heut is mir zum sterben... aber dann... das nächste fest... und all die vernunftsentscheidungen sind weg *g*

"jedoch kann ich hier im speziellen nur für mich schreiben."

von dir... aus dir... von deinen erfahrungen... von deinen erlebnissen... mir geht’s nicht anders... aber man kann dann doch rückschlüsse, die für einen zulässig sind ziehen, ohne es damit pauschal und unüberlegt zu verallgemeinern...

"Es fehlt an emotionaler Intelligenz - nicht in der Bewertung des eigenen Lebens, sondern im leben des selbigen. Es ist impliziertes Statusdenken... ich muss stark sein um zu helfen, schwäche heißt verwundbar werden... einfach schrecklich und naiv..."

fehlt es da nicht eher am ausleben der eI? ich denk sie ist vorhanden... aber die angst vor den konsequenzen, die das ausleben mit sich bringen ist zZ noch abhaltend... oder? und da sind wir wieder bei den kapitalsten und einschneidensten fehlern unserer leistungs- und wegwerfgesellschaft...

"... eine Rose wollte immer eine Rose sein und nichts anderes
... ein Elefant wollte immer ein Elefant sein und nichts anderes
... aber der Menschen glaubt zu denken, sich ständig ändern zu müssen... adaptiert zu leben, um etwas anderes zu werden *gg*"

wen wunderts? von ganz klein auf wird man immer mit den braven, lieben, guten kindern verglichen... und wenn man dann nicht eine dicke haut hat, dann vesucht man in eine rolle zu schlüpfen, die einem eigentlich nicht passt... welch glück, dass es rebellen wie mich gibt *g*

"... mit dem Ödipuskomplex bezeichnet man einen Menschen, der eine zu große Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hat... meist rekrutieren sind aus diesem psychologischen Leiden der sogenannten Machos... *g*"

mhm... machos sind für mich menschen, die ein falsches frauenbild impliziert haben... die frauen klein halten müssen, um selbst groß zu wirken... zumeist sind es blender... aber mit einer übermäßigen mutterliebe bring ich machohaftes verhalten nicht in zusammenhang... eher mit einer tendenz zum frauenhass... sie ertragen starke frauen zumeist sehr schlecht... werden in ihrer anwesenheit klein und mickrig und müssen deshalb das können, wissen, tun der frauen niedermachen... damit der eigene schein aufrecht erhalten wird...

"... das soll doch jetzt kein geschichtlicher Exkurs über die Philosophie des Denkens werden *gg* ... lass mir bitte die Freiheit auch einmal provokant zu sein... nicht um zu richten, sondern um mit dir zu schmunzeln... *lächelt*"

och herr blankness... klar lächel und schmunzel ich gern mit dir... gern bin ich dann und wann provokant... und gern geb ich dir die freiheit selbiges zu tun *heut hab ich wieder einen extrem großzügigen tag... nutz es aus *g*

aber es freut mich auch tierisch, einen menschen gefunden zu haben, mit dem ich kommunizieren und philosophieren und fachsimpeln kann... dies hat mir geraume zeit gefehlt... und so musst du damit leben, dass ich von dir provokant gemeinte aussagen aufschnappe und philosophisch angeh... was nicht heißt, dass ich deine provokationen nicht versteh oder sie dir nicht zugesteh... ich spinn einfach meine gedanken weiter... wenn dir das thema und oder die gedanken nicht gefallen, dann ignorier sie einfach... ich nötig dich dann schon ein andermal darauf einzugehen

"... ich bin einfach von vielen seiner Ideen immer noch fasziniert... ich nehme sie zwar nicht wörtlich als Dogma, aber er hat die Geschichte der modernen Psychologie einfach entworfen."

er ist der vater der psychotherapie... und dann und wann ist seine art der therapie noch nicht veraltert und ist die ideallösung... auch wenn ich die klassische psychotherapie für mich ausschließe... für mich persönlich gefällt mir der systemische ansatz besser... und ideal ist es, wenn man die systemische mit klassischen komponenten erweitert...

"... und er ist das beste Beispiel, dass Psychologen Spezialisten ihrer eigenen Schwächen sind. Er litt an Agoraphobie, an diversen Phobien... hatte ein vollkommen verklärtes Frauenbild und war genial in der Behandlung eben dieser Leiden."

wie wahr du hast... warum ich wohl ein beruflicher weltverbesserer geworden bin? *gg*

"... hoffentlich rät er dir nicht zu Drillingen *gg*"

mein großer traum sind ein zwillingspärchen... aber bei drillingen steig ich aus... ausser *fg* DU nimmst mir eines von den drein ab *gg* überlegs dir und sag mir bescheid *lach*... denn wenn mir der experte tatsächlich zu drillingen raten würde, dann müsst ich wissen, ob du eins nimmst... denn wenn nicht, dann müsst ich weitere experten befragen, bis ich die antwort hab, mit der ich leben kann *gg*

"... damit verabschiede ich mich in das Wochenende... ich habe jetzt wieder einmal 2 Tage frei und hoffe das ich etwas Ruhe finde."

worin, wodurch findest du ruhe? was tust du gern? in welchen situationen kannst du dein gedankenkarusell anhalten?

ich hab deinen beitrag vom september gefunden... wie schauts diesbezüglich aus? hast du eine entscheidung getroffen? suchst du noch nach lösungen, antworten,...? wenn du magst, würd ich mich auch darüber gern mit dir unterhalten... wenn du es nicht in dieser form sondern lieber per mail machen würdest, wärs auch kein problem oder vielleicht hast du gar icq?

liebe grüße von einer pain, die heute schon mit herrn schatzl, frau schwiema und frau hund einen ausgedehnten spaziergang absolviert hat

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27. Oktober 2002 um 12:26
In Antwort auf lynne_12661553

Holla...
ich dachte ES wollte um 7 losfahren?

gruß und knuddel, painderl

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit stehen Welten
Guten Morgen mein Kind ,

ich bin mit 1 1/2 stündiger Verspätung losgefahren, denn wir beide hatten eine schwierige Hürde zu überspringen... die eigene Trägheit.

Die Fahrt war sehr aufregend, zwischen unserer Heimt und Pforzheim waren allein 3 Unfälle und in einem wären wir fast daran beteilt geworden, weil irgend ein Blödmann meinte auf der rechten Spur willkürlich zu bremsen und hinter ihn, dann 5 folgende Wägen testen mussten, in wie weit die Bremsen funktionieren. Der Hinterste hatte sein Bremsen überschätzt und knallte auf seinen Vordermann. " Es " fuhr auf der linken Spur und wir sahen das alles und hatten Glück, dass der Hintermann das Lenkrad nach rechts zog und nicht auf unsere Seite kam. Sonst wäre die Folge verheerend gewesen. Wir waren dann gegen 14:00 in Köln. Die Messe war sehr informativ. Jedoch taten mir mein Füsse weh und ich verweigerte jeden weiteren Schritt. So fuhren wir anschliessend nach Frankfurt und aßen bei dem Chinesen zu Abend, den wir bereits vor 2 Jahren aufsuchten. Ich kaufte mir in Frankfurt noch ein geniales Buch, dass ich heute Nacht noch las bis mir die Augen zu fielen.

Das Fazit dieses Tages ... es war ein recht schöner Tag auch wenn ich den Hamsterbesitzer nicht gesehen habe .

Liebe Grüsse an Dich Mama Ester *knudderle *

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27. Oktober 2002 um 13:24

Servus fee
"darf ich n euerem bunde die dritte sein...?*lächel*..."

türlich darfst du

"pain, wir könnten uns die hand reichen und mal gemeinsam auf einen turm steigen oder zu einem riesen open air gehen"

solange der turm nicht schwankt ists überhaupt kein problem aber wehe das mistding beginnt zu schwanken... dann ists vorbei... also eine burg ist kein problem... die sind meist noch solide, stabile handarbeit *g* und dass ich zb. bei metallgitter unten durchschauen kann, stört mich auch nicht... die höhe ists nicht, was mich panisch werden lässt... einzig und allein schwankungen versetzen mich in panik... und ich denk das ist schon irgendwo ein naturinstinkt... wenns wackelt, verlass das geschehen des grauens, sonst fällst runter

ist ja auch komisch, dass ich nicht bei jeder massenveranstaltung panik bekomm... auf musikkonzerten stört es mich überhaupt nicht... es ist zwar nicht das, was ich täglich brauch, aber es ist ohne auch nur ein mulmiges gefühl machbar, solange ich noch einen fluchtweg hab... wenn nurmehr geschoben, gestossen und gedrängelt wird, dann geh ich einfach weiter nach hinten und gut ists

kritisch wirds zb. am oktoberfest... ich spür schon in den öffis langsam die aggressionen hochkommen... so viele leute... und in der ubahn stinkts... und die leute bekörpern sich gegenseitig... zwar ungewollt, aber es geschieht... und dann ists heiß und stickig und am liebsten würd ich mir ein ganzkörperkondom anziehen, weils mir vor den menschen so graut... mir ekelt es einfach einen ab... da hab ich fremde haare in meinem gesicht *auszucken könnt*...

dabei hab ich in meiner arbeit oft menschen bei mir, die vor dreck stehen... parasiten haben... die echt wild aussehen... und wenn mir einer meiner "schützlinge" auf die schulter klopft, hab ich auch kein problem... oder man mir die dreckige pfote entgegenstreckt... ich nehm sie... alles kein problem...

je länger ich drüber nachdenk, umso mehr fällt mir auf, dass ich erst panisch werd, wenn ich keinen fluchtweg mehr hab... wenn ich nicht auskann... gefangen bin... nicht die wahl hab, ob ich die berührung zulass oder nicht... wenn etwas einfach geschieht...

jaja... kontrollverlust ist so eine sache bei frau pain... sie gibt nicht gern was aus der hand... verwunderlich, dass ichs bei herrn schatzl tun kann, ohne überlegen zu müssen, ob es richtig oder falsch ist und ohne die möglichen konsequenzen zu fürchten... ich vertrau ihm blind... aber nur IHM... sonst niemand... er war es auch, der mich vor meiner "sessellift, seilbahn, zahnradbahn"phobie fast zur gänze geheilt hat... weil mir das mit ihm wohingelangen wichtiger war, als panische schübe zu schieben *g* und weil er mir die sicherheit gab, die ich benötige...

wenn ich daran zurückdenk, wie wir die ersten male mit der gondel auf den kofel fuhren... für mitfahrer muss das ein bild für götter gewesen sein *g* am liebsten wär ich ihn ihn reingekrochen... da das aber nicht geht war ich ganz fest an ihn gedrückt und hab mein gesicht in seiner jacke versteckt... und herr schatzl hielt mich gaaaaaanz fest und redetet mit sanfter stimme auf mich ein... erzählte mir, wie weit wir schon sind und dass ichs gleich gepackt hab... und oben dann erklärte er mir mit einem strahlen im gesicht, dass er stolz auf mich ist, weil ich so tapfer war *hach... das ist liebe*g*

mittlerweilen fahr ich bei wind und wetter alleine mit der kofelbahn... und schau raus... geniess die aussicht... es ist kein stress mehr... obwohl ich gefangen bin und die bahn manchmal ganz heillos schwankt...

der vergleich von dir gefällt mir... der mit den kleinen monstern... das kofelbahnmonster ist mittlerweilen so ein kleiner silanfaserschmeichler geworden und ist viel zu schwach, dass er sich zu wort melden könnte...

ich denk, man muss auch nicht jede angst besiegen... man kann auch mit der einen oder anderen phobie das leben geniessen... meine skorpion & hornissenangst zb... gegen die mag ich garnicht angehen... es kommt alle 1oo jahre vor, dass ein skorpion meinen weg kreuzt und zumeist hab ich dann noch die möglichkeit einen anderen weg als er zu nehmen, und das problem hat sich schon wieder erledigt... und bei hornissen räum ich auch das feld und verständig irgendwen, der mutig genug ist, das monster zu töten... fertig... also gibt es für mich keinen grund, an diesen phobien etwas zu ändern...

und meine "vor schwankenden gebilden angst" möchte ich bekämpfen... ich versuchs halt... abe wenn es mir nicht gelingt, ist es auch nicht so tragisch... ich kann ja schwankende gebilde vermeiden und auf berge gehen... da hab ich auch eine himmlische aussicht *g* oder ich geh bei windstille auf türme... dann gehts auch

"und weil du irgendwo vom alkohol gesprochen hast, liebe pain: ich kenn ja auch das gefühl, wenn man in fröhlicher runde nach ein paar glaserln wein das gefühl hat, bäume ausreißen zu können, und daß man a l l e s könnte in dem moment......"

*g* das war im zusammenhang fehler im leben öfters zu machen... nicht im zusammenhang von unbeschwertheit...

bei mir wirkt sich alk nicht so aus, dass ich bäume ausreissen könnte... zumeist bekomm ich eine melancholische phase... erst wenn ich die ertränkt habe, kann ich wieder unbeschwert und lustig sein, wie ich es auch ohne alk bin...

ich trau mir in alklaune nicht mehr zu, als nüchtern... ich bin im "normalzustand" schon so irre, dass alk keine auswirkung zeigt *g*

"dabei ist es zum wahnsinnig-werden mit solchen ängsten: sie sind ausschließlich von dir selber produziert....."

das würd ich nicht so unterschreiben... meine hornissen, skorpion und großteils besiegte rattenangst wurde mir von meiner mutter eingebläut... als kind hatte ich vor KEINEM tier angst...

viele ängste werden einem schon gemacht... wohl aus übertriebener besorgtheit...

meine phobien wurden bei mir durch die depressionen um ein vielfaches verstärkt... früher war es einfach ein ungutes gefühl und ich versuchte gewisse situationen zu vermeiden... es beeinträchtigte nicht mein leben... und platzangst und menschenangst kenn ich überhaupt erst, seit ich depressiv war... früher konnten mir nie genug menschen an einen fleck sein...

"es ist eine reine kopf-sache - du hast gelernt, bestimmte situationen irgendwann einmal als "gefährlich" einzustufen und zu bewerten, und auf dieses kopfsignal hin setzt sich die ganze körpermaschinerie in bewegung, um angst und panik und fluchtreflex zu produzieren....und dies wiederum bringt deinem kopf als rückmeldung die bestätigung, daß die situation wirklich gefährlich ist/war...."

mhm... ich denk da spielen die instinkte noch eine große rolle... viele ängste resultieren auf instinkte... es ist ein instinktives verhalten, dass man an den tag legt... und angst ist ja nicht nur ein neg. gefühl... es beschützt und bewahrt vor unheil... ich seh angst nicht nur als das große schreckgespenst... sie hat teilweise schon ihre berechtigung... sie muss auch platz im leben haben... aber keinen übermächtigen

"das hört sich zwar leichter an, als es ist *eigene erfahrung* , aber es geht tatsächlich....*auch eigene erfahrung*"

*auch schon ängste besiegt hab*stolz auf mich bin*

"SELBST-BEWUSSTSEIN und SELBST-VERTRAUEN (das vor allem) sind die zauberwörter....."

bei mir ist das zauberwort kontrollverlust... denn mir vertrau ich ja... ich bin mir meines könnens sicher... aber dem der andren nicht... mir fehlt das vertrauen in andere menschen *drum bin ich auch ein denkbar schlechter beifahrer*

"sprich: panik im vollbesetzten kino, schweißausbrüche in den menschenmassen auf der dult oder auf dem christkindlmarkt, im kaufhaus im vierten stock usw.....andererseits aber auch panik beim autofahren vor dem ganz-allein-und-auf-mich-allein-gestellt-sein...."


kino, theater, oper,... - null problemo... da hab ich ja mein "revier" und kann gehen, wann immer ich will

dult - kenn ich nicht... glaub da brauch ich auch keine angst bekommen *g*

christkindlmarkt & kaufhaus - solang ich einen weg zum flüchten hab gehts... aber wenn nurmehr geschoben und gedrängt wird und ich keine selbstbestimmung mehr hab, wohin ich gehen möchte, dann klickts aus... frau pain muss das feld des grauens verlassen *g* - siehe harley festl... ich konnte nimma bestimmen, wo ich hinfahren möchte... eingekeilt in lauter motorradfahrer saß ich auf meinem baby und frug mich, wo denn jezz die FREIHEIT ist...

auto und motorradfahren - solang ICH fahr überhaupt kein problem... wenn herr schatzl fährt - kein problem... wenn meine mutter, mein bruder, meine freundin fährt - ein grund zum zu fuß gehen und öffis - nur wenns überhaupt nicht anders geht und ich echt MUSS...

"und was ich das seltsamste an diesen angst-fleckenzwergen finde, zumindest war`s bei mir so: die leben meist fast unbemerkt irgendwo in einem, oft jahrelang, um dann wieder auszubrechen und wochen- oder monatelang sich immer mal wieder bemerkbar zu machen, und dann wieder zu verschwinden, aber eben nur scheinbar...."

hab ich ein angstmonster in einen faserschmeichler umgewandelt, dann bleibts beim faserschmeichler... nur wenns so eine mischung aus monster & faserschmeichler ist, dann ist zumeist das angstmonster stärker und der kleine faserschmeichler verlässt das feld... und frau pain kann von vorn anfangen, gegen ihre angst anzukämpfen

"nur die geschichte mit der höhe, das wird nix, nicht in hundert jahren....da sind die körperlichen reaktionen einfach zu stark.....
da werd ich wohl weiterhin entweder gleich unten bleiben oder ohne großes aufhebens irgendwo auf halber höhe kleben bleiben .....
das find ich aber nun nicht sooo schlimm."

wozu auch? das ist ja nun wirklich nichts, was man tun MUSS... die angst mit dem autofahren ist was anderes... denn das beeinträchtigt die mobilität ganz enorm... da leidet man echt drunter... aber ob ich nun auf den olympiaturm in münchen raufkomm oder nicht... wen juckts? mich am wenigsten und ich kann ja auch hochfahren, wenns windstill ist *g*

verquatschen ist gut... je mehr man über sich und seine probleme und problemchen schreibt, umso besser lernt man sich kennen und umso mehr chance hat man, etwas zu ändern

liebe grüße, pain, die jezz mit herrn schatzl und frau hund die wärmende herbstsonne geniessen geht

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28. Oktober 2002 um 20:16
In Antwort auf lynne_12661553

Servus herr blankness
auch ich bin ein hinterfragender mensch... möchte am liebsten für fast alles und jeden eine begründung... aber es gibt dinge, die für mich einfach sind... so der sinn des lebens... der sinn des lebens ist DAS LEBEN... und nicht irgendein paradies... oder ein versprechen einer "höheren gestalt"... allein das ich leben darf und kann ist sinn genug es zu tun... genauso seh ich es bei der liebe... erich fried hat meinen gedanken gestalt gegeben... es ist mein absolutes lieblingsgedicht...

... Was es ist ...

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt sie Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
(erich fried)

warum ist ein berg so hoch? dass ich raufgehen kann und dann die schönste aller aussichten genießen kann... logisch, oder? detto das meer... dass ich etwas seh, was kein ende hat... das einfach unendlich ist... vielleicht ist es auch so groß, dass sich die menschen die unendlichkeit vorstellen können? oder dass jeder der darin lebt genug platz hat... es hat sicher einen grund... und welchen grund es hat, sollte jeder für sich selbst definieren...

"... Gefühle machen verletzlich... sie entreißen den Panzer der Unantastbarkeit und entblößen die Seele. Man wird nicht nur für die eigene Erkenntnis zu einem offenen Buch, sondern auch für viele Menschen denen man begegnet... und manchmal stellt sich die Frage "ob das Wissen um tiefen der eigenen Seele" ein Fluch oder Segen ist."

wie sehr sich das buch für die umwelt öffnet, bestimmt der gute schauspieler selbst ... selbst als ich meine wirklich schlimmste zeit hatte merkten nur die menschen, wie es in mir aussieht, die ich daran teilhaben ließ... rundherum war ich wie immer, die gut gelaunte, starke powerpain, die alles und jeden schafft...

man traf mich zwar nicht so häufig an und ich war phasenweise sehr müde... doch man vermutete, dass mich mein job (erzieherin in einem kinderheim - vollzeit - 174 std./monat) und das finish meiner ausbildung (sozialpädagogik - berufsbegleitend) so stresst... dabei stresste mich am meisten, dass ich meine fassade aufrecht erhalte... dass die mauer nicht fällt... das kostete verdammt viel kraft... aber es gelang

ich hatte glück, dass ich die "richtigen" einweihte, wie es tatsächlich um mich steht und wie es in mir aussieht... ich war nur für eine handvoll menschen verletzlich geworden... und diese nützten meine schwäche nicht aus, sondern versuchten mich zu stärken... dadurch bin mit meiner taktik "teilweise die mauer komplett fallen zu lassen" gut durchgekommen... für mich ist es ein profit zu wissen, wie die hinterste ecke meiner seele aussieht...

auch schwäche zeigen zu können ist stärke!

