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OT: Narzissten, Borderliner und Suppenhühner...

16. Dezember 2011 um 9:07 Letzte Antwort: 22. Dezember 2011 um 11:58

Was mich wundert: Es gibt hier immer wieder Threads, in denen es heißt: "Hilfe! Ich liebe einen Narzissten!" oder "Schwierige Beziehung mit Borderliner" oder ähnliches. Und es wird nie gepostet, daß die Beziehung zu diesen Leuten so erfüllend wäre, sondern entweder kommt die TE nicht von dem Typen los oder sie hofft, ihn irgendwie so hinzukriegen, daß doch noch gutes Beziehungsmaterial aus ihm wird.

Die Fragen, die ich mir in solchen Fällen stelle sind:

1. Warum ist es so wichtig, SEINER Störung einen Namen zu geben, wenn doch augenscheinlich das Problem ist, daß DIE TE den Leidensdruck hat. Wäre nicht eher das Verhalten der Person zu pathologisieren, die es nicht schafft, sich aus einer zerstörerischen Beziehung zu lösen?

2. Was für einen Sinn ergibt es, darauf zu setzen, die Typen mit der Störung doch irgendwie wieder hinzubekommen, wenn man sich doch in den Typen MIT Störung verliebt hat?

3. Ist es daher nicht auch egal, ob man es mit Narzissmus, Borderline oder einem Suppenhuhn zu tun hat, wenn die Person einen nicht glücklich macht?

LG, IAH

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16. Dezember 2011 um 10:00

Hi pacjam, bevor Du jetzt dem armen varandero noch mehr zusetzt...
Ich glaube, varandero meinte, war, daß viele dieser 'Diagnosen' als 'Narzisst' oder 'Borderliner', welche hier in den Threads gestellt werden, nicht wirklich medizinisch abgesichert sind, sondern eher wie eine Laien-Diagnose der TE aussehen, die auf die TE irgendwie entlastend wirkt, nach dem Motto: 'Puh, er ist gottseidank ein Narzisst und kein @rschloch...'

Wenn es sich tatsächlich um eine ernsthafte Störung handelt, ist das natürlich purer Streß für alle Beteiligte (weiß ich aus eigener Erfahrung). Aber wenn eine schlichte Ansammlung ungünstiger Persönlichkeitsmerkmale als Begründung dient, um ein riesiges Brimborium zu veranstalten, dann ist das doch kritisierenswert.

LG, IAH

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16. Dezember 2011 um 10:16

Zumindest beim thema "borderline"...
...sollte man sich am besten mit einem fachmann zusammensetzen, sich ein paar vernünftige lektüren holen oder in den professionellen foren wie blpl informieren, aber sicher nicht in so einem forum hier!

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16. Dezember 2011 um 10:55


Daumen hoch!

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16. Dezember 2011 um 11:53

Hier tagt
heute ja echt die Expertenkommission...
Also hier auch meine ausgewogene Meinung , kurz aber knapp gehalten zu deinen Fragen:
1. hast du dir selbst beantwortet --> die/der TE empfindet Leidensdruck. Dieser verschafft sich Luft dadurch, dass dem Kinde ein Namen gegeben wird.
2 Keinen. Aber egal, denn der Ursprung des Leidensdruckes (siehe 1.) ist ein Mangel an Selbstverantwortlichkeit und das Vermeiden der daraus folgenden Konsequenzen, sowie ein Mangel-Empfinden schlechthin.
3. Natürlich ist es egal WAS einen NICHT glücklich macht, da das Gefühl des Nichtvorhandenseins von Glück apriori ausschließt.

Fazit: mir scheint, du verwechseltst Ursache und Wirkung.
Aber das ist irrelevant, denn dein Fred dient dennoch dem Zeck des Forum inspiriert uns nachweislich .

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16. Dezember 2011 um 13:13

Hallo Hayatim, ich glaube, man muß da unterscheiden
Schizophrenie (wie auch Depressionen oder Psychosen) kann ja auch bei einem vorher scheinbar gesunden Menschen plötzlich auftreten. In solchen Fällen bin ich durchaus adfür, daß der Partner alles gibt, um den Erkrankten aus dieser Phase wieder herauszuhelfen.

