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@Paes:Liebe

29. Mai 2004 um 18:08

Hallo Paes,
habe mal einen neuen Thread aufgemacht, um dir zu antworten.

Also, nicht nur du findest es schwierig, zwischen Liebe und Beziehung zu trennen, muß ja nicht zwangsläufig so sein, ist aber, denke ich, in den meisten Fällen so.
Was ich meine, die meisten Menschen, die eine Beziehung eingehen, tun dieses, weil sie glauben zu lieben, in Wirklichkeit finden sie den Partner auf erotische Art anziehend, haben guten Sex miteinander, haben irgendwelche Gemeinsamkeiten, oder dieses alles zusammen.
Oder aber aus dem Grund, nicht alleine sein zu können oder zu wollen, oder um sich mit dem Partner ein schöneres Leben gestalten zu wollen, dies natürlich irgendwie "unbewußt", gehen aber dennoch ziemlich lieblos miteinander um.
Man tut etwas für den anderen und erwartet gleichzeitig eine Gegenleistung, wird diese nicht erfüllt, ist man sauer oder sinnt sogar auf Rache.
Das hat für mich nichts mit Liebe zu tun.
Man geht Kompromisse ein, damit die Beziehung gut funktioniert. z.B. : Nichtgleiche Interessen in der Freizeitgestaltung, der eine Partner möchte einen ruhigen Filmabend machen, der andere lieber Tanzen gehen und das jeweils mit dem Partner.
Kompromiss wäre hier, Abend aufteilen, gemeinsam 2-3
Stunden Tanzen gehen und anschließend gemeinsam Film ansehen.
Kompromiss gemacht - Beziehung gut.
Wobei ich hier bezweifle, dass sich beide in der jeweiligen Situation gut fühlen.
Liebe hingegen beinhaltet Verständnis für die Bedürfnisse des abderen und läßt den anderen das tun, was er grade möchte, ohne Angst zu haben, dass der Partner sauer reagiert.
Das war jetzt wirklich nur ein Minibeispiel, aber solche Kompromisse, auch in größerem Rahmen, finden doch ständig statt, nur damit Harmonie herrscht.
Wenn ich liebe, brauche ich keine Kompromisse, dann kann ich meinen alleinigen Interessen nachgehen und lasse dem Partner GERNE seine alleinigen Interessen.
Dann kann ich von Liebe sprechen.
Wenn man aber ständig Kompromisse eingeht, damit die Partnerschaft funktioniert, dann ist es eben nur Beziehung.
Wenn Beziehung nicht klappt, ist es nicht wirklich Liebe von beiden Seiten oder nur von einem Partner, je nachdem.

Ich weiß, das Thema ist nicht einfach, ich hoffe dennoch, liebe Paes, dass ich dir meine Sichtweise darüber etwas näher bringen konnte.

Liebe Grüße
Gabriele

P.S.
Du weißt nicht, wohin mit deiner Liebe, da die Beziehung nicht klappt, du sie nicht leben kannst?
Ich denke, du kannst deine Liebe leben, in dir selbst, ihn loslasen, du lässt nur die Beziehung los und nicht deine Liebe, denn die kann überall hinströmen.

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30. Mai 2004 um 11:04

hallo gabriele,
wenn ich deinen text lese, kann ich dir nur zustimmen, merke ich, dass er auch für mich wahr sein bzw. werden kann.
ich glaube, man muss "angstfrei" sein, um es so fühlen zu können ... und eben dies bin ich nicht. vielleicht ist das mein stolperstein.

ich denke darüber nach, was liebe "macht" - an die erste zeit unseres zusammen-seins, als die liebe frei fließen konnte.
und dann vergleiche ich diese zeit mit der, als wir versuchten, die liebe in eine form zu pressen, als beziehung deklarierten. ansprüche waren da, erwartungen auch ... do ut des.
auf einmal benimmt man sich, als wäre man vertragspartner.

"Liebe hingegen beinhaltet Verständnis für die Bedürfnisse des anderen und läßt den anderen das tun, was er grade möchte, ohne Angst zu haben, dass der Partner sauer reagiert."