"... jetzt wird es wieder geschlechtsspezifisch *g* manchmal denke ich, ich wäre wieder der Fels in der Brandung und was kann mich schon erschüttern... vor lauter Wellenklang höre ich nicht die Sirenen und schon straft mich das Dasein wieder *g*"

ich denk das ist ein ganz wichtiger aspekt in unserer gesellschaft... mann hat stark zu sein... frau darf schwäche zeigen... und wenn sie übertreibt, dann bleibt noch die allmonatliche ausrede "mens"... oder sie ist halt eine hysterikerin... aber das ist auch noch nicht so schlimm, wie ein "weichei" zu sein... eine hysterikerin kann man dann und wann schon noch ernst nehmen... aber ein weichei? ein weicher, verletzlicher mann muss auf allen linien der looser sein... kann nicht gewinnen... darf nicht gewinnen, denn die hauptpreise sind den starken zugedacht *zyn*

ich denk es ist ein denkfehler... man tut mit dieser denk- und verhaltensweise beiden geschlechtern nichts gutes... ich litt 1o jahre unter der gefühlskälte meines partners... ich bezweifel nicht, dass er mich liebte... ihm einiges nahe ging... aber er konnte es mir nicht mitteilen... erklärte mir nach fast 11 jähriger beziehung, dass er NIE das vertrauen in mich hatte, dass er mich an seiner gefühlswelt teilhaben lassen könnte... wenn man selbst wie ein offenes buch vor einem menschen liegt... ihm sogar sein leben in die hand gegeben hätte und dieser dann eröffnet, er vertraut nach so langer zeit noch immer nicht, dann ist das wie ein keulenschlag... ein tötlicher keulenschlag...

ich denk in der beziehung wäre einiges anders gelaufen, hätte er mich auch an seiner gefühlswelt teilhaben lassen... hätte auch er mir gezeigt, wie es in ihm aussieht... wir hätten uns beides einiges erspart...

ich habe meine lebenssituation geändert... er nicht... er hat nach wie vor niemanden, dem er vertrauen kann... keinen freund, keine partnerin... nur sich selbst... und ich glaub er lässt sich selbst nicht an seiner gefühlswelt teilhaben, da er auch zu sich nicht das nötige vertrauen hat........

"... aber langsam lerne ich (ja, das geht auch bei Männern *g*)"

EEEEECCCCCCHHHHHTTTTTT? *sfg*

aber nicht bei allen, oder? du bist da eher die rare ausnahme, oder? *gg*

"das ich halt zu oft Fels und zu selten Welle war und diesen Zustand ausgleichen muss..."

ein schwieriges, aber hilfreiches unterfangen... und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass schwäche zeigen stärke ist... die ewig coolen sind die verletztesten menschen... denn ohne verletzungen wären sie nicht zu dem geworden, was sie sind...

"... fachlich *g* ich domestiziere meine Einstellung, um nicht erst im fallen zu merken, dass ich wanke *g*"

ist das gelungen, bekommt das leben noch mal eine neue qualität... und man wird immer sensibler... merkt dann schon mal ein lüftchen und braucht nicht mehr den sturm... geschweige denn den fall...

"... das Leben ist zu kurz, um jeden Fehler selbst zu machen, aber man kann den "einen" öfters wiederholen "

das kommt auf den fehler an... es gibt fehler, die wiederhole ich immer und immer wieder... aber im moment des begehens nehme ich sie nicht so als fehler wahr... zb. alkohol... nach jedem rausch denk ich mir, dass war ein riesen fehler... gestern hatte ich’s lustig, heut is mir zum sterben... aber dann... das nächste fest... und all die vernunftsentscheidungen sind weg *g*

"jedoch kann ich hier im speziellen nur für mich schreiben."

von dir... aus dir... von deinen erfahrungen... von deinen erlebnissen... mir geht’s nicht anders... aber man kann dann doch rückschlüsse, die für einen zulässig sind ziehen, ohne es damit pauschal und unüberlegt zu verallgemeinern...

"Es fehlt an emotionaler Intelligenz - nicht in der Bewertung des eigenen Lebens, sondern im leben des selbigen. Es ist impliziertes Statusdenken... ich muss stark sein um zu helfen, schwäche heißt verwundbar werden... einfach schrecklich und naiv..."

fehlt es da nicht eher am ausleben der eI? ich denk sie ist vorhanden... aber die angst vor den konsequenzen, die das ausleben mit sich bringen ist zZ noch abhaltend... oder? und da sind wir wieder bei den kapitalsten und einschneidensten fehlern unserer leistungs- und wegwerfgesellschaft...

"... eine Rose wollte immer eine Rose sein und nichts anderes
... ein Elefant wollte immer ein Elefant sein und nichts anderes
... aber der Menschen glaubt zu denken, sich ständig ändern zu müssen... adaptiert zu leben, um etwas anderes zu werden *gg*"

wen wunderts? von ganz klein auf wird man immer mit den braven, lieben, guten kindern verglichen... und wenn man dann nicht eine dicke haut hat, dann vesucht man in eine rolle zu schlüpfen, die einem eigentlich nicht passt... welch glück, dass es rebellen wie mich gibt *g*

"... mit dem Ödipuskomplex bezeichnet man einen Menschen, der eine zu große Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hat... meist rekrutieren sind aus diesem psychologischen Leiden der sogenannten Machos... *g*"

mhm... machos sind für mich menschen, die ein falsches frauenbild impliziert haben... die frauen klein halten müssen, um selbst groß zu wirken... zumeist sind es blender... aber mit einer übermäßigen mutterliebe bring ich machohaftes verhalten nicht in zusammenhang... eher mit einer tendenz zum frauenhass... sie ertragen starke frauen zumeist sehr schlecht... werden in ihrer anwesenheit klein und mickrig und müssen deshalb das können, wissen, tun der frauen niedermachen... damit der eigene schein aufrecht erhalten wird...

"... das soll doch jetzt kein geschichtlicher Exkurs über die Philosophie des Denkens werden *gg* ... lass mir bitte die Freiheit auch einmal provokant zu sein... nicht um zu richten, sondern um mit dir zu schmunzeln... *lächelt*"

och herr blankness... klar lächel und schmunzel ich gern mit dir... gern bin ich dann und wann provokant... und gern geb ich dir die freiheit selbiges zu tun *heut hab ich wieder einen extrem großzügigen tag... nutz es aus *g*

aber es freut mich auch tierisch, einen menschen gefunden zu haben, mit dem ich kommunizieren und philosophieren und fachsimpeln kann... dies hat mir geraume zeit gefehlt... und so musst du damit leben, dass ich von dir provokant gemeinte aussagen aufschnappe und philosophisch angeh... was nicht heißt, dass ich deine provokationen nicht versteh oder sie dir nicht zugesteh... ich spinn einfach meine gedanken weiter... wenn dir das thema und oder die gedanken nicht gefallen, dann ignorier sie einfach... ich nötig dich dann schon ein andermal darauf einzugehen

"... ich bin einfach von vielen seiner Ideen immer noch fasziniert... ich nehme sie zwar nicht wörtlich als Dogma, aber er hat die Geschichte der modernen Psychologie einfach entworfen."

er ist der vater der psychotherapie... und dann und wann ist seine art der therapie noch nicht veraltert und ist die ideallösung... auch wenn ich die klassische psychotherapie für mich ausschließe... für mich persönlich gefällt mir der systemische ansatz besser... und ideal ist es, wenn man die systemische mit klassischen komponenten erweitert...

"... und er ist das beste Beispiel, dass Psychologen Spezialisten ihrer eigenen Schwächen sind. Er litt an Agoraphobie, an diversen Phobien... hatte ein vollkommen verklärtes Frauenbild und war genial in der Behandlung eben dieser Leiden."

wie wahr du hast... warum ich wohl ein beruflicher weltverbesserer geworden bin? *gg*

"... hoffentlich rät er dir nicht zu Drillingen *gg*"

mein großer traum sind ein zwillingspärchen... aber bei drillingen steig ich aus... ausser *fg* DU nimmst mir eines von den drein ab *gg* überlegs dir und sag mir bescheid *lach*... denn wenn mir der experte tatsächlich zu drillingen raten würde, dann müsst ich wissen, ob du eins nimmst... denn wenn nicht, dann müsst ich weitere experten befragen, bis ich die antwort hab, mit der ich leben kann *gg*

"... damit verabschiede ich mich in das Wochenende... ich habe jetzt wieder einmal 2 Tage frei und hoffe das ich etwas Ruhe finde."

worin, wodurch findest du ruhe? was tust du gern? in welchen situationen kannst du dein gedankenkarusell anhalten?

ich hab deinen beitrag vom september gefunden... wie schauts diesbezüglich aus? hast du eine entscheidung getroffen? suchst du noch nach lösungen, antworten,...? wenn du magst, würd ich mich auch darüber gern mit dir unterhalten... wenn du es nicht in dieser form sondern lieber per mail machen würdest, wärs auch kein problem oder vielleicht hast du gar icq?

liebe grüße von einer pain, die heute schon mit herrn schatzl, frau schwiema und frau hund einen ausgedehnten spaziergang absolviert hat

Einen wunderschönen guten
... Abend Frau pain..

... da bin ich wieder ob gewollt oder nicht, ich bin was ich bin

"auch ich bin ein hinterfragender mensch... möchte am liebsten für fast alles und jeden eine begründung... aber es gibt dinge, die für mich einfach sind... so der sinn des lebens... der sinn des lebens ist DAS LEBEN... und nicht irgendein paradies... oder ein versprechen einer "höheren gestalt"... allein das ich leben darf und kann ist sinn genug es zu tun... genauso seh ich es bei der liebe... erich fried hat meinen gedanken gestalt gegeben... es ist mein absolutes lieblingsgedicht..."

.... ich glaube auch nicht das es eine imaginäre Belohnungen für dieses Leben gibt. Das Paradies kann jeder nur für sich selbst erschaffen, mit der Prämisse jeden dahin mitzunehmen den er möchte... wobei die Betonung auf "möchte" liegt.

... Liebe ist selbstdefinierend, wie in dem wunderschönen Gedicht. Sie lässt sich nicht durch die Gesetze der Logik erklären und ist vielleicht dadurch so einzigartig in ihrer Gestaltung und Erscheinung... und sie bringt, was alles weltliche nie sein wird - Harmonie für die Seele.

""... Gefühle machen verletzlich... sie entreißen den Panzer der Unantastbarkeit und entblößen die Seele. Man wird nicht nur für die eigene Erkenntnis zu einem offenen Buch, sondern auch für viele Menschen denen man begegnet... und manchmal stellt sich die Frage "ob das Wissen um tiefen der eigenen Seele" ein Fluch oder Segen ist.""

"wie sehr sich das buch für die umwelt öffnet, bestimmt der gute schauspieler selbst ... selbst als ich meine wirklich schlimmste zeit hatte merkten nur die menschen, wie es in mir aussieht, die ich daran teilhaben ließ... rundherum war ich wie immer, die gut gelaunte, starke powerpain, die alles und jeden schafft..."

.... ich kenne diese Einstellung und die Ambivalenzen, die dadurch entstehen aber liebe pain ist es nicht ein gefährliches Spiel? Wer ist der Schauspieler, wenn er die Bühne verlässt? Was geschieht wenn er zu oft auf der Bühne stehen muss? ... und, was wenn er die Bühne/das Leben/ die Realität nicht mehr klar differenzieren kann...?

... gerade weil viele Menschen ihr Leben inszenieren und die Reaktion der Mitspieler aus der Perspektive des Zuschauers betrachten, gerade deswegen erkranken viele Menschen... sie sind nicht mehr - oder waren es noch nie - "authentisch".

"man traf mich zwar nicht so häufig an und ich war phasenweise sehr müde... doch man vermutete, dass mich mein job (erzieherin in einem kinderheim - vollzeit - 174 std./monat) und das finish meiner ausbildung (sozialpädagogik - berufsbegleitend) so stresst... dabei stresste mich am meisten, dass ich meine fassade aufrecht erhalte... dass die mauer nicht fällt... das kostete verdammt viel kraft... aber es gelang "

... ich denke allein diese Fakten würden ein seelisches Ausbrennen rechtfertigen... dein Job verlangt viel und nebenher noch lernen... ich bewundere dich...

... jedoch denke ich nicht das der pragmatische Stress der Auslöser war, sondern der Kern viel tiefer sitzt. Die Seele muss warten bis sie unüberhörbar schreien darf und sie offenbart sich oft, wenn wir unseren Körper und unsere Leistungsfähigkeit malträtieren.

"ich hatte glück, dass ich die "richtigen" einweihte, wie es tatsächlich um mich steht und wie es in mir aussieht... ich war nur für eine handvoll menschen verletzlich geworden... und diese nützten meine schwäche nicht aus, sondern versuchten mich zu stärken... dadurch bin mit meiner taktik "teilweise die mauer komplett fallen zu lassen" gut durchgekommen... für mich ist es ein profit zu wissen, wie die hinterste ecke meiner seele aussieht..."

... und wie bist du mit diesem Wissen umgegangen? Der nächste Schritt ist ja nicht einfacher ich muss mit der Erkenntnis leben oder ich muss sie verarbeiten oder ich muss loslassen oder sie verdrängen... aber ich muss handeln, sonst handelt erneut eine innere Instanz, auf die mein Einfluss nur begrenzt ist.

... aber vielleicht kann ich nachvollziehen was du sagen möchtest... in den Tiefen der eigenen Entwurzelung kann man doch irgendwann den Schatz am Ende des Regenbogens sehen und oftmals nur, weil man durch die Täler gegangen ist.

“auch schwäche zeigen zu können ist stärke!”

.... ich glaube dir das ... und manche Schwäche wird zu einer Stärke, ja muss es zwangsläufig sogar...

""... jetzt wird es wieder geschlechtsspezifisch *g* manchmal denke ich, ich wäre wieder der Fels in der Brandung und was kann mich schon erschüttern... vor lauter Wellenklang höre ich nicht die Sirenen und schon straft mich das Dasein wieder *g*""

"ich denk das ist ein ganz wichtiger aspekt in unserer gesellschaft... mann hat stark zu sein... frau darf schwäche zeigen... und wenn sie übertreibt, dann bleibt noch die allmonatliche ausrede "mens"... oder sie ist halt eine hysterikerin... aber das ist auch noch nicht so wie ein "weichei" zu sein..."

... oft ist es so, dass man geschäftliche Verantwortung hat und zusätzlich noch ein bisschen ehrenamtlich etwas tun muss und nebenher eine Familie hat, die auch noch Halt braucht...

... dabei fühlt man sich für den Moment (Jahre *gg*)auch sehr wohl... denn man wird gebraucht und das wurde vielleicht durch die Herkunftsfamilie impliziert... außerdem ist es noch eine gute Verdrängung, um sich nicht mit dem eigenen "ich" (Schwächen) beschäftigen zu müssen.

... jedoch irgendwann kommt der Punkt wo einem alles zu viel wird... man nicht mehr will... aber die Aufgaben sind Lebensinhalt geworden und man ist ja "Schauspieler" und somit geübt in dieser Disziplin... folglich gegen jeden inneren Widerstand zieht man weiter seine Bahnen und verliert sich immer mehr...

... ich will auch eine altmodische Ausrede *gg*

""... aber langsam lerne ich (ja, das geht auch bei Männern *g*)""

"EEEEECCCCCCHHHHHTTTTTT? *sfg*"

"aber nicht bei allen, oder? du bist da eher die rare ausnahme, oder? *gg*"

... zweifelsfrei eine Ausnahme, die aber nicht zum Beispiel taugt *gg*


""... fachlich *g* ich domestiziere meine Einstellung, um nicht erst im fallen zu merken, dass ich wanke *g*""

"ist das gelungen, bekommt das leben noch mal eine neue qualität... und man wird immer sensibler... merkt dann schon mal ein lüftchen und braucht nicht mehr den sturm... geschweige denn den fall..."

... Mann versucht zu lernen auch mit dem Wissen von eventuellen Fehlversuchen... hoffentlich muss ich nicht meine geschlechtliche Identität aufgeben um das Leben zu verstehen...


""jedoch kann ich hier im speziellen nur für mich schreiben.""

"von dir... aus dir... von deinen erfahrungen... von deinen erlebnissen... mir geht’s nicht anders... aber man kann dann doch rückschlüsse, die für einen zulässig sind ziehen, ohne es damit pauschal und unüberlegt zu verallgemeinern..."

... ich versuche wenigstens authentisch zu sein...*g* also ich bete hier nicht "nur" Lehrmeinungen über psychologisches Fehlverhalten die vielleicht auf ein pränatales Trauma zurückzuführen sind oder andere sehr passende Ausreden, wenn die Eigenanalyse nicht mehr gewinnbringend, oder entblößend ist

... und wenn ich merke das du mein Igelfell entfernen willst, dann werde ich einfach polemisch

""Es fehlt an emotionaler Intelligenz - nicht in der Bewertung des eigenen Lebens, sondern im leben des selbigen. Es ist impliziertes Statusdenken... ich muss stark sein um zu helfen, schwäche heißt verwundbar werden... einfach schrecklich und naiv...""

"fehlt es da nicht eher am ausleben der eI? ich denk sie ist vorhanden... aber die angst vor den konsequenzen, die das ausleben mit sich bringen ist zZ noch abhaltend... oder? und da sind wir wieder bei den kapitalsten und einschneidensten fehlern unserer leistungs- und wegwerfgesellschaft... "

... dazu muss ich schreiben, dass ich schon viele Fettnäpfchen gesammelt habe und den Altersschnitt hier etwas anhebe ich bin - so es dich interessiert - 33 und habe gewisse Träume schon der Realität angepasst..

... die Konsequenz eines Lebens mit zu vielen sichtbaren Emotionen (obschon ich nicht Stein bin!!!) ist ja nicht vorhersehbar, somit wird sie zu einer Variablen. Wie würdest du handeln ... in eine Höhle steigen ohne zu wissen, was dich erwartet?

""... mit dem Ödipuskomplex bezeichnet man einen Menschen, der eine zu große Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hat... meist rekrutieren sind aus diesem psychologischen Leiden der sogenannten Machos... *g*""

"mhm... machos sind für mich menschen, die ein falsches frauenbild impliziert haben... die frauen klein halten müssen, um selbst groß zu wirken... zumeist sind es blender... aber mit einer übermäßigen mutterliebe bring ich machohaftes verhalten nicht in zusammenhang... eher mit einer tendenz zum frauenhass... sie ertragen starke frauen zumeist sehr schlecht... werden in ihrer anwesenheit klein und mickrig und müssen deshalb das können, wissen, tun der frauen niedermachen... damit der eigene schein aufrecht erhalten wird..."

... du hast es richtig definiert, nur eine Nuance falsch abgeleitet. Aus der übergroßen Mutterliebe erwächst der allgemeine Hass auf alle anderen Frauen und um die starke Mama gedanklich zu strafen, muss eine andere Frau für sie stehend leiden.

... das ist jetzt aber eine anerkannte Lehrmeinung


""... und er ist das beste Beispiel, dass Psychologen Spezialisten ihrer eigenen Schwächen sind. Er litt an Agoraphobie, an diversen Phobien... hatte ein vollkommen verklärtes Frauenbild und war genial in der Behandlung eben dieser Leiden.""

"wie wahr du hast... warum ich wohl ein beruflicher weltverbesserer geworden bin? *gg*"

.... willst du mir sagen, dass du ein verklärtest Bild von den Männern hast und sie domestizieren willst und somit die Welt vor noch mehr Unheil zu retten ?


""... damit verabschiede ich mich in das Wochenende... ich habe jetzt wieder einmal 2 Tage frei und hoffe das ich etwas Ruhe finde.""

"worin, wodurch findest du ruhe? was tust du gern? in welchen situationen kannst du dein gedankenkarusell anhalten?"

... die meiste Ruhe finde ich in der Ablenkung und das am besten, wenn ich dabei viel lachen muss ansonsten lese ich einfach mal 3 Stunden quer Bett alles was ich spontan aus dem Regal ziehe

... oder ich mache mir Gedanken warum die Aktien fallen und nicht wie von mir erwünscht steigen

... oder ich finde einfach keine Ruhe und arbeite ich zu Hause...

"ich hab deinen beitrag vom september gefunden... wie schauts diesbezüglich aus? hast du eine entscheidung getroffen? suchst du noch nach lösungen, antworten,...?"

... liebe pain vielen Dank... aber hier suche ich noch immer... noch keine Lösung... und ich will und kann damit im Augenblick niemand belasten... wenn du später immer noch der Meinung bist, ich wäre jemanden mit dem es sich lohnt Gedanken zu tauschen und zu wirren, dann werde ich dir gern ein bisschen darüber schreiben...

... aber es ist permanenter Gedankeninhalt, denn ich versuche durch Feinsinnigkeit hier zu vertreiben...

... ganz liebe Grüße

blankness

P.S. es macht auch mir sehr viel Spass dir zu schreiben und deinen Ausführungen zu folgen..

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28. Oktober 2002 um 22:34

Ich brauche dringend deine Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Liebe blankness,

Ich habe ein sehr großes Problem. Kann aber nicht mit jedem Menschen darüber reden.
Du bist mir ins Auge gefallen, ich denke du kannst mir helfen.

ich wäre dir sehr sehr dankbar, wenn du dich bei mir per e-mail meldest.