Aber gerade eine Narzisstische Störung (und soviel ich weiß auch Borderline) werden schon sehr früh angelegt und sind dann schon ausgebildet, wenn diese Leute die ersten Beziehungen anfangen. Und dann finde ich es sehr schwierig, da es sich ja nicht um eine akute, hoffentlich vorübergehende Krise handelt...

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16. Dezember 2011 um 14:50
In Antwort auf vienne_12304065

Hier tagt
heute ja echt die Expertenkommission...
Also hier auch meine ausgewogene Meinung , kurz aber knapp gehalten zu deinen Fragen:
1. hast du dir selbst beantwortet --> die/der TE empfindet Leidensdruck. Dieser verschafft sich Luft dadurch, dass dem Kinde ein Namen gegeben wird.
2 Keinen. Aber egal, denn der Ursprung des Leidensdruckes (siehe 1.) ist ein Mangel an Selbstverantwortlichkeit und das Vermeiden der daraus folgenden Konsequenzen, sowie ein Mangel-Empfinden schlechthin.
3. Natürlich ist es egal WAS einen NICHT glücklich macht, da das Gefühl des Nichtvorhandenseins von Glück apriori ausschließt.

Fazit: mir scheint, du verwechseltst Ursache und Wirkung.
Aber das ist irrelevant, denn dein Fred dient dennoch dem Zeck des Forum inspiriert uns nachweislich .

Hallo lebenslänglich, interessante Anmerkungen!
ad 1. Die TE empfindet den Leidensdruck, genau. Aber eben deshalb verdient doch auch das Verhalten der TE, wenn sie sich z.B. jahrelang nicht aus so einer Beziehung lösen kann, auch einen Namen, oder (z.B., wenn ich in der griechischen Mythologie nachkrame, Penelope-Syndrom)? Und dann müßte der Fred-Titel doch eigentlich heißen: "Hilfe, ICH bin eine Penelopistin!"
ad 2. daccord
ad 3. "Natürlich ist es egal WAS einen NICHT glücklich macht, da das Gefühl des Nichtvorhandenseins von Glück apriori ausschließt.

Fazit: mir scheint, du verwechseltst Ursache und Wirkung."

-> verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Welche Ursache und welche Wirkung verwechsle ich?

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16. Dezember 2011 um 18:55

Die Liebe folgt nicht unbedingt der Logik...
aber man sollte schon anstreben, daß sie mit den anderen Empfindungen im Einklang ist, oder? Sonst macht einen die Liebe kaputt...

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16. Dezember 2011 um 20:26
In Antwort auf braden_11982253

Hallo lebenslänglich, interessante Anmerkungen!
ad 1. Die TE empfindet den Leidensdruck, genau. Aber eben deshalb verdient doch auch das Verhalten der TE, wenn sie sich z.B. jahrelang nicht aus so einer Beziehung lösen kann, auch einen Namen, oder (z.B., wenn ich in der griechischen Mythologie nachkrame, Penelope-Syndrom)? Und dann müßte der Fred-Titel doch eigentlich heißen: "Hilfe, ICH bin eine Penelopistin!"
ad 2. daccord
ad 3. "Natürlich ist es egal WAS einen NICHT glücklich macht, da das Gefühl des Nichtvorhandenseins von Glück apriori ausschließt.

Fazit: mir scheint, du verwechseltst Ursache und Wirkung."

-> verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Welche Ursache und welche Wirkung verwechsle ich?

Hi IAH,
das ist auch leider gar nicht so zu verstehen, wie ich das da geschrieben hab... mein Fehler!
Es müsste vielmehr heißen: Ursache und Wirkung müssten besser voneinander getrennt werden, dann würden sich deine Ausgangsfragen ggf. von selbst erledigen.
Ich versuch mal eine Erklärung:

Auf Seiten des TE liegt die Ursache (für den Fred)
Diese wirken sich im Falle unseres Forums hier als Fred zum Thema xyz aus.
Die komplexen Hintergründe (also Ursachen) können wir, die anderen User, die nur die Wirkung (Fred) kennen, nicht mal erahnen.
Folgende Ursachen sind z.B. möglich (und sie sind ein Teil der Wirklichkeit):
Voraussetzung ist: es gibt sog. Persönlichkeitsstörungen und diese haben Konsequenzen für zwischenmenschliche Beziehungen
- es gibt wahrscheinlich User hier, deren Partner "gestörte" Strukturen aufweisen
- es gibt bestimmt auch User, die nur glauben, dass dies so sei
- es gibt wahrscheinlich User, die selbst gestörte Strukturen aufweisen, dies aber eventl. nicht wahrnehmen---> vllt eine Beziehung führen, die ihr "Selbst" spiegelt oder eben selbst eine Komplementärstörung aufweisen (dies zu deinem Pkt.1)
- es gibt mit Sicherheit User die Fakes sind, die sich Geschichten ausdenken und diese an den Mann/ die Frau bringen - hier im Forum. Einfach so, oder wer weiß warum...
- es gibt auch deine Freunde, die Forumstrolle

und und und...

