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OT:Kontroverse politische Ansichten in einer Beziehung

28. September 2009 um 8:01

Aus gegebenem Anlaß: Wie sehr Ihr das? Tragisch, interessant, unerheblich? Wie geht Ihr damit um, in für Euch wichtigen politischen Dingen mit Eurem Partner nicht einer Meinung zu sein?
Viele Grüße
orange

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28. September 2009 um 8:20

Aber mit nem Rechten
Also, ich glaub, dass es schon Gemeinsamkeiten auch beim politischen Denken geben sollte...

Und vor allem, wenn einer zu einem Extrem neigt - egal in welche Richtung - und der andere nicht/oder entgegengesetzt...dann wird schwierig.

Aber was sich mehr oder weniger im Mittelfeld bewegt, da ist es mehr oder weniger egal. Wobei ein überzeugter CDUler und eine absolute Grüne sicherlich einige sehr spannende Diskussionen führen könnten...und das mag sich auch auf die Beziehung auswirken...

Tja, wenn man sich es so überlegt: Ich glaube, es spielt schon eine Rolle...

Mein Lieblingsbeispiel für verschiedene politische Denken sind nachwievor meine amerkianischen Gasteltern: Sie überzeugte Bush-Anhängerin und er Demokrat...Ich war da, als die erste Bush-Wahl anstand und was sagt meine hostmom: "The smart people in this house vote for Bush"...Jaaaa..da war nicht unbedingt die unterschiedliche Einstellung das Problem, sondern wie meine hostmom über meinen hostdad denkt..und das hat sich in anderen Bereichen leider auch wiedergespiegelt..

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28. September 2009 um 8:48

Bisher
mußte ich mir diese Frage in meinen Beziehungen nie stellen, da wir meist so ungefähr in dieser Hinsicht immer in eine Richtung geblickt haben.
Ich denke das ist für mich auch am wichtigsten.

Jemand, der politisch, allen voran RECHTS, gar zu weit weg von mir tendiert, käme für mich als Partner nicht in Frage.

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28. September 2009 um 9:18

Kein Problem,
solange man seine Standpunkte und Meinungen begründen kann und nicht nur einer gerade populären (Medien-)Meinung folgt. Solange man von seinen Ansichten überzeugt ist und sagen kann warum gibt es kein Problem. Der andere muss diese Meinungen aber nciht teilen und das sollte man dann acuh akzeptieren. Von der eigenen Meinung in endlosen Diskussionen überzeugen zu wollen mag ich allerdings nicht. Dafür bin ich dann doch zu wenig politisch interessiert.

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28. September 2009 um 10:02
In Antwort auf eluned_12542373

Aber mit nem Rechten
Also, ich glaub, dass es schon Gemeinsamkeiten auch beim politischen Denken geben sollte...

Und vor allem, wenn einer zu einem Extrem neigt - egal in welche Richtung - und der andere nicht/oder entgegengesetzt...dann wird schwierig.

Aber was sich mehr oder weniger im Mittelfeld bewegt, da ist es mehr oder weniger egal. Wobei ein überzeugter CDUler und eine absolute Grüne sicherlich einige sehr spannende Diskussionen führen könnten...und das mag sich auch auf die Beziehung auswirken...

Tja, wenn man sich es so überlegt: Ich glaube, es spielt schon eine Rolle...

Mein Lieblingsbeispiel für verschiedene politische Denken sind nachwievor meine amerkianischen Gasteltern: Sie überzeugte Bush-Anhängerin und er Demokrat...Ich war da, als die erste Bush-Wahl anstand und was sagt meine hostmom: "The smart people in this house vote for Bush"...Jaaaa..da war nicht unbedingt die unterschiedliche Einstellung das Problem, sondern wie meine hostmom über meinen hostdad denkt..und das hat sich in anderen Bereichen leider auch wiedergespiegelt..

...
Mit nem Rechten ja, mit nem Rechtsextremen/-radikalen nein ^^

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28. September 2009 um 11:48

Ohje...
Ich habe da meine Probleme damit...
Mein Ex und ich haben dann jegliche politische Diskussion vermieden, es hat ja ohnehin zu nichts geführt.
Wenn er eine wirklich gute Begründung hat, warum er etwas wählt, was ich niemals wählen würde, wäre es eher kein Problem.
Aber wenn ich dann Sätze höre, die in so eine Richtung gehen: Mir doch egal, was mit anderen ist, ICH hab doch genug.
Also da könnt ich kotzen!!
Ich bin ja schon froh, dass fast alle meine Freunde eine ähnliche politische Einstellung haben - ein Partner, der mich total verständnislos und entsetzt ansehen würde, wenn ich ihm sage, was ich gewählt habe, so einen will ich sicher nie wieder haben!
Es funktioniert einfach nicht, nicht wenn die Ansichten wirklich extrem auseinander klaffen.

