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OT: Kind in Pflegefamilie. Komplizierter Fall brauche dringend rat

10. Februar 2011 um 14:13

Hallo,

und zwar.. ich stehe ziemlich im Zwiespalt.

Vorgeschichte: Meine Tochter ist seit Geburt in einer Pflegefamilie. Damals waren die Umstände sehr kompliziert und so wurde das dann beschlossen. (Ich möchte nicht weiter darauf eingehen wie, wieso etc.) es ist nur so, dass ich das so niemals wollte, und nein ich bin weder kriminell noch arbeitslos noch assozial noch sonst was.

So,
jedenfalls war sie anfangs in einer Pflegefamilie wo ich sie permanent sehen konnte. Wann ich wollte und wie lange ich wollte.
Die Familie war aber seehr weit weg, weshalb ich das Jugendamt gebeten habe nebenbei nach einer näheren zu suchen. Gesagt, getan, sie haben eine gefunden die im selben Dorf wohnt wie ich.
Juhu, die freude war groß etc.

Bei dem Kennenlerngespräch wurde jedoch gesagt dass die ersten paar Monate ich sie im begleiteten Umgang an einem neutralen ort sehen kann und das ganze erstmal Inkognito ist. So zwecks kennenlernen und so.
Ich wollte das nicht, aber da die familie im selben ort wohnte wie ich und es ja nur ein paar Monate waren willigte ich ein... (größter fehler)

Mittlerweile geht es seit 2 Jahren so. Ich bin wirklich verantwortungsbewusst, ich mache Schule, lerne sehr viel, bin immer pünktlich, kümmere mich um alles was von mir erwartet wird und ich gebe mir die Größte Mühe. Dennoch darf ich sie immernoch nicht daheim sehen. Auch festnetz nummer darf ich nicht wissen.

So, jedenfalls, um mal zum Punkt zu kommen,...
Gestern war ich unterwegs und habe beim vorbeifahren zufällig die Pflegemutter mit meinem Kind ins Auto steigen sehen. Habe mir instinktiv Kennzeichen usw. gemerkt.
Und heute auf dem Weg zur Schule habe ich das Auto dort stehen sehen wo ich es gestern gesehen habe.
Auf dem Rückweg von der Schule bin ich näher ans Haus gefahren und hab den Nachnamen der Pflegeeltern gesehen.

Seit über 2 Jahren hoffe ich innigst jemals zu erfahren WO mein Kind lebt... wie das Haus aussieht... wo sie täglich ist... Aber ich wollte es so erfahren dass mir das das Jugendamt sagt... auf die normale weise..

Und nicht so...
Das besch... an dem ganzen ist... sie lebt direkt vor meiner Nase.. nur zwei straßen weg und genau auf dem weg wo ich jeden tag zur schule fahr..
Und erst nach 2 langen Jahren erfahre ich es.. und ginge es nach dem Jugendamt würde ich es wschl erst in 5 Jahren oder was weis ich wann wissen...

Mein Problem ist... eigentlich... bin ich einerseits froh es herausgefunden zu haben.. aber andererseits wünsche ich mir.. es nicht zu wissen... denn jetzt weis ich nicht was ich machen soll. Jetzt WEIS ich dass ich jeden tag daran vorbeifahre.. jetzt WEIS ich wo sie lebt.. und dennoch bringt es mir nichts. Denn sehen darf ich sie dort nicht.


Mir schossen schon die verrücktesten Gedanken durch den Kopf... bzw durchs Herz. Weil es MEIN Kind ist und ich leide wie ein Hund....
andererseits weis ich vom Verstand her, dass ich sehr aufpassen muss, weil ich es ja gar nicht wissen darf wo sie leben, weil sonst verscherz ich es mir noch mit dem Jugendamt und habe im Endeffekt noch mehr Probleme.

Ich weis nicht wie ich mit der Situation umgehen soll..

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10. Februar 2011 um 14:25

.
Leider nicht. Pflegefamilie kann ausgemacht 1 Jahr sein und im Endeffekt 14 Jahre dauern.
Es kommt immer auf die Situation und auf den Sachbearbeiter darauf an.
Wenn die irgendwelche "mängel" suchen und welche finden kann die ganze Geschichte recht lange dauern...

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10. Februar 2011 um 14:28

Hallo,
Deinen Zwiespalt kann ich wohl verstehen, aber ich frage mich warum das Jugendamt so streng mit dem Aufenthalt deiner Tochter umgeht, wenn dein Umfeld nicht schädigend für das Kind ist.

Wie oft hast du denn Kontakt zum Jugendamt? Was sind denn die Ziele und Auflagen an die du dich halten musst? Sind denn EIngliederungen geplant?
Ich frage danach, um den Weg des Jugendamtes zu verstehen, vielleicht kann ich dir dann ja einen Tipp geben, wie du mit deinem Problem umgehen kannst,

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10. Februar 2011 um 14:35

..
Gute Frage. Ich wüsste es auch nur zu gerne. Ich fühle mich wie eine kriminelle behandelt.

Am anfang hatte ich eine andere sachbetreuerin, da durfte ich mein Kind alle zwei Wochen sehen.
Aber diese .... hat beschlossen zum Kindeswohl (jaa, natürlich)
Dass ich das Kind alle 6 Wochen sehen kann.
Daraufhin erstmal: zusammengebrochen und danach Gericht etc. etc.
So, im nachhinein habe ich übrigens mitgekriegt dass sie sowas nicht nur bei mir macht.
Jetzt habe ich eine andere Betreuerin und die Kontakte finden nur alle 4 Wochen unter Aufsicht einer sozialpsychologin statt (die ist aber zuversichtig dass sich die Bindung zwischen mir und meiner Tochter sehr gut stärkt und ich sie wiederkriege)
Sie gibt mir und der pflegemutter ratschläge zum gemeinsamen umgang etc..
und dann wenn die sozialpsychologin nicht mehr gebraucht wird, werde ich sie wohl daheim sehen dürfen..
Nur wann das sein wird, das kann ich nicht entscheiden.
Also bisher ist es so, ich sehe sie alle 4 wochen und mache mit ihr in den Ferien ausflüge (mit pflegemutter und psychologin)
z.B spielplatz, park, schlittenfahren etc...

Ich muss sagen, im gegensatz dazu was ich mir am anfang antun durfte (nur eine stunde in einem grauen zimmer.. nie draußen mit ihr)
ist es echt wundervoll und ich genieße jede Sekunde mit ihr.

Also Ziel ist es wohl dass ich sie zurückkriege.. irgendwann.

Das beste ist, da die pflegeeltern ja so super und vorbildlich und toll sind, hat das Jugendamt folgende Ansprüche an mich:

-genug Zeit, am besten Berufstätig (ich will aber noch studieren etc. ich meine, es gibt GENUG mütter die studieren nebenbei.)
-am besten in einem Haus lebend
-noch ein Kind
-verheiratet



SUPER!

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