Wir wissen nichts von dem "Zeug", dass hinter einem Fred tatsächlich steckt, haben nur minimalste Hintergrundinformationen.
... und selbst wenn wir alles wüßten (was niemals geschehen wird), so wissen wir immer noch zu wenig, um uns ein auf der Wirklichkeit basierendes Urteil zu bilden.
Es wird jedoch kommentiert was das Zeug hält.

Und kommt noch dazu, dass Werturteile ja eigentlich dummf... sind und völlig irrelevant. Eine Funktion des Verstandes, sich selbst Recht zu geben und den/die Anderen ins Unrecht zu setzten.
Das aber nur am Rande.

Deine Frage an dich selbst bietet wirklich eine spannende Diskussionsgrundlage, aber eigentlich ist sie inhaltlich überflüssig, (ist echt nicht wertend gemeint) denn
die Ursachen können wir nicht wirklich erkennen (wir kennen DIE Wirklichkeit nicht!) und die Wirkung werden wir auch weiterhin mehr oder weniger sinnig, mit mehr oder weniger Herz kommentieren und bewerten weil wir Menschen sind, die kommunizieren.
Und Kommunikation dient dem Überleben. Wir können nicht einfach damit aufhören.
Ergo dienen auch die von dir angesprochenen Beiträge letztendlich dem Überleben. Sie müssen weder intelligent, noch sinnig, noch stimmig sein.
Sie SIND einfach.
Ich find das irre spannend und hab das jetzt mit Vergnügen mal in die Tiefe gedacht.


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16. Dezember 2011 um 21:32

...
Dass man Dinge kategorisiert, ist vollkommen normal und muss nun wirklich nicht beklagt werden.
Etwas zu benennen ist noch lange nicht damit gleichzusetzen, dass man es dann auch anpassen will.

Außerdem kann man auch ohne die Definition dazu zu kennen mit einem Narzissten unglücklich sein.
Dann nennt man ihn eben einfach ... . Aber warum ist es ein Problem, wenn man etwas präziser wird?

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16. Dezember 2011 um 21:33
In Antwort auf esterya1

...
Dass man Dinge kategorisiert, ist vollkommen normal und muss nun wirklich nicht beklagt werden.
Etwas zu benennen ist noch lange nicht damit gleichzusetzen, dass man es dann auch anpassen will.

Außerdem kann man auch ohne die Definition dazu zu kennen mit einem Narzissten unglücklich sein.
Dann nennt man ihn eben einfach ... . Aber warum ist es ein Problem, wenn man etwas präziser wird?

...
Was hier fehlt, ist das Wort ArschI0ch.

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16. Dezember 2011 um 21:39

...
Nein, sind sie nicht. Sie sind notwendig, um effizient kommunizieren zu können.

Stell dir vor, man dürfte die Dinge nicht beim Namen nennen... man müsste jedesmal alles genauestens beschreiben, damit der andere weiß, worum es sich handelt.

Das Problem sind nicht die Schubladen an sich, sondern die Tatsache, dass viele Menschen jemanden vorschnell in eine Schublade stecken, obwohl sie nicht genug Information 1. über die Person und 2. über alternative Möglichkeiten, worum es sich handeln könnte, darüber haben. Und steckt jemand mal in einer Schublade drin, ist es nicht so einfach, da wieder rauszukommen... denn manche glauben tatsächlich noch, dass der erste Eindruck der Wichtigste ist.