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28. September 2009 um 12:36

Extreme in jedwede Richtung jetzt mal ausgeschlossen,
bin ich ein bisschen hin und her gerissen was die unterschiedliche Einstellung betrifft. Auf der einen Seite finde ich die Diskussionen mit meinem Partner sehr interessant und anregend. Wir finden oft auch einen Konsens, Allerdings liegen seine Prioritäten nicht bei den Themen, die bei mir ganz oben auf der Liste stehen. Deshalb wählt er anders als ich, was ja auch legitim is, grummel..Für mich ist das übrigens eher ein Problem als für ihn. Er nimmt's gelassen. Na ja, ich hab seine Stimme wenigstens neutralisiert ...

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28. September 2009 um 13:57
In Antwort auf eluned_12542373

Aber mit nem Rechten
Also, ich glaub, dass es schon Gemeinsamkeiten auch beim politischen Denken geben sollte...

Und vor allem, wenn einer zu einem Extrem neigt - egal in welche Richtung - und der andere nicht/oder entgegengesetzt...dann wird schwierig.

Aber was sich mehr oder weniger im Mittelfeld bewegt, da ist es mehr oder weniger egal. Wobei ein überzeugter CDUler und eine absolute Grüne sicherlich einige sehr spannende Diskussionen führen könnten...und das mag sich auch auf die Beziehung auswirken...

Tja, wenn man sich es so überlegt: Ich glaube, es spielt schon eine Rolle...

Mein Lieblingsbeispiel für verschiedene politische Denken sind nachwievor meine amerkianischen Gasteltern: Sie überzeugte Bush-Anhängerin und er Demokrat...Ich war da, als die erste Bush-Wahl anstand und was sagt meine hostmom: "The smart people in this house vote for Bush"...Jaaaa..da war nicht unbedingt die unterschiedliche Einstellung das Problem, sondern wie meine hostmom über meinen hostdad denkt..und das hat sich in anderen Bereichen leider auch wiedergespiegelt..

Richtig
Klar könnte man sagen: Ist doch egal, ob mein Partner CDU wählt und ich Grüne, wenns sonst überall stimmt. Aber das kann es ja eigentlich nicht wirklich. Jemand, der die CDU wählt und im Geiste für eine konservative Politik steht, hat doch auch andere charakterliche Dispositionen, andere Interessen und eine andere Vorstellung vom Leben als jemand, der etwa die Grünen wählt und für eine alternativere Politik eintritt.

Ich hätte mit einem Wähler aus dem linken Spektrum - gemäßigt bis "extrem" (wobei ich damit nicht radikal meine) - keine Probleme. Wenn jemand aus guten persönlichen Gründen die SPD wählt, fände ich das okay, die Grünen finde ich eh die bestmögliche Alternative und wer die Linken wählt, macht erstmal nichts verkehrt (kann ja keinen größeren Schaden anrichten), obwohl man darüber immer noch grübeln kann, ob die wirklich so toll sind.
An Parteien kann man das allerdings eigentlich nicht festmachen. Mir ist eine gesamtpolitisch und vor allem wirtschaftlich linke Grundgesinnung aber dennoch wichtig. Wenn die Übereinstimmung nicht da ist, funktioniert das doch meist mit der Beziehung eh nicht (könnte ich mir zumindest für mich nur schwer vorstellen).

Mein Ex und mein jetziger Freund haben übrigens genau wie ich bei dieser Bundestagswahl grün gewählt

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28. September 2009 um 14:31
In Antwort auf aliza_12117540

Richtig
Klar könnte man sagen: Ist doch egal, ob mein Partner CDU wählt und ich Grüne, wenns sonst überall stimmt. Aber das kann es ja eigentlich nicht wirklich. Jemand, der die CDU wählt und im Geiste für eine konservative Politik steht, hat doch auch andere charakterliche Dispositionen, andere Interessen und eine andere Vorstellung vom Leben als jemand, der etwa die Grünen wählt und für eine alternativere Politik eintritt.

