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OT: Vater unterschlägt Erbe seiner Kinder

19. Juli 2010 um 9:25 Letzte Antwort: 19. Juli 2010 um 13:23

Folgender Fall: 4 Kinder im Alter von 10,15,17 u 18 Jahren. Ein Sohn, 15, lebt beim Vater, die anderen bei der Mutter. Durch Zufall kommt heraus, dass der Vater das Erbe seiner Kinder (rund 100.000 Euro) unterschlagen und vermutlich ausgegeben hat. Die älteren Kinder haben sich entschlossen zu klagen, da es auch um zukünftige Zahlungen geht. Der 15-jährige will davon nichts wissen und verzichtet auf das Geld. Der 10-jährige versteht das alles natürlich noch nicht. Für ihn ist das gute Verhältnis zum Vater wichtig, den er regelmäßig sieht.
Nun befindet sich die Mutter in der Zwickmühle. Sie hat das Sorgerecht für den Kleinen und ist verpflichtet, für seine Rechte einzustehen. Also müsste sie in seinem Namen klagen. Andererseits steht zu befürchten, dass der Vater dann mit seinem kleinen Sohn nichts mehr zu tun haben will, was der selbstverständlich nicht verstehen kann und die Schuld daher bei der Mutter suchen wird. Wie soll sich die Mutter verhalten?

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19. Juli 2010 um 9:47

Da stellt
sich erstmal die Frage, wo kam das Erbe her, wenn beide Eltern der Kinder noch leben? Ist da die gesetzliche Erbfolge überhaupt berücksichtigt?

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19. Juli 2010 um 10:04
In Antwort auf ofi21

Da stellt
sich erstmal die Frage, wo kam das Erbe her, wenn beide Eltern der Kinder noch leben? Ist da die gesetzliche Erbfolge überhaupt berücksichtigt?

Bei dem Erbe
handelt es sich um Geld des Großvaters( väterlicherseits), der nach seinem Tod nicht nur seine Kinder sondern auch seine zahlreichen Enkel mit monatlichen Zahlungen bedacht hat. Rechtlich ist die Sache klar. Es geht im Augenblick um den moralischen Aspekt.

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19. Juli 2010 um 10:14


Wieso sollte der Vater dann nichts mit dem kleinen Sohn zu tun haben wollen?

Ich denke mal dass sich der Vater in einem Alter befindet, in dem er des logischen Denkens mächtig sein sollte xD
Ihm müsste klar sein, dass der Junge nichts für die Klage kann. Es war dann allein seine Mutter die das so wollte. Wieso sollte er dann den Jungen damit strafen?

Wenn überhaupt dann sollte er eher sauer auf die Mutter sein. Aber selbst das würde ihm nichts bringen. Denn wenn es der letzte Wille des Großvaters war dass die Enkel was bekommen steht die Mutter im Recht.
Der Vater hätte das Geld erst gar nicht unterschlagen dürfen.

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19. Juli 2010 um 10:16
In Antwort auf krista_12360808

Bei dem Erbe
handelt es sich um Geld des Großvaters( väterlicherseits), der nach seinem Tod nicht nur seine Kinder sondern auch seine zahlreichen Enkel mit monatlichen Zahlungen bedacht hat. Rechtlich ist die Sache klar. Es geht im Augenblick um den moralischen Aspekt.

Hmm moralische Bewertung
erfordert aber die Kenntnis der Beweggründe des Vaters. Weißt du, warum er so handelt? Ist er in Geldschwierigkeiten?

Ansonsten ist es natürlich falsch, sich über den Willen seines eigenen Vaters so hinwegzusetzen und das Geld einfach zu behalten. Und ja die Mutter wäre hier schon in der Pflicht im Interesse des 10jährigen zu handeln (so wir nicht über eine Summe von unter 1000 Euro reden) und seine rechtlichen Ansprüche geltend zu machen. Erpresste Zuneigung ist sowieso nicht dauerhaft und der 'Vater' wird dann früher oder später sein wahres Gesicht zeigen und der Junge wird somit irgenwann eh enttäuscht sein.