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16. Dezember 2011 um 22:03
In Antwort auf vienne_12304065

Hi IAH,
das ist auch leider gar nicht so zu verstehen, wie ich das da geschrieben hab... mein Fehler!
Es müsste vielmehr heißen: Ursache und Wirkung müssten besser voneinander getrennt werden, dann würden sich deine Ausgangsfragen ggf. von selbst erledigen.
Ich versuch mal eine Erklärung:

Auf Seiten des TE liegt die Ursache (für den Fred)
Diese wirken sich im Falle unseres Forums hier als Fred zum Thema xyz aus.
Die komplexen Hintergründe (also Ursachen) können wir, die anderen User, die nur die Wirkung (Fred) kennen, nicht mal erahnen.
Folgende Ursachen sind z.B. möglich (und sie sind ein Teil der Wirklichkeit):
Voraussetzung ist: es gibt sog. Persönlichkeitsstörungen und diese haben Konsequenzen für zwischenmenschliche Beziehungen
- es gibt wahrscheinlich User hier, deren Partner "gestörte" Strukturen aufweisen
- es gibt bestimmt auch User, die nur glauben, dass dies so sei
- es gibt wahrscheinlich User, die selbst gestörte Strukturen aufweisen, dies aber eventl. nicht wahrnehmen---> vllt eine Beziehung führen, die ihr "Selbst" spiegelt oder eben selbst eine Komplementärstörung aufweisen (dies zu deinem Pkt.1)
- es gibt mit Sicherheit User die Fakes sind, die sich Geschichten ausdenken und diese an den Mann/ die Frau bringen - hier im Forum. Einfach so, oder wer weiß warum...
- es gibt auch deine Freunde, die Forumstrolle

und und und...

Wir wissen nichts von dem "Zeug", dass hinter einem Fred tatsächlich steckt, haben nur minimalste Hintergrundinformationen.
... und selbst wenn wir alles wüßten (was niemals geschehen wird), so wissen wir immer noch zu wenig, um uns ein auf der Wirklichkeit basierendes Urteil zu bilden.
Es wird jedoch kommentiert was das Zeug hält.

Und kommt noch dazu, dass Werturteile ja eigentlich dummf... sind und völlig irrelevant. Eine Funktion des Verstandes, sich selbst Recht zu geben und den/die Anderen ins Unrecht zu setzten.
Das aber nur am Rande.

Deine Frage an dich selbst bietet wirklich eine spannende Diskussionsgrundlage, aber eigentlich ist sie inhaltlich überflüssig, (ist echt nicht wertend gemeint) denn
die Ursachen können wir nicht wirklich erkennen (wir kennen DIE Wirklichkeit nicht!) und die Wirkung werden wir auch weiterhin mehr oder weniger sinnig, mit mehr oder weniger Herz kommentieren und bewerten weil wir Menschen sind, die kommunizieren.
Und Kommunikation dient dem Überleben. Wir können nicht einfach damit aufhören.
Ergo dienen auch die von dir angesprochenen Beiträge letztendlich dem Überleben. Sie müssen weder intelligent, noch sinnig, noch stimmig sein.
Sie SIND einfach.
Ich find das irre spannend und hab das jetzt mit Vergnügen mal in die Tiefe gedacht.


Lebenslänglich, ich fürchte, ich kann Dir da nicht ganz zustimmen
denn die Kommunikation hat ja ggf. reale Auswirkungen.

OK, wir maßen uns an, aus ein paar hingeworfenen Zeilen genug Informationen zu saugen, um sinnvolle Ratschläge zu geben. Andererseits erwarte ich von den TE, daß sie genau das einbeziehen, daß wir nur beschränkte Informationen haben. Bei manchen TEs ist das vielleicht zu viel erwartet.

Trotzdem kann ein Post ein Problem von einer anderen Seite beleuchten, von einer Seite, die der oder die TE vielleicht noch nicht berücksichtigt hat. Dann kann der Post auch sinnvoll sein, ohne, daß man das ganze Problem kennt.

Insofern könnte dieser Fred auch eine Wirkung zeigen, nämlich daß hier Betroffene reinschauen und sich denken - oh ja, vielleicht liegt es ja auch an mir...

Wenn ich mir die Teilnehmer dieses Freds hier anschaue, muß ich aber zugeben, daß das wohl nicht eingetreten ist, sondern hauptsächlich die üblichen Klugschwätzer (inklusive meiner Wenigkeit, bin eh der schlimmste... ) ihren Senf dazugeben.

LG, IAH

P.S.: was steckt eigentlich hinter "dummf... "? "dummfug?" oder "dummfickfuckegal" oder "dummficktgut"???