- erschreckend, wie weit man davon abkommen kann.

aber was ist mit den eigenen bedürfnissen, im speziellen mit denen, die sich auf den partner beziehen?
wie kann es sein, dass man sich schuldig fühlt, wenn man merkt, dass man viele davon nicht "erfüllen" kann?
liebe kann doch nur bestehen, wenn man den anderen nicht zum bedürfnisbefriediger degradiert.
aber was macht einer, der eben solche wünsche, forderungen an seine partnerin stellt, wünsche, die nur sie ihm erfüllen kann, damit er zufrieden ist?

liebe grüße



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30. Mai 2004 um 14:58
In Antwort auf winnie_12164884

hallo gabriele,
wenn ich deinen text lese, kann ich dir nur zustimmen, merke ich, dass er auch für mich wahr sein bzw. werden kann.
ich glaube, man muss "angstfrei" sein, um es so fühlen zu können ... und eben dies bin ich nicht. vielleicht ist das mein stolperstein.

ich denke darüber nach, was liebe "macht" - an die erste zeit unseres zusammen-seins, als die liebe frei fließen konnte.
und dann vergleiche ich diese zeit mit der, als wir versuchten, die liebe in eine form zu pressen, als beziehung deklarierten. ansprüche waren da, erwartungen auch ... do ut des.
auf einmal benimmt man sich, als wäre man vertragspartner.

"Liebe hingegen beinhaltet Verständnis für die Bedürfnisse des anderen und läßt den anderen das tun, was er grade möchte, ohne Angst zu haben, dass der Partner sauer reagiert."

- erschreckend, wie weit man davon abkommen kann.

aber was ist mit den eigenen bedürfnissen, im speziellen mit denen, die sich auf den partner beziehen?
wie kann es sein, dass man sich schuldig fühlt, wenn man merkt, dass man viele davon nicht "erfüllen" kann?
liebe kann doch nur bestehen, wenn man den anderen nicht zum bedürfnisbefriediger degradiert.
aber was macht einer, der eben solche wünsche, forderungen an seine partnerin stellt, wünsche, die nur sie ihm erfüllen kann, damit er zufrieden ist?

liebe grüße



Ach liebe Paes,
Das ist so eine Sache mit den eigenen Bedürfnissen, die sich auf den Partner beziehen. Es sind aber immer Bedürfnisse, die gestillt werden wollen und der Partner ist, oder sollte zumindest KEIN Bedürfnisserfüller sein, das zu erkennen und leben zu können, gehört meiner Meinung nach zur wahren Liebe, ist sicher verdammt schwer,
aber Liebe "begreifen" ist ja, denke ich, unser Weg, der auch nicht einfach ist.

Schuld und Angst würde ich irgendwie gleichsetzen, Schuld gehört genauso wenig wie Angst zur Liebe.
Ist es nicht so, dass, wenn man sich selbst lieben gelernt hat, auch seine ureigensten Bedürfnisse selbst erfüllen kann?
Und wenn man das kann, aber der Partner nicht, dann ist doch der Partner noch nicht so weit, wahre Liebe erkannt zu haben? Dann ist es SEIN Problem?
Ach, das sind so meine Gedanken dazu, ja so sehe ich das.

" Aber was macht einer, der eben solche Wünsche, Forderungen an seine Partnerin stellt, Wünsche, die nur sie ihm erfüllen kann, damit er zufrieden ist?"

Liebe Paes, ich glaube, dir und mir geht es ähnlich.
Hast du auch so einen Partner, der glaubt, es sei Liebe, wenn mann seine Bedürfnisse durch die Partnerin erfüllt werden?

Ich glaube, das sind Wünsche, die eben nicht nur seine Partnerin erfüllen kann, dieses glaubt er nur, und solange er daran glaubt, wird er unzufrieden bleiben.

Ich denke, wenn ein Partner wahre Liebe erkannt hat, und der andere nicht, dann ist es nicht möglich eine "glückliche" Liebesbeziehung zu führen.

Liebe und sonnige Grüße

Gabriele

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31. Mai 2004 um 7:33
In Antwort auf tria_12152614

Ach liebe Paes,
Das ist so eine Sache mit den eigenen Bedürfnissen, die sich auf den Partner beziehen. Es sind aber immer Bedürfnisse, die gestillt werden wollen und der Partner ist, oder sollte zumindest KEIN Bedürfnisserfüller sein, das zu erkennen und leben zu können, gehört meiner Meinung nach zur wahren Liebe, ist sicher verdammt schwer,
aber Liebe "begreifen" ist ja, denke ich, unser Weg, der auch nicht einfach ist.