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19. Juli 2010 um 10:29

Ich
sag dir mal was aus eigener Erfahrung:

Ich war einmal in einer "ähnlichen" Situation wie deine Kinder.

Mein Vater hat keine Alimente gezahlt und als er gestorben ist, hat man mir keinen Pflichtteil gegeben.

Gut... man muss sich eben selbst darum kümmern. Aber als Kind???? Das hätte meine Mutter tun müssen.

Aber was hat meine Mutter gemacht: Sie hat mich gefragt.

Ich als Kind habe in meiner kindlichen Liebe an meinen Vater auf alles verzichtet, auch als er schon tod war.

heute denke ich anders darüber: Meine Mutter hätte verdammt nochmal etwas machen müssen und in MEINEM Namen meinen Vater klagen.

Heute sehe ich natürlich auch meinen Vater differenziert.er

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19. Juli 2010 um 10:33
In Antwort auf kilie_12351775

Hmm moralische Bewertung
erfordert aber die Kenntnis der Beweggründe des Vaters. Weißt du, warum er so handelt? Ist er in Geldschwierigkeiten?

Ansonsten ist es natürlich falsch, sich über den Willen seines eigenen Vaters so hinwegzusetzen und das Geld einfach zu behalten. Und ja die Mutter wäre hier schon in der Pflicht im Interesse des 10jährigen zu handeln (so wir nicht über eine Summe von unter 1000 Euro reden) und seine rechtlichen Ansprüche geltend zu machen. Erpresste Zuneigung ist sowieso nicht dauerhaft und der 'Vater' wird dann früher oder später sein wahres Gesicht zeigen und der Junge wird somit irgenwann eh enttäuscht sein.

Seh
ich genauso.

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19. Juli 2010 um 10:41

Da hast Du
mal wieder ins Schwarze getroffen, Cefeu!

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19. Juli 2010 um 10:50
In Antwort auf kilie_12351775

Hmm moralische Bewertung
erfordert aber die Kenntnis der Beweggründe des Vaters. Weißt du, warum er so handelt? Ist er in Geldschwierigkeiten?

Ansonsten ist es natürlich falsch, sich über den Willen seines eigenen Vaters so hinwegzusetzen und das Geld einfach zu behalten. Und ja die Mutter wäre hier schon in der Pflicht im Interesse des 10jährigen zu handeln (so wir nicht über eine Summe von unter 1000 Euro reden) und seine rechtlichen Ansprüche geltend zu machen. Erpresste Zuneigung ist sowieso nicht dauerhaft und der 'Vater' wird dann früher oder später sein wahres Gesicht zeigen und der Junge wird somit irgenwann eh enttäuscht sein.

Der Vater lebt seit
Jahren auf Kosten anderer und fühlt sich völlig im Recht. Er betrachtet das Geld der Kinder als "Familiengeld", obwohl er sich damit über den letzten Willen seines Vater hinwegsetzt. Zudem bekommt er selbst ja auch seinen Anteil.
Wie oben erwähnt, geht es um eine Summe von ca 100.000 Euro , also etwa 25.000 Euro pro Kind. Bis jetzt. Und es wird monatlich mehr.
Der 10-jährige sollte davon eigentlich nichts erfahren. Leider hat er das alles aber durch seine Geschwister recht deutlich mitbekommen, das Geld irgendwie schon möchte, aber nicht um den Preis des Vaters. Ich sehe das ähnlich wie Du, dass er seinen Vater ohnehin irgenwann verlieren wird. Kann ich mich aber trotzdem jetzt über seinen klar ausgesprochenen Wunsch hinweg setzen und damit riskieren, mir seinen Zorn zuzuziehen zusätzlich zu dem Leid, das er aushalten müsste, wenn sein Vater tatsächlich nicht mehr mit ihm spräche? Es ist so schwierig und ich hab das Gefühl, ich kann es nur falsch machen. Egal, wie ich es mache. Mann, der Kleine tut mir so unendlich leid....