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16. Dezember 2011 um 22:25
In Antwort auf braden_11982253

Lebenslänglich, ich fürchte, ich kann Dir da nicht ganz zustimmen
denn die Kommunikation hat ja ggf. reale Auswirkungen.

OK, wir maßen uns an, aus ein paar hingeworfenen Zeilen genug Informationen zu saugen, um sinnvolle Ratschläge zu geben. Andererseits erwarte ich von den TE, daß sie genau das einbeziehen, daß wir nur beschränkte Informationen haben. Bei manchen TEs ist das vielleicht zu viel erwartet.

Trotzdem kann ein Post ein Problem von einer anderen Seite beleuchten, von einer Seite, die der oder die TE vielleicht noch nicht berücksichtigt hat. Dann kann der Post auch sinnvoll sein, ohne, daß man das ganze Problem kennt.

Insofern könnte dieser Fred auch eine Wirkung zeigen, nämlich daß hier Betroffene reinschauen und sich denken - oh ja, vielleicht liegt es ja auch an mir...

Wenn ich mir die Teilnehmer dieses Freds hier anschaue, muß ich aber zugeben, daß das wohl nicht eingetreten ist, sondern hauptsächlich die üblichen Klugschwätzer (inklusive meiner Wenigkeit, bin eh der schlimmste... ) ihren Senf dazugeben.

LG, IAH

P.S.: was steckt eigentlich hinter "dummf... "? "dummfug?" oder "dummfickfuckegal" oder "dummficktgut"???


Na klar. Die Freds haben Wirkungen ---> auch deiner!!!
Nicht die erwünschte?? Kannst du nicht wissen. Und was, wenn wirklich nicht?? Egal!
Mach dich einfach mal frei von deinen Bewertungssystemen.
Gut, schlecht... klug, dumm... sind doch nur Krücken.
Es funktioniert und es wirkt.
Nur: wie es wirkt entzieht sich unserer Kontrolle UND wir wären doof, es zu bewerten! UND es wäre müßig sich um Kontrolle zu bemühen, die man nicht erreichen kann...
Das war die eigentliche Aussage.
Wir leben gemäß unserer menschlichen Natur. Kommunikation ist hier so überlebenswichtig wie essen, trinken... und Klugscheißen ist ja schließlich auch Kommunikation, also zutiefst menschlich.
Und es macht Spass .

Es enttäuscht dich hoffentlich nicht , wenn ich dir sag: du mir nicht widersprochen hast.
Und wenn doch... Auch gut. Ich muss nicht Recht haben.


LG
LL

PS. dummfick, yes!! kann auch Spass machen

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16. Dezember 2011 um 22:52

Schwierig
Man kommt mit einem Menschen zusammen und am Anfang ist alles super. Man verliebt sich bis über beide Öhrchen und zieht zusammen - und plötzlich verändert sich der Mensch radikal (radikal behaupte ich jetzt mal, für die bessere Dramaturgie).

zu Frage 1: Ich denke, es ist so wichtig SEINER "Störung" einen Namen zu geben, weil man es von regelmäßigen Arztbesuchen und Krankheitsberichten gewohnt ist, dass vor der Heilung immer erst die Diagnose gestellt werden muss. Sicherlich wäre es effektiver, sich selbst zu fragen, warum man sich aus einer zerstörerischen Beziehung nicht lösen kann, aber die wenigsten Menschen können so ehrlich zu sich selbst sein. Zudem muss vor dieser Frage (warum kann ich mich nicht trennen) erst mal die Erkenntnis getroffen werden, dass man sich trennen sollte. Manche Leute werden auch in unterschiedlichen Arten abhängig vom Partner, sei es emotional, finanziell oder durch Sitten, Traditionen, Religionen, Gewaltspirale.

Zu Frage 2: Man möchte, dass alles wieder so schön wird wie am Anfang. Man hat eine gute Zeit mit dem Parnter erlebt und kann gar nicht glauben, dass diese (für immer) vorbei sein soll. Man hat erlebt, dass der Parnter anders sein kann und ist überzeugt, wäre er wieder so wie zu Beginn, hätte man den Traum einer Beziehung. Diesen Zustand möchte man wieder haben. Man hat sich zwar in einem Menschen mit einer Störung verliebt, diese Störung war einem zu Beginn aber wahrscheinlich weder bekannt (wie zB verbal direkt daraufhingewiesen), noch hat man sie wirklich bemerkt/wahrgenommen.