Schuld und Angst würde ich irgendwie gleichsetzen, Schuld gehört genauso wenig wie Angst zur Liebe.
Ist es nicht so, dass, wenn man sich selbst lieben gelernt hat, auch seine ureigensten Bedürfnisse selbst erfüllen kann?
Und wenn man das kann, aber der Partner nicht, dann ist doch der Partner noch nicht so weit, wahre Liebe erkannt zu haben? Dann ist es SEIN Problem?
Ach, das sind so meine Gedanken dazu, ja so sehe ich das.

" Aber was macht einer, der eben solche Wünsche, Forderungen an seine Partnerin stellt, Wünsche, die nur sie ihm erfüllen kann, damit er zufrieden ist?"

Liebe Paes, ich glaube, dir und mir geht es ähnlich.
Hast du auch so einen Partner, der glaubt, es sei Liebe, wenn mann seine Bedürfnisse durch die Partnerin erfüllt werden?

Ich glaube, das sind Wünsche, die eben nicht nur seine Partnerin erfüllen kann, dieses glaubt er nur, und solange er daran glaubt, wird er unzufrieden bleiben.

Ich denke, wenn ein Partner wahre Liebe erkannt hat, und der andere nicht, dann ist es nicht möglich eine "glückliche" Liebesbeziehung zu führen.

Liebe und sonnige Grüße

Gabriele

Liebe ist angstfrei?
nein- das sehe ich nicht so. denn meiner meinung nach vermischt das zwei dinge die nicht ZUSAMMENHÄNGEN. angst entsteht aus gemachten erfahrungen und verschwindet nicht durch liebe.

du kannst den partner weiterlieben, wenn er dich verlässt oder betrügt?
meine liebe zu meinem partner drückt sich in der beziehung aus.
ob etwas exisiert dass man nicht als existentiell erkennen kann ist ein philosophisches thema

noch etwas zu: liebe beinhaltet verständniss für die bedürfnisse des anderen und lässt ihn das tun, was er tun möchte... verständniss und freiheit für beide kann es nur geben wenn es "halt passt". und das ist dann vielleicht auch wirkliche liebe.


sparkling

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31. Mai 2004 um 14:33
In Antwort auf janene_12645599

Liebe ist angstfrei?
nein- das sehe ich nicht so. denn meiner meinung nach vermischt das zwei dinge die nicht ZUSAMMENHÄNGEN. angst entsteht aus gemachten erfahrungen und verschwindet nicht durch liebe.

du kannst den partner weiterlieben, wenn er dich verlässt oder betrügt?
meine liebe zu meinem partner drückt sich in der beziehung aus.
ob etwas exisiert dass man nicht als existentiell erkennen kann ist ein philosophisches thema

noch etwas zu: liebe beinhaltet verständniss für die bedürfnisse des anderen und lässt ihn das tun, was er tun möchte... verständniss und freiheit für beide kann es nur geben wenn es "halt passt". und das ist dann vielleicht auch wirkliche liebe.


sparkling

Nonsparkling
" Der sich selbst entfremdete Mensch braucht Liebe, um weniger Angst zu haben, er frißt die Liebe auf, um sich satt zu fühlen. Der liebesfähige Mensch dagegen liebt, weil er keine Angdt hat, er frißt die Liebe nicht auf, sondern gibt sie dem andern, weil er sich glücklich dabei fühlt.
Liebe ist Freiheit von Angst.
Wo Angst ist, kann sich keine Liebe entfalten.
Die Angst ist der Gegenpol der Liebe, und doch sind beide sehr eng beieinander, die Angst ist das unverarbeitete Kindheitstrauma, nicht so angenommen zu sein, wie man sich fühlt."