Lady_Red_Rose@gmx.de

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29. Oktober 2002 um 10:48
In Antwort auf rakel_12051423

Ich brauche dringend deine Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Liebe blankness,

Ich habe ein sehr großes Problem. Kann aber nicht mit jedem Menschen darüber reden.
Du bist mir ins Auge gefallen, ich denke du kannst mir helfen.

ich wäre dir sehr sehr dankbar, wenn du dich bei mir per e-mail meldest.

Lady_Red_Rose@gmx.de

Guten Morgen...
... liebe Lady.

... ich glaube einen großen Fehler mit meinem Nicknamen gemacht zu haben. Die Assoziation damit ist auffallend feminin, was ich nicht beachtet habe. Du hast deine Mail an eine weibliche Person gerichtet "Liebe" und wahrscheinlich wirst du auch selbige als Gesprächspartnerin wünschen... jedoch bin ich eher ein "Mann".

... vielleicht meldest du dich noch einmal, so ich das jetzt konträr sehen sollte...

Liebe Grüße

der blankness

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29. Oktober 2002 um 10:50
In Antwort auf esterhaeschen

ich wollte Dir noch sagen...
dass ich von der Art und Weise wie Du schreibst, fasziniert bin.

Liebe Grüsse

Esterhäschen

Guten Morgen liebe Ester...
... oh vielen Dank... ich denke alle hier schreiben einfach wunderschön... sie versuchen ihre Gefühle, Emotionen und Probleme in Worte zu fassen und das ist nicht die leichteste Aufgabe...

... woran ich manchmal denke, ob auch jemand mit dem Inhalt meiner Zeilen etwas anfangen kann? Mir fehlt oft die Gabe klar und deutlich zu formulieren um was es mir geht... dadurch entstehen zumeist grammatikalische Abgründe für Deutschgelehrte

... Liebe Grüße blankness

P.S. gerade höre ich ein Lied mit folgender Textstelle ...wie kann das "Sein" sein, wenn das "Nichts" nicht ist?

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29. Oktober 2002 um 11:06
In Antwort auf lynne_12661553

Servus herr blankness
auch ich bin ein hinterfragender mensch... möchte am liebsten für fast alles und jeden eine begründung... aber es gibt dinge, die für mich einfach sind... so der sinn des lebens... der sinn des lebens ist DAS LEBEN... und nicht irgendein paradies... oder ein versprechen einer "höheren gestalt"... allein das ich leben darf und kann ist sinn genug es zu tun... genauso seh ich es bei der liebe... erich fried hat meinen gedanken gestalt gegeben... es ist mein absolutes lieblingsgedicht...

... Was es ist ...

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt sie Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
(erich fried)

warum ist ein berg so hoch? dass ich raufgehen kann und dann die schönste aller aussichten genießen kann... logisch, oder? detto das meer... dass ich etwas seh, was kein ende hat... das einfach unendlich ist... vielleicht ist es auch so groß, dass sich die menschen die unendlichkeit vorstellen können? oder dass jeder der darin lebt genug platz hat... es hat sicher einen grund... und welchen grund es hat, sollte jeder für sich selbst definieren...

"... Gefühle machen verletzlich... sie entreißen den Panzer der Unantastbarkeit und entblößen die Seele. Man wird nicht nur für die eigene Erkenntnis zu einem offenen Buch, sondern auch für viele Menschen denen man begegnet... und manchmal stellt sich die Frage "ob das Wissen um tiefen der eigenen Seele" ein Fluch oder Segen ist."

wie sehr sich das buch für die umwelt öffnet, bestimmt der gute schauspieler selbst ... selbst als ich meine wirklich schlimmste zeit hatte merkten nur die menschen, wie es in mir aussieht, die ich daran teilhaben ließ... rundherum war ich wie immer, die gut gelaunte, starke powerpain, die alles und jeden schafft...

man traf mich zwar nicht so häufig an und ich war phasenweise sehr müde... doch man vermutete, dass mich mein job (erzieherin in einem kinderheim - vollzeit - 174 std./monat) und das finish meiner ausbildung (sozialpädagogik - berufsbegleitend) so stresst... dabei stresste mich am meisten, dass ich meine fassade aufrecht erhalte... dass die mauer nicht fällt... das kostete verdammt viel kraft... aber es gelang

ich hatte glück, dass ich die "richtigen" einweihte, wie es tatsächlich um mich steht und wie es in mir aussieht... ich war nur für eine handvoll menschen verletzlich geworden... und diese nützten meine schwäche nicht aus, sondern versuchten mich zu stärken... dadurch bin mit meiner taktik "teilweise die mauer komplett fallen zu lassen" gut durchgekommen... für mich ist es ein profit zu wissen, wie die hinterste ecke meiner seele aussieht...

auch schwäche zeigen zu können ist stärke!

"... jetzt wird es wieder geschlechtsspezifisch *g* manchmal denke ich, ich wäre wieder der Fels in der Brandung und was kann mich schon erschüttern... vor lauter Wellenklang höre ich nicht die Sirenen und schon straft mich das Dasein wieder *g*"

ich denk das ist ein ganz wichtiger aspekt in unserer gesellschaft... mann hat stark zu sein... frau darf schwäche zeigen... und wenn sie übertreibt, dann bleibt noch die allmonatliche ausrede "mens"... oder sie ist halt eine hysterikerin... aber das ist auch noch nicht so schlimm, wie ein "weichei" zu sein... eine hysterikerin kann man dann und wann schon noch ernst nehmen... aber ein weichei? ein weicher, verletzlicher mann muss auf allen linien der looser sein... kann nicht gewinnen... darf nicht gewinnen, denn die hauptpreise sind den starken zugedacht *zyn*

ich denk es ist ein denkfehler... man tut mit dieser denk- und verhaltensweise beiden geschlechtern nichts gutes... ich litt 1o jahre unter der gefühlskälte meines partners... ich bezweifel nicht, dass er mich liebte... ihm einiges nahe ging... aber er konnte es mir nicht mitteilen... erklärte mir nach fast 11 jähriger beziehung, dass er NIE das vertrauen in mich hatte, dass er mich an seiner gefühlswelt teilhaben lassen könnte... wenn man selbst wie ein offenes buch vor einem menschen liegt... ihm sogar sein leben in die hand gegeben hätte und dieser dann eröffnet, er vertraut nach so langer zeit noch immer nicht, dann ist das wie ein keulenschlag... ein tötlicher keulenschlag...

ich denk in der beziehung wäre einiges anders gelaufen, hätte er mich auch an seiner gefühlswelt teilhaben lassen... hätte auch er mir gezeigt, wie es in ihm aussieht... wir hätten uns beides einiges erspart...

ich habe meine lebenssituation geändert... er nicht... er hat nach wie vor niemanden, dem er vertrauen kann... keinen freund, keine partnerin... nur sich selbst... und ich glaub er lässt sich selbst nicht an seiner gefühlswelt teilhaben, da er auch zu sich nicht das nötige vertrauen hat........

"... aber langsam lerne ich (ja, das geht auch bei Männern *g*)"

EEEEECCCCCCHHHHHTTTTTT? *sfg*

aber nicht bei allen, oder? du bist da eher die rare ausnahme, oder? *gg*

"das ich halt zu oft Fels und zu selten Welle war und diesen Zustand ausgleichen muss..."

ein schwieriges, aber hilfreiches unterfangen... und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass schwäche zeigen stärke ist... die ewig coolen sind die verletztesten menschen... denn ohne verletzungen wären sie nicht zu dem geworden, was sie sind...

"... fachlich *g* ich domestiziere meine Einstellung, um nicht erst im fallen zu merken, dass ich wanke *g*"

ist das gelungen, bekommt das leben noch mal eine neue qualität... und man wird immer sensibler... merkt dann schon mal ein lüftchen und braucht nicht mehr den sturm... geschweige denn den fall...

"... das Leben ist zu kurz, um jeden Fehler selbst zu machen, aber man kann den "einen" öfters wiederholen "

das kommt auf den fehler an... es gibt fehler, die wiederhole ich immer und immer wieder... aber im moment des begehens nehme ich sie nicht so als fehler wahr... zb. alkohol... nach jedem rausch denk ich mir, dass war ein riesen fehler... gestern hatte ich’s lustig, heut is mir zum sterben... aber dann... das nächste fest... und all die vernunftsentscheidungen sind weg *g*

"jedoch kann ich hier im speziellen nur für mich schreiben."

von dir... aus dir... von deinen erfahrungen... von deinen erlebnissen... mir geht’s nicht anders... aber man kann dann doch rückschlüsse, die für einen zulässig sind ziehen, ohne es damit pauschal und unüberlegt zu verallgemeinern...

"Es fehlt an emotionaler Intelligenz - nicht in der Bewertung des eigenen Lebens, sondern im leben des selbigen. Es ist impliziertes Statusdenken... ich muss stark sein um zu helfen, schwäche heißt verwundbar werden... einfach schrecklich und naiv..."

fehlt es da nicht eher am ausleben der eI? ich denk sie ist vorhanden... aber die angst vor den konsequenzen, die das ausleben mit sich bringen ist zZ noch abhaltend... oder? und da sind wir wieder bei den kapitalsten und einschneidensten fehlern unserer leistungs- und wegwerfgesellschaft...

"... eine Rose wollte immer eine Rose sein und nichts anderes
... ein Elefant wollte immer ein Elefant sein und nichts anderes
... aber der Menschen glaubt zu denken, sich ständig ändern zu müssen... adaptiert zu leben, um etwas anderes zu werden *gg*"

wen wunderts? von ganz klein auf wird man immer mit den braven, lieben, guten kindern verglichen... und wenn man dann nicht eine dicke haut hat, dann vesucht man in eine rolle zu schlüpfen, die einem eigentlich nicht passt... welch glück, dass es rebellen wie mich gibt *g*

"... mit dem Ödipuskomplex bezeichnet man einen Menschen, der eine zu große Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hat... meist rekrutieren sind aus diesem psychologischen Leiden der sogenannten Machos... *g*"

mhm... machos sind für mich menschen, die ein falsches frauenbild impliziert haben... die frauen klein halten müssen, um selbst groß zu wirken... zumeist sind es blender... aber mit einer übermäßigen mutterliebe bring ich machohaftes verhalten nicht in zusammenhang... eher mit einer tendenz zum frauenhass... sie ertragen starke frauen zumeist sehr schlecht... werden in ihrer anwesenheit klein und mickrig und müssen deshalb das können, wissen, tun der frauen niedermachen... damit der eigene schein aufrecht erhalten wird...

"... das soll doch jetzt kein geschichtlicher Exkurs über die Philosophie des Denkens werden *gg* ... lass mir bitte die Freiheit auch einmal provokant zu sein... nicht um zu richten, sondern um mit dir zu schmunzeln... *lächelt*"

och herr blankness... klar lächel und schmunzel ich gern mit dir... gern bin ich dann und wann provokant... und gern geb ich dir die freiheit selbiges zu tun *heut hab ich wieder einen extrem großzügigen tag... nutz es aus *g*

aber es freut mich auch tierisch, einen menschen gefunden zu haben, mit dem ich kommunizieren und philosophieren und fachsimpeln kann... dies hat mir geraume zeit gefehlt... und so musst du damit leben, dass ich von dir provokant gemeinte aussagen aufschnappe und philosophisch angeh... was nicht heißt, dass ich deine provokationen nicht versteh oder sie dir nicht zugesteh... ich spinn einfach meine gedanken weiter... wenn dir das thema und oder die gedanken nicht gefallen, dann ignorier sie einfach... ich nötig dich dann schon ein andermal darauf einzugehen

"... ich bin einfach von vielen seiner Ideen immer noch fasziniert... ich nehme sie zwar nicht wörtlich als Dogma, aber er hat die Geschichte der modernen Psychologie einfach entworfen."

er ist der vater der psychotherapie... und dann und wann ist seine art der therapie noch nicht veraltert und ist die ideallösung... auch wenn ich die klassische psychotherapie für mich ausschließe... für mich persönlich gefällt mir der systemische ansatz besser... und ideal ist es, wenn man die systemische mit klassischen komponenten erweitert...

"... und er ist das beste Beispiel, dass Psychologen Spezialisten ihrer eigenen Schwächen sind. Er litt an Agoraphobie, an diversen Phobien... hatte ein vollkommen verklärtes Frauenbild und war genial in der Behandlung eben dieser Leiden."

wie wahr du hast... warum ich wohl ein beruflicher weltverbesserer geworden bin? *gg*

"... hoffentlich rät er dir nicht zu Drillingen *gg*"

mein großer traum sind ein zwillingspärchen... aber bei drillingen steig ich aus... ausser *fg* DU nimmst mir eines von den drein ab *gg* überlegs dir und sag mir bescheid *lach*... denn wenn mir der experte tatsächlich zu drillingen raten würde, dann müsst ich wissen, ob du eins nimmst... denn wenn nicht, dann müsst ich weitere experten befragen, bis ich die antwort hab, mit der ich leben kann *gg*

"... damit verabschiede ich mich in das Wochenende... ich habe jetzt wieder einmal 2 Tage frei und hoffe das ich etwas Ruhe finde."

worin, wodurch findest du ruhe? was tust du gern? in welchen situationen kannst du dein gedankenkarusell anhalten?

ich hab deinen beitrag vom september gefunden... wie schauts diesbezüglich aus? hast du eine entscheidung getroffen? suchst du noch nach lösungen, antworten,...? wenn du magst, würd ich mich auch darüber gern mit dir unterhalten... wenn du es nicht in dieser form sondern lieber per mail machen würdest, wärs auch kein problem oder vielleicht hast du gar icq?

liebe grüße von einer pain, die heute schon mit herrn schatzl, frau schwiema und frau hund einen ausgedehnten spaziergang absolviert hat

Guten Morgen Frau pain...
... du wolltest doch Provokantes

... gerade habe ich noch ein bisschen Zeit bevor ich dem lästigen Erwerb der Lebensgrundlage nachgehen muss und zwei (nein drei*g*) kleine Aphorismen gibt es jetzt noch *gg*.

"Das letzte Glied in der Ursachenkette meines Leides bin ich selbst und somit auch das erste Glied in der Ursachenkette seiner Überwindung."

"Ernsthafte Warnung: Sei auf der Hut vor Symptomen des inneren Friedens.

Erste Anzeichen und Symptome des inneren Friedens:

Eine Tendenz, eher spontan zu handeln und denken anstatt aus einer Angst heraus, die auf vergangene Erfahrungen basiert.
Eine unübersehbare Fähigkeit jeden Moment zu genießen!
Ein Mangel an Interesse daran, über andere zu urteilen!
Ein Mangel an Interesse daran, die Handlungen anderer zu interpretieren.
Ein Verlust der Fähigkeit sich zu ärgern!
Gelegentliche überwältigende Anfälle der Wertschätzung anderer!
Häufige Anfälle von Lächeln!
Eine steigende Tendenz, die Dinge geschehen zu lassen anstatt sie geschehen zu machen!
Eine zunehmende Anfälligkeit für Liebe, die andere aussenden, mit dem unkontrollierbaren Zwang zurück zu lieben!"

... und jetzt noch der etwas melancholischere Teil (damit mein Bild authentisch bleibt *g*)

"Ich bitte dich
mach dich nicht hart
um Verletzungen zu widerstehen
Sicher, die kleinen Brocken
werden an dir abprallen
doch die großen
könnten dich
zum Einsturz bringen

Ich bitte dich
mach dich weich
um Verletzungen zu widerstehen
sicher, die kleinen Brocken
werden in dich dringen
und die großen um so tiefer
doch sie werden aus dir zurückfedern
nachdem sie dich bereichert haben

Ich bitte dich
mach dich verletzbar
und du wirst es
irgendwann
nicht mehr sein"

... einen schönen Tag und liebe Grüße

blankness





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29. Oktober 2002 um 15:23
In Antwort auf woden_12646217

Guten Morgen liebe Ester...
... oh vielen Dank... ich denke alle hier schreiben einfach wunderschön... sie versuchen ihre Gefühle, Emotionen und Probleme in Worte zu fassen und das ist nicht die leichteste Aufgabe...

... woran ich manchmal denke, ob auch jemand mit dem Inhalt meiner Zeilen etwas anfangen kann? Mir fehlt oft die Gabe klar und deutlich zu formulieren um was es mir geht... dadurch entstehen zumeist grammatikalische Abgründe für Deutschgelehrte

... Liebe Grüße blankness

P.S. gerade höre ich ein Lied mit folgender Textstelle ...wie kann das "Sein" sein, wenn das "Nichts" nicht ist?

Hallo Blankness
ich denke, dass man von denen verstanden wird wie man es meint, wenn man auf der selben Wellenlänge seine Signale aussendet.

Es ist die Sichtweise, wie man Dinge sieht und beurteilt. Nur denke ich, dass viele Missverständnisse daher rühren, dass man die Sichtweisen nicht vereinbaren kann.

Ich schreibe sehr gerne, weil ich mir Dinge von der Seele schreiben und anschliessend wieder streichen kann, wenn sie mir nicht so wichtig erscheinen. Reden birgt sehr viele Tücken, denn der andere kann beim Zuhören Fehler machen oder Dinge klingen nicht so wie man es gemeint hat, weil man die falschen Worte gewählt hat.

Wenn man etwas falsch verstanden hat, fragt man sehr selten nach und schon bauen sich Mauern auf. Beim Schreiben jedoch kann der Leser es nochmals lesen und sich seine Gedanken machen. Zwar nicht immer, aber immer hin...

Komischerweise, werde ich immer so verstanden wie ich es geschrieben habe... ob ich jemanden Trost spenden möchte oder ihn Tadeln wollte.

Jedoch werden manchen Worten viel zu viel Gewicht beigemessen, warum das so ist, weiss ich allerdings auch nicht. ist es die Angst vor dem Gegenüber ... ich weiss es wirklich nicht.

Ich weiss nur, dass viele meine Worte als Waffen verstehen...

Mittlerweile halte ich es mit Walter Rathenau... " Den Tadel der anderen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten."

Auch halte ich es mit Peter Ustinov ... "Um sanft, tolerant, weise und vernünftig zu sein, muss man über eine gehörige Portion Härte verfügen. "

Ich denke, " Sein " kann nur dann etwas, wenn es das Gegenstück " Nichts " gibt.

Wie es ein Hell und ein Dunkel gibt, oder einen Tag und die Nacht.

Liebe Grüsse Esterhäschen

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29. Oktober 2002 um 16:03
In Antwort auf woden_12646217

Einen wunderschönen guten
... Abend Frau pain..

... da bin ich wieder ob gewollt oder nicht, ich bin was ich bin

"auch ich bin ein hinterfragender mensch... möchte am liebsten für fast alles und jeden eine begründung... aber es gibt dinge, die für mich einfach sind... so der sinn des lebens... der sinn des lebens ist DAS LEBEN... und nicht irgendein paradies... oder ein versprechen einer "höheren gestalt"... allein das ich leben darf und kann ist sinn genug es zu tun... genauso seh ich es bei der liebe... erich fried hat meinen gedanken gestalt gegeben... es ist mein absolutes lieblingsgedicht..."

.... ich glaube auch nicht das es eine imaginäre Belohnungen für dieses Leben gibt. Das Paradies kann jeder nur für sich selbst erschaffen, mit der Prämisse jeden dahin mitzunehmen den er möchte... wobei die Betonung auf "möchte" liegt.

... Liebe ist selbstdefinierend, wie in dem wunderschönen Gedicht. Sie lässt sich nicht durch die Gesetze der Logik erklären und ist vielleicht dadurch so einzigartig in ihrer Gestaltung und Erscheinung... und sie bringt, was alles weltliche nie sein wird - Harmonie für die Seele.

""... Gefühle machen verletzlich... sie entreißen den Panzer der Unantastbarkeit und entblößen die Seele. Man wird nicht nur für die eigene Erkenntnis zu einem offenen Buch, sondern auch für viele Menschen denen man begegnet... und manchmal stellt sich die Frage "ob das Wissen um tiefen der eigenen Seele" ein Fluch oder Segen ist.""

"wie sehr sich das buch für die umwelt öffnet, bestimmt der gute schauspieler selbst ... selbst als ich meine wirklich schlimmste zeit hatte merkten nur die menschen, wie es in mir aussieht, die ich daran teilhaben ließ... rundherum war ich wie immer, die gut gelaunte, starke powerpain, die alles und jeden schafft..."

.... ich kenne diese Einstellung und die Ambivalenzen, die dadurch entstehen aber liebe pain ist es nicht ein gefährliches Spiel? Wer ist der Schauspieler, wenn er die Bühne verlässt? Was geschieht wenn er zu oft auf der Bühne stehen muss? ... und, was wenn er die Bühne/das Leben/ die Realität nicht mehr klar differenzieren kann...?

... gerade weil viele Menschen ihr Leben inszenieren und die Reaktion der Mitspieler aus der Perspektive des Zuschauers betrachten, gerade deswegen erkranken viele Menschen... sie sind nicht mehr - oder waren es noch nie - "authentisch".