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19. Juli 2010 um 11:01
In Antwort auf krista_12360808

Der Vater lebt seit
Jahren auf Kosten anderer und fühlt sich völlig im Recht. Er betrachtet das Geld der Kinder als "Familiengeld", obwohl er sich damit über den letzten Willen seines Vater hinwegsetzt. Zudem bekommt er selbst ja auch seinen Anteil.
Wie oben erwähnt, geht es um eine Summe von ca 100.000 Euro , also etwa 25.000 Euro pro Kind. Bis jetzt. Und es wird monatlich mehr.
Der 10-jährige sollte davon eigentlich nichts erfahren. Leider hat er das alles aber durch seine Geschwister recht deutlich mitbekommen, das Geld irgendwie schon möchte, aber nicht um den Preis des Vaters. Ich sehe das ähnlich wie Du, dass er seinen Vater ohnehin irgenwann verlieren wird. Kann ich mich aber trotzdem jetzt über seinen klar ausgesprochenen Wunsch hinweg setzen und damit riskieren, mir seinen Zorn zuzuziehen zusätzlich zu dem Leid, das er aushalten müsste, wenn sein Vater tatsächlich nicht mehr mit ihm spräche? Es ist so schwierig und ich hab das Gefühl, ich kann es nur falsch machen. Egal, wie ich es mache. Mann, der Kleine tut mir so unendlich leid....

Ich verstehe voll dass du in der Zwickmühle bist
ABER es geht um eine doch recht beträchtliche Summe Geld, dass deinem Sohn einmal sehr viel helfen kann (Studium finanzieren oder eben einfach ein gutes Startkapital). Das KANN er jetzt noch gar nicht beurteilen, siehe ridemonekeys Kommentar aus Sicht eines Betroffenen. Ergo darfst du in dem Fall nicht auf deinen Sohn hören, im INTERESSE deines Sohnes. Hört sich zwar bizarr an, ist aber so. Ich bin mir nicht mal sicher, ob dich nicht sogar rechtlich die PFLICHT hast, genau dieses zu tun (erkundige dich auf jeden Fall), vielleicht sogar für den 15jährigen. Informiere dich bei einem Anwalt und auch beim Jugendamt.
Und dann rede kindgerecht mit deinem Sohn darüber, auch dass man es genau umgekehrt sehen kann, nämlich dass sein VATER das Geld über die Liebe stellt, wenn er euch damit erpresst. Du wirst eh nicht verhindern können, dass er den wahren Charakter dieses Menschen irgendwann voll und ganz begreift und spätestens dann wird er anfangen sich gewaltig wegen des Geldes zu ärgern.

Also im Moment hast du ungebetener Weise die A-Karte aber langfristig fährst du am besten, du kämpfst für die Rechte deiner Kinder und lässt dich nicht erpressen. Denn dann hat dieses Charakterschwein alles was es wollte auch erreicht. Willst du das?

Lg

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19. Juli 2010 um 11:18
In Antwort auf kilie_12351775

Ich verstehe voll dass du in der Zwickmühle bist
ABER es geht um eine doch recht beträchtliche Summe Geld, dass deinem Sohn einmal sehr viel helfen kann (Studium finanzieren oder eben einfach ein gutes Startkapital). Das KANN er jetzt noch gar nicht beurteilen, siehe ridemonekeys Kommentar aus Sicht eines Betroffenen. Ergo darfst du in dem Fall nicht auf deinen Sohn hören, im INTERESSE deines Sohnes. Hört sich zwar bizarr an, ist aber so. Ich bin mir nicht mal sicher, ob dich nicht sogar rechtlich die PFLICHT hast, genau dieses zu tun (erkundige dich auf jeden Fall), vielleicht sogar für den 15jährigen. Informiere dich bei einem Anwalt und auch beim Jugendamt.
Und dann rede kindgerecht mit deinem Sohn darüber, auch dass man es genau umgekehrt sehen kann, nämlich dass sein VATER das Geld über die Liebe stellt, wenn er euch damit erpresst. Du wirst eh nicht verhindern können, dass er den wahren Charakter dieses Menschen irgendwann voll und ganz begreift und spätestens dann wird er anfangen sich gewaltig wegen des Geldes zu ärgern.