Liebe Nonsparkling,
wie du schon sagtest, Angst entsteht durch gemachte Erfahrungen, diese haben mit dem Denken zu tun, das Denken hortet Wissen, es bewegt sich im Bereich der Logik, es sammelt Erfahrungen und ist der Ort der Informationsspeicherung und Regeln.
Die Angst bleibt also im Denken.
Liebe hingegen IST im Herzen.
Wenn ich den Verstand mit seinem Denken ausschalte, dann kann sich Liebe ereignen.
Nur wenn sich der Verstand in das Erleben mit seinen Ideen einmischt, entstehen Verwirrung, Verkrampfung, Konflikt, Angst und psychisches Leid.

Was ich damit sagen will:
Wenn du die gemachten Erfahrungen, die Angst beinhalten, verarbeitet hast, dann bist du angstfrei und kannst wirklich lieben.

Liebe Grüße
Gabriele

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31. Mai 2004 um 14:45
In Antwort auf tria_12152614

Nonsparkling
" Der sich selbst entfremdete Mensch braucht Liebe, um weniger Angst zu haben, er frißt die Liebe auf, um sich satt zu fühlen. Der liebesfähige Mensch dagegen liebt, weil er keine Angdt hat, er frißt die Liebe nicht auf, sondern gibt sie dem andern, weil er sich glücklich dabei fühlt.
Liebe ist Freiheit von Angst.
Wo Angst ist, kann sich keine Liebe entfalten.
Die Angst ist der Gegenpol der Liebe, und doch sind beide sehr eng beieinander, die Angst ist das unverarbeitete Kindheitstrauma, nicht so angenommen zu sein, wie man sich fühlt."

Liebe Nonsparkling,
wie du schon sagtest, Angst entsteht durch gemachte Erfahrungen, diese haben mit dem Denken zu tun, das Denken hortet Wissen, es bewegt sich im Bereich der Logik, es sammelt Erfahrungen und ist der Ort der Informationsspeicherung und Regeln.
Die Angst bleibt also im Denken.
Liebe hingegen IST im Herzen.
Wenn ich den Verstand mit seinem Denken ausschalte, dann kann sich Liebe ereignen.
Nur wenn sich der Verstand in das Erleben mit seinen Ideen einmischt, entstehen Verwirrung, Verkrampfung, Konflikt, Angst und psychisches Leid.

Was ich damit sagen will:
Wenn du die gemachten Erfahrungen, die Angst beinhalten, verarbeitet hast, dann bist du angstfrei und kannst wirklich lieben.

Liebe Grüße
Gabriele

Wenn ich jetzt etwas dazu sage,
reden wir vielleicht an einander vorbei. deswegen:

was IST für dich liebe?


sparkling

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31. Mai 2004 um 15:03
In Antwort auf janene_12645599

Wenn ich jetzt etwas dazu sage,
reden wir vielleicht an einander vorbei. deswegen:

was IST für dich liebe?


sparkling

Wenn wir aneinander vorbeireden,
weil irgendwo ein Unverständnis ist.
Über die Liebe könnte man ganze Romane schreiben, weißt du ja selber, aber mal ganz kurz gesagt:

Liebe ist der Entschluß das Ganze eines Menschen zu bejahen.

Einen Menschen, oder Etwas so anzunehmen, wie er oder es ist.

Ja, ich denke für mich ist Liebe, einen Menschen so anzunehmen wie er ist, mit all seinen Unannehmlichkeiten.Nein, nicht nur ihn so anzunehmen, sondern ihn so zu wollen, wie er ist.

Gabriele

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1. Juni 2004 um 7:38
In Antwort auf tria_12152614

Wenn wir aneinander vorbeireden,
weil irgendwo ein Unverständnis ist.
Über die Liebe könnte man ganze Romane schreiben, weißt du ja selber, aber mal ganz kurz gesagt:

Liebe ist der Entschluß das Ganze eines Menschen zu bejahen.

Einen Menschen, oder Etwas so anzunehmen, wie er oder es ist.

Ja, ich denke für mich ist Liebe, einen Menschen so anzunehmen wie er ist, mit all seinen Unannehmlichkeiten.Nein, nicht nur ihn so anzunehmen, sondern ihn so zu wollen, wie er ist.