Ich hätte mit einem Wähler aus dem linken Spektrum - gemäßigt bis "extrem" (wobei ich damit nicht radikal meine) - keine Probleme. Wenn jemand aus guten persönlichen Gründen die SPD wählt, fände ich das okay, die Grünen finde ich eh die bestmögliche Alternative und wer die Linken wählt, macht erstmal nichts verkehrt (kann ja keinen größeren Schaden anrichten), obwohl man darüber immer noch grübeln kann, ob die wirklich so toll sind.
An Parteien kann man das allerdings eigentlich nicht festmachen. Mir ist eine gesamtpolitisch und vor allem wirtschaftlich linke Grundgesinnung aber dennoch wichtig. Wenn die Übereinstimmung nicht da ist, funktioniert das doch meist mit der Beziehung eh nicht (könnte ich mir zumindest für mich nur schwer vorstellen).

Mein Ex und mein jetziger Freund haben übrigens genau wie ich bei dieser Bundestagswahl grün gewählt

Naja, also ...
... "wer die Linken wählt, macht erstmal nichts verkehrt" - da kann man sicherlich geteilter Meinung sein.

Grundsätzlich würde es mich massiv stören, wenn mein Partner eine politisch völlig gegensätzliche Einstellung hätte. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass er dann von vornherein gar nicht erst mein Partner wäre. Schließlich geht es hier nicht um die isolierte Frage, wo ich auf dem Wahlzettel mein Kreuzchen mache. Vielmehr sagt die Unterstützung einer bestimmten politischen Richtung einiges über die Prinzipien, Überzeugungen und Ideale aus, die einen Menschen prägen und auf deren Basis er sein Leben gestaltet. Und - wenn man den Statistiken glaubt - dann kann man aus der Zugehörigkeit eines Menschen zu einer politischen Gruppierung auch häugig Schlüsse auf dessen Beruf, Bildung etc. ziehen. Mit einem Linken hätte ich schlicht nichts gemeinsam, so dass es zu so einer Verbindung von vornherei nicht kommen würde.

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28. September 2009 um 15:14
In Antwort auf erica_12742155

Naja, also ...
... "wer die Linken wählt, macht erstmal nichts verkehrt" - da kann man sicherlich geteilter Meinung sein.

Grundsätzlich würde es mich massiv stören, wenn mein Partner eine politisch völlig gegensätzliche Einstellung hätte. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass er dann von vornherein gar nicht erst mein Partner wäre. Schließlich geht es hier nicht um die isolierte Frage, wo ich auf dem Wahlzettel mein Kreuzchen mache. Vielmehr sagt die Unterstützung einer bestimmten politischen Richtung einiges über die Prinzipien, Überzeugungen und Ideale aus, die einen Menschen prägen und auf deren Basis er sein Leben gestaltet. Und - wenn man den Statistiken glaubt - dann kann man aus der Zugehörigkeit eines Menschen zu einer politischen Gruppierung auch häugig Schlüsse auf dessen Beruf, Bildung etc. ziehen. Mit einem Linken hätte ich schlicht nichts gemeinsam, so dass es zu so einer Verbindung von vornherei nicht kommen würde.


"Vielmehr sagt die Unterstützung einer bestimmten politischen Richtung einiges über die Prinzipien, Überzeugungen und Ideale aus, die einen Menschen prägen und auf deren Basis er sein Leben gestaltet.".....

...was zu beweisen wäre. Ich bin mir nicht sicher, ob Politik im Leben vieler Menschen eine so große Rolle spielt, dass man das guten Gewissens behaupten könnte. Setzen sich die meisten Menschen so viel mit Politik auseinander, dass sich das ganze Leben danach ausrichtet? Ist es nicht eher umgekehrt, dass man ein paar Themen hat, die einem wichtig sind und man sich die Partei dazu sucht, der man am ehesten zutraut, dieses Ziel zu erreichen? So erklärt sich wohl, dass man durchaus Interesse an Ökologie und Umweltschutz haben und trotzdem schwarz wählen kann. Oder teilweise konservative Werte vertritt und sein Kreuzchen, eben weil Ökologie wichtiger ist, bei den Grünen macht (um mal bei diesem Beispiel zu bleiben). Ist einer durch und durch rot? Oder kann er auch bunt sein?

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