"man traf mich zwar nicht so häufig an und ich war phasenweise sehr müde... doch man vermutete, dass mich mein job (erzieherin in einem kinderheim - vollzeit - 174 std./monat) und das finish meiner ausbildung (sozialpädagogik - berufsbegleitend) so stresst... dabei stresste mich am meisten, dass ich meine fassade aufrecht erhalte... dass die mauer nicht fällt... das kostete verdammt viel kraft... aber es gelang "

... ich denke allein diese Fakten würden ein seelisches Ausbrennen rechtfertigen... dein Job verlangt viel und nebenher noch lernen... ich bewundere dich...

... jedoch denke ich nicht das der pragmatische Stress der Auslöser war, sondern der Kern viel tiefer sitzt. Die Seele muss warten bis sie unüberhörbar schreien darf und sie offenbart sich oft, wenn wir unseren Körper und unsere Leistungsfähigkeit malträtieren.

"ich hatte glück, dass ich die "richtigen" einweihte, wie es tatsächlich um mich steht und wie es in mir aussieht... ich war nur für eine handvoll menschen verletzlich geworden... und diese nützten meine schwäche nicht aus, sondern versuchten mich zu stärken... dadurch bin mit meiner taktik "teilweise die mauer komplett fallen zu lassen" gut durchgekommen... für mich ist es ein profit zu wissen, wie die hinterste ecke meiner seele aussieht..."

... und wie bist du mit diesem Wissen umgegangen? Der nächste Schritt ist ja nicht einfacher ich muss mit der Erkenntnis leben oder ich muss sie verarbeiten oder ich muss loslassen oder sie verdrängen... aber ich muss handeln, sonst handelt erneut eine innere Instanz, auf die mein Einfluss nur begrenzt ist.

... aber vielleicht kann ich nachvollziehen was du sagen möchtest... in den Tiefen der eigenen Entwurzelung kann man doch irgendwann den Schatz am Ende des Regenbogens sehen und oftmals nur, weil man durch die Täler gegangen ist.

“auch schwäche zeigen zu können ist stärke!”

.... ich glaube dir das ... und manche Schwäche wird zu einer Stärke, ja muss es zwangsläufig sogar...

""... jetzt wird es wieder geschlechtsspezifisch *g* manchmal denke ich, ich wäre wieder der Fels in der Brandung und was kann mich schon erschüttern... vor lauter Wellenklang höre ich nicht die Sirenen und schon straft mich das Dasein wieder *g*""

"ich denk das ist ein ganz wichtiger aspekt in unserer gesellschaft... mann hat stark zu sein... frau darf schwäche zeigen... und wenn sie übertreibt, dann bleibt noch die allmonatliche ausrede "mens"... oder sie ist halt eine hysterikerin... aber das ist auch noch nicht so wie ein "weichei" zu sein..."

... oft ist es so, dass man geschäftliche Verantwortung hat und zusätzlich noch ein bisschen ehrenamtlich etwas tun muss und nebenher eine Familie hat, die auch noch Halt braucht...

... dabei fühlt man sich für den Moment (Jahre *gg*)auch sehr wohl... denn man wird gebraucht und das wurde vielleicht durch die Herkunftsfamilie impliziert... außerdem ist es noch eine gute Verdrängung, um sich nicht mit dem eigenen "ich" (Schwächen) beschäftigen zu müssen.

... jedoch irgendwann kommt der Punkt wo einem alles zu viel wird... man nicht mehr will... aber die Aufgaben sind Lebensinhalt geworden und man ist ja "Schauspieler" und somit geübt in dieser Disziplin... folglich gegen jeden inneren Widerstand zieht man weiter seine Bahnen und verliert sich immer mehr...

... ich will auch eine altmodische Ausrede *gg*

""... aber langsam lerne ich (ja, das geht auch bei Männern *g*)""

"EEEEECCCCCCHHHHHTTTTTT? *sfg*"

"aber nicht bei allen, oder? du bist da eher die rare ausnahme, oder? *gg*"

... zweifelsfrei eine Ausnahme, die aber nicht zum Beispiel taugt *gg*


""... fachlich *g* ich domestiziere meine Einstellung, um nicht erst im fallen zu merken, dass ich wanke *g*""

"ist das gelungen, bekommt das leben noch mal eine neue qualität... und man wird immer sensibler... merkt dann schon mal ein lüftchen und braucht nicht mehr den sturm... geschweige denn den fall..."

... Mann versucht zu lernen auch mit dem Wissen von eventuellen Fehlversuchen... hoffentlich muss ich nicht meine geschlechtliche Identität aufgeben um das Leben zu verstehen...


""jedoch kann ich hier im speziellen nur für mich schreiben.""

"von dir... aus dir... von deinen erfahrungen... von deinen erlebnissen... mir geht’s nicht anders... aber man kann dann doch rückschlüsse, die für einen zulässig sind ziehen, ohne es damit pauschal und unüberlegt zu verallgemeinern..."

... ich versuche wenigstens authentisch zu sein...*g* also ich bete hier nicht "nur" Lehrmeinungen über psychologisches Fehlverhalten die vielleicht auf ein pränatales Trauma zurückzuführen sind oder andere sehr passende Ausreden, wenn die Eigenanalyse nicht mehr gewinnbringend, oder entblößend ist

... und wenn ich merke das du mein Igelfell entfernen willst, dann werde ich einfach polemisch

""Es fehlt an emotionaler Intelligenz - nicht in der Bewertung des eigenen Lebens, sondern im leben des selbigen. Es ist impliziertes Statusdenken... ich muss stark sein um zu helfen, schwäche heißt verwundbar werden... einfach schrecklich und naiv...""

"fehlt es da nicht eher am ausleben der eI? ich denk sie ist vorhanden... aber die angst vor den konsequenzen, die das ausleben mit sich bringen ist zZ noch abhaltend... oder? und da sind wir wieder bei den kapitalsten und einschneidensten fehlern unserer leistungs- und wegwerfgesellschaft... "

... dazu muss ich schreiben, dass ich schon viele Fettnäpfchen gesammelt habe und den Altersschnitt hier etwas anhebe ich bin - so es dich interessiert - 33 und habe gewisse Träume schon der Realität angepasst..

... die Konsequenz eines Lebens mit zu vielen sichtbaren Emotionen (obschon ich nicht Stein bin!!!) ist ja nicht vorhersehbar, somit wird sie zu einer Variablen. Wie würdest du handeln ... in eine Höhle steigen ohne zu wissen, was dich erwartet?

""... mit dem Ödipuskomplex bezeichnet man einen Menschen, der eine zu große Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hat... meist rekrutieren sind aus diesem psychologischen Leiden der sogenannten Machos... *g*""

"mhm... machos sind für mich menschen, die ein falsches frauenbild impliziert haben... die frauen klein halten müssen, um selbst groß zu wirken... zumeist sind es blender... aber mit einer übermäßigen mutterliebe bring ich machohaftes verhalten nicht in zusammenhang... eher mit einer tendenz zum frauenhass... sie ertragen starke frauen zumeist sehr schlecht... werden in ihrer anwesenheit klein und mickrig und müssen deshalb das können, wissen, tun der frauen niedermachen... damit der eigene schein aufrecht erhalten wird..."

... du hast es richtig definiert, nur eine Nuance falsch abgeleitet. Aus der übergroßen Mutterliebe erwächst der allgemeine Hass auf alle anderen Frauen und um die starke Mama gedanklich zu strafen, muss eine andere Frau für sie stehend leiden.

... das ist jetzt aber eine anerkannte Lehrmeinung


""... und er ist das beste Beispiel, dass Psychologen Spezialisten ihrer eigenen Schwächen sind. Er litt an Agoraphobie, an diversen Phobien... hatte ein vollkommen verklärtes Frauenbild und war genial in der Behandlung eben dieser Leiden.""

"wie wahr du hast... warum ich wohl ein beruflicher weltverbesserer geworden bin? *gg*"

.... willst du mir sagen, dass du ein verklärtest Bild von den Männern hast und sie domestizieren willst und somit die Welt vor noch mehr Unheil zu retten ?


""... damit verabschiede ich mich in das Wochenende... ich habe jetzt wieder einmal 2 Tage frei und hoffe das ich etwas Ruhe finde.""

"worin, wodurch findest du ruhe? was tust du gern? in welchen situationen kannst du dein gedankenkarusell anhalten?"

... die meiste Ruhe finde ich in der Ablenkung und das am besten, wenn ich dabei viel lachen muss ansonsten lese ich einfach mal 3 Stunden quer Bett alles was ich spontan aus dem Regal ziehe

... oder ich mache mir Gedanken warum die Aktien fallen und nicht wie von mir erwünscht steigen

... oder ich finde einfach keine Ruhe und arbeite ich zu Hause...

"ich hab deinen beitrag vom september gefunden... wie schauts diesbezüglich aus? hast du eine entscheidung getroffen? suchst du noch nach lösungen, antworten,...?"

... liebe pain vielen Dank... aber hier suche ich noch immer... noch keine Lösung... und ich will und kann damit im Augenblick niemand belasten... wenn du später immer noch der Meinung bist, ich wäre jemanden mit dem es sich lohnt Gedanken zu tauschen und zu wirren, dann werde ich dir gern ein bisschen darüber schreiben...

... aber es ist permanenter Gedankeninhalt, denn ich versuche durch Feinsinnigkeit hier zu vertreiben...

... ganz liebe Grüße

blankness

P.S. es macht auch mir sehr viel Spass dir zu schreiben und deinen Ausführungen zu folgen..

Mahlzeit herr blankness
"... da bin ich wieder ob gewollt oder nicht, ich bin was ich bin "

von mir gewollt! und der rest der welt interessiert mich ja nur tendenziell peripher

".... ich glaube auch nicht das es eine imaginäre Belohnungen für dieses Leben gibt. Das Paradies kann jeder nur für sich selbst erschaffen, mit der Prämisse jeden dahin mitzunehmen den er möchte... wobei die Betonung auf "möchte" liegt."

*ggg* da fällt mir eine von mir erlebte story ein... wie du ja bestimmt weißt, bin ich in einer sozialberatungsstelle als sozifuzi beschäftigt... wir beraten und unterstützen die leute in allen lebensbereichen... von partnerschaftsproblemen, über finanzielle katastrophen bis zur arbeit- und wohnungsuche ist bei uns alles dabei...

eines schönen tages kam ein neuer klient... man sah schon auf den ersten blick, dass er drogen nicht abgeneigt ist und selbige auch an diesem tag konsumiert hat... na ja... solange es noch einen funken sinn gibt, werden die leute auch zugedröhnt beraten... wír sind eine niederschwellige beratungseinrichtung...

besagter kam wegen arbeit- und wohnungssuche... qualifikation - hauptschulabschluss, das wars... finanzielle mittel - sozialhilfe in der höhe von 381.- €... nun... anfänglich wollte er irgendeinen hilfsarbeiterjob (dies war schon eine sehr überzogene vorstellung, da er wegen seiner drogenprobleme absolut nicht arbeitsfähig war)... na ja... gut... und eine garconniere muss auch her... auch dieser wunsch war etwas hochgreifend, aber ok... man kann ja mit mir reden *g*

nach ca. 1 stunde wollte er keinen hilfsarbeiterjob mehr, sondern im management einen job... und garconniere wäre für diesen hohen posten dann auch unter aller würde, also muss ein einfamilienhaus her... klar... dafür hab ich verständnis *ggg*

den vogel schoss er jedoch ab, als er mir seine theorie vom "leben nach dem tod" erklärte... und zwar... man bekommt in ufo und beamt sich mit diesem ufo auf einen einsamen planeten... und man kann selbst bestimmen, wer mit auf den planeten kommt... er wollte, dass seine freundin mit ihm kommt... aber da sie häufig stritten war das ufo unbedingt nötig... denn wenn sie ihn nervt, dann steckt er sie ins ufo und beamt sie weit weg... jojo... man kann ganz alleine entscheiden, wen man mit ins paradies oder auf seinen planeten nimmt *gg*

also im großen und ganzen kann man sich schon aussuchen, wer einen auf seinem lebensweg begleitet... aber dann und wann muss man menschen auch in kauf nehmen... man kann nur versuchen, dass man den weg abändert, dass dieser mensch nicht mehr mitgeht... aber dann und wann geht es nicht... zumindest nicht so leicht, wie es sich anhört

"... Liebe ist selbstdefinierend, wie in dem wunderschönen Gedicht. Sie lässt sich nicht durch die Gesetze der Logik erklären und ist vielleicht dadurch so einzigartig in ihrer Gestaltung und Erscheinung... und sie bringt, was alles weltliche nie sein wird - Harmonie für die Seele."

mhm... harmonie der seele kann man nicht nur durch liebe erreichen... weiß man die kleinigkeiten schätzen, dann kann man auch ohne die große liebe harmonie der erleben... es ist wohl schöner, wenn man auch geliebt liebt und liebt... aber es muss nicht sein... immer wieder passierts im leben, dass man ein einsamer wolf ist... und wenn man dann auch harmonisch lebt, dann findet man schnell wieder einen zweiten wolf... oder ein ganzes rudel

".... ich kenne diese Einstellung und die Ambivalenzen, die dadurch entstehen aber liebe pain ist es nicht ein gefährliches Spiel?"

jein... es ist selbstschutz... man kann nicht alle und jeden an seinem seelenheil und -unheil teilhaben lassen... es finden sich immer menschen, die dies wissen ausnützen und versuchen, einen damit zu erpressen... mundtot zu machen... einem noch eine auf die mütze zu hauen, wenn man eh nur mehr die größe der mütze hat...

ist man stabil... ausgeglichen... kommt mit sich und der welt klar, dann kann man unbeteiligte und aasgeier auch am gefühlsleben teilhaben lassen... denn dann ist man stark genug, dass man sich ihrer wehrt... sie können einen trotzdem nicht angreifen...

heute hab ich an mich nicht mehr den anspruch, dass ich perfekt bin... dass ich alles alleine machen muss... dass ich alles allein schaffen muss... ich habe gelernt zu delegieren... und zwar nicht nur dinge, die angenehm sind, sondern auch "drecksarbeit"... ich habe gelernt, dass ich von anderen auch verlangen kann... auch dinge, die in die kategorie "drecksarbeit" fallen... und ich fahre gut damit...

dann und wann kommt gemaule "warum muss ich" "ich will aber nicht"... dann kommt von mir ein knappes "aber ich will und das reicht... und wenn’s nicht passt, dann muss man eben gehen... ich zwing niemanden mit mir zusammen zu arbeiten... jeder kann sich’s ändern"...

und wenn ich mal einen arschtag hab, dann lass ich meine mitmenschen daran teilhaben... und wenn’s mir melancholisch ist, dann plärr ich auch mal... und muss nicht in den einsamen, dunklen keller gehen, da ich angst hab, dass ich dadurch verletzlich oder angreifbar werde... ich habe mittlerweilen die autorität erlangt, dass ich mir leisten kann, authentisch zu sein...

"Wer ist der Schauspieler, wenn er die Bühne verlässt? Was geschieht wenn er zu oft auf der Bühne stehen muss?"

auf der bühne muss nur der schwache stehen... und irgendwann wird das rollenspielen zu mühsam... und dann passierts, dass die seele einfach nicht mehr will und dies laut und deutlich kund tut...

"... und, was wenn er die Bühne/das Leben/ die Realität nicht mehr klar differenzieren kann...?"

gibt es da eine differenzierung? ist die bühne nicht auch das realleben? ich denk schon... das spielen wird ein teil vom schauspieler... und so wie das spielen dazu gehört, gehörts auch dazu, dass er in bestimmten augenblicken loslässt und sich fallen lässt... das sind dann die extrem melancholischen und verheulten momente des schauspielerlebens... bei den menschen, denen er vertraut...

"... gerade weil viele Menschen ihr Leben inszenieren und die Reaktion der Mitspieler aus der Perspektive des Zuschauers betrachten, gerade deswegen erkranken viele Menschen... sie sind nicht mehr - oder waren es noch nie -"authentisch"."

wie will man authentisch sein, wenn man es nie gelernt hat? wenn man von klein auf in eine rolle gedrückt wurde und sich dieser bis auf ein paar rebellische ausbrüche gefügt hat? das funzt nicht... und ich musste erst am meeresgrund landen, dass ich merken konnte, was alles falsch lief... dass ich merken konnte, wie sehr ich funktionierte... wie sehr ich von meiner umwelt abhängig war... wie falsch meine prioritäten gesetzt waren...

"... ich denke allein diese Fakten würden ein seelisches Ausbrennen rechtfertigen... dein Job verlangt viel und nebenher noch lernen... ich bewundere dich..."

diese doppelbelastung war nurmehr der tropfen, der das fass zum überlaufen brachte... die ausbildung war sehr psychologisch... und beim "schlaue bücher lesen" kam ich dahinter, dass ich eben ein schauspieler auf der bühne des lebens war... dass ich nicht ICH bin... dass ich bin, was man von mir erwartet...

"... jedoch denke ich nicht das der pragmatische Stress der Auslöser war, sondern der Kern viel tiefer sitzt. Die Seele muss warten bis sie unüberhörbar schreien darf und sie offenbart sich oft, wenn wir unseren Körper und unsere Leistungsfähigkeit malträtieren."

ich betrieb mit meiner psyche und mit meinem körper schindluder... und bekam eine nebenhöhleneiterung vom feinsten... 3 wochen war ich ans bett gefesselt... hätt ich mich nicht so brav "gehalten", wäre ein spitalsaufenthalt unvermeidbar gewesen... und als ich mich physisch erholt hatte, da wollte die psyche nicht mehr... verweigerte einfach...

einen tag, vor meinem ersten arbeitstag nach dem krankenstand bekam ich meinen ersten nervenzusammenbruch... einen vom feinsten... ich saß von vormittags 1o bis abends um 17 uhr allein in der wohnung und konnte nicht zu weinen aufhören... es ging einfach nicht...

ich rief dann meine mutter an und fragte sie, was ich denn machen solle... ich kann einfach nicht mehr... ich will nicht mehr... und sie riet mir, weiter in krankenstand zu bleiben... das tat ich... aber es wurde nicht besser... immer wenn der termin zum ersten arbeitstag nahte, kam der nächste nervenzusammenbruch... und irgendwann kamen sie auch, wenn ich nur an die arbeit dachte... muttern schleppte mich dann zum psych... und es war eine ihrer weisesten handlungen, an die ich mich erinnern kann, die sie je tat...

der einzige fixpunkt in meinem leben war die schule, die ich unbedingt beenden wollte... die firma kündgte mich nach 6 monaten krankenstand... das war mir sehr recht... da war ich schon so "stabil", dass ich die kündigung feiern konnte *g*

dass ich wieder so stabil war, dass ich arbeiten gehen konnte und mich so weit hatte, dass ich am leben wieder freude hatte, dauerte geschlagene 1 1/2 jahre... ich zog fast 6oo km von meiner alten heimat weg... ließ mich scheiden... begann noch mal von ganz vorne... und dies war die erste meiner weisesten entscheidungen in meinem leben... so wohl, geborgen und zu hause, wie ich mich hier fühle, fühlte ich mich mein ganzes leben noch nirgendwo...

"... und wie bist du mit diesem Wissen umgegangen? "

ich gehe damit um... ich betreibe psychohygiene... machte eine therapie... und wenn ich jezz merke, dass etwas schief läuft, dann ruf ich meinen supervisor an und mach mir einen termin aus... hin geh ich meist ganz klein, zerknittert und frustriert... raus komm ich nachdenklich und um ein vielfaches schlauer...

ich brauch keine therapie mehr... ich brauch nur jemanden, der mit mir meine verhaltensmuster, mein tun und handeln objektiv reflektiert... zu 99 % komm ich von selbst drauf, was schief läuft... und genauso oft geb ich mir selbst die antwort, wie ich es ändern kann... aber es tut einfach gut, mit einem kompetenten menschen zu reden und sich die bestätigung zu holen, dass man am richtigen weg ist... ich brauch das... und es tut mir gut...

"Der nächste Schritt ist ja nicht einfacher ich muss mit der Erkenntnis leben oder ich muss sie verarbeiten oder ich muss loslassen oder sie verdrängen..."

ich habe für mich den weg der erkenntnis und verarbeitung gewählt... und dinge, die ich nicht verarbeiten kann, weil mir die person, die dazu gehört fehlt, lass ich los...

so schreib ich zb. briefe an diese person und verbrenn sie dann... oder zerreiß sie in 1ooooo kleine fuzerl und spül sie im clo runter... denn selbst wenn ich den brief losschick, bekomm ich doch nicht antwort auf meine fragen... ich würde mich quälen, würde ich sie absenden... dieser weg ist für mich am einfachsten... es hilft mir...

für gegenwärtige situationen habe ich mir angewöhnt, nichts zu fressen... ich sag, was ich mir denk... nicht immer in der härte, wie ich es empfinde, aber es muss raus... und ich zwinge mich, dass es auch bei den menschen landet, wo es hingehört... auch das ist hilfreich...