Gabriele

Also da würde ich jetzt glatt zustimmen

obwohl das für mich eher eine universelle beschreibung wäre... aber zu dem angst- thema.

wenn du glaubst-
das, wenn ein partner ängste bezügl. des anderen hat, ihn dadurch einschränkt und dadurch der liebe den platz nimmt -dann kann ich das nachvollziehen.

aber ich finde es vermessen menschen menschen mit angst die liebesfähigkeit abzusprechen. wie ich schon sagte, da besteht für mich nicht der mindeste zusammenhang.

du sagt- angst ist im denken, liebe im herzen.
wenn du unter "herzen" seele verstehst kann ich das halbwegs nachvollziehen.
dem anderen punkt muss ich energisch wiedersprechen. angst ist ein gefühl und in den seltensten fällen rational steuerbar. die auslöser zu finden ist alles andere als einfach.

weiter schreibst du: "Wenn ich den Verstand mit seinem Denken ausschalte, dann kann sich Liebe ereignen."
da kann ich auch überhaupt nicht mitgehen- ich würde das für einen fatalen fehler halten! wie soll ich ohne den verstand zwischen tiefen gefühlen und hormoneller raserei untescheiden? und wie soll ich so den für mich passenden partner finden? ( eine weithin schwer unterschätze komponente wie ich meine)

und noch rasch etwas zu diesem ganzen erwartungshaltungs- dingen.
wenn wir enge bindungen eingehen, nur um liebe zu geben, dann sind wir schon lichtgestalten und somit eigentlich hier nicht mehr existent....


sparkling

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1. Juni 2004 um 11:51
In Antwort auf janene_12645599

Also da würde ich jetzt glatt zustimmen

obwohl das für mich eher eine universelle beschreibung wäre... aber zu dem angst- thema.

wenn du glaubst-
das, wenn ein partner ängste bezügl. des anderen hat, ihn dadurch einschränkt und dadurch der liebe den platz nimmt -dann kann ich das nachvollziehen.

aber ich finde es vermessen menschen menschen mit angst die liebesfähigkeit abzusprechen. wie ich schon sagte, da besteht für mich nicht der mindeste zusammenhang.

du sagt- angst ist im denken, liebe im herzen.
wenn du unter "herzen" seele verstehst kann ich das halbwegs nachvollziehen.
dem anderen punkt muss ich energisch wiedersprechen. angst ist ein gefühl und in den seltensten fällen rational steuerbar. die auslöser zu finden ist alles andere als einfach.

weiter schreibst du: "Wenn ich den Verstand mit seinem Denken ausschalte, dann kann sich Liebe ereignen."
da kann ich auch überhaupt nicht mitgehen- ich würde das für einen fatalen fehler halten! wie soll ich ohne den verstand zwischen tiefen gefühlen und hormoneller raserei untescheiden? und wie soll ich so den für mich passenden partner finden? ( eine weithin schwer unterschätze komponente wie ich meine)

und noch rasch etwas zu diesem ganzen erwartungshaltungs- dingen.
wenn wir enge bindungen eingehen, nur um liebe zu geben, dann sind wir schon lichtgestalten und somit eigentlich hier nicht mehr existent....


sparkling

mal einmisch
hallo sparkling,

ich glaub niemand will hier irgendwem die liebesfähigkeit absprechen, so hab ich das zumindest nicht verstanden.

angst ist nicht gleich angst. sie kann ein gesundes gefühl sein, denke ich ... oder eben auch ein hindernis, ein hemmnis, wenn wir sie als altlast mit uns mitschleppen.

mir fallen situationen ein, in denen ich unsicher war (ist ja auch eine form von angst) und jedes wort, jedes verhalten daraufhin abgecheckt habe, ob sich meine befürchtungen bewahrheiten könnten. natürlich ist dann kaum noch platz in mir, um andere, positive signale wahrzunehmen.
so gesehen entsteht (oder entspringt) angst tatsächlich im kopf, im denken, in den ganzen befürchtungen ...

ich nehme angst auch oft als diffuses, völlig irrationales gefühl wahr. hm, oder sollte man da eher von furcht sprechen? wie auch immer, ich glaube, dass diese angst ein kopfding ist.
irgendein gedanke hat sich eingefressen und diese angst ausgelöst, bis sie sich verselbstständigt hat, und mittlerweile ist es schwer für mich, ihren weg zu ihrem ursprung zurückzuverfolgen ... diese angst, an die ich denke, erscheint als gefühl, entspringt aber im rationalen.

ist schwierig, zu diskutieren, wenn jeder verschiedene bilder vor augen hat ...