Zu Frage 3: Theoretisch ist es egal, wenn man nicht glücklich ist und zu dem Schluss kommt, jemanden verlassen zu wollen. Sollte man aber nicht Schluss machen wollen, kommen wir wieder zu Punkt 1, nämlich die Diagnose stellen, bevor man zur Heilung übergehen kann. Zudem, wenn man sich trennen will und auch wirklich getrennt hat, ist es sicherlich einfacher zu verarbeiten, wenn man einen Namen für die "Störung" hat. Zum einen kann man besser darüber nachdenken, reden und es verarbeiten, wenn man etwas beim Namen nennen kann, zum anderen kann man, wenn man wieder jemanden kennen lernt und der einen gleich zu Beginn verbal über eine Krankheit in Kenntnis setzt, erkennen, ob man so was vielleicht schon bei einem Partner hatte und somit leichter entscheiden, doch lieber die Finger davon zu lassen. Da es sich aber meist und Diagnosen handelt, die von Laien gestellt wurden, ist bei Punkt 3 wohl nur der Absatz über das Verarbeiten, Reden, Nachdenken tatsächliche Realität.

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16. Dezember 2011 um 22:55
In Antwort auf an0N_1257625499z

Schwierig
Man kommt mit einem Menschen zusammen und am Anfang ist alles super. Man verliebt sich bis über beide Öhrchen und zieht zusammen - und plötzlich verändert sich der Mensch radikal (radikal behaupte ich jetzt mal, für die bessere Dramaturgie).

zu Frage 1: Ich denke, es ist so wichtig SEINER "Störung" einen Namen zu geben, weil man es von regelmäßigen Arztbesuchen und Krankheitsberichten gewohnt ist, dass vor der Heilung immer erst die Diagnose gestellt werden muss. Sicherlich wäre es effektiver, sich selbst zu fragen, warum man sich aus einer zerstörerischen Beziehung nicht lösen kann, aber die wenigsten Menschen können so ehrlich zu sich selbst sein. Zudem muss vor dieser Frage (warum kann ich mich nicht trennen) erst mal die Erkenntnis getroffen werden, dass man sich trennen sollte. Manche Leute werden auch in unterschiedlichen Arten abhängig vom Partner, sei es emotional, finanziell oder durch Sitten, Traditionen, Religionen, Gewaltspirale.

Zu Frage 2: Man möchte, dass alles wieder so schön wird wie am Anfang. Man hat eine gute Zeit mit dem Parnter erlebt und kann gar nicht glauben, dass diese (für immer) vorbei sein soll. Man hat erlebt, dass der Parnter anders sein kann und ist überzeugt, wäre er wieder so wie zu Beginn, hätte man den Traum einer Beziehung. Diesen Zustand möchte man wieder haben. Man hat sich zwar in einem Menschen mit einer Störung verliebt, diese Störung war einem zu Beginn aber wahrscheinlich weder bekannt (wie zB verbal direkt daraufhingewiesen), noch hat man sie wirklich bemerkt/wahrgenommen.

Zu Frage 3: Theoretisch ist es egal, wenn man nicht glücklich ist und zu dem Schluss kommt, jemanden verlassen zu wollen. Sollte man aber nicht Schluss machen wollen, kommen wir wieder zu Punkt 1, nämlich die Diagnose stellen, bevor man zur Heilung übergehen kann. Zudem, wenn man sich trennen will und auch wirklich getrennt hat, ist es sicherlich einfacher zu verarbeiten, wenn man einen Namen für die "Störung" hat. Zum einen kann man besser darüber nachdenken, reden und es verarbeiten, wenn man etwas beim Namen nennen kann, zum anderen kann man, wenn man wieder jemanden kennen lernt und der einen gleich zu Beginn verbal über eine Krankheit in Kenntnis setzt, erkennen, ob man so was vielleicht schon bei einem Partner hatte und somit leichter entscheiden, doch lieber die Finger davon zu lassen. Da es sich aber meist und Diagnosen handelt, die von Laien gestellt wurden, ist bei Punkt 3 wohl nur der Absatz über das Verarbeiten, Reden, Nachdenken tatsächliche Realität.