"aber ich muss handeln, sonst handelt erneut eine innere Instanz, auf die mein Einfluss nur begrenzt ist."

immer wieder kommen innere instanzen, auf die man kaum, wenig bis keinen einfluss hat... so zb. meine noch übergebliebenen ängste... zZ seh ich mich einigen von ihnen sehr hilflos gegenüber... ich weiß zwar, was ich zu tun hätte, aber es gelingt nicht... noch bin ich nicht so weit... und zZ sind die ängste nicht lebensqualitätsbeeinträchtigend...

so lass ich sie und versuche sie kleinweise, eine nach der anderen zu bekämpfen... momentanes "projekt" ist, die angst vor menschenmassen zu bekämpfen... bis august 2oo3 muss ich das unter dach und fach haben... zumindest für ein wochenende

"... aber vielleicht kann ich nachvollziehen was du sagen möchtest... in den Tiefen der eigenen Entwurzelung kann man doch irgendwann den Schatz am Ende des Regenbogens sehen und oftmals nur, weil man durch die Täler gegangen ist."

zwangsläufig? nein... ich denk es ist ein hartes stück arbeit, den schatz zu finden... und wenn er gefunden ist, dann ist` s damit noch nicht getan... dann muss man ihn bergen... zu deuten wissen... wissen, wie man ihn verwertet... und das ist noch mal eine schwere arbeit... macht man sich nicht die mühe, den schatz zu bergen, bearbeiten, verwerten, dann wird man immer gleich weiterstrudeln... mal ein hoch, mal ein tief... die abstände zwischen hoch und tief werden immer kürzer... und irgendwann kann man sich nicht mehr aufraffen... bleibt unten und ersäuft...

".... ich glaube dir das ... und manche Schwäche wird zu einer Stärke, ja muss es zwangsläufig sogar..."

man kann an allem was positives finden... selbst an der beschissensten charaktereigenschaft *g* und somit kann man auch aus allem schwachen etwas starkes machen... und rhetoriker haben es da besonders leicht... sie können sich besser verkaufen *g*

"... oft ist es so, dass man geschäftliche Verantwortung hat und zusätzlich noch ein bisschen ehrenamtlich etwas tun muss und nebenher eine Familie hat, die auch noch Halt braucht... "

dann wird es zeit, dass manN etwas ändert... denn nur geben ist zu wenig... nützt niemand etwas... irgendwo muss manN auch kraft tanken... ideal wäre es, wenn arbeit & familie nicht nur kraft kostet, sondern manN auch kraft schöpfen kann... und wenn trotz krafttanken zu wenig kraft bleibt, dann muss man prioritäten setzen...

ich zb. würde NIE etwas ehrenamtlich tun... ich bin jobmässig schon sozial genug... da hat engagierte sozialität nichts in meinem privatleben verloren... ausser ich mag wieder ausbrennen...

"... dabei fühlt man sich für den Moment (Jahre *gg*)auch sehr wohl... denn man wird gebraucht und das wurde vielleicht durch die Herkunftsfamilie impliziert... außerdem ist es noch eine gute Verdrängung, um sich nicht mit dem eigenen "ich" (Schwächen) beschäftigen zu müssen."

aber manN merkt doch, dass da etwas fehlt und dass etwas zu viel ist... manN tut nur, als wüsste man nicht bescheid... und manN funktioniert... weil’s verlangt und erwartet wird... manN müsste nur mal die eigenen grenzen definieren und die umwelt an dieser definition teilhaben lassen... die eigenen grenzen dann verteidigen, wie es ein staat auch tun würde... sich respekt verschaffen... dann bleibt genug kraft, sich dem ich zu stellen... dann ist es nicht mal mehr so mühsam, sich mit dem ich zu beschäftigen...

"... jedoch irgendwann kommt der Punkt wo einem alles zu viel wird... man nicht mehr will... aber die Aufgaben sind Lebensinhalt geworden und man ist ja "Schauspieler" und somit geübt in dieser Disziplin... folglich gegen jeden inneren Widerstand zieht man weiter seine Bahnen und verliert sich immer mehr..."

und man bekommt die großartige chance, etwas zu ändern... noch mal von vorne zu beginnen... und es gegenwärtig und zukünftig "besser" zu machen, als in der vergangenheit...

"... ich will auch eine altmodische Ausrede *gg*"

als hätte ein mann wie du ausreden nötig... jezz geh dich aber schämen... flott

"... zweifelsfrei eine Ausnahme, die aber nicht zum Beispiel taugt *gg*"

huch... und dieser mann ist vergeben... und ich auch... *seufz* so ungerecht ist manchmal das leben *ggggggggggggg*

"... Mann versucht zu lernen auch mit dem Wissen von eventuellen Fehlversuchen... hoffentlich muss ich nicht meine geschlechtliche Identität aufgeben um das Leben zu verstehen... "

sei froh, ein mann sein zu dürfen... du kannst zb. im stehen pinkeln und musst dich nicht auf die grausligen, versyphten clodeckeln hocken *g* und du kannst ganz ungezwungen bier aus der flasche trinken ohne hören zu müssen "das ist aber ungewöhnlich, dass eine frau bier aus der flasche trinkt" und und und *g*

"... ich versuche wenigstens authentisch zu sein...*g* also ich bete hier nicht "nur" Lehrmeinungen über psychologisches Fehlverhalten die vielleicht auf ein pränatales Trauma zurückzuführen sind oder andere sehr passende Ausreden, wenn die Eigenanalyse nicht mehr gewinnbringend, oder entblößend ist "

es gelingt dir tadellos

"... und wenn ich merke das du mein Igelfell entfernen willst, dann werde ich einfach polemisch "

möchtest du wölfin pains zahnderl sehen? *sfg* also werde mal lieber nicht polemisch *kurz die eckzahnderl funkeln lass*

ausserdem... ich entfern dein igelfell nicht... ich lass dich von dir aus strippen *efg*

"... dazu muss ich schreiben, dass ich schon viele Fettnäpfchen gesammelt habe und den Altersschnitt hier etwas anhebe ich bin - so es dich interessiert - 33 und habe gewisse Träume schon der Realität angepasst.. "

WAAAAAAAAAAS? schon SOOOOOOOOOOOOOOOOO ALT? *fgfg*

träume hab ich auch schon der realität angepasst... und die realität ist dann geworden, wie früher meine träume waren... zum richtigen zeitpunkt lässt sich fast jeder traum realisieren... man muss halt beim träumen ein wenig realistisch bleiben *g*

"... die Konsequenz eines Lebens mit zu vielen sichtbaren Emotionen (obschon ich nicht Stein bin!!!) ist ja nicht vorhersehbar, somit wird sie zu einer Variablen."

bist du davon wirklich überzeugt? ich denk es kommt nur drauf an, wie sehr man hinter sich selbst und seinen emotionen steht... je mehr man sich akzeptiert, umso mehr wird man akzeptiert...

"Wie würdest du handeln ... in eine Höhle steigen ohne zu wissen, was dich erwartet?"

ich würde mich vorsichtig reinbegeben... mir licht mitnehmen... mir genau merken, wie ich da wieder rauskomm... gewisse vorsicht walten... aber würde ich mir in der höhle großartiges erhoffen, dann würd ich reingehen... da siegt die weibliche neugierde *g*

"... du hast es richtig definiert, nur eine Nuance falsch abgeleitet. Aus der übergroßen Mutterliebe erwächst der allgemeine Hass auf alle anderen Frauen und um die starke Mama gedanklich zu strafen, muss eine andere Frau für sie stehend leiden."

*gg* is ja egal, warum sies tun... SIE TUN *ggggggggggggggggg* und wieder hat frau pain was gelernt

"... das ist jetzt aber eine anerkannte Lehrmeinung "

ich schenke auch dir und deinen meinungen glauben... so ists ja nicht... gell

".... willst du mir sagen, dass du ein verklärtest Bild von den Männern hast und sie domestizieren willst und somit die Welt vor noch mehr Unheil zu retten ? "

männer domestizieren? *looooooooool* du hast humor! *ggggg* nana... mein menschenbild ist schon ok... auch das bild der männer... denn ich hab ja das glück, dass ich fast nur liebe kenn *gg*

"... oder ich mache mir Gedanken warum die Aktien fallen und nicht wie von mir erwünscht steigen "

das heißt, will ich an die börse gehen, dann muss ich dich fragen, was am börsenmarkt zZ absolut an der verliererseite ist und genau das kaufen, da genau diese aktien steigen? *g*

"und ich will und kann damit im Augenblick niemand belasten..."

wer hat dir aufoktroyiert, dass du niemanden belasten darfst? und wer sagt dir, dass du mich belasten könntest? es gibt da so ein kluges sprichwort "dumm der gibt, dümmer, der nicht nimmt"... also wenn man dir etwas anbietet und du möchtest es, dann nimm... da darfst ganz egoistisch sein

"wenn du später immer noch der Meinung bist, ich wäre jemanden mit dem es sich lohnt Gedanken zu tauschen und zu wirren, dann werde ich dir gern ein bisschen darüber schreiben..."

sag bescheid, wann später ist... frau pain ist bereit

"... aber es ist permanenter Gedankeninhalt, denn ich versuche durch Feinsinnigkeit hier zu vertreiben..."

na dann treiben wir *g*

man muß das unmögliche versuchen,
um das mögliche zu erreichen.
(hermann hesse)

und mit diesem schlauen spruch verabschiede ich mich und hupf zu deinem morgenbeitrag

pass auf dich auf, igel , pain

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29. Oktober 2002 um 17:12
In Antwort auf esterhaeschen

Hallo Blankness
ich denke, dass man von denen verstanden wird wie man es meint, wenn man auf der selben Wellenlänge seine Signale aussendet.

Es ist die Sichtweise, wie man Dinge sieht und beurteilt. Nur denke ich, dass viele Missverständnisse daher rühren, dass man die Sichtweisen nicht vereinbaren kann.

Ich schreibe sehr gerne, weil ich mir Dinge von der Seele schreiben und anschliessend wieder streichen kann, wenn sie mir nicht so wichtig erscheinen. Reden birgt sehr viele Tücken, denn der andere kann beim Zuhören Fehler machen oder Dinge klingen nicht so wie man es gemeint hat, weil man die falschen Worte gewählt hat.

Wenn man etwas falsch verstanden hat, fragt man sehr selten nach und schon bauen sich Mauern auf. Beim Schreiben jedoch kann der Leser es nochmals lesen und sich seine Gedanken machen. Zwar nicht immer, aber immer hin...

Komischerweise, werde ich immer so verstanden wie ich es geschrieben habe... ob ich jemanden Trost spenden möchte oder ihn Tadeln wollte.

Jedoch werden manchen Worten viel zu viel Gewicht beigemessen, warum das so ist, weiss ich allerdings auch nicht. ist es die Angst vor dem Gegenüber ... ich weiss es wirklich nicht.

Ich weiss nur, dass viele meine Worte als Waffen verstehen...

Mittlerweile halte ich es mit Walter Rathenau... " Den Tadel der anderen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten."

Auch halte ich es mit Peter Ustinov ... "Um sanft, tolerant, weise und vernünftig zu sein, muss man über eine gehörige Portion Härte verfügen. "

Ich denke, " Sein " kann nur dann etwas, wenn es das Gegenstück " Nichts " gibt.

Wie es ein Hell und ein Dunkel gibt, oder einen Tag und die Nacht.

Liebe Grüsse Esterhäschen

... noch einmal ich...
"ich denke, dass man von denen verstanden wird wie man es meint, wenn man auf der selben Wellenlänge seine Signale aussendet."

... da stimme ich dir vollkommen zu. Jedoch wird es immer wieder vorkommen das du Menschen etwas vermitteln möchtest, die eben nicht wie du oder ich denken und fühlen.

... die Liebe ist dafür ein interessantes Übungsfeld... manche Streitigkeiten werden auf Nebenkriegsschauplätzen ausgetragen, weil niemand das eigentliche Thema ansprechen möchte und es kommt dabei zu sehr kontroverser Kommunikation, wo oft aneinander vorbei gesprochen wird... hier manifestiert sich dann, wie gut man in der Lage ist einen Konsens einzugehen....

"Ich schreibe sehr gerne, weil ich mir Dinge von der Seele schreiben und anschliessend wieder streichen kann, wenn sie mir nicht so wichtig erscheinen. Reden birgt sehr viele Tücken, denn der andere kann beim Zuhören Fehler machen oder Dinge klingen nicht so wie man es gemeint hat, weil man die falschen Worte gewählt hat."

... ich empfinde den schriftlichen Dialog auch als eine wundervolle Bereicherung. Er ist durchdachter als das Wort, denn man muss zwangsläufig vorher überlegen bevor man schreibt, was man beim sprechen auch einmal umkehren kann

... aber es fehlt an einen gewissen Punkt halt die nonverbale Komponente... die Mimik und Gestik... das beobachten der Hände und des Körperausdruckes... auch wichtige Aspekte, um einem Satz Ästhetik zu geben.

"Komischerweise, werde ich immer so verstanden wie ich es geschrieben habe... ob ich jemanden Trost spenden möchte oder ihn Tadeln wollte."

... ich denke Frauen sind da einfach begabter... sie können besser differenzieren zwischen Emotionen und Informationen... ich versuche oft zweifelsfrei zu schreiben, was aber bei weitem nicht funktioniert


"Jedoch werden manchen Worten viel zu viel Gewicht beigemessen, warum das so ist, weiss ich allerdings auch nicht. ist es die Angst vor dem Gegenüber ... ich weiss es wirklich nicht."

... jeder Mensch hat gewisse Signalworte impliziert, die er entweder negativ oder positiv besetzt. Sobald diese Worte in einem Text oder verbal erscheinen, werden sie aus dem Kontext gerissen und es beginnt eine Art Wortklauberei...

"Ich weiss nur, dass viele meine Worte als Waffen verstehen... "

... du betrachtest das negativ? Wenn Worte als Waffe interpretiert werden haben sie den Empfänger erreicht, für den sie bestimmt waren... folglich waren es die richtigen Worte in diesem Augenblick, ansonsten wäre er zweifelsfrei in der Lage diese Waffe (deine Worte) argumentativ zu entkräften..


"Ich denke, " Sein " kann nur dann etwas, wenn es das Gegenstück " Nichts " gibt."

... eine kleine Frage noch (du erlaubst?)... Was wäre in diesem Kontext das Gegenstück/Gegenemotion von Liebe? ... das ist pures Interesse wie es eine Frau sieht deren Worte man als Waffe bezeichnet

Liebe Grüße blankness

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29. Oktober 2002 um 17:17

Hallo Ute...
... ich muss mich erst einmal für meine schriftlichen Entgleisungen bei dir entschuldigen. Ich schreibe in einer Ichform und will niemanden, explizit dir zu nahe treten. Meine Ausführungen sind zum einen eigene Vorstellungen, eigenes Erleben und gehörte oder gelesene Meinungen... also sieh meine Zeilen bitte Wertfrei!

"Und auch wenn Du mit Goethe den Zauberlehrling heraufbeschwörst - warum sollte ich denn eine solche Vorstellung von der Welt mit mir tragen?
Muss ich denn glauben, dass ich nicht allem gewachsen sein kann, was mir begegnet??? Muss ich glauben, dass mir nicht die Macht gegeben ist, das Leben zu meistern und dabei auch noch glücklich und angstfrei sein zu können???"

... noch einmal, es war nicht auf dich persönlich bezogen!!! Ich wünsche dir jede Kraft das alles zu schaffen was du möchtest und nichts und niemand soll dir dabei im Wege stehen.

... ich persönlich bin eben für mich - und nur für mich - nicht der Meinung, dass ich alles schaffen kann, noch allem gewachsen bin. Zu oft habe ich am Rande des Abgrundes gestanden und gesehen wie schmal der Grad ist. Ich habe sehr lang für einen lebenswerten Zustand kämpfen müssen, der aber beinhaltet das ich mir Zufriedenheit und Ausgeglichenheit als heroischem Ziel sehr gut leben kann...

... übrigens für die Welt der Beobachter habe ich das Leben immer super gemeistert. Niemand hätte hinter der Fassade des scheinbaren Glückes vermutet, dass ich um primitivste Handlungen zu meistern kämpfen muss.

"Vielleicht hast Du schon mal darüber nachgedacht, warum alle Menschen sich danach sehnen glücklich zu sein? Und meinst Du, dass sich alle in dieser Sehnsucht irren, wenn die sich niemals für jeden einzelnen wirklich erfüllen könnte?
Könntest Du eventuell in Erwägung ziehen, dass auch Angst nur durch unsere persönlichen Vorstellungen von der Welt geboren wird, die uns dann so erscheint, wie wir es wahrhaben wollen?"

... ich glaube wir scheitern hier im Ansatz der Interpretation unserer Zeilen. Natürlich Ute sollen Menschen glücklich werden, jeder nach seiner Facette... ich bin doch nicht der Heraufbeschwörer des kollektiven seelischen Bankrottes.

... aber Angst ist nicht gleich Angst... ihr geht manchmal aber nicht immer eine Geschichte voraus... es gab Menschen mit starken somatischen Symptomen einer Sozialphobie... sie wurden durch eine Psychoanalyse symptomfrei aber wussten am Ende, dass sie entweder adoptiert oder als Kind missbraucht wurden... Glück ist eben doch relativ...

Liebe Grüße
blankness

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29. Oktober 2002 um 20:59

Kein Problem!
hi blackness!

Ob Mann ob Frau, spielt in diesem Fall wirklich keine Rolle!!!

Vielleicht wäre es sogar gut, wenn ich mit einem Mann darüber sprechen würde.

Wenn du mal Zeit und Lust hast, könntest du mich ja mal per e-mail kontaktieren.

Liebe Grüße,
Lady

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29. Oktober 2002 um 21:06
In Antwort auf lynne_12661553

Mahlzeit herr blankness
"... da bin ich wieder ob gewollt oder nicht, ich bin was ich bin "

von mir gewollt! und der rest der welt interessiert mich ja nur tendenziell peripher

".... ich glaube auch nicht das es eine imaginäre Belohnungen für dieses Leben gibt. Das Paradies kann jeder nur für sich selbst erschaffen, mit der Prämisse jeden dahin mitzunehmen den er möchte... wobei die Betonung auf "möchte" liegt."

*ggg* da fällt mir eine von mir erlebte story ein... wie du ja bestimmt weißt, bin ich in einer sozialberatungsstelle als sozifuzi beschäftigt... wir beraten und unterstützen die leute in allen lebensbereichen... von partnerschaftsproblemen, über finanzielle katastrophen bis zur arbeit- und wohnungsuche ist bei uns alles dabei...

eines schönen tages kam ein neuer klient... man sah schon auf den ersten blick, dass er drogen nicht abgeneigt ist und selbige auch an diesem tag konsumiert hat... na ja... solange es noch einen funken sinn gibt, werden die leute auch zugedröhnt beraten... wír sind eine niederschwellige beratungseinrichtung...

besagter kam wegen arbeit- und wohnungssuche... qualifikation - hauptschulabschluss, das wars... finanzielle mittel - sozialhilfe in der höhe von 381.- €... nun... anfänglich wollte er irgendeinen hilfsarbeiterjob (dies war schon eine sehr überzogene vorstellung, da er wegen seiner drogenprobleme absolut nicht arbeitsfähig war)... na ja... gut... und eine garconniere muss auch her... auch dieser wunsch war etwas hochgreifend, aber ok... man kann ja mit mir reden *g*

nach ca. 1 stunde wollte er keinen hilfsarbeiterjob mehr, sondern im management einen job... und garconniere wäre für diesen hohen posten dann auch unter aller würde, also muss ein einfamilienhaus her... klar... dafür hab ich verständnis *ggg*

den vogel schoss er jedoch ab, als er mir seine theorie vom "leben nach dem tod" erklärte... und zwar... man bekommt in ufo und beamt sich mit diesem ufo auf einen einsamen planeten... und man kann selbst bestimmen, wer mit auf den planeten kommt... er wollte, dass seine freundin mit ihm kommt... aber da sie häufig stritten war das ufo unbedingt nötig... denn wenn sie ihn nervt, dann steckt er sie ins ufo und beamt sie weit weg... jojo... man kann ganz alleine entscheiden, wen man mit ins paradies oder auf seinen planeten nimmt *gg*

also im großen und ganzen kann man sich schon aussuchen, wer einen auf seinem lebensweg begleitet... aber dann und wann muss man menschen auch in kauf nehmen... man kann nur versuchen, dass man den weg abändert, dass dieser mensch nicht mehr mitgeht... aber dann und wann geht es nicht... zumindest nicht so leicht, wie es sich anhört

"... Liebe ist selbstdefinierend, wie in dem wunderschönen Gedicht. Sie lässt sich nicht durch die Gesetze der Logik erklären und ist vielleicht dadurch so einzigartig in ihrer Gestaltung und Erscheinung... und sie bringt, was alles weltliche nie sein wird - Harmonie für die Seele."

mhm... harmonie der seele kann man nicht nur durch liebe erreichen... weiß man die kleinigkeiten schätzen, dann kann man auch ohne die große liebe harmonie der erleben... es ist wohl schöner, wenn man auch geliebt liebt und liebt... aber es muss nicht sein... immer wieder passierts im leben, dass man ein einsamer wolf ist... und wenn man dann auch harmonisch lebt, dann findet man schnell wieder einen zweiten wolf... oder ein ganzes rudel

".... ich kenne diese Einstellung und die Ambivalenzen, die dadurch entstehen aber liebe pain ist es nicht ein gefährliches Spiel?"

jein... es ist selbstschutz... man kann nicht alle und jeden an seinem seelenheil und -unheil teilhaben lassen... es finden sich immer menschen, die dies wissen ausnützen und versuchen, einen damit zu erpressen... mundtot zu machen... einem noch eine auf die mütze zu hauen, wenn man eh nur mehr die größe der mütze hat...

ist man stabil... ausgeglichen... kommt mit sich und der welt klar, dann kann man unbeteiligte und aasgeier auch am gefühlsleben teilhaben lassen... denn dann ist man stark genug, dass man sich ihrer wehrt... sie können einen trotzdem nicht angreifen...

heute hab ich an mich nicht mehr den anspruch, dass ich perfekt bin... dass ich alles alleine machen muss... dass ich alles allein schaffen muss... ich habe gelernt zu delegieren... und zwar nicht nur dinge, die angenehm sind, sondern auch "drecksarbeit"... ich habe gelernt, dass ich von anderen auch verlangen kann... auch dinge, die in die kategorie "drecksarbeit" fallen... und ich fahre gut damit...

dann und wann kommt gemaule "warum muss ich" "ich will aber nicht"... dann kommt von mir ein knappes "aber ich will und das reicht... und wenn’s nicht passt, dann muss man eben gehen... ich zwing niemanden mit mir zusammen zu arbeiten... jeder kann sich’s ändern"...

und wenn ich mal einen arschtag hab, dann lass ich meine mitmenschen daran teilhaben... und wenn’s mir melancholisch ist, dann plärr ich auch mal... und muss nicht in den einsamen, dunklen keller gehen, da ich angst hab, dass ich dadurch verletzlich oder angreifbar werde... ich habe mittlerweilen die autorität erlangt, dass ich mir leisten kann, authentisch zu sein...