zum thema "denken ausschalten, wenn sich liebe ereignen soll" und deiner kritik dazu fällt mir ein, dass man doch ganz intuitiv spürt, also mit dem herzen/gefühl, ob es sich um liebe oder schwärmerei handelt ... mich behindert das denken dort eher. der kopf hat dort doch nichts zu suchen.
wie machst du dir denn mithilfe des verstandes klar, dass du tiefe gefühle hast? das ist doch eine herzensfrage, oder nicht?

zum thema lichtgestalten - meinst du, selbstlos und bedingungslos lieben?
hmmm ... es gibt ja nicht nur diese beiden extreme, nicht "entweder lichtgestalt sein oder sein glück auf den partner projizieren (bedürfnisbefriediger)".
ich bin sicher, es gibt da einen ganz gesunden mittelweg.

liebe grüße








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1. Juni 2004 um 12:17
In Antwort auf winnie_12164884

mal einmisch
hallo sparkling,

ich glaub niemand will hier irgendwem die liebesfähigkeit absprechen, so hab ich das zumindest nicht verstanden.

angst ist nicht gleich angst. sie kann ein gesundes gefühl sein, denke ich ... oder eben auch ein hindernis, ein hemmnis, wenn wir sie als altlast mit uns mitschleppen.

mir fallen situationen ein, in denen ich unsicher war (ist ja auch eine form von angst) und jedes wort, jedes verhalten daraufhin abgecheckt habe, ob sich meine befürchtungen bewahrheiten könnten. natürlich ist dann kaum noch platz in mir, um andere, positive signale wahrzunehmen.
so gesehen entsteht (oder entspringt) angst tatsächlich im kopf, im denken, in den ganzen befürchtungen ...

ich nehme angst auch oft als diffuses, völlig irrationales gefühl wahr. hm, oder sollte man da eher von furcht sprechen? wie auch immer, ich glaube, dass diese angst ein kopfding ist.
irgendein gedanke hat sich eingefressen und diese angst ausgelöst, bis sie sich verselbstständigt hat, und mittlerweile ist es schwer für mich, ihren weg zu ihrem ursprung zurückzuverfolgen ... diese angst, an die ich denke, erscheint als gefühl, entspringt aber im rationalen.

ist schwierig, zu diskutieren, wenn jeder verschiedene bilder vor augen hat ...

zum thema "denken ausschalten, wenn sich liebe ereignen soll" und deiner kritik dazu fällt mir ein, dass man doch ganz intuitiv spürt, also mit dem herzen/gefühl, ob es sich um liebe oder schwärmerei handelt ... mich behindert das denken dort eher. der kopf hat dort doch nichts zu suchen.
wie machst du dir denn mithilfe des verstandes klar, dass du tiefe gefühle hast? das ist doch eine herzensfrage, oder nicht?

zum thema lichtgestalten - meinst du, selbstlos und bedingungslos lieben?
hmmm ... es gibt ja nicht nur diese beiden extreme, nicht "entweder lichtgestalt sein oder sein glück auf den partner projizieren (bedürfnisbefriediger)".
ich bin sicher, es gibt da einen ganz gesunden mittelweg.

liebe grüße








Schwieriges thema
zum einen: intuitiv spüren ob es sich um liebe oder schwärmerei handelt?
uns sind viele wahrnehmungen gegeben- ich bevorzug es möglichlichst viele zu rate zu ziehen in der anfänglichen verliebt, prüfe ich mit dem verstand ob der mensch auch zu mir passt und nur so ist die möglichkeit gegeben, tiefe gefühle aufzubauen und liebe zu empfinden.

in einer beziehung in der es passt und man liebt und geliebt wird werden auch die bedürfniss der partner befriedigt. völlige bedürfnissfreiheit ist in diesen spähren nicht möglich( meine feste überzeugung) oder schwer therapiebedürftig.

im ürbigend wollte ich nie ausdrücken das ich angst für ein possitives gefühl halte im gegenteil- ich finde es wichtig, immer wieder aufs neue unberechtigte ängste zu beseitigen.
und wenn es "passt" kann man das ganz wunderbar und possitiv(!) IN der beziehung.