Tatsächliche Realität
Na ja, ist schon ... kann man mal doppelt moppeln

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16. Dezember 2011 um 22:59
In Antwort auf an0N_1257625499z

Tatsächliche Realität
Na ja, ist schon ... kann man mal doppelt moppeln

Jetzt werden schon Zahlen zensiert
Also noch mal *seufz*: es ist ja schon elf Uhr, da kann man auch mal doppelt moppeln. Aber ist immer wieder toll, sich selbst zu antworten

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17. Dezember 2011 um 0:17

...
Nehmen wir statt Schubladen stattdessen doch einfach "Aufkleber". Davon kann man mehrere verteilen, sie gehen schwer wieder ab, wenn sie mal aufgeklebt sind, aber wenn im Laufe der Zeit neue dazukommen, kann man die alten überkleben

Auch wenn niemand einen einzigartigen Aufkleber hat (es ist sehr unwahrscheinlich, dass es irgendeine Eigenschaft gibt, die nur ein Mensch auf der Welt hat), ist jeder Mensch sozusagen eine einzigartige Kombination aus Aufklebern.

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17. Dezember 2011 um 1:03

<- selbst Borderlinerin
So geb ich auch mal meinen Senf dazu:

Ich hab meinem Freund lange nichts von meiner Krankheit gesagt. Worauf er hin glaubte, ich würde ihn nicht wirklich lieben, wurde immer unsicherer und unglücklicher.

Letztendlich habe ich ihn aufgeklärt und ich hab ihn auch schon in die Therapie mit genommen.

Wir haben eine Lösung gefunden um mit meiner Krankheit umzugehen (bei Fragen könnt ihr mir gerne ne Massage schreiben).

Klar zwischen durch ist es recht heftig zwischen uns.
Aber 80% der Zeit sind wir überglücklich miteinander... und ich persönlich kenn kein Paar, welches die 100% schaft

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17. Dezember 2011 um 11:10

Das Wesentliche sagst du...
Helfen kann den betroffenen Menschen nur ein Fachmann und vor allem auch der eigene Wunsch etwas zu ändern.
Man selber kann als Partner allenfalls Hilfestellung geben und für ihn da sein, sollte aber immer sein eigenes Leben im Auge behalten und nicht in eine Art Co-Abhängigkeit rutschen.

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17. Dezember 2011 um 12:45

Mal andersrum gefragt: gibt es einen Namen, ein Störungsbild, welches das
selbstdestruktive Festhalten von Männer und Frauen an Beziehungen beschreibt?

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17. Dezember 2011 um 13:11
In Antwort auf braden_11982253

Mal andersrum gefragt: gibt es einen Namen, ein Störungsbild, welches das
selbstdestruktive Festhalten von Männer und Frauen an Beziehungen beschreibt?

Einige.
z.B. Dependente Persönlichkeitsstörung, Selbstunsichere PS, Histrionische PS
Diese sind häufig komplementär zu den sog. Narzissten und/oder auch Borderlinern.
Das sollte aber wirklich, wirklich von Fachleuten abgeklärt werden!
Wurde hier ja auch öfters erwähnt.

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22. Dezember 2011 um 11:58

Als Ex-Freund einer Borderline-Patientin
kann ich da nur sagen, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Auch als ich sah, dass meine Freundin arbeitslos wurde, ihr Leben nich tmehr auf die Reihe bekam, immer stärkere Medikamente bekam und mich immer mehr manipulierte, bis ich fast selbst erheblichen Schaden davontrug, war die Hoffnung da.

Du musst wissen, dass die Beziehung zu einem Borderliner von einem ewigen Auf und Ab gekennzeichnet ist. Und nach diesen Zyklen kann man regelrecht süchtig werden. Einmal ist der BL der tollste und einfühlsamste Mensch, dann wird er zu einem Eisblock oder, wie bei meiner Freundin, meldet sich tagelang oder wochenlang nicht.

Die Problematik der Nähe/Distanz-Regulation ist das, was BL auszeichnet. Sie fürchten, verlassen zu werden, gleichzeitig ist für sie Nähe unerträglich.

Ich gebe Dir vollkommen Recht, dass diese Menschen psychisch schwer krank sind und ein Partner vielleicht sogar der Letzte auf Erden ist, der ihnen helfen könnte. Das können sie nur allein und mit professioneller Unterstützung, wenn überhaupt.

lieben gruß...sven

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