"Wer ist der Schauspieler, wenn er die Bühne verlässt? Was geschieht wenn er zu oft auf der Bühne stehen muss?"

auf der bühne muss nur der schwache stehen... und irgendwann wird das rollenspielen zu mühsam... und dann passierts, dass die seele einfach nicht mehr will und dies laut und deutlich kund tut...

"... und, was wenn er die Bühne/das Leben/ die Realität nicht mehr klar differenzieren kann...?"

gibt es da eine differenzierung? ist die bühne nicht auch das realleben? ich denk schon... das spielen wird ein teil vom schauspieler... und so wie das spielen dazu gehört, gehörts auch dazu, dass er in bestimmten augenblicken loslässt und sich fallen lässt... das sind dann die extrem melancholischen und verheulten momente des schauspielerlebens... bei den menschen, denen er vertraut...

"... gerade weil viele Menschen ihr Leben inszenieren und die Reaktion der Mitspieler aus der Perspektive des Zuschauers betrachten, gerade deswegen erkranken viele Menschen... sie sind nicht mehr - oder waren es noch nie -"authentisch"."

wie will man authentisch sein, wenn man es nie gelernt hat? wenn man von klein auf in eine rolle gedrückt wurde und sich dieser bis auf ein paar rebellische ausbrüche gefügt hat? das funzt nicht... und ich musste erst am meeresgrund landen, dass ich merken konnte, was alles falsch lief... dass ich merken konnte, wie sehr ich funktionierte... wie sehr ich von meiner umwelt abhängig war... wie falsch meine prioritäten gesetzt waren...

"... ich denke allein diese Fakten würden ein seelisches Ausbrennen rechtfertigen... dein Job verlangt viel und nebenher noch lernen... ich bewundere dich..."

diese doppelbelastung war nurmehr der tropfen, der das fass zum überlaufen brachte... die ausbildung war sehr psychologisch... und beim "schlaue bücher lesen" kam ich dahinter, dass ich eben ein schauspieler auf der bühne des lebens war... dass ich nicht ICH bin... dass ich bin, was man von mir erwartet...

"... jedoch denke ich nicht das der pragmatische Stress der Auslöser war, sondern der Kern viel tiefer sitzt. Die Seele muss warten bis sie unüberhörbar schreien darf und sie offenbart sich oft, wenn wir unseren Körper und unsere Leistungsfähigkeit malträtieren."

ich betrieb mit meiner psyche und mit meinem körper schindluder... und bekam eine nebenhöhleneiterung vom feinsten... 3 wochen war ich ans bett gefesselt... hätt ich mich nicht so brav "gehalten", wäre ein spitalsaufenthalt unvermeidbar gewesen... und als ich mich physisch erholt hatte, da wollte die psyche nicht mehr... verweigerte einfach...

einen tag, vor meinem ersten arbeitstag nach dem krankenstand bekam ich meinen ersten nervenzusammenbruch... einen vom feinsten... ich saß von vormittags 1o bis abends um 17 uhr allein in der wohnung und konnte nicht zu weinen aufhören... es ging einfach nicht...

ich rief dann meine mutter an und fragte sie, was ich denn machen solle... ich kann einfach nicht mehr... ich will nicht mehr... und sie riet mir, weiter in krankenstand zu bleiben... das tat ich... aber es wurde nicht besser... immer wenn der termin zum ersten arbeitstag nahte, kam der nächste nervenzusammenbruch... und irgendwann kamen sie auch, wenn ich nur an die arbeit dachte... muttern schleppte mich dann zum psych... und es war eine ihrer weisesten handlungen, an die ich mich erinnern kann, die sie je tat...

der einzige fixpunkt in meinem leben war die schule, die ich unbedingt beenden wollte... die firma kündgte mich nach 6 monaten krankenstand... das war mir sehr recht... da war ich schon so "stabil", dass ich die kündigung feiern konnte *g*

dass ich wieder so stabil war, dass ich arbeiten gehen konnte und mich so weit hatte, dass ich am leben wieder freude hatte, dauerte geschlagene 1 1/2 jahre... ich zog fast 6oo km von meiner alten heimat weg... ließ mich scheiden... begann noch mal von ganz vorne... und dies war die erste meiner weisesten entscheidungen in meinem leben... so wohl, geborgen und zu hause, wie ich mich hier fühle, fühlte ich mich mein ganzes leben noch nirgendwo...

"... und wie bist du mit diesem Wissen umgegangen? "

ich gehe damit um... ich betreibe psychohygiene... machte eine therapie... und wenn ich jezz merke, dass etwas schief läuft, dann ruf ich meinen supervisor an und mach mir einen termin aus... hin geh ich meist ganz klein, zerknittert und frustriert... raus komm ich nachdenklich und um ein vielfaches schlauer...

ich brauch keine therapie mehr... ich brauch nur jemanden, der mit mir meine verhaltensmuster, mein tun und handeln objektiv reflektiert... zu 99 % komm ich von selbst drauf, was schief läuft... und genauso oft geb ich mir selbst die antwort, wie ich es ändern kann... aber es tut einfach gut, mit einem kompetenten menschen zu reden und sich die bestätigung zu holen, dass man am richtigen weg ist... ich brauch das... und es tut mir gut...

"Der nächste Schritt ist ja nicht einfacher ich muss mit der Erkenntnis leben oder ich muss sie verarbeiten oder ich muss loslassen oder sie verdrängen..."

ich habe für mich den weg der erkenntnis und verarbeitung gewählt... und dinge, die ich nicht verarbeiten kann, weil mir die person, die dazu gehört fehlt, lass ich los...

so schreib ich zb. briefe an diese person und verbrenn sie dann... oder zerreiß sie in 1ooooo kleine fuzerl und spül sie im clo runter... denn selbst wenn ich den brief losschick, bekomm ich doch nicht antwort auf meine fragen... ich würde mich quälen, würde ich sie absenden... dieser weg ist für mich am einfachsten... es hilft mir...

für gegenwärtige situationen habe ich mir angewöhnt, nichts zu fressen... ich sag, was ich mir denk... nicht immer in der härte, wie ich es empfinde, aber es muss raus... und ich zwinge mich, dass es auch bei den menschen landet, wo es hingehört... auch das ist hilfreich...

"aber ich muss handeln, sonst handelt erneut eine innere Instanz, auf die mein Einfluss nur begrenzt ist."

immer wieder kommen innere instanzen, auf die man kaum, wenig bis keinen einfluss hat... so zb. meine noch übergebliebenen ängste... zZ seh ich mich einigen von ihnen sehr hilflos gegenüber... ich weiß zwar, was ich zu tun hätte, aber es gelingt nicht... noch bin ich nicht so weit... und zZ sind die ängste nicht lebensqualitätsbeeinträchtigend...

so lass ich sie und versuche sie kleinweise, eine nach der anderen zu bekämpfen... momentanes "projekt" ist, die angst vor menschenmassen zu bekämpfen... bis august 2oo3 muss ich das unter dach und fach haben... zumindest für ein wochenende

"... aber vielleicht kann ich nachvollziehen was du sagen möchtest... in den Tiefen der eigenen Entwurzelung kann man doch irgendwann den Schatz am Ende des Regenbogens sehen und oftmals nur, weil man durch die Täler gegangen ist."

zwangsläufig? nein... ich denk es ist ein hartes stück arbeit, den schatz zu finden... und wenn er gefunden ist, dann ist` s damit noch nicht getan... dann muss man ihn bergen... zu deuten wissen... wissen, wie man ihn verwertet... und das ist noch mal eine schwere arbeit... macht man sich nicht die mühe, den schatz zu bergen, bearbeiten, verwerten, dann wird man immer gleich weiterstrudeln... mal ein hoch, mal ein tief... die abstände zwischen hoch und tief werden immer kürzer... und irgendwann kann man sich nicht mehr aufraffen... bleibt unten und ersäuft...

".... ich glaube dir das ... und manche Schwäche wird zu einer Stärke, ja muss es zwangsläufig sogar..."

man kann an allem was positives finden... selbst an der beschissensten charaktereigenschaft *g* und somit kann man auch aus allem schwachen etwas starkes machen... und rhetoriker haben es da besonders leicht... sie können sich besser verkaufen *g*

"... oft ist es so, dass man geschäftliche Verantwortung hat und zusätzlich noch ein bisschen ehrenamtlich etwas tun muss und nebenher eine Familie hat, die auch noch Halt braucht... "

dann wird es zeit, dass manN etwas ändert... denn nur geben ist zu wenig... nützt niemand etwas... irgendwo muss manN auch kraft tanken... ideal wäre es, wenn arbeit & familie nicht nur kraft kostet, sondern manN auch kraft schöpfen kann... und wenn trotz krafttanken zu wenig kraft bleibt, dann muss man prioritäten setzen...

ich zb. würde NIE etwas ehrenamtlich tun... ich bin jobmässig schon sozial genug... da hat engagierte sozialität nichts in meinem privatleben verloren... ausser ich mag wieder ausbrennen...

"... dabei fühlt man sich für den Moment (Jahre *gg*)auch sehr wohl... denn man wird gebraucht und das wurde vielleicht durch die Herkunftsfamilie impliziert... außerdem ist es noch eine gute Verdrängung, um sich nicht mit dem eigenen "ich" (Schwächen) beschäftigen zu müssen."

aber manN merkt doch, dass da etwas fehlt und dass etwas zu viel ist... manN tut nur, als wüsste man nicht bescheid... und manN funktioniert... weil’s verlangt und erwartet wird... manN müsste nur mal die eigenen grenzen definieren und die umwelt an dieser definition teilhaben lassen... die eigenen grenzen dann verteidigen, wie es ein staat auch tun würde... sich respekt verschaffen... dann bleibt genug kraft, sich dem ich zu stellen... dann ist es nicht mal mehr so mühsam, sich mit dem ich zu beschäftigen...

"... jedoch irgendwann kommt der Punkt wo einem alles zu viel wird... man nicht mehr will... aber die Aufgaben sind Lebensinhalt geworden und man ist ja "Schauspieler" und somit geübt in dieser Disziplin... folglich gegen jeden inneren Widerstand zieht man weiter seine Bahnen und verliert sich immer mehr..."

und man bekommt die großartige chance, etwas zu ändern... noch mal von vorne zu beginnen... und es gegenwärtig und zukünftig "besser" zu machen, als in der vergangenheit...

"... ich will auch eine altmodische Ausrede *gg*"

als hätte ein mann wie du ausreden nötig... jezz geh dich aber schämen... flott

"... zweifelsfrei eine Ausnahme, die aber nicht zum Beispiel taugt *gg*"

huch... und dieser mann ist vergeben... und ich auch... *seufz* so ungerecht ist manchmal das leben *ggggggggggggg*

"... Mann versucht zu lernen auch mit dem Wissen von eventuellen Fehlversuchen... hoffentlich muss ich nicht meine geschlechtliche Identität aufgeben um das Leben zu verstehen... "

sei froh, ein mann sein zu dürfen... du kannst zb. im stehen pinkeln und musst dich nicht auf die grausligen, versyphten clodeckeln hocken *g* und du kannst ganz ungezwungen bier aus der flasche trinken ohne hören zu müssen "das ist aber ungewöhnlich, dass eine frau bier aus der flasche trinkt" und und und *g*

"... ich versuche wenigstens authentisch zu sein...*g* also ich bete hier nicht "nur" Lehrmeinungen über psychologisches Fehlverhalten die vielleicht auf ein pränatales Trauma zurückzuführen sind oder andere sehr passende Ausreden, wenn die Eigenanalyse nicht mehr gewinnbringend, oder entblößend ist "

es gelingt dir tadellos

"... und wenn ich merke das du mein Igelfell entfernen willst, dann werde ich einfach polemisch "

möchtest du wölfin pains zahnderl sehen? *sfg* also werde mal lieber nicht polemisch *kurz die eckzahnderl funkeln lass*

ausserdem... ich entfern dein igelfell nicht... ich lass dich von dir aus strippen *efg*

"... dazu muss ich schreiben, dass ich schon viele Fettnäpfchen gesammelt habe und den Altersschnitt hier etwas anhebe ich bin - so es dich interessiert - 33 und habe gewisse Träume schon der Realität angepasst.. "

WAAAAAAAAAAS? schon SOOOOOOOOOOOOOOOOO ALT? *fgfg*

träume hab ich auch schon der realität angepasst... und die realität ist dann geworden, wie früher meine träume waren... zum richtigen zeitpunkt lässt sich fast jeder traum realisieren... man muss halt beim träumen ein wenig realistisch bleiben *g*

"... die Konsequenz eines Lebens mit zu vielen sichtbaren Emotionen (obschon ich nicht Stein bin!!!) ist ja nicht vorhersehbar, somit wird sie zu einer Variablen."

bist du davon wirklich überzeugt? ich denk es kommt nur drauf an, wie sehr man hinter sich selbst und seinen emotionen steht... je mehr man sich akzeptiert, umso mehr wird man akzeptiert...

"Wie würdest du handeln ... in eine Höhle steigen ohne zu wissen, was dich erwartet?"

ich würde mich vorsichtig reinbegeben... mir licht mitnehmen... mir genau merken, wie ich da wieder rauskomm... gewisse vorsicht walten... aber würde ich mir in der höhle großartiges erhoffen, dann würd ich reingehen... da siegt die weibliche neugierde *g*

"... du hast es richtig definiert, nur eine Nuance falsch abgeleitet. Aus der übergroßen Mutterliebe erwächst der allgemeine Hass auf alle anderen Frauen und um die starke Mama gedanklich zu strafen, muss eine andere Frau für sie stehend leiden."

*gg* is ja egal, warum sies tun... SIE TUN *ggggggggggggggggg* und wieder hat frau pain was gelernt

"... das ist jetzt aber eine anerkannte Lehrmeinung "

ich schenke auch dir und deinen meinungen glauben... so ists ja nicht... gell

".... willst du mir sagen, dass du ein verklärtest Bild von den Männern hast und sie domestizieren willst und somit die Welt vor noch mehr Unheil zu retten ? "

männer domestizieren? *looooooooool* du hast humor! *ggggg* nana... mein menschenbild ist schon ok... auch das bild der männer... denn ich hab ja das glück, dass ich fast nur liebe kenn *gg*

"... oder ich mache mir Gedanken warum die Aktien fallen und nicht wie von mir erwünscht steigen "

das heißt, will ich an die börse gehen, dann muss ich dich fragen, was am börsenmarkt zZ absolut an der verliererseite ist und genau das kaufen, da genau diese aktien steigen? *g*

"und ich will und kann damit im Augenblick niemand belasten..."

wer hat dir aufoktroyiert, dass du niemanden belasten darfst? und wer sagt dir, dass du mich belasten könntest? es gibt da so ein kluges sprichwort "dumm der gibt, dümmer, der nicht nimmt"... also wenn man dir etwas anbietet und du möchtest es, dann nimm... da darfst ganz egoistisch sein

"wenn du später immer noch der Meinung bist, ich wäre jemanden mit dem es sich lohnt Gedanken zu tauschen und zu wirren, dann werde ich dir gern ein bisschen darüber schreiben..."

sag bescheid, wann später ist... frau pain ist bereit

"... aber es ist permanenter Gedankeninhalt, denn ich versuche durch Feinsinnigkeit hier zu vertreiben..."

na dann treiben wir *g*

man muß das unmögliche versuchen,
um das mögliche zu erreichen.
(hermann hesse)

und mit diesem schlauen spruch verabschiede ich mich und hupf zu deinem morgenbeitrag

pass auf dich auf, igel , pain

Einen wunderschönen guten Abend...
"der rest der welt interessiert mich ja nur tendenziell peripher"

... welcher Rest

"wie du ja bestimmt weißt, bin ich in einer sozialberatungsstelle als sozifuzi beschäftigt... wir beraten und unterstützen die leute in allen lebensbereichen... von partnerschaftsproblemen, über finanzielle katastrophen bis zur arbeit- und wohnungsuche ist bei uns alles dabei..."

... also darf ich dir explizit meinen ganzen Weltschmerz klagen und du musst zuhören die Aussichten werden immer besser...

... was in Österreich gibt es Wohnungssuchende mit finanziellen Problemen

... was macht Frau bei einem solchen Job als Ausgleich in deiner Freizeit?

"also im großen und ganzen kann man sich schon aussuchen, wer einen auf seinem lebensweg begleitet... aber dann und wann muss man menschen auch in kauf nehmen... man kann nur versuchen, dass man den weg abändert, dass dieser mensch nicht mehr mitgeht... aber dann und wann geht es nicht... zumindest nicht so leicht, wie es sich anhört"

... aber liebe pain wer hat den behauptet, dass das Leben einfach sei die wichtigste Sozialisationsinstanz kann man sich nicht aussuchen, man wird hineingeboren und auch Lehrer kann man sich nicht aussuchen, sie sind einfach da... und oft nimmt man im jugendlichen Übermut auch noch Menschen mit in sein Boot, die so gar nicht hineinpassen - aber erst nach 10 Jahren gemeinsamen Segelns gegen den Wind erkennt man es und braucht viel Kraft die Mitgenommen wieder an Land zu bringen und neue Mitsegler aufzunehmen...

... manchmal, aber auch nur manchmal darf man wählen... wenn man etwas gescheiter ist und wenn einem das Glück die Hand reicht, dann kann man Zufriedenheit spüren.

"mhm... harmonie der seele kann man nicht nur durch liebe erreichen... weiß man die kleinigkeiten schätzen, dann kann man auch ohne die große liebe harmonie der erleben... es ist wohl schöner, wenn man auch geliebt liebt und liebt... aber es muss nicht sein... immer wieder passierts im leben, dass man ein einsamer wolf ist... und wenn man dann auch harmonisch lebt, dann findet man schnell wieder einen zweiten wolf... oder ein ganzes rudel"

... erfreue dich an der Imagination der eigenen Gedankenwelt! ... leider definiere ich mich emotional überwiegend über oder durch andere.
... ich habe nicht gelernt, dass man auch einmal nehmen muss... das Dogma der Familie war Wissen und Leistung... nachdem ich dann die Spur verlassen hatte - die Seele zwang meinen Körper zu Aufgabe dieser Leitlinien, haben sich alle angepasst

... und Wolf war ich oft... nicht so aggressiv aber so menschenscheu also ich kann wundervolles sagen über Menschen und dabei kein Nuance von mir preisgeben... eine für mich einseitige Kommunikation aber wie immer wieder beschrieben, ein imaginärer Schutz vor allem und jedem...

"ist man stabil... ausgeglichen... kommt mit sich und der welt klar, dann kann man unbeteiligte und aasgeier auch am gefühlsleben teilhaben lassen... denn dann ist man stark genug, dass man sich ihrer wehrt... sie können einen trotzdem nicht angreifen..."

... so stark möchte ich doch nicht werden Ich benutze doch meine Nische des latenten Verrücktseins, um die Welt mit anderen Augen zu sehen... gut ich gestehe, manchmal vielleicht etwas abwertend aber es bleiben ja meine Gedanken... und erzähle jetzt nicht wieder meine Gedanken wären nicht nur Gedanken

"heute hab ich an mich nicht mehr den anspruch, dass ich perfekt bin..."