wenn ich das richtig verstehe, dann is das eigentliche thema eine beziehung in der ein partner den anderen zwecks SEINER bedürfnissbefriedung "benutzt".
wäre ich in dieser sitution würde ich mich fragen: warum lasse ich eine tiefung bindung zu dieser person zu?

ich denke deswegen sehen wir das thema so kontrovers. ich sehe es vom standpunkt einer( für mich) erfüllenden, gegenseitigen, glücklichen beziehung.
das ergibt einen ganz anderen blickwinkel als wenn man erlebt wie schwierig sich eine doch erwünschte(?) bindung gestalltet.... gell?


sparkling

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1. Juni 2004 um 12:39

Liebe Gabrielle!
In allem stimme ich dir zu. Nur mit der einen Aussage bin ich nicht einverstanden: "Wenn Beziehung nicht klappt, ist es nicht wirklich Liebe von beiden Seiten oder nur von einem Partner, je nachdem" . Ich habe oft erlebt, dass beide sich sehr geliebt haben, aber irgendwann feststellen mußten, dass sie nicht zusammen leben können, sprich eine Beziehung führen, in der Kompromisse sein sollten.

lg
duschka

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1. Juni 2004 um 13:30
In Antwort auf gena_12107388

Liebe Gabrielle!
In allem stimme ich dir zu. Nur mit der einen Aussage bin ich nicht einverstanden: "Wenn Beziehung nicht klappt, ist es nicht wirklich Liebe von beiden Seiten oder nur von einem Partner, je nachdem" . Ich habe oft erlebt, dass beide sich sehr geliebt haben, aber irgendwann feststellen mußten, dass sie nicht zusammen leben können, sprich eine Beziehung führen, in der Kompromisse sein sollten.

lg
duschka

Liebe Duschka,
dann frage ich mich aber, warum sollten denn Kompromisse sein?
Ich meine, ist es nicht so, dass ein Kompromiss dann statt findet, wenn Verständnis für das eine oder andere fehlt?

Liebe Grüße
Gabriele

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1. Juni 2004 um 13:42
In Antwort auf tria_12152614

Liebe Duschka,
dann frage ich mich aber, warum sollten denn Kompromisse sein?
Ich meine, ist es nicht so, dass ein Kompromiss dann statt findet, wenn Verständnis für das eine oder andere fehlt?

Liebe Grüße
Gabriele

Diese
Kompromisse sind wohl dazu gut, um harmonisch miteinander leben zu können, sprich eine Beziehung führen zu können. Eine Beziehung ist doch nichts anderes, als eine Wohngemeinschaft und da sollte man auch Rücksicht aufeinander nehmen und Kompromisse schließen, mit dem einzigen Unterschied, dass "Liebe" dabei ist. Es ist wirklich nicht einfach. Ich habe den Dreh auch noch nicht raus. Aber wie kann man Liebe verwechseln??? Wie kann man dieses tiefe Gefühl, dass einem den Atem raubt, wenn man nur an diese Person denkt, mit etwas anderem verwechseln??? Das glaube ich nicht Es ist wahrscheinlich ein Idealfall, dass beides sich vereinbaren läßt auf lange Sicht: Liebe und Beziehung!!!

lg
duschka

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1. Juni 2004 um 14:08
In Antwort auf gena_12107388

Diese
Kompromisse sind wohl dazu gut, um harmonisch miteinander leben zu können, sprich eine Beziehung führen zu können. Eine Beziehung ist doch nichts anderes, als eine Wohngemeinschaft und da sollte man auch Rücksicht aufeinander nehmen und Kompromisse schließen, mit dem einzigen Unterschied, dass "Liebe" dabei ist. Es ist wirklich nicht einfach. Ich habe den Dreh auch noch nicht raus. Aber wie kann man Liebe verwechseln??? Wie kann man dieses tiefe Gefühl, dass einem den Atem raubt, wenn man nur an diese Person denkt, mit etwas anderem verwechseln??? Das glaube ich nicht Es ist wahrscheinlich ein Idealfall, dass beides sich vereinbaren läßt auf lange Sicht: Liebe und Beziehung!!!

lg
duschka

Wer hat den Dreh schon raus? ;.)
Ich spreche hier nicht unbedingt von Zusammenleben, aber egal, du sagst, da sollte man Rücksicht aufeinander nehmen.
Ja, klar Duschka, das meine ich, aber was ich eigentlich meine, diese Rücksicht ergibt sich ganz von alleine, wenn Liebe da ist, genau das schließt Kompromisse aus.