Also im Moment hast du ungebetener Weise die A-Karte aber langfristig fährst du am besten, du kämpfst für die Rechte deiner Kinder und lässt dich nicht erpressen. Denn dann hat dieses Charakterschwein alles was es wollte auch erreicht. Willst du das?

Lg

Nein, natürlich
will ich das nicht. Dieser Mensch hat mich schon so viele Nerven und Geld gekostet (das ja letztendlich den Kindern fehlt). Ich hatte so sehr gehofft, dass ich den kids nach der Scheidung ein ruhiges Leben bieten kann. Aber dieser Mensch schafft es immer wieder, massive Unruhe zu stiften. Ich bin kurz vorm Verzweifeln.
Vielen Dank aber für Deine deutlichen Worte. Sie helfen mir sehr weiter. lg orange

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19. Juli 2010 um 11:42
In Antwort auf krista_12360808

Nein, natürlich
will ich das nicht. Dieser Mensch hat mich schon so viele Nerven und Geld gekostet (das ja letztendlich den Kindern fehlt). Ich hatte so sehr gehofft, dass ich den kids nach der Scheidung ein ruhiges Leben bieten kann. Aber dieser Mensch schafft es immer wieder, massive Unruhe zu stiften. Ich bin kurz vorm Verzweifeln.
Vielen Dank aber für Deine deutlichen Worte. Sie helfen mir sehr weiter. lg orange

Dann pack ich dir mal ein Kraftpaket
und schick es dir. Gut, dass du dich von diesem miesen *piep* getrennt hast!
Halte weiter durch und lass nicht Dinge 'um des lieben Friedens willen' durchgehen, die absolut nicht in Ordnung sind. Was soll der Typ denn sonst daraus lernen, dass wenn er nur fies genug ist, der andere schon nachgeben wird? Dem gehören seine Grenzen aufgezeigt, immer da, wo sonst dein Wohl oder das der Kinder beeinträchtigt wird. Denk daran ER zieht seine Kinder mit rein und dafür wird ER irgendwann die Quittung bekommen. VON seinen Kindern. Du machst das was notwendig ist, begibst dich aber nicht auf sein unterirdisches Niveau hinab. Immer schön im rechtlichen Rahmen bleiben, aber sich bitte nichts gefallen lassen, was nicht ok ist. Wie sollen deine Kinder sonst lernen, sich durchzusetzen? Zeige wo immer möglich guten Willen aber wenn er absolut nicht darauf eingeht, dann sei kein Schaf und kämpfe für euch!

Viel Kraft weiterhin. Du packst das schon. Die Jungen sind doch schon fast groß und können dann ja auch selber denken.

Lg

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19. Juli 2010 um 12:46
In Antwort auf natan_12647874

Ich
sag dir mal was aus eigener Erfahrung:

Ich war einmal in einer "ähnlichen" Situation wie deine Kinder.

Mein Vater hat keine Alimente gezahlt und als er gestorben ist, hat man mir keinen Pflichtteil gegeben.

Gut... man muss sich eben selbst darum kümmern. Aber als Kind???? Das hätte meine Mutter tun müssen.

Aber was hat meine Mutter gemacht: Sie hat mich gefragt.

Ich als Kind habe in meiner kindlichen Liebe an meinen Vater auf alles verzichtet, auch als er schon tod war.

heute denke ich anders darüber: Meine Mutter hätte verdammt nochmal etwas machen müssen und in MEINEM Namen meinen Vater klagen.

Heute sehe ich natürlich auch meinen Vater differenziert.er

Dir auch
vielen Dank. Die Sicht eines Betroffenen hilft mir echt weiter. Fühle mich bestärkt darin, dass das, was ich vorhabe, in Ordnung geht. lg orange

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19. Juli 2010 um 13:23

Lies doch mal den ganzen Thread

soooo lang isser ja nun auch nicht

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