... hier zeigen wir starke Synchronitäten... ich habe viele Ansprüche zurückgeschraubt oder zurücknehmen müssen... wollte immer ein perfektes Bild erzeugen und habe nie bemerkt, wie anstrengend gerade das war.

... ich betrachte mich auch nicht mehr durch hundert andere Augen bevor ich etwas vollbringe (so ich etwas vollbringe *g*), sondern messe mich an meinen Vorgaben... ich muss nicht mehr gefallen, um des Gefallen willens...

"und wenn’s mir melancholisch ist, dann plärr ich auch mal... und muss nicht in den einsamen, dunklen keller gehen, da ich angst hab, dass ich dadurch verletzlich oder angreifbar werde... ich habe mittlerweilen die autorität erlangt, dass ich mir leisten kann, authentisch zu sein..."

... ein wirklich bemerkenswerter Zustand... na ja ich habe meinen Keller noch. Er dient als Refugium für die Tage des Dunkellichtes... folglich ich kann lachen und innerlich weinen, alles zeitgleich... aber jetzt schreibe bitte nicht, dass es typische Züge multipler Persönlichkeiten sind... nein nein... ich lebe einfach noch eine Stufe unter deiner erlangten Autorität... es fehlt mir noch am Ich-Gefühl....


""... gerade weil viele Menschen ihr Leben inszenieren und die Reaktion der Mitspieler aus der Perspektive des Zuschauers betrachten, gerade deswegen erkranken viele Menschen... sie sind nicht mehr - oder waren es noch nie -"authentisch".""

"wie will man authentisch sein, wenn man es nie gelernt hat?"

... die Urfrage und wie lernt man es? Und wie viele andere Menschen muss man aus ihrer Traumwelt reißen, wenn man beginnt einfach man selbst zu sein?

"ich betrieb mit meiner psyche und mit meinem körper schindluder... und bekam eine nebenhöhleneiterung vom feinsten... 3 wochen war ich ans bett gefesselt... hätt ich mich nicht so brav "gehalten", wäre ein spitalsaufenthalt unvermeidbar gewesen... und als ich mich physisch erholt hatte, da wollte die psyche nicht mehr... verweigerte einfach..."

... der Beginn meiner Karriere war ein simpler Blinddarm der entfernt wurde... ich stand vorher unter Hochspannung und auf einmal musste ich ruhig liegen. In diesem Augenblick hat die Psyche eine Eigendynamik entwickelt, die mich auf den Fahrstuhl zum Schafott gebracht hat.

... ich habe in der gesamten Zeit (ca. 3 Jahre) immer gute Haltungsnoten von Außenstehenden bekommen aber ich konnte weder einkaufen, noch in ein Restaurant... eine Zeitlang konnte ich nicht einmal meine Wohnung verlassen, bis auf wenige Momente in der Nacht um Zigaretten zu holen

... ich hatte mich in dieser Zeit menschlichen Kontakt vollkommen entzogen, bis auf wenige soziale Kontakte die zwingend waren... im Grunde hatte ich schon die klassische Agoraphobiekarriere akzeptiert... aber irgendwann kam zur Resignation der Kampf gegen den eigenen Körper und ich habe professionelle Hilfe in Anspruch genommen... was letztlich geholfen hat ist sekundär... aber heute geht vieles wieder ohne Einschränkungen..

""Der nächste Schritt ist ja nicht einfacher ich muss mit der Erkenntnis leben oder ich muss sie verarbeiten oder ich muss loslassen oder sie verdrängen...""

"ich habe für mich den weg der erkenntnis und verarbeitung gewählt... und dinge, die ich nicht verarbeiten kann, weil mir die person, die dazu gehört fehlt, lass ich los..."

... das loslassen übe ich noch


"so lass ich sie und versuche sie kleinweise, eine nach der anderen zu bekämpfen... momentanes "projekt" ist, die angst vor menschenmassen zu bekämpfen... bis august 2oo3 muss ich das unter dach und fach haben... zumindest für ein wochenende"

... willst du zu einem Konzert oder heiraten - beides assoziiere ich mit Menschenmassen für ein Wochenende solltest du ein brauchbares und auch für männliche Erdenbewohner durchführbares Programm finden, die Demophobie einzudämmen, wäre ich bereit an deiner ersten Studie als Igel teilzunehmen


"".... ich glaube dir das ... und manche Schwäche wird zu einer Stärke, ja muss es zwangsläufig sogar...""

"man kann an allem was positives finden... selbst an der beschissensten charaktereigenschaft *g* und somit kann man auch aus allem schwachen etwas starkes machen... und rhetoriker haben es da besonders leicht... sie können sich besser verkaufen *g*"

... eine latente mannigfaltige Persönlichkeit kann auch ein sekundärer Krankheitsgewinn sein... ich gebe mich demütig krank und werde geliebt, weil bedauert - das nennt man passive Liebeseinforderung

"dann wird es zeit, dass manN etwas ändert... denn nur geben ist zu wenig... nützt niemand etwas... irgendwo muss manN auch kraft tanken... ideal wäre es, wenn arbeit & familie nicht nur kraft kostet, sondern manN auch kraft schöpfen kann... und wenn trotz krafttanken zu wenig kraft bleibt, dann muss man prioritäten setzen... "

... was manN auf dieser Welt alles machen soll *ggg* aber du hast recht es braucht Krafttankstellen... aber liebe pain - Prioritäten bedeutet Entscheidungen in eigener Sache und wer ist Meister im vermeiden ? - manN


""... ich will auch eine altmodische Ausrede *gg*""

"als hätte ein mann wie du ausreden nötig... jezz geh dich aber schämen... flott"

... gestehe dem Mann auch kleine Aussagen zu, die eine andere als die wahre Wahrheit sind... ein zwei Ausreden oder andere Darstellungen der Wahrheit benötigt er auch *g* ... ist der Umkehrprozess der Emanzipation *gg*

""... Mann versucht zu lernen auch mit dem Wissen von eventuellen Fehlversuchen... hoffentlich muss ich nicht meine geschlechtliche Identität aufgeben um das Leben zu verstehen... ""

"sei froh, ein mann sein zu dürfen... du kannst zb. im stehen pinkeln und musst dich nicht auf die grausligen, versyphten clodeckeln hocken *g* und du kannst ganz ungezwungen bier aus der flasche trinken ohne hören zu müssen "das ist aber ungewöhnlich, dass eine frau bier aus der flasche trinkt" und und und *g*"

... diese Sichtweise des Frauseins hat sich mir noch nie erschlossen also ich bin jetzt in diesem Augenblick wo du das liest sehr froh

"ausserdem... ich entfern dein igelfell nicht... ich lass dich von dir aus strippen *efg* "

... vorher musst du aber den Rahmen schaffen... *gg*

"WAAAAAAAAAAS? schon SOOOOOOOOOOOOOOOOO ALT? *fgfg* "

... oute dich bitte *gggg*


""Wie würdest du handeln ... in eine Höhle steigen ohne zu wissen, was dich erwartet?""

"ich würde mich vorsichtig reinbegeben... mir licht mitnehmen... mir genau merken, wie ich da wieder rauskomm... gewisse vorsicht walten... aber würde ich mir in der höhle großartiges erhoffen, dann würd ich reingehen... da siegt die weibliche neugierde *g*"

... also doch eine Hormonbehandlung und Frau werden *gg*


"das heißt, will ich an die börse gehen, dann muss ich dich fragen, was am börsenmarkt zZ absolut an der verliererseite ist und genau das kaufen, da genau diese aktien steigen? *g*"

... ich bin der Kontraindikator also frag mich, wenn du etwas nicht wissen willst...

... Nietzsche hat einmal gesagt "wenn du lang genug in einen Abgrund blickst, dann blickt der Abgrund auch in dich"... deswegen im Augenblick meine Verweigerung über mein Liebesleben zu philosophieren... die Narben sind noch nicht verhärtet und mehr dürfen und sollten auf keinen Fall dazukommen.

... aber ich werde dir immer wieder einmal eine Teil zukommen lassen... mein erster Versuch hier, war einfach dumm... er entsprang einer frischen neuen Narbe und im Angesicht des Schmerzes lassen sich sogar Riesen beim weinen in die Augen blicken...

... ich wünsche dir einen schönen Abend und morgen einen Tag mit wenigen Problemen anderer Menschen

... Liebe Grüße blankness - Igel mit Stacheln



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29. Oktober 2002 um 21:28
In Antwort auf woden_12646217

Guten Morgen Frau pain...
... du wolltest doch Provokantes

... gerade habe ich noch ein bisschen Zeit bevor ich dem lästigen Erwerb der Lebensgrundlage nachgehen muss und zwei (nein drei*g*) kleine Aphorismen gibt es jetzt noch *gg*.

"Das letzte Glied in der Ursachenkette meines Leides bin ich selbst und somit auch das erste Glied in der Ursachenkette seiner Überwindung."

"Ernsthafte Warnung: Sei auf der Hut vor Symptomen des inneren Friedens.

Erste Anzeichen und Symptome des inneren Friedens:

Eine Tendenz, eher spontan zu handeln und denken anstatt aus einer Angst heraus, die auf vergangene Erfahrungen basiert.
Eine unübersehbare Fähigkeit jeden Moment zu genießen!
Ein Mangel an Interesse daran, über andere zu urteilen!
Ein Mangel an Interesse daran, die Handlungen anderer zu interpretieren.
Ein Verlust der Fähigkeit sich zu ärgern!
Gelegentliche überwältigende Anfälle der Wertschätzung anderer!
Häufige Anfälle von Lächeln!
Eine steigende Tendenz, die Dinge geschehen zu lassen anstatt sie geschehen zu machen!
Eine zunehmende Anfälligkeit für Liebe, die andere aussenden, mit dem unkontrollierbaren Zwang zurück zu lieben!"

... und jetzt noch der etwas melancholischere Teil (damit mein Bild authentisch bleibt *g*)

"Ich bitte dich
mach dich nicht hart
um Verletzungen zu widerstehen
Sicher, die kleinen Brocken
werden an dir abprallen
doch die großen
könnten dich
zum Einsturz bringen

Ich bitte dich
mach dich weich
um Verletzungen zu widerstehen
sicher, die kleinen Brocken
werden in dich dringen
und die großen um so tiefer
doch sie werden aus dir zurückfedern
nachdem sie dich bereichert haben

Ich bitte dich
mach dich verletzbar
und du wirst es
irgendwann
nicht mehr sein"

... einen schönen Tag und liebe Grüße

blankness





Graißdi herr blankness
"... du wolltest doch Provokantes "

türlich ich liebe provokationen und ich bedien mich ihrer gern

"... gerade habe ich noch ein bisschen Zeit bevor ich dem lästigen Erwerb der Lebensgrundlage nachgehen muss und zwei (nein drei*g*) kleine Aphorismen gibt es jetzt noch *gg*."

ich hab auch schon beschlossen, beim nächsten lottodoppeljackpot solo zuzuschlagen *ggggggggggggggggg*

"Das letzte Glied in der Ursachenkette meines Leides bin ich selbst und somit auch das erste Glied in der Ursachenkette seiner Überwindung."

ist man das letzte glied der kette? nur, wenn man funktioniert... wenn man erwartungen befriedigt... führt man ein selbstbestimmtes leben, dann ist man niemals das letzte glied der kette...

doch mit dem satz "das erste glied in der ursachenkette seiner überwindung" stimmt... denn:

"wenn du an dir nicht freude hast, die welt wird dir nicht freude machen." (paul heyse)

und wenn man sich’s selbst nicht ändert, dann ändert’s auch niemand anders für einen...

somit ist es nur eine halbe provokation *g*

"Ernsthafte Warnung: Sei auf der Hut vor Symptomen des inneren Friedens.....................................Eine zunehmende Anfälligkeit für Liebe, die andere aussenden, mit dem unkontrollierbaren Zwang zurück zu lieben!"

*gggggggggggg* das ist wie bei den aktien, lieber igel *fg* tu, was du nicht tun solltest, und es klappt... vielleicht ersparst du dir dann mal für den lebensunterhalt buggeln zu gehen... und bist dann restlos glücklich wünschen tu ich’s dir vom ganzen wölfinnenherz...

"... und jetzt noch der etwas melancholischere Teil (damit mein Bild authentisch bleibt *g*)"

du wirktest auf mich nicht melancholisch... und auch dieses gedicht ist für mich nicht melancholisch... es beinhaltet viel weisheit... es gefällt mir... am besten, von den dreien... obwohls nur zwei sind... oder wie war das? *ganz wirr im kopf bin*g*

ich muss dir schon sagen... du hast mir was "angetan"... der erste blick ist immer, ob herr blankness mir etwas getippt hat... ein fixpunkt... struktur für mein nur teilweise strukturiertes leben und die freude ist immer groß, wenn ich von dir lese! *den inneren frieden stärk und schür*gg*

von mir gibt’s einen link... lieber wärs mir ja, wenn ein engel interviewt worden wäre... ich lebe gottlos... aber mit vielen engeln... an sie kann und will ich glauben... und mit ihnen *total bescheuert bin*g* unterhalte ich mich auch... bezieh sie dann und wann in entscheidungen ein... und bisher haben sie mich immer noch gut beraten... und wieder heil nach hause gebracht... jaja... der glaube versetzt berge

http://www.reata.org/interviewgerman.html

vielleicht kennst du ihn ja schon... aber ich les es mir immer wieder gern durch... weil so viel wahrheit drin steckt... *da werd ich melancholisch*g*

welche musik hörst du? ich hab immer so "phasen"... und momentan ist die tracy chapman, bruce springsteen und u2 phase dran *g* tag ein, tag aus... einer von den dreien ist immer im winamp und trällert mir was vor...

austropop wird wohl weniger deins sein... nehm mal an, dass du im "hohen norden" beheimatet bist... da hat man ja dann und wann schwierigkeiten die texte zu verstehen, die ein ambros, fendrich und co trällern... und ein service wie bluatschink (die genialste tiroler band) gibt’s halt nicht überall... sie haben auf ihrer hp und in den cd covers ihre texte auf hochdeutsch übersetzt... und das ist auch gut so... denn als ich nach tirol zog, hätt ich KEINEN ihrer texte verstanden... mittlerweile geht’s schon so halbwegs *g*

weiß ja nicht, wie dir austropop gefällt... aber bekommst mal eine "textprobe" von einem meiner bluatschink lieblingslieder

Warm in mir

Es wår März, då war no Eis drin in mei´m Hearz.
Nåch am Langaz hån i gsuacht als wia!
Nix håt geklungt und nix håt in mir dinna g´sungt,
feschtgegfruart meine Melodia!

I hån mi g´frågt: Wer kå des Eis zum Schmelza bringa?
I hån mi g´frågt: Wieso kånn i des it v´rzwinga!
Wenn isch´s wied´r warm in mir? Wenn isch´s wied´r warm in mir?

Es wår Måa, hån gmoant: S´isch bess´r gånz alloa,
i gib auf, i will nix mehr g´spira!
S´ håt weah geto, hån gmoant: I denk oafåch numma dro,
an eiskålts Leba, des will i fihra!
Vergiß wås war, ma muaß des oa vom ånd´ra trenna!
Wenn dinna kålt bisch, kohsch d´r nia mehr s´Hearz v´rbrenna!
Es wird numma warm in mir! Wird wohl numma warm in mir!

Es wår Summ´r hån scho gmoant, den brauch i numma,
weil wer tuat isch, der håßt des Leba!
Hån di gekennt, åb´r hån mi so v´rrennt,
derf nix nehma und derf nix geba!
Då håsch du glåcht und i hån d´Sunna wied´r g´spürt,
und du håsch greart und des håt mi tiaf drin berührt!
Måchschas wied´r warm in mir? Måchschas wied´r warm in mir?

S´Jåhr isch umma, heind v´rgißt ma åll den Kumm´r,
und i woaß iatz, wohin i kear!
It mit´m Hira, blos mit´m Herza kånnsch des g´spira,
und i woaß iatz, wiso i numma reahr!
A so an scheana Langatz, so an scheana Summer,
wia i huiar khåt hån jedem tat i´s gunna!
Es isch wied´r warm in mir! Es isch wied´r warm in mir!

*g* und weil ich nicht so fies bin, gibt’s auch die übersetzung

Warm in mir

1. Es war März, da war noch Eis drin in meinem Herzen.
Nach den Frühling habe ich verzweifelt gesucht!
Nichts haz geklungen und nichts hat in mir drinnen gesungen,
festgefroren meine Melodien!

Ich habe mich gefragt: Wer kann das Eis zum Schmelzen bringen?
Ich habe mich gefragt: Wieso kann ich das nicht erzwingen!
Wann ist es wieder warm in mir? Wann ist es wieder warm in mir?

Es war Mai, ich habe gedacht: Es ist besser ganz allein,
ich gebe auf, ich will nichts mehr spüren!
Es hat weh getan, ich habe gedacht: Ich denke einfach nicht mehr daran,
ein eiskaltes Leben, das will ich führen!

Vergiß, was war, man muß das eine vom anderen trennen!
Wenn du drinnen kalt bist, kannst du dir nie mehr das Herz verbrennen!
Es wird nicht mehr warm in mir! Wird wohl nicht mehr warm in mir!

Es war Sommer, habe schon gedacht: Den brauche ich nicht mehr,
denn wer tot ist, der haßt das Leben!
Habe dich gekannt, aber habe mich so verrannt,
darf nichts nehmen und darf nichts geben!

Da hast du gelacht und ich habe die Sonne wieder gespürt,
und du hast geweint, und das hat mich tief drinnen berührt!
Machst du es wieder warm in mir? Machst du es wieder warm in mir?

Das Jahr ist vorbei, heute vergißt man all den Kummer,
und ich weiß jetzt, wohin ich gehöre!
Nicht mit dem Gehirn, nur mit dem Herzenkannst du das spüren,
und ich weiß jetzt, wiso ich nicht mehr weine!

So einen schönen Frühling, so einen schönen Sommer,
wie ich heuer gehabt habe jedem würde ich es gönnen!
Es ist wieder warm in mir! Es ist wieder warm in mir!

und jezz musst dir nurmehr die geniale musik dazudenken/träumen dann ists perfekt *g*

nunja herr blankness... frau pain wird sich zur wohl verdienten nachtruhe begeben... jeden tag den uhu raushängen lassen, macht der körper in meinem biblischen alter nicht mehr mit *g*

ich wünsch dir ein geruhsames nächtle oder einen wunderbaren start in einen noch wunderbareren tag, pain

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30. Oktober 2002 um 17:03
In Antwort auf woden_12646217

... noch einmal ich...
"ich denke, dass man von denen verstanden wird wie man es meint, wenn man auf der selben Wellenlänge seine Signale aussendet."

... da stimme ich dir vollkommen zu. Jedoch wird es immer wieder vorkommen das du Menschen etwas vermitteln möchtest, die eben nicht wie du oder ich denken und fühlen.

... die Liebe ist dafür ein interessantes Übungsfeld... manche Streitigkeiten werden auf Nebenkriegsschauplätzen ausgetragen, weil niemand das eigentliche Thema ansprechen möchte und es kommt dabei zu sehr kontroverser Kommunikation, wo oft aneinander vorbei gesprochen wird... hier manifestiert sich dann, wie gut man in der Lage ist einen Konsens einzugehen....

"Ich schreibe sehr gerne, weil ich mir Dinge von der Seele schreiben und anschliessend wieder streichen kann, wenn sie mir nicht so wichtig erscheinen. Reden birgt sehr viele Tücken, denn der andere kann beim Zuhören Fehler machen oder Dinge klingen nicht so wie man es gemeint hat, weil man die falschen Worte gewählt hat."

... ich empfinde den schriftlichen Dialog auch als eine wundervolle Bereicherung. Er ist durchdachter als das Wort, denn man muss zwangsläufig vorher überlegen bevor man schreibt, was man beim sprechen auch einmal umkehren kann

... aber es fehlt an einen gewissen Punkt halt die nonverbale Komponente... die Mimik und Gestik... das beobachten der Hände und des Körperausdruckes... auch wichtige Aspekte, um einem Satz Ästhetik zu geben.

"Komischerweise, werde ich immer so verstanden wie ich es geschrieben habe... ob ich jemanden Trost spenden möchte oder ihn Tadeln wollte."

... ich denke Frauen sind da einfach begabter... sie können besser differenzieren zwischen Emotionen und Informationen... ich versuche oft zweifelsfrei zu schreiben, was aber bei weitem nicht funktioniert


"Jedoch werden manchen Worten viel zu viel Gewicht beigemessen, warum das so ist, weiss ich allerdings auch nicht. ist es die Angst vor dem Gegenüber ... ich weiss es wirklich nicht."

... jeder Mensch hat gewisse Signalworte impliziert, die er entweder negativ oder positiv besetzt. Sobald diese Worte in einem Text oder verbal erscheinen, werden sie aus dem Kontext gerissen und es beginnt eine Art Wortklauberei...