Sicher hast du Recht, Liebe und Beziehung sind ein Idealfall,
dazu müßte man den Idealpartner haben, um den zu bekommen, müßte man erst zum Idealpartner werden, das ist schon ein Stück Weg.

Liebe Grüße
Gabriele

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4. Juni 2004 um 9:29
In Antwort auf janene_12645599

Schwieriges thema
zum einen: intuitiv spüren ob es sich um liebe oder schwärmerei handelt?
uns sind viele wahrnehmungen gegeben- ich bevorzug es möglichlichst viele zu rate zu ziehen in der anfänglichen verliebt, prüfe ich mit dem verstand ob der mensch auch zu mir passt und nur so ist die möglichkeit gegeben, tiefe gefühle aufzubauen und liebe zu empfinden.

in einer beziehung in der es passt und man liebt und geliebt wird werden auch die bedürfniss der partner befriedigt. völlige bedürfnissfreiheit ist in diesen spähren nicht möglich( meine feste überzeugung) oder schwer therapiebedürftig.

im ürbigend wollte ich nie ausdrücken das ich angst für ein possitives gefühl halte im gegenteil- ich finde es wichtig, immer wieder aufs neue unberechtigte ängste zu beseitigen.
und wenn es "passt" kann man das ganz wunderbar und possitiv(!) IN der beziehung.

wenn ich das richtig verstehe, dann is das eigentliche thema eine beziehung in der ein partner den anderen zwecks SEINER bedürfnissbefriedung "benutzt".
wäre ich in dieser sitution würde ich mich fragen: warum lasse ich eine tiefung bindung zu dieser person zu?

ich denke deswegen sehen wir das thema so kontrovers. ich sehe es vom standpunkt einer( für mich) erfüllenden, gegenseitigen, glücklichen beziehung.
das ergibt einen ganz anderen blickwinkel als wenn man erlebt wie schwierig sich eine doch erwünschte(?) bindung gestalltet.... gell?


sparkling

du hast recht
hallo sparkling,

hab eben nochmal gelesen, was ich da geschrieben hab - natürlich kann man nicht einfach die intuition "befragen", ob es sich um liebe oder schwärmerei handelt und eine eindeutige antwort bekommen.
aber aus schwärmerei kann liebe werden ... wenn der kopf das zulässt und man es sich nicht vor lauter angst verbaut. soll es ja auch geben

nee, völlige oder auch pure bedürfnisfreiheit kann ich mir auch nicht vorstellen.
man könnte sagen, dass es passt, wenn die bedürfnisse der partner in der beziehung befriedigt werden. und eben darüber denke ich viel nach - über den idealzustand, wenn sich die bedürfnisse decken; über die macht (oder eher ohnmacht?), die man dem anderen einräumt, wenn man ihn für eigene bedürfnisse verantwortlich macht; darüber, ob beziehung überhaupt "dazu da" ist, bedürfnisse zu befriedigen, und wenn ja, in welchem rahmen usw.

für mich ist partnerschaft auch ein raum, in dem ich sehr viel leichter - eben weil er so geschützt und sicher ist - ängste zulassen und überwinden kann. dazu gehört viel vertrauen.

manchmal verwischen auch die grenzen, was die "verantwortlichkeiten" betrifft ...
ich hab die erfahrung gemacht, dass man gemeinsam sehr viel überwinden und zusammen wachsen etc. kann, wenn beide sich der verantwortlichkeit für den anderen (mitsamt ihrer weitreichenden möglichkeiten und potentialen aber auch ihrer gefahren) bewusst sind. das geht hand in hand mit dem gefühl der eigenverantwortung.
(für mich ist das gerade aber völlig verschwommen, ein völliges kuddelmuddel.)

ich glaube, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, ob oder wie ähnlich man sich in seinen bedürfnissen ist, sondern dass es viel wichtiger ist, wie man sie - im hinblick auf verantwortlichkeiten und verantwortung - handhabt.
vermutlich hat "liebesfähigkeit" auch viel mit diesem umgang zu tun ...



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