"Ich weiss nur, dass viele meine Worte als Waffen verstehen... "

... du betrachtest das negativ? Wenn Worte als Waffe interpretiert werden haben sie den Empfänger erreicht, für den sie bestimmt waren... folglich waren es die richtigen Worte in diesem Augenblick, ansonsten wäre er zweifelsfrei in der Lage diese Waffe (deine Worte) argumentativ zu entkräften..


"Ich denke, " Sein " kann nur dann etwas, wenn es das Gegenstück " Nichts " gibt."

... eine kleine Frage noch (du erlaubst?)... Was wäre in diesem Kontext das Gegenstück/Gegenemotion von Liebe? ... das ist pures Interesse wie es eine Frau sieht deren Worte man als Waffe bezeichnet

Liebe Grüße blankness

Hallo Blankness...
... da stimme ich dir vollkommen zu. Jedoch wird es immer wieder vorkommen das du Menschen etwas vermitteln möchtest, die eben nicht wie du oder ich denken und fühlen.

Das stimmt schon, aber wenn man ständig einer Meinung ist, ist einer zuviel. Aber auch wenn man immer einer Meinung ist, so kann man dennoch völlig falsch liegen. Ich denke, es muss in der Bereitsschaft im einen oder des anderen liegen, auch Meinungen zu zu lassen, die mit seiner konträr geht. Natürlich ist es ein sehr schwieriges Unterfangen, denn man ändert sehr oft seine Meinung, aber sollte einer die Meinung anzweifeln, wird gnadenlos daran festgehalten, obwohl man einsieht, dass man daneben liegt.

... die Liebe ist dafür ein interessantes Übungsfeld... manche Streitigkeiten werden auf Nebenkriegsschauplätzen ausgetragen, weil niemand das eigentliche Thema ansprechen möchte und es kommt dabei zu sehr kontroverser Kommunikation, wo oft aneinander vorbei gesprochen wird... hier manifestiert sich dann, wie gut man in der Lage ist einen Konsens einzugehen....

Die Liebe ist ein absolut interessantes Feld... ich spüre es am eigenen Leibe, dass ich auf Nebenkriegsschauplätzen kämpfe, die mit der eigentlichen Sache schon mal überhaupt nichts zu tun haben. Aber gerade ich muss erkennen, dass ich überhaupt nicht mehr bereit bin, auf meinen Nochehemann einzugehen, weil er meine persönliche Freiheit auf das unverschämteste einengt. Problem sind zerredet worden und und zuviele Gefühle auf der Strecke geblieben.

Ich glaube Werner Mitsch sagte einmal... Wenn man sich nichts mehr zu sagen hat, sollte man wieder miteinander reden.

Du wirst es nicht glauben, wie sehr ich vor einigen Monaten erschrak, wie wenig der Mann, der 16 Jahre an meiner Seite war, über mich wusste. Ging er den Weg des geringsten Widerstandes ? War es Desinteresse, war es sein ausgefülltes " ICH " dass mich dazu bewog den Bettel hin zu schmeissen und zu gehen ? Ich weiss es nicht. Selbst jetzt muss ich erkennen, dass das was er denkt konträr zu dem läuft, was er tut. Auch wenn ich mich noch so sehr in eine Rüstung verkrieche, so schafft er es immer wieder mich aus der Reserve zu locken und mich mein Büchse der Pandora zu öffnen. Ich hoffe, dass dieses Beispiel jetzt nicht an den Haaren herbei gezogen war.

... ich empfinde den schriftlichen Dialog auch als eine wundervolle Bereicherung. Er ist durchdachter als das Wort, denn man muss zwangsläufig vorher überlegen bevor man schreibt, was man beim sprechen auch einmal umkehren kann

Ich habe eine sehr blumige Art meine Gedanken unter die Menschen zu bringen, aber dennoch vermisse ich die Mimik und die Gestik meines Gegenübers. Auch verschwindet jegliche Spontanität, die in einer verbalen Kommunikation vorhanden ist. Ich liebe es den Menschen in die Augen zu schauen und in ihren Augen zu lesen. Die Augen sind für mich das Fenster der Seele und durch den Blickkontakt und Körpersprache, spielt sich die nonverbale Kommunikation ab die sehr wichtig ist um seinen Gegenüber einzuschätzen.

... ich denke Frauen sind da einfach begabter... sie können besser differenzieren zwischen Emotionen und Informationen... ich versuche oft zweifelsfrei zu schreiben, was aber bei weitem nicht funktioniert

Ich möchte mich nicht unbedingt als Gefühlsmenschen outen, denn mein Verstand ist selbst in den unmöglichsten Situationen eingeschaltet und ich bekomme alles mit. Ich bin niemand, der gerne versucht einen Pudding an die Wand zu nageln und ich rede auch nicht gerne um den heissen Brei rum. Ich bin geübt in Informationen zu verbreiten und sachbezogene Diskussionen sind mein Ding. Wogegen emotionale Diskussionen ich auch meide, weil man Emotionen sehr schwer kontrollieren kann. Ich habe auch Angst vor meiner Gefühlswelt und kann sowohl mit meinen guten als auch mit meinen schlechten Gefühlen nicht umgehen.

... jeder Mensch hat gewisse Signalworte impliziert, die er entweder negativ oder positiv besetzt. Sobald diese Worte in einem Text oder verbal erscheinen, werden sie aus dem Kontext gerissen und es beginnt eine Art Wortklauberei...

Ja so geht es mir auch... ich bin ein Mensch mit Ecken und Kanten und kann mit manchen " Phrasen "geschweige denn Belehrungsversuche nichts anfangen. Sie machen mich sogar äusserst Aggressiv.

... du betrachtest das negativ? Wenn Worte als Waffe interpretiert werden haben sie den Empfänger erreicht, für den sie bestimmt waren... folglich waren es die richtigen Worte in diesem Augenblick, ansonsten wäre er zweifelsfrei in der Lage diese Waffe (deine Worte) argumentativ zu entkräften..

Du bist ein Goldschatz, denn so habe ich das noch nie gesehen. Denn ich versuchte mich immer in Erklärungen und Rechtfertigungen und in dieser Situation fühlte ich mich stets äusserst unwohl.

... eine kleine Frage noch (du erlaubst?)... Was wäre in diesem Kontext das Gegenstück/Gegenemotion von Liebe? ... das ist pures Interesse wie es eine Frau sieht deren Worte man als Waffe bezeichnet

Das Gegenstück zur Liebe ist nicht Hass sondern Angst. Hass ist der Zorn der Schwachen und ich habe am eigenen Leibe erfahren, was es bedeutet von einem Partner gehasst zu werden. Es ist ein verzweifelter Versuch seine Verletztheit zu demonstrieren. Angst ist aus meiner Sicht mangelndes Wissen. Man könnte aber auch Gleichgültigkeit verwenden. Ich denke sogar, dass es dem Gegenstück zur Liebe sehr nahe kommt. Denn es gibt nichts schlimmeres, wenn man einem einst geliebten Menschen völlig gleichgültig ist. Alles andere sind noch Gefühlsregungen, die zeigen, dass man die Rabattmarkensammlung noch nicht völlig verbraucht hat und man mit dem anderen noch nicht fertig ist. Erst wenn man im Guten wie im Bösen voneinander ablassen kann, liebt man oder lebt man in Gleichgültigkeit.

Ich hoffe, Du kommtest mir folgen

Liebe Grüsse Esterhäschen

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30. Oktober 2002 um 17:19
In Antwort auf lynne_12661553

Graißdi herr blankness
"... du wolltest doch Provokantes "

türlich ich liebe provokationen und ich bedien mich ihrer gern

"... gerade habe ich noch ein bisschen Zeit bevor ich dem lästigen Erwerb der Lebensgrundlage nachgehen muss und zwei (nein drei*g*) kleine Aphorismen gibt es jetzt noch *gg*."

ich hab auch schon beschlossen, beim nächsten lottodoppeljackpot solo zuzuschlagen *ggggggggggggggggg*

"Das letzte Glied in der Ursachenkette meines Leides bin ich selbst und somit auch das erste Glied in der Ursachenkette seiner Überwindung."

ist man das letzte glied der kette? nur, wenn man funktioniert... wenn man erwartungen befriedigt... führt man ein selbstbestimmtes leben, dann ist man niemals das letzte glied der kette...

doch mit dem satz "das erste glied in der ursachenkette seiner überwindung" stimmt... denn:

"wenn du an dir nicht freude hast, die welt wird dir nicht freude machen." (paul heyse)

und wenn man sich’s selbst nicht ändert, dann ändert’s auch niemand anders für einen...

somit ist es nur eine halbe provokation *g*

"Ernsthafte Warnung: Sei auf der Hut vor Symptomen des inneren Friedens.....................................Eine zunehmende Anfälligkeit für Liebe, die andere aussenden, mit dem unkontrollierbaren Zwang zurück zu lieben!"

*gggggggggggg* das ist wie bei den aktien, lieber igel *fg* tu, was du nicht tun solltest, und es klappt... vielleicht ersparst du dir dann mal für den lebensunterhalt buggeln zu gehen... und bist dann restlos glücklich wünschen tu ich’s dir vom ganzen wölfinnenherz...

"... und jetzt noch der etwas melancholischere Teil (damit mein Bild authentisch bleibt *g*)"

du wirktest auf mich nicht melancholisch... und auch dieses gedicht ist für mich nicht melancholisch... es beinhaltet viel weisheit... es gefällt mir... am besten, von den dreien... obwohls nur zwei sind... oder wie war das? *ganz wirr im kopf bin*g*

ich muss dir schon sagen... du hast mir was "angetan"... der erste blick ist immer, ob herr blankness mir etwas getippt hat... ein fixpunkt... struktur für mein nur teilweise strukturiertes leben und die freude ist immer groß, wenn ich von dir lese! *den inneren frieden stärk und schür*gg*

von mir gibt’s einen link... lieber wärs mir ja, wenn ein engel interviewt worden wäre... ich lebe gottlos... aber mit vielen engeln... an sie kann und will ich glauben... und mit ihnen *total bescheuert bin*g* unterhalte ich mich auch... bezieh sie dann und wann in entscheidungen ein... und bisher haben sie mich immer noch gut beraten... und wieder heil nach hause gebracht... jaja... der glaube versetzt berge

http://www.reata.org/interviewgerman.html

vielleicht kennst du ihn ja schon... aber ich les es mir immer wieder gern durch... weil so viel wahrheit drin steckt... *da werd ich melancholisch*g*

welche musik hörst du? ich hab immer so "phasen"... und momentan ist die tracy chapman, bruce springsteen und u2 phase dran *g* tag ein, tag aus... einer von den dreien ist immer im winamp und trällert mir was vor...

austropop wird wohl weniger deins sein... nehm mal an, dass du im "hohen norden" beheimatet bist... da hat man ja dann und wann schwierigkeiten die texte zu verstehen, die ein ambros, fendrich und co trällern... und ein service wie bluatschink (die genialste tiroler band) gibt’s halt nicht überall... sie haben auf ihrer hp und in den cd covers ihre texte auf hochdeutsch übersetzt... und das ist auch gut so... denn als ich nach tirol zog, hätt ich KEINEN ihrer texte verstanden... mittlerweile geht’s schon so halbwegs *g*

weiß ja nicht, wie dir austropop gefällt... aber bekommst mal eine "textprobe" von einem meiner bluatschink lieblingslieder

Warm in mir

Es wår März, då war no Eis drin in mei´m Hearz.
Nåch am Langaz hån i gsuacht als wia!
Nix håt geklungt und nix håt in mir dinna g´sungt,
feschtgegfruart meine Melodia!

I hån mi g´frågt: Wer kå des Eis zum Schmelza bringa?
I hån mi g´frågt: Wieso kånn i des it v´rzwinga!
Wenn isch´s wied´r warm in mir? Wenn isch´s wied´r warm in mir?

Es wår Måa, hån gmoant: S´isch bess´r gånz alloa,
i gib auf, i will nix mehr g´spira!
S´ håt weah geto, hån gmoant: I denk oafåch numma dro,
an eiskålts Leba, des will i fihra!
Vergiß wås war, ma muaß des oa vom ånd´ra trenna!
Wenn dinna kålt bisch, kohsch d´r nia mehr s´Hearz v´rbrenna!
Es wird numma warm in mir! Wird wohl numma warm in mir!

Es wår Summ´r hån scho gmoant, den brauch i numma,
weil wer tuat isch, der håßt des Leba!
Hån di gekennt, åb´r hån mi so v´rrennt,
derf nix nehma und derf nix geba!
Då håsch du glåcht und i hån d´Sunna wied´r g´spürt,
und du håsch greart und des håt mi tiaf drin berührt!
Måchschas wied´r warm in mir? Måchschas wied´r warm in mir?

S´Jåhr isch umma, heind v´rgißt ma åll den Kumm´r,
und i woaß iatz, wohin i kear!
It mit´m Hira, blos mit´m Herza kånnsch des g´spira,
und i woaß iatz, wiso i numma reahr!
A so an scheana Langatz, so an scheana Summer,
wia i huiar khåt hån jedem tat i´s gunna!
Es isch wied´r warm in mir! Es isch wied´r warm in mir!

*g* und weil ich nicht so fies bin, gibt’s auch die übersetzung

Warm in mir

1. Es war März, da war noch Eis drin in meinem Herzen.
Nach den Frühling habe ich verzweifelt gesucht!
Nichts haz geklungen und nichts hat in mir drinnen gesungen,
festgefroren meine Melodien!

Ich habe mich gefragt: Wer kann das Eis zum Schmelzen bringen?
Ich habe mich gefragt: Wieso kann ich das nicht erzwingen!
Wann ist es wieder warm in mir? Wann ist es wieder warm in mir?

Es war Mai, ich habe gedacht: Es ist besser ganz allein,
ich gebe auf, ich will nichts mehr spüren!
Es hat weh getan, ich habe gedacht: Ich denke einfach nicht mehr daran,
ein eiskaltes Leben, das will ich führen!

Vergiß, was war, man muß das eine vom anderen trennen!
Wenn du drinnen kalt bist, kannst du dir nie mehr das Herz verbrennen!
Es wird nicht mehr warm in mir! Wird wohl nicht mehr warm in mir!

Es war Sommer, habe schon gedacht: Den brauche ich nicht mehr,
denn wer tot ist, der haßt das Leben!
Habe dich gekannt, aber habe mich so verrannt,
darf nichts nehmen und darf nichts geben!

Da hast du gelacht und ich habe die Sonne wieder gespürt,
und du hast geweint, und das hat mich tief drinnen berührt!
Machst du es wieder warm in mir? Machst du es wieder warm in mir?

Das Jahr ist vorbei, heute vergißt man all den Kummer,
und ich weiß jetzt, wohin ich gehöre!
Nicht mit dem Gehirn, nur mit dem Herzenkannst du das spüren,
und ich weiß jetzt, wiso ich nicht mehr weine!

So einen schönen Frühling, so einen schönen Sommer,
wie ich heuer gehabt habe jedem würde ich es gönnen!
Es ist wieder warm in mir! Es ist wieder warm in mir!

und jezz musst dir nurmehr die geniale musik dazudenken/träumen dann ists perfekt *g*

nunja herr blankness... frau pain wird sich zur wohl verdienten nachtruhe begeben... jeden tag den uhu raushängen lassen, macht der körper in meinem biblischen alter nicht mehr mit *g*

ich wünsch dir ein geruhsames nächtle oder einen wunderbaren start in einen noch wunderbareren tag, pain

Guten Tag Frau pain...
... was würdest du tun, wenn du den Lottojackpot im Lande Österreich dein eigenen nennen könntest? ... eine große Feier und dann? wäre ich eingeladen?

"Das letzte Glied in der Ursachenkette meines Leides bin ich selbst und somit auch das erste Glied in der Ursachenkette seiner Überwindung."

ist man das letzte glied der kette? nur, wenn man funktioniert... wenn man erwartungen befriedigt... führt man ein selbstbestimmtes leben, dann ist man niemals das letzte glied der kette...

... aber wir gehen ja davon aus, dass wir leiden oder gelitten haben. Ich denke bei aller Analyse etc. ist das eigene "Ich" und die damit einhergehende Interpretation der Schlüssel.

... es geht um Banales, z.B. ich kann nicht in die Straßenbahn einsteigen da ich sofort somatische Reaktion meiner Panik spüre - Schwindel, Atemnot etc. ... jetzt beginnt der Weg der Ursachenforschung... Kindheitstrauma, labile Familienverhältnisse etc. ... jetzt kennst du einige der Gründe aber kannst du mit diesem Wissen wieder Straßenbahn fahren?

... viele dieser Leiden reduzieren sich am Ende aus ein strukturloses "Selbst", eine nach Freud "Ich-Schwäche"... und nur durch ihre Überwindung kann die Straßenbahn wieder als gefahrlos bestiegen werden.

... dieser letzte und entscheidende Teil im Kampf gegen die eigene Unzulässigkeit, ist das eigenen Bewusstsein für diesen Zutand. Denn auch wenn ich alle Abgründe die mein Leben gepflastert haben kenne und mir viele Menschen plausibel erklären das ich Opfer und nicht Täter bin, muss ich einen Schritt nach vorn machen... das kann mir niemand abnehmen.

"wenn du an dir nicht freude hast, die welt wird dir nicht freude machen." (paul heyse)

... daraus könnte man ableiten, dass nur wer sich selbst liebt und annehmen kann, auch andere Menschen zu lieben vermag?


ich muss dir schon sagen... du hast mir was "angetan"... der erste blick ist immer, ob herr blankness mir etwas getippt hat... ein fixpunkt... struktur für mein nur teilweise strukturiertes leben und die freude ist immer groß, wenn ich von dir lese! *den inneren frieden stärk und schür*gg*

... auch mich erfreut es sehr deinen Zeilen zu folgen. Es ist die Reflexion der eigenen Gedanken... ich liebe dein Widersprechen und setzte mich wirklich mit deinen Ansichten auseinander. Dieser Kontakt ist unvoreingenommen und du hast eine wundervolle Gabe gefühltes und gelerntes in einen Kontext zu bringen.

... aber wo fehlt dir noch Struktur in deinem Leben? Du beschreibst deinen Job mit Euphorie, hast deine Liebe gefunden - in einem Mann und in einer Familie. Was wünscht du dir für deine Zukunft? Hast du Träume? ...also ich meine realistische

ich lebe gottlos... aber mit vielen engeln... an sie kann und will ich glauben... und mit ihnen *total bescheuert bin*g* unterhalte ich mich auch... bezieh sie dann und wann in entscheidungen ein... und bisher haben sie mich immer noch gut beraten... und wieder heil nach hause gebracht... jaja... der glaube versetzt berge

... du bist eine Atheistin im frommen Österreich? ich denke man kann sich nie als gottlos bezeichnen. Er hat keine Gestalt und keinen Platz, denn wir mit unseren beschränken Sichtweisen sehen könnten...

... ich glaube göttliches ist in jedem von uns und zu jeder Zeit. Es sind kleine Gaben die uns unterscheiden... die Sprache, die Emotionalität, dass Aussehen... jeder ist darin in gewissem Maße unterschiedlich und für sich einzigartig und göttliches.. Gott wurde von Menschen zu einem Überwesen gemacht... er offenbart sich aber in einer grünen Wiese, in einer duftenden Blume oder einem Kinderlächeln... und eigentlich überall wo ihn Menschen sehen wollen...

... auch deine Engel sind göttlich, denn im weiteren Sinn sind sie nichts anderes wie eine Instanz in deinem Leben, die dir hilft und dich begleitet...

... wir Menschen müssen allem einen Begriff zuordnen, um es verstehen zu können. Dadurch kommt es aber oft zu Fehlinterpretationen... aber so sind wir nun einmal der Mond ist z.B. nur im deutschen männlich... spanisch etc. ist er immer weiblich... das sind die kleinen Unterschiede


welche musik hörst du?

... das Thema wäre abendfüllend also die totalen Kontraste... Rosenstolz, Grönemeyer (im Augenblick), Xaver Naidoo, Illuminate (einiges), Goethes Erben (wenige) und Wonderwall

... daraus lässt sich nichts über meine Persönlichkeit ableiten

nehm mal an, dass du im "hohen norden" beheimatet bist...

... nein obwohl das eine Fangfrage ist ich wohne im flachen Süden und ich denke nicht weit weg von Ester...

denn als ich nach tirol zog, hätt ich KEINEN ihrer texte verstanden... mittlerweile geht’s schon so halbwegs *g*

... hast du vorher an der ungarischen Grenze gewohnt? hat Österreich eine Längenentfernung von 600 km?

... der Text des Liedes war schön... er hatte einen versöhnlichen Ausgang... und hat er nicht auch die Botschaft, dass man Glück nur durch einen anderen Menschen findet?

... ich gebe dir aber vollkommen recht, dass würde ich im Original niemals verstehen Ich war schon oft in Sallbach aber die wenigen Einheimischen haben sie eher dem Hochdeutsch bemächtigt um nicht alles dreimal sagen zu müssen

... Liebe Grüße für den Moment und einen schönen (wenn auch düsteren) Nachmittag